Der lange Flug nach Adelaide

24 Stunden im Flugzeug ist keine besonders angenehme Tätigkeit – doch was tut man nicht alles, um einmal nach Australien zu fliegen. Dem Land der Kängurus, Koalas, Schnabeltiere und all den ganzen tödlichen Tierchen, die hier in einer sehr hohen Dichte leben. Ich war sehr gespannt.

Nach einem halben Arbeitstag zog es meinen Kumpel Aris und mich zum Flughafen Hamburg, von wo wir erst einmal eine Stunde lang in die falsche Richtung fliegen würden, um dann am Flughafen Amsterdam Schiphol gen Osten aufzubrechen. Der Flug nach Kuala Lumpur verlief ohne Probleme und war dank der Fluggesellschaft KLM sogar überaus angenehm.

Da wir in Kuala Lumpur ein wenig Zeit hatten entschlossen wir uns mit dem Expresszug in die malaysische Hauptstadt zu fahren und die Gegend um ihren Hauptbahnhof ein wenig zu erkunden. Weit kamen wir nicht, immerhin wollten wir nur etwas essen und die Zeit war begrenzt. Hätten wir jedoch vorher schon gewusst, welche Strapazen uns noch am Flughafen erwarten, so hätten wir locker ein Großteil der Stadt erkunden können.

Zurück am Airport hieß es für uns also warten, denn das eigentlich für unseren Flug geplante Flugzeug wurde auf Grund der aktuellen Wetterlage für einen anderen Flug benötigt und unser neuer Flieger musste erst einmal aus dem nahen Singapur herbeigeflogen werden. Natürlich informierte uns Malaysia Airlines so gut wie gar nicht über die Verspätung. Auch gab es keine Kompensation. Als wir dann mit weit über 3 Stunden Verspätung endlich abfliegen konnten war ich nicht nur ungemein genervt, sondern auch noch todmüde. Statt jetzt jedoch schnell die Lichter zu dimmen und die Passagiere schlafen zu lassen zog es Malaysia Airline vor auf ihrem Ablauf zu bestehen und servierte um etwa 2 Uhr morgens das Abendessen. Der Flugbegleiter tippte mir dafür minutenlang auf meine Schulter und mein Reisebegleiter sagte noch nicht einmal etwas. In anderen Fluggesellschaften wird man einfach ausgelassen und bekommt sein Essen ggbfs. etwas später, doch bei Malaysia Airlines wird man ununterbrochen belästigt.

Malaysia Airlines kann froh sein, dass ich bereits vergessen hatte, dass sie in ihrer Vergangenheit einige Flugzeugabstürze zu verantworten hatten. Ansonsten wäre ich nie mit ihnen geflogen. Nun werde ich in Zukunft nie wieder mit ihnen fliegen, denn ihre Maschinen sind veraltet, schlecht gepflegt und der Service ist furchtbar. Da ich über die niederländische Fluggesellschaft KLM gebucht hatte habe ich im Anschluss an Flightright gewandt, um wenigstens die Entschädigung von 600€ (minus deren Provision) für die 3 Stunden Verspätung zu bekommen. Bis zum heutigen Tag (06.06.2021) ist der Fall jedoch noch offen und Malaysia Airlines wehrt sich wohl vehement.

Irgendwann waren wir dann jedoch in Adelaide. Die Beamten an der Grenzkontrolle waren alles andere als freundlich und wollten sämtliche Reisepläne von mir wissen und sogar das Rückreiseticket sehen. Nur blöd, dass das nicht geht. So schilderte ich also alles, verwies auf unseren groben Tourplan, versuchte den Reiseplan über die KLM App zu öffnen und gelobte nicht nach Australien auswandern zu wollen. Irgendwann gab man dann wohl genervt auf und wir konnten endlich unser Gepäck abholen. Komisch fand ich dann noch die unterschiedlichen Wege zum Ausgang, jedoch führte uns der uns zugeteilte ohne Zwischenstopp direkt ins Terminal.

Unseren Mietwagen hatten wir über Billigermietwagen bei Jucy Rentals gebucht. Dafür musste ich erst einmal bei einer Telefonnummer anrufen, wo mir dann ein Mitarbeiter den Weg zum Treffpunkt beschrieb. Nach kurzer Zeit holte uns dann jemand ab. Unser Mietwagen selbst war ein in die Jahre gekommener Toyota Corolla, der interessanterweise auf Ganzjahresreifen von Triangle lief, von denen ich selbst als Entwicklungsingenieur für Autoreifen noch nie etwas gehört habe. Mittlerweile findet man die Reifen des chinesischen Herstellers auch in Europa, doch wirklich gut schneiden diese nicht ab. Der Corolla wollte zumindest nie wirklich geradeaus fahren, was das Fahren etwas anstrengender machte. Gut, das kann auch am Zustand des Wagens gelegen haben; so oder so scheint Jucy Rentals am falschen Ende zu sparen.

 

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