Achterbahnen, Go-Karts und Wasserrutschen

Mt. Olympus Water & Theme Park

Mit Mt. Olympus wartet in Wisconsin Dells ein Freizeitpark, wie man ihn wohl nur selten findet. Seine Ursprünge liegen in einer kleinen Go-Kart-Anlage, aus der über die Jahre Big Chief Karts & Coasters und schließlich der heutige Mt. Olympus Water & Theme Park entstand. Noch heute spielen die zahlreichen, teilweise aufwendig aufgeständerten Go-Kart-Strecken eine mindestens ebenso große Rolle wie die Achterbahnen.

RollerCoaster-Tycoon-Spielern dürfte das Konzept dabei erstaunlich bekannt vorkommen. Nicht ohne Grund wird immer wieder vermutet, dass das Szenario Karts & Coasters vom damaligen Big Chief Karts & Coasters inspiriert wurde. Ob das tatsächlich so war, sei einmal dahingestellt – beim Rundgang durch den Park fühlt man sich mit all den Go-Kart-Strecken und Holzachterbahnen jedenfalls schnell an den Klassiker erinnert.

Mittlerweile ist Mt. Olympus allerdings weit mehr als nur Karts und Coasters. Zum Resort gehören auch ein großer Outdoor Water Park und ein Indoor Water Park, sodass es hier entsprechend viel zu entdecken gibt. Meinen Rundgang begann ich zunächst zwischen Holzachterbahnen und Go-Kart-Strecken im Outdoor Theme Park, bevor es anschließend ins Wasser ging.

Outdoor Theme Park

Zeus

Den Anfang meines Rundgangs durch den Outdoor Theme Park machte Zeus. Die Holzachterbahn von CCI startet bereits vor dem eigentlichen Lifthill mit einer schön gekurvten Abfahrt und einem kleinen Hügel, bevor es hinauf zum höchsten Punkt der Strecke geht.

Danach folgt ein klassisches Out-and-Back-Layout, das jedoch mit einigen Besonderheiten aufwartet. Selbst die große Wendekurve ist mit mehreren Tälern gespickt und sorgt so für deutlich mehr Dynamik, als man zunächst erwarten würde. Vor allem aber liefert Zeus jede Menge Airtime, die ganz CCI-typisch teilweise ziemlich brachial ausfällt.

Dazu fuhr sich die Achterbahn bei meinem Besuch erstaunlich gut. Zeus ist eine echte Airtime-Maschine und hat mir mit ihrem abwechslungsreichen Out-and-Back-Layout richtig viel Spaß gemacht.

Hades 360

Auch Hades 360 startet weit oben am Hang, lässt sich vor dem eigentlichen Lifthill aber zunächst einmal deutlich mehr Zeit. Direkt aus der Station geht es über einen größeren Drop nach unten, gefolgt von einer gekurvten Auffahrt, einem Double Down und einem Richtungswechsel. Schon hier fährt sich die Bahn leider merklich rauer als Zeus – kein besonders gutes Omen für das, was noch folgen sollte.

Nach dem Lifthill erreicht Hades 360 eine Höhe von rund 40 Metern. Viel Zeit zum Genießen der Aussicht bleibt allerdings nicht, denn schon kurz darauf stürzt man sich über die große Schussfahrt hinunter in den Tunnel. Mit ohrenbetäubendem Lärm geht es nun einmal komplett unter dem Parkplatz hindurch. Dabei führt die Strecke keineswegs einfach nur geradeaus: Mehrere Kurven und eine ordentliche Querneigung sorgen dafür, dass es auch unter der Erde ziemlich wild zur Sache geht.

Kaum hat man am anderen Ende wieder das Tageslicht erreicht, geht es auch schon in den großen Korkenzieher. Eine leicht übergeneigte Kurve und ein weiterer Hügel führen anschließend zurück in den Tunnel. Dieses Mal verläuft die Strecke parallel zur bereits gefahrenen Passage und ist mit reichlich Lateralkräften gespickt. Zusammen mit dem enormen Lärm entwickelt dieser Abschnitt eine ziemlich brachiale Dynamik.

Wieder im Park angekommen, bringt einen ein weiterer Hügel samt Double Down zurück in Richtung Station. Vorbei ist die Fahrt hier allerdings noch lange nicht. Es folgen noch mehrere langgezogene Kurven und Hügel, bevor eine riesige Helix das Finale einleitet.

Hades 360 bietet damit ein absolut abgefahrenes Layout und gehört sicherlich zu den ungewöhnlichsten Holzachterbahnen, die ich bislang gefahren bin. Leider fährt sich die Bahn über weite Strecken ziemlich rau, was angesichts der ohnehin schon extrem wilden Streckenführung stellenweise ganz schön heftig wird. Dennoch ist Hades 360 eine richtig gute Anlage, die vor allem mit ihrem außergewöhnlichen Layout und den wilden Tunneldurchfahrten im Gedächtnis bleibt.

The Underground Go-Kart Track

Nach Hades 360 ging es für mich erst einmal mit vier Rädern weiter. The Underground ist eine der zahlreichen Go-Kart-Strecken von Mt. Olympus und macht ihrem Namen alle Ehre, denn ein Teil der Strecke führt unterirdisch durch einen Tunnel.

Die Strecke ist sehr schön angelegt und bietet einige Kurven und Höhenunterschiede. Gerade der Wechsel zwischen den offenen Abschnitten und der Fahrt durch den Tunnel macht The Underground zu einer der interessanteren Go-Kart-Strecken im Park.

Cyclops

Auf meinem weiteren Weg durch den Park kam ich anschließend an Cyclops vorbei. Die kompakte Holzachterbahn von CCI war bei meinem Besuch leider außer Betrieb. Statt einer Fahrt konnte ich den Arbeitern dabei zusehen, wie sie gerade Teile der Strecke erneuerten und Schienen austauschten.

Das war gleich doppelt schade, denn Cyclops ist vor allem für seine ausgeprägte Airtime bekannt. Die Bahn hätte ich wirklich gerne ausprobiert.

Trojan Horse Go-Karts

Weiter ging es mit den Trojan Horse Go-Karts, einer der auffälligsten Go-Kart-Strecken von Mt. Olympus. Ihren Namen verdankt die Anlage dem riesigen Trojanischen Pferd, das die Strecke überragt und schon von weitem ins Auge fällt.

Die Strecke selbst ist schön in das Gelände eingebunden und führt in mehreren Ebenen rund um das große Pferd. Dabei geht es immer wieder bergauf und bergab und durch zahlreiche Kurven. Schade ist allerdings, dass die riesige Helix der Anlage nicht befahren wird – gerade die sieht von außen nämlich besonders vielversprechend aus.

Turbo Go-Karts

Mit Turbo wartete anschließend eine weitere Go-Kart-Strecke auf mich. Im Gegensatz zu den vorherigen Anlagen verläuft die Strecke weitgehend flach, bietet mit ihren zahlreichen Kurven aber trotzdem eine ganz nette Runde.

Orion und Tiny Heroes Go-Karts

Mit Orion und Tiny Heroes gibt es bei Mt. Olympus auch zwei Go-Kart-Strecken speziell für die jüngeren Besucher. Die deutlich kleineren Anlagen bieten Kindern die Möglichkeit, selbst ein paar Runden zu drehen.

Little Titans

Mit Little Titans gibt es bei Mt. Olympus auch eine kleine Familienachterbahn von E&F Miler Industries. Die im Jahr 2000 eröffnete Bahn ist gerade einmal knapp fünf Meter hoch und führt nach dem Lifthill über eine kleine Abfahrt, eine Helix und mehrere Bunny Hops.

Gefahren bin ich Little Titans bei meinem Besuch allerdings nicht.

Apollo’s Swing

Direkt gegenüber von Little Titans befindet sich mit Apollo’s Swing ein Screamin’ Swing von S&S. Die Anlage fällt allerdings ungewöhnlich klein aus, denn pro Fahrt finden hier gerade einmal vier Personen Platz.

Wer eine Runde drehen möchte, muss zudem noch einmal extra bezahlen. Angesichts der doch recht ordentlichen Upcharge-Gebühr und der geringen Kapazität beließ ich es bei meinem Besuch beim Zuschauen.

Pegasus

Weiter ging es mit Pegasus, einer weiteren Holzachterbahn von CCI. Die Anlage fällt deutlich kompakter aus als die beiden zuvor gefahrenen Holzachterbahnen und bietet ein recht eigenwilliges Layout.

Besonders auffällig sind die zahlreichen kaum geneigten Kurven, durch die man teilweise recht schwungvoll hindurchfährt. Dazwischen gibt es einige kleinere Abfahrten und Hügel, wirklich überzeugen konnte mich die Fahrt allerdings nicht. Pegasus ist insgesamt eine etwas seltsame Bahn und gehörte für mich eher zu den schwächeren Achterbahnen im Park.

Titan’s Go-Karts

Direkt unterhalb von Pegasus wartet mit Titan’s Go-Karts die nächste Kartbahn von Mt. Olympus. Die Strecke schlängelt sich unter und zwischen den Holzkonstruktionen der Achterbahn hindurch, wodurch sich ein ziemlich interessantes Zusammenspiel der beiden Anlagen ergibt.

Die eigentliche Strecke ist wieder schön angelegt und bietet zahlreiche Kurven. Gerade die Lage direkt unter Pegasus macht Titan’s zu einer der interessanteren Go-Kart-Strecken im Park.

Manticore

Mit Manticore wartet anschließend das große Kettenkarussell von Mt. Olympus. Während der Fahrt wird der gesamte Kranz weit nach oben gezogen, sodass man seine Runden in beachtlicher Höhe über dem Park dreht.

Die Fahrt selbst ist angenehm ruhig und bietet vor allem einen schönen Blick über Mt. Olympus und die Umgebung von Wisconsin Dells. Gerade nach den ganzen Holzachterbahnen und Go-Karts war Manticore eine nette Abwechslung.

Batting Cages und Helios Go-Karts

Vorbei ging es anschließend an den Batting Cages, wo man sich selbst einmal mit Baseballschläger und Ball versuchen kann. Ein Angebot, das ich in einem Freizeitpark ziemlich cool finde und bei dem ich mich durchaus frage, warum man so etwas nicht häufiger findet.

Danach ging es mit den Helios Go-Karts zur letzten Go-Kart-Strecke meines Rundgangs durch den Outdoor Theme Park. Die aufgeständerte Holzkonstruktion besteht hauptsächlich aus mehreren Helices, durch die man sich nach oben und wieder nach unten schraubt. Generell gefallen mir diese mehrstöckigen Go-Kart-Strecken aus Holz richtig gut und Helios bildet da keine Ausnahme.

Outdoor Water Park

Poseidon’s Rage

Den Anfang im Outdoor Water Park machte Poseidon’s Rage, ein Wellenbecken der etwas anderen Art. Statt vieler kleiner Wellen wird hier in regelmäßigen Abständen eine einzelne riesige Welle erzeugt, die sich mit ordentlich Wucht durch das Becken bewegt.

Was dabei geboten wird, macht nicht nur unfassbar viel Spaß, sondern ist auch ziemlich beeindruckend anzusehen. Wenn sich die gewaltige Wassermasse aufbaut und anschließend durch das Becken rollt, bekommt man erst einmal einen Eindruck davon, welche Kräfte hier wirken. Auch technisch gesehen ist Poseidon’s Rage eine faszinierende Anlage und für mich eines der Highlights des Wasserparks.

Triton’s Rage und Triton’s Fury

Mit Triton’s Rage und Triton’s Fury folgen zwei Family-Raft-Rutschen, die trotz ähnlicher Bauweise zwei ziemlich unterschiedliche Fahrten bieten.

Triton’s Fury geht bereits nach einer ersten Kurve in eine lange, wellenförmige Abfahrt über. Über die einzelnen Kuppen hebt das Raft immer wieder ordentlich ab, sodass die Fahrt mit überraschend guter Airtime überzeugen kann.

Triton’s Rage setzt dagegen vor allem auf zahlreiche Kurven, durch die sich das Raft nach unten schlängelt. Dabei gerät das Boot immer wieder ordentlich in Schräglage und schaukelt sich schön an den Seitenwänden hoch. Beide Rutschen haben mir auf ihre ganz eigene Art richtig gut gefallen.

Triton’s Challenge

Am selben Rutschenturm startet mit Triton’s Challenge noch eine klassische Mattenrutsche. Bäuchlings auf der Matte geht es hier über eine lange, wellenförmige Abfahrt nach unten, wobei man über die einzelnen Kuppen immer wieder schön abhebt. Eine einfache, aber sehr spaßige Rutsche, die mir ebenfalls richtig gut gefallen hat.

Lost City of Atlantis

Weiter ging es in die Lost City of Atlantis. Der große Wasserspielplatz von WhiteWater bietet neben zahlreichen Wasserspielen auch einige ausgewachsene Rutschen.

Beim Boomerango geht es nach einer ersten Kurve über eine steile Abfahrt direkt in das große Hauptelement. Mit ordentlich Schwung fährt man die gegenüberliegende Wand hinauf, schwingt wieder zurück und gleitet anschließend flach über das Auffangbecken. Boomerangos machen eigentlich immer Spaß und auch hier war das nicht anders.

Ungewöhnlicher ist der Champagne Bowl. Hier dreht man einige Runden in der großen Schüssel, bis man schließlich zum Stillstand kommt. Danach steigt man einfach aus und verlässt die Rutsche über ein Treppenhaus in der Mitte der Bowl. Ein ziemlich kurioses Ende.

Daneben gibt es noch eine klassische Reifenrutsche, die hauptsächlich aus zahlreichen Kurven besteht. Die Fahrt ist ganz nett, ist mir im Vergleich zu den beiden anderen Rutschen aber nicht besonders in Erinnerung geblieben.

The Rise of Icarus

Mit The Rise of Icarus wartet das alles überragende Bauwerk des Outdoor Water Parks. Der rund 49 Meter hohe Rutschenturm dominiert den gesamten Wasserpark und ist schon von weitem kaum zu übersehen. Insgesamt starten hier fünf Bodyslides mit unterschiedlichen Streckenverläufen.

Das eigentliche Highlight ist The Fall. Während die übrigen Rutschen deutlich weiter unten starten, geht es hierfür bis fast an die Spitze des Turms. Der Einstieg befindet sich in rund 44 Metern Höhe und entsprechend beeindruckend ist der Blick hinunter.

Die anschließende Schussfahrt ist nicht nur sehr schnell, sondern auch verdammt lang. Leider ist The Fall ziemlich schlecht verfugt, sodass man die Übergänge während der gesamten Fahrt deutlich zu spüren bekommt. Was zunächst noch ganz lustig ist, wird mit zunehmender Fahrtdauer immer unangenehmer und irgendwann wünschte ich mir eigentlich nur noch, dass die Rutsche langsam zu Ende geht. Gerade bei einer neuen Anlage von WhiteWater hätte ich eine derart unsaubere Verarbeitung nicht erwartet.

Die übrigen Rutschen starten deutlich weiter unten und bestehen aus verschiedenen Speedslides sowie einer klassischen Kamikaze-Rutsche. Auch hier geht es entsprechend flott zur Sache, wobei mir diese deutlich kürzeren Abfahrten insgesamt besser gefallen haben.

Icaria Splash ’n Slide

Direkt im Schatten von The Rise of Icarus befindet sich mit Icaria Splash ’n Slide ein größerer Bereich für Kleinkinder. Neben flachen Wasserbecken gibt es hier verschiedene kleine Rutschen und Wasserspiele, die sich vor allem an die jüngsten Besucher richten.

River Troy und Tidal Wave

Neben den zahlreichen Rutschen bietet der Outdoor Water Park mit River Troy auch einen klassischen Lazy River, auf dem man sich gemütlich durch den Park treiben lassen kann. Mit Tidal Wave gibt es zudem noch ein großes Wellenbecken. Beide Attraktionen runden das ohnehin schon umfangreiche Angebot im Außenbereich schön ab.

Indoor Water Park

Zum Abschluss ging es für mich dann noch in den Indoor Water Park. Dieser fällt zwar deutlich überschaubarer aus und bietet hauptsächlich einige kleinere Rutschen, dafür wartet hier mit Medusa’s Slidewheel noch ein echtes Highlight.

Medusa’s Slidewheel

Mit Medusa’s Slidewheel wartet eine der ungewöhnlichsten Rutschen des Wasserparks. Statt einem klassischen Streckenverlauf führt die Family-Raft-Rutsche durch ein riesiges, sich langsam drehendes Rad. Im Inneren besteht die Fahrt praktisch nur aus gekurvten Auf- und Abfahrten, wodurch das Raft immer wieder angehoben wird, zurückrutscht und anschließend erneut Schwung aufnimmt.

Das Fahrgefühl ist dadurch völlig anders als auf einer normalen Wasserrutsche und einfach herrlich abgefahren. Ständig geht es irgendwo hoch, runter oder seitlich durch das rotierende Slidewheel und vor allem ist man darin erstaunlich lange unterwegs. Durch die vielen gekurvten Auf- und Abfahrten nimmt die Fahrt gefühlt kein Ende und macht dabei richtig viel Spaß. Für mich ganz klar das Highlight des Wasserparks und eine der besten Wasserrutschen, die ich bislang gerutscht bin.

Bilder Mt. Olympus Water & Theme Park

Fazit Mt. Olympus Water & Theme Park

Mt. Olympus hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Die Mischung aus Holzachterbahnen, den zahlreichen Go-Kart-Strecken und den beiden Wasserparks ist erstaunlich ausgewogen und bietet über den ganzen Tag hinweg jede Menge Abwechslung. Mit Zeus und Hades 360 gibt es zudem zwei richtig gute Holzachterbahnen, während gerade die aufgeständerten Go-Kart-Strecken dem Freizeitpark einen ganz eigenen Charakter verleihen.

Besonders positiv überrascht hat mich das Rutschenangebot. Während der Freizeitpark mit seinen Holzachterbahnen und Go-Kart-Strecken eher klassisch daherkommt, ist man bei den Wasserrutschen offensichtlich sehr darum bemüht, technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben. Gerade Anlagen wie The Rise of Icarus und natürlich Medusa’s Slidewheel zeigen das ziemlich eindrucksvoll. Dazu kommt mit Poseidon’s Rage eine technisch ebenso faszinierende Attraktion.

Umso weniger konnte ich nach meinem Besuch die teilweise recht negative Meinung über Mt. Olympus innerhalb der Freizeitpark-Fangemeinschaft nachvollziehen. Sicherlich ist hier nicht alles perfekt, insgesamt bietet der Park aber ein richtig starkes und vor allem ungewöhnlich vielseitiges Gesamtpaket. Ich jedenfalls hatte hier einen richtig guten Tag.

 


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Kurz abgetaucht in Soak City

Soak City

Nachdem ich bereits einige Zeit in Valleyfair verbracht hatte, wechselte ich direkt in den angrenzenden Wasserpark Soak City. Der Eingang befindet sich ziemlich zentral im Park, direkt gegenüber der Achterbahn Mad Mouse, sodass der Wechsel zwischen Freizeit- und Wasserpark denkbar unkompliziert ist.

Der Wasserpark selbst blickt dabei auf eine erstaunlich lange Geschichte zurück. Bereits 1983 eröffneten in Valleyfair die ersten Wasserrutschen, aus denen sich über die Jahre zunächst Whitewater Country und schließlich das heutige Soak City entwickelte.

Breakers Pipeline & Plunge und Breakers Bay

Direkt neben Breakers Bay erhebt sich mit Breakers Pipeline & Plunge der große Rutschenturm von Soak City. Den Anfang macht Breakers Pipeline mit gleich vier verschiedenen Falltürrutschen. Nach dem Einstieg in die Startkapsel heißt es Arme und Beine überkreuzen und darauf warten, dass einem plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Zwei der Rutschen führen anschließend ziemlich direkt nach unten, während die beiden anderen mit ihrem kurvigeren Verlauf noch etwas mehr Abwechslung bieten. Gerade der Falltürstart sorgt bei allen vier Varianten für die nötige Portion Nervenkitzel.

Noch ein paar Meter höher starten die beiden Rutschen von Breakers Plunge. Hier gibt es keine Kapsel und keine Falltür mehr, sondern zwei klassische Kamikaze-Rutschen, bei denen man vom Start direkt auf die rund 27 Meter tiefer liegenden Ausläufe blickt. Damit ist Breakers Plunge trotz des eigentlich simpleren Aufbaus noch einmal eine Spur extremer und kostet entsprechend Überwindung. Mir haben beide Anlagen richtig gut gefallen.

Direkt daneben befindet sich Breakers Bay, das große Wellenbecken von Soak City. Sobald die Wellen einsetzen, kommt ordentlich Bewegung ins Wasser. Für mich gehört ein gutes Wellenbecken zu einem Wasserpark einfach dazu.

Panic Falls

In der hintersten Ecke von Soak City wartete mit Panic Falls noch ein Rutschenturm der ganz alten Schule. Die drei Body Slides stammten bereits aus dem Jahr 1983 und gehörten damit zu den ersten Wasserrutschen, die überhaupt in Valleyfair eröffnet wurden.

Und ihr Alter merkte man den Rutschen durchaus an – allerdings im positiven Sinne. Mit erstaunlich hohem Tempo geht es durch die zahlreichen Kurven und immer wieder über kleine Jumps. Dabei hebt man teilweise leicht von der Rutschfläche ab und schaukelt sich mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter auf. Gerade dieses etwas unberechenbare Fahrverhalten machte Panic Falls für mich richtig spaßig und zu einem der Highlights in Soak City.

Ein paar Jahre jünger waren die beiden Panic Falls Speed Slides, die 1988 hinzukamen. Hier ist der Streckenverlauf deutlich einfacher: Vom rund 18 Meter hohen Turm geht es auf zwei offenen Bahnen nahezu schnurgerade hinunter. Entsprechend schnell ist man unterwegs und gerade durch die Old-School-Bauweise haben auch diese beiden Rutschen ihren ganz eigenen Reiz.

Ripple Rapids

Nach den doch recht wilden Rutschen von Panic Falls ging es mit Ripple Rapids erst einmal deutlich entspannter weiter. Der klassische Lazy River führt gemütlich durch einen Teil von Soak City und bot sich perfekt für eine kleine Pause an. Einfach in den Reifen legen und sich eine Runde durch den Wasserpark treiben lassen – genau die richtige Abwechslung nach den wilden Rutschen zuvor.

Hurricane Falls

Das große Highlight in Soak City war für mich jedoch Hurricane Falls. Die rund 21 Meter hohe Family-Raft-Rutsche sah zunächst gar nicht einmal so außergewöhnlich aus, entpuppte sich während der Fahrt aber als überraschend wilde Angelegenheit.

In einem großen Raft geht es durch eine breite Rinne mit mehreren steilen und stark überhöhten Kurven nach unten. Dabei nimmt das Boot ordentlich Geschwindigkeit auf und beginnt sich in den Kurven immer stärker aufzuschaukeln. Teilweise geht es dabei erstaunlich weit die Seitenwände hinauf, bevor das Raft wieder zurück in die Rinne schwingt und kurz darauf in die nächste Kurve fährt. Gerade dieses sehr ausgeprägte Hochschaukeln sorgt für eine unglaublich dynamische Fahrt – zumal man je nach Position im Boot auch rückwärts oder seitlich in die nächste Passage fährt.

Die Fahrt war deutlich wilder, als ich es von einer klassischen Family-Raft-Rutsche erwartet hätte, und hat mir richtig gut gefallen. Hurricane Falls war für mich ohne Frage die beste Rutsche in Soak City.

Bilder Soak City

Fazit Soak City

Soak City hat mir während meines kurzen Besuchs richtig gut gefallen. Der Wasserpark ist zwar nicht besonders groß, bietet aber eine schöne Mischung aus modernen Anlagen und einigen herrlich wilden Old-School-Rutschen.

Das klare Highlight war für mich Hurricane Falls. Eine derart wilde Family-Raft-Rutsche hatte ich nicht erwartet und allein das extreme Hochschaukeln des Rafts machte den Abstecher in den Wasserpark für mich schon lohnenswert.

 


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Valleyfair! – Ein Tag in Minnesotas größtem Freizeitpark

Valleyfair!

Valleyfair! eröffnete am 25. Mai 1976 in Shakopee, südwestlich von Minneapolis, als gemeinsames Projekt der Unternehmer Walt Wittmer und David Sherman. Auf einer Fläche von gerade einmal 26 Acres gingen zunächst rund 20 Attraktionen an den Start. Schon damals bildete die Holzachterbahn High Roller das Aushängeschild des Parks und dreht bis heute ihre Runden. Noch älter ist lediglich das historische Karussell, das ursprünglich aus dem 1973 geschlossenen Excelsior Amusement Park stammt.

Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung übernahm Cedar Point den jungen Freizeitpark. Als 1983 die gemeinsame Betreibergesellschaft gegründet wurde, setzte sich ihr Name aus den beiden Parks Cedar Point und Valleyfair! zusammen – der Ursprung des bis heute bekannten Namens Cedar Fair. In den folgenden Jahrzehnten wuchs Valleyfair! kontinuierlich und entwickelte sich zum größten Freizeitpark Minnesotas.

Wie viele Parks der ehemaligen Cedar-Fair-Gruppe präsentiert sich auch Valleyfair! außerordentlich gepflegt. Anders als in den meisten Schwesterparks gibt es hier jedoch keinen klassischen Rundweg. Stattdessen betritt man den Park ungefähr in der Mitte der Anlage und entscheidet bereits am Eingang, ob man den linken oder den rechten Parkbereich zuerst erkunden möchte.

Wir schlagen zunächst den linken Weg ein und folgen dem Pfad unter und hinter Wild Thing. Bereits hier wird deutlich, wie sehr Valleyfair! den Charme klassischer amerikanischer Freizeitparks bewahrt hat. Mit Flying Eagles, Tilter und einem Scrambler stehen gleich drei zeitlose Fahrgeschäfte dicht beieinander. Ergänzt wird dieses Ensemble durch den StarFlyer North Star von Funtime, der einen herrlichen Blick über den gesamten Park bietet.

Während die liebevoll gestaltete Oldtimerbahn Antique Autos zu einer entspannten Rundfahrt einlädt, wartet nur wenige Meter weiter mit Steel Venom bereits der erste große Adrenalinkick.

Steel Venom

Wie bei jedem Impulse Coaster aus dem Hause Intamin beginnt auch bei Steel Venom jede Fahrt mit einem kräftigen Launch. Leider ist dabei auch der für diesen Achterbahntyp typische Ruck deutlich zu spüren, was den ansonsten guten Fahreindruck etwas schmälert. Die Schraube macht vor allem im vorderen Zugteil Spaß, während sie in den hinteren Reihen kaum noch zur Geltung kommt. Leider wird diese recht ruppig zu durchfahren. Das eigentliche Highlight wartet jedoch am hinteren Spike: Dort hält eine Bremse den Zug für einige Sekunden fest, bevor er wieder in Richtung Station beschleunigt. Dabei rutschen die Fahrgäste spürbar nach vorne in die Bügel – ein Effekt, der jede Fahrt aufs Neue für ein Schmunzeln sorgt.

Trotz kleiner Schwächen macht Steel Venom jede Menge Spaß und gehört zu den stärkeren Attraktionen des Parks. Vor allem die Haltebremse am hinteren Spike sorgt für einen Effekt, den man auch nach mehreren Fahrten nicht vergisst.

Delirium

Direkt neben Steel Venom befindet sich mit Delirium ein Giant Loop aus dem Hause Larson. Ich mag diesen Attraktionstyp wirklich gerne und auch Delirium macht jede Menge Spaß. Schade ist allerdings die enorme Lautstärke während der Fahrt, die das ansonsten gelungene Fahrerlebnis etwas trübt.

Northern Lights

Mit Northern Lights folgt ein Zamperla Skater Coaster. Auf den ersten Blick erinnert die Attraktion stark an einen klassischen Disk’O Coaster aus dem gleichen Hause, unterscheidet sich jedoch in einem entscheidenden Punkt: Während man beim Disk’O nach außen blickt und vor allem auf die Brust gedrückt wird, schaut man beim Skateboard nach innen und wird überwiegend in die Rückenlehne gepresst. Dadurch empfinde ich die Fahrt als deutlich angenehmer und auf Dauer sogar etwas spaßiger.

The Wave

Direkt im Eingangsbereich des Parks befindet sich mit The Wave eine Shoot-the-Chute-Anlage aus dem Hause Hopkins Rides. Nach einer gemütlichen Auffahrt stürzt das Boot den steilen Drop hinab und schlägt mit voller Wucht auf der Wasseroberfläche auf. Die dabei entstehende Wasserfontäne sorgt dafür, dass hier garantiert niemand trocken aussteigt. Ich bin schon immer ein großer Fan dieses Attraktionstyps gewesen und finde es schade, dass Shoot-the-Chute-Anlagen nach und nach aus immer mehr Freizeitparks verschwinden. Obwohl der Wasserpark noch ein gutes Stück entfernt liegt, sieht man rund um The Wave zahlreiche Besucher in Badesachen oder mit freiem Oberkörper – eine für einen amerikanischen Freizeitpark eher ungewöhnliche Szene.

Corkscrew

Mit Corkscrew folgt ein weiterer Klassiker aus dem Hause Arrow Dynamics. Fahrtechnisch gehört die Bahn sicher nicht zu den Highlights des Parks, bietet aber eine angenehm ruhige Fahrt durch Looping und Korkenzieher. Ihre größte Stärke ist ohnehin die Einbindung in den Park. Die Strecke verläuft malerisch entlang eines Sees und bildet mit der unter dem Korkenzieher hindurchfahrenden Parkeisenbahn eines der schönsten Fotomotive des Parks. Zusammen mit der gelungenen Farbgestaltung gehört Corkscrew für mich zu den besten Blickfängen in Valleyfair!

Monster

Direkt nebenan befindet sich das Monster. Dieser amerikanische Klassiker aus dem Hause Eyerly Aircraft gehört für mich bis heute zu den besten Flat Rides überhaupt. Sitzt man alleine in einer Gondel, lässt sich diese bereits vor der Abfahrt mit etwas Körpereinsatz kräftig in Rotation versetzen – sehr zur Verwunderung der amerikanischen Fahrgäste. Während der Fahrt dreht sich die Gondel munter weiter und sorgt für ein herrlich chaotisches Fahrerlebnis. Wie so oft hat mir auch diese Fahrt wieder richtig viel Spaß gemacht.

Planet Snoopy

Auf dem Weg zur Holzachterbahn High Roller durchqueren wir zunächst Planet Snoopy. Wie in vielen Parks der ehemaligen Cedar-Fair-Gruppe wurde auch hier ein liebevoll gestalteter Themenbereich rund um die Peanuts-Figuren geschaffen. Neben zahlreichen Familien- und Kinderattraktionen sorgen viel Grün, schattige Wege und die stimmige Gestaltung dafür, dass sich Planet Snoopy angenehm vom restlichen Park abhebt. Das Highlight des Bereichs ist der Zamperla Powered Coaster Cosmic Coaster, der sich optisch hervorragend in das Gesamtbild einfügt.

High Roller

High Roller ist die älteste Achterbahn des Parks. Nach der ersten Abfahrt folgt zunächst ein großer Hügel, bevor eine langgezogene Wendekurve den Rückweg einleitet. Anschließend sorgen mehrere ungewöhnlich geformte Hügel immer wieder für Airtime, die allerdings durch einen Trim spürbar abgeschwächt wird. Vor der nächsten Kurve nimmt ein weiterer Trim erneut deutlich Geschwindigkeit aus der Bahn, sodass die letzten Hügel und die Schlusskurve nur noch gemächlich durchfahren werden. Schade eigentlich, denn ohne die beiden Trims hätte High Roller das Zeug zu einer richtig guten Holzachterbahn.

Mad Mouse

Direkt gegenüber dem Eingang zum Wasserpark Soak City liegt die Mad Mouse aus dem Hause Arrow Dynamics. Ich bin schon immer ein Fan der Wilden Mäuse des Herstellers gewesen. Im Gegensatz zu ihren europäischen Pendants setzen die Arrow-Anlagen nicht nur auf enge Spitzkehren, sondern auch auf überraschend große Gefälle und ein teilweise recht eigenwilliges Banking. Dadurch wirkt die Fahrt deutlich dynamischer und unberechenbarer, als man es von einer klassischen Wilden Maus erwarten würde. Auch Mad Mouse bildet hier keine Ausnahme und sorgt für jede Menge Fahrspaß.

Wheel of Fortune

Mit Wheel of Fortune konnte ich zum ersten Mal einen klassischen Trabant von Chance Rides erleben. Das Fahrgeschäft diente später als Vorlage für den von Mack Rides in Lizenz gebauten Hully Gully, den ich bereits kannte. Auch wenn mir die Mack-Version insgesamt etwas besser gefällt, hat es mich gefreut, endlich einmal das Original gefahren zu sein. Beide Attraktionen sind heute nur noch selten anzutreffen und gehören für mich zu den Fahrgeschäften, die man als Freizeitparkfan unbedingt einmal erlebt haben sollte.

Renegade

Mit Renegade verfügt Valleyfair! über ein ganz besonderes Scmuckstück. Bereits von weitem fällt die von Great Coasters International (GCI) gebaute Bahn durch ihre kompakte und verschlungene Holzkonstruktion auf.

Bereits der außergewöhnliche, S-förmig verdrehte First Drop sorgt für einen fantastischen Auftakt und gehört zu den besten Elementen der gesamten Fahrt. Direkt danach folgt ein kleiner Airtime-Hügel, ehe die Bahn ohne jede Verschnaufpause durch eine perfekt abgestimmte Folge aus schnellen Richtungswechseln, bodennahen Kurven und immer wieder eingestreuten Airtime-Momenten jagt. Dadurch entsteht ein nahezu ununterbrochener Fahrfluss, bei dem die Bahn bis zur Schlussbremse kaum an Tempo verliert. Kurz vor Schluss schießt der Zug noch einmal mit hoher Geschwindigkeit am Stationsbereich vorbei, bevor einige letzte Airtime-Hügel die Fahrt abrunden.

Renegade hat mich auf ganzer Linie überzeugt und zählt für mich ganz klar zu den besten Holzachterbahnen aus dem Hause GCI. Im Laufe des Tages wurde die Bahn zudem immer schneller und hatte am Nachmittag richtig Dampf unter der Haube.

Excalibur

Zu den größten Highlights von Valleyfair! zählt Excalibur. Die von Arrow Dynamics gebaute Achterbahn kombiniert typische Elemente eines Mine Trains mit deutlich größeren Abfahrten und einem außergewöhnlichen Streckenverlauf.

Die Fahrt beginnt mit einer langen Abfahrt, bevor sich Excalibur mit großen Kurven und schnellen Richtungswechseln ihren Weg durch das Gelände bahnt. Besonders gefällt mir ein Hügel, der gleichzeitig in einen Kurvenwechsel übergeht. Was heute auf vielen modernen Achterbahnen selbstverständlich ist, war 1989 noch ein ungewöhnliches und innovatives Layoutmerkmal.

Auch wenn mich die Fahrt insgesamt nicht vollständig überzeugen konnte und sich die Bahn stellenweise recht unruhig fährt, besitzt Excalibur einen ganz eigenen Charakter. Gerade das ungewöhnliche Layout mit seinen kreativen Fahrelementen macht die Bahn bis heute zu einem der Highlights von Valleyfair! und sollte bei keinem Besuch ausgelassen werden.

Thunder Canyon

In derselben Ecke des Parks befindet sich außerdem Thunder Canyon. Den Rapids Ride hätte ich gerne ausprobiert, doch während meines Besuchs blieb die Anlage leider geschlossen.

Power Tower

Weiter geht es mit dem Power Tower aus dem Hause S&S. Interessanterweise verfügt der Turm über gleich drei Fahrspuren –zwei Power Drops und ein Space Shot. Besonders gelungen finde ich jedoch die Platzierung der Attraktion. Mitten auf einer Insel gelegen und von der Achterbahn Corkscrew umschlossen, macht der Turm sowohl optisch als auch fahrtechnisch einiges her.

Wild Thing

Die nächste Anlage ist der Hyper Coaster Wild Thing aus dem Hause Morgan. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1996 prägt die über 60 Meter hohe Achterbahn die Skyline von Valleyfair! und zählt bis heute zu den bekanntesten Attraktionen des Parks.

Die Fahrt beginnt mit einer langen ersten Abfahrt, bevor der Zug über zwei Camelbacks rast. Die kurvige Abfahrt aus dem zweiten Hügel führt in eine weitläufige liegende Acht, ehe Wild Thing nach der Blockbremse mit mehreren kleineren Hügeln den Rückweg zur Station antritt. Besonders die elegant ausgeformten Kurven werden mit hoher Geschwindigkeit durchfahren und sorgen für ein ausgesprochen flüssiges Fahrgefühl. Auf den zahlreichen Airtime-Hügeln fällt die Schwerelosigkeit hingegen überraschend schwach aus.

Gerade im Vergleich zur ähnlich aufgebauten Mamba in Worlds of Fun, die ich erst zwei Tage zuvor besucht habe, hat mich das doch sehr verwundert. Trotz des nahezu identischen Layouts wirkt Wild Thing deutlich zahmer und erreicht nie die Airtime-Qualitäten ihrer Schwesterbahn. Dennoch ist Wild Thing eine gelungene Achterbahn, die vor allem mit ihrem flüssigen Layout und den elegant ausgeformten Kurven jede Menge Fahrspaß bietet.

Bilder Valleyfair!

Fazit Valleyfair!

Valleyfair! zählt sicherlich nicht zu den bekanntesten Freizeitparks der USA, muss sich hinter den großen Namen der ehemaligen Cedar-Fair-Gruppe aber keineswegs verstecken. Gerade die Mischung aus modernen Thrillrides, historischen Klassikern und der entspannten Atmosphäre macht den Reiz des Parks aus. Wer Minneapolis besucht oder den Mittleren Westen der USA bereist, sollte Valleyfair! deshalb unbedingt einen Besuch einplanen.

 

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