Noah’s Ark Waterpark
Am Nachmittag ging es für mich in den Noah’s Ark Waterpark in Wisconsin Dells. Mit seiner enormen Anzahl an Wasserrutschen gilt Noah’s Ark nicht ohne Grund als einer der bekanntesten Wasserparks der USA und entsprechend gespannt war ich auf meinen Besuch.
Mein Rundgang begann am oberen Ende des Parks, wo sich auch einer der großen Parkplätze befindet. Das Parken bei Noah’s Ark ist allerdings alles andere als günstig und war für mich letztlich auch ein Grund, den Wasserpark während meines Aufenthalts in Wisconsin Dells nur einmal mit dem Auto anzusteuern. Von hier aus arbeitete ich mich nach und nach durch den langgezogenen Wasserpark hinunter in Richtung Hauptstraße.
Black Thunder
Die ersten Rutschen auf meinem Weg waren die Black Thunder Slides. Die verschiedenen Black-Hole-Rutschen verlaufen komplett im Dunkeln und bieten je nach Bahn einen etwas anderen Streckenverlauf. Besonders gut haben mir dabei die mittleren Rutschen gefallen. Diese bestehen im Grunde aus einer einzigen großen Schussfahrt, die man komplett im Dunkeln hinunterrauscht. Die große Schussfahrt komplett im Dunkeln hinunterzurauschen, macht dabei richtig Spaß.
Monkey Rapids und Big Kahuna
Weiter ging es mit den Monkey Rapids, mehreren klassischen Reifenrutschen, die sich den Hang hinunterschlängeln und schließlich direkt in den Adventure River münden. Die Einbindung in den Hang ist ganz nett, die Rutschen selbst sind allerdings nichts Besonderes.
Direkt daneben befindet sich mit Big Kahuna eines der großen Wellenbecken von Noah’s Ark. Hier legte ich eine kurze Pause ein, bevor es für mich mit den nächsten Rutschen weiterging.
Chameleon
Interessanter wird es bei Chameleon. Die Family-Raft-Rutsche verläuft größtenteils im Dunkeln und wird dabei von verschiedenen Lichteffekten begleitet. Das große Raft schaukelt während der Fahrt immer wieder schön hin und her, während die Effekte für etwas zusätzliche Atmosphäre sorgen. Insgesamt war Chameleon ganz lustig, gehört für mich aber nicht zu den stärkeren Rutschen des Parks.
Congo Bongo Rapids und Bermuda Triangle
Mit Congo Bongo Rapids folgt eine weitere Family-Raft-Rutsche, die schön in den Hang integriert wurde. Diesmal verläuft die Strecke komplett offen und führt in mehreren Kurven nach unten. Zwischendurch sorgen einige kleine Jumps dafür, dass etwas Bewegung ins Raft kommt. Insgesamt eine ganz lustige Fahrt.
Direkt daneben warten mit Bermuda Triangle einige klassische Old-School-Reifenrutschen. Die Strecken bestehen aus zahlreichen aufeinanderfolgenden Kurvenwechseln, wodurch man im Reifen immer wieder etwas hin und her schaukelt. Wirklich spektakulär wird die Fahrt dabei allerdings nicht – Bermuda Triangle war für mich insgesamt eher so lala.
Time Warp
Mit Time Warp wartet anschließend eine deutlich außergewöhnlichere Rutsche. Bei der Anlage handelt es sich um einen ProSlide Mammoth Bowl, bei dem man in einem großen Raft zunächst durch die geschlossene Röhre fährt, bevor es in die große Bowl geht. Verschiedene Lichteffekte sorgen dabei für zusätzliche Abwechslung.
Bevor ich die Rutsche ausprobieren konnte, musste ich allerdings erst einmal eine passende Gruppe finden. Für die Rafts gilt eine Gewichtsbeschränkung, weshalb ich als Einzelperson nicht einfach mit jeder beliebigen Gruppe mitfahren konnte. Entsprechend dauerte es eine Weile, bis es für mich endlich losging.
Die Fahrt selbst war dann ganz nett, allerdings hatte ich mir von der großen Bowl etwas mehr versprochen. Statt mehrere Runden zu drehen, verliert das Raft relativ schnell an Höhe und rutscht schon nach kurzer Zeit über das Gefälle in der Mitte in Richtung Ausgang. Gerade bei einer derart großen Bowl hätte ich mir hier etwas mehr Zeit im eigentlichen Hauptelement gewünscht.
Flamingo Falls, Toucan Twisters und Parrots Plunge
Mit Flamingo Falls, Toucan Twisters und Parrots Plunge warteten anschließend einige Old-School-Bodyslides verschiedener Couleur. Die verschiedenen Strecken führen mit zahlreichen Kurven den Hang hinunter und entwickeln dabei ein erstaunlich hohes Tempo.
Besonders viel Spaß macht das wilde Hin- und Herschaukeln in den Kurven. Dazu kommen immer wieder kleine Jumps, bei denen man teilweise leicht von der Rutschfläche abhebt. Gerade dieses etwas unberechenbare Fahrverhalten hat mir richtig gut gefallen und macht die alten Rutschen zu einem der spaßigeren Bereiche von Noah’s Ark.
Endless River
Etwas ruhiger geht es anschließend auf dem Endless River zu. Der Lazy River schlängelt sich durch diesen Bereich des Wasserparks und verläuft dabei teilweise direkt unterhalb der umliegenden Rutschen. Allein diese Einbindung macht eine Runde auf dem Endless River ziemlich cool und bietet zwischendurch eine schöne Abwechslung.
Paradise Lagoon
Mit Paradise Lagoon folgt ein etwas ungewöhnlicherer Bereich von Noah’s Ark. Neben den Seilbahnen gibt es hier mehrere kurze Rutschen, die allesamt einige Meter oberhalb der Wasseroberfläche enden. Statt eines klassischen Auslaufs stürzt man am Ende also direkt ins Becken hinunter.
Auch bei den Seilbahnen heißt es irgendwann loslassen und aus einigen Metern Höhe ins Wasser springen. Gerade diese Mischung macht Paradise Lagoon ziemlich lustig und gleichzeitig zu einer kleinen Mutprobe.
Tadpole Bay und The Wave
Mit Tadpole Bay folgt zunächst ein großer Wasserspielplatz für jüngere Besucher. Neben mehreren kleineren Rutschen gibt es hier zahlreiche Wasserspiele und natürlich den obligatorischen Rieseneimer, der sich regelmäßig über den Besuchern entleert. Für mich ging es entsprechend recht schnell weiter.
Direkt daneben befindet sich mit The Wave ein weiteres großes Wellenbecken von Noah’s Ark. Sobald die Wellen einsetzen, kommt ordentlich Bewegung ins Wasser und für eine kurze Abkühlung zwischendurch ist das Becken genau richtig.
Surfing Safari und Raja
Auf dem Weg zu Raja ging es zunächst am Surfing Safari vorbei. Den FlowRider ließ ich allerdings links liegen und machte mich direkt auf den Weg zu Raja, der damals größten King-Cobra-Wasserrutsche der Welt.
Die große Reifenrutsche in Schlangenoptik bietet zwei Rutschspuren, die zunächst parallel durch zwei große Helices führen. Danach folgt eine überraschend große Schussfahrt hinunter in das Halfpipe-Element, wo man auf der gegenüberliegenden Seite noch einmal ordentlich nach oben schwingt. Anschließend pendelt man zwischen den beiden Seiten hin und her, bis der Reifen schließlich zum Stillstand kommt. Die Fahrt ist schon etwas ungewöhnlich und hat mir ganz gut gefallen.
Flash Flood
Mit Flash Flood wartet anschließend ein klassischer Shoot-the-Chute von Hopkins. Und allein damit hatte die Anlage bei mir eigentlich schon gewonnen. Nach der Auffahrt folgt die große Schussfahrt ins Wasser, bei der das Boot eine gewaltige Welle produziert. Eine ordentliche Dusche ist dabei natürlich garantiert – in einem Wasserpark und ohnehin schon in Badesachen kann einem das aber ziemlich egal sein.
Eigentlich schade, dass man solche Anlagen nicht häufiger in Wasserparks findet. Für mich gehört ein ordentlicher Spillwater hier einfach dazu.
Stingray
Mit Stingray folgt eine ziemlich ungewöhnliche Reifenrutsche, die im Grunde fast nur aus einem riesigen Halfpipe-Element besteht. Vom Start geht es direkt über eine sehr steile Abfahrt hinunter, ehe man auf der gegenüberliegenden Seite wieder weit nach oben schwingt.
Anschließend pendelt man mehrfach zwischen den beiden Seiten hin und her und verliert dabei langsam an Höhe, bis der Reifen schließlich zum Stillstand kommt. Gerade das enorme Gefälle und das weite Hochschwingen machen Stingray zu einer richtig tollen und überraschend wilden Rutsche.
Kowabunga
Mit Kowabunga folgt eine Family-Raft-Rutsche, die mit ihrem schnurgeraden Verlauf zunächst recht unscheinbar aussieht. Statt großer Kurven geht es hier mit ordentlich Geschwindigkeit über eine lange Wellenstrecke nach unten. Gerade über die einzelnen Kuppen hebt das große Raft immer wieder ab und sorgt dabei für überraschend viel Airtime.
Da die Rafts nur mit einer bestimmten Mindestanzahl an Personen starten dürfen, hatte ich als Single Rider hier sogar einen kleinen Vorteil. Ich wurde kurzerhand einer anderen Gruppe zugeteilt und musste entsprechend nicht lange warten. Die Fahrt selbst hat mich dann richtig begeistert: schnell, airtimereich und deutlich wilder, als es der einfache Streckenverlauf zunächst vermuten lässt.
Quadzilla
Mit Quadzilla wartet anschließend eine Mattenrutsche mit vier verschiedenen Rutschspuren. Besonders der obere Teil der Anlage macht dabei einiges her, denn statt einfach parallel nebeneinander zu verlaufen, sind die einzelnen Rutschen zunächst ineinander verschlungen. Bäuchlings auf der Matte geht es mit ordentlich Tempo durch die ersten Kurven, bevor die vier Spuren schließlich wieder nebeneinander zusammenkommen und gemeinsam über mehrere Wellen in Richtung Landebecken führen. Quadzilla hat mir richtig gut gefallen.
Scorpion’s Tail
Mit Scorpion’s Tail wartet anschließend eine der ersten Looping-Wasserrutschen mit Falltürstart. Allein der Einstieg in die Kapsel ist eine kleine Mutprobe: Arme und Beine überkreuzen, warten und irgendwann klappt einem plötzlich der Boden unter den Füßen weg. Mit ordentlich Geschwindigkeit geht es anschließend durch die Röhre und hinauf in den Looping.
Besonders sanft ist die Fahrt allerdings nicht. Die Übergänge sind teilweise ziemlich unsauber ausgeführt und gefühlt bekommt man hier jede einzelne Naht der Rutsche mit. Dadurch fühlt sich Scorpion’s Tail noch einmal deutlich wilder an, als es der Streckenverlauf ohnehin schon vermuten lässt. Zum Abschluss wartet dann auch noch eine ordentliche Schussfahrt hinunter ins Landebecken. Eine ziemlich heftige Mutprobe, die man nach der ersten Fahrt nicht unbedingt freiwillig ein zweites Mal auf sich nehmen möchte.
Point of No Return
Direkt daneben wartet mit Point of No Return eine klassische Kamikaze-Rutsche. Vom hohen Rutschenturm blickt man praktisch direkt auf die steile Abfahrt hinunter, bevor es ohne große Umwege mit ordentlich Geschwindigkeit Richtung Landebecken geht. Eine schnörkellose Rutsche und trotz ihres einfachen Aufbaus eine ordentliche Mutprobe.
Black Anaconda
Mit Black Anaconda wartete zum Abschluss noch eine der außergewöhnlichsten Rutschen in Noah’s Ark auf mich. Da die Rutsche mit mehreren Personen in einem Raft gefahren wird, dauerte es zunächst etwas, bis ich eine passende Gruppe gefunden hatte. Das Warten sollte sich allerdings lohnen.
Black Anaconda ist ein früher Water Coaster und ein absolut abgefahrenes Ding. Über die ungewöhnlich lange Strecke wechseln sich immer wieder große Drops mit schnellen Auffahrten ab. Besonders interessant ist dabei die Technik: Statt der heute üblichen Wasserstrahlen werden die Rafts auf den Bergaufpassagen von schnell laufenden Förderbändern nach oben gezogen, ehe es direkt wieder ins nächste Gefälle geht.
Durch die vielen Auf- und Abfahrten ist man erstaunlich lange unterwegs und gerade die größeren Drops machen richtig Spaß. Black Anaconda war für mich bis dahin der beste Water Coaster, den ich je gerutscht bin.
Bilder Noah’s Ark Waterpark
Fazit Noah’s Ark Waterpark
Noah’s Ark hat mich vor allem durch die enorme Auswahl an unterschiedlichen Rutschen überzeugt. Dabei wirkt das Angebot stellenweise schon etwas in die Jahre gekommen und gerade im Vergleich zum benachbarten Mt. Olympus findet man hier überraschend wenige wirklich moderne Anlagen. Dafür gibt es zahlreiche ungewöhnliche und herrlich wilde Old-School-Rutschen, die dem Wasserpark seinen ganz eigenen Charakter verleihen.
Gerade diese Vielfalt hat mir richtig gut gefallen und ich hätte hier problemlos noch mehr Zeit verbringen können. Insgesamt ist Noah’s Ark ein richtig guter Wasserpark, bei dem gerade die etwas älteren und ausgefalleneren Anlagen den besonderen Reiz ausmachen.