Heimat des DrageKongen

Seit meinem ersten Besuch im Djurs Sommerland wollte ich immer wieder zurückkommen. Jahr für Jahr überraschte der Park mit neuen Attraktionen, wie z. B. der Neugestaltung des Kinderbereichs mit der Familienachterbahn Vilde Hønsejagt oder dem neuen Themenbereich Wild Asia mit Europas schnellstem und längstem Family Suspended Coaster DrageKongen und dem gewaltigen Gyro Swing Tigeren.

Bondegårdsland

Der Kinderbereich Bondegårdsland beherbergt eine große Auswahl an hochwertigen Familienfahrgeschäften, die meisten davon von Zamperla und Zierer. Der ganze Bereich hat ein sehr lustiges Bauernhof-Thema, das perfekt zu jedem Fahrgeschäft abgestimmt wurde. Vilde Hønsejagt zum Beispiel hat einen beeindruckenden Frontwagen mit einem hungrigen Fuchs und einer sehr ängstlichen Henne. Die Bahn selbst ist eine Force Two Achterbahn von Zierer und bietet eine sehr sanfte und spaßige Fahrt für die ganze Familie.

Wild Asia

Der Themenbereich Wild Asia ist die Umgestaltung des alten Bereichs um die Wildwasserbahn Colorado River und den HUSS Topple Tower Ørnen. Während die Wildwasserbahn ein neues Thema und mit Long Cun Expedition einen passenden neuen Namen bekam, musste die seltene HUSS-Anlage den Park leider nach nur 13 Jahren verlassen. Sie wurde durch Tigeren ersetzt, eine sehr wilde Schaukelfahrt von Intamin. Durch die offene Sitzposition, den rasanten Beschleunigungsvorgang und die insgesamt sehr kraftvolle Fahrt ist die Anlage viel aufregender als die meisten anderen Swing Rides auf dem Markt.

Jungle Rally

Direkt neben der Long Cun Expedition steht die neueste Achterbahn des Parks: Jungle Rally. Die kleine Force Zero-Familienachterbahn von Zierer bietet mit ihrem klassischen Tivoli-Layout jede Menge Spaß für die Fahrgäste.

DrageKongen

Der mächtige Drachenkönig ist ein groß angelegter Family Suspended Coaster von Intamin. Er dominiert den Themenbereich Wild Asia und bietet ein beeindruckendes Layout mit einer Menge bodennaher Kurven und Manöver.  

Die Fahrt beginnt mit einem sanften, reifengetriebenen Abschuss aus dem Bahnhof. Nach einem kurzen Indoor-Abschnitt mit zwei kleinen Hügeln und einer Helix erreichen wir den Lifthügel der Bahn. Auf einer Höhe von 30 m geht es nun in einer steilen Linkskurve in einen nebelgefüllten Tunnel hinunter. Eine große, überhöhte Kurve und eine bodennahe Helix vervollständigen den rasanten Einstieg in die rasante Fahrt. Nach einem geraden Camelback geht es nun in einer bodennahen Kurvenkombination auf die Rückseite des Bahnhofsgebäudes zu. Hier machen wir einen kleinen Dip, ehe wir das Gebäude überqueren und dabei zwei sehr beeindruckende Close-Call-Momente erleben. Wieder in Bodennähe geht es über Stock und Stein, bevor wir eine Linkskurve nehmen, die in eine sich verjüngende Helix führt. Kurz darauf geht es in die Bremse.

DrageKongen ist eine lustige Achterbahn. Nach dem sanften, aber lustigen Start der Fahrt überrascht der Drachenkönig mit seinem rasanten Layout. Insgesamt ist DrageKongen eine harmonische und zugleich aufregende Fahrt für die ganze Familie.     

Diverses

Zu meiner Überraschung musste auch das Tarzanland neben der inzwischen abgerissenen Dschungel-Safari Platz für das neue Dinosaurland machen, das im Jahr 2022 eröffnet wird. Ich hoffe nur, dass ein ähnlich großer Spielplatz bald seinen Weg in den Park findet.

Auch die beiden Fahrgeschäfte Søulken und Drageskibet sind eine großartige Ergänzung für das Portfolio des Parks. Während Søulken ein modernes Polyp-Fahrgeschäft von Gerstlauer ist, ist Drageskibet die Rückkehr der klassischen Piratenschiffschaukel von HUSS. Es ist schön zu sehen, dass Djurs Sommerland in solche klassischen Familienfahrgeschäfte investiert!

Bilder Djurs Sommerland

Fazit Bondegårdsland und Wild Asia 

Der Besuch im Djurs Sommerland hat mir wieder einmal viel Spaß gemacht. Die beiden Themenbereiche Bondegårdsland und Wild Asia haben mich einfach umgehauen und ich kann es kaum erwarten, bis das Dinosaurland eröffnet wird. Ich hoffe nur, dass ich den Park beim nächsten Mal etwas früher besuchen kann.  

Unterwegs mit dem Loopinggrufti

Vorwort

Eines Tages erreichte mich eine E-Mail von Michael Singer – in der Freizeitparkszene vielen besser bekannt als Loopinggrufti – mit Bezug auf das Überschlagskarussell Vertigo, welches hier im Freizeitpark Tivoli Gardens seine Runden dreht. Da er vor einigen Jahren bereits vor der Anlage stand, war es ihm ein großes Anliegen nun endlich mal in die Anlage zu steigen. Wir unterhielten uns und nach einiger Zeit kam es wie es kommen musste und wir fuhren gemeinsam nach Kopenhagen.

Gebucht haben wir das Tivoli All-Inclusive Package des Tivoli Hotels. Auch wenn der Name es andeutet, das Hotel befindet sich nicht am Park, sondern einige Straßen vom Park entfernt. Angereist sind wir mit dem Flixbus ab Hamburg, was (sofern die Route über die Fährverbindung Puttgarten – Rødby geht) eine durchaus kostengünstige und angenehme Verbindung ist. Zurück ging es jedoch über die Storebælt Brücke, wodurch die Fahrt eher einer Tortur ohne Pause glich. Kaum im Hotel angekommen ging es sogleich in den Freizeitpark.

Tivoli Gardens

Ruckzuck wurde das Objekt der Begierde angesteuert. Kurze Zeit später zeigte sich Michael restlos begeistert. Zwar verzichtet der Tivoli mittlerweile bei seinem verrückten Propeller auf das Rückwärtsfahrprogramm, dennoch wusste das Fahrgeschäft weiterhin durch seine vielfältige Fahrt zu überzeugen. Über den Lauf des Tages folgten dementsprechend noch weitere Runden. Am Ende des Tages schlichen wir uns sogar noch in die Warteschlange, was jedoch auffiel. Kurz darauf wurde diese aber noch einmal geöffnet, wodurch wir uns auch ganz legal dazustellen konnten.

Kamelen

Direkt nebenan wurde in diesem Jahr die Achterbahn Kamelen auf dem Platz der Achterbahn Karavanen errichtet. Somit ist Kamelen bereits die zweite Iteration der Achterbahn Mariehønen hier im Park, welche im Jahr 1974 diese Achterbahngattung aus dem Hauses Zierer maßgeblich prägte. Zwar heißt das Modell heutzutage nicht mehr Tivoli Coaster, doch das Layout hat den Test der Zeit mit Bravour bestanden.

Fata Morgana

Etwas was man vom HUSS Condor eventuell nicht hätte sagen können, denn mit der Zeit sind viele Fahrgeschäfte dieses Hochfahrgeschäftsklassikers aus den 80er Jahren von der Bildfläche verschwunden. Doch plötzlich tauchte 2014 ein neues Modell in einem chinesischen Freizeitpark auf. Einige Jahre später entschied sich auch der Tivoli mit Fata Morgana nachzuziehen. Somit ist das Fahrgeschäft das erste seiner Art in Europa. Neben dem klassischen Gondeldesign verfügt das Modell auch über zwei starre Gondelringe – ganz ähnlich dem Intamin Spinning Star des Cosmo’s World Theme Park in Kuala Lumpur – mit nach außen gerichteter Fahrweise. Diese Gondeln wurden dann in diesem Jahr noch mit einer neuen Hubtechnik bestückt, wodurch eine zusätzliche Wippbewegung innitiert wird.

Die Fahrt ist dadurch schlichtweg grandios. Die Aussicht auf die Stadt Kopenhagen ist genial und durch das Wippen der Gondel ist auch das Fahrerlebnis eine gelungene Mischung aus Thrill und Entspannung. Jedoch bezieht sich das Lob nur auf diese Variante der Fahrt, denn die andere Fahrvariante hinkt dem Original ziemlich hinterher. Man fährt eher ruckhaft und knallt dauerhaft in den oberen und unteren Anschlag der nun mechanisch (statt hydraulisch) kontrollierten Schwungbahn. Das ist schade, denn ansonsten wäre so ein HUSS Condor der zweiten Generation mit den gemischten Gondeln definitiv eine Empfehlung an viele andere Freizeitparks, so aber bleibt nur der Rat zu der eher „thrilllastigen“ Gondelart.

Tik Tak

Ob man das ganze auch zum Mondial Shake Tik Tak sagen kann? Dieses Fahrgeschäft ersetzte in diesem Jahr den alten, aber überaus schicken, HUSS Break Dance Snurretoppen. Während sich das alte Fahrgeschäft recht offen präsentierte erhielt der Shake ein Dach, welches durch ein riesigen Uhrwerk ein wirklich schicker Hingucker ist. Die Gondeln sind wiederum recht ausführlich gestaltet und sind kleine Zeitmaschinen. Die Fahrt selbst ist rasant, wenn auch sehr überschlagsarm.

VR auf Dæmonen

Eine weitere Neuheit für mich war der VR-Film auf der B&M Achterbahn Dæmonen. Der gezeigte Film ist eine exclusiv fürs Tivoli angefertigt und zeigt auf eine sehr künstlerische Art und Weise den Kampf eines chinesischen Drachens mit einem Dämonen. Das ganze gipfelt in einem Feuerwerk, woraufhin man sich auf einem chinesischen Neujahrsfest befindet. Leider ist Dæmonen eine sehr intensive Achterbahn, wodurch das Headset durch den Hebel recht stark auf den Kopf drückt. Ansonsten ist Dæmonen in der VR-Variante definitiv eine Erfahrung wert, zumal die Grafik des Films hochwertig ist und nicht einem 20 Jahre alten Computerspiel gleicht. Das hat man echt gut gemacht, dementsprechend ist das Erlebnis definitiv eine Empfehlung, auch wenn es unbequem sein kann.

Bilder Tivoli Gardens

Schlusswort

Generell ist der Besuch im Tivoli immer eine Empfehlung. Am 06.12.2019 öffnet im Übrigen die neue Achterbahn Mælkevejen. Diese ersetzt die Achterbahn Odinexpressen, welche 33 Jahre lang die Besuch im Tivoli Gardens unterhielt. Zu unserem Besuch war jedoch noch nichts zu sehen, die Bilder auf der Rcdb versprechen jedoch eine genauso lustige Fahrt, wie es der alte Powered Coaster zuvor tat.

 

Was ist eure Meinung zum Technical Park Flying Fury Vertigo und dem VR-Film auf der Achterbahn Daemonen?  Schreibt sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besucht unsere Social-Media-Kanäle:

 

          


Ein kurzer Besuch in Bakken

Ein kurzer Besuch in Bakken

Am Tag nach unserem Besuch im Freizeitpark Tivoli Gardens machten wir uns auf den Weg nach Klampenborg, um den ältesten Vergnügungspark der Welt zu besuchen: Bakken. Es war nur ein kurzer Besuch, denn Michael hatte nur ein paar Fahrgeschäfte auf seiner Wunschliste und war nicht besonders scharf auf einen Besuch in diesem Park – immerhin hätte er ja den Vormittag mit seiner neuen Liebe Vertigo im Zentrum von Kopenhagen verbringen können. Dennoch haben wir uns beide ein Turband für unbegrenzte Fahrten gekauft.

Tornado

Da der Andrang überschaubar war, konnten wir alles ohne Anstehen erledigen, so dass ich viele Wiederholungsfahrten auf einigen meiner Lieblingsattraktionen machen konnte, sowie einigen Attraktionen eine zweite Chance geben konnte. Obwohl ich geschworen habe, nie wieder die Achterbahn Tornado zu fahren, habe ich mich schließlich in die Warteschlange eingereiht, um Michael einen Gefallen zu tun. Am Ende haben wir uns zum Glück nicht so viel gedreht, so dass der wahnsinnig wilde Ritt noch zu bewältigen war. Grundsätzlich war die Fahrt durchaus in Ordnung, auch wenn ich die Anlage mit all ihren Steilkurven immer noch etwas zu grenzwertig finde. Aber wenn man darauf vorbereitet ist oder wenn man Nicolas Mayer (caruso bei onride.de) ist und solche Sachen eh mag, dann ist die Fahrt echt gut.

Bilder Bakken

Schlusswort

Nach ein paar Fahrten auf den anderen Achterbahnen des Parks, insbesondere auf der altehrwürdigen Rutschebanen – die zum Besuch hervorragend lief -, und einem Besuch im großartigen Fun House Hurlumhej machten wir uns auf den Weg in eine nahe gelegene Bar. Da die Preise in Bakken insgesamt etwas niedriger sind als in Kopenhagen, kann man in Bakken das eine oder andere Tuborg Classic zu einem vernünftigen Preis erwerben. Auch wenn man etwas essen möchte, ist Bakken der richtige Ort dafür. Ehe wir uns auf dem Rückweg begaben, aßen wir noch ausgiebig in einem der zahlreichen Restaurants. Gut gestärkt ging es dann zurück zum Kopenhagener Hauptbahnhof, in dessen Nähe unser Bus zurück nach Hamburg starten sollte. Es war ein sehr schönes Wochenende, auch wenn ich dringend davon abrate, den Bus zu benutzen, wenn er nicht über die Fährverbindung nach Hamburg fährt. Ihr könnt es euch kaum ausmalen, wie sehr sich die Fahrt über die Landverbindung in die Länge zieht.

 

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