Allgemeine Informationen Drayton Manor Theme Park

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Freizeitpark:Drayton Manor Theme Park
Drayton Manor (1949 - ?)
Teil des Resorts Drayton Manor Theme Park
Adresse:Drayton Manor Drive
B78 3TW
Tamworth
https://draytonmanor.co.uk
Betrieb:Fam. Bryan

G-Force • Maurer X-Car Coaster • Drayton Manor Theme ParkDer Drayton Manor Theme Park in Drayton Bassett bei Tamworth, Staffordshire, ist einer der größten Freizeitparks im Vereinigten Königreich. Der Tier- und Vergnügungspark ist ganzjährig geöffnet – wobei die Fahrgeschäfte selbst nur saisonal betrieben werden – und kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken.

Der 1949 gegründete Park beherbergt eine Vielzahl familienfreundlicher Fahrgeschäfte, darunter auch die weltweit einzige noch erhaltene Stand-Up-Achterbahn aus dem Hause Intamin. Die Shockwave-Achterbahn bietet eine atemberaubende Fahrt über die Stromschnellen des Splash Canyons.

Im Allgemeinen ist der Park sehr gut gestaltet und gehört zu den schönsten des Landes. Der zum Park gehörende Tierpark ist sehr artenreich, und eine artgerechte Tierhaltung hat einen hohen Stellenwert.

Fun Fact #1: Die Shockwave-Achterbahn ist eine von nur zwei Stand-Up-Achterbahnen in Europa!

Fun Fact #2: Auf Pandemonium sollte man laut Park lieber nicht schreien. In der Tat, eine interessante Übung auf einer doch eher aufregenden Fahrt.

Steht auf, wenn ihr in Drayton Manor seid!

In der Nähe der englischen Stadt Tamworth in einer kleinen Ortschaft namens Drayton Bassett gelegen befindet sich der Freizeitpark Drayton Manor Theme Park. Der Tier- und Freizeitpark bietet einige interessante und seltene Fahrgeschäfte und kann durch seine beeindruckende Anzahl an Intamin Fahrgeschäften fast schon als Showcase der Liechtensteiner Firma genannt werden.

Betritt man den Park durch den Haupteingang stößt man sogleich zu seiner Linken auf das Aushängeschild des Freizeitparks. Das Thomas-Land besteht aus mehreren kleineren Attraktionen und ist passend zur Kinderserie Thomas und seine Freunde gestaltet worden. Damit hat der Park als einer der ersten des Landes auf eine bekannte IP gesetzt – ein Erfolg sondergleichen, obwohl der Freizeitpark nun oftmals nur auf das Thomasland reduziert wird.

Zu den größeren Fahrgeschäften nahe des Thomas-Lands zählt eine passend gestaltete Zugfahrt welche ihre zweite Station im Zoobereich des Parks hat, sowie die kleine Gerstlauer Achterbahn Troublesome Trucks Runaway Coaster. Die Fahrt an sich beginnt mit einigen Kurvenwechseln ehe man den Lifthügel der Anlage erklimmt um die rasante Fahrt einzuleiten, welche unter anderem einen sehr lustigen Umschwung aufweisen kann. Für Kinder ist diese Junior Coaster Anlage schlichtweg fantastisch, darüberhinaus bietet der Troublesome Trucks Runaway eine hervorragende Laufruhe.

Gegenüber dem Thomas-Land befindet sich der optisch sehr ansprechende Intamin Gyro Swing namens Maelstorm. Im Vergleich zu Drehschaukeln verschiedener Herstellern ist eine Fahrt auf dem Gyro Swing überraschend brachial und absolut genial. Die Airtime, wie auch die Beschleunigungsphasen sind einfach nur atemberaubend. Ein herrlicher Spaß!

Interessanter Weise gibt eine weitere Schaukel im Park, die jedoch erst einige Jahre nach Maelstrom ihren Weg in den Park gefunden hat. Die Rede ist dabei von der Schiffschaukel des Parks, die auch hier wieder einmal vom Hersteller Intamin kommt. Die Bounty genannte Anlage beschleunigt ebenfalls sehr rasant, kann jedoch ein deutlich familienfreundlicheres Fahrprogramm aufweisen.

Neben einem typisch englischen Pferdekarussell kann man eine recht interessante Rundfahrt mit den altbewährten Chance Rides C.P. Huntington Zügen absolvieren. Während der Fahrt bekommt man nicht nur gute Eindrücke von den Hauptattraktionen Shockwave, Stormforce 10, Splash Canyon und G-Force, sondern erfährt auch, dass der Park früher mal nach dem Tivoli-System betrieben wurde.

Die letzte Attraktion des als Fisherman’s Wharf bekannten Themenbereichs, zudem man zumindest gestalterisch auch Maelstrom, Shockwave und die darunter liegende Raftinganlage Splash Canyon zählen könnte, bildet die Wildwasserbahn Stormforce 10. Hat man die schön gestaltete und, typisch englisch, viel zu lange Queueline überwunden findet man sich in der für eine Wasserbahn recht hoch gelegenen Station wider.

Nachdem man in den Booten Platz genommen kann die Fahrt auch schon beginnen. Freudig der ersten Schussfahrt immer näher rückend wird man kurz zuvor angehalten und hinter sich schließt sich ein Tor. Der nachfolgende Effekt kommt absolut unerwartet und überraschend daher und endet wie zu erwarten im kühlem Nass. Vorbei an Wasserfällen geht es in Richtung der zweiten Auffahrt, wo am  Ende dessen ein Drehteller wartet, um die kurze und überaus fiese Rückwärtsfahrt einzuleiten. Das Problem dessen ist nicht der Nässegrad, sondern die Wucht mit der das Boot gebremst wird, weshalb die Fahrt definitiv nicht für jemanden mit einem schwachen Rücken ist. Nachdem man wieder gewendet wurde und die Station unterquert hat geht es auch schon wieder in luftige Höhen hinaus um dann im Schneckentempo irgendwann zur finalen Schussfahrt zu gelangen, welche die Anlage würdevoll  mit einem Double Drop seinem Ende näher bringt.

Die von Bear Rides gebaute Anlage ist nicht nur unfassbar fotogen, sondern auch durch die verbauten Effekte schlichtweg einzigartig, weswegen man sie keinesfalls auslassen sollte.

Erwartet trocken geht es derweil in der Raftinganlage Splash Canyon zu, welche lustiger Weise die Mitfahrer vor einer durchnässenden Fahrt warnt. Die Anlage selbst ist recht schön gestaltet und kann, ähnlich wie Thorpe Parks Rumba Rapids, ein sehr aktives Wellenbecken aufweisen. Sollte man das Glück haben von einem der zahlreichen Stromschnellen befeuchtet zu werden so kann man sich sicherlich auch über die Wasserstrahldusche gegen Ende der Fahrt freuen, sofern diese einen überhaupt erwischt.

Einige Meter über dem Drehteller der Raftinganlage befindet sich die Station des einzigen Intamin Stand-Up Coasters in Europa. Nachdem man die schön gestaltete Queueline zu Shockwave mit all seinen Treppen hinter sich gelassen hat und gerade ein Zug zur Verfügung steht darf man auf irgendeine Art versuchen seinen Sitz zu besteigen, was gerade bei kleineren Kindern recht lustig anzuschauen ist. Nachdem sich dieser dann langsam gesenkt hat, so dass man wieder auf seinem Füßen steht und der zwei geteilte Bügel, wie auch die Stehreihe, arretiert ist bewegt man sich auch schon gemächlich dem Lift entgegen.

Der recht seltsame First Drop endet in einem wunderbar intensiven Looping, woraufhin einem in der Zero-G Roll versucht wird den Boden unter den Füßen zu entziehen. Das Gefühl über eine Raftinganlage eine Rolle zu vollziehen ist schlichtweg genial, zumal es die Angst während der Fahrt irgendetwas aus den Taschen zu verlieren drastisch erhöht. Die zwei darauf folgenden Korkenzieher bilden den krönenden Abschluss einer rundum ausgewogenen Fahrt, welche schlussendlich gar nicht länger sein dürfte. Das Fahrgefühl ist wirklich mal was anderes und so ist es doch recht Schade, dass es nur eine einzige Anlage dieser Art in Europa gibt. Auf Grund der leeren Warteschlangen während des Besuchs fanden die Fahrten auf Shockwave leider nur in der ersten Reihe statt, weshalb das Fahrgefühl der anderen Reihen nicht in die Bewertung einfließen konnte.

In direkter Nähe befindet sich eine Achterbahn aus deutscher Produktion, welche leider keine Einheit mit den umgebenden Attraktionen bildet, sondern etwas ganz anderes darstellt und somit die Grundlage für den Themenbereich Action Park im Drayton Manor Theme Park bildete. Die musikalische Untermalung in der Warteschlange zu G-Force, welche das Bodenniveau des Stationsgebäudes einnimmt, ist überragend und schafft eine hervorragende Einheit mit der Achterbahn. Sobald man die Treppen hinter sich gelassen hat kann man in den Maurer Söhne X-Cars Platz nehmen und bei Bedarf einige Minuten auf seine Mitfahrer warten.

Nachdem man die erste Abfahrt hinter sich gelassen hat geht es den seltsam geformten Lift hinauf um dann eine noch seltsamere, aber geniale, Abfahrt zu absolvieren. Auf den darauf folgendem Hügel kann man schön ausgeprägte Airtime erleben, bevor die kubanische Acht die Fahrt abrundet. Entgegengesetzt zu dem Sky Wheel aus dem Skyline Park oder Abismo aus dem Parque de Atracciones de Madrid bietet G-Force eine rundum zufriedenstellende Fahrt, welche darüberhinaus eine sehr hohe Laufruhe vorweisen kann. Leider besteht auch hier das Problem mit den Bügeln, welche sich ab und zu ziemlich unangenehm dem menschlichen Körper anpassen und einem somit die Fahrt versauen, da man kaum noch Luft bekommt.

Etwas abseits gelegen befindet sich die Bootsthemenfahrt Pirates Adventure aus dem Hause Mack Rides im Drayton Manor Theme Park. Die Fahrt selbst ist schön gestaltet, jedoch fehlt es – wie dem meisten Piratenthemenfahrten – an dem gewissen etwas, was so auch nur Disney zu schaffen vermag ist. Leider sind die Effekte eher spärlich gesetzt, die Beleuchtung an manchen Stellen zu dunkel und die Musikuntermalung ist so wenig dominant, wie die unverkleidete Hallendecke hervorsticht.

Die neueste Achterbahn des Drayton Manor Theme Park bildet die kleinste Boomerang Variation aus dem Hause Vekoma, welche ganz der Cartoon Network Serie Ben10 Alien Force gewidmet ist. Warum man sich gerade für die zweite, weitaus schwächere Serie entschieden hat bleibt mir ein Rätsel, die Achterbahn Ben10 Ultimate Mission jedoch kann von Beginn der Queue überzeugen. Die Fahrt ist rasant und vor allem bei der Vorwärtsfahrt recht intensiv unterwegs. Der Rückwärtspart fällt dann leider doch recht sanft aus, wenn man jedoch bedenkt für wen diese Achterbahn erschaffen wurde ist dieser Umstand absolut vertragbar.

Vorbei an dem 4D Kino des Parks, wo in diesem Jahr ein Film über den kleinen Prinzen gezeigt wird, geht es auf einem kleinen Weg zu einem kleinen Herrenhaus, wo auch schon Forschungsteam auf uns wartet, damit wir die paranormalen Aktivitäten des Hauses etwas aus der Nähe betrachten können. Die Geschichte von The Haunting wird einem durch Videoaufzeichnungen in einem Container vor dem Herrenhaus hervorragend näher gebracht, aber auch die anderen Pre-Show Räume tragen gut dazu bei. Der Hauptraum wirkt im Vergleich zu anderen Vekoma Anlagen recht klein, ist dafür aber auch sehr gelungen gestaltet. Die Musik während der Fahrt ist leider leicht monoton, aber stimmungsvoll. Der Drucklufteffekt der umher fliegende Fledermäuse simulieren sollte funktionierte nicht überall und der Effekt am Ende der Fahrt ist einfach nur unnötig. Im Gesamten gesehen ist The Haunting ein echt gutes Mad House von Vekoma, kann aber leider nicht an das Hotel Embrujado aus dem spanischen Parque Warner heranreichen, womit es sich noch am ehesten vergleichen ließe.

Besteigt man langsam den benachbarten Hügel findet man neben den wunderschön gestalteten Intamin Drunken Barrels, welche zum Zeitpunkt des Besuchs leider defekt waren, die interaktive Themenfahrt Wild West Shoot Out. Diese kleine von Zamperla gefertigte Anlage bietet eine absolut lohnenswerte Fahrt, welche nicht nur sehr schön gestaltet daherkommt, sondern auch einige witzige Effekte vorweisen kann.

Oben auf dem Hügel befindet sich mit dem Grill Inn ein Restaurant, welches nicht nur Parkgästen offen steht und wahrscheinlich erst einige Zeit nach dem Parkschluss ordentlich Zulauf findet. Auch das schöne, wenn auch von außen betrachtet eher schlichte, parkeigene Hotel kann man hier finden. Würde die Seilbahn laufen könnte man hier als Parkgast noch eine Runde Minigolf spielen.

Auf etwa halber Höhe der kleinen Ansteigung befindet sich der Eingang zu Apocalypse, einem der besten Freifalltürme Europas. Der 54m hohe Turm bietet fünf Spuren, wovon jeweils zwei die normalen Gondeln und die Stand-Up Gondeln mit Flur besitzen, die letzte Gondel ist eine Stand-Up Gondel ohne Flur. Für den wirklichen Freifallturmliebhaber kommen natürlich nur die Stand-Up Gondeln in Frage, verstärken sie das Fahrgefühl doch ungemein. Es sei jedoch gesagt, dass auch die normalen Gondeln vollkommen überzeugen können. Während die Stehgondel ohne Flur einfach nur überragend ist, sind die Stehgondeln mit Flur etwas seltsam aufgebaut. Nachdem der Bügel geschlossen wurde muss man hier seinen Platz nach oben schieben, so dass man irgendwann in der richtigen Position steht, welche dann auch vom Personal abgesegnet wurde.

Apocalypse verhält sich ähnlich dem Freifallturm La Lanzandera aus dem Parque de Atracciones de Madrid und kann im Gegensatz zu den größeren Versionen wie Huracan Condor aus dem Port Aventura Park schlichtweg überzeugen. Der Fall ist atemberaubend und intensiv, nur leider wird die Gondel auf dem Intamin Giant Drop schon ziemlich früh beim Hochfahren in die Tiltposition gebracht.

Eine weitere Ebene tiefer befindet sich neben dem Riesenrad das Fabbri Pandemonium mit Namen Pandemonium. Hierbei handelt es sich im Grunde um eine schön gestaltete und deutlich größere Anlage eines Cataclysm aus gleichem Hause. Der Freiheitsgrad dieser Überkopfschiffschaukel ist wie bei der Flying Oil Pump aus dem Zoo Safari- und Hollywoodpark Stukenbrock einfach nur hoch, wodurch eine lustige und hangtimelastige Fahrt garantiert ist. Während der Fahrt ist im Übrigen sehr darauf zu achten nicht zu schreien, denn der Park möchte sich nicht bei seinen Nachbarn unbeliebt machen und weist darauf auch ziemlich deutlich hin.

Die letzte Intamin-Fahrgeschäft des Freizeitparks Drayton Manor Theme Park ist eine Kettenflieger-Variation mit Namen Flying Dutchman. Hier fliegt man in, an Stahlseilen befestigten, kleinen Booten durch die Luft, was durch die Neigung der Sitze doch sehr entspannend ist.

Die letzte Achterbahn im Drayton Manor Theme Park ist der Zamperla Powered Coaster Buffalo Coaster. Die Fahrt an sich ist zwar nicht sonderlich spektakulär, aber durchaus zufriedenstellend, denn so langsam wie die Anlage auf Videos wirkt ist sie dann glücklicher Weise doch nicht. Die Fahrstrecke ist jedoch sehr eigenwillig und kann einige skurrile Besonderheiten vorweisen.

Der Zoobereich im Drayton Manor Theme Park ist recht groß geraten und befindet sich weit genug von den Fahrgeschäften des Parks entfernt. Hier kann man neben Wildtieren, wie man sie oftmals in Freizeitparks mit Tiergehegen findet, auch exotischere Tiere entdecken. Bemerkenswert ist neben der Anzahl an Eulen, das Gehege der Erdmännchen und das der Lemuren. Beide Tierarten waren recht erstaunt darüber was die anderen Tiere in ihrer Umgebung gerade so gemacht haben. Der Zoo selbst ist gut vergleichbar mit dem Tiergärten aus dem Tier- und Freizeitpark Thüle, aber auch dem aus Chessington – World of Adventures.

Im hinteren Teil des Zoos kann man neben einem Thomas Museum, welches im Grunde nur eine größere Modelleisenbahn ist, noch einige zur Thematik passende Attraktionen finden, aber auch Drayton Manors Version von Cedar Fairs Dinosaur Alive kann hier bestaunt werden. Zwar hat man den Animatronikgedanken von Anfang an weggelassen und verzichtet darüber hinaus auf eine Upcharge Gebühr, dennoch ist der kleine Rundgang mit seinem ganzen Darstellungen durchaus seine Zeit wert und macht selbst um einiges mehr her als Niglolands Dinosaures Aventure, welches jedoch durch Animatroniks punkten kann.

Der Drayton Manor Theme Park selbst ist ein guter Freizeitpark mit, zumindest in Europa, ziemlich einzigartigen Attraktionen. Die Laufruhe aller Attraktionen ist vergleichsweise hoch und bis auf kleinere Ausnahmen kann sich jedes Fahrgeschäft sehen lassen. Es wäre schön zu sehen wie sich der Park in den nächsten Jahren entwickeln wird, denn hier besteht eindeutig noch sehr viel Potential. Ich kommt also definitiv irgendwann wieder!

 

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