Soak City
Nachdem ich bereits einige Zeit in Valleyfair verbracht hatte, wechselte ich direkt in den angrenzenden Wasserpark Soak City. Der Eingang befindet sich ziemlich zentral im Park, direkt gegenüber der Achterbahn Mad Mouse, sodass der Wechsel zwischen Freizeit- und Wasserpark denkbar unkompliziert ist.
Der Wasserpark selbst blickt dabei auf eine erstaunlich lange Geschichte zurück. Bereits 1983 eröffneten in Valleyfair die ersten Wasserrutschen, aus denen sich über die Jahre zunächst Whitewater Country und schließlich das heutige Soak City entwickelte.
Breakers Pipeline & Plunge und Breakers Bay
Direkt neben Breakers Bay erhebt sich mit Breakers Pipeline & Plunge der große Rutschenturm von Soak City. Den Anfang macht Breakers Pipeline mit gleich vier verschiedenen Falltürrutschen. Nach dem Einstieg in die Startkapsel heißt es Arme und Beine überkreuzen und darauf warten, dass einem plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Zwei der Rutschen führen anschließend ziemlich direkt nach unten, während die beiden anderen mit ihrem kurvigeren Verlauf noch etwas mehr Abwechslung bieten. Gerade der Falltürstart sorgt bei allen vier Varianten für die nötige Portion Nervenkitzel.
Noch ein paar Meter höher starten die beiden Rutschen von Breakers Plunge. Hier gibt es keine Kapsel und keine Falltür mehr, sondern zwei klassische Kamikaze-Rutschen, bei denen man vom Start direkt auf die rund 27 Meter tiefer liegenden Ausläufe blickt. Damit ist Breakers Plunge trotz des eigentlich simpleren Aufbaus noch einmal eine Spur extremer und kostet entsprechend Überwindung. Mir haben beide Anlagen richtig gut gefallen.
Direkt daneben befindet sich Breakers Bay, das große Wellenbecken von Soak City. Sobald die Wellen einsetzen, kommt ordentlich Bewegung ins Wasser. Für mich gehört ein gutes Wellenbecken zu einem Wasserpark einfach dazu.
Panic Falls
In der hintersten Ecke von Soak City wartete mit Panic Falls noch ein Rutschenturm der ganz alten Schule. Die drei Body Slides stammten bereits aus dem Jahr 1983 und gehörten damit zu den ersten Wasserrutschen, die überhaupt in Valleyfair eröffnet wurden.
Und ihr Alter merkte man den Rutschen durchaus an – allerdings im positiven Sinne. Mit erstaunlich hohem Tempo geht es durch die zahlreichen Kurven und immer wieder über kleine Jumps. Dabei hebt man teilweise leicht von der Rutschfläche ab und schaukelt sich mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter auf. Gerade dieses etwas unberechenbare Fahrverhalten machte Panic Falls für mich richtig spaßig und zu einem der Highlights in Soak City.
Ein paar Jahre jünger waren die beiden Panic Falls Speed Slides, die 1988 hinzukamen. Hier ist der Streckenverlauf deutlich einfacher: Vom rund 18 Meter hohen Turm geht es auf zwei offenen Bahnen nahezu schnurgerade hinunter. Entsprechend schnell ist man unterwegs und gerade durch die Old-School-Bauweise haben auch diese beiden Rutschen ihren ganz eigenen Reiz.
Ripple Rapids
Nach den doch recht wilden Rutschen von Panic Falls ging es mit Ripple Rapids erst einmal deutlich entspannter weiter. Der klassische Lazy River führt gemütlich durch einen Teil von Soak City und bot sich perfekt für eine kleine Pause an. Einfach in den Reifen legen und sich eine Runde durch den Wasserpark treiben lassen – genau die richtige Abwechslung nach den wilden Rutschen zuvor.
Hurricane Falls
Das große Highlight in Soak City war für mich jedoch Hurricane Falls. Die rund 21 Meter hohe Family-Raft-Rutsche sah zunächst gar nicht einmal so außergewöhnlich aus, entpuppte sich während der Fahrt aber als überraschend wilde Angelegenheit.
In einem großen Raft geht es durch eine breite Rinne mit mehreren steilen und stark überhöhten Kurven nach unten. Dabei nimmt das Boot ordentlich Geschwindigkeit auf und beginnt sich in den Kurven immer stärker aufzuschaukeln. Teilweise geht es dabei erstaunlich weit die Seitenwände hinauf, bevor das Raft wieder zurück in die Rinne schwingt und kurz darauf in die nächste Kurve fährt. Gerade dieses sehr ausgeprägte Hochschaukeln sorgt für eine unglaublich dynamische Fahrt – zumal man je nach Position im Boot auch rückwärts oder seitlich in die nächste Passage fährt.
Die Fahrt war deutlich wilder, als ich es von einer klassischen Family-Raft-Rutsche erwartet hätte, und hat mir richtig gut gefallen. Hurricane Falls war für mich ohne Frage die beste Rutsche in Soak City.
Bilder Soak City
Fazit Soak City
Soak City hat mir während meines kurzen Besuchs richtig gut gefallen. Der Wasserpark ist zwar nicht besonders groß, bietet aber eine schöne Mischung aus modernen Anlagen und einigen herrlich wilden Old-School-Rutschen.
Das klare Highlight war für mich Hurricane Falls. Eine derart wilde Family-Raft-Rutsche hatte ich nicht erwartet und allein das extreme Hochschaukeln des Rafts machte den Abstecher in den Wasserpark für mich schon lohnenswert.
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