Allgemeine Informationen Europa Park

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Freizeitpark:Europa Park (seit 1975)
Teil des Resorts Europa-Park Freizeit- und Erlebnisresort
Adresse:Europa Park Straße 2
77977 Rust
http://www.europapark.de/de
Betrieb:Fam. Mack

Ba-a-a Express • ART Engineering Childrens Roller Coaster • Europa ParkEuropa Park in Rust, Baden-Württemberg ist der größte und meistbesuchte Themenpark in Deutschland. Der Vergnügungspark entstand im Jahr 1975 als Ausstellungsfläche für die Fahrgeschäfte der Heinrich Mack GmbH & Co. KG – der heutigen Mack Rides GmbH & Co. KG, die im nahen Waldkirch bei Freiburg ihre Fertigung haben. Seit jeher betreibt die Eigentümerfamilie Mack den Freizeitpark.

Der Europa Park beherbergt eine sehr große Anzahl an Achterbahnen und familienfreundlichen Fahrgeschäfte, sowie Themenfahrten, die allesamt europäischen Themenländern zugeordnet wurden und somit ein äußerst immersives Erlebnis bieten. An jeder noch so kleinen Ecke des Freizeitparks gibt es etwas Neues zu entdecken.

Fun Fact #1: Der Freizeitpark sollte ursprünglich von dem Schausteller Otto Tiemann betrieben werden. Da dieser kurze Zeit vor der Öffnung verstarb übernahm die Familie Mack selbst die Leitung. Hans-Jürgen Tiemann, der Sohn Otto Tiemanns, hingegen eröffnete drei Jahre später den Heide-Park in Soltau. Auch heute kann man viele Gemeinsamkeiten innerhalb der beiden Parks entdecken.

Blue Fire Megacoaster • Mack Rides Mega Coaster • Europa ParkFun Fact #2: Da die Schiene der beliebten Achterbahn Eurosat zum Jahr 2018 das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat, wurde diese ausgetauscht. Da die Halle der Eurosat jedoch sehr komplex ist, hat man nur wenige Module dieser entfernt und die Schiene nach und nach herausgehoben. Um die Stützstruktur jedoch stabil zu halten wurden immer nur einzelne Schienenabschnitte demontiert und sogleich durch die neue Schiene ersetzt.

Fun Fact #3: Zwar steht das erste Achterbahnrestaurant im Harburger Hafen, doch der Food Loop war das erste Restaurant seiner Art, bei dem die Töpfe auch durch Loopings fahren.

 

Batavia brennt – und ihr wollt dahin?

Tja, wer hätte gedacht, dass Batavia irgendwann tatsächlich abbrennt. Zwei Jahre nach dem Unglück im Europa Park wollten wir uns die Neuauflage der Piraten in Batavia Themenfahrt jedoch keineswegs entgehen lassen, wie auch einige der anderen Neuheiten der letzten drei Jahre.

Den Anfang in unserem kleinen Rundumschlag macht dabei das Voletarium im Eingangsbereich des Freizeitparks. Das Fahrgeschäft ist das erste Projekt unter dem Deckmantel des Adventure Club of Europe, einem fiktiven Abenteurerclub, der die Neuheiten der letzten Jahre parkintern ein wenig miteinander verknüpft und somit auch als Markenzeichen des Europa Parks fungieren soll. Wie auch beim neuen Wasserpark Rulantica wird dieses durch verschiedene Romane ad Absurdum geführt, wodurch es schwierig ist, dem ganzen wieder einmal zu folgen.

Belässt man es jedoch beim Wesentlichen, so ist das Voletarium ein sogenanntes Flying Theater der Firma Brogent Technologies. Der Flugsimulator bietet einen atemberaubenden, jedoch sehr familienfreundlichen, Flug durch Europa. Dabei ist jedoch nicht jeder Übergang zwischen den einzelnen Szenen gelungen, noch logisch umgesetzt, so dass das der Film im Vergleich zum wirklich gelungenen Film der Fuji Airlines im japanischen Fuji-Q Highland oder dem des Sky Voyager in der australischen Dreamworld ein wenig schwach daherkommt.

Nichtsdestotrotz wertet das Voletarium gerade durch seine Lage den vorderen Parkteil insgesamt auf. Das Fahrgeschäft ist insgesamt stimmig und eignet sich hervorragend als Fahrt für Zwischendurch.

Genauso verhält es sich auch bei Jim Knopf – Reise durch Lummerland. In bester Europa Park Manier hat man es sich nicht nehmen lassen eine weitere – diesmal eine vor allem im deutschen Sprachraum bekannte – Lizenz in den Park zu integrieren. Umgestaltet wurde hierfür die Kinderlok Old’99, die zuvor ein Zirkusthema vorweisen konnte, welches nun in einem kleinen Pavillon der benachbarten Marionetten-Bootsfahrt ein neues Zuhause gefunden hat. Dementsprechend fährt man nun mit Emma der Lokomotive durch das aus dem Buch von Michael Ende bekannte Lummerland, was gerade für kleinere Kinder ein echt tolles Erlebnis ist.

Ähnlich verhält es sich auch bei der ungemein populären Themenfahrt Snorri Touren, die beim Neubau des skandinavischen Themenbereichs in den Keller dessen zog. Auf dieser führt uns Snorri – das Maskottchen des Wasserparks Rulantica – durch die sagenumwobene Wasserwelt vor den Toren Rusts. Durch die plastische Gestaltung und die zum größten Teil gelungene Medieneinbindung macht die Fahrt einiges richtig – nur die kurze Rutschsequenz, bei der der Wagen auf eine bewegliche Plattform fährt, erinnert durch ihre schwammige Grafik an frühe Playstation 2 Titel und trübt somit den eigentlich stimmigen Gesamteindruck ungemein.

Was man dem niedlichen Snorri noch irgendwie verzeihen kann, das kann man Madame Freudenreich bei bestem Willen nicht – immerhin war das Universum der Energie die vormals stimmigste Themenfahrt des gesamten Freizeitparks. Nun ist die Fahrt nicht einmal mehr ein Schatten ihrer selbst, sondern eine Attraktion, der man bestenfalls fernbleiben sollte. Kleinere Kinder könnten vielleicht noch ihren Gefallen an dem elsässischen Gugelhupf-Dinosaurier-Brei finden; mir jedoch fällt auch niemand anders ein, der diesen Quark halbwegs vertragen könnte.

Gut, dass direkt darüber die Grüne Fee Einzug erhalten hat. Die Indoor-Achterbahn Eurosat CanCan Coaster entführt uns nämlich seit ihrer Umgestaltung auf einen Rausch der Sinne. Getrieben von Absinth und den altbekannten Klängen von In A Second Orbit erklimmen wir in altbekannter Manier den Trommellift empor, ehe der Galop infernal einsetzt und wir im Grunde einer nagelneuen Achterbahn begegnen.

Wie im CanCan schwingen wir uns durch die Kurven. Vorbei an großen Schwarzlichtkulissen rasen wir dabei immer schneller durch die Kuppe und werden zwischendrin auch noch etwas aus unserem Sitz gehoben. Dass das Erlebnis dabei absolut glatt von Statten geht, macht die Fahrt umso besser.

Eurosat war schon immer eine gute Indoor-Achterbahn. Zwar etwas rabiat unterwegs, aber durchaus unterhaltsam. Eurosat CanCan Coaster auf der anderen Seite ist eine der Achterbahnen Europas. Perfekt ausbalanciert, stimmungsvoll und mit einem tollen Schauwert. Hier stimmt wirklich alles.

Wobei, dass wirklich nur auf den CanCan Coaster zustimmt. Es gibt da nämlich auch noch Eurosat Coastiality. Während die eine Seite dank der Zusammenarbeit mit dem Varieté Theater Moulin Rouge sich zu neuen Höhen aufschwingen konnte, setzt die andere Seite auf ein VR-Erlebnis basierend auf Luc Bessons Valerian – Die Stadt der tausend Planeten.

Grundsätzlich finde ich VR-Achterbahnen lustig und der Europa Park hat ja bereits auf dem Alpenexpress Enzian gezeigt, was man alles noch aus einer Achterbahn herausholen kann. Trotz der veralteten Grafik war der erste Film eine Offenbarung sondergleichen. Viele Parks haben sich danach dem VR-Trend angeschlossen und es schien kein halten mehr zu geben. So schnell wie der Trend kam, so schnell ist er auch glücklicherweise wieder verschwunden und so wundert es einem schon etwas, dass der Europa Park, als einziger Park weltweit, die Technologie weiterhin fördert. Dank der im Resort vorhandenen Stand-Alone Attraktion Yullbe passiert dieses jedoch aktiv nicht mehr in den Parks.

Eurosat Coastiality ist zumindest in der Theorie eine äußerst passable Upcharge-Attraktion, die die Kapazität der Achterbahn Eurosat CanCan Coaster dank eines gesonderten Bahnhofs kaum bis gar nicht beeinträchtigt, wodurch einer der hauptsächlichen Kritikpunkte an VR-Achterbahnen entfällt. Die Fahrt ist jedoch dank der veralteten Grafik anstrengend und nur wenig beeindruckend. Der Schauwert der Achterbahn entfällt dadurch komplett, weswegen es auch keinen weiteren Anreiz für eine Wiederholungsfahrt gibt.

Genug Anlässe für eine Fahrt findet man derweil bei der Themenfahrt Piraten in Batavia, die dank der Neuerrichtung eine Frischzellenkur sondergleichen erfahren hat. Was zuvor eine langatmige Rip-Off Variante von Disneys Pirates of the Caribbean war, ist nun dank durchgängiger Storyline rund um den Abenteurer Bartholomeus van Robbemond und seinem Otter Jopie deutlich eigenständiger unterwegs. Die Fahrt auf Piraten in Batavia ist überaus unterhaltsam und bietet einen insgesamt hohen Schauwert, weshalb man sie keineswegs verpassen sollte.

Wie man sieht, war der Europa Park in den letzten Jahren in einem recht großen Umgestaltungswahn. Einige Projekte waren dabei längst überfällig und bei der einen oder anderen Attraktion des Freizeitparks würde man sie sich tatsächlich noch wünschen. Zwar ist nicht jede Änderung gelungen und auch nicht jede Lizenz ein Plus für den Park, doch generell ist der Tatendrang der Familie Mack positiv zu bewerten. Man versucht halt einer ständig wachsenden Besuchermenge einen Freizeitpark von Weltrang zu zeigen, nur leider vergisst man dabei oft, dass großartige Attraktionen keine zusätzliche Media Integration brauchen.

 

Was ist deine Meinung zu Eurosat CanCan Coaster, Piraten in Batavia und den anderen Neuheiten? Schreib sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder in unsere Social Media Kanäle:

 

          


Ba-a-a Express in der Harbo(u)r Street

Eigentlich war der irische Themenbereich bereits die Neuheit des letzten Jahres und sicherlich wäre es nun interessanter über die Neuheit dieses Jahres zu sprechen; doch wie auch das umgestaltete Kinderland mitsamt der Kinderachterbahn Ba-a-a Express wird auch der neuartige Flugsimulator Voletarium erst zur Hauptsaison eröffnen. Einerseits ist es wie immer schade, wenn eine Neuheit nicht zum Saisonbeginn eröffnet, andererseits ist es der Europa Park – da kommt man eh schnell wieder hin – Selbstbeweihräucherung als bester Freizeitpark der Welt hin oder her, den negativen Touch dieser angeberischen Werbeaktion interessieren doch eh nur die Köpfe hinter der Werbung; der Rest weiß eh, dass man es mit dem Europa Park mit einem der besten Freizeitparks zu tun hat.

Im Gegensatz zu anderen Freizeitparks weltweit ist man in Rust jedoch erstaunlich bodenständig, was die Gestaltung des Kinderbereichs angeht. Man ist sogar überraschend eigenständig und vertraut nicht auf Kleinkinderserienlizenzen, wie sie z.B. die englische Bevölkerung in Massen in diese Bereiche (egal ob nun im Paultons Park, Alton Towers oder Drayton Manor) lockt, sondern vertraut seinem eigenen Konzept und gönnt der ehemaligen Welt der Kinder eine flächendeckende Themenbereichsgestaltung mit viel Witz und Humo(u)r. St. Patrick zumindest kann zufrieden sein, der irische Themenbereich ist nämlich echt nett.

Hauptbesuchsgrund an diesem Ostersonntag war eine Fahrt auf dem Ba-a-a Express, der neuesten Achterbahn des Parks. Konzipiert und erbaut von der ART Engineering GmbH, wobei die Schienen selbst bei Mack Rides gebogen wurden, unterhält diese kleine Anlage vorrangig das jüngere Publikum des Parks; deren Einstieg in die Achterbahnfahrerkarriere zuvor sonst nur auf Pegasus oder den Alpenexpress, ggbfs. auch auf der Wilden Maus Matterhornblitz oder der Schweizer Bobbahn, erfolgen konnte.

Das kompakte Layout ist dabei schnell wiedergegeben und ebenso durchfahren. Nachdem man in einer mit Reibrädern bestückten Rechtskurve einige Höhenmeter gewonnen hat, geht es auf einer gemächlichen Geraden hinab. Diese mündet auch sogleich in einer Linkskurve, wobei sich ebenso schnell ein Richtungswechsel anschließt und man die hintere Wendekurve vollzieht. Daraufhin schließt sich eine kurze S-Kurve an, wonach man die Station erreicht. Alle guten Dinge sind zwei und so durchquert man den Streckenparcours ein weiteres Mal, ehe man dann schlussendlich zum Stopp kommt.

Der Ba-a-a Express ist eine nette Kinderachterbahn mit einem überraschend komfortablen Zug und einer zugegebenermaßen sehr interessanten Technik; immerhin wird der Boden der Station zu beiden Seiten abgesenkt, ehe der Zug diese verlassen kann, aber die Geländer an den Stationsenden nicht weggeklappt. Das habe ich nicht ganz verstanden, jedoch vermute ich wartungstechnische Gründe dafür, denn sicherheitsrelevant scheint es mir tatsächlich nicht zu sein. Nun ja, für die Zielgruppe ist die Achterbahn mehr als recht und auch die Eltern haben während der Fahrt sicherlich ihren Spaß. Zudem ist die Gestaltung der Anlage wirklich sehr flauschig.

 

Was ist eure Meinung zur die Kinderachterbahn Ba-a-a Express? Schreibt sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder in unsere sozialen Medienkanäle: