Mit dem Jetlag durch Glenelg

Adelaide war die erste Station auf unserer Hell Yeah, Schnabelteah! Tour durch Australien. Nach mehr als 24 Stunden im Flugzeug und spürbarem Jetlag konzentrierten wir uns fast ausschließlich auf den Stadtteil Glenelg, in dem sich unser Motel befand. Da das Haven Marina keinen frühen Check-in anbot, waren wir gezwungen, den Vormittag mit einem Bummel am Glenelg Beach und an der Jetty Road zu verbringen. Kurz nachdem wir endlich einchecken konnten, folgte erst einmal ein langer Schlaf.

Nach einigen Stunden und weil wir noch eine SIM-Karte brauchten, fuhren wir am späten Nachmittag ins Stadtzentrum. Wir machten einen schönen Spaziergang, bevor wir bald darauf zurück nach Glenelg fuhren. Hier aßen wir im The Moseley Bar & Kitchen, das ich wirklich empfehlen kann. Es war meine erste Begegnung mit australischem Pub-Essen und im Vergleich zu Großbritannien war es so viel besser. Nur die Liebe der Australier zur Roten Bete ist ein bisschen seltsam, aber sie machte den Burger überraschend lecker.

 


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Der lange Flug nach Adelaide

24 Stunden im Flugzeug ist keine besonders angenehme Tätigkeit – doch was tut man nicht alles, um einmal nach Australien zu fliegen. Dem Land der Kängurus, Koalas, Schnabeltiere und all den ganzen tödlichen Tierchen, die hier in einer sehr hohen Dichte leben. Ich war sehr gespannt.

Nach einem halben Arbeitstag zog es meinen Kumpel Aris und mich zum Flughafen Hamburg, von wo wir erst einmal eine Stunde lang in die falsche Richtung fliegen würden, um dann am Flughafen Amsterdam Schiphol gen Osten aufzubrechen. Der Flug nach Kuala Lumpur verlief ohne Probleme und war dank der Fluggesellschaft KLM sogar überaus angenehm.

Da wir in Kuala Lumpur ein wenig Zeit hatten entschlossen wir uns mit dem Expresszug in die malaysische Hauptstadt zu fahren und die Gegend um ihren Hauptbahnhof ein wenig zu erkunden. Weit kamen wir nicht, immerhin wollten wir nur etwas essen und die Zeit war begrenzt. Hätten wir jedoch vorher schon gewusst, welche Strapazen uns noch am Flughafen erwarten, so hätten wir locker ein Großteil der Stadt erkunden können.

Zurück am Airport hieß es für uns also warten, denn das eigentlich für unseren Flug geplante Flugzeug wurde auf Grund der aktuellen Wetterlage für einen anderen Flug benötigt und unser neuer Flieger musste erst einmal aus dem nahen Singapur herbeigeflogen werden. Natürlich informierte uns Malaysia Airlines so gut wie gar nicht über die Verspätung. Auch gab es keine Kompensation. Als wir dann mit weit über 3 Stunden Verspätung endlich abfliegen konnten war ich nicht nur ungemein genervt, sondern auch noch todmüde. Statt jetzt jedoch schnell die Lichter zu dimmen und die Passagiere schlafen zu lassen zog es Malaysia Airline vor auf ihrem Ablauf zu bestehen und servierte um etwa 2 Uhr morgens das Abendessen. Der Flugbegleiter tippte mir dafür minutenlang auf meine Schulter und mein Reisebegleiter sagte noch nicht einmal etwas. In anderen Fluggesellschaften wird man einfach ausgelassen und bekommt sein Essen ggbfs. etwas später, doch bei Malaysia Airlines wird man ununterbrochen belästigt.

Malaysia Airlines kann froh sein, dass ich bereits vergessen hatte, dass sie in ihrer Vergangenheit einige Flugzeugabstürze zu verantworten hatten. Ansonsten wäre ich nie mit ihnen geflogen. Nun werde ich in Zukunft nie wieder mit ihnen fliegen, denn ihre Maschinen sind veraltet, schlecht gepflegt und der Service ist furchtbar. Da ich über die niederländische Fluggesellschaft KLM gebucht hatte habe ich im Anschluss an Flightright gewandt, um wenigstens die Entschädigung von 600€ (minus deren Provision) für die 3 Stunden Verspätung zu bekommen. Bis zum heutigen Tag (06.06.2021) ist der Fall jedoch noch offen und Malaysia Airlines wehrt sich wohl vehement.

Irgendwann waren wir dann jedoch in Adelaide. Die Beamten an der Grenzkontrolle waren alles andere als freundlich und wollten sämtliche Reisepläne von mir wissen und sogar das Rückreiseticket sehen. Nur blöd, dass das nicht geht. So schilderte ich also alles, verwies auf unseren groben Tourplan, versuchte den Reiseplan über die KLM App zu öffnen und gelobte nicht nach Australien auswandern zu wollen. Irgendwann gab man dann wohl genervt auf und wir konnten endlich unser Gepäck abholen. Komisch fand ich dann noch die unterschiedlichen Wege zum Ausgang, jedoch führte uns der uns zugeteilte ohne Zwischenstopp direkt ins Terminal.

Unseren Mietwagen hatten wir über Billigermietwagen bei Jucy Rentals gebucht. Dafür musste ich erst einmal bei einer Telefonnummer anrufen, wo mir dann ein Mitarbeiter den Weg zum Treffpunkt beschrieb. Nach kurzer Zeit holte uns dann jemand ab. Unser Mietwagen selbst war ein in die Jahre gekommener Toyota Corolla, der interessanterweise auf Ganzjahresreifen von Triangle lief, von denen ich selbst als Entwicklungsingenieur für Autoreifen noch nie etwas gehört habe. Mittlerweile findet man die Reifen des chinesischen Herstellers auch in Europa, doch wirklich gut schneiden diese nicht ab. Der Corolla wollte zumindest nie wirklich geradeaus fahren, was das Fahren etwas anstrengender machte. Gut, das kann auch am Zustand des Wagens gelegen haben; so oder so scheint Jucy Rentals am falschen Ende zu sparen.

 

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Hamburg (2019)

Es gibt viele Orte, von denen aus man einen hervorragenden Blick auf Hamburg hat. Der beste ist meiner Meinung nach der Blick vom Energiebunker in Wilhelmsburg, denn man hat alle wichtigen Wahrzeichen Hamburgs im Blick, ohne sich gerade auf einem davon zu befinden. Im Energiebunker befindet sich auch das Café Vju, das ausgezeichneten Kaffee und Snacks serviert. Trotz seines Rufs bei der Bevölkerung nördlich der Elbe gibt es auch in Hamburg-Wilhelmsburg viel zu entdecken. Gerade wenn man ein Fahrrad zur Verfügung hat, ist es immer ein gutes Ziel für einen Tagesausflug.

 


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