VerƤnderungen in Belantis
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich den Leipziger Freizeitpark Belantis mit seinem sommerlandƤhnlichen Charakter und seinem beinahe schon zu freundlichen Personal mag. Neben seinem guten Portfolio an FahrgeschƤften sind es gerade die kleinen Attraktionen am Wegesrand, die der Park scheinbar in Perfektion beherrscht, welche ein gelungenes Ambiente erzeugen und in Verbindung mit dem recht angenehmen Publikum des Parks die Verweildauer innerhalb des Parks positiv prƤgen. Klar ist an dem Planpark aus dem Jahr 2003 nicht alles perfekt, so fehlt es beispielsweise immer noch an einem Rundlauf ohne Sackgasse und an den einen oder anderen Baum, aber es ist zumindest nichts, was man in den kommenden Jahren nicht verbessern kƶnnte. Immerhin hat man in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass man doch ein wenig investitionsfreudiger sein kann als in den Jahren zuvor. Hierdurch hat der Bereich um die GroĆachterbahn Huracan ein wenig sein Inseldasein verloren, obgleich der kleine 23m lange Kiddy Racer des Herstellers Gerstlauer nur als Einstiegsachterbahn für die ganz Kleinen dient, was zugegebenermaĆen sehr niedlich ist beim Zugucken. Für grƶĆere Kinder eignet sich die diesjƤhrige Neuheit, die Achterbahn Cobra des Amun Ra im Ƥgyptischen Themenbereich des Parks, dann schon eher.
Cobra des Amun Ra
Hierbei handelt es sich um eine baugleiche Anlage der Achterbahn Dragon Fly aus dem niederlƤndischen Freizeitpark Duinrell, welche jedoch wunderbar in Szene gesetzt wurde. Die Station und ein GroĆteil der Warteschlange befinden sich dabei im Inneren einer Tempelanlage, welche einen durch die wirren GƤnge im Inneren schon ein wenig das Gefühl der rƤumlichen Lage beraubt. Der Lichteffekt der einstürzenden SƤulen und WƤnde gegen Ende der Warteschlange ist brillant, die türkische Weihnachtsbeleuchtung zuvor aber kaum. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das schnell wechselnde Lichtspiel bislang keine Opfer zu Tage trug, denn ohne eine Warnung auf die Mƶglichkeit eines epileptischen Anfalls sollte die Warteschlange eigentlich nicht freigegeben werden, zumal viele Probleme gerade bei jüngeren Kindern oftmals noch nicht bekannt sind. Unvorteilhaft ist leider auch die Lage der Station, da diese mit dem vorderen Zugteil beginnt, wodurch eher selten Personen nach hinten vorrücken.
Nachdem der Zug beladen und abgefertigt wurde setzt sich der Wagenverbund in Bewegung und verlƤsst das StationsgebƤude in einer Linkskurve. Nach einer kleinen Rechtskurve folgt der Lifthügel der Anlage den man auch relativ zügig erklimmt. Nach einer kurzen Geraden verlƤsst man diesen in einer stark abfallenden Linkskurve, woraufhin sich eine aufgestƤnderte Wende anschlieĆt. Direkt darauf wagt man sich sogleich in ein bayernkurvenƤhnliches Streckengebilde mit recht hohen Hügeln und tiefen TƤlern. Voller Schwung vollzieht man nun mehrere kurze Richtungswechsel und unterquert kurzzeitig den Lifthügel nur um kurz darauf eine abwƤrtsführende Linkshelix zu durchfahren. Alsbald sind die Bremsen erreicht und in einer kurzen Linkskurve erfolgt der Rückweg in die Station, die man durch eine Nebelwand erreicht.
Die Cobra des Amun Ra ist eine astreine Familienachterbahn mit einem tollen dynamischen Verlauf und somit angenehmen Wechselspiel der Beschleunigungen. Im Gegensatz zur grƶĆeren Achterbahn desselben Typs TNT ā Tren de la Mina aus dem spanischen Vergnügungspark Parque de Atracciones de Madrid, welche stark an den Youngster Coastern und somit dem Konkurrenzprodukt der Firma Mack angelehnt ist, verliert sich die Anlage kaum in den Richtungswechseln gegen Ende der Fahrt, wodurch hier die bessere Fahrt geboten wird. Einzig die geringere KapazitƤt verhindert mehrere Wiederholungsfahrten.
Bilder Belantis
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