Altmühlbob (2020)

Einer der interessantesten Stopps während meiner aktuellen Tour durch Deutschland war der Altmühlbob in Riedenburg in Bayern. Seit 1999 steht dort ein gleichnamiger Alpine Coaster von Wiegand. Seit 2017 steht hier auch der Speedbob – ein sogenannter Sport Coaster aus dem Hause Wiegand.

Während der Altmühlbob eine solide Fahrt über mehrere kleinere Jumps und eine Reihe von Serpentinen bietet, konzentriert sich der Speedbob voll auf seine Camelbacks. Das ist ungewöhnlich für einen Mountain Coaster und vor allem auch für eine Achterbahn. Nach dem langen Anstieg geht die Fahrt sofort in einen Double Down über. Nach einem intensiven Tal nimmt der Bob den ersten Camelback und versucht damit, uns aus den Sitzen zu kicken. Das ist Wahnsinn! Gott sei Dank schließen sich unmittelbar danach zwei weitere Camelbacks an. Nach dem dritten Airtime-gefüllten Hügel werden wir in der Magnetbremsenstrecke zum Stillstand gezwungen. Kurz darauf ist die außergewöhnliche Achterbahnfahrt zu Ende.

 

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Alpsee Coaster (2019)

Der Alpsee Coaster ist für mich als norddeutscher Achterbahnfan eine überaus exotische Alpine-Coaster-Anlage des Herstellers Wiegand, da er recht weit von jeglichen (für mich relevanten) touristischen Zielen entfernt gelegen ist; sprich: Er liegt am Arsch der Heide oder wie es die Süddeutschen gerne sagen in Buxtehude. Ohne einen weiteren Grund wäre ich so schnell auch gar nicht in der Nähe von Kempten (Allgäu) vorbeigekommen, weswegen der Besuch auch erst durch eine erfrischenden Runde Wildwasser-Rafting auf der Iller beim Anbieter MAP-Erlebnis Zustande kam. Mit von der Partie war mein englischer Kumpel William mit dem es allein auf dem Hinweg – ausgelöst durch das Ende der Schulferien in Bayern – durch 5-6 Stunden Stau und unzählige Baustellen ging.

Nach einer Nacht im Hotel ging es dann ausgeruht zum Alpsee Coaster, der bereits durch seine Lage – direkt am Alpsee gelegen – überzeugen kann. Es war ein kalter, verregneter Tag und bis auf ein paar mutige Wanderer waren keine Besucher vorhanden; auf der 2700m langen Strecke zumindest war niemand zu sehen. Die Temperatur wurde mit jedem Meter des Aufstiegs immer geringer. Oben angekommen setzte dann auch noch ein Regenschauer ein. Statt einer Fahrt zog es uns also erst einmal in die Berghütte Bärenfalle, wo wir eine warme Mahlzeit zu uns nahmen.

Gut gestärkt konnte es nun also auf die – durch den Regen – gut geschmierte Fahrt gehen. Da es schwierig ist den erlebten Irrsinn der Fahrt in Worte zu fassen, habe ich für euch ein POV aufgenommen:

 
 

Direkt nach den ersten drei Serpentinen rasen wir bereits über den ersten größeren Jump, welcher den Schlitten schnell auf seine Maximalgeschwindigkeit befördert. Kurze Zeit später fliegen wir ein weiteres Mal über einen Schussfahrt. Nach einer äußerst flotten Passage durch den Wald geht es über mehrere Wellen, die einen gekonnt aus der Sitzschale reizen und einen dabei ein wenig durchschütteln. Mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht folgen mehrere steilere Kurvenpassagen, die zwischendurch immer wieder durch Wellen und Jumps unterbrochen werden. Nach einigen ruhigeren Passagen (die bei anderen Anlagen bereits ein Highlight darstellen) geht es dann ab 1:01 wieder ordentlich zur Sache. Auf einem Jump folgen im schnellen Wechsel einige sehr enge und steile Kurven. Hat man sich auch davon erholt wird ab 1:25 eine sechs sekündige Airtime-Orgie eingeleitet. Nach einer Vielzahl an Serpentinen fügt sich nach 2:15 eine weitere Wellenpassage an. Auch hiernach geht es weiterhin in Serpentinen den Berg hinunter, ehe dann gegen Ende noch eine Helix auf die Mitfahrer wartet.

Der Alpsee Coaster der Alpsee Bergwelt bietet eine absolut wilde und atemberaubende Fahrt, die so kaum eine andere Achterbahn in Deutschland aufweisen kann. Er ist ohne Zweifel jedem anderen Alpine Coaster in Deutschland überlegen; zumal neuere Anlage heutzutage mit Magnetbremsen ausgestattet sind, die meist zu sehr in das Geschehen eingreifen (auch ältere Anlagen, wie z.B. der Hasenhorn Coaster in Todtnau, wurden durch ein Upgrade zu diesem System leider verschlimmbessert). Wie immer bleibt jedoch das Risiko, dass ihr auf eurer Fahrt einen Schleicher vor euch habt und spätestens dann kann die 2700m lange Fahrt zu einer ziemlichen Geduldsprobe werden. Ungebremst jedoch ist sie eine Mordgaudi und sollte von jedem Achterbahnfan mal gefahren werden (zumindest solange bis auch hier ein neues Sicherheitssystem installiert wird).

 

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Rothenburg ob der Tauber (2016)

Da ich derzeit mein Praktikum bei Daimler in Sindelfingen verbringe, habe ich viel Zeit, ein wenig den Süden zu erkunden. Zusammen mit meinem Freund Hisham habe ich den Vormittag in Rothenburg ob der Tauber verbracht, wo wir die historische Stadt genauer unter die Lupe genommen und anschließend ein gutes Mittagessen zu uns genommen haben, bevor wir uns in Richtung Heidelberg aufmachten, um einen weiteren Freund zu treffen.

 

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