Eine legendäre Fahrt

Arnolds Park

Schon die Anfahrt zum Arnolds Park ist atemberaubend. Nach dem Durchfahren eines Camelbacks, auf dem sogar ein alter Achterbahnzug thront, kann man sein Auto auf dem großen Parkplatz gegenüber dem Iowa Great Lakes Maritime Museum abstellen. Von hier aus geht es zu Fuß entlang der Lake St. in Richtung des Ausflugsschiffs Queen II. Dabei kommt man an einigen netten Restaurants und Geschäften vorbei.

Der Vergnügungspark befindet sich auf der linken Seite der Lake St. Hier betreten wir den Park an der Kurve der Achterbahn The Legend. Im hinteren Teil des Parks befinden sich die meisten der größeren Fahrgeschäfte des Parks, wie ein Autoscooter, ein Scrambler, ein Tilt-a-Whirl, ein Round-Up und drei klassische Fahrgeschäfte der Eyerly Aircraft Company.

Roll-o-Plane and Rock-o-Plane

Einer der Hauptgründe für meinen Besuch war, einen Roll-o-Plane in Aktion zu sehen. Diese kompakte, von Eyerly entworfene Attraktion wäre ein Riesenspaß gewesen, wenn sie bei meinem Besuch geöffnet gewesen wäre. Die Attraktion selbst ist eine Verbesserung gegenüber dem Loop-o-Plane, bei dem die Gondeln einen Überschlag nach dem anderen machen. Hier können die Gondeln seitlich schwingen und der Ausleger wird während der Fahrt angehoben, was ein einzigartiges Fahrgefühl erzeugt, das an einen Immelmann Turn erinnert.

Etwas enttäuscht bestieg ich kurz darauf den Rock-o-Plane, ebenfalls von Eyerly. Ich hatte bereits auf dem Sanza Cruz Beachwalk die Gelegenheit zu einer Fahrt gehabt und konnte es daher kaum erwarten, mich auf dieser riesenradähnlichen Bahn ordentlich durchzuschaukeln. Es dauerte eine Weile, bis es losging, aber ich hatte viel Spaß und machte am Ende ein paar Überschläge.

Octopus

Die letzte Attraktion dieser großartigen Sammlung ist der Octopus. Im Gegensatz zu den bekannteren Monster-Fahrgeschäften gibt es hier nur zwei Gondeln pro Arm und der Arm selbst dreht sich nicht zusätzlich. Durch die Konstruktion des Fahrgeschäftes gibt es aber immer einen kurzen Moment der Schwerelosigkeit und die schnelle Wellenbewegung erleichtert die Drehung der Gondeln. Ein tolles Fahrgeschäft!

Mad Mouse

Eine weitere tolle Attraktion im hinteren Teil des Parks ist die kleine Familienachterbahn Mad Mouse der Allen Herschell Company, die leider wenige Minuten vor meiner Fahrt ihren Betrieb einstellte. Die kompakte Konstruktion besteht hauptsächlich aus engen Haarnadelkurven und sehr sanften Steigungen.

Boji Falls Log Ride

Der Boji Falls Log Ride ist eine der Hauptattraktionen des Parks. Diese sehr kompakte Wildwasserbahn von Arrow Dynamics aus dem Jahr 1970 wurde dem Park 1999 von der Familie Morey, den Eigentümern von Morey’s Piers in Wildwood, New Jersey, geschenkt. In Wildwood war die Bahn Teil des inzwischen geschlossenen Dinosaur Beach.

Nach der Auffahrt mit dem Lift dümpelt das Boot in luftiger Höhe durch eine Reihe von Kurven, um auf die andere Seite zu gelangen. Nach einer letzten Kurve erwartet die Fahrgäste die einzige Abfahrt und kurz darauf ein schönes Platschen.

Long Lines Limited Train

Die wahrscheinlich netteste Attraktion im vorderen Teil des Parks ist der „Long Lines Limited Train“. Bei dieser kleinen Zugfahrt hat man einen tollen Blick auf die Holzachterbahn des Parks, den kleinen Kiddie Coaster und das Riesenrad des Parks.

Legend

Die Fahrt mit der kleinen Holzachterbahn Legend beginnt mit einem kurzen Dip aus der Station. Nach dem Lifthügel geht es direkt in die erste Abfahrt der Bahn. Diese besteht aus einer sanften Linkskurve, die ein schönes Fahrgefühl vermittelt. Nach einem Anstieg biegen wir links ab. Nun geht es wieder bergab und wir rasen über eine Reihe von Camelbacks, die eine gute Airtime bieten. Nach einer Rechtskurve fahren wir parallel zur Uferpromenade des Okoboji-Sees und nehmen auf dem Weg zum Bahnhof noch einige Hügel mit. Bald darauf endet unsere tolle Fahrt mit der fast 100 Jahre alten Achterbahn. The Legend ist eine tolle Attraktion und ein guter Grund für einen Zwischenstopp in Iowa.

Bilder Arnolds Park

Fazit Arnolds Park

Der kleine Arnolds Park ist ein verstecktes Juwel, das man auf keiner Reise durch Iowa verpassen sollte. Nicht nur die Lage am Lake Okoboji ist atemberaubend und wunderschön, der Park bietet auch eine große Auswahl an wirklich tollen amerikanischen Fahrgeschäften. Die Holzachterbahn Legend ist auf jeden Fall ein Riesenspaß und der Hauptgrund für einen Besuch.

 

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Ein Ozean voller Spaß

Oceans of Fun

Nachdem ich den Vormittag in Worlds of Fun verbracht hatte, wechselte ich gegen Mittag in den angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun. Für den Nachmittag war schlechteres Wetter angekündigt, weshalb ich meinen Besuch im Wasserpark etwas vorgezogen hatte.

Der Übergang zu Oceans of Fun befindet sich direkt neben dem Rapids Ride Fury of the Nile. Genau hier stand früher auch die große Spillwater-Anlage Monsoon, an deren mittlerweile stillgelegter Strecke ich bei meinem Besuch noch vorbeilief. Interessant war vor allem die Einbindung der Attraktion: Monsoon konnte sowohl von Worlds of Fun als auch von Oceans of Fun aus betreten werden und gehörte damit gewissermaßen zu beiden Parks. Eigentlich eine ziemlich clevere Lösung – nur schade, dass die Anlage bereits seit 2022 nicht mehr betrieben wurde.

Mein erstes Ziel im Wasserpark war Castaway Cove, wo ich zunächst mein Lager für die nächsten Stunden aufschlug. Der ausschließlich Erwachsenen vorbehaltene Pool ist eine angenehm ruhige Oase innerhalb von Oceans of Fun und gefiel mir auf Anhieb ziemlich gut. Besonders schön ist die direkt in den Pool integrierte Swim-up-Bar – ein tolles Feature, das perfekt zu diesem Bereich des Wasserparks passt.

Aruba Tuba, Coconut Cove und Typhoon

Von Castaway Cove aus machte ich mich schließlich auf den Weg zu den ersten Rutschen. Den Anfang machte Aruba Tuba, eine klassische Reifenrutsche, die sich in zwei getrennten Röhren den Hang hinunterschlängelt. Die Fahrt ist dabei weniger spektakulär als vielmehr eine nette Einstimmung auf den Wasserpark und macht vor allem durch die zahlreichen Kurven Spaß.

Direkt am Auslauf der Rutschen befindet sich Coconut Cove. Der große Poolbereich fällt vor allem durch seine zahlreichen Wasserspiele auf und richtet sich eher an Familien und jüngere Besucher. Für mich ging es daher nach einem kurzen Blick auf den Bereich direkt weiter zu Typhoon.

Mit Typhoon wartet anschließend eine klassische Kamikaze-Rutsche, die durchaus etwas Überwindung kostet. Über mehrere Wellen geht es den Hang hinunter, wobei man immer mehr Geschwindigkeit aufnimmt und auf den Kuppen sogar ein wenig abheben kann. Gerade das macht die Fahrt überraschend wild. Dazu kommt das Alter der Anlage, wodurch sich das Ganze irgendwie noch etwas waghalsiger anfühlt. Mir hat Typhoon jedenfalls richtig gut gefallen.

Riptide Raceway

Deutlich moderner präsentiert sich Riptide Raceway. Die große Mattenrutsche wurde geschickt in den natürlichen Hang von Oceans of Fun gebaut und bietet gleich vier unterschiedliche Streckenverläufe. Statt einfach nur parallel nebeneinander ins Tal zu führen, schlängeln sich die einzelnen Bahnen in zahlreichen Kurven den Hang hinunter, bevor sie auf der Zielgeraden wieder zusammentreffen.

Gefahren wird bäuchlings auf einer Matte, wodurch man ordentlich Geschwindigkeit aufnimmt und ziemlich flott durch die Kurven rauscht. Durch die vier unterschiedlichen Strecken lohnt es sich natürlich auch, Riptide Raceway mehrmals auszuprobieren. Vor allem die unterschiedlichen Streckenverläufe machen Riptide Raceway zu einer der interessanteren Mattenrutschen im Park.

Caribbean Cooler und Hurricane Falls

Nach den ersten Rutschen wurde es mit dem Caribbean Cooler erst einmal etwas gemütlicher. Der klassische Lazy River führt durch einen größeren Teil des Wasserparks und bietet eine gute Gelegenheit, sich einfach in den Reifen fallen und eine Runde treiben zu lassen. Optisch ist die Strecke zwar nicht sonderlich spektakulär, für eine kleine Pause zwischendurch kam mir die entspannte Runde aber ganz gelegen.

Anschließend ging es zu Hurricane Falls, einer klassischen Rafting-Rutsche, bei der ausgerechnet die längste Warteschlange des ganzen Tages auf mich wartete. Zum Glück hatte ich beim Kauf meiner Cedar Fair Jahreskarte einen Fast Pass für Worlds of Fun erhalten. Ob dieser allerdings auch im Wasserpark gültig war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt selbst nicht so genau. Ein Versuch konnte jedenfalls nicht schaden – und tatsächlich wurde der Pass akzeptiert, sodass sich die Wartezeit für mich deutlich verkürzte.

Bei Hurricane Falls geht es in großen Raftingbooten durch die breite Rinne hinunter. Das Boot schaukelt dabei immer wieder durch die Kurven und sorgt je nach Sitzposition für eine etwas andere Fahrt. Die Fahrt selbst macht vor allem durch das ständige Hin und Her des großen Rafts ordentlich Spaß.

Surf City Wave Pool

Zwischendurch ging es noch in den Surf City Wave Pool, der bereits seit der Eröffnung von Oceans of Fun im Jahr 1982 zum Wasserpark gehört. Das großzügige Wellenbecken ist damit eine der ältesten noch bestehenden Attraktionen des Parks. Sobald die Wellen einsetzen, kommt ordentlich Bewegung ins Wasser. Mir hat der Surf City Wave Pool gut gefallen – ein Wellenbecken gehört für mich zu einem guten Wasserpark einfach dazu.

Predators’ Plunge

Mit Predators’ Plunge wartet am nächsten Rutschenturm eine klassische Turborutsche mit Falltürstart. Nachdem man die rund 20 Meter bis zur Spitze des Turms erklommen hat, geht es in die Startkapsel. Tür zu, Arme und Beine überkreuzen und dann heißt es warten, bis einem plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

Direkt danach nimmt man ordentlich Geschwindigkeit auf und schießt durch die geschlossene Röhre nach unten. Dabei geht es nicht einfach nur geradeaus: Mehrere schnelle Kurven sorgen dafür, dass man bis zum Auslauf mit ordentlich Tempo unterwegs ist.

Predators’ Plunge hat mir richtig gut gefallen. Gerade der Falltürstart sorgt für die nötige Portion Nervenkitzel und macht die Rutsche zu einer der besseren Anlagen in Oceans of Fun.

Shark’s Revenge

Mit Shark’s Revenge wartet am selben Rutschenturm eine Reifenrutsche, die zunächst recht unscheinbar beginnt. In mehreren Kurven geht es durch die geschlossene Röhre hinab, wobei man zunehmend an Geschwindigkeit gewinnt. Das eigentliche Highlight wartet jedoch ganz am Ende.

Plötzlich öffnet sich die Röhre und vor einem liegt eine überraschend große Schussfahrt hinunter zum Auslauf. Dieser Moment ist ziemlich atemberaubend und sorgt für einen tollen Abschluss der Fahrt. Gerade diese überraschende Schussfahrt macht Shark’s Revenge für mich zu einer der besten Rutschen im Park.

Constrictor

Mit Constrictor folgt eine weitere Reifenrutsche, deren Besonderheit vor allem in ihrer ungewöhnlichen Kurvenkonstruktion liegt. Die einzelnen Kurven sind extrem eng ausgeführt und folgen teilweise unmittelbar aufeinander. Dadurch wird der Reifen immer wieder weit an der Wand nach oben gedrückt, bevor es direkt in die nächste Kurve geht.

Das sorgt für eine ziemlich wilde Fahrt, bei der man ordentlich im Reifen hin und her geschleudert wird. Gerade diese ungewöhnliche Streckenführung macht Constrictor deutlich interessanter als eine gewöhnliche Reifenrutsche und ist mir entsprechend gut in Erinnerung geblieben.

Bilder Oceans of Fun

Fazit Oceans of Fun

Oceans of Fun hat mich insgesamt positiv überrascht. Natürlich merkt man dem bereits 1982 eröffneten Wasserpark an einigen Stellen sein Alter an, doch gerade unter den älteren Rutschen verstecken sich einige richtig spaßige Anlagen. Besonders Typhoon hat mir mit ihrer etwas waghalsigen Fahrt über die Wellen richtig gut gefallen. Gleichzeitig sorgen neuere Anlagen wie Riptide Raceway dafür, dass das Rutschenangebot keineswegs aus der Zeit gefallen wirkt.

Auch abseits der Rutschen hat Oceans of Fun einiges zu bieten. Castaway Cove mit seiner Swim-up-Bar war für mich ein schöner Rückzugsort, während der Caribbean Cooler und der Surf City Wave Pool zwischendurch für etwas Entspannung sorgten.

Unterm Strich hatte ich in Oceans of Fun deutlich mehr Spaß, als ich vor meinem Besuch erwartet hatte. Tatsächlich verbrachte ich am Ende beinahe zu viel Zeit im Wasserpark und musste mich langsam beeilen, um im benachbarten Worlds of Fun noch mit meinem Achterbahnprogramm hinterherzukommen. Für einen ursprünglich nur als kurzen Abstecher in den Wasserpark eingeplanten Teil des Tages spricht das sehr für die Qualität des Wasserparks.

 


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Ein Tag, sieben Welten, ein Ziel

Worlds of Fun

Mitten im Herzen der Metropolregion Kansas City, nur wenige Minuten von der Grenze zum Bundesstaat Kansas entfernt, liegt Worlds of Fun. Der 1973 eröffnete Freizeitpark ist vom Roman In 80 Tagen um die Welt inspiriert und in verschiedene Themenbereiche unterteilt, die unterschiedliche Regionen der Erde darstellen.

Neben einer abwechslungsreichen Auswahl an Achterbahnen und Familienattraktionen überzeugt Worlds of Fun vor allem durch seine gepflegten Gartenanlagen und die liebevoll gestalteten Themenbereiche. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Holzachterbahn Prowler, die Hyperachterbahn Mamba und der Inverted Coaster Patriot.

Gemeinsam mit dem angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun gehört Worlds of Fun heute zu den beliebtesten Freizeitparks im Mittleren Westen der USA.

Gateway Gardens

Gateway Gardens bildet den einladenden Eingangsbereich von Worlds of Fun. Großzügige Grünanlagen, farbenfrohe Blumenbeete und das malerisch am Wasser gelegene Grand Carousel sorgen bereits beim Betreten des Parks für einen gelungenen ersten Eindruck und stimmen auf einen entspannten Tag ein.

Scandinavia

Scandinavia überzeugt vor allem durch seine ruhige Atmosphäre und die zahlreichen klassischen Fahrgeschäfte. Zwischen nordisch gestalteten Gebäuden und viel Grün laden Attraktionen wie Sea Dragon, Nordic Chaser oder Fjord Fjarlane zu einer kleinen Verschnaufpause zwischen den großen Achterbahnen ein.

Viking Voyager

Viking Voyager zählt zu den Originalattraktionen von Worlds of Fun und wurde bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet. Die Log Flume aus dem Hause Arrow Development führt ihre Fahrgäste zunächst gemütlich durch den Kanal, ehe die rund 12 Meter hohe Schussfahrt den Höhepunkt der Fahrt bildet.

Im Vergleich zu vielen modernen Wildwasserbahnen fällt Viking Voyager insgesamt eher gemächlich aus und auch der Nässegrad hält sich in Grenzen. Gerade dieser nostalgische Charakter macht jedoch den besonderen Reiz der Anlage aus und erinnert an eine Zeit, in der eine klassische Log Flume in keinem Freizeitpark fehlen durfte.

Africa

Africa ist das Herzstück von Worlds of Fun und vereint einige der beliebtesten Attraktionen des Parks. Zwischen dichter Vegetation und afrikanisch gestalteten Gebäuden erwarten die Besucher mit Prowler, Mamba und Zambezi Zinger gleich mehrere Highlights. Die üppige Bepflanzung und die stimmige Gestaltung verleihen dem Themenbereich eine ganz besondere Atmosphäre.

Prowler

Mit Prowler eröffnete Worlds of Fun im Jahr 2009 eine der beliebtesten Holzachterbahnen des Herstellers Great Coasters International (GCI). Die Strecke führt größtenteils bodennah durch den Wald und begeistert mit schnellen Richtungswechseln, engen Kurven und zahlreichen Airtime-Momenten.

Während die Bahn am Morgen noch etwas verhalten wirkt, gewinnt sie im Laufe des Tages spürbar an Dynamik. Das Layout erinnert dabei stark an Mystic Timbers im Freizeitpark Kings Island. Beide Achterbahnen ähneln sich in ihrem Streckenverlauf und Fahrgefühl, wobei Mystic Timbers dank ihrer größeren Ausmaße und der längeren Fahrzeit letztlich noch etwas abwechslungsreicher und intensiver ausfällt. Dennoch zählt Prowler zu den besten Holzachterbahnen von GCI und ist eines der Highlights von Worlds of Fun.

Zambezi Zinger

Mit Zambezi Zinger erhielt Worlds of Fun im Jahr 2023 eine moderne Hommage an die gleichnamige Achterbahn, die bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet wurde. Das Original war ein Schwarzkopf Speedracer und entwickelte sich mit seinem spiralförmigen Lifthill, den Bobschlitten-artigen Zügen und der rasanten Fahrt schnell zu einer der beliebtesten Attraktionen des Parks. Nach der Schließung im Jahr 1997 wurde die Anlage nach Kolumbien verkauft, wo sie viele Jahre als Montaña Rusa im Parque del Café weiterbetrieben wurde.

Die neue Familienachterbahn von GCI greift zahlreiche Elemente ihres legendären Vorgängers auf, interpretiert diese jedoch auf moderne Weise. Während meines Besuchs war die Bahn leider den gesamten Tag geschlossen. Bereits von außen hinterlässt Zambezi Zinger einen hervorragenden Eindruck. Die moderne Anlage fügt sich harmonisch in den Themenbereich ein und weckt die Vorfreude auf eine spätere Mitfahrt.

Boomerang

Boomerang zählt zu den bekanntesten Shuttle-Achterbahnen aus dem Hause Vekoma. Auf der kompakten Strecke werden zunächst eine Cobra Roll und ein Looping durchfahren, bevor der Zug die komplette Fahrt rückwärts absolviert. So erleben die Fahrgäste insgesamt sechs Überschläge.

Im Vergleich zu einigen anderen Anlagen dieses Typs präsentiert sich der Boomerang in Worlds of Fun erstaunlich laufruhig. Gerade dadurch zählt die Fahrt zu den besten Vertretern dieses weltweit verbreiteten Achterbahntyps.

Fury of the Nile

Fury of the Nile ist ein klassischer Rapids Ride aus dem Hause Intamin. Die Rundboote treiben durch eine abwechslungsreich gestaltete Flusslandschaft, bevor Stromschnellen, Wasserfälle und mehrere spritzige Passagen für die nötige Action sorgen.

Der afrikanische Themenbereich bietet dafür die passende Kulisse und verleiht der Anlage eine stimmige Atmosphäre. Im Vergleich zu vielen anderen amerikanischen Rapids Rides fällt der Nässegrad jedoch überraschend moderat aus. Europäische Freizeitparkfans werden sich daher schnell wie zu Hause fühlen.

Mamba

Mit Mamba eröffnete Worlds of Fun im Jahr 1998 einen Hyper Coaster aus dem Hause Morgan, der bis heute zu den beeindruckendsten Achterbahnen des Parks zählt. Nach der rund 62 Meter hohen ersten Abfahrt folgt eine abwechslungsreiche Strecke mit zahlreichen Airtime-Hügeln und weitläufigen Kurven.

Spätestens auf den ersten Camelbacks zeigt Mamba ihren wahren Charakter. Die intensive Ejector-Airtime erinnert dabei stark an Steel Eel im SeaWorld San Antonio, fällt hier jedoch noch etwas ausgeprägter aus. Gleichzeitig verliert die Bahn bis zur Schlussbremse kaum an Geschwindigkeit und sorgt so für ein durchgehend dynamisches Fahrerlebnis.

Für mich zählt Mamba zu den besten Hyper Coastern überhaupt. Kaum eine andere Achterbahn dieser Kategorie verbindet eine derart intensive Ejector-Airtime mit einem bis zum Schluss beeindruckend hohen Tempo. Eine Bahn, die ich ohne zu zögern Runde für Runde fahren könnte.

Planet Snoopy

Planet Snoopy bildet den liebevoll gestalteten Kinderbereich von Worlds of Fun. Gemeinsam mit Charlie Brown, Snoopy und ihren Freunden erwartet Familien eine große Auswahl an Fahrgeschäften, Spielmöglichkeiten und kindgerecht gestalteten Attraktionen.

Das Highlight des Bereichs ist die Familienachterbahn Cosmic Coaster aus dem Hause Preston & Barbieri. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche weitere Attraktionen, sodass auch die jüngsten Besucher hier voll auf ihre Kosten kommen.

Wild West

Der Themenbereich Wild West überzeugt mit seiner stimmungsvollen Gestaltung und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Parks ein. Zwischen den zahlreichen Holzbauten erwarten die Besucher Attraktionen wie Timber Wolf und der Detonator, die den Bereich abwechslungsreich gestalten.

Timberwolf

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.Vor allem der First Drop und die anschließende Kurve werden mit viel Tempo durchfahren und sorgen für einen gelungenen Auftakt. Nach der Reduzierbremse fällt die zweite Streckenhälfte etwas gemächlicher aus. Die langgezogene Kurve anstelle der früheren Doppelhelix erinnert dabei überraschend stark an die markante Schlusskurve von Colossos im Heide Park – eine gelungene Doppelhelix-Ersatzkurve. Danach verläuft die Fahrt eher unspektakulär, bevor das Finale mit seinen kleinen seitlichen Hopsern noch einmal für einen erfrischend unkonventionellen Abschluss sorgt.

Auch wenn Timber Wolf im hinteren Streckenabschnitt etwas an Dynamik verliert, überzeugt die Bahn vor allem durch ihren starken Beginn und gehört für mich zu den besseren klassischen Holzachterbahnen ihrer Generation.

Cyclone Sam’s

Cyclone Sam’s ist ein Indoor Wipeout aus dem Hause Chance Rides, den man bei einem Besuch in Worlds of Fun keineswegs verpassen sollte. Die markante Wellenbewegung des Fahrgeschäfts wird von zahlreichen Lichteffekten und passender Musik begleitet und sorgt so für eine ebenso atmosphärische wie unterhaltsame Fahrt.

Detonator

Detonator zählt zu den ersten Space Shots aus dem Hause S&S Power und überzeugt bis heute mit seiner kraftvollen Beschleunigung. Dank der älteren Drucklufttechnik katapultiert die Anlage ihre Fahrgäste mit ordentlich Wumms in die Höhe und sorgt so für ein überraschend intensives Fahrerlebnis. Wer Worlds of Fun besucht, sollte sich eine Fahrt mit diesem Klassiker keineswegs entgehen lassen.

Mustang Runner

Mustang Runner ist eine klassische Troika aus dem Hause HUSS. Das zeitlose Fahrprogramm mit seinen harmonischen Drehbewegungen macht die Attraktion auch heute noch zu einem echten Vergnügen – eine Fahrt, die ich bei jedem Besuch gerne mitnehme.

Worlds of Fun Railroad

Die Worlds of Fun Railroad führt ihre Fahrgäste einmal quer durch den Park und bietet dabei immer wieder interessante Ausblicke auf die verschiedenen Themenbereiche. Besonders der Abschnitt durch die weitläufige Savanne im afrikanischen Themenbereich sowie die Vorbeifahrt an der Holzachterbahn Prowler machen die gemütliche Zugfahrt zu einer lohnenswerten Pause zwischen den zahlreichen Fahrattraktionen.

Europa

Der europäische Themenbereich gehört zu den ruhigeren Ecken von Worlds of Fun und wird von vielen Besuchern leicht übersehen. Wer sich dennoch hierher verirrt, entdeckt mit Le Taxi, dem Flying Dutchman und der Autobahn einige charmante Klassiker abseits der großen Besuchermagneten.

Americana

Americana zählt zu den schönsten Themenbereichen von Worlds of Fun. Inspiriert vom Amerika der Jahrhundertwende sorgen liebevoll gestaltete Gebäude und gepflegte Gartenanlagen für eine stimmige Atmosphäre.

Für mich war es jedoch vor allem die musikalische Untermalung, die diesen Bereich so besonders machte. Die bekannten Ragtime-Melodien aus RollerCoaster Tycoon 1 und 2 weckten sofort nostalgische Erinnerungen und verliehen Americana einen ganz besonderen Charme.

SteelHawk

SteelHawk ist ein WindSeeker aus dem Hause Mondial und bietet einen beeindruckenden Ausblick über Worlds of Fun und die umliegende Landschaft. Im Vergleich zu den deutlich höheren Star Flyern von Funtime wirkt die Fahrt weniger einschüchternd, gefällt mir persönlich aber sogar besser. Die angenehm ruhige Fahrt und die großartige Aussicht machen SteelHawk zu einer Attraktion, die man bei einem Besuch keineswegs auslassen sollte.

Patriot

Patriot ist ein Inverted Coaster aus dem Hause Bolliger & Mabillard (B&M) und zählt seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 zu den Aushängeschildern von Worlds of Fun. Bereits von Weitem fällt die markante rot-weiße Schienenkonstruktion ins Auge, die der Achterbahn ein unverwechselbares und typisch amerikanisches Erscheinungsbild verleiht. Schon beim Betreten des Themenbereichs zieht Patriot die Blicke nahezu automatisch auf sich.

Nach einem kurzen Pre-Drop taucht der Zug in einer steilen Kurve rasant in Richtung Boden ab. Mit ordentlich Druck durchquert man das erste Tal und erreicht unmittelbar den Looping. Besonders der nahe Lift sorgt hier für einen gelungenen Footchopper-Effekt, ehe sich der Zug wieder dem Boden zuwendet. Es folgen eine markante Zero-G-Roll und ein Immelmann Turn, bevor eine Helix und ein klassischer Drop entlang des Skyliner-Riesenrads zum Korkenzieher führen. Eine weitere Helix und ein kleiner Dip leiten schließlich in die Schlussbremse über.

Der erste Teil der Fahrt überzeugt mit einem flüssigen Rhythmus und einer gelungenen Abfolge der Fahrelemente. Im Mittelteil verliert Patriot jedoch etwas an Dynamik, wodurch die Bahn insgesamt eher im guten Mittelfeld der B&M-Inverted Coaster landet.

East Asia

East Asia ist zwar einer der kleinsten Themenbereiche von Worlds of Fun, besitzt aber einen ganz eigenen Charme. Zwischen asiatisch gestalteten Gebäuden bilden Spinning Dragons und der Round-Up Bamboozler einen stimmungsvollen Abschluss des Rundwegs durch den Park.

Spinning Dragons

Spinning Dragons ist ein Spinning Coaster aus dem Hause Gerstlauer und bildet die Hauptattraktion des kleinen Themenbereichs East Asia. Die schön gestaltete Anlage fügt sich harmonisch in ihre Umgebung ein und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Layout. Interessanterweise entspricht der Streckenverlauf nahezu vollständig dem von Pandemonium im Freizeitpark Six Flags St. Louis.

Während meines Besuchs sorgte ein technischer Defekt dafür, dass die Bahn bis kurz vor Parkschluss außer Betrieb blieb. Umso größer war die Freude, als die Techniker den Fehler schließlich doch noch beheben konnten und Spinning Dragons ihre Tore für die letzten Parkbesucher öffnete. Dank der frei drehenden Wagen verläuft keine Fahrt wie die andere und die Bahn erwies sich als gelungener Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Bilder Worlds of Fun

Fazit Worlds of Fun

Als großer Fan der klassischen amerikanischen Freizeitparks der 70er Jahre hat Worlds of Fun bei mir genau ins Schwarze getroffen. Es sind vor allem die liebevoll gestalteten Themenbereiche, die außergewöhnlich gepflegten Gartenanlagen und die angenehm entspannte Atmosphäre, die den Park für mich zu einem Ort machen, an dem man einfach gerne den ganzen Tag verbringt. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Worlds of Fun für mich zu den schönsten klassischen Freizeitparks der USA zählt.

Allein für Mamba würde ich jederzeit wieder nach Worlds of Fun reisen. Und dann gibt es da ja auch noch Zambezi Zinger, der mir bei meinem Besuch leider verwehrt blieb. Umso mehr freue ich mich schon jetzt auf meinen nächsten Road Trip durch den Mittleren Westen der USA.

 

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