Auf zu einem Great Adventure

Six Flags Great Adventure

Six Flags Great Adventure hat ein recht ungewöhnliches Parklayout, bei dem der Besucher den Park an seiner engsten Stelle in der Mitte betritt. Hier befindet sich ein längerer Midway, der quer zum Eingang verläuft und an dessen Ende sich das Giant Wheel und am anderen Ende ein Schlaraffenland-Themenbereich mit Karussell und Tea Cups Ride befindet.  Hauptattraktion in diesem Bereich ist der Kettenflieger Sky Screamer.

Wonder Woman Lasso of Truth und Cyborg Cyber Spin

Rechts vom Riesenrad befindet sich der große Themenbereich Movieland. Hier befinden sich neben der interaktiven Themenfahrt Justice League: Battle for Metropolis und den beiden Achterbahnen The Dark Knight Coaster und Batman The Ride auch die große Schaukel Wonder Woman Lasso of Truth und das Überschlagskarussell Cyborg Cyber Spin. Letzteres hatte ich bei meinem Besuch leider nicht auf dem Plan, weshalb ich noch keine Fahrt mit einem Intamin Tourbillon machen konnte.

Justice League: Battle for Metropolis

Die von der Sally Corporation entwickelte Themenfahrt Justice League: Battle for Metropolis verbindet große plastische Szenen mit 3D-Screens, auf denen man die allerlei Gerätschaften von Lex Luthor abwehren muss, bevor es ihm gelingt mit Hilfe des Jokers auch noch die gesamte Justice League festzunehmen. Ein herrlicher Spaß, wie man ihn von Sally gewohnt ist, und eine überraschend gut gemachte Themenfahrt, die in vielen Six Flags Freizeitparks zu finden ist.

The Dark Knight Coaster

Mit dem Dark Knight Coaster hat Six Flags bewiesen, wie gut sie eine Fahrt thematisieren können, wenn sie wollen. Die Indoor Wilde Maus bietet eine verblüffend schnelle Fahrt in absoluter Dunkelheit, wobei die Spitzkehren im oberen Teil der Fahrt durchgehend thematisiert wurden. Der wildere Teil auf den unteren Ebenen findet dann hauptsächlich im Dunkeln statt. Alles in allem eine tolle Attraktion!

Batman The Ride

Direkt nach dem großen Erfolg des B&M Inverted Coasters Batman: The Ride in Six Flags Great America fand der dunkle Ritter 1993 seinen Platz im Six Flags Great Adventure.

Nach dem Erklimmen des Lifthügels erwartet die Fahrgäste ein Pre-Drop, bevor der Zug schließlich in einer Steilkurve den ersten Drop hinabstürzt. Bei der Talfahrt erwarten die Fahrgäste hohe G-Kräfte, bevor es in den ersten Looping geht. In Windeseile geht es in die zweite Inversion, eine Zero-G-Roll. Dann wird ein weiterer Looping durchfahren. Der Blutdruck in den Füßen steigt schlagartig an, als es durch eine Steilkurve und einen geraden Streckenabschnitt geht. Gnadenlos geht es dann in Richtung Boden, wo der erste Korkenzieher auf den Fahrer wartet. Dieses Element ist der pure Wahnsinn, wenn man im hinteren Teil des Zuges fährt, denn die Beschleunigung ändert sich schlagartig. Nach einer kurzen Rechtskurve folgt der zweite Korkenzieher. Danach geht es in einer Linkskurve direkt in die Bremsstrecke.

Batman: The Ride ist immer noch einer der besten Inverted Coaster, die es gibt. Die Bahn bietet ein intensives Fahrlayout mit vielen positiven G-Kräften auf einer relativ kleinen Grundfläche. Abgesehen von der Thematisierung unterscheidet sich das Fahrerlebnis nicht zwischen den verschiedenen Anlagen, was ein gutes Zeichen ist.

Nitro

Seit der Veröffentlichung des Computerspiels Roller Coaster Tycoon 2 gehört Nitro zu den bekanntesten Hyper Coastern der Welt.

Nach einer Kurve beginnt sofort die Fahrt auf dem 70 m (230 ft) hohen Lifthügel. Oben angekommen geht es sofort in die Tiefe. Interessant ist, dass wir gleich auf dem ersten Hügel die Fahrtrichtung wechseln. Mit Schwung geht es durch ein weiteres Tal und über einen klassischen Camelback, bevor wir in bester Out-and-Back-Manier in einem Horseshoeturn die Richtung wechseln. Nach einem weiteren Airtimehügel folgt ein weiterer Hügel, auf dem wir links abbiegen. Mit viel Speed geht es dann in eine kraftvolle Helix, die immer enger wird und in einer Blockbremse endet. Danach geht es über eine Reihe sehr feiner Airtimehügel zur Schlussbremse.

Nitro ist ein sehr cooler Hypercoaster der alten Schule. Zwar erlebt man während der langen Fahrt nur Floater-Airtime, diese wird aber durch die vielen Hügel zu einem echten Erlebnis. Der Höhepunkt der Fahrt ist jedoch die intensive Helix vor der Blockbremse. Kurzum, eine wirklich tolle Achterbahn.

Jersey Devil Coaster

Vorbei am Intamin Rapids Ride Congo Rapids, der an meinem Besuchstag leider geschlossen war, geht es nun zur neuesten Achterbahn des Parks, dem Jersey Devil Coaster. Die Fahrt auf dem RMC Raptor Track beginnt sofort mit dem Lifthügel der Bahn. Nachdem wir die Starthöhe von 40 m in Windeseile erreicht haben, stürzen wir in einer sehr steilen Abfahrt direkt in die Tiefe. Nach einem schnellen Aufstieg geht es gleich wieder in einem Dive Loop nach unten. Mit brutaler Airtime geht es dann über einen riesigen Camelback und gleich darauf in einen Zero-G Stall. Ein steiler Aufstieg führt uns dann in einen sehr engen Turn. Nun geht es wieder ziemlich abrupt nach unten und sofort in eine Zero-G Roll. Ein weiterer Anstieg führt uns dann in eine Blockbremse. Ohne große Verzögerung geht es dann in die nächste Abfahrt, nach der uns ein weiterer Turn erwartet. Immer noch sehr schnell rasen wir nun über eine Reihe von Airtimehügeln ehe wir die Schlussbremse erreichen.

Das Layout des Single Rail Coasters Jersey Devil Coaster hat einen wirklich schönen Flow. Die Inversionen fahren sich alle sehr gut und auch die Airtime ist sehr schön. Mir zumindest hat die Fahrt richtig gut gefallen, auch wenn sie im Vergleich zu den anderen Raptor Track Coastern von RMC dann doch etwas zahm unterwegs ist.

Skull Mountain

Die Indoor-Achterbahn Skull Mountain ist jedem Spieler von Roller Coaster Tycoon vor allem wegen ihrer Fassade positiv in Erinnerung geblieben. Die Bahn selbst ist eine Familienachterbahn von Intamin, die sich in einer leider recht hellen Halle befindet.

Die Fahrt beginnt recht kurios mit einem zweigeteilten Lift und einer kurzen Panoramafahrt durch die erste Ebene. In der Haupthalle angekommen, geht es zunächst ein Stück weiter nach oben, bevor eine Steilkurve einen gleich wieder auf den Hallenboden befördert. Nach einer Steigung wechseln wir nun schnell die Richtung und bahnen uns in einer weiten Linkskurve unseren Weg. Nach einer kurzen Rechtskurve geht es gleich in eine längere Bayernkurve, die uns über Berg und Tal immer weiter nach unten führt. Nach einer Rechtskurve geht es in eine Helix. Schließlich erreichen wir nach einem kurzen Anstieg die Bremsstrecke und bald darauf die Station, wo unsere sehr schöne Fahrt leider zu Ende geht.

Harley Quinn Crazy Train und The Joker

Direkt gegenüber der soliden Familienachterbahn Harley Quinn Crazy Train – ein Zierer Tivoli Coaster, der hier im Park mehrere Runden hintereinander gedreht hat – steht der S&S Free Spin Coaster The Joker. Wie immer war der Fahrkomfort auf dieser Achterbahn recht gut und am Ende gab es sogar Überschläge en masse. Aus diesem Grund kann ich eine Fahrt mit dem Free Spin Coaster The Joker nur wärmstens empfehlen.

Houdini’s Great Escape

Während die Vekoma Mad Houses in europäischen Freizeitparks sehr häufig zu sehen sind, sind sie dem amerikanischen Publikum überhaupt nicht bekannt: Houdini’s Great Escape ist eine von nur zwei Anlagen in den Vereinigten Staaten. In der Geschichte nehmen wir an einer Séance teil, um Houdini aus dem Jenseits zurückzuholen. Tatsächlich erleben wir aber nur einen raffinierten Trick, bei dem die Bänke um jeweils 30° zur Seite schwingen, während sich der Raum um uns dreht. Eine tolle Attraktion!

Twister und Parachute Training Center: Edwards AFB Jump Tower

Direkt neben dem leider geschlossenen HUSS Top Spin Twister befindet sich eine der großen Attraktionen des Parks aus den 70er Jahren, die auf den langen Namen Parachute Training Center Edwards AFB Jump Tower hört. Der Intamin Parachute Tower bietet einen tollen Blick über den Park wobei die Fahrt recht schnell vonstatten geht. Der eigentliche Fall ist allerdings sehr gemächlich.

Superman – Ultimate Flight

Direkt neben dem Eingang thront der Superman Ultimate Flight. Da die Abfertigung an der Achterbahn hier etwas länger dauert, empfiehlt es sich, gleich nach Parköffnung zur Bahn zu kommen.

Die Fahrt auf Superman Ultimate Flight beginnt nach einer Rechtskurve sofort mit der Fahrt in den Lifthügel der Achterbahn. Auf einer Höhe von 32 m angekommen, geht es gleich in einer Rechtskurve in die Tiefe. Danach geht es einen Hügel hinauf, der das Hauptelement der Fahrt einleitet: den Pretzel Loop. Mit voller Wucht werden wir nun nach unten gezogen, wonach wir auf dem Rücken liegend durch ein Tal sausen. Wieder in luftiger Höhe geht es nun durch drei sehr gemächliche Kurven, die das Gefühl des Fliegens unterstreichen. Nach einer Helix folgt noch eine schöne Rolle. Danach erreichen wir die Bremsstrecke und kurz darauf die Station.

Die Fahrt mit Superman Ultimate Flight bietet für einen Flying Coaster eine sehr gemächliche Fahrt, wobei der Pretzel Loop gleich zu Beginn der Fahrt das Highlight darstellt. Ohne diesen wäre die Fahrt leider etwas langweilig.

Green Lantern

Auf dem Platz der Great American Scream Machine steht seit 2011 der Stand-Up Coaster Green Lantern. Die Bahn selbst ist allerdings schon deutlich älter und stand von 1997 bis 2009 im Six Flags Kentucky Kingdom, wo sie unter dem Namen Chang bekannt war.

Die Fahrt auf dem riesigen Stand-Up Coaster beginnt gleich mit dem Lifthügel, der uns auf eine Höhe von 47 m (154 ft) bringt. Nach einer Kurve in luftiger Höhe wartet der große Drop. Ganz klassisch für einen großen B&M Coaster erwartet uns nun ein sehr großer Looping und nach einer Rechtskurve geht es in den ebenso großen Dive Loop. Nach einer schwungvollen Auffahrt geht es durch eine hohe Linkskurve und gleich darauf in einen Inclined Loop. Anschließend geht es nach einem schnellen Richtungswechsel wieder bergauf in eine Mid Course Brake. Ohne Geschwindigkeitsanpassung geht es wieder bergab. Hier erwartet uns die Einfahrt in den ersten Korkenzieher der Strecke und nach einer wirren Rechts-Links-Kurve geht es gleich in den zweiten Korkenzieher. Eine weitere Rechts-Links-Kurve bringt uns dann in den finalen Bremsbereich der Achterbahn.

Green Lantern ist einer der modernsten Stand-Up Coaster, dementsprechend ist die Abfertigung relativ schnell. Die Fahrt ist durch die imposante Höhe und die gewaltigen Inversionen sehr spektakulär, aber durch den häufigen Bügelkontakt nicht ganz so angenehm.

Runaway Mine Train

Eine der ursprünglichen Attraktionen des Freizeitparks ist der Runaway Mine Train. Er ist in einem großen Fort untergebracht. Dort befindet sich auch eine Station der Skyways-Gondelbahn.

Die Fahrt mit der Achterbahn beginnt gleich mit einem ungewöhnlich hohen Lifthügel. Oben angekommen, bahnen wir uns jedoch zunächst einen Weg durch die Baumwipfel. Der Weg führt uns zuerst durch eine lange Helix und dann über mehrere Hügel. Nachdem wir eine Blockbremse passiert haben, stürzen wir erstmals richtig zu Boden. Nun führt uns der Weg in eine überraschend intensive Helix und über einen lupenreinen Airtimehügel. Mit Schwung sausen wir dann über den See am Fort vorbei, bevor wir eine Steigung nehmen und kurz darauf die Bremsstrecke der Achterbahn erreichen.

Der Runaway Mine Train hat für einen Old School Mine Train ein erstaunlich hohes Layout. Zwar ist der Anfang der Fahrt mit der längeren Helix und den leicht abfallenden und ansteigenden Geraden nicht ganz so aufregend, dafür wird es ab der Steilkurve nach der Bremse richtig rasant. Der Airtimehügel und die Kurve am See um das Fort prägen die insgesamt sehr gute Fahrt.

Medusa

Vorbei an der Wildwasserbahn Saw Mill Log Flume, die an meinem Besuchstag leider noch geschlossen war, geht es nun in den hinteren Teil des Parks, wo sich die Achterbahn Medusa befindet. Diese Achterbahn hat es in sich und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden.

Nachdem man den Lifthügel der Achterbahn erklommen hat, geht es sofort in die Tiefe. Mit viel Druck geht es durch das Tal und gleich darauf in den großen Looping der Achterbahn. Ein Anstieg nach links entpuppt sich als Dive Loop und zieht uns sofort in die Tiefe. Mit viel Schwung geht es dann durch eine Zero-G Roll und gleich danach in die Cobra Roll der Achterbahn. Ein Aufstieg führt uns dann in eine Blockbremse, in der wir aber nur kurz verschnaufen können. Sofort geht es in einer Steilkurve nach unten. Knapp über dem Boden geht es dann in eine intensive Helix. Nach einem Richtungswechsel geht es in die Interlocking Corkscrews, zwei ineinander verschränkte Inversionen. Eine kurze Linkskurve führt uns dann in die letzte Steigung der Fahrt, nach der wir die Bremsstrecke der Achterbahn erreichen.

Was für eine Fahrt! Der Floorless Coaster Medusa ist eine absolute Spaßmaschine mit einem atemberaubenden Layout und insgesamt sieben Überschlägen. Hier bin ich immer wieder gerne eingestiegen, was auch an der sehr effizienten Abfertigung an der Anlage gelegen hat.

Zumanjaro Drop of Doom

Leider war der Freifallturm Zumanjaro Drop of Doom, der an der Stützkonstruktion der Achterbahn Kingda Ka hängt, während meines Besuches außer Betrieb. Bei diesem Turm handelt es sich um den größten Freefall-Tower der Welt. Interessant ist, dass der Turm in der Anfangszeit der Attraktion nur betrieben werden durfte, wenn die Achterbahn nicht in Betrieb war. Das führte zu langen Warteschlangen bei beiden Attraktionen. Mittlerweile wurde diese Einschränkung jedoch aufgehoben und beide Anlagen können gleichzeitig betrieben werden.

Kingda Ka

Seit 2005 ist Kingda Ka die Hauptattraktion des Freizeitparks. Unübersehbar thront die 139 m (456 ft) hohe Abschuss-Achterbahn des Herstellers Intamin über dem Park und zieht so jeden in ihrer unmittelbaren Nähe in ihren Bann.

Gleich zu Beginn des Parks konnte ich hier mehrere Runden hintereinander fahren, ohne lange anstehen zu müssen. Schließlich beträgt die reine Fahrzeit auch hier nur wenige Sekunden, in denen man aber eine Höchstgeschwindigkeit von 206 km/h erreicht, bevor man den hohen Top Hat erklimmt. Dessen Scheitelpunkt überqueren wir dann eher gemächlich und mit Anspannung auf dem senkrechten Abhang direkt vor uns. Mit Schwung drehen wir uns auf dem Weg nach unten einmal um die eigene Achse. Zum Schluss rasen wir noch über einen 40 Meter hohen Hügel, auf dem die Bremsung der Achterbahn stattfindet.

Kingda Ka ist eine verdammt kurze, aber auch verdammt gute Achterbahn. Hier merkt man mit zunehmender Geschwindigkeit, welche Kräfte auf den Zug einwirken, bevor es dann den Top Hat hinauf geht. Da wird man ganz schön durchgeschüttelt. Auch die Talfahrt und der abschließende Geschwindigkeitsrausch sorgen für genügend Endorphine, so dass man überglücklich aus der Anlage steigt.

El Toro

Fünf Jahre nachdem Colossos im deutschen Heide-Park den Holzachterbahnbau revolutionierte, eröffnete 2006 die Achterbahn El Toro im Six Flags Great Adventure.

Auch hier beginnt die Fahrt nach einem rasanten Lifthügel mit einer hohen Wendekurve, bevor es in den steilen Drop geht. Über zwei aufeinander folgende Airtimehügel erleben wir dann feinste Airtime und einen Geschwindigkeitsrausch sondergleichen. Nach einer schwungvollen Wende geht es über einen weiteren Airtime-Hügel und gleich darauf über einen Speedbump. Mit ausgeprägter Geschwindigkeit zieht es uns nun in eine Linkskurve und gleich darauf auf einen weiteren Airtimehügel. Nun folgen im schnellen Wechsel drei Kurvenwechsel hintereinander. Mit Schwung geht es dann über eine Reihe von eher flachen Hügeln. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke der Achterbahn.

El Toro ist eine wirklich tolle Achterbahn mit einem wirklich guten Layout. Leider sind die Fahreigenschaften dieser Holzachterbahn im Vergleich zu den anderen Prefab Holzachterbahnen des Herstellers Intamin nicht mehr die besten. Trotz eines Retrackings in der Saisonpause fährt die Bahn recht unruhig. Dementsprechend gefällt mir Colossos viel besser als El Toro und das nicht nur, weil ich Colossos schon hunderte Male und El Toro erst einmal gefahren bin.

Bilder Six Flags Great Adventure

Fazit Six Flags Great Adventure

Der Besuch im Six Flags Great Adventure hinterließ bei mir eher gemischte Gefühle. Einerseits hat der Park eine Menge wirklich guter Achterbahnen zu bieten, andererseits hat der Park einfach keinen Charme. Die vorhandenen Gebäude sind alle in die Jahre gekommen, außerdem hat der Park wirklich extrem viele Freiflächen und jede Menge zubetonierte Flächen. Nichtsdestotrotz ist der Park sehr beliebt und war an meinem Besuchstag dementsprechend gut besucht. Am Ende konnte ich alle Attraktionen ausprobieren, bis auf die Wasserbahnen, die leider geschlossen waren. Ich denke, dass ich irgendwann in der Mitte der Saison wiederkommen muss, um den Park in seiner Gesamtheit zu erleben.


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Ein Ausflug nach Busch Gardens Williamsburg

Busch Gardens Williamsburg

Sesame Street Forest of Fun

Die Hauptattraktion des großen Kinderbereichs Sesame Street Forest of Fun ist die kleine Familienachterbahn Grover’s Alpine Express. Die von Zierer gebaute Bahn besteht aus zwei hintereinander angeordneten Helices und ist eine sehr gute Einstiegsachterbahn für alle zukünftigen Achterbahnfans.

Italy

Escape from Pompeii

Escape from Pompeii ist die mit Abstand am besten gestaltete Wasserbahn in einem Freizeitpark. Nachdem man mit dem Kettenlift in die Ausgrabungsstätte gebracht wurde, durchquert man zunächst einige schön gestaltete Räume, bevor es mit Feuereffekten so richtig heiß wird. Am Ende bleibt nur noch die Flucht ins kühle Nass. Gut durchfeuchtet, aber nicht zu nass, verlassen wir die Attraktion, die uns dank der eingesetzten Technik noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Apollo’s Chariot

Die Fahrt mit Apollos Chariot beginnt gleich mit dem Lift, der uns auf eine Höhe von 52 m bringt. Oben angekommen, fahren wir zunächst über einen kurzen Absatz, bevor wir uns in den Abgrund stürzen. Interessanterweise führt uns der First Drop gut 64 Meter in die Tiefe. Nach zwei klassischen Airtimehügeln biegen wir nach links ab und fahren sofort in eine lange, bodennahe Kurve, die in eine Helix übergeht. Mit Schwung stürzen wir uns wieder in die Tiefe und erreichen nach einer ansteigenden Rechtskurve eine Blockbremse. Nun geht es über vier Hügel zurück zur Station.

Apollo’s Chariot ist ein sehr guter Hyper Coaster der alten Schule. Die von B&M gebaute Achterbahn setzt vor allem auf Geschwindigkeit und Floater Airtime während der Fahrt. Dadurch wird man nicht so sehr aus dem Sitz gerissen, wie es bei neueren Achterbahnen dieser Art der Fall ist. Nichtsdestotrotz ist Apollo’s Chariot eine sehr gute Achterbahn, die man gerne mehrmals hintereinander fahren will.

Tempesto

In fast jedem Park der United Parks and Resorts Gruppe gibt es eine Premier Rides Sky Rocket II, so auch hier in Busch Gardens Williamsburg. Der Name Tempesto erinnert an eine Pasta-Variante, soll aber an einen italienischen Stuntman erinnern.

Der erste Start auf Tempesto ähnelt in weiten Teilen der Anfangsbeschleunigung einer modernen Schiffschaukel, nach dem Richtungswechsel geht es zugegebenermaßen deutlich kräftiger zur Sache und so erreichen wir fast den Scheitelpunkt des Non-Inverted Loopings. Mit ordentlich Schwung werden wir nun ein drittes Mal beschleunigt, woraufhin wir nach einer 180°-Drehung mühelos die oberste Ebene der Bahn erreichen. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es in die weithin sichtbare Inversion der Anlage, wo wir eine sehr ausgeprägte Hangtime erleben. Kurz darauf tauchen wir wieder in den Non-Inverted Loop ein. Ein erneutes Wiedersehen mit dem Scheitelpunkt des Elements leitet dann das Finale der Strecke ein, nach dem wir nach einer weiteren Durchfahrt der Station genau in dieser zum Stehen kommen und unsere wilde Fahrt endet.

Roman Rapids

Während der Stromschnellenfahrt auf Roman Rapids hat man einen guten Blick auf den Hyper Coaster Apollo’s Chariot. Bei meinem Besuch war der Intamin Rapids Ride leider geschlossen.

Trade Wind and Turkish Delight

Während dieser Teil des Parks von drei großen Achterbahnen dominiert wird, findet man hier auch den Musikexpress Trade Wind und die Teetassenfahrt Turkish Delight. Beide Fahrgeschäfte bieten eine tolle Fahrt.

Pantheon

Die neueste Achterbahn im Park ist der Multi-Launch Coaster Pantheon. Obwohl die Bahn bereits seit über einem Jahr fertiggestellt ist, wurde sie erst kurz vor meinem Besuch offiziell eröffnet.

Die Fahrt auf Pantheon beginnt zunächst mit einigen Kurven bis zum ersten Launchbereich. Mit Schwung geht es dann in die erste Rolle, die in eine Rechtskurve übergeht. Nach einigen Hügeln mit negativem Banking erreichen wir den zweiten Launchbereich. Hier beschleunigen wir zunächst ein wenig, rasen dann über einen Hügel und beschleunigen noch einmal leicht. Den anschließenden Top Hat schaffen wir jedoch nicht, weshalb wir nun die Richtung wechseln. Rückwärts geht es über den Hügel und einen Spike hinauf. Wieder vorwärts beschleunigen wir ein drittes Mal und schaffen den Top Hat diesmal ohne Probleme. Nach einer sehr steilen Abfahrt führt uns der Weg durch eine bodennahe Rechtskurve und anschließend in einen Outward Banked Airtimehill. Eine weitere bodennahe Rechtskurve führt uns dann in einen Stall, wo wir einige Sekunden über Kopf verbringen, bevor wir die letzten Kurven zurück zur Station nehmen.

Obwohl Pantheon die Achterbahn mit der schnellsten Multi-Launch-Sequenz ist, fährt sie durch die lineare Abfolge der Elemente eher gemächlich. Möglicherweise ist sie aber auch nur im uneingefahrenen Zustand am Morgen so. Leider war die Achterbahn am Nachmittag geschlossen, da ein Zug im Launchbereich ausgependelt war.

Battering Jam, Flying Machines and DaVInci’s Cradle

Auf dem Weg zum deutschen Themenbereich durchqueren wir einen wunderschönen italienischen Garten mit drei Fahrgeschäften. Neben den Orbiter Flying Machines kann man hier eine Fahrt auf der Schiffschaukel Battering Jam sowie auf dem fliegenden Teppich DaVinci’s Cradle wagen.

Oktoberfest

Im deutschen Oktoberfest-Themenbereich von Busch Gardens Williamsburg gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte mit „interessanten“ Namen, darunter die Achterbahn Verbolten (eine Mischung aus Verboten und dem englischen Wort Bolt), der Freifallturm Mäch Tower (eine Anspielung auf das Wort Mach, aber mit ä) oder der Autoscooter Der Autobahn.

Mäch Tower

Als Busch Gardens den Mäch Tower vorstellte, fragten sich alle, warum nach dem wahnsinnigen Erfolg von Falcon’s Fury in Busch Gardens Tampa ausgerechnet ein Freifallturm von Moser Rides in den Park kommt. Zumindest auf dem Papier bot der Turm einige Features, die die anderen nicht hatten. Letztendlich erinnern sich die Parkbesucher aber eher an die unbequemen Sitze als an die Fahrt selbst. Vorausgesetzt, die Fahrt geht nicht gleich nach dem Einsteigen kaputt, weshalb ich über die Fahrt im Mäch Tower zumindest nichts berichten kann.

Verbolten

Wo einst der böse Wolf zu Hause war, lädt heute Verbolten zu einer Fahrt durch den Schwarzwald ein. Die Warteschlange ist gespickt mit schlecht übersetzten Plakaten, Postern und anderen Souvenirs, die für die badische Region werben.

Die Fahrt über Verbolten beginnt mit zwei gemächlichen Kurven, bevor wir richtig Gas geben. In völliger Dunkelheit geht es nun eine Steilkurve hinunter. Vorbei an zahlreichen Schwarzlichteffekten biegen wir in eine enge Helix ein. Nach einer Blockbremse geht es wieder in einer Steilkurve bergab. Schließlich erreichen wir nach einem Anstieg den Drop Track der Bahn. Kaum in Position, geht es auch schon einige Meter in die Tiefe. Völlig baf fahren wir direkt in die zweite Abschussstrecke ein. Unsere Geschwindigkeit reicht gerade aus, um den Weg zu einer alten, baufälligen Brücke zu meistern. Es folgt die größte Schussfahrt der Tour. Mit Schwung geht es nun durch eine bodennahe Linkskurve. Nachdem wir die Richtung gewechselt haben, geht es wieder bergauf. Ein kurzer Hügel führt uns dann in die Schlusskurve und sofort in die Bremsen.

Leider ist die Fahrt auf Verbolten vor dem ersten Launch etwas holprig, danach aber im Großen und Ganzen sehr flüssig. Der Indoorteil der Fahrt ist erstaunlich lang und sehr intensiv und der freie Fall überrascht doch sehr. Nach dem zweiten Launch passiert leider nicht mehr viel. Nach der Brückensequenz kommt das größte Gefälle der Bahn, leider ist nach zwei weiteren Kurven auch schon Schluss. Alles in allem eine wirklich tolle Bahn.

Germany

Alpengeist

Etwas versteckt im deutschen Themenbereich befindet sich der Eingang zur Achterbahn Alpengeist. Dieser B&M Inverted Coaster ist wie ein Skilift gestaltet und bietet eine Fahrt wie auf einer schwarzen Piste.

Nach der Liftfahrt geht es in einer Rechtskurve steil nach unten. Es folgt ein großer Immelmann, der in einen ebenso großen Looping führt. Schließlich geht es in eine Cobra Roll, in der wir die Fahrtrichtung ändern. Nach einer kurvenreichen Auffahrt erreichen wir eine Blockbremse. Mit Schwung stürzen wir uns wieder dem Boden entgegen. Nun geht es durch eine Zero-G Roll und gleich danach in einen Korkenzieher. Nur knapp über dem Boden schwebend folgt eine Helix und gleich darauf die finale Linkskurve in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Alpengeist ist ein Inverted Coaster der Extraklasse. Die Bahn ist hoch, schnell und verdammt druckvoll. Zudem ist das Layout einfach genial. Leider ist die Anlage für die meisten Besucher wohl etwas zu anspruchsvoll, so dass wir hier eigentlich nie warten mussten.

Scotland

Loch Ness Monster

Das Loch Ness Monster ist die bekannteste Achterbahn in Busch Gardens Williamsburg, was vor allem an den beiden Interlocking Loops liegt, die sich im Tal zwischen den Hügeln rechts und links des Flusses befinden.

Die Fahrt auf dem klassischen Arrow Looping Coaster führt zunächst durch einige Kurven, bevor man den ersten Lift erreicht. Oben angekommen geht es nach einer Rechtskurve in den größten Drop der Fahrt, der einmal quer durch das Tal führt. Nach einer Kurve geht es in eine weitere Abfahrt, die in den ersten Looping mündet. Nach einem kurzen Anstieg und einer Rechtskurve erreichen wir eine Blockbremse. Danach fahren wir in ein künstliches Felsmassiv hinein, in dessen Inneren uns eine sehr lange Helix in völliger Dunkelheit erwartet. Mit ordentlich Speed geht es dann in den zweiten Lift.  Nach einer Rechtskurve folgt der Drop in den zweiten Looping. Schließlich erreichen wir nach einer Steigung die finale Bremsstrecke der Achterbahn.

Das Loch Ness Monster ist eine schöne klassische Loopingachterbahn mit tollen Stürzen, sehr intensiven Loopings und einer tollen Helix. Interessanterweise fährt sich die Bahn im hinteren Teil des Zuges deutlich besser als vorne, weshalb ich eine Fahrt derzeit nur im hinteren Teil des Zuges empfehlen kann.

Ireland

Der kleine irische Themenbereich beherbergt nicht nur einen sehr authentischen Pub, sondern auch die große S&S Schaukel Finnegan’s Flyer und die Show Celtic Fyre.

Während Finnegan’s Flyer seine Passagiere in einen Adrenalinrausch versetzt, begeistert Celtic Fyre mit großen irischen Tanznummern. Die Show, die ich gerne als „Bier – das Musical“ bezeichne, ist einfach perfekt. Die Musik ist großartig, die Sänger sind wirklich gut und die Stepptanznummern sind ein echter Hingucker. Unbedingt anschauen!

New France

Invadr

Invadr ist die kleine Holzachterbahn des Vergnügungsparks. Die Fahrt auf der Achterbahn von GCI beginnt mit einer Rechtskurve, die uns direkt in den Lift der Achterbahn bringt. Oben angekommen, geht es durch eine Linkskurve, in der wir ordentlich in die Seiten der Wagen gedrückt werden. Ein kurzer Hügel leitet dann in den großen Drop der Anlage über. Nach einer Rechtskurve geht es über zwei aufeinanderfolgende Airtime-Hügel. Die weitere Fahrt mischt dann zwischen den vielen Kurven immer wieder weitere Airtimehügel, bevor wir in einer Steilkurve das Finale der Fahrt einleiten. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke und unsere kurze, aber schöne Fahrt geht zu Ende.

Le Scoot

Während der rasanten Fahrt auf der Wildwasserbahn Le Scoot hat man einen guten Blick auf den Inverted Coaster Alpengeist. Leider war die Arrow Wildwasserbahn bei meinem Besuch geschlossen.

France

Griffon

Die wohl bekannteste Achterbahn in Busch Gardens Williamsburg ist Griffon. Dieser B&M Dive Coaster dominiert die Skyline des Freizeitparks. Dabei bietet die Fahrt außer den beiden Vertikalabfahrten und den Immelmann Inversionen eigentlich nichts Besonderes. Trotzdem ist die Fahrt in 62 m Höhe eine absolute Spaßmaschine. Die Abfahrten sind klasse und die beiden Überschläge in den extrem breiten Wagen machen einfach Spaß. Eine tolle Bahn, die ich immer wieder gerne fahre.

Bilder Busch Gardens Williamsburg

Fazit Busch Gardens Williamsburg

Busch Gardens Williamsburg ist ein wirklich schöner Vergnügungspark mit vielen wirklich guten Fahrgeschäften und einem wirklich starken Achterbahn Line-Up. Aber auch das Entertainment im Park ist wirklich stark, was man vor allem an der Show Celtic Fyre sieht. Alles in allem hatte ich eine wirklich tolle Zeit in Busch Gardens Williamsburg.


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Dollywood: Ein Trip in die Smoky Mountains

Dollywood

Timber Canyon

Der Themenbereich Timber Canyon beherbergt zwei der größten Achterbahnen des Freizeitparks sowie die kleine Kinderachterbahn Whistle Punk Chaser.

Thunderhead

Die größte Achterbahn im Themenbereich Timber Canyon ist die Holzachterbahn Thunderhead des Herstellers GCI aus dem Jahr 2004.

Die Fahrt auf Thunderhead beginnt mit einem kurzen Prelift-Abschnitt, bestehend aus einer Rechtskurve und einer kleinen Linkskurve. Kurz darauf geht es auch schon in den Lifthügel, der uns auf unsere Ausgangshöhe bringt. Mit bestem Blick auf den Themenbereich Wildwood Grove geht es dann in einer Steilkurve nach unten. Nun geht es ein Stück nach links und gleich wieder nach rechts. Mit Schwung durchqueren wir das nächste Tal und erklimmen gleich darauf einen weiteren Hügel. Hier biegen wir in eine Linkskurve ein. In einer weiten Rechtskurve geht es nun über mehrere Hügel und dann durch die Station. Anschließend geht es über Stock und Stein auf die andere Seite der Bahn, wo wir in eine geschwungene Helix einfahren. Nach zwei weiteren Kurven erreichen wir die Schlussbremse der Anlage.

Wie Troy im Toverland ist Thunderhead eine richtig gute Holzachterbahn. Besonders bei Regen ist die GCI-Achterbahn eine gnadenlose Spaßmaschine, deren Layout durch die eingeschränkte Sicht noch etwas wilder wirkt. Kurzum: eine tolle Achterbahn!

Drop Line

Aufgrund eines Zwischenfalls an einem ähnlichen Turm desselben Herstellers war der Freifallturm Drop Line während meines Besuchs leider geschlossen.

Mystery Mine

Die Achterbahn Mystery Mine ist eine der ersten Eurofighter Achterbahnen des Herstellers Gerstlauer. Die Bahn verfügt über eine sehr anspruchsvolle Kulisse und soll eine Fahrt durch ein verlassenes Bergwerk darstellen.

Die Fahrt auf Mystery Mine beginnt gleich mit einem kleinen Drop aus der Station. Anschließend fahren wir zum ersten Vertikallift. Interessanterweise geht es nicht gleich steil bergab, sondern über mehrere kleine Dips. Wo vorher ein großer Drop mit anschließendem Immelmann Turn auf uns wartete, geht es nun in eine Linkskurve. Es folgt ein ziemlich steiler Drop und die Steilkurve, die einen vorher in die Blockbremse befördert hat. Nach einer Bayernkurve bahnen wir uns unseren Weg zurück ins Gebäude, wo wir in den zweiten Vertikallift einfahren. Oben angekommen, entgehen wir nur knapp einer Explosion, indem wir uns in eine überhängende und in sich verdrehte Schussfahrt stürzen. Wieder am Tageslicht angekommen, geht es durch eine 1,5-fache Rolle und schließlich in den finalen halben Looping. Kurz darauf erreichen wir die Bremsen.

Mystery Mine bietet eine interessante Mischung aus Achterbahn und Themenfahrt. Alle Kurven sind extrem eng und nutzen die Möglichkeiten des Eurofighter-Wagens voll aus, leider zum Leidwesen der Fahrgäste, denn die Fahreigenschaften sind hier wirklich nicht die besten. Das rasante Finale der Fahrt entschädigt jedoch für alle Strapazen. Alles in allem also eine coole Achterbahn.

Wildwood Grove

Wildwood Grove ist ein sehr schöner Themenbereich. Hier gibt es neben dem großen Suspended Family Coaster Dragonflier, die Schiffschaukel Giant Tree Swing und den Flying Scooter Mad Mockingbird, bei dem man seinen Flug selbst steuern kann. 

Dragonflier

Als im dänischen Fårup Sommerland die Achterbahn Orkanen eröffnet wurde, war das Staunen groß. Das eigens für den Park entworfene Layout wurde auf einem See errichtet und taucht gleich nach dem First Drop in einen Tunnel ab, während der Rest der Strecke weitgehend ebenerdig über den See führt. Als dann Dollywood eine Bahn mit dem gleichen Layout baute, wurde auch hier nicht auf einen Tunnel verzichtet. Nach dem ersten Drop führt uns die Strecke sehr geschmeidig durch einen Overbanked Turn und über einen kleinen Speedbump in eine weite Helix. Sofort durchqueren wir das Stationsgebäude, um auf der anderen Seite in einer weiteren Helix zu landen. Eine kompakte Rechtskurve führt uns in eine kleine Senke. Nach einer weiteren Kurve fahren wir in das Stationsgebäude ein und unsere sehr kurzweilige Fahrt neigt sich leider dem Ende zu.

Wilderness Pass

FireChaser Express

Feuerwehrleute gelten in Amerika als Helden. Kein Wunder also, dass in den beiden großen Freizeitparks von Herschend Family Entertainment den Feuerwehrleuten eine Achterbahn und sogar ein ganzer Themenbereich gewidmet ist. In Dollywood ist es die Familienachterbahn FireChaser Express.

Die Fahrt mit dem FireChaser Express beginnt mit einem Abschuss aus der Station. Nach zwei schwungvollen Kurven erreicht man den Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen, führt uns die Strecke zunächst durch eine Rechtskurve und eine Senke. Nach einer Linkskurve geht es in einen größeren Drop, der dann in eine Steilkurve übergeht. Anschließend geht es mit etwas Tempo über zwei Hügel. Danach durchqueren wir eine weitere Senke und erklimmen eine Steigung.  Nachdem wir eine Blockbremse passiert haben, führt uns der Weg durch eine weitere Linkskurve, die wiederum ziemlich steil abfällt. Nun geht es über Stock und Stein auf die andere Seite der Anlage. Nach einer lustigen Kurvenfahrt erreichen wir über eine Weiche die nächste Blockbremse. Hier erleben wir eine kleine Show. Als das Feuerwerk gezündet wird, fliehen wir rückwärts aus dem Bereich, fahren dann über einen kurzen Hügel und durch eine Bayernkurve. Nach einem größeren Gefälle erreichen wir die finale Bremsstrecke. Kurz darauf fahren wir rückwärts in die Station ein.

Der FireChaser Express ist eine rundum perfekte Familienachterbahn. Durch die imposante Höhe und die tolle Lage im Park wird die Anlage noch einmal deutlich interessanter, zudem ist das Finale mit der Rückwärtsfahrt ein echtes Highlight.

Wild Eagle

Eine der beeindruckendsten Achterbahnen in Dollywood ist der B&M Wing Coaster Wild Eagle. Durch die Streckenführung auf einem Bergrücken wirkt die Anlage aus der Ferne noch imposanter. Doch bevor es losgeht, dürfen sich die Fahrgäste auf einen Dolly Parton Song in Dauerschleife und richtig schlechte Witze des zuständigen Personals freuen.

Nach einer Linkskurve erreichen wir den Lifthügel der Bahn. Oben angekommen geht es in eine für diesen Achterbahntyp ungewöhnlich gerade Abfahrt. Nach einer kräftigen Talfahrt geht es in einen riesigen Looping. Eine kurze Linkskurve führt uns dann in eine Zero-G-Roll. Mit Schwung geht es dann in den klassischen Immelmann und anschließend in einen langgezogenen Korkenzieher. Zuletzt geht es über einen Airtimehügel in das Doppelhelix-Finale der Fahrt, um kurz darauf in der Bremsstrecke der Achterbahn zum Stehen zu kommen.

Der Wing Coaster Wild Eagle besticht vor allem durch seine atemberaubende Lage. Das Layout hat einige tolle Elemente zu bieten, wirkt aber am Ende durch das Doppelhelix-Finale etwas zu lang. Alles in allem ist der Wild Eagle eine sehr solide Achterbahn.

Craftman’s Valley

Craftman’s Valley ist der schönste Teil von Dollywood. Wie im Schwesterpark Silver Dollar CIty zeigen hier zahlreiche Kunsthandwerker ihr Können. Neben vielen bereits gefertigten Waren kann man hier auch individuelle Produkte kaufen und bei der Herstellung zuschauen.

Tennessee Tornado

Der Tennessee Tornado ist die neueste Looping-Achterbahn von Arrow. Sie ist auch die einzige Looping-Achterbahn des Herstellers, die nach einer anderen Design-Philosophie entwickelt wurde – es gibt also keine Copy & Paste-Elemente wie bei den früheren Anlagen des Herstellers.

Nach einer Fahrt durch die Wartungshalle der Achterbahn erklimmen wir sogleich den Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen geht es zunächst in eine sehr enge Kurve, bevor wir uns in einen großen Tunnel in Richtung Boden stürzen. Wieder am Tageslicht angekommen, geht es gleich in einen überdimensionalen Looping, der leicht zur Seite geneigt verläuft. Nach einer Steilkurve geht es in den zweiten, eher klassischen Looping. Zum Schluss gibt es noch eine schnelle Richtungsänderung in einem Sidewinder. Unser Weg führt uns dann durch eine sehr schwungvolle Kurve, bevor wir den letzten Anstieg in Richtung Bremse nehmen. Dabei ist der Übergang sehr abrupt, was vor allem im vorderen Teil des Zuges eine wirklich tolle Airtime bietet.

Der Tennessee Tornado ist eine wirklich schöne Looping-Achterbahn mit ungewöhnlich unförmigen Loopings. Während die Airtime bei der Einfahrt in die Bremsstrecke im vorderen Zugteil extrem ausgeprägt ist, zieht der Drop im hinteren Zugteil deutlich mehr. Eine tolle Bahn!

Blazing Fury

Die Indoor-Achterbahn Blazing Fury basiert auf der Themenfahrt Fire in the Hole aus dem Schwesterpark Silver Dollar CIty. Vorbei an verschiedenen Szenen geht es in einem großen Oval immer weiter bergauf. Man beobachtet, wie die Bewohner versuchen, ihr Dorf zu löschen, bevor man über eine einstürzende Brücke fährt und die Fahrt somit einer Achterbahn ähnelt. Eine zweite Abfahrt folgt, als man einem entgegenkommenden Zug ausweichen muss. Unter dem Schrei „Fire in the Hole“ kracht man in ein Dynamitlager, das zum Glück gelöscht werden kann. Kurz darauf wird der Zug abgebremst und die schöne Themenfahrt neigt sich ihrem Ende zu.

Daredevil Falls

Die Wildwasserbahn Daredevil Falls ist eine schön geslatete Super Flume des Herstellers O.D. Hopkins. Die Bahn verfügt über eine einzige Schussfahrt, die durch zusätzliche Wasserfontänen gekonnt in Szene gesetzt wird. Wirklich nass wird man bei der Fahrt aber nicht.

Owens Farm

Owens Farm ist die Heimat der großen Barnstormer Schaukel. Der Screamin‘ Swing des Herstellers S&S ist eines der schönsten Fahrgeschäfte des Parks und bietet eine Fahrt der Extraklasse.

The Village and Country Fair

Die Themenbereiche The Village und Country Fair liegen dicht beieinander. In diesen Bereichen befinden sich die meisten Familienattraktionen des Freizeitparks, darunter der Wellenflieger Waltzing Swinger, die Teetassenbahn Lemon Twist oder der Aviator Sky Rider, bei dem man den Flug seines Autos selbst steuern kann. Die Hauptattraktion in diesem Bereich ist der Film Heartsong, der im Heartsong Theater gezeigt wird und einen Flug über die Smoky Mountains und mehrere Szenen mit der jungen Dolly Parton zeigt. Grundsätzlich hat sich Dolly in all den Jahren nicht verändert, wohl aber die Filmtechnik, weshalb der Film trotz der vielen Spezialeffekte heute etwas altbacken wirkt. Die tolle Flugszene am Anfang des Films würde in einem Flying Theatre richtig gut zur Geltung kommen – eine Attraktion, die es hier in Dollywood leider noch nicht gibt. Jedenfalls sollte man sich einen Besuch im Heartsong Theater nicht entgehen lassen.

Dollywood Express

Der Dollywood Express nimmt uns mit auf eine längere Rundfahrt über den Vergnügungspark. Leider wird der Zug hier nicht – in einer großen Showszene – überfallen, wie es im Schwesterpark Silver Dollar City täglich passiert. Die Aussicht auf den Park und die Smoky Mountains ist die Fahrt aber auf jeden Fall wert.

Rivertown Junction

Der Themenbereich Rivertown Junction ist die Heimat der Stormschnellenfahrt Smoky Mountain River Rampage. Hier geht es durch einen schön angelegten Kanal mit allerlei Schikanen. Zum Glück war die Bahn an meinem Besuchstag nicht allzu nass, denn das Wasser war hier recht kalt.

Jukebox Junction

Der Themenbereich Jukebox Junction entführt in die 50er Jahre. Neben der Hauptattraktion Lightning Rod kann man hier auch eine Fahrt auf der sehr schön gestalteten Oldtimerfahrt Rockin‘ Roadway unternehmen.

Lightning Rod

Wie in Silver Dollar City steht auch in Dollywood eines der Meisterwerke des Herstellers RMC. Als erste Holzachterbahn mit Launch befördert Lightning Rod seine Fahrgäste zunächst den Berg hinauf und dann über zahlreiche wilde Elemente wieder hinunter.

Noch bevor ich meine erste Fahrt auf Lightning Rod wagen konnte, stand die Anlage minutenlang still. Da ich es vorgezogen hatte, hier zu warten, kam ich mit einem anderen Achterbahnfan ins Gespräch, mit dem ich mich schnell anfreundete. Als großer Fan der Känguru-Chroniken habe ich mich dann sehr gefreut, einen Kleinkünstler kennenzulernen, der unter dem Namen Showtime Steve auf den Bühnen unterwegs ist. So gesehen bin ich also das Känguru. Seine Nummer, bei der er zwei Leitern auf seinem Kinn balanciert, ist übrigens ziemlich abgefahren.

Nach einer Kurve geht es gleich in den Launchbereich der Bahn, der uns ziemlich schnell den Berg hinaufbringt. Die anschließende Kuppe überqueren wir jedoch eher gemächlich. Nach einem weiteren Hügel geht es dann gnadenlos dem Boden entgegen. Anschließend schießen wir einen Hügel hinauf, bei dem wir 90° zur Seite geneigt feinste Airtime erleben. Dem Gelände folgend geht es dann in eine weite Rechtskurve, an deren Scheitelpunkt wir uns kurz in die entgegengesetzte Richtung drehen. Wieder im Tal geht es über mehrere Hügel den Berg hinauf. Nun folgt der vom Park aus sichtbare Quadruple Down, wo wir über vier Airtimehügel unseren Weg ins Tal finden und dabei gnadenlos aus dem Sitz gehoben werden. Zu guter Letzt erklimmen wir noch eine Steilkurve. Nach einer weiteren Abfahrt gelangen wir schließlich in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Die Lightning Rod ist eine Weltklasse-Bahn. Der Launch den Berg hinauf ist ziemlich abgefahren. Auch der Rest des Layouts ist sehr cool und perfekt an die Topographie angepasst. Der Quadruple-Down gegen Ende der Strecke ist echt krass. Leider endet die Schlusskurve mit einem zu hohen Drop.

Bilder Dollywood

Fazit Dollywood

Wie Silver Dollar City ist auch Dollywood ein Vergnügungspark, der seinesgleichen sucht. Was Dolly Parton zusammen mit Herschend Family Entertainment seit 1986 auf die Beine gestellt hat, ist beeindruckend. Der Park hat seinen ganz eigenen Charme, was nicht nur an der Lage in den Smoky Mountains, dem tollen Ambiente und den bemerkenswerten Attraktionen liegt, sondern vor allem an den Menschen, die hier arbeiten. Man fühlt sich einfach wohl. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, wieder in die Smoky Mountains zu fahren.


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