Der Ritt auf der Walhalla Wave

Aquatica San Antonio

Da ich relativ schnell mit dem Hauptpark SeaWorld San Antonio durch war, ging es zum Nachmittag in den benachbarten Wasserpark Aquatica San Antonio um dort die Zeit bis zur Orca Show One Ocean zu überbrücken. Glücklicher Weise war das Kombi-Eintrittsticket online etwas günstiger als das reguläre Eintrittsticket für SeaWorld alleine und der Park als einer der wenigen Wasserparks in Texas zu Ostern tatsächlich geöffnet.

Bereits im Eingangsbereich des 2012 eröffneten Parks merkt man, dass hier auf ein ganz anderes Stimmungsbild als im Park nebenan gesetzt wird. Alles ist bunt, wunderschön gestaltet und um einiges immersiver. Direkt vor einem breitet sich die gesamte Skyline aus und man bekommt direkt Lust darauf, den einen oder anderen Rutschturm zu besteigen und die zahlreichen Rutschen hinunterzurutschen.

Stingray Falls

Vorbei an einem großen Pool, wo sich zahlreiche Stechrochen tummeln, geht es auch sogleich zum ersten Highlight des Parks: Stingray Falls. Die Family-Raft-Rutsche bietet eine recht lange Rutschpartie über zahlreiche Kurven und mehreren kleineren Jumps, fällt ansonsten aber recht mild aus. Nach der obligatorischen Durchfahrt durch einen Wasserschwall und Wasservorhang befindet man sich dann in einer kleinen Höhle, die teilweise mit Plexiglas verkleidet ist. Hier hat man dann etwa 30s Zeit um die Rochen über einem zu beobachten, ehe man zum Ausgang der Rutsche gelangt. Dank diesem Feature ist Stingray Falls derzeit einzigartig und dementsprechend sollte man sie definitiv einmal gerutscht haben, auch wenn der Tunnel aus meiner Sicht deutlich länger hätte sein dürfte.

Ihu’s Breakaway Falls

Direkt hinter Stingray Falls befinden sich die drei Turbo-Rutschen des Ihu’s Breakaway Falls Turms. Während die blaue und orangene Röhre über einen Fallklappenstart verfügen, so bietet die grüne Röhre einen klassischen Einlauf mit anschließend sehr starken Gefälle, ehe es wie auch bei den anderen Röhren in eine kurvendominierte Rutschpartie übergeht. Wie immer bei sehr hohen Wasserrutschen wächst die Anspannung bei jedem Höhenmeter. Hier im Aquatica San Antonio wird sogar die Nutzung von zu knappen Badehosen untersagt, man wäre wahrscheinlich zu schnell. Irgendwann kommt man dann oben an und hat die Qual der Wahl zwischen den drei Spuren.

Während die beiden Fallklappenstartspuren sogleich in eine Linkskurve übergehen und nach einem kurzen Rechtsknick eine längere Gerade aufweisen können, startet die Grüne Rutsche mit einem recht hohen Drop unfassbar schnell ins Geschehen. Hieran fügt sich eine druckreiche Abwärtshelix an, die zum Finale in einen weiteren hohen Drop übergeht. Derweil setzen auch die beiden anderen Spuren auf ihren Endspurt an und leitet einem nach einer weiteren druckreichen Linkskurve elegant in den Auslauf über.

Die drei Spuren von Ihu’s Breakaway Falls sind allesamt richtig gute Rutschen, wobei die grüne Spur definitiv die wildeste von den dreien ist. Wer Turbo-Rutschen mag, der kommt hier vollkommen auf seine Kosten, denn Texas höchste Wasserrutsche ist wirklich nichts für Warmduscher und/oder Wasserparknewbies und somit eine wahre Mutprobe!

Loggerhead Lane

Nach so viel Adrenalin lohnt sich einen Blick auf den Lazy River Loggerhead Lane zu werfen. Auf dem wunderschön gestalteten Lazy River mit seinem zahlreichen Wassereffekten kann man sich wunderbar treiben lassen, ehe man sich plötzlich in einer Voliere wiederfindet und zahlreiche tropische Vögel beobachten kann. Ein herrlicher Spaß!

Kiwi Curl und Woohoo Falls

Ganz in der Nähe befindet sich der Aufgang zu den Rutschen Kiwi Curl und Woohoo Falls, wobei die beiden Reifenrutschen der Woohoo Falls im Jahr 2020 durch die Blackhole-Bodyslides Tonga Twister ersetzt wurden. Bei Kiwi Curl handelt es sich um zwei klassische Bodyslides mit mehreren Kurven und Drops, während Woohoo Falls eine sehr breite offene Reifenrutsche, sowie eine Black Hole vorweisen kann. Beide Rutschen sind eher gemächlich unterwegs.

Big Surf Shores, Tassie’s Twisters und Hooroo Run

Vorbei am Wellenbecken Big Surf Shores geht es zu den Doppelreifenrutschen Tassie’s Twisters und Hooroo Run. Während Tassie’s Twisters zwei klassische Bowl-Rutschen sind, an deren Enden man einige Runden in einem Trichter drehen kann ehe es durch einen Auslauf weiter ins Endbecken geht, zeichnet sich Hooroo Run durch seine Gefälle und Dunkelpassagen aus. Hierbei verläuft die rote Spur ausschließlich serpentinenartig, während die lila Spur zusätzlich durch Helices auffällt.

Walkabout Waters and Taumata Racer

Einmal quer durch die Spielstruktur Walkabout Waters hindurch, wo wir uns durch die Wassermengen des riesigen umkippenden Eimers ein wenig erfrischen, geht es nun zur Mattenrutsche Taumata Racer. Diese sechs spurige Rutsche weißt nicht nur eine ungeheuer hohe Kapazität auf, sondern staffelt einem auch gut zu einem Wettrennen gegen die eigene Familie oder Freunde an. Dabei ist der Taumata Racer keineswegs eine klassische Mattenrutsche, denn ehe es in die große Schussfahrt übergeht, nimmt man in einer druckreichen Helix erst einmal ordentlich an Geschwindigkeit zu. Herrlich!

Walhalla Wave

Kommen wir nun zur letzten große Rutsche im Park und mein persönliches Highlight: Walhalla Wave.Da ich Alleinreisender war und eine Dreiergruppe zufälligerweise noch einen Mitrutschenden brauchte konnte ich ruckzuck in einem der vier Personen fassenden Booten Platz nehmen.  Nach einer kleinen Rutschpartie in luftiger Höhe fügt sich sogleich eine enge Helix an, ehe der große Sturz in die Tornado Wave eingeleitet wird. In dieser schnellt man rasant empor, ehe man seitlich abdriftet und nach unten rast. Nach zwei schnellen Schwenkern an der Rutschwand entlang wird man langsam abgebremst, ehe man in einen Tunnel abtaucht und gemächlich bis zum Ende der Rutsche geführt wird.

Die Walhalla Wave ist eine absolut grandiose Rutsche, die für mich auch als Sinnbild für Aquatica San Antonio dient.

Bilder

Fazit

Ich war ziemlich froh darüber das Kombi-Ticket gekauft zu haben, ansonsten wäre ich wahrscheinlich doch eher enttäuscht aus San Antonio gefahren. Der Wasserpark Aquatica San Antonio war also mein Highlight des Tages und einer der besten Wasserparks, die ich bislang besucht habe. Hier stehen echt gute Rutschen und auch die Gestaltung des Parks ist überaus erhaben, weshalb ich einen Besuch wärmstens empfehle. Auch die Kombination mit dem Hauptpark direkt nebenan macht Sinn, denn so kann man über den Tag hinaus doch einiges erleben.


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Massenandrang im Wasserpark

Joyful Waterpark

Wenn man sich mit dem Nagashima Spa Land auseinandersetzt, stößt man zwangsläufig auf den Wasserpark Joyful Waterpark bzw. Jumbo Ocean Water Pool (es war wohl vormals der Joyful Waterpark) und seiner immens hohen Anzahl an Wasserrutschen. Spätestens mit der Errichtung der Wasserrutsche Boomerang Twist im Jahr 2013 ist der Park auch international bekannt und sollte dementsprechend auf keinem Fall links liegengelassen werden; dazu aber später mehr.

Von Ende Juni bis Mitte September ist der Wasserpark geöffnet. Der Eintritt erfolgt über den Freizeitpark und erfordert dementsprechend eine Eintrittskarte für beide Parks; ein Angebot mit Freepass für die Fahrgeschäfte und beiden Eintritten ist dabei recht erschwinglich. Da der Park bei sommerlichen Temperaturen sehr beliebt ist, empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche; die Kapazitäten sind zwar vorhanden, werden aber auch an volleren Tagen nicht immer voll ausgenutzt.

Kein Wunder also, dass mein Besuch im Joyful Waterpark die längsten Wartezeiten der gesamten Tour vorweisen konnte. Umso schlimmer, wenn beim Erstbesuch des Freizeitparks zwei Tage zuvor so gut wie keine Wartezeiten im gesamten Resort vorhanden waren. Aber hey, man lernt aus seinen Fehlern und mit etwas Pech begeht man gleich einen neuen, fataleren dazu; man sollte die Sonneneinstrahlung in diesem Land nicht unterschätzen und so trainierte ich gnadenlos für England.

Bevor ich euch jedoch zu sehr mit den vorhandenen Randbedingungen des Besuchs ablenke, begeben wir uns lieber gleich in den Wasserpark Joyful Waterpark hinein. Zur rechten Seite erstreckt sich die riesige Umkleidehalle, zur Linken der überdachte Kinderbereich und die Duschbatterien. Die japanischen Besucher machen sich nun auf den Parkhaus-Liegewiesen breit und wir widmen uns den ersten Rutschen bzw. Slidern, wie sie hierzulande genannt werden.

UFO Slider

Den Anfang machen die beiden UFO Slider, wobei nur eine der beiden Space Bowl Rutschen in Betrieb war. Über eine kurze Steilkurve nimmt man dabei schnell an Geschwindigkeit zu, ehe man in den Trichter schießt und dann Runde um Runde, unter den begeisterten Blicken der Japaner, dreht und irgendwann in das Landebecken plumpst.  Während die meisten Besucher dabei gerade einmal zwei Runden schafften, wurde stets überaus erstaunt reagiert, wenn jemand drei oder mehr Runden im Trichter verbrachte. Tatsächlich ist das auch gar nicht so schwierig, wenn man die empfohlene Rutschposition beibehält. Nach über fünf Runden fiel jedoch auch ich irgendwann durch die Mitte und landete recht unsanft im Becken. Ein herrlicher Spaß, der als Bodyslide mit der gewollt ungewollten Landung deutlich adrealinbehafteter ist als vergleichbare Reifenrutschen samt weiterführender Rutschpartie.

Water Tubes

Über eine Brücke über den vorderen Lazy River, bei dem die zukünftigen Schwimmer gerade Aufwärmübungen mit den Bademeistern durchführten, geht es zu den drei Water Tubes. Dieser Rutschkomplex besteht aus zwei Rutschröhren, die jeweils eine Abwärtshelix vorweisen, sowie eine sehr, sehr, sehr steile Turborutsche. Wartezeiten waren hier durch den Wechselbetrieb der beiden Röhrenrutscharten durchaus gegeben, was sich vor allem bei der, einzigen betriebenen, Helixröhre durchaus negativ auszeichnete. Dabei ist die Rutschpartie durchaus flott und durch den Plumpsauslauf überaus wild. Doch das Highlight dieses Rutschkomplex ist die steil abfallende Rutschspur, bei der man ohne Gnade den Kontakt zur Rutschoberfläche verliert und somit einen Großteil der Rutschzeit in der Luft erlebt. Umso brachialer ist dann natürlich auch die Wasserung am Ende der Rutschpartie, doch die Airtime hier sucht eindeutig ihres Gleichen und belohnt den Rutscher, auch bei etwas längeren Wartezeiten.

Spiral Slider

Vorbei an der großen Wasserspiellandschaft Japaaaan zieht es uns nun zu den Spiral Slidern, fünf offene Bodyslides älterer Bauart – darunter zwei für Kinder und drei für das erwachsene Publikum. Allesamt zeichnen sie sich durch eine Vielzahl an Helices und Jumps aus. Und die haben es durchaus in sich! Schnell schaukelt man hier die Rinne empor, bekommt ständig Wasserschwalle ins Gesicht befördert und hebt in den Jumps ordentlich ab. Dabei ist die Verarbeitung der Rinne makellos, das Rutschvergnügen also grenzenlos. Es ist daher schon ein wenig seltsam, dass die Slider als Anfängeranlage zu den Tornado Slidern beschrieben wird. Wäre die Wartezeit nicht auch verhältnismäßig lang, so würde man mich hier so schnell nicht wegbekommen. In dem Sinne: Ein ganz großes Rutschvergnügen, auch wenn wieder einmal eine Fahrspur geschlossen war.

Onsen

Direkt nebenan befindet sich ein kleines Becken, welches mit Wasser aus dem nahen Onsen versorgt wird, so kann also auch der FKK-Verweigerer einen Onsen erleben. Wer indes eher auf Action aus ist darf sich über einen Hindernisparcours in einem der beiden Nichtschwimmerbecken in dieser Ecke des Wasserparks austoben. Darüber hinaus besteht hier ein größeres Planschbecken.

Free Fall Slider

Vorbei am großen Wellenbecken, welches interessanter Weise (wie auch die beiden Lazy River) von Zeit zu Zeit geräumt wird – wohl um ein Auspowern der Badegäste zu verhindern – geht es nun in Richtung der drei Kamikazerutschen Free Fall Slider. Interessanter Weise wurden nur die beiden höchstgelegene Rutschspuren betrieben, was in erster Näherung überaus logisch war, mich aber auf den Weg dahin lieber die mittlere Rutsche hätte nehmen wollen lassen. So richtig mag ich Kamikazerutschen nicht und diese hier verwendet auch noch ein rechteckiges Rutschprofil, welches schon auf anderen Rutschen dieser Art nicht von Vorteil ist. Doch als es dann endlich über die Kante ging und der Adrealinrausch einsetzte, war alle Sorge vergessen. Die Wasserung war dann auch noch recht sanft, so dass mir nichts anderes übrigbleibt als zu sagen: Diese Kamikazerutsche hier rockt und das auch noch gewaltig.

Surf Hill und Wild River

Gegenüber befindet sich eine Doppelanlage bestehend aus den Rutschen Surf Hill und Wild River. Bei Surf Hill handelt es sich um eine Mattenrutsche, bei der man, sehr klassisch, gegen mehrere Mitrutscher ein Rennen über eine Vielzahl an Hügeln veranstaltet. Direkt dahinter startet der Wild River, zwei Crazy River Anlagen mit einem optisch eher langweiligen Streckenverlauf, der jedoch wirklich überzeugen kann. Hier geht es über mehrere wilde Abfahrten und Hindernisse beständig hinunter, ehe dann parallel zur Mattenrutsche das grandiose Finale eingeleitet wird. Gerade im Vergleich zur optisch beeindruckenden, jedoch rutschtechnisch wenig überzeugenden, Anlage im Wasserpark The Boon des Hirakata Park eine unerwartete Überraschung.

Big One

Direkt nebenan startet der zweite Lazy River seine Runde. Während der vordere der beiden Strömungskanäle offen und ohne weitere Highlights daherkommt, befindet sich der hintere zu einem Großteil unter der Raftingrutsche Big One und ermöglicht somit einen recht ungewöhnlichen Einblick und Anblick.

Die doppelte Family Raft Rutsche Big One ist die zweitgrößte Anlage des Joyful Waterpark und macht ihren Namen leider keine Ehre. Die Kurven werden allesamt eher seicht durchfahren; man schaukelt kaum auf und es kommt auch zu keinen der äußerst seltsamen Näherungsmomenten zwischen den Mitfahrern. Mittendrin gibt es zwar einen äußerst großen Drop, das macht die Rutschpartie jedoch nicht besser. Da jedoch die Kapazität gegeben ist, ist die Wartezeit noch halbwegs überschaubar.

Tornado Slider

Anders als beim signifikanten Rutschturm Tornado Slider, wo die Hälfte aller Rutschen geschlossen war und keine der Bodyslides betrieben wurde. Während man am frühen morgen noch problemlos an Ringe kommen konnte, war spätestens am Nachmittag die komplette Warteschlange des Turms gefüllt. Dieser besteht aus einer Vielzahl an offenen und geschlossenen Röhrenrutschen, wobei die meisten mit Ringen berutscht werden. Eine Wiedergabe einzelner Rutsche ist durch den Aufbau kaum möglich und so rutscht man über eine Vielzahl an Helices und Jumps irgendwie hinab.

Da ich jedoch nur eine Rutsche hier getestet habe, kann ich kein ausführliches Gesamterlebnis über den großen Rutschturm wiedergeben. Von der getesteten Rusche muss ich jedoch sagen, dass sie als Black Hole Reifenrutsche eher im durchschnittlichen Bereich unterwegs war. Summa Summarum also prinzipiell nichts Schlechtes, ob die anderen Rutschen besser oder schlechter sind kann ich natürlich nicht sagen. Getestet hätte ich sie schon gerne allesamt, vor allem die überaus rasant aussehenden Turboröhren.

Boomerang Twist

Kommen wir nun zur größten Anlage des Joyful Waterpark, der eingangs erwähnten Boomerang Twist. Bestehend aus den Elementen Family Boomerango und Manta bietet dieser Gigant aus dem Hause WhiteWater West ein recht außergewöhnliches Rutscherlebnis; was zum Teil auch an der überaus kompakten Bauweise der Anlage liegt.

Die Fahrt in den Rundbooten beginnt ungefähr auf Höhe der Blockbremse der Achterbahn Steel Dragon. Über einen kurzen Dip verlässt man die Station und widmet sich sogleich einer Kurvenkombination in luftiger Höhe. Nach einer 180° Kurve und einer längeren, beständig abfallenden, Geraden stürzt man sich ein recht steiles Gefälle hinunter. Im anschließenden Tal durchquert man einen größeren Wasserschwall, der das Boot aber in keiner Weise zu bremsen scheint. Wie vom Wahnsinn besessen rast man nun den Boomerango empor und erreicht dabei auch eine anschauliche Höhe. Wieder im Tal angelangt prescht man nun über eine leicht ansteigende Gerade, ehe man eine Kuppe überquert und sich ein weiteres Mal gen Boden wirft. Wobei eigentlich nur das Boot das will, der eigene Körper ist dafür noch zu träge und verbringt seine Zeit lieber ein wenig in der Luft. Im anschließenden Manta Element pendelt man nun einige Male hin und her und wird kontinuierlich mit hineinschwappenden Wasser bei Laune gehalten. Hieran taucht man in einen kurzen Tunnel ab, vollzieht eine weitere Wendekurve und wird anschließend durch die Strömung zur Ausgangsposition befördert.

Der Boomerang Twist ist die beste Wasserrutsche, die ich bislang erleben durfte. Die Fahrt ist extrem spaßig und durch die verwendeten Elemente einfach gnadenlos überwältigend. Gerade die Passage zwischen den beiden Hauptelementen, die den Adrealinrausch absolut gekonnt aufrechterhalten kann, ist absolute Spitzenklasse und lässt allein dadurch viele andere Wasserrutschen alt aussehen. Wobei nicht nur diese, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dieser Slider ist die beste Attraktion in Nagashima und jeder Freizeitparkfan sollte und muss sie mal erlebt haben.

Bilder Joyful Waterpark

Fazit Joyful Waterpark

Dafür muss man aber auch bereit sein, seine Zeit nicht nur auf einer Großachterbahn des Herstellers Morgan zu verbringen und gegebenenfalls auch sehr leidensfähig bezüglich etwas längerer Wartezeiten und vielen geschlossene Wasserrutschen zu sein. Der Joyful Waterpark ist ein sehr cooler Wasserpark, den ich sehr gerne leer erlebt hätte. Die Chance bestand ja, ich habe sie nur nicht wahrgenommen – aber wie bereits zu Beginn dieses Berichts erzählt lernt man aus seinen Fehlern. Das nächste Mal geht es also gleich in den Wasserpark, denn ein Besuch lohnt sich hier definitiv und sollte beim Besuch des Resorts eingeplant werden.

 


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Flucht vor der Hitze in Osaka



Water Park:The Boon
Address:1-1 Hirakata-Koen-cho
Hirakata
Osaka 573-0054
http://www.hirakatapark.co.jp/en
Operated by:Keihan Electric Railway Co., Ltd.

The Boon ist der Wasserpark des Freizeitparks Hirakata Park (ひらかたパーク) in Hirakata nahe der Stadt Osaka. Er ist in den heißen Sommermonaten geöffnet und ist ein sehr gutes Ausflugsziel, wenn du der Hitze der Stadt entkommen möchtest. Neben einem großen Lazy River und einigen Pools gibt es hier auch zwei aufregende Wasserrutschen, die leider kostenpflichtig sind.

Fun Fact #1: Während der Wintersaison wird das Gelände des Wasserparks The Boon für das Carnaval Festival genutzt, eine große Eislaufbahn.

Fun Fact #2: Auf der Spitze des Berges und direkt unter der Achterbahn Red Falcon befindet sich ein 20 m langes Schwimmbecken mit einem fantastischen Blick auf die Stadt Osaka.

Ein Besuch in The Boon

Hurricane Slider

Während der Freizeitpark Hirakata Park belebt, aber keineswegs voll war tummelten sich die Japaner im aufpreispflichtigen Wasserpark The Boon. Dieser bietet neben einem sehr langgezogenen, aber sehr flachen, Lazy River, die Bodyslides Hurricane Slider (ハリケーンスライダー), eine Reifenrutsche, ein hangverlegter Crazy River, sowie eine interessant wirkende hangverlegte Breitbandrutsche (nur für Kinder) und ein kleines 20m Becken just unterhalb der Wendekurve der Achterbahn Red Falcon.

Während der Lazy River brechend voll ist, sind die anderen Bereiche des Wasserparks teilweise menschenleer. Die Rutschen jedoch teilen allesamt einen faden Beigeschmack, denn (warum auch immer) rutschen alle Japaner die beiden Bodyslides ausschließlich im Sitzen, so dass die eigentlich sehr kurze Warteschlange sich bei bestem Willen nicht fortbewegen wollte und ich daher nach einigen Minuten umkehrte oder aber es wird ein Entgelt für die Nutzung der beiden Reifenrutschen verlangt.

Canyon Ride and Crying Tube

Da mich bereits in der Planungsphase der Crazy River Canyon Ride (キャニオンライド) überaus interessierte, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, diese auch zu testen. Dabei muss ich fairerweise jedoch auch sagen, dass mich die darüberliegende Reifenrutsche Crying Tube (クライングチューブ) beim Aufgang zur Startposition auch durchaus angesprochen hat, ich jedoch nicht noch einmal etwa 3€ für eine weitere Rutschpartie ausgeben wollte. Das hätte ich nach der Fahrt auf dem, doch sehr ruppigen und teilweise stark verzögerten (und dadurch auch weniger wilden) Crazy River so oder so nochmal überlegt. Die Rutschpartie selbst war in Ordnung, ich habe mir jedoch etwas mehr versprochen; dieses wurde dann auf einer deutlich unscheinbareren Rutsche gleicher Bauart nur wenige Tage später im Joyful Waterpark erfüllt.

Fazit The Boon

War der Aufpreis von etwa 10€ dem Wasserpark gerecht? Jein. Es wäre ein klares Ja, wenn denn die beiden großen Rutschen inkludiert wären, aber das war es ja leider nicht. Jedoch muss ich sagen, dass es durchaus etwas hat unter einem Jet Coaster mit bestem Blick auf die Stadt seine Runde in einem wenigstens etwas tieferen Becken zu ziehen. Zudem ist man oben auf dem Hügel größtenteils für sich und kann der Hektik des Lazy Rivers und vor allem der Hitze des Besuchstages ein wenig entfliehen.

 


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