Der Marvel Avengers Campus

Seit meinem letzten Besuch im Walt Disney Studios Park hat sich einiges geändert. Die Schwarzlichtshow Animagique wurde durch Mickey the Magician ersetzt, im Cinémagique Theater läuft seit dem Jahr 2017 gar nichts mehr und Mushu’s Frikandelwitz in der niederländischen Version von The Art of Disney Animation wurde ersetzt durch die Eiskönigin Revue Frozen – A musical Invitation und das war noch lang nicht alles.

Vom Stunt Show Spektakel Moteurs… Action! Stunt Show Spectacular und dem feurig heißen Armageddon Les Effets Speciaux fehlt jegliche Spur, die Studio Tram Tour wurde massiv gekürzt und statt zu einer Lichtshow auf dem Rock ’n‘ Roller Coaster fliegt man jetzt auf Avengers Assemble: Flight Force mit Iron Man durch den Weltraum.  Zu guter Letzt gibt es dann ja auch noch Spider-Man W.E.B. Adventure – ein Knaller an Themenfahrt und die größte Neuheit des Themenbereichs Marvel Avengers Campus.

Cars Road-Trip

Die Studio Tram Tour war ein eher langweiliger Lückenfüller des Walt Disney Studio Parks, wobei der Catastrophe Canyon allein eine Fahrt wert war. Die belanglosen Kulissen auf dem Weg dahin, sowie das Finale zum eher unbekannten Film Reign of Fire waren nicht wirklich der Rede wert und zogen die Attraktion ein wenig runter.

Cars Road-Trip fokussiert sich nun vor allem auf dem Cars-tastrophe Canyon. Einige Roadside Attraktionen spicken den Weg, das war es dann aber auch. Die Einbindung ins das Cars Universum ist definitiv gelungen, wodurch man diese Attraktion trotz ihrer deutlich kürzeren Fahrt nun auch gerne öfters erlebt.

Avengers Assemble: Flight Force

Die Achterbahn Avengers Assemble: Flight Force präsentiert sich ihren potenziellen Fahrgästen wesentlich diskreter als in ihrem bisherigen Rockerleben. Der Eingang zur Bahn liegt versteckt um die Ecke, während das Hauptgebäude den Besuchern des Marvel Avengers Campus interessante Informationen bietet. Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man nicht wüsste, dass es hier eine weitere Achterbahn gibt, direkt daran vorbeigehen würde.

Die Warteschlange hat nun also einen anderen Verlauf. Im Allgemeinen gefällt mir die neue Ausrichtung dieser extrem gut. Es ist nur ein wenig Schade, dass man den Abschussbereich der Anlage nun mehr nur noch aus der normalen Warteschlange zu Gesicht bekommt und man als Premier Access Gast oder Single Rider nicht mehr daran vorbeikommt. Das Highlight dieser ist aber ohnehin die neue Iron Man Animatronik, welche einem perfekt auf die Fahrt instruiert.

Diese selbst ist bis zum Moment des Abschusses auch überragend inszeniert. 3, 2, 1 und zack vermisst man den Zustand, den man zuvor lange auf dieser Anlage erleben konnte. Versteht mich nicht falsch, die Videoprojektionen auf der Fahrt sind gut gemacht und würden diese auch perfekt unterstreichen, wären diese nur nicht so dunkel; doch das synchron verlaufende Lichtershowspektakel des Rock n Roller Coasters sind diese leider nicht ebenbürtig. Wie auch bei den anderen Indoor-Achterbahnen des Disneyland Paris fehlt hier teilweise etwas. Ein paar Dekoelemente hier und da würden ja auch schon reichen und die Fahrt wäre wie zuvor ein Garant für gute Laune.  Scheinbar hat man dieses auch schon erkannt, weswegen die Anlage kurz nach ihrer Eröffnung auch schon wieder für weitere Arbeiten geschlossen wurde.

Spider-Man W.E.B. Adventure

Die interaktive Themenfahrt Spider-Man W.E.B. Adventure ist von einem anderen Kaliber. Die von Peter Parker entwickelten Spider-Bots geraten während des Tags der freien Tür auf dem W.E.B. Campus ein wenig außer Kontrolle und duplizieren sich wie wild selbst. Kontakt mit anderen Substanzen wiederum lässt diese teilweise mutieren. Nun gilt es die Roboter aufzuhalten, ehe sie den gesamten Campus verwüsten. Hierbei schwingt man ähnlich wie Spider Man Netze und befreit einen Schauplatz nach dem anderen von den kleinen Krabblern.

Im Gegensatz zu anderen interaktiven Themenfahrten funktioniert hier alles berührungslos, man benutzt einfach seine Hände und schießt seine Netze mit erstaunlicher Präzision durch den Raum.  Kein wildes Gefuchtel, um Punkte zu sammeln – es geht vielmehr um gezielte Bewegungen, was eine ziemliche Herausforderung sein kann. Genauso motivierend ist auch das Teamkonzept: Ihr spielt zusammen, was wiederum die Fahrt positiv bereichert.

Spider-Man W.E.B. Adventure ist definitiv ein Knaller von Fahrt und die derzeitige Hauptattraktion im Marvel Avengers Campus. Hier hat man alles richtig gemacht. Die Videoqualität ist überragend, die Interaktivität während der Fahrt funktioniert richtig gut und zu guter Letzt macht die Fahrt auch noch unfassbar viel Laune.    

Bilder Walt Disney Studios Park

Fazit Walt Disney Studios Park

Der Walt Disney Studios Park ist auf einem sehr guten Weg seinem Schwesterpark direkt nebenan irgendwann den Rang abzulaufen. Während meines Besuchs war der Park stets besser besucht und das, obwohl der Park noch eine Großbaustelle ist und nicht jede Show derzeit aufgeführt wurde. Mit dem Marvel Avengers Campus präsentierte man den Besuchern die erste Ausbaustufe der großen Erweiterungsoffensive des Parks, welche mit dem Arendelle Themenbereich rund um Disneys Die Eiskönigen das nächste Highlight aufweisen wird. Es bleibt also spannend im Walt Disney Studios Park.

 

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Rasend durch den Hyperspace Mountain

Das Disneyland Resort Paris feiert seinen 30. Geburtstag und zeigt sich von seiner weiterhin sehr konstanten besten Seite. Während das Resort in letzter Zeit einige Änderungen erfährt und mit hoher Erwartungshaltung in die Zukunft blicken kann, so sind Änderungen im Hauptpark eher rar gesät.

Neben dem wechselnden Unterhaltungsprogramm wurden seit meinem letzten Besuch vor acht Jahren gerade einmal drei Attraktionen auf ein neues Level gehievt – wirkliche Neuheiten gab es dabei jedoch nicht. All diese Neuheiten sind dabei im Themenbereich Discoveryland zu finden.

Star Tours: L‘Aventure Continue

Den Anfang machte im Jahr 2017 der Großraumsimulator Star Tours: L‘Aventure Continue. Die rasante Weltraumfahrt im Star Wars Universum glänzt nun mit einer Vielzahl an Filmen, einem allgemein sehr scharfen Bild und großartigen 3D Effekten. Zugleich begrüßt uns nun C-3PO als unfreiwilliger Kapitän unseres Weltraumflugs.

Mickey’s Philharmagic

Nachdem Ende 2015 Captain EO in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt wurde, wurde das Discovery Theatre nur noch unregelmäßig genutzt; gezeigt wurden neben Previews neuer Filme, auch das aus dem Freizeitpark Epcot bekannte Pixar Short Film Festival. Im Jahr 2018 zog dann Micky Maus in das Theater ein und präsentiert seither dort Mickey’s Philharmagic, wobei er selbst in der Story kaum vorkommt. Tatsächlich begleitet uns nämlich Donald Duck leicht tollpatschig auf einer musikalischen Reise durch die Welten zahlreicher Disney Klassiker. 

Interessanterweise ist Mickey’s Philarmagic keineswegs neu. Der Film selbst hat seinen Ursprung im Jahr 2003, jedoch wirkt dieser auf Grund der Qualität der Animation und der Möglichkeit diesen durch neue Sequenzen stets aktuell zu halten, im Vergleich zu den beiden Vorgängerfilmen Honey, I Shrunk the Audience! und Captain EO zeitlos, was eine überaus willkommene Abwechslung ist.

Hyperspace Mountain

Hyperspace Mountain ist die dritte Inkarnation der niederländischen Weltraumfahrt, statt jedoch mit der Columbiad in die Jules Verne’sche Zukunft geschossen zu werden, konzentriert sich der Baltimore Gun Club seit dem Jahr 2017 auf eine Reise in die Vergangenheit zu einer weit, weit entfernten Galaxis. Star Wars Hyperspace Mountain glänzt dabei mit neuen Zügen und neuen Videoprojektionen, während die alten Szenenbilder größtenteils aus der Anlage verschwunden sind.

Die Fahrt selbst ist nach wie vor ein überaus intensiver Trip, der nun durch die weichen Westen der neuen Züge deutlich angenehmer vonstattengeht. Nach dem Sprung durch den Hyperspace erinnert vor allem die Musik an Star Wars, während man gelegentlich an etwas zu dunklen Videoprojektionen vorbeirast. Dabei ist die Medienintegration während des zweiten Überschlags der Fahrt überaus gelungen, was den doch sehr überraschenden Moment der Fahrt perfekt inszeniert und einem ein großes Grinsen ins Gesicht zaubert, während das große Finale mit der Zerstörung des Sternenzerstörers bei weitem nicht mehr so einprägsam wie die namensgebende Supernova aus Space Mountain Mission 2.

Als Übergangslösung oder Event-Overlay, wie in anderen Disneyland Parks weltweit, ist der Hyperspace Mountain ein überaus stimmiges Gesamtpaket. Als dauerhafte Installation fehlt es dem Hyperspace Mountain ein wenig an thematischer Fülle; zu sehr steht der Baltimore Gun Club und seine Columbiad im Fokus des Geschehens. Abseits der Musik und den Videoprojektionen erinnert nämlich kaum etwas an Star Wars.

Bilder Disneyland Park

Schlussworte

Es überraschte mich, dass der Disneyland Park über meinen gesamten Besuch die weitaus geringeren Wartezeiten vorweisen konnte als der Walt Disney Studios Park direkt nebenan. Es scheint, als würden die Neuheiten der letzten Jahre eine klare Richtung aufweisen. Das solide Gesamtkonzept überzeugt auch weiterhin auf ganzer Linie, jedoch würde die ein oder andere Neuheit auch dem Hauptpark gut tun.

 


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Ein Tag in Hongkong

Wir verließen Brisbane am frühen Morgen. Nach einer erholsamen Nacht im Hotel fuhren wir bequem mit dem Zug zum Flughafen. Nach drei Wochen in Australien war es nun an der Zeit, sowohl dem Land als auch dem Kontinent Lebewohl zu sagen. Wir hatten eine wunderbare Zeit.

Unser Flug nach Hongkong war das erste Mal, dass wir mit Qantas geflogen sind und wir waren wirklich beeindruckt von der Fluggesellschaft. Es war ein sehr entspannter Flug, und der Service war außergewöhnlich gut. Wir kamen gegen 17 Uhr in Hongkong an und kurz darauf hatten wir die Integration schon hinter uns und suchten den nahe gelegenen Bahnhof. Wir übernachteten im Panda Hotel in Tsuen Wan. Vom Bahnhof aus war es nur ein kurzer Spaziergang zum Hotel. Allerdings machten wir zunächst den Fehler, auf die Straßenebene hinunterzugehen und nicht die vorhandenen Gehwege zu benutzen, die alle Gebäude miteinander verbinden. Es ist interessant zu sehen, dass jedes Gebäude, das man passiert, ein großes Angebot an Geschäften und kleinen Restaurants hat. Als wir uns schließlich ins Hotel begaben, wurde uns gesagt, dass sich der Check-in-Schalter in einem der oberen Stockwerke des Hotels befindet, da wir ein Executive-Zimmer gebucht hatten. Das Zimmer selbst war groß, das Bett bequem und der Zugang zur Lounge war ein nettes Extra zu einem insgesamt sehr guten Angebot.

Da unser Flug nach Paris CDG erst am späten Abend des nächsten Tages gehen sollte, hatten wir einen ganzen Tag Zeit, Hongkong zu erkunden. Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Monster Building (bestehend aus dem Fook Cheong Building, dem Montane Mansion, dem Oceanic Mansion, dem Yick Cheong Building und dem Yick Fat Building). Dies ist einer der Top-Instagram-Hotspots der Stadt und ich kann gut verstehen, dass die Bewohner des Gebäudekomplexes Touristen nicht wirklich mögen. Wir machten daher nur ein paar Fotos und gingen kurz darauf wieder.

Mit der klassischen doppelstöckigen Straßenbahn fuhren wir auf der King’s Road in Richtung Western Market. Nachdem wir einen kurzen Blick ins Innere des Gebäudes geworfen hatten, ging es anschließend weiter zur Central Mid-Levels Escalator, einer großen Anzahl von überdachten Rolltreppen, die das Geschäftsviertel Central mit dem Wohngebiet Mid-Levels verbindet.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Victoria Harbour, um ein wenig die Aussicht auf das offene Meer zu genießen. Zu unserer Überraschung war die Fahrt mit dem Hong Kong Observation Wheel kostenlos, denn die AIA Group feierte ihren 100. Geburtstag und stellte den ersten 1000 Besuchern 100 Tage lang jeden Tag Freikarten zur Verfügung. So konnten wir die Aussicht noch mehr genießen.

Unser letzter Programmpunkt des Tages war – nach einem kurzen Stopp an der St. John’s Kathedrale – eine Fahrt mit der Peak Tram Standseilbahn auf den Victoria Peak. Die Fahrt auf den Berg ist besonders aufregend, denn die Standseilbahn ist mit einer maximalen Steigung von 48% eine ziemliche steile Angelegenheit. Oben angekommen, warten ein toller Ausblick und allerlei Touristenattraktionen auf die Besucher, wobei Monopoly Dreams die aufregendste sein dürfte, denn sie ist bisher die einzige Attraktion ihrer Art. Victoria Peak ist auch ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen, für die uns leider die Zeit fehlte.

Bevor wir zurück zum Hotel fuhren, um unsere Sachen zu holen und uns auf den Weg zum Flughafen zu machen, genossen wir die Lichtshow A Symphony of Lights. Die 15-minütige Show ist ein atemberaubendes Erlebnis und die Aussicht vom Victoria Peak war großartig.

Als wir am Flughafen ankamen, dauerte es nicht lange, bis das Boarding nach Paris begann. Diesmal flogen wir mit Air France und ich muss zugeben, dass ihre Langstreckenflüge recht angenehm sind. Als wir in Paris landeten, mussten wir allerdings ein bisschen durch den riesigen Flughafen hetzen, und nach dem Anschlussflug nach Hamburg waren wir völlig erschöpft. Ich brauchte weitere zwei Stunden, um nach Hause zu kommen, weil alle Züge in Richtung Süden wegen eines Bombenfundes wieder einmal gesperrt waren. Während Aris die Möglichkeit hatte, mit dem Bus nach Hause zu fahren, rief ich meine Tante an, um mich abzuholen.

Bilder Hongkong

Fazit der Achterbahnreise

Hell Yeah, Schnabelteah! war die Reise meines Lebens und etwas, das ich gerne wieder machen würde. Australien ist ein tolles Land und es gibt sehr viel zu entdecken. Man muss sich nur bewusst sein, dass sich die Ziele für eine Achterbahnreise auf nur wenige Orte konzentrieren und diese Art der Erlebnisreise erst durch andere Aktivitäten richtig klasse wird. 


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