Gruselspaß bei Knott’s Berry Farm

Knott’s Berry / Scary Farm

Knott’s Berry Farm bezeichnet sich selbst als Amerikas ersten Themenpark. Der Park beherbergte im Laufe der Zeit zahlreiche Attraktionen, die die amerikanischen Freizeitparks prägten – darunter die erste Überschlagsachterbahn der Welt, die Corkscrew.

Camp Snoopy

Wie in jedem Cedar Fair Vergnügungspark darf auch in Knott’s Berry Farm ein Snoopy Kinderland nicht fehlen. Dieser fällt hier allerdings relativ klein aus und verfügt derzeit nur über eine Handvoll Attraktionen, da die Kinderachterbahn Timberline Twister dem Snoopy’s Tenderpaw Twister Coaster weichen musste, der im nächsten Jahr eröffnet werden soll.

Sierra Sidewinder

Die größte Attraktion in diesem Bereich ist der Spinning Coaster Sierra Sidewinder von Mack Rides. Als zweite Anlage dieser Art unterscheidet sie sich interessanterweise deutlich von ihrem Vorbild im Europa Park. Die Strecke besteht hier aus vielen Kurven und Helices, die die Wagen herrlich ins Schleudern bringen. Größere Abfahrten sucht man auf der Strecke vergeblich, was ihr aber zugute kommt, da sie über kleinere Abfahrten und schöne Kurven stetig bergab führt und zum Schluss in recht intensiven Helices über den Boden rast. Eine tolle Fahrt!

The Chilling Chambers

Während Camp Snoopy tagsüber ein belebter Themenbereich ist, ist es abends menschenleer. Zwar wird der Bereich als große Scare Zone genutzt, aber wenn die Fahrgeschäfte nicht in Betrieb sind, weiß man nicht, was man in diesem Teil des Parks zu suchen hat.

Das Best-Of Maze The Chilling Chambers befindet sich am Eingang des Bereichs und gibt einen Einblick in die Geschichte von Knott’s Scary Farm. Prinzipiell ist diese recht cool gemacht, wirkt aber durch die vielen Themen der letzten 50 Jahre etwas zusammengewürfelt. Auch ist es schwer zu bespielen, wodurch der Gruselfaktor etwas zu kurz kommt.

Fiesta Village

Vor der Achterbahn Jaguar erstreckt sich ein großer Platz, der stark an die spanische Kolonialzeit erinnert. Hier befinden sich die beiden Schaukeln La Revolución und Dragon Swing sowie die Rundfahrgeschäfte Carousel de California, Hat Dance, Los Voladores und Sol Spin.

Montezuma’s Revenge

Im Fiesta Village befindet sich auch die Shuttle Loop Achterbahn Montezuma’s Revenge. Ähnlich wie Psyké Underground in Walibi Belgium wird auch diese Schwarzkopf-Achterbahn umfassend renoviert, um sie für die Zukunft fit zu machen.

Jaguar!

Die Kinderachterbahn Jaguar! hat ein recht interessantes Layout. Die Fahrt erstreckt sich über einen großen Teil des Themenbereichs Fiesta Village und besteht hauptsächlich aus großen Helices und flachen Ab- und Auffahrten. Nichtsdestotrotz macht die Fahrt viel Spaß.

Boardwalk

Der Themenbereich Boardwalk entführt uns in ein Seaside Resort der 50er Jahre, wobei Teile des Bereichs an die Roaring 20s erinnern. Hier befinden sich die markantesten Attraktionen des Parks sowie das große Theater des Freizeitparks.

Xcelerator

Vorbei am S&S Combo-Tower Supreme Scream geht es weiter zur Achterbahn Xcelerator, die leider seit einem Zwischenfall am Cedar Points Top Thrill Dragster nicht mehr in Betrieb ist. Gerüchte über eine baldige Wiedereröffnung sollten sich erst einen Monat nach meinem Besuch bewahrheiten. Auf jeden Fall ist der Intamin Accelerator Coaster mit seinem Top Hat und den anschließenden Kurven sehr ansprechend, weshalb ich auf jeden Fall wiederkommen werde, um die Anlage einmal zu fahren.

Mesmer: Sideshow Of The Mind

Die Warteschlange für Mesmer: Sideshow Of The Mind führte einmal um den Xcelerator herum, so dass man einen ziemlich coolen Blick auf die Achterbahn hatte. Das Maze selbst war auch sehr stark. Zuerst erinnerte es an eine Kirmesbude, dann tauchte es storytechnisch immer tiefer in die menschliche Seele ein und wurde immer psychedelischer. Ein wahrgewordener Drogentrip sozusagen.

Cinema Slasher

Das Slasher-Maze Horror Slasher war das schwächste Maze der Veranstaltung. Obwohl der Stoff viel Potenzial bot, scheiterte er letztlich an der Umsetzung, so dass Maze wie eine stark geschnittene Version eines FSK18-Films wirkt, da alle genretypischen Gewaltdarstellungen herausgeschnitten wurden.

Coast Rider

Eigentlich kann man nichts falsch machen mit einer Wilden Maus. Die Fahrt mit ihren engen Haarnadelkurven und steilen Abfahrten macht eigentlich immer Spaß. Dachte ich zumindest. Doch Knott’s Berry Farm hat aus dem Fahrspaß eine echte Tortur gemacht. Dank der nachgerüsteten Schienbeinschienen tut die Fahrt nur noch weh. Die Bewegungsfreiheit der Fahrgäste muss nicht so eingeschränkt werden, dass Erwachsene mit einer Körpergröße von 1,78 m nicht mehr schmerzfrei mitfahren können. Auf jeden Fall scheint es sich bei der eingebauten Lösung eher um eine schnelle Lösung für ein unwahrscheinliches Problem als um eine durchdachte Lösung zu handeln. Ich jedenfalls werde nicht mehr freiwillig in diese Achterbahn steigen.

HangTime

Der Infinity Coaster HangTime steht an der Stelle des berüchtigten Shoot the Chute Perilous Plunge, der fast senkrecht ins Wasserbecken stürzte. Kein Wunder also, dass es bei Hangtime noch etwas steiler zur Sache geht.

Nach dem Senkrechtlift hängen wir zunächst ein wenig in der Haltebremse fest, bevor wir uns dem Sturz in den Abgrund widmen. Mit ordentlich Druck geht es dann durch das erste Tal und gleich wieder steil bergauf. Oben angekommen geht es direkt in den Negativ G Stall Looping, den wir seitlich verlassen. Sofort geht es weiter in einen überdimensionalen Korkenzieher. Gleich darauf folgt eine Cutback-ähnliche Kurve. Direkt danach werden wir in einem Double Down aus dem Sitz gehoben, bevor wir in eine Cobra Roll einfahren. Interessanterweise ist dies das letzte Element der Fahrt. Eine kurze Auffahrt später befinden wir uns bereits in der Schlussbremse der Achterbahn.

HangTime ist ein guter Infinity Coaster mit einem sehr ungewöhnlichen Layout. Die schnelle Abfolge der Elemente und das sehr kompakte Layout sprechen für sich, allerdings ist der Fahrkomfort nicht der beste.

Surfside Gliders und Pacific Scrambler

Gegenüber der Achterbahn HangTime befindet sich ein kleiner Pier, auf dem die beiden klassischen amerikanischen Fahrgeschäfte Surfside Gliders und Pacific Scrambler stehen.

Knott’s Bear-y Tales 4D

Die interaktive Themenfahrt Knott’s Beary Tales: Return to the Fair nimmt uns mit auf ein lustiges Abenteuer, bei dem wir versuchen, so viele Kuchen wie möglich vom berüchtigten Kuchendieb Crafty Coyote zurückzuerobern. Die putzige Fahrt basiert auf der ursprünglichen Knott’s Bear-y Tales Themenfahrt, die von 1975 bis 1986 im Park betrieben wurde und ersetzt die eher kurzlebige Attraktion Journey to the Iron Reef.

Room 13

Direkt neben den Wheeler Dealer Bumper Cars befindet sich der Eingang zum Maze Room 13. Doch zunächst geht es in die Blind Tiger Bar, bevor wir uns durch das Argive Hotel bewegen, um das Geheimnis des Devil’s Elixir zu lüften. Thematisch ist das Maze in der Prohibitionszeit angesiedelt, was hier hervorragend umgesetzt wurde. Insgesamt ist Room 13 ein sehr stimmiges und gut inszeniertes Maze.

Ghost Town

Pony Express

Der Pony Express ist eine kleine Achterbahn, die sich vor allem durch den Schwungradstart auszeichnet.  Neben dem überraschenden Start verfügt die Anlage über einige enge Kurven und Hügel. Leider ist die Wartezeit hier immer sehr lang, so dass Mehrfachfahrten hier leider kaum möglich sind.

Origins – The Curse of Calico

Origins: The Curse of Calico erzählt die Geschichte des Nebels, der jedes Jahr während Knott’s Scary Farm über den Straßen der Geisterstadt liegt. Alles begann mit der Hinrichtung von Sarah Marshall aus Calico, die der Hexerei für schuldig befunden wurde. Doch auch diejenigen, die Sarah verurteilt hatten, waren schuldig und zogen den Zorn der Hexe auf sich. Die Hexe verfluchte die Einwohner von Calico, die nun als Untote in der Geisterstadt ihr Unwesen treiben. Gerade zu Beginn ist die Maze noch sehr stimmungsvoll, nimmt jedoch gegen Ende immer weiter ab.

Calico River Rapids

Die Calico River Rapids gehören zu den schönsten Rapids Rides, die Intamin zu bieten hat. Die rasante Fahrt durch die Stromschnellen wird von zahlreichen Animatronics begleitet, zudem ist der Nässegrad für amerikanische Verhältnisse sehr moderat.

The Grimoire

In The Grimoire erleben wir, was alles schief gehen kann, wenn man laut aus einem verfluchten Buch vorliest. Als Besucher eines Ferienlagers werden wir durch zahlreiche, lose miteinander verbundene Szenen geführt, die den Horror des Buches veranschaulichen. Durch die Vermischung verschiedener Stile gehört das Maze leider zu den schwächeren der Veranstaltung.

Calico Mine Ride

Die alte Themenbahn Calico Mine Train muss man gesehen haben, auch wenn man leider sehr lange anstehen muss.  Die Fahrt durch das Bergwerk bietet einige große Szenen und Überraschungen.

Timber Mountain Log Ride

Der Timber Mountain Log Ride zählt zu den schönsten Wildwasserbahnen der Welt. Die Fahrt durch den künstlichen Berg hält einige Überraschungen bereit. Während moderne Wildwasserbahnen nur noch mit Gimmicks auftrumpfen können, überzeugt die 1969 eröffnete Attraktion vor allem durch viel Abwechslung (vor allem in der Strömung), detailgetreue Szenen und zahlreiche Animatronics. Für mich die beste Wildwasserbahn der Welt.

Wax Works

Das Maze Wax Works erzählt die Geschichte eines verlassenen Wachsfigurenkabinetts, aus dem seltsame Geräusche dringen. Dr. August Scratch, ein ehemaliger Schönheitschirurg, ist in das verlassene Museum eingebrochen, um dort seine neuen, unheimlichen Figuren aus brennendem Wachs und blutigem Fleisch zu präsentieren. Beim Rundgang durch das Museum hört man Schreie. Dann steht man vor glühenden Kesseln, in die Opfer getaucht und in Dr. Scratchs neueste Wachsfiguren verwandelt werden. Jetzt bleibt nur noch die Flucht durch diese sehr gut gemachte Maze.

The Depths

In The Depths folgen wir den Spuren einer zum Tode verurteilten Minen-Crew, die in den Katakomben einer düsteren Küstenstadt auf sich allein gestellt ist.  Je tiefer wir kommen, desto größer wird der Schrecken und spätestens bei der Erkundung eines versunkenen Schiffes nimmt das Grauen überhand. Alles in allem ist The Depth eine sehr schön inszenierte Maze.

Bloodline: 1842

In Bloodline: 1842 begeben wir uns auf die Schlachtfelder der vom Krieg zerrütteten Straßen Valdoniens. Dort machen wir uns auf die Suche nach den anderen Daybreakern, mit denen wir den König der Valhymphri-Vampire stürzen wollen. Alles in allem ist Bloodline: 1842 eines der stimmungsvollsten Mazes der Veranstaltung und daher sehr zu empfehlen.

Dark Entities

In Dark Entities beamen wir uns auf eine zerstörte Raumstation. Finstere Mächte haben die Station übernommen und die Besatzung in multidimensionale Mutanten verwandelt. Es gilt schnell zu fliehen, denn die dunklen Wesen planen, alles Leben an Bord der Station für immer auszulöschen. Alles in allem eine eher mittelmäßiges Maze.

Ghost Rider

Ghost Rider ist die große Holzachterbahn im Park. Die Bahn führt durch den hinteren Teil der Geisterstadt Calico sowie durch ein Gelände auf der anderen Seite der Grand Avenue.

Die Fahrt mit dem Ghost Rider beginnt mit einer abschüssigen Linkskurve aus der Station heraus. Nach einer weiten Rechtskurve erreicht man den Lifthügel der Anlage. Oben angekommen geht es direkt in den ersten Drop. Mit ordentlich Shake, Rattle und Roll geht es durch eine bodennahe Linkskurve und gleich danach in einen großen Camelback. Mit ordentlichen Querkräften geht es direkt durch die erste Wende des Layouts. Nach einem kurzen Rechtsknick geht es wieder bergab. Von nun an bahnen wir uns unseren Weg durch die Holzkonstruktion der Achterbahn, dem L-förmigen Layout der Achterbahn folgend. Nach einer weiteren Steigung geht es ein Stück nach links, bevor wir in eine weitere Wendekurve abbiegen. Nach einer kurzen Geraden geht es wieder hinunter in die Holzkonstruktion. Es folgen zahlreiche kleine Hügel und viele Kurven, in denen wir ordentlich in die Seitenwand des Zuges gedrückt werden. Nach wie vor mit einer recht hohen Geschwindigkeit fahren wir dann in eine lang gezogene Helix ein. Nach einem kurzen Hügel erreichen wir die Bremsstrecke der Achterbahn.

Ghost Rider ist eine wirklich solide Holzachterbahn, die aber für CCI-Verhältnisse eher unscheinbar ist. Die Bahn bietet zwar ein sehr interessantes und vor allem langes Layout, sowie die für den Hersteller so stilprägenden lateralen Kräfte, jedoch nicht die sehr abrupte und ausgeprägte Airtime, wie man sie z.B. bei Megafobia im Oakwood Theme Park findet.

Silver Bullet

Die letzte Achterbahn in diesem Bericht ist gleichzeitig auch die Achterbahn, die mit ihrer großen Cobra Roll den Eingangsbereich maßgeblich prägt. Die Rede ist natürlich von Silver Bullet, dem großen Inverted Coaster des Freizeitparks.

Die Fahrt mit Silver Bullet beginnt nach einer kurzen Rechtskurve direkt mit dem Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen geht es in eine Rechtskurve, die immer steiler wird. Im Tal wird man sofort in den großen Looping der Achterbahn gezogen. Es folgt ein Hügel, der leicht nach links abknickt und in die große Cobra Roll mündet. Danach geht es in die große Zero-G Roll, die in eine linksdrehende Helix übergeht. Es folgt der erste Korkenzieher nach links und nach einer kurzen Kurve der zweite Korkenzieher nach rechts. Mit ordentlich Druck geht es dann in eine enge Helix, nach der man sich in der Bremsstrecke der Anlage wiederfindet.

Silver Bullet ist ein atemberaubender Inverted Coaster mit einem wirklich schönen Layout. Vor allem der dynamische Teil mit den beiden Korkenziehern gefällt mir sehr gut. Auch der Rest der Fahrt ist für einen Inverted Coaster dieser Größe sehr knackig, weshalb ich immer wieder gerne einsteige.

Bilder Knott’s Berry Farm

Fazit Knott’s Berry Farm

Knott’s Berry Farm ist ein toller Freizeitpark mit einem wirklich schönen Line-Up und vielen ganz besonderen Attraktionen, wobei mir der Timber Mountain Log Ride am besten gefallen hat. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch in Verbindung mit der Abendveranstaltung Knott’s Scary Farm.

Fazit Knott’s Scary Farm

Knott’s Scary Farm gilt als das Halloween-Event an der Westküste. Da ich die Veranstaltung an einem Sonntagabend besuchte, hielten sich die Wartezeiten an den Mazes sehr in Grenzen, so dass ich keine Probleme hatte, alle Mazes zu machen, viele davon ohne Wartezeit. Besonders hervorzuheben sind die Mazes Bloodline: 1842, Mesmer: Sideshow Of The Mind und Wax Works.

Etwas schade fand ich, dass man bei den Mazes immer in einer großen Gruppe unterwegs ist, wodurch die Mazes an sich nicht so gruselig sind. Auch wenn man mal das Glück hat, eine Weile alleine zu sein, trifft man doch recht schnell wieder auf die Gruppe vor einem. In dieser Hinsicht muss ich das Halloween Horror Event im Movie Park Germany loben, da dort nicht nur Mazes mit einem ähnlichen Standard wie hier in Knott’s Scary Farm angeboten werden, sondern man auch meist nur mit sehr wenigen Leuten für ein paar Minuten durch das Maze läuft.

Alles in allem hatte ich sehr viel Spaß in Knott’s Scary Farm. Ich konnte nicht nur alle Mazes besuchen, sondern auch mit vielen Achterbahnen bei Nacht fahren, ohne dafür lange anstehen zu müssen. Ein tolles Event!

 

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Pacific Park



Freizeitpark:Pacific Park (seit 1996)
Adresse:380 Santa Monica Pier
90401 Santa Monica
https://pacpark.com/
Betrieb:Premier Parks LLC


Pacific Park auf dem Santa Monica Pier in Kalifornien ist ein kleiner Freizeitpark direkt über dem Pazifischen Ozean. Der 1996 eröffnete Park führt die lange Tradition von Fahrgeschäften auf dem historischen Pier fort und gehört heute fest zum Erscheinungsbild der Küste von Santa Monica.

Auf dem vergleichsweise kleinen Gelände verteilen sich klassische Fahrgeschäfte und Familienattraktionen, von denen viele unmittelbar über dem Wasser stehen. Das Wahrzeichen des Parks ist das solarbetriebene Riesenrad Pacific Wheel, das einen weiten Blick über die Küste und Santa Monica bietet. Direkt darunter schlängelt sich die Achterbahn West Coaster über den Pier. Kleinere Fahrgeschäfte und typische Jahrmarktspiele ergänzen das Angebot.

Pacific Park lebt vor allem von seiner außergewöhnlichen Lage. Fahrgeschäfte direkt über dem Pazifik, der historische Santa Monica Pier und der Blick auf die kalifornische Küste sorgen für eine Atmosphäre, die untrennbar mit diesem Ort verbunden ist.



Santa Monica West Coaster

Der Santa Monica West Coaster ist die große Familienachterbahn des Parks, die den größten Teil des Vergnügungsbereichs des Piers einnimmt. Nachdem wir den Lifthügel erklommen haben, beginnt die Fahrt ganz sanft mit einem kleinen Dip. Mit ein wenig Geschwindigkeit geht es dann in die große 540°-Helix, die den Haupteingangsbereich des Parks überragt. Danach rasen wir über zwei sanfte Airtime-Hügel, bevor wir die andere Seite des Parks erreichen und in eine weitere große Abwärtshelix einfahren. Vor der Rückkehr zum Bahnhof geht es noch einmal bergab, wo wir den tiefsten Punkt der Bahn erreichen. Kurz darauf fahren wir in die hochgelegene Station ein und starten zugleich zu einer weiteren Runde auf dieser netten Familienachterbahn.

Bilder Pacific Park


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Ein toller Tag im Six Flags America

Six Flags America

Main Street 1776

Der erste Eindruck beim Betreten von Six Flags America ist äußerst positiv. Von der Main Street 1776 führen die Wege zu den Themenbereichen Looney Tunes Movie Town, Chesapeake, Mardi Gras und dem äußerst attraktiven Wasserpark Hurricane Harbor, der ebenfalls im Eintrittspreis enthalten ist. Neben Karussell, Wellenflug und Teetassenbahn kann man hier auch eine Runde mit den Oldtimern von Minuteman Motors drehen.

Looney Tunes Movie Town

Looney Tunes Movie Town ist einer der beiden Kinderbereiche des Freizeitparks. Hier befindet sich auch die Great Chase Achterbahn von Zamperla.  Hier triffst du mit großer Wahrscheinlichkeit deine Lieblingsfiguren der Looney Tunes.

Mardi Gras

Der Mardi Gras Themenbereich bietet ein sehr schönes Ambiente und einige sehr coole Fahrgeschäfte. Neben den French Quarter Flyers – den klassischen Flying Scooters – gibt es hier die Gokartbahn Big Easy Speedway, den Chance Rides Falling Star Zydeco Zinger, den man leider nur zu zweit fahren kann, das Überschlagsfahrgeschäft Bourbon Street Fireball und den absolut genialen Intamin Freifallturm Voodoo Drop. Ebenfalls kann man hier die Achterbahnen Ragin‘ Cajun und Wild One erleben.

Ragin’ Cajun

Der Reverchon Spinning Coaster Ragin‘ Cajun passt perfekt in den Mardi Gras Themenbereich, was vielleicht daran liegt, dass die Anlage bereits zwischen 2004 und 2013 im Mardi Gras Themenbereich des Freizeitparks Six Flags Great America betrieben wurde. Leider konnte ich die Fahrt an meinem Besuchstag nicht erleben.

Wild One

Obwohl die Holzachterbahn Wild One erst 1986 in den Park kam, ist sie die zweitälteste Achterbahn Amerikas. Zuvor stand der für damalige Verhältnisse hölzerne Koloss 68 Jahre lang im Paragon Park in Massachusetts, wo die Bahn unter dem Namen Giant Coaster bekannt war. Mittlerweile ist die Achterbahn Wild One über 100 Jahre alt.

Die Fahrt auf Wild One beginnt recht gemächlich mit einer langen Geraden und einer Linkskurve, bevor man den Lifthügel der Anlage erreicht. Oben angekommen geht es gleich in den ersten Drop. Mit ordentlich Speed geht es dann über den ersten Airtimehügel und gleich unter dem finalen Sturz der ehemaligen Wildwasserbahn des Parks hindurch, was für einen tollen Near Miss Moment sorgt. Nach einem Double Up geht es in die hohe Wende, die mit ordentlich Speed durchfahren wird. Mit bestem Blick auf die nun deutlich sichtbaren Überreste der Wildwasserbahn geht es nun in einem Double Down in die Tiefe. Danach geht es über zwei große Hügel. Entlang des Mardi Gras Themenbereichs folgen dann einige kleinere Hügel. Nach einer Linkskurve geht es dann in die große Helix, die das Finale der Fahrt bildet.

Die Holzachterbahn Wild One hat ein sehr rasantes Layout, das jedoch zum Ende hin stark nachlässt. Leider war die Fahrt auch recht ruppig, weshalb ich es am Ende bei einer Fahrt belassen habe.

Gotham City

Auch im Themenbereich Gotham City gibt es viele Fahrgeschäfte. Neben dem klassischen Round-Up Riddle Me This gibt es die absolut fantastische Schaukel Harley Quinn Spinsanity und den riesigen Wonder Woman Lasso of Truth Star Flyer.

Joker’s Jinx

Direkt nach dem Einsteigen in die Joker’s Jinx erfolgt der Absprung aus der Station. Mit voller Geschwindigkeit geht es sofort in die extrem druckvolle Cobra Roll, bevor wir nach zwei Kopfständen über den Boden fliegen. Nach einem druckvollen Tal geht es direkt in einen Sidewinder, bevor wir durch den oberen Teil der Bahn cruisen. Nach einigen Kurven geht es über eine merkwürdige Gerade in den unteren Teil der Bahn. In einem ständigen Auf und Ab schrauben wir uns nach unten, bevor wir nach einer weiten Linkskurve die Richtung wechseln. Schnell nähern wir uns wieder dem Boden, um erneut die Richtung zu wechseln. Nach zwei weiteren Steilkurven in Bodennähe befinden wir uns kopfüber im Korkenzieher, bevor wir die Bremsstrecke erreichen und bald wieder in der Station sind.

Joker’s Jinx ist eine sehr solide Achterbahn mit einem schönen Streckendesign. Es ist schön, dass man bei dieser Achterbahn den Streckenverlauf der Flight of Fear Achterbahnen – den ersten LSM Launch Coaster – in einem offenen Bereich erleben kann und somit den Schienenknäuel in seiner ganzen Pracht zu sehen bekommt.

Penguin’s Blizzard River

Eine Fahrt mit einem Spinning Rapids Ride von WhiteWaterWest ist immer ein Vergnügen. Leider war der Penguin’s Blizzard River an meinem Besuchstag noch geschlossen.

Superman Ride of Steel

Es gibt kaum eine bessere Achterbahn als einen Intamin Mega Coaster. Die in der Regel 60 Meter hohen Achterbahnen bieten eine rasante und von Airtime geprägte Fahrt. Das gilt zumindest für die neueren Anlagen. Six Flags America’s Superman Ride of Steel ist eine gespiegelte Kopie der Ride of Steel Achterbahn in Darien Lake und bei der Erstinstallation wurde zunächst auf ein ausgeprägtes Geschwindigkeitsprofil gesetzt.

Nach dem ersten Gefälle geht es direkt in eine bodennahe Rechtskurve und dann über einen großen Camelback. Es folgt eine sehr lange Gerade, bevor es in eine sehr flache 540° Helix geht. Bei immer noch sehr hoher Geschwindigkeit geht es noch eine Weile geradeaus, bevor der zweite Airtime-Hügel folgt. Es folgt eine weitere lange Gerade und die zweite große Helix der Fahrt. Etwas ungewöhnlich ist dann das Finale, das aus drei Airtime-Hügeln besteht, bevor wir die Bremsen erreichen.

Der Superman Ride of Steel ist keine schlechte Achterbahn, aber auch keine wirklich gute. Trotz der hervorragenden Laufruhe, der Airtime und der hohen Geschwindigkeit ist die Bahn ein wenig langweilig, schließlich rast man hier einen Großteil der Strecke einfach nur über lange Geraden oder noch längere Helices.

Batwing

Entweder scheint Six Flags America wirklich viel Platz zu haben, oder sie hatten ziemlich große Pläne, als sie die Batwing-Achterbahn eröffneten. Denn der Flying Dutchman von Vekoma steht etwas abseits vom Rest des Parks.

Dabei muss sich die Achterbahn gar nicht verstecken. Nachdem man sich in den Zug gesetzt, den Bügel heruntergedrückt und die zweiteilige Weste angezogen und gesichert hat, kann die Fahrt auch schon losgehen. Die vermeintlich hinterste Reihe entpuppt sich dank des ausgeklügelten Klappmechanismus als erste Reihe. Auf dem Rücken liegend verlässt man die Station und fährt nach einer Kurve sofort in den Lifthügel hinein. Oben angekommen geht es zunächst in eine Kurve, die mit der Zeit immer steiler wird und uns recht schnell in die Flying-Position bringt. Mit dem Blick nach unten stürzen wir uns auch gleich das größte Gefälle der Fahrt hinunter. In einer großen Steilkurve genießen wir noch ein wenig unseren Flug, bevor wir uns in der nächsten Kurve elegant auf den Rücken legen. Nach einer Abfahrt geht es in einen Looping, der in dieser Fahrposition einfach atemberaubend ist. Nach einem Kopfstand nach 3/4 des Loopings sausen wir durch das Tal und wechseln in einer Steilkurve wieder die Fahrposition. Nun fliegen wir durch ein flaches Tal und eine Steilkurve, bevor wir uns in einem doppelten Inline-Twist zweimal um die eigene Achse drehen. Zuletzt fliegen wir noch durch eine bodennahe Helix, bevor wir in einem Fly-to-Lie-Element auf den Rücken gedreht werden und kurz darauf die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Die Fahrt auf dem Batwing ist wirklich atemberaubend. Schade nur, dass es insgesamt nur noch sehr wenige Exemplare dieses Modells gibt. Im Vergleich zu anderen Flying Coastern in Amerika hat Batwing die Nase vorn und bietet eine wirklich gelungene Mischung aus positiven Kräften und dem Gefühl der Schwerelosigkeit bei allen Flugmanövern. Alles in allem eine wirklich tolle Fahrt.

Whistlestop Park

Der Whistlestop Park ist der zweite der beiden Kinderbereiche des Freizeitparks. Neben einigen Fahrgeschäften von Zamperla gibt es hier passend zur großen Parkeisenbahn Capital Railways die Miniaturausgabe Whistlestop Train.

Chesapeake

Der Themenbereich Chesapeake beherbergt auch einige wirklich coole Fahrgeschäfte, darunter Pirates Flight – ein seltener Flying Dutchman von Intamin – die Schiffschaukel High Seas und einen klassischen Eli Bridge Scrambler namens Cyclone.

Firebird

Wie Ragin‘ Cajun stand auch die Achterbahn Firebird ursprünglich im Freizeitpark Six Flags Great America. Früher als Iron Wolf und Apocalypse bekannt, ist sie die erste Achterbahn von B&M. Von 1990 bis 2018 konnte die Achterbahn im Stehen gefahren werden, seit 2019 ist sie ein Sit-Down Floorless Coaster.

Die Fahrt auf der Firebird beginnt nach einer Senke sofort mit dem Einstieg in den Lift. Oben angekommen geht es in einer immer steiler werdenden Kurve nach unten. Mit ordentlich Druck geht es dann in den Looping der Anlage. In einer Rechtskurve gewinnen wir an Höhe. Ein weiteres Gefälle führt uns dann parallel zum Looping, wo wir in eine horizontale Schleife einfahren, die den Looping einmal umrundet und durchquert. Nach einer Geraden, die früher eine Blockbremse war, geht es wieder bergab und gleichzeitig in die zweite Inversion der Anlage. Nach dem Korkenzieher geht es durch eine Steilkurve und über eine lustige Kurvenkombination in Form einer Acht in die abschließende Bremsstrecke.

Das Erstlingswerk von B&M ist leider keine gute Achterbahn mehr. Wo man früher einen gnadenlosen Stand-Up Coaster fahren konnte, wird man jetzt im Sitzen durchgeschüttelt. Eigentlich hätte man die Anlage abreißen müssen, anstatt ihr krampfhaft neues Leben einzuhauchen. Als apokalyptischer Vogel passt die Anlage auch nicht so recht in den Piraten-Themenbereich, sieht aber ganz gut aus.

Roar

Die Holzachterbahn Roar ist die zweite Achterbahn des Herstellers GCI. Ähnlich wie die Wildcat im Hersheypark verspricht das kurvenreiche und verspielte Layout jede Menge Action. Sie ist die einzige Holzachterbahn von GCI, die mit klassischen PTC-Zügen anstelle der Millennium Flyer betrieben wird.

Die Fahrt auf Roar beginnt mit einer langgezogenen Rechtskurve. Nach zwei kurzen Richtungswechseln erreicht man den Lifthügel. Oben angekommen geht es gleich in eine Steilkurve. Ein kurzer Anstieg führt uns dann in eine stark abfallende Linkskurve, nach der wir den eben durchfahrenen Hügel im 90° Winkel kreuzen. Nach einem klassischen Camelback geht es in einer hochgelegenen Steilkurve ein Stück über Berg und Tal, bevor wir uns wieder nach unten stürzen. Mit Schwung geht es nun über eine bodennahe Kurve und einen Hügel direkt in die nächste Steilkurve. Nun rasen wir durch einen überdachten Streckenabschnitt einmal quer durch die Anlage. Nach einer Bayernkurve und mehreren bodennahen Hügeln geht es in die abschließende Rechtskurve und anschließend in die Bremse.

Roar ist wie Wildcat im Hersheypark eine richtig gute Holzachterbahn. Die Bahn hat ein tolles Layout mit einem wirklich guten Flow und einer konstant hohen Geschwindigkeit. Auch die Fahreigenschaften sind für eine Holzachterbahn dieses Alters wirklich gut, weshalb ich gleich mehrere Runden hintereinander gefahren bin.

Shipwreck Falls

Mann, ich liebe einen guten Shoot the Chutes, vor allem, wenn es eine O.D. Hopkins-Wasserbahn ist. Leider war Shipwreck Falls an dem Tag, an dem ich den Park besuchte, wie alle anderen Wasserbahnen auch, noch für die Saison geschlossen.

Coyote Creek

Der letzte Themenbereich in Six Flags America ist Coyote Creek. Dieser Western-Themenbereich ist wirklich gut gemacht und bietet neben dem Autoscooter Los Coches Locos auch das HUSS Break Dance Rodeo und die extrem coole (und leider geschlossene) Wasserbahn Renegade Rapids. Außerdem gibt es einen stilechten Saloon, der als Hauptrestaurant des Parks dient.

Mind Eraser

Die Hauptattraktion des Themenbereichs Coyote Creek ist der Mind Eraser von Vekoma. Der klassische Suspended Looping Coaster bietet das bewährte Layout mit Roll Over, Sidewinder und den beiden Inline-Twists gegen Ende der Fahrt. Die Fahreigenschaften während der Fahrt sind in Ordnung, so dass man bedenkenlos einsteigen kann.

Bilder Six Flags America

Fazit Six Flags America

Six Flags America hat mir sehr gut gefallen. Für einen Six Flags Park ist der Park wirklich schön gestaltet. Es gibt einige sehr stimmige Themenbereiche und eine extrem große Anzahl an Fahrgeschäften, wodurch der Park eher einem europäischen Freizeitpark ähnelt. Die oft kritisierte langsame Abfertigung an den Achterbahnen kann ich nicht unterschreiben, da an meinem Besuchstag dank des angekündigten Regens nicht wirklich viel los war. So konnte ich jede Bahn ohne Wartezeit fahren. Außerdem gefällt mir, dass das Personal hier recht gut ausgestattet ist (u.a. mit Headsets), weshalb die Züge eigentlich immer recht zügig auf die Strecke geschickt wurden. Kurzum, ich hatte eine ziemlich gute Zeit im Park.


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