Ein Besuch im Legoland Windsor

Legoland Windsor

Legoland Windsor ist nach Alton Towers der beliebteste Freizeitpark der Merlin Entertainments Gruppe in Großbritannien, weshalb immer mit langen Warteschlangen zu rechnen ist. Die Lage auf einem Hügel mit Blick auf das Windsor Castle in der Ferne verleiht dem Park eine besondere Ausstrahlung.

Von hier oben schlängeln sich einige Wege hinunter, die ähnlich wie im Freizeitpark Tolk-Schau sogar Rutschen nach unten bieten. Die interessanteste Möglichkeit, diesen Berg ohne Anstrengung hinabzusteigen oder besser gesagt zu bezwingen, ist eine Fahrt mit der Standseilbahn Hill Train, von der aus man einen guten Blick auf die Raftinganlage Vikings River Splash hat.

Vikings River Splash

Diese Anlage ist durch den aufgesetzten Kanal nicht gerade als Schönheit zu bezeichnen, aber der Blick von den unteren Ebenen des Parks ist schon etwas Besonderes, denn Raftingboote, die mehrere Meter über einem durch einen Kanal fahren, sieht man nicht alle Tage. Vom Wasserstand her sah die Anlage ziemlich nass aus, was selbst in England ein Wunder ist.

Jolly Rocker

Folgt man dem Weg vom Rafting hinunter, gelangt man vorbei an einem Labyrinth und Zierer Kontiki in den Piratenbereich des Parks, wo ein alter Bekannter aus der Heide seine Runden dreht. Neben dem HUSS Pirat Jolly Rocker gibt es hier eine Teetassenbahn und die Wildwasserbahn Pirate Falls Dynamite Drench. Darüber hinaus gibt es großzügige Spielmöglichkeiten für die kleinen Gäste.

Knight’s Quest und Dragon’s Apprentice

Wer zumindest ein wenig Adrealin sucht, wird in Knight’s Kingdom fündig, denn hier gibt es neben der beliebten Foltermaschine Knight’s Quest – einem eher unbequemen Old Train der Firma Mack Rides – die beiden Achterbahnen Dragon und Dragon’s Apprentice. Während Dragon’s Apprentice eine nette Kinderachterbahn mit einer Abwärtshelix und leichten Kurven ist, ist Dragon’s Apprentice eine recht seltsame und gleichzeitig interessante Familienachterbahn. Beide Achterbahnen stammen, wie viele andere Fahrgeschäfte im Legoland Windsor, von der englischen Firma WGH Transportation.

Dragon

Der Dragon erinnert damit ein wenig an die legendäre Achterbahn The Ultimate in Lightwater Valley, ohne jedoch deren Höhe und Fahrzeit zu erreichen. Die Fahrt beginnt mit dem bereits von anderen Drachenachterbahnen bekannten Themenfahrtabschnitt, wo es gegen Ende ohne rasanten Sturz oder Abschuss in Richtung Lifthill geht. Dieser ist durch die Bleche am Catwalk nicht besonders leise und bietet unnötigerweise eine kurvige Streckenführung. Es folgt der erste Drop mit anschließender Achterkurve, bis man wieder in einem kurvigen Lift unter dem anderen durchfährt und wieder etwas an Höhe gewinnt. Mit der gesammelten Energie durchquert man nun einen Tunnel, um anschließend wieder eine Acht zu fahren. Gebremst wird auch hier durch Reibräder, die wiederum auf einem kurvenreichen Hügel installiert sind.

Während der Drache in Billund durch seinen schnellen Verlauf und die starke, an einen Abschuss erinnernde Beschleunigung nach dem Darkride-Teil überzeugen kann und der Drache im Legoland Deutschland durch seine vergleichsweise gewaltigen Ausmaße und die doch recht abrupte erste Abfahrt besticht, fällt es dem Drachen in Windsor eher schwer, etwas Besonderes vorzuweisen. Obwohl die Fahrt an sich kindgerecht ist und durch die etwas abrupteren Kurvenübergänge durchaus Spaß macht, bietet der Drache eine mehr oder weniger ereignislose Fahrt, die dann auch noch gerne durch Lifthügel unterbrochen wird.

Laser Raiders

Folgt man den Wegen, so findet man im ägyptischen Themenbereich Kingdom of the Pharaos mit den Laser Raiders ein weiteres Highlight, für das man gerne etwas länger anstehen darf. So gerne ich die Anlage von Sally ausprobiert hätte, so schnell verging die mir verbleibende Zeit im Park. Aufgrund des allgemeinen Verkehrsaufkommens rund um London an diesem Tag und des großen Andrangs im Legoland Windsor konnte ich nur die beiden Achterbahnen, das Miniland, den Hill Train und den neuen 4D-Film besuchen.

Die besonderen Attraktionen des Legoland Windsor

Abgesehen vom üblichen Legoland Repertoire kann man im Legoland Windsor einige Besonderheiten entdecken. So kann man in der Digger Challenge beispielweise einen richtigen Bagger steuern, auf dem Duplo Valley Airport seinen Hubschrauber am Stiel hoch und runter bewegen bzw. drehen, mit den Raft River Racer mit einem Schlauchboot eine kurvige Stecke nach unten rutschen, in der Märchenfahrt Fairytale Brook vorbei an gut animierten Legomodellen fahren oder im Atlantis Submarine Voyage in U-Booten durch ein Sealife Center fahren.

Miniland

Während sich die Kinder im Duplo-Wasserbereich austoben, können die Erwachsenen im Miniland die Lego-Modelle bewundern. Dieses ist sehr schön gestaltet und kann neben Modellen aus Großbritannien auch Modelle aus Frankreich und den Niederlanden vorweisen. Star Wars Modelle wird man in diesem Teil des Parks nicht finden, diese haben glücklicherweise eine eigene Ausstellung in der Nähe des Eingangs.

The Legends of Chima 4D

Im 4-D Kino des Parks wird neben einem Agentenfilm auch ein Film der neuen Produktserie The Legends of Chima der Firma Lego gezeigt. Da Lego mit ihren Serien schon gezeigt hat, wie man richtig animiert, war ich auf diesen Film halbwegs gespannt, auch wenn ich von der Materie nicht so viel Ahnung hatte und mir ein Ninjago-Film sicher mehr zugesagt hätte. Die Animationen waren sehr sauber und der 3D Effekt war wirklich so klar, wie ich es noch nie in einem Kino gesehen habe. Die anderen Effekte waren alle gut auf den Film abgestimmt, so dass man sich den Film auf jeden Fall anschauen sollte, wenn man mit größeren Wassermengen umgehen kann und dem Genre Animationsfilm nicht unbedingt abgeneigt ist.

Fazit Legoland Windsor

Legoland Windsor ist ein Park, der mich sehr überrascht hat. Durch die Lage in einem Tal bietet dieser Park ganz ungewöhnliche Ausblicke und weiß diese dennoch für sich zu nutzen. Alles wirkt harmonisch aufeinander abgestimmt, wenn auch etwas enger bebaut als in anderen vergleichbaren Parks. Kleinkinder bis zu einem gewissen Mindestalter haben hier allerlei Möglichkeiten sich auszutoben, was auch großzügig angenommen wird.

 

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Auf Entdeckungstour im Bellewaerde Park

Bellewaerde Park

Der Bellewaerde Park befindet sich in der belgischen Provinz West-Vlaanderen, welche durch die Stadt Brügge sicherlich als schönster Teil Belgiens deklariert werden kann. Auch die Straßen sind hier nicht so bescheiden wie im Rest des Landes und die Nähe zu der französischen Region Nord-Pas-de-Calais beschert den Park ein angenehmeres Parkpublikum als man es beispielsweise im Ur-Walibi erleben kann.

Parkrundgang

Bengal Rapid River

Betritt man den Park durch den Eingang A und geht sogleich nach links trifft man nach passieren des Kettenkarussells auf die Vekoma Raftinganlage Bengal Rapid River, welche dem indischen Themenbereich zuzuschreiben ist. Die Gestaltung des Kanals ist schön anzusehen und der Raftingfaktor durch die Boote, wie auch bei der Schwesteranlage im Walibi Holland, ausgeprägt, nur leider kam es durch die Beliebtheit der Anlage nicht zu einer Fahrt. Hier sollte man sicherlich gegen Anfang oder am Ende des Besuches eine Fahrt wagen.

Bengal Express

Die zweite Attraktion in diesem Bereich ist der Bengal Express, eine Zugfahrt in geschlossenen Wagons bei der man durch großzügige Tiger- und Löwengehege fährt und bei der zweiten Kehrtwende die Wasseraufbereitungsanlage des Parks als Highlight bestaunen darf – immerhin wird dieses ja sogar via Lautsprecher angepriesen. Sollte nicht gleich ein Zug in der Station sein, oder dieser gerade abgefahren sein kann man hier tatsächlich recht lange Warten. Auch sagt dieses der großzügig angelegte Wartebereich auch aus, wobei es den Anschein hat, dass der Bellewaerde Park im Allgemeinen in der Hochsaison durchaus sehr voll werden kann.

Screaming Eagle

Am Ufer eines großen Sees gelegenen befindet sich der Themenbereich Canada, welcher die einzige von außen halbwegs einsichtige Attraktion des Bellewaerde Park aufweisen kann. Die Rede ist dabei vom Shot ’n‘ Drop Screaming Eagle, eine der seltenen Parkanlagen aus dem Hause HUSS. Im Gegensatz zu den des Öfteren vertretenen Space Shot Türme des Herstellers S&S Worldwide kann die Anlage aus dem Stand heraus nach oben geschossen werden. Im Gegensatz zu den Anlagen, welche vor einiger Zeit noch auf deutschem Kirmesboden zu sehen waren erfolgt der Abschuss nach oben doch sehr überraschend, da jegliche Rekommantion dieses nicht voraussehen ließ. In freier Wildbahn und nicht durch den Hall umherstehender Häuser beeinflusst ist der Lärmpegel dieses Geschäftes durchaus gering, wobei man als Mitfahrer beim Hochfahren der Gondel jedoch anderer Meinung sein kann. Der Fall ist im Vergleich zu besseren S&S Türmen eher zahm und Kräfte im negativen Bereich entstehen kaum, jedoch punktet die Anlage durch eine große Kapazität, der allgemeinen Gestaltung, sowie dem Abschuss und der höheren Fahrtdauer.

Niagara

Nebenan erstrahlt der Shoot the Chutes Niagara des Herstellers Interlink in seiner vollen Pracht. Diese Art der Wasserbahn zeichnet sich vor allem durch seine großen Boote und der entstehenden Welle aus, welche sich hier jedoch nur bedingt auf die Insassen des Bootes auswirkt. Tatsächlich ist der Nässegrad nicht so hoch wie bei den Anlagen Cataratas Salvajes aus dem spanischen Parque Warner oder Tidal Wave aus dem englischen Thorpe Park, aber immerhin nicht so enttäuschend wie bei Isla Magicas Iguazu. Auf der Brücke, welche seltsamer Weise nicht vom Ausgang der Anlage über die Anlage führt, sondern frei zugänglich als Brücke zwischen den Ufern dient, war die Sehnsucht nach dem nassen Element durchaus hoch. Hier warfen sich Kinder gnadenlos in die Welle und man konnte diese hinter einer sicheren Glaswand gut dabei beobachten. Tatsächlich bricht die Welle so seltsam durch das Boot, so dass der größte Teil dieser direkt die Brücke erwischt.

Die weiteren Attraktionen in diesem Bereich sind eine Koggenfahrt, eine nass wirkende Schlauchbootrutsche, sowie die ein wenig seltsam wirkende Schiffschaukel aus dem Hause HUSS. Von 13-16 Uhr kann man auf einer kleinen Insel Totenkopfaffen ein wenig näher kommen, da ein Weg genau durch deren Gehege verläuft.

Auf der rechten Seite des Parkeingangs A befindet sich der Kidspark Themenbereich, der einerseits aus einem mittelalterlich gestalteten Teilbereich besteht, andererseits aus einigen traditionellen Fahrgeschäften und einem mysteriösen Herrenhaus, sowie einem großen Kletter- und Rutschkomplex.

Maison Magique d’Houdini

Ob eben jenes Herrenhaus unbedingt zu dem Kinderbereich gehören sollte, mag man doch eher zu bezweifeln, denn die Preshow ist nicht unbedingt für ängstliche Personen gemacht, wenn gleich die eigentliche Thematik nicht gruselig ist. Nachdem man das Maison Magique d’Houdini betreten hat, wo einige Exponate ausgestellt wurden wird ein Film über seine Jugend gezeigt, welcher nach kurzer Zeit untermalt von einem fiesen Lachen jedoch wegbrennt. Nun aktivieren sich einige Effekte und nach einigen Tricks wird man eingeladen beim größten seiner Tricks selbst beizuwohnen.

Wo der Preshow Raum sehr detailliert gestaltet ist, so ist der Hauptraum doch überraschend leer. Im Vergleich zu anderen Hexenschaukeln des gleichen Herstellers kann man hier keine üppig gestaltete Raummitte finden, was den angestellten Bedienern die Abfertigung zwar durchaus erleichtert, aber doch ein wenig Schade ist. An den Seiten befinden sich Spiegel, die glücklicher Weise, fixiert sind und im späteren Verlauf noch eine weitere Funktion offenbaren.

Die eigentliche Fahrt lässt mit dem vorgetäuschten Überschlag ganz schön lange warten und auch die Musik bleibt einen nach der Fahrt nicht sehr lange in Erinnerung. Jedoch ist das wahnsinnige Genie Huidinis durchaus in Erinnerung geblieben, denn sein Trick war selbst nach Betteln für eine Befreiung noch nicht zu Ende. Trotz der Aussage man würde sich in seinem schlimmsten Alptraum befinden entsinnt sich Houdini nach einem weiteren fiesen Lachen und dem Worten „Ce que vous pensez que vous voyez n’est pas ce qu’il semblait. C’est ce qu’on appelle l’illusion“ wird man schlussendlich doch noch befreit. In den Spiegeln zeigt sich dabei ein animierter Schlüssel.

Jungle Mission

Vorbei an einigen sehr großzügigen Tiergehegen, welche hauptsächlich afrikanische Tierarten aufwiesen, geht es in den Jungle. Die Hauptattraktion dieses Bereiches und zugleich einer der Hauptattraktionen des Bellewaerde Park schlechthin ist die Towboat Safari Jungle Mission, bei der man wie im Erlebnis-Zoo Hannover an einigen Tiergehegen vorbei schippert. Diese Anlage wurde vor gar nicht langer Zeit von Grund auf erneuert und erstrahlt heute im frischen Glanz bzw. in ihrer jetzigen Ausprägung. Während der Fahrt werden einige Wassereffekte aktiviert, nur die wenigsten von diesen erfrischen die Besucher auch direkt. Das afrikanische Thema wurde dabei nicht so liebevoll rassistisch wie beim ehemaligen dänischen Vergnügungspark Sommerland Syd umgesetzt, kann aber von den bekannten Uraltanimatroniks, welche man allesamt in der Themenfahrt La Jungla des Parque de Atracciones de Madrid wiederfindet, glücklicherweise keine einzige vorweisen und hebt sich daher doch deutlich ab.

Coccinelle

Die Achterbahn mit der längsten Warteschlange war an diesem Tag ein Klassiker deutscher Ingenieurskunst mit dem Namen Coccinelle, oder Keverbaan, je nachdem welche Sprache man besser versteht. Interessanter Weise konnte die Anlage weder von der Lautstärke noch von der Geschwindigkeit mit baugleichen Anlagen verglichen werden, denn sie hörte sich weder an wie ein Düsenjet, noch war sie so langsam, dass sie zusätzliche Reibräder auf der Strecke brauchte. Tatsächlich konnte man weder diese Anlage, noch den Luftdruckturm von weiten hören. Die allgemeine Gestaltung als wilde Achterbahn des Westens wirkt zwar ein wenig ungewohnt, ist durch die umgebenden Wände und der Überdachung des Lifthills eigentlich recht gelungen.

River Splash und El Toro

Neben der Wildwasserbahn River Splash und einem Bisongehege beginnt der Themenbereich Mexico sein Dasein. Hier kann man in einem 4D Kino den Film Sammys großes Abenteuer auf Niederländisch beziehungsweise Französisch ansehen, eine Runde auf dem Break Dance El Toro in Kuhgondeln drehen, dem zur Zeit noch einzigen Topple Tower außerhalb Skandinaviens mit Personenverkehr in Europa bestaunen oder die beiden verbliebenen Achterbahnen des Bellewaerde Park fahren.

El Volador

Ein Topple Tower des Hersteller HUSS ist ein seltsames Gerät, denn es scheint spektakulär von außen und auch die Technik scheint durchdacht, wenn auch in den wenigsten Fällen zu funktionieren und dennoch gehört dieses Fahrgeschäft mit Abstand zu den langweiligsten was man in einem Freizeitpark erleben kann, was man zuvor evtl. noch von dem King Kong aus dem Bobbejaanland hätte sagen können, wobei dort weder die Fahrt noch das Äußere besonders interessant aussehen, aber immerhin hat die Anlage Effekte die einen tatsächlich betreffen. Die Fahrt in El Volador gleicht der eines Wellenfliegers sollte man ihn seitlich fahren, nur das man diesen deutlich langsamer und mit Schulterbügeln absolvieren würde und mit leichter Querneigung nach unten. Wie Chessington World of Adventures des Öfteren zeigte kann man so gut wie alles massiv aufwerten wenn man denn das Element Wasser dazu ausnutzt andere Leute nass zu machen, hier hingegen war es unerreichbare Deko, die nicht einmal die Schuhe bespritzte, schade, denn das Konzept sieht in Bewegung von außen sehr schön aus.

Boomerang

Einige Meter von der Anlage entfernt kann man den ersten jemals eröffneten Boomerang seine Ehre erweisen und tatsächlich ist diese Achterbahn ein würdiger Vertreter dieser Shuttlecoaster Art. Im Vergleich zu vielen anderen Vertretern kommt die Station nicht in einer Zeltoptik daher, sondern wurde passend zum mexikanischen Bereich gestaltet. Die Vekoma Züge der zweiten Generation fahren sich hier, wie auch bei der Schwesteranlage Cobra aus dem Walibi Belgium erstaunlich gut, wenn auch nicht ganz so perfekt wie in Wavre. Die Anlage selbst erstrahlt durch ihre Farben, ist jedoch nicht unbedingt am Geeignetsten für diesen Bahntypus platziert worden.

Huracan

Die Neuheit in diesem Jahr ist der Indoorcoaster Huracan, welcher die vermeintlich recht gute Piratenthemenfahrtkopie im selben Gebäude ersetzt hat. Von außen kann man einen kleinen Teil der Strecke einsehen und man fragt sich ein wenig, warum man diese nicht ein wenig mehr ausgeprägt hatte, immerhin ist die Höhe bis zum Boden doch noch recht hoch. Betritt man den ein wenig zu hellen Wartebereich dauert es auch nicht lange bis man sich in der schön gestalteten Station befindet. Da man hier, wie in den anderen Anlagen auch, abgezählt wird besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit sich seinen Lieblingsplatz zu ergattern.

Die Fahrt beginnt mit einer kleinen Themenfahrt, wo man begleitet von Musik und anderen Klängen durch die Elemente Feuer, Wasser und Wind geleitet wird. Anschließend fördert einen der Lifthill auf die Maximalhöhe der Anlage und nach einer kleinen Geraden folgt der kurvige erste Drop, welcher nach einem kleinen Anstieg wieder in das Gebäude führt. Nun folgt die überraschend wilde und zugleich ruhige Fahrt. Eine Kurve wechselt mit der nächsten und die Umschwünge machen dabei allesamt sehr viel her. Wo man denkt ein Force Coaster müsste so langsam mal enden macht Huracan einfach weiter, bis irgendwann auf einer Geraden haltmacht und dabei von Lasern ein wenig unterhalten wird, immerhin muss der vorangehende Block noch freigegeben werden.

Huracan macht als Dunkelachterbahn so einiges her und ist in der Halle tatsächlich so dunkel, wie man es selten erlebt. Die Geschwindigkeit wie auch die Kräfte während der Fahrt sind einfach toll und der Thementeil am Anfang nettes Beiwerk, auch wenn man diesen Part nicht unbedingt für eine sehr gute Achterbahn wie es Huracan nun mal ist bräuchte.

Bilder Bellewaerde Park

Fazit Bellewaerde Park

Der Bellewaerde Park ist zweifellos einer der schönsten Parks Europas und es tut mir schon ein wenig Leid den Park nach nur 3 1/2 Stunden verlassen gemusst zu haben, zumal Wiederholungsfahrten, wie auch eine Fahrt auf der seltenen Raftinganlage darunter gelitten haben. Die Companie des Alpes hat mit dem Bellewaerde Park einen großartigen Park, der vor allem gegenüber der Konkurrenz aus de Panne Punkten kann. Hier bleibt daher nur zu hoffen, dass auch in Zukunft weiter in die bisherige Richtung des doch recht großen Parks investiert wird.

 

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Auf Dragon’s Fury durch Chessington South

Vorwort

Wer einen Merlin Jahrespass für England bestellt, muss diesen auch in einer Attraktion der Gruppe abholen und auch bei dieser Attraktion bestellt haben. Nun sind die Merlin Attraktionen im Vereinigten Königreich von einer recht hohen Qualität, so dass die Auswahl eines geeigneten Startpunktes durchaus schwierig sein kann. Beschränkt man sich auf den Großraum London, so gibt es allein dort drei Freizeitparks der Gruppe und eine Vielzahl kleinerer Touristenattraktionen. Die aus meiner Sicht beste Wahl ist der Freizeitpark Chessington World of Adventures, der nicht nur sehr gut erreichbar ist, sondern mit den Achterbahnen Dragon’s Fury und Vampire auch zwei äußerst spaßige Anlagen im Park hat.

Chessington World of Adventures

Betritt man den Park durch das Lodge Gate in der Nähe des Bahnhofs Chessington South, befindet man sich sofort im Zoobereich des Tier- und Freizeitparks. Wendet man sich nach rechts, kann man Otter bei ihrem Treiben beobachten und gelangt in das 2011 eröffnete Wanyama Village and Reserve. Dieser Bereich besteht im Wesentlichen aus einer riesigen Steppe und einigen kleineren Gehegen, wie zum Beispiel dem Erdmännchengehege. Im nächsten Jahr wird dieser Bereich des Parks um die Zufari Safari Tour erweitert.

Nahtlos an das Wanyama Village schließt sich der Monkey & Bird Garden an, in dem einige größere Vögel und kleinere Affen zu bewundern sind. Interessant ist hier der Monkey Walkthrough, bei dem ein Mitarbeiter eine kleine Gruppe herumführt und auf die Tiere im Freigehege eingeht.

Auf dem Weg zum restlichen Zoogelände in Chessington World of Adventure empfiehlt sich ein Besuch im örtlichen Sea Life Center, das mit einer Vielzahl interessanter Aquarien aufwarten kann. Es handelt sich hierbei um eines der größeren Sea Life Center der Gruppe, ähnlich dem Sharkbait Reef im Alton Towers Freizeitpark. Im Gegensatz zu den kleineren Sea Life Centern in Deutschland kann man sich hier problemlos etwas länger aufhalten. Mit Kindern ist der Besuch ohnehin ein ganz anderes Erlebnis.

Der Trail of the Kings schließt zusammen mit den Pinguin- und Seelöwengehegen den Zoobereich des Chessington World of Adventures Parks ab. Leider war zum Zeitpunkt meines Besuches die Hälfte der Gehege wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Tiere, die jedoch anwesend waren und noch interessanter waren, zeigten sich sehr aktiv.

Sea Storm und Black Buccaneer

Im Themenbereich Pirates Cove kann man neben der Sea Storm aus dem Hause Mack Rides auch die sehr interessante HUSS Schiffschaukel Black Buccaneer bewundern. Wie viele andere Attraktionen im Chessington World of Adventures Park befindet sich die Schiffschaukel in einer Grube und ragt somit nicht über die umliegenden Baumwipfel hinaus – eine in Großbritannien übliche Höhenbeschränkung. Hier ist nicht nur Nervenkitzel garantiert, sondern auch der eine oder andere Hüpfer am höchsten Punkt.

Im benachbarten Transylvania, wo direkt neben einer Seifenblasenfabrik eine ganz besondere Kreatur der Nacht ihr Unwesen treibt, findet man auch eines der wohl interessantesten Fastfood-Restaurants. Der Burger King, der sich hier befindet, wurde nämlich passend zum Themenbereich gestaltet.

BubbleWorks

Nachdem die Seifenblasenfabrik BubbleWorks bei meinem letzten Besuch aufgrund des kaum vorhandenen Soundtracks nicht wirklich überzeugen konnte, gelang dies bei diesem Besuch. Das ausgefallene Design, das mit einer gewissen Perfektion umgesetzt wurde, und das grandiose Finale, bei dem man durch zahlreiche Fontänentunnel fährt, machen die Anlage zu etwas ganz Besonderem, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Vampire

Auch die inzwischen volljährige Achterbahn Vampire zeigt sich ihren Besuchern von einer ganz besonderen Seite. Mit ihren 21 Jahren schwingt sie ihre Gäste immer noch durch die Baumwipfel und kann dabei voll überzeugen. Das eigentliche Highlight ist sicherlich der große Drop in den Tunnel, nach dem die Gondeln sehr stark ausschwingen, aber auch der erste Teil der Fahrt macht sehr viel Spaß und kann bereits mit ausgeprägten Ausschwingungen aufwarten. Wie die anderen europäischen Achterbahnen aus dem Hause Arrow lädt auch der Blutsauger zu der einen oder anderen Wiederholungsfahrt ein.

Dragon’s Fury

Die Achterbahn Dragon’s Fury im Themenbereich Land of the Dragons, in dem sich neben einem Zierer Kontiki auch einige Kinderspielgeräte und ein interaktiver Springbrunnen befinden, wird oft als der beste Spinning Coaster des Herstellers Maurer Söhne bezeichnet. Bei diesem Besuch fällt es mir allerdings schwer zu sagen, ob Sonic Spinball von Alton Towers nicht vielleicht doch etwas besser ist. Der große Vorteil der Alton Towers Anlage ist sicherlich die deutlich ruhigere Fahrweise im Vergleich zu Dragon’s Fury, allerdings fehlt ihr der First Drop mit dieser wahnsinnigen S-Kurven-Kombination, die direkt in den Immelmann mündet. Beide Anlagen haben ihren Reiz und sind den anderen Anlagen um einiges voraus, nur welche der beiden Merlin Entertainments Versionen nun wirklich besser oder schlechter ist, ist schwer zu sagen. Dragon’s Fury ist jedoch eine wirklich tolle Achterbahn.

Madagaskar Live!

Mit dem Wegfall des Smartieshäuschens im ehemaligen Kinderbereich des Parks wurde der letzte Schandfleck des Parks beseitigt. Die Attraktionen blieben jedoch alle erhalten, lediglich die Flying Jumbos wurden in die Nähe des Powered Coasters Runaway Train versetzt, wodurch genügend Platz für eine Bühne für die beliebten Dreamworkfiguren aus Madagaskar entstand. Während die Show Madagascar Live! von außen eher kindgerecht aussah, war der Showwert doch deutlich höher als bei der 4D-Version von Ice Age, die derzeit in Alton Towers ein Theater füllt.

Monkey Swinger

Im Themenbereich Wild Asia treffen wir gleich auf den Wellenflieger Monkey Swinger, der mit seinem Fontänenspiel die Fahrgäste nass spritzt. Kein Wunder, dass am Ausgang ein Ganzkörperfön für die Fahrgäste aufgestellt wurde.

Lorikeet Lagoon

Eine Attraktion, die mittlerweile in vielen Zoos weltweit zu bewundern ist, ist die Freiflugvoliere Lorikeet Lagoon, in der man die Allfarbloris mit etwas Nektar anlocken kann, was dazu führte, dass die Vögel doch recht dick aussahen, was aber wohl eher an ihrem neuen Federkleid lag. Wie auch im Weltvogelpark Walsrode waren die Loris recht zutraulich, was wie immer zu einigen lustigen Situationen führte.

Peeking Heights

Im Themenbereich Mystic East gibt es neben der Wildwasserbahn Dragon Falls, die geschickt das Wasser der Schussfahrten auf meine Schuhe lenkte und so für nasse Socken gesorgt hat. Vom Riesenrad Peeking Heights soll man einen Blick auf den nahegelegenen Thorpe Park werfen können, aber ein Blick auf Staines blieb mir trotz guter Sicht verwehrt.

Tomb Blaster

Während beim letzten Besuch die Meinung über Tomb Blaster durch längere Pausen in den Blockbereichen etwas getrübt war, fielen diese nun kaum noch ins Gewicht. Die Anlage ist ein echtes Juwel eines interaktiven Darkrides, wie auch die meisten anderen von Sally gebauten Themenfahrten. Die Story ist allerdings eher flach und nicht wirklich erwähnenswert, da man hier hauptsächlich auf altägyptische Gegner und größere Bossgegner schießt. Bemerkenswert ist die Länge der Anlage, die auch dem Zugsystem zugute kommt.

Rameses Revenge

Gleich nebenan befindet sich mit Rameses Revenge einer der besten Top Spins von HUSS in einem Freizeitpark, denn die Anlage schafft es nicht nur eine ordentliche Anzahl an Überschlägen zu generieren, sondern auch die Fahrgäste mit einer Dusche zu beglücken. Zweimal ging es auf die Wasserfontänen zu und glücklicherweise erwischten sie einen recht gut, so dass man die Anlage gut durchnässt verlassen konnte.

Runaway Train und Rattlesnake

Im mexikanischen Themenbereich Mexicana gibt es neben dem Runaway Train von Mack Rides, der mit einer wunderschönen Bergkette und einer sehenswerten Warteschlange aufwartet, ein weiteres Achterbahnhighlight: die Rattlesnake. Aufgrund der Höhenbeschränkungen des Parks wurde diese Wilde Maus in einer Grube installiert, was ihr ein ganz besonderes Aussehen verleiht. Dazu trägt auch bei, dass die Warteschlange durch den Innenhof der Achterbahn führt.

Bilder Chessington World of Adventures

Fazit Chessington World of Adventures

Chessington World of Adventures ist der schönste der englischen Freizeitparks von Merlin Entertainments, wenn auch nicht der größte. Das Portfolio des Parks ist ausgewogen und kann mit einigen Schätzen aufwarten, darunter einige ganz besondere Achterbahnen wie Vampire oder auch Dragon’s Fury. Der Park hat die baulichen Herausforderungen mit außergewöhnlichen Ideen perfekt gemeistert. Der integrierte Zoo sorgt wie im Drayton Manor Theme Park oder im Tier- und Freizeitpark Thüle für ein rundum gelungenes Gesamtpaket und eine sehr gute Verteilung der Besucher innerhalb des Parks.

 

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