Oktoberfest Hannover (2014)

Das Oktoberfest in Hannover ist der kleinste der drei Kirmesplätze der Stadt. Während es meistens nur ein Schauplatz für die Schausteller der Region ist, bietet es manchmal auch eine Reihe von interessanten Fahrgeschäften. Fans von Schwarzkopf-Fahrgeschäften sollten auf jeden Fall einmal in ihrem Leben nach Hannover kommen, denn dort kann man den einzigem jemals gebauten Buggy-Swing fahren: Heiße Räder.

 


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Von Magnus Colossus und anderen Unfällen

Zweifelhafte Änderungen in Terra Mítica

Als im Jahr 2012 die in Benidorm ansässige Aqualandia-Mundomar Gruppe den Freizeitpark Terra Mitica von ihrer Übergangsgesellschaft befreite waren die Hoffnungen hoch um den eigentlich grundsoliden und eher minder besuchten Freizeitpark mit seiner von weiten sichtbaren Holzachterbahn Magnus Colossus mit neuem Leben zu befüllen. Ein Jahr später reduzierte man das Angebot des Parks auf ein Mindestmaß indem man einige Themenbereiche als nagelneuen Freizeitpark Iberia Park zusammenschloss. Diesen konnte man vorerst noch zum freien Eintritt besuchen und die Fahrgeschäfte via Token begleichen, jedoch änderte man diese Strategie zum darauffolgenden Jahr, so dass man neben Terra Mitica einen zweiten Vollpreisfreizeitpark bieten kann, zwar ohne Achterbahn, dafür aber mit größerer Spa-Landschaft als im Park nebenan.

Während der Freizeitpark von der Übergangsgesellschaft stets gut gepflegt wurde und, wie kaum ein anderer spanischer Freizeitpark, vor lauter neuem Lack nur so glänzte, so ist der Park nun ganz schön heruntergekommen und der Lack an vielen Stellen tatsächlich ab. Die Wartung an den Achterbahnen im Generellen lässt zu wünschen übrig, so ist eine Fahrt auf Magnus Colossus mit fehlender Seitenpolsterung der Knie ganz schön brachial, weshalb es für mich kein Wunder ist, dass der Bügel des Intamin ZacSpins Inferno, im Juli dieses Jahres, versagte.

Einen Hinweis darauf, dass besagte Achterbahn zurzeit nicht in Betrieb ist fehlt natürlich auf der Website des Parks, im Park selbst verdecken Bauzäune die Sicht auf die Station der Anlage. Nur von der Schlussbremse der höher gelegenen Holzachterbahn Magnus Colossus kann man die drei  Wagen in der Station sehen. Anzeichen jeglicher Arbeit rund um die Anlage fehlen natürlich.

Magnus Colossus

Während ich bei meinen letzten Besuch im Jahr 2011 nur den hintersten Wagen auf Magnus Colossus testen konnte, immerhin reichte eine Fahrt damals für den Rest der begleitenden Gruppe, und somit nur das merkwürdige Phänomen des stetigen und recht schmerzhaften Wechselspiels zwischen Bügel und Rückenlehne erfahren durfte, interessierte mich doch sehr das Fahrverhalten der anderen Wagen. Zugegebenermaßen war es auch der Grund für einen Zweitbesuch, denn eine endgültige Meinung zu dieser Holzachterbahn fehlte mir. Wie sich dann herausstellte ist eine Fahrt im letzten Wagen auch weiterhin nicht zu empfehlen, weiter vorne hingegen ersparte man sich zumindest das Pendeln, jedoch nicht das dauerhafte Anschlagen der Knie gegen die vorhanden bzw. nicht vorhandenen Seitenpolster. Bei einer Länge von über 1100m ist dieses bei weiten nicht angenehm und lässt selbst Lightwater Valleys Ultimate als butterweiche Anlage dastehen. Wer nun immer noch meint Bandit aus dem Movie Park Germany sei eine grottenschlechte, gar unfahrbare Holzachterbahn der sei herzlichst eingeladen seinen Urlaub inklusive Parkbesuch an der Costa Blanca zu erleben, für eventuell sadomasochistisch veranlagte Folgeschäden übernehme ich jedoch keine Haftung.

Abseits des allgemeinen Zerfalls der Fahrgeschäfte und den Wegfall mehrerer Themenbereiche gibt es eigentlich keine großen Änderungen. Im Allgemeinen ist der Freizeitpark Terra Mitica jedoch nur noch ein Schatten seiner selbst, so dass von einem Besuch abzuraten ist.

Bilder Terra Mítica

Schlusswort

Seit meinem Bericht im Jahr 2014 hat sich zum Glück wieder einiges geändert. Den Iberia Park gab es zum Glück nur bis ins Jahr 2016, danach war der Park wieder vollständig. Es war von Anfang an eine Schnapsidee, die bei niemanden so richtig zünden wollte und wohl auch sehr viele Besucher gekostet hat. Durch die Eröffnung des Grand Luxor Hotels, von dem man eine wunderbare Aussicht hinunter auf die Stadt Benidorm hat, entstand zudem ein Resort, so dass man die Hoffnung noch nicht aufgeben sollte und den Park tatsächlich doch noch einmal einen Besuch abstatten sollte.

 

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Auch im Sauerland gibt es schwarze Schlangen

Vorwort

Eigentlich hatte ich so schnell gar nicht vor über Hessen erneut ins Fort Fun Abenteuerland zu fahren, die überarbeitete Achterbahn Speed Snake war jedoch ein guter Grund dazu. Um dieses Mal dem 25€ teuren Fahrtfoto zu entgehen fuhr ich aus Protest stets deutlich unter den angeschlagenen Tempolimit durch das Dorf Niederwetter; etwas anderes als künstlich erregte Staus hat man dank der unübersichtlichen Beschilderung ehrlich gesagt auch nicht verdient, angebliche Verkehrssicherheit hin oder her. Kurz nachdem man den hessischen Teil des Sauerlandes überlebt hat geht es durch das deutlich schönere Nordrhein-Westfalen, vorbei an einem einzigen Blitzer an einer Stelle, wo es tatsächlich Sinn macht. Lustiger Weise macht sich das Bundesland an seiner Grenze zu Hessen über seinen Nachbarn lustig, denn man könnte ja blitzen.

Fort Fun Abenteuerland

Am Park angekommen weißte uns Sheriff Fuzzy den Weg auf den Parkplatz und begrüßte uns kurz darauf mit umso platteren Sprüchen im Park. Für manche schon ein wenig nervig, für die meisten dann aber doch recht unterhaltsam, zieht er im späteren Tagesverlauf die Besucher in die Shows und tritt in diesen auf, wo er vor einigen Jahren wohl bereits Kultstatus erlangte.

Retracking Speed Snake

Neben ihn, dem neuen Maskottchen und dem leider noch geschlossenen Funny Fux Bau, wurde der Vekoma Whirlwind Speed Snake einem Retracking unterzogen. Es wäre falsch zu sagen, dass die Anlage eine solche Behandlung notwendig gehabt hätte, immerhin fuhr sie sich nach wie vor recht gut, jedoch macht es Sinn wenn man die Anlage noch die nächsten 20 Jahre nutzen möchte. Das hierfür verwendete Geld hätte man sich jedoch, außerhalb der noch nicht abgeschlossenen Neulackierung der Anlage, sparen können. Die Fahrt hat sich definitiv verschlimmbessert, was sich zuvor rund fuhr fährt sich nun seltsamer Weise recht eckig. Dieses zieht zwar ein seltsam interessantes und aufregendes Fahrgefühl in den Korkenziehern mit sich, sorgt aber im Verlauf der Fahrt für die eine oder andere, wenngleich recht sanfte, Bekanntschaft mit den Bügeln.

Schlusswort

Zwar war der Besuch im Fort Fun nur ein recht belangloses Treffen im Vergleich zum Vortag im Holiday Park, er ersparte mir aber einige Stunden an Fahrzeit zurück nach Hamburg, die ich ironischer Weise durch ein fälschlicher Weise zu einem falschen Datum eingetragenes Labor hätte investieren können. Die Neuheiten des Fort Fun Abenteuerlands zeigen zumindest recht konsequent in die richtige Richtung und so wäre ein Test des Funny Fux Baus zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich interessant gewesen.

 

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