Indiana Beach



Freizeitpark:Indiana Beach (seit 1952)
Ideal Beach (1926 - 1951)
Adresse:5224 E. Indiana Beach Rd.
47960 Monticello
https://indianabeach.com
Betrieb:IB Parks & Entertainment


Indiana Beach in Monticello, Indiana, gehört zu den klassischen Freizeitparks des amerikanischen Mittleren Westens und blickt auf eine fast 100-jährige Geschichte zurück. Seine Anfänge reichen bis ins Jahr 1926, als die Familie Spackman am Ufer des Lake Shafer das kleine Strandbad Ideal Beach eröffnete. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich daraus ein vollwertiger Freizeitpark, der bis 2008 in Familienbesitz blieb. Nach mehreren Besitzerwechseln und der angekündigten Schließung im Jahr 2020 übernahm schließlich Gene Staples den Park und sicherte damit dessen Fortbestand.

Einen großen Teil seines Reizes verdankt Indiana Beach seiner ungewöhnlichen Lage direkt am Lake Shafer. Auf dem vergleichsweise kompakten Gelände stehen Achterbahnen und klassische Fahrgeschäfte dicht an dicht, einige Attraktionen führen sogar unmittelbar am oder über das Wasser entlang. Besonders prägend sind die beiden Holzachterbahnen Hoosier Hurricane und Cornball Express. Hinzu kommen weitere Achterbahnen, zahlreiche klassische Fahrgeschäfte und ein eigener Wasserpark.

Mit seinen dicht gedrängten Fahrgeschäften und dem Lake Shafer als ständiger Kulisse macht es einfach Spaß, Indiana Beach zu erkunden. Wie viele Freizeitparks mit einer fast 100-jährigen Geschichte besitzt auch dieser Park einen ganz besonderen Charme, der über Generationen gewachsen ist und bis heute an vielen Stellen zu spüren ist.

 
Berichte

Es gibt mehr als nur Mais in Indiana


 
 
 

Highlights des Freizeitparks

 




 

All American Triple Loop

Die deutsche Kultachterbahn

 


 

Cornball Express

Amerikas feinster CCI

 


 

Hoosier Hurricane

Die Holzachterbahn mit Aussicht

 


 

Lost Coaster of Superstition Mountain

Die verrückt banale Holzachterbahn

 


 

Steel Hawg

Der erste El Loco

 


 

Tig’rr Coaster

Der Jet Star

 


Achterbahnen, Go-Karts und Wasserrutschen

Mt. Olympus Water & Theme Park

Mit Mt. Olympus wartet in Wisconsin Dells ein Freizeitpark, wie man ihn wohl nur selten findet. Seine Ursprünge liegen in einer kleinen Go-Kart-Anlage, aus der über die Jahre Big Chief Karts & Coasters und schließlich der heutige Mt. Olympus Water & Theme Park entstand. Noch heute spielen die zahlreichen, teilweise aufwendig aufgeständerten Go-Kart-Strecken eine mindestens ebenso große Rolle wie die Achterbahnen.

RollerCoaster-Tycoon-Spielern dürfte das Konzept dabei erstaunlich bekannt vorkommen. Nicht ohne Grund wird immer wieder vermutet, dass das Szenario Karts & Coasters vom damaligen Big Chief Karts & Coasters inspiriert wurde. Ob das tatsächlich so war, sei einmal dahingestellt – beim Rundgang durch den Park fühlt man sich mit all den Go-Kart-Strecken und Holzachterbahnen jedenfalls schnell an den Klassiker erinnert.

Mittlerweile ist Mt. Olympus allerdings weit mehr als nur Karts und Coasters. Zum Resort gehören auch ein großer Outdoor Water Park und ein Indoor Water Park, sodass es hier entsprechend viel zu entdecken gibt. Meinen Rundgang begann ich zunächst zwischen Holzachterbahnen und Go-Kart-Strecken im Outdoor Theme Park, bevor es anschließend ins Wasser ging.

Outdoor Theme Park

Zeus

Den Anfang meines Rundgangs durch den Outdoor Theme Park machte Zeus. Die Holzachterbahn von CCI startet bereits vor dem eigentlichen Lifthill mit einer schön gekurvten Abfahrt und einem kleinen Hügel, bevor es hinauf zum höchsten Punkt der Strecke geht.

Danach folgt ein klassisches Out-and-Back-Layout, das jedoch mit einigen Besonderheiten aufwartet. Selbst die große Wendekurve ist mit mehreren Tälern gespickt und sorgt so für deutlich mehr Dynamik, als man zunächst erwarten würde. Vor allem aber liefert Zeus jede Menge Airtime, die ganz CCI-typisch teilweise ziemlich brachial ausfällt.

Dazu fuhr sich die Achterbahn bei meinem Besuch erstaunlich gut. Zeus ist eine echte Airtime-Maschine und hat mir mit ihrem abwechslungsreichen Out-and-Back-Layout richtig viel Spaß gemacht.

Hades 360

Auch Hades 360 startet weit oben am Hang, lässt sich vor dem eigentlichen Lifthill aber zunächst einmal deutlich mehr Zeit. Direkt aus der Station geht es über einen größeren Drop nach unten, gefolgt von einer gekurvten Auffahrt, einem Double Down und einem Richtungswechsel. Schon hier fährt sich die Bahn leider merklich rauer als Zeus – kein besonders gutes Omen für das, was noch folgen sollte.

Nach dem Lifthill erreicht Hades 360 eine Höhe von rund 40 Metern. Viel Zeit zum Genießen der Aussicht bleibt allerdings nicht, denn schon kurz darauf stürzt man sich über die große Schussfahrt hinunter in den Tunnel. Mit ohrenbetäubendem Lärm geht es nun einmal komplett unter dem Parkplatz hindurch. Dabei führt die Strecke keineswegs einfach nur geradeaus: Mehrere Kurven und eine ordentliche Querneigung sorgen dafür, dass es auch unter der Erde ziemlich wild zur Sache geht.

Kaum hat man am anderen Ende wieder das Tageslicht erreicht, geht es auch schon in den großen Korkenzieher. Eine leicht übergeneigte Kurve und ein weiterer Hügel führen anschließend zurück in den Tunnel. Dieses Mal verläuft die Strecke parallel zur bereits gefahrenen Passage und ist mit reichlich Lateralkräften gespickt. Zusammen mit dem enormen Lärm entwickelt dieser Abschnitt eine ziemlich brachiale Dynamik.

Wieder im Park angekommen, bringt einen ein weiterer Hügel samt Double Down zurück in Richtung Station. Vorbei ist die Fahrt hier allerdings noch lange nicht. Es folgen noch mehrere langgezogene Kurven und Hügel, bevor eine riesige Helix das Finale einleitet.

Hades 360 bietet damit ein absolut abgefahrenes Layout und gehört sicherlich zu den ungewöhnlichsten Holzachterbahnen, die ich bislang gefahren bin. Leider fährt sich die Bahn über weite Strecken ziemlich rau, was angesichts der ohnehin schon extrem wilden Streckenführung stellenweise ganz schön heftig wird. Dennoch ist Hades 360 eine richtig gute Anlage, die vor allem mit ihrem außergewöhnlichen Layout und den wilden Tunneldurchfahrten im Gedächtnis bleibt.

The Underground Go-Kart Track

Nach Hades 360 ging es für mich erst einmal mit vier Rädern weiter. The Underground ist eine der zahlreichen Go-Kart-Strecken von Mt. Olympus und macht ihrem Namen alle Ehre, denn ein Teil der Strecke führt unterirdisch durch einen Tunnel.

Die Strecke ist sehr schön angelegt und bietet einige Kurven und Höhenunterschiede. Gerade der Wechsel zwischen den offenen Abschnitten und der Fahrt durch den Tunnel macht The Underground zu einer der interessanteren Go-Kart-Strecken im Park.

Cyclops

Auf meinem weiteren Weg durch den Park kam ich anschließend an Cyclops vorbei. Die kompakte Holzachterbahn von CCI war bei meinem Besuch leider außer Betrieb. Statt einer Fahrt konnte ich den Arbeitern dabei zusehen, wie sie gerade Teile der Strecke erneuerten und Schienen austauschten.

Das war gleich doppelt schade, denn Cyclops ist vor allem für seine ausgeprägte Airtime bekannt. Die Bahn hätte ich wirklich gerne ausprobiert.

Trojan Horse Go-Karts

Weiter ging es mit den Trojan Horse Go-Karts, einer der auffälligsten Go-Kart-Strecken von Mt. Olympus. Ihren Namen verdankt die Anlage dem riesigen Trojanischen Pferd, das die Strecke überragt und schon von weitem ins Auge fällt.

Die Strecke selbst ist schön in das Gelände eingebunden und führt in mehreren Ebenen rund um das große Pferd. Dabei geht es immer wieder bergauf und bergab und durch zahlreiche Kurven. Schade ist allerdings, dass die riesige Helix der Anlage nicht befahren wird – gerade die sieht von außen nämlich besonders vielversprechend aus.

Turbo Go-Karts

Mit Turbo wartete anschließend eine weitere Go-Kart-Strecke auf mich. Im Gegensatz zu den vorherigen Anlagen verläuft die Strecke weitgehend flach, bietet mit ihren zahlreichen Kurven aber trotzdem eine ganz nette Runde.

Orion und Tiny Heroes Go-Karts

Mit Orion und Tiny Heroes gibt es bei Mt. Olympus auch zwei Go-Kart-Strecken speziell für die jüngeren Besucher. Die deutlich kleineren Anlagen bieten Kindern die Möglichkeit, selbst ein paar Runden zu drehen.

Little Titans

Mit Little Titans gibt es bei Mt. Olympus auch eine kleine Familienachterbahn von E&F Miler Industries. Die im Jahr 2000 eröffnete Bahn ist gerade einmal knapp fünf Meter hoch und führt nach dem Lifthill über eine kleine Abfahrt, eine Helix und mehrere Bunny Hops.

Gefahren bin ich Little Titans bei meinem Besuch allerdings nicht.

Apollo’s Swing

Direkt gegenüber von Little Titans befindet sich mit Apollo’s Swing ein Screamin’ Swing von S&S. Die Anlage fällt allerdings ungewöhnlich klein aus, denn pro Fahrt finden hier gerade einmal vier Personen Platz.

Wer eine Runde drehen möchte, muss zudem noch einmal extra bezahlen. Angesichts der doch recht ordentlichen Upcharge-Gebühr und der geringen Kapazität beließ ich es bei meinem Besuch beim Zuschauen.

Pegasus

Weiter ging es mit Pegasus, einer weiteren Holzachterbahn von CCI. Die Anlage fällt deutlich kompakter aus als die beiden zuvor gefahrenen Holzachterbahnen und bietet ein recht eigenwilliges Layout.

Besonders auffällig sind die zahlreichen kaum geneigten Kurven, durch die man teilweise recht schwungvoll hindurchfährt. Dazwischen gibt es einige kleinere Abfahrten und Hügel, wirklich überzeugen konnte mich die Fahrt allerdings nicht. Pegasus ist insgesamt eine etwas seltsame Bahn und gehörte für mich eher zu den schwächeren Achterbahnen im Park.

Titan’s Go-Karts

Direkt unterhalb von Pegasus wartet mit Titan’s Go-Karts die nächste Kartbahn von Mt. Olympus. Die Strecke schlängelt sich unter und zwischen den Holzkonstruktionen der Achterbahn hindurch, wodurch sich ein ziemlich interessantes Zusammenspiel der beiden Anlagen ergibt.

Die eigentliche Strecke ist wieder schön angelegt und bietet zahlreiche Kurven. Gerade die Lage direkt unter Pegasus macht Titan’s zu einer der interessanteren Go-Kart-Strecken im Park.

Manticore

Mit Manticore wartet anschließend das große Kettenkarussell von Mt. Olympus. Während der Fahrt wird der gesamte Kranz weit nach oben gezogen, sodass man seine Runden in beachtlicher Höhe über dem Park dreht.

Die Fahrt selbst ist angenehm ruhig und bietet vor allem einen schönen Blick über Mt. Olympus und die Umgebung von Wisconsin Dells. Gerade nach den ganzen Holzachterbahnen und Go-Karts war Manticore eine nette Abwechslung.

Batting Cages und Helios Go-Karts

Vorbei ging es anschließend an den Batting Cages, wo man sich selbst einmal mit Baseballschläger und Ball versuchen kann. Ein Angebot, das ich in einem Freizeitpark ziemlich cool finde und bei dem ich mich durchaus frage, warum man so etwas nicht häufiger findet.

Danach ging es mit den Helios Go-Karts zur letzten Go-Kart-Strecke meines Rundgangs durch den Outdoor Theme Park. Die aufgeständerte Holzkonstruktion besteht hauptsächlich aus mehreren Helices, durch die man sich nach oben und wieder nach unten schraubt. Generell gefallen mir diese mehrstöckigen Go-Kart-Strecken aus Holz richtig gut und Helios bildet da keine Ausnahme.

Outdoor Water Park

Poseidon’s Rage

Den Anfang im Outdoor Water Park machte Poseidon’s Rage, ein Wellenbecken der etwas anderen Art. Statt vieler kleiner Wellen wird hier in regelmäßigen Abständen eine einzelne riesige Welle erzeugt, die sich mit ordentlich Wucht durch das Becken bewegt.

Was dabei geboten wird, macht nicht nur unfassbar viel Spaß, sondern ist auch ziemlich beeindruckend anzusehen. Wenn sich die gewaltige Wassermasse aufbaut und anschließend durch das Becken rollt, bekommt man erst einmal einen Eindruck davon, welche Kräfte hier wirken. Auch technisch gesehen ist Poseidon’s Rage eine faszinierende Anlage und für mich eines der Highlights des Wasserparks.

Triton’s Rage und Triton’s Fury

Mit Triton’s Rage und Triton’s Fury folgen zwei Family-Raft-Rutschen, die trotz ähnlicher Bauweise zwei ziemlich unterschiedliche Fahrten bieten.

Triton’s Fury geht bereits nach einer ersten Kurve in eine lange, wellenförmige Abfahrt über. Über die einzelnen Kuppen hebt das Raft immer wieder ordentlich ab, sodass die Fahrt mit überraschend guter Airtime überzeugen kann.

Triton’s Rage setzt dagegen vor allem auf zahlreiche Kurven, durch die sich das Raft nach unten schlängelt. Dabei gerät das Boot immer wieder ordentlich in Schräglage und schaukelt sich schön an den Seitenwänden hoch. Beide Rutschen haben mir auf ihre ganz eigene Art richtig gut gefallen.

Triton’s Challenge

Am selben Rutschenturm startet mit Triton’s Challenge noch eine klassische Mattenrutsche. Bäuchlings auf der Matte geht es hier über eine lange, wellenförmige Abfahrt nach unten, wobei man über die einzelnen Kuppen immer wieder schön abhebt. Eine einfache, aber sehr spaßige Rutsche, die mir ebenfalls richtig gut gefallen hat.

Lost City of Atlantis

Weiter ging es in die Lost City of Atlantis. Der große Wasserspielplatz von WhiteWater bietet neben zahlreichen Wasserspielen auch einige ausgewachsene Rutschen.

Beim Boomerango geht es nach einer ersten Kurve über eine steile Abfahrt direkt in das große Hauptelement. Mit ordentlich Schwung fährt man die gegenüberliegende Wand hinauf, schwingt wieder zurück und gleitet anschließend flach über das Auffangbecken. Boomerangos machen eigentlich immer Spaß und auch hier war das nicht anders.

Ungewöhnlicher ist der Champagne Bowl. Hier dreht man einige Runden in der großen Schüssel, bis man schließlich zum Stillstand kommt. Danach steigt man einfach aus und verlässt die Rutsche über ein Treppenhaus in der Mitte der Bowl. Ein ziemlich kurioses Ende.

Daneben gibt es noch eine klassische Reifenrutsche, die hauptsächlich aus zahlreichen Kurven besteht. Die Fahrt ist ganz nett, ist mir im Vergleich zu den beiden anderen Rutschen aber nicht besonders in Erinnerung geblieben.

The Rise of Icarus

Mit The Rise of Icarus wartet das alles überragende Bauwerk des Outdoor Water Parks. Der rund 49 Meter hohe Rutschenturm dominiert den gesamten Wasserpark und ist schon von weitem kaum zu übersehen. Insgesamt starten hier fünf Bodyslides mit unterschiedlichen Streckenverläufen.

Das eigentliche Highlight ist The Fall. Während die übrigen Rutschen deutlich weiter unten starten, geht es hierfür bis fast an die Spitze des Turms. Der Einstieg befindet sich in rund 44 Metern Höhe und entsprechend beeindruckend ist der Blick hinunter.

Die anschließende Schussfahrt ist nicht nur sehr schnell, sondern auch verdammt lang. Leider ist The Fall ziemlich schlecht verfugt, sodass man die Übergänge während der gesamten Fahrt deutlich zu spüren bekommt. Was zunächst noch ganz lustig ist, wird mit zunehmender Fahrtdauer immer unangenehmer und irgendwann wünschte ich mir eigentlich nur noch, dass die Rutsche langsam zu Ende geht. Gerade bei einer neuen Anlage von WhiteWater hätte ich eine derart unsaubere Verarbeitung nicht erwartet.

Die übrigen Rutschen starten deutlich weiter unten und bestehen aus verschiedenen Speedslides sowie einer klassischen Kamikaze-Rutsche. Auch hier geht es entsprechend flott zur Sache, wobei mir diese deutlich kürzeren Abfahrten insgesamt besser gefallen haben.

Icaria Splash ’n Slide

Direkt im Schatten von The Rise of Icarus befindet sich mit Icaria Splash ’n Slide ein größerer Bereich für Kleinkinder. Neben flachen Wasserbecken gibt es hier verschiedene kleine Rutschen und Wasserspiele, die sich vor allem an die jüngsten Besucher richten.

River Troy und Tidal Wave

Neben den zahlreichen Rutschen bietet der Outdoor Water Park mit River Troy auch einen klassischen Lazy River, auf dem man sich gemütlich durch den Park treiben lassen kann. Mit Tidal Wave gibt es zudem noch ein großes Wellenbecken. Beide Attraktionen runden das ohnehin schon umfangreiche Angebot im Außenbereich schön ab.

Indoor Water Park

Zum Abschluss ging es für mich dann noch in den Indoor Water Park. Dieser fällt zwar deutlich überschaubarer aus und bietet hauptsächlich einige kleinere Rutschen, dafür wartet hier mit Medusa’s Slidewheel noch ein echtes Highlight.

Medusa’s Slidewheel

Mit Medusa’s Slidewheel wartet eine der ungewöhnlichsten Rutschen des Wasserparks. Statt einem klassischen Streckenverlauf führt die Family-Raft-Rutsche durch ein riesiges, sich langsam drehendes Rad. Im Inneren besteht die Fahrt praktisch nur aus gekurvten Auf- und Abfahrten, wodurch das Raft immer wieder angehoben wird, zurückrutscht und anschließend erneut Schwung aufnimmt.

Das Fahrgefühl ist dadurch völlig anders als auf einer normalen Wasserrutsche und einfach herrlich abgefahren. Ständig geht es irgendwo hoch, runter oder seitlich durch das rotierende Slidewheel und vor allem ist man darin erstaunlich lange unterwegs. Durch die vielen gekurvten Auf- und Abfahrten nimmt die Fahrt gefühlt kein Ende und macht dabei richtig viel Spaß. Für mich ganz klar das Highlight des Wasserparks und eine der besten Wasserrutschen, die ich bislang gerutscht bin.

Bilder Mt. Olympus Water & Theme Park

Fazit Mt. Olympus Water & Theme Park

Mt. Olympus hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Die Mischung aus Holzachterbahnen, den zahlreichen Go-Kart-Strecken und den beiden Wasserparks ist erstaunlich ausgewogen und bietet über den ganzen Tag hinweg jede Menge Abwechslung. Mit Zeus und Hades 360 gibt es zudem zwei richtig gute Holzachterbahnen, während gerade die aufgeständerten Go-Kart-Strecken dem Freizeitpark einen ganz eigenen Charakter verleihen.

Besonders positiv überrascht hat mich das Rutschenangebot. Während der Freizeitpark mit seinen Holzachterbahnen und Go-Kart-Strecken eher klassisch daherkommt, ist man bei den Wasserrutschen offensichtlich sehr darum bemüht, technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben. Gerade Anlagen wie The Rise of Icarus und natürlich Medusa’s Slidewheel zeigen das ziemlich eindrucksvoll. Dazu kommt mit Poseidon’s Rage eine technisch ebenso faszinierende Attraktion.

Umso weniger konnte ich nach meinem Besuch die teilweise recht negative Meinung über Mt. Olympus innerhalb der Freizeitpark-Fangemeinschaft nachvollziehen. Sicherlich ist hier nicht alles perfekt, insgesamt bietet der Park aber ein richtig starkes und vor allem ungewöhnlich vielseitiges Gesamtpaket. Ich jedenfalls hatte hier einen richtig guten Tag.

 


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Eine Arche voller Rutschen

Noah’s Ark Waterpark

Am Nachmittag ging es für mich in den Noah’s Ark Waterpark in Wisconsin Dells. Mit seiner enormen Anzahl an Wasserrutschen gilt Noah’s Ark nicht ohne Grund als einer der bekanntesten Wasserparks der USA und entsprechend gespannt war ich auf meinen Besuch.

Mein Rundgang begann am oberen Ende des Parks, wo sich auch einer der großen Parkplätze befindet. Das Parken bei Noah’s Ark ist allerdings alles andere als günstig und war für mich letztlich auch ein Grund, den Wasserpark während meines Aufenthalts in Wisconsin Dells nur einmal mit dem Auto anzusteuern. Von hier aus arbeitete ich mich nach und nach durch den langgezogenen Wasserpark hinunter in Richtung Hauptstraße.

Black Thunder

Die ersten Rutschen auf meinem Weg waren die Black Thunder Slides. Die verschiedenen Black-Hole-Rutschen verlaufen komplett im Dunkeln und bieten je nach Bahn einen etwas anderen Streckenverlauf. Besonders gut haben mir dabei die mittleren Rutschen gefallen. Diese bestehen im Grunde aus einer einzigen großen Schussfahrt, die man komplett im Dunkeln hinunterrauscht. Die große Schussfahrt komplett im Dunkeln hinunterzurauschen, macht dabei richtig Spaß.

Monkey Rapids und Big Kahuna

Weiter ging es mit den Monkey Rapids, mehreren klassischen Reifenrutschen, die sich den Hang hinunterschlängeln und schließlich direkt in den Adventure River münden. Die Einbindung in den Hang ist ganz nett, die Rutschen selbst sind allerdings nichts Besonderes.

Direkt daneben befindet sich mit Big Kahuna eines der großen Wellenbecken von Noah’s Ark. Hier legte ich eine kurze Pause ein, bevor es für mich mit den nächsten Rutschen weiterging.

Chameleon

Interessanter wird es bei Chameleon. Die Family-Raft-Rutsche verläuft größtenteils im Dunkeln und wird dabei von verschiedenen Lichteffekten begleitet. Das große Raft schaukelt während der Fahrt immer wieder schön hin und her, während die Effekte für etwas zusätzliche Atmosphäre sorgen. Insgesamt war Chameleon ganz lustig, gehört für mich aber nicht zu den stärkeren Rutschen des Parks.

Congo Bongo Rapids und Bermuda Triangle

Mit Congo Bongo Rapids folgt eine weitere Family-Raft-Rutsche, die schön in den Hang integriert wurde. Diesmal verläuft die Strecke komplett offen und führt in mehreren Kurven nach unten. Zwischendurch sorgen einige kleine Jumps dafür, dass etwas Bewegung ins Raft kommt. Insgesamt eine ganz lustige Fahrt.

Direkt daneben warten mit Bermuda Triangle einige klassische Old-School-Reifenrutschen. Die Strecken bestehen aus zahlreichen aufeinanderfolgenden Kurvenwechseln, wodurch man im Reifen immer wieder etwas hin und her schaukelt. Wirklich spektakulär wird die Fahrt dabei allerdings nicht – Bermuda Triangle war für mich insgesamt eher so lala.

Time Warp

Mit Time Warp wartet anschließend eine deutlich außergewöhnlichere Rutsche. Bei der Anlage handelt es sich um einen ProSlide Mammoth Bowl, bei dem man in einem großen Raft zunächst durch die geschlossene Röhre fährt, bevor es in die große Bowl geht. Verschiedene Lichteffekte sorgen dabei für zusätzliche Abwechslung.

Bevor ich die Rutsche ausprobieren konnte, musste ich allerdings erst einmal eine passende Gruppe finden. Für die Rafts gilt eine Gewichtsbeschränkung, weshalb ich als Einzelperson nicht einfach mit jeder beliebigen Gruppe mitfahren konnte. Entsprechend dauerte es eine Weile, bis es für mich endlich losging.

Die Fahrt selbst war dann ganz nett, allerdings hatte ich mir von der großen Bowl etwas mehr versprochen. Statt mehrere Runden zu drehen, verliert das Raft relativ schnell an Höhe und rutscht schon nach kurzer Zeit über das Gefälle in der Mitte in Richtung Ausgang. Gerade bei einer derart großen Bowl hätte ich mir hier etwas mehr Zeit im eigentlichen Hauptelement gewünscht.

Flamingo Falls, Toucan Twisters und Parrots Plunge

Mit Flamingo Falls, Toucan Twisters und Parrots Plunge warteten anschließend einige Old-School-Bodyslides verschiedener Couleur. Die verschiedenen Strecken führen mit zahlreichen Kurven den Hang hinunter und entwickeln dabei ein erstaunlich hohes Tempo.

Besonders viel Spaß macht das wilde Hin- und Herschaukeln in den Kurven. Dazu kommen immer wieder kleine Jumps, bei denen man teilweise leicht von der Rutschfläche abhebt. Gerade dieses etwas unberechenbare Fahrverhalten hat mir richtig gut gefallen und macht die alten Rutschen zu einem der spaßigeren Bereiche von Noah’s Ark.

Endless River

Etwas ruhiger geht es anschließend auf dem Endless River zu. Der Lazy River schlängelt sich durch diesen Bereich des Wasserparks und verläuft dabei teilweise direkt unterhalb der umliegenden Rutschen. Allein diese Einbindung macht eine Runde auf dem Endless River ziemlich cool und bietet zwischendurch eine schöne Abwechslung.

Paradise Lagoon

Mit Paradise Lagoon folgt ein etwas ungewöhnlicherer Bereich von Noah’s Ark. Neben den Seilbahnen gibt es hier mehrere kurze Rutschen, die allesamt einige Meter oberhalb der Wasseroberfläche enden. Statt eines klassischen Auslaufs stürzt man am Ende also direkt ins Becken hinunter.

Auch bei den Seilbahnen heißt es irgendwann loslassen und aus einigen Metern Höhe ins Wasser springen. Gerade diese Mischung macht Paradise Lagoon ziemlich lustig und gleichzeitig zu einer kleinen Mutprobe.

Tadpole Bay und The Wave

Mit Tadpole Bay folgt zunächst ein großer Wasserspielplatz für jüngere Besucher. Neben mehreren kleineren Rutschen gibt es hier zahlreiche Wasserspiele und natürlich den obligatorischen Rieseneimer, der sich regelmäßig über den Besuchern entleert. Für mich ging es entsprechend recht schnell weiter.

Direkt daneben befindet sich mit The Wave ein weiteres großes Wellenbecken von Noah’s Ark. Sobald die Wellen einsetzen, kommt ordentlich Bewegung ins Wasser und für eine kurze Abkühlung zwischendurch ist das Becken genau richtig.

Surfing Safari und Raja

Auf dem Weg zu Raja ging es zunächst am Surfing Safari vorbei. Den FlowRider ließ ich allerdings links liegen und machte mich direkt auf den Weg zu Raja, der damals größten King-Cobra-Wasserrutsche der Welt.

Die große Reifenrutsche in Schlangenoptik bietet zwei Rutschspuren, die zunächst parallel durch zwei große Helices führen. Danach folgt eine überraschend große Schussfahrt hinunter in das Halfpipe-Element, wo man auf der gegenüberliegenden Seite noch einmal ordentlich nach oben schwingt. Anschließend pendelt man zwischen den beiden Seiten hin und her, bis der Reifen schließlich zum Stillstand kommt. Die Fahrt ist schon etwas ungewöhnlich und hat mir ganz gut gefallen.

Flash Flood

Mit Flash Flood wartet anschließend ein klassischer Shoot-the-Chute von Hopkins. Und allein damit hatte die Anlage bei mir eigentlich schon gewonnen. Nach der Auffahrt folgt die große Schussfahrt ins Wasser, bei der das Boot eine gewaltige Welle produziert. Eine ordentliche Dusche ist dabei natürlich garantiert – in einem Wasserpark und ohnehin schon in Badesachen kann einem das aber ziemlich egal sein.

Eigentlich schade, dass man solche Anlagen nicht häufiger in Wasserparks findet. Für mich gehört ein ordentlicher Spillwater hier einfach dazu.

Stingray

Mit Stingray folgt eine ziemlich ungewöhnliche Reifenrutsche, die im Grunde fast nur aus einem riesigen Halfpipe-Element besteht. Vom Start geht es direkt über eine sehr steile Abfahrt hinunter, ehe man auf der gegenüberliegenden Seite wieder weit nach oben schwingt.

Anschließend pendelt man mehrfach zwischen den beiden Seiten hin und her und verliert dabei langsam an Höhe, bis der Reifen schließlich zum Stillstand kommt. Gerade das enorme Gefälle und das weite Hochschwingen machen Stingray zu einer richtig tollen und überraschend wilden Rutsche.

Kowabunga

Mit Kowabunga folgt eine Family-Raft-Rutsche, die mit ihrem schnurgeraden Verlauf zunächst recht unscheinbar aussieht. Statt großer Kurven geht es hier mit ordentlich Geschwindigkeit über eine lange Wellenstrecke nach unten. Gerade über die einzelnen Kuppen hebt das große Raft immer wieder ab und sorgt dabei für überraschend viel Airtime.

Da die Rafts nur mit einer bestimmten Mindestanzahl an Personen starten dürfen, hatte ich als Single Rider hier sogar einen kleinen Vorteil. Ich wurde kurzerhand einer anderen Gruppe zugeteilt und musste entsprechend nicht lange warten. Die Fahrt selbst hat mich dann richtig begeistert: schnell, airtimereich und deutlich wilder, als es der einfache Streckenverlauf zunächst vermuten lässt.

Quadzilla

Mit Quadzilla wartet anschließend eine Mattenrutsche mit vier verschiedenen Rutschspuren. Besonders der obere Teil der Anlage macht dabei einiges her, denn statt einfach parallel nebeneinander zu verlaufen, sind die einzelnen Rutschen zunächst ineinander verschlungen. Bäuchlings auf der Matte geht es mit ordentlich Tempo durch die ersten Kurven, bevor die vier Spuren schließlich wieder nebeneinander zusammenkommen und gemeinsam über mehrere Wellen in Richtung Landebecken führen. Quadzilla hat mir richtig gut gefallen.

Scorpion’s Tail

Mit Scorpion’s Tail wartet anschließend eine der ersten Looping-Wasserrutschen mit Falltürstart. Allein der Einstieg in die Kapsel ist eine kleine Mutprobe: Arme und Beine überkreuzen, warten und irgendwann klappt einem plötzlich der Boden unter den Füßen weg. Mit ordentlich Geschwindigkeit geht es anschließend durch die Röhre und hinauf in den Looping.

Besonders sanft ist die Fahrt allerdings nicht. Die Übergänge sind teilweise ziemlich unsauber ausgeführt und gefühlt bekommt man hier jede einzelne Naht der Rutsche mit. Dadurch fühlt sich Scorpion’s Tail noch einmal deutlich wilder an, als es der Streckenverlauf ohnehin schon vermuten lässt. Zum Abschluss wartet dann auch noch eine ordentliche Schussfahrt hinunter ins Landebecken. Eine ziemlich heftige Mutprobe, die man nach der ersten Fahrt nicht unbedingt freiwillig ein zweites Mal auf sich nehmen möchte.

Point of No Return

Direkt daneben wartet mit Point of No Return eine klassische Kamikaze-Rutsche. Vom hohen Rutschenturm blickt man praktisch direkt auf die steile Abfahrt hinunter, bevor es ohne große Umwege mit ordentlich Geschwindigkeit Richtung Landebecken geht. Eine schnörkellose Rutsche und trotz ihres einfachen Aufbaus eine ordentliche Mutprobe.

Black Anaconda

Mit Black Anaconda wartete zum Abschluss noch eine der außergewöhnlichsten Rutschen in Noah’s Ark auf mich. Da die Rutsche mit mehreren Personen in einem Raft gefahren wird, dauerte es zunächst etwas, bis ich eine passende Gruppe gefunden hatte. Das Warten sollte sich allerdings lohnen.

Black Anaconda ist ein früher Water Coaster und ein absolut abgefahrenes Ding. Über die ungewöhnlich lange Strecke wechseln sich immer wieder große Drops mit schnellen Auffahrten ab. Besonders interessant ist dabei die Technik: Statt der heute üblichen Wasserstrahlen werden die Rafts auf den Bergaufpassagen von schnell laufenden Förderbändern nach oben gezogen, ehe es direkt wieder ins nächste Gefälle geht.

Durch die vielen Auf- und Abfahrten ist man erstaunlich lange unterwegs und gerade die größeren Drops machen richtig Spaß. Black Anaconda war für mich bis dahin der beste Water Coaster, den ich je gerutscht bin.

Bilder Noah’s Ark Waterpark

Fazit Noah’s Ark Waterpark

Noah’s Ark hat mich vor allem durch die enorme Auswahl an unterschiedlichen Rutschen überzeugt. Dabei wirkt das Angebot stellenweise schon etwas in die Jahre gekommen und gerade im Vergleich zum benachbarten Mt. Olympus findet man hier überraschend wenige wirklich moderne Anlagen. Dafür gibt es zahlreiche ungewöhnliche und herrlich wilde Old-School-Rutschen, die dem Wasserpark seinen ganz eigenen Charakter verleihen.

Gerade diese Vielfalt hat mir richtig gut gefallen und ich hätte hier problemlos noch mehr Zeit verbringen können. Insgesamt ist Noah’s Ark ein richtig guter Wasserpark, bei dem gerade die etwas älteren und ausgefalleneren Anlagen den besonderen Reiz ausmachen.

 


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