Ein Ausflug nach Busch Gardens Williamsburg

Busch Gardens Williamsburg

Sesame Street Forest of Fun

Die Hauptattraktion des großen Kinderbereichs Sesame Street Forest of Fun ist die kleine Familienachterbahn Grover’s Alpine Express. Die von Zierer gebaute Bahn besteht aus zwei hintereinander angeordneten Helices und ist eine sehr gute Einstiegsachterbahn für alle zukünftigen Achterbahnfans.

Italy

Escape from Pompeii

Escape from Pompeii ist die mit Abstand am besten gestaltete Wasserbahn in einem Freizeitpark. Nachdem man mit dem Kettenlift in die Ausgrabungsstätte gebracht wurde, durchquert man zunächst einige schön gestaltete Räume, bevor es mit Feuereffekten so richtig heiß wird. Am Ende bleibt nur noch die Flucht ins kühle Nass. Gut durchfeuchtet, aber nicht zu nass, verlassen wir die Attraktion, die uns dank der eingesetzten Technik noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Apollo’s Chariot

Die Fahrt mit Apollos Chariot beginnt gleich mit dem Lift, der uns auf eine Höhe von 52 m bringt. Oben angekommen, fahren wir zunächst über einen kurzen Absatz, bevor wir uns in den Abgrund stürzen. Interessanterweise führt uns der First Drop gut 64 Meter in die Tiefe. Nach zwei klassischen Airtimehügeln biegen wir nach links ab und fahren sofort in eine lange, bodennahe Kurve, die in eine Helix übergeht. Mit Schwung stürzen wir uns wieder in die Tiefe und erreichen nach einer ansteigenden Rechtskurve eine Blockbremse. Nun geht es über vier Hügel zurück zur Station.

Apollo’s Chariot ist ein sehr guter Hyper Coaster der alten Schule. Die von B&M gebaute Achterbahn setzt vor allem auf Geschwindigkeit und Floater Airtime während der Fahrt. Dadurch wird man nicht so sehr aus dem Sitz gerissen, wie es bei neueren Achterbahnen dieser Art der Fall ist. Nichtsdestotrotz ist Apollo’s Chariot eine sehr gute Achterbahn, die man gerne mehrmals hintereinander fahren will.

Tempesto

In fast jedem Park der United Parks and Resorts Gruppe gibt es eine Premier Rides Sky Rocket II, so auch hier in Busch Gardens Williamsburg. Der Name Tempesto erinnert an eine Pasta-Variante, soll aber an einen italienischen Stuntman erinnern.

Der erste Start auf Tempesto ähnelt in weiten Teilen der Anfangsbeschleunigung einer modernen Schiffschaukel, nach dem Richtungswechsel geht es zugegebenermaßen deutlich kräftiger zur Sache und so erreichen wir fast den Scheitelpunkt des Non-Inverted Loopings. Mit ordentlich Schwung werden wir nun ein drittes Mal beschleunigt, woraufhin wir nach einer 180°-Drehung mühelos die oberste Ebene der Bahn erreichen. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es in die weithin sichtbare Inversion der Anlage, wo wir eine sehr ausgeprägte Hangtime erleben. Kurz darauf tauchen wir wieder in den Non-Inverted Loop ein. Ein erneutes Wiedersehen mit dem Scheitelpunkt des Elements leitet dann das Finale der Strecke ein, nach dem wir nach einer weiteren Durchfahrt der Station genau in dieser zum Stehen kommen und unsere wilde Fahrt endet.

Roman Rapids

Während der Stromschnellenfahrt auf Roman Rapids hat man einen guten Blick auf den Hyper Coaster Apollo’s Chariot. Bei meinem Besuch war der Intamin Rapids Ride leider geschlossen.

Trade Wind and Turkish Delight

Während dieser Teil des Parks von drei großen Achterbahnen dominiert wird, findet man hier auch den Musikexpress Trade Wind und die Teetassenfahrt Turkish Delight. Beide Fahrgeschäfte bieten eine tolle Fahrt.

Pantheon

Die neueste Achterbahn im Park ist der Multi-Launch Coaster Pantheon. Obwohl die Bahn bereits seit über einem Jahr fertiggestellt ist, wurde sie erst kurz vor meinem Besuch offiziell eröffnet.

Die Fahrt auf Pantheon beginnt zunächst mit einigen Kurven bis zum ersten Launchbereich. Mit Schwung geht es dann in die erste Rolle, die in eine Rechtskurve übergeht. Nach einigen Hügeln mit negativem Banking erreichen wir den zweiten Launchbereich. Hier beschleunigen wir zunächst ein wenig, rasen dann über einen Hügel und beschleunigen noch einmal leicht. Den anschließenden Top Hat schaffen wir jedoch nicht, weshalb wir nun die Richtung wechseln. Rückwärts geht es über den Hügel und einen Spike hinauf. Wieder vorwärts beschleunigen wir ein drittes Mal und schaffen den Top Hat diesmal ohne Probleme. Nach einer sehr steilen Abfahrt führt uns der Weg durch eine bodennahe Rechtskurve und anschließend in einen Outward Banked Airtimehill. Eine weitere bodennahe Rechtskurve führt uns dann in einen Stall, wo wir einige Sekunden über Kopf verbringen, bevor wir die letzten Kurven zurück zur Station nehmen.

Obwohl Pantheon die Achterbahn mit der schnellsten Multi-Launch-Sequenz ist, fährt sie durch die lineare Abfolge der Elemente eher gemächlich. Möglicherweise ist sie aber auch nur im uneingefahrenen Zustand am Morgen so. Leider war die Achterbahn am Nachmittag geschlossen, da ein Zug im Launchbereich ausgependelt war.

Battering Jam, Flying Machines and DaVInci’s Cradle

Auf dem Weg zum deutschen Themenbereich durchqueren wir einen wunderschönen italienischen Garten mit drei Fahrgeschäften. Neben den Orbiter Flying Machines kann man hier eine Fahrt auf der Schiffschaukel Battering Jam sowie auf dem fliegenden Teppich DaVinci’s Cradle wagen.

Oktoberfest

Im deutschen Oktoberfest-Themenbereich von Busch Gardens Williamsburg gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte mit „interessanten“ Namen, darunter die Achterbahn Verbolten (eine Mischung aus Verboten und dem englischen Wort Bolt), der Freifallturm Mäch Tower (eine Anspielung auf das Wort Mach, aber mit ä) oder der Autoscooter Der Autobahn.

Mäch Tower

Als Busch Gardens den Mäch Tower vorstellte, fragten sich alle, warum nach dem wahnsinnigen Erfolg von Falcon’s Fury in Busch Gardens Tampa ausgerechnet ein Freifallturm von Moser Rides in den Park kommt. Zumindest auf dem Papier bot der Turm einige Features, die die anderen nicht hatten. Letztendlich erinnern sich die Parkbesucher aber eher an die unbequemen Sitze als an die Fahrt selbst. Vorausgesetzt, die Fahrt geht nicht gleich nach dem Einsteigen kaputt, weshalb ich über die Fahrt im Mäch Tower zumindest nichts berichten kann.

Verbolten

Wo einst der böse Wolf zu Hause war, lädt heute Verbolten zu einer Fahrt durch den Schwarzwald ein. Die Warteschlange ist gespickt mit schlecht übersetzten Plakaten, Postern und anderen Souvenirs, die für die badische Region werben.

Die Fahrt über Verbolten beginnt mit zwei gemächlichen Kurven, bevor wir richtig Gas geben. In völliger Dunkelheit geht es nun eine Steilkurve hinunter. Vorbei an zahlreichen Schwarzlichteffekten biegen wir in eine enge Helix ein. Nach einer Blockbremse geht es wieder in einer Steilkurve bergab. Schließlich erreichen wir nach einem Anstieg den Drop Track der Bahn. Kaum in Position, geht es auch schon einige Meter in die Tiefe. Völlig baf fahren wir direkt in die zweite Abschussstrecke ein. Unsere Geschwindigkeit reicht gerade aus, um den Weg zu einer alten, baufälligen Brücke zu meistern. Es folgt die größte Schussfahrt der Tour. Mit Schwung geht es nun durch eine bodennahe Linkskurve. Nachdem wir die Richtung gewechselt haben, geht es wieder bergauf. Ein kurzer Hügel führt uns dann in die Schlusskurve und sofort in die Bremsen.

Leider ist die Fahrt auf Verbolten vor dem ersten Launch etwas holprig, danach aber im Großen und Ganzen sehr flüssig. Der Indoorteil der Fahrt ist erstaunlich lang und sehr intensiv und der freie Fall überrascht doch sehr. Nach dem zweiten Launch passiert leider nicht mehr viel. Nach der Brückensequenz kommt das größte Gefälle der Bahn, leider ist nach zwei weiteren Kurven auch schon Schluss. Alles in allem eine wirklich tolle Bahn.

Germany

Alpengeist

Etwas versteckt im deutschen Themenbereich befindet sich der Eingang zur Achterbahn Alpengeist. Dieser B&M Inverted Coaster ist wie ein Skilift gestaltet und bietet eine Fahrt wie auf einer schwarzen Piste.

Nach der Liftfahrt geht es in einer Rechtskurve steil nach unten. Es folgt ein großer Immelmann, der in einen ebenso großen Looping führt. Schließlich geht es in eine Cobra Roll, in der wir die Fahrtrichtung ändern. Nach einer kurvenreichen Auffahrt erreichen wir eine Blockbremse. Mit Schwung stürzen wir uns wieder dem Boden entgegen. Nun geht es durch eine Zero-G Roll und gleich danach in einen Korkenzieher. Nur knapp über dem Boden schwebend folgt eine Helix und gleich darauf die finale Linkskurve in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Alpengeist ist ein Inverted Coaster der Extraklasse. Die Bahn ist hoch, schnell und verdammt druckvoll. Zudem ist das Layout einfach genial. Leider ist die Anlage für die meisten Besucher wohl etwas zu anspruchsvoll, so dass wir hier eigentlich nie warten mussten.

Scotland

Loch Ness Monster

Das Loch Ness Monster ist die bekannteste Achterbahn in Busch Gardens Williamsburg, was vor allem an den beiden Interlocking Loops liegt, die sich im Tal zwischen den Hügeln rechts und links des Flusses befinden.

Die Fahrt auf dem klassischen Arrow Looping Coaster führt zunächst durch einige Kurven, bevor man den ersten Lift erreicht. Oben angekommen geht es nach einer Rechtskurve in den größten Drop der Fahrt, der einmal quer durch das Tal führt. Nach einer Kurve geht es in eine weitere Abfahrt, die in den ersten Looping mündet. Nach einem kurzen Anstieg und einer Rechtskurve erreichen wir eine Blockbremse. Danach fahren wir in ein künstliches Felsmassiv hinein, in dessen Inneren uns eine sehr lange Helix in völliger Dunkelheit erwartet. Mit ordentlich Speed geht es dann in den zweiten Lift.  Nach einer Rechtskurve folgt der Drop in den zweiten Looping. Schließlich erreichen wir nach einer Steigung die finale Bremsstrecke der Achterbahn.

Das Loch Ness Monster ist eine schöne klassische Loopingachterbahn mit tollen Stürzen, sehr intensiven Loopings und einer tollen Helix. Interessanterweise fährt sich die Bahn im hinteren Teil des Zuges deutlich besser als vorne, weshalb ich eine Fahrt derzeit nur im hinteren Teil des Zuges empfehlen kann.

Ireland

Der kleine irische Themenbereich beherbergt nicht nur einen sehr authentischen Pub, sondern auch die große S&S Schaukel Finnegan’s Flyer und die Show Celtic Fyre.

Während Finnegan’s Flyer seine Passagiere in einen Adrenalinrausch versetzt, begeistert Celtic Fyre mit großen irischen Tanznummern. Die Show, die ich gerne als „Bier – das Musical“ bezeichne, ist einfach perfekt. Die Musik ist großartig, die Sänger sind wirklich gut und die Stepptanznummern sind ein echter Hingucker. Unbedingt anschauen!

New France

Invadr

Invadr ist die kleine Holzachterbahn des Vergnügungsparks. Die Fahrt auf der Achterbahn von GCI beginnt mit einer Rechtskurve, die uns direkt in den Lift der Achterbahn bringt. Oben angekommen, geht es durch eine Linkskurve, in der wir ordentlich in die Seiten der Wagen gedrückt werden. Ein kurzer Hügel leitet dann in den großen Drop der Anlage über. Nach einer Rechtskurve geht es über zwei aufeinanderfolgende Airtime-Hügel. Die weitere Fahrt mischt dann zwischen den vielen Kurven immer wieder weitere Airtimehügel, bevor wir in einer Steilkurve das Finale der Fahrt einleiten. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke und unsere kurze, aber schöne Fahrt geht zu Ende.

Le Scoot

Während der rasanten Fahrt auf der Wildwasserbahn Le Scoot hat man einen guten Blick auf den Inverted Coaster Alpengeist. Leider war die Arrow Wildwasserbahn bei meinem Besuch geschlossen.

France

Griffon

Die wohl bekannteste Achterbahn in Busch Gardens Williamsburg ist Griffon. Dieser B&M Dive Coaster dominiert die Skyline des Freizeitparks. Dabei bietet die Fahrt außer den beiden Vertikalabfahrten und den Immelmann Inversionen eigentlich nichts Besonderes. Trotzdem ist die Fahrt in 62 m Höhe eine absolute Spaßmaschine. Die Abfahrten sind klasse und die beiden Überschläge in den extrem breiten Wagen machen einfach Spaß. Eine tolle Bahn, die ich immer wieder gerne fahre.

Bilder Busch Gardens Williamsburg

Fazit Busch Gardens Williamsburg

Busch Gardens Williamsburg ist ein wirklich schöner Vergnügungspark mit vielen wirklich guten Fahrgeschäften und einem wirklich starken Achterbahn Line-Up. Aber auch das Entertainment im Park ist wirklich stark, was man vor allem an der Show Celtic Fyre sieht. Alles in allem hatte ich eine wirklich tolle Zeit in Busch Gardens Williamsburg.


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Hier geht es zum nächsten Bericht über die Stumbled Runner Tour.

Als der Himmel zum ersten Mal offiziell schrie

Vorwort

Wenn der Tag schon suboptimal beginnt kann er nur gut werden, zumindest dachte ich es mir als ich bei Jan früh morgens in Weiterstadt aufwachte, meine Brille in Einzelteilen sah und spontan ein Besuch bei Fielmann in Haßloch geplant werden musste. Auf den Weg dahin gabelten wir noch Martin auf, so dass wir pünktlich dort waren und nach etwa zehn Minuten warten den Weg in Richtung des benachbarten Holiday Parks auf uns nehmen konnten, wo wir trotz dieser Umstände natürlich überpünktlich auf dem Vorplatz auf die anderen warteten um mit ihnen dann gemeinsam auf die Eröffnung der Achterbahn Sky Scream zu warten.

Da ich selbst nicht im Besitz einer gültigen Jahreskarte war, reihte ich mich brav in die Schlange ein und wartete überraschend lange. Da Julian nun auch auf die Gruppe stoß und in der Reihe neben meiner bedeutsam schneller vorankam schloss ich mich ihn an um die Schlange mit einer lustigen Aktion unter Zuhilfenahme unserer Fort Fun Jahreskarten nochmals deutlich zu verlängern. Da die Gruppe noch immer nicht vollständig war entschlossen wir uns das ganze Spiel mit Jans Jahreskarte an einer anderen Kasse zu wiederholen, immerhin fehlte noch ein Ticket. Zu guter Letzt überraschte uns Martin mit einer abgelaufenen Jahreskarte, die ihn wiederum den Einlass versperrte und zu schönen Stunden in der Jahreskartenschlange führte, während wir uns im Park vergnügten.

Holiday Park

Majas Blütensplash

Mittlerweile war es schon deutlich nach 10 Uhr und so drang unsere muntere Truppe mit den Drang etwas zu fahren ins Majaland um den Blütensplash einen Besuch abzustatten. Gut unterhalten, ein wenig nass und mit einem kitschigen Kinderlied im Ohr zog es uns nun zum eigentlichen Besuchsgrund, denn ein hohes Gebilde umringt von ganz viel nackten Beton strahlte eine gewisse Endzeitstimmung aus der wir uns nicht wiedersetzen wollten.

Sky Scream

Eine alte, dreckige Vekomaschiene weißte uns den Weg zur Achterbahn Sky Scream und kurz darauf machten wir es uns zwischen den Betonwänden bequem. Eine kurze Stahltreppe hinauf und wieder hinunter warteten wir nun mit etwas mehr Menschen auf dem Weg hinauf zur Station. Dort warteten gewiss die meisten Fahrwilligen und es herrschte durch die Enge dieser auch ein wenig Chaos, denn obwohl die erste Reihe augenscheinlich die meisten Personen aufweisen konnte, so wartete man teilweise in den anderen Reihen deutlich länger. Gerade wenn die Station etwas enger ausfällt, so wäre es sicherlich sinnvoll gewesen ein Drehkreuz aufzustellen und maximal 2-3 Wagenladungen in diese zu lassen. Gewiss der Holiday Park wird selten so voll wie am Besuchstag, doch ein wenig mehr Ordnung könnte zu mehr Fahrten führen, was ich durch einen kleinen Fehler gegen Ende des Tages tatsächlich auch bereuen durfte, aber immerhin fuhren die anderen ja drei Runden ohne aufstehen zu müssen.

Endlich in den, zumindest in den letzten Reihen sehr, eng ausgelegten Wagen Platz der Achterbahn Sky Scream Platz genommen und den ungünstig ausgelegten Bügel hinuntergedrückt, kann die Fahrt auch schon losgehen. Der erste Abschuss ähnelt in weiten Teilen noch der Anfangsbeschleunigung einer, doch etwas modern geratenen, Schiffschaukel, nach dem Wechsel der Laufrichtung geht es zugegebener Maßen deutlich kräftiger von Statten und so erreicht man beinahe den Scheitelpunkt des Non-Inverted Loopings, von dort aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Wilde Maus und andere Bereiche des Parks. Mit ordentlich Schwung wird man nun ein drittes Mal beschleunigt und man erreicht, nach einer 180° Drehung um die Achse der Schiene ohne Müh und Not die oberste Ebene, wo man erst einmal brachial aus dem Sitz gerissen wird. Nach einer sehr kurzweiligen Verschnaufpause folgt auf die immense Airtime stark ausgeprägte Hangtime in einer Rolle die besser nicht platziert werden konnte. Nun folgt das Eintauchen in den Non-Inverted Loop, bei der man gerade im hinteren Teil des Zugverbunds körperlich beansprucht wird. Die Drehung um die Achse der Schiene wird dabei so brachial mitgenommen, so dass man vom darauffolgenden Tal kaum etwas mitbekommt. Ein erneutes Wiedersehen mit dem Scheitelpunkt des Elements leitet das Finale der Bahn ein, woraufhin man nach einer weiteren Durchfahrt der Station punktgenau in dieser zu stehen kommt.

Der Sky Scream ist eine wirklich herausragende Anlage geworden und schafft das was der Superwirbel über die letzten Jahre nicht mehr schaffen konnte, sofern die denn Anlage überhaupt lief, nämlich eine erwähnenswerte parkinterne Konkurrenz zur Expedition GeForce zu sein und die Leute von der stetigen Hauptattraktion des Parks wegzuziehen. Zwar ist die von Premier Rides erbaute Anlage nicht die beste deutsche Achterbahnneuheit in diesem Jahr, das ist ohne Frage durch sein runderes Gesamtpaket der Flug der Dämonen in der Lüneburger Heide, aber sie ist definitiv eine der weniger belanglosen Achterbahnen des Landes und spielt dementsprechend ganz weit oben mit. Der Holiday Park hat durch seine riskante Wahl alles richtig gemacht und wird sich dementsprechend über entsprechenden Zuwachs freuen, zumal nun endlich mehr geboten wird als nur für die Stunden der Nachmittagsöffnung.

Lighthouse Tower und Expedition GeForce

Eine, durch intensiven Schaukeln, versuchte Rückwärtsfahrt auf dem pfälzischen Leuchtturm Lighthouse Tower später vergrößerte sich unsere Gruppe zu ihrer vollen Blüte, nur um die Bitte von Martin etwas essen zu gehen gekonnt zu ignorieren und dementsprechend der Expedition GeForce ihren langersehnten Tribut zu geben. Da sich die Anlage seit jeher gut fährt folgte im späteren Tagesverlauf eine weitere Fahrt, jedoch in der ersten Reihe, interessanter Weise fuhren wir dann in den selben Zügen, wie die seit der Wasserskishow abtrünnigen Gruppenmitglieder die bereits deutlich länger für die letzte Reihe warteten.

Im Pfalzgraf probierten wir uns dann komplett durch das vorhandene Angebot, bei mir war es ein zwar gut gekochtes, wenn gleich leider recht süßes Gulasch minderer Qualität. Für die hohen Kosten darf man eigentlich schon etwas Besseres erwarten, zumal die Getränke leider nicht inklusive waren, dennoch war es besser als das iterativ an ein Gulasch angenähertes Mensaessen des Studierendenwerks in Hamburg, man konnte es also essen.

Burg Falkenstein

Gut gefüllt entschieden wir uns für eine Fahrt auf Burg Falkenstein, wo angeblich ab 13 Uhr Erschrecker im Inneren warteten. Tatsächlich war es jedoch so, dass der Park so weit bemüht war seine Themenfahrt aufzuwerten und zumindest mir das größte Schreckgespenst auf eine Bank vor der Anlage setzte, im Inneren hingegen wurde man nur etwas mit Wasser besprüht und von dem einzigen aktiven Akteur doch einiger Maßen erwischt.

Wickie Splash

Während eine Neuheit in diesem Jahr durchweg positiver Natur ist, so ist es die Verschandelung der großartigen Mack Wildwasserbahn mit dem nun belanglosen Namen Wickie Splash definitiv nicht. Nicht nur das die Anlage im Stil der nun animierten Neuauflage der Serie Wickie und die starken Männer gehalten ist, sprich sehr bunt und hässlich, so fehlt die Beleuchtung der zwar neu bestückten Drehteller komplett, wodurch die Fahrt deutlich verschlimmbessert wurde. Der Nässegrad der Anlage blieb soweit erhalten, wären da nicht die stetigen Bemühungen der anderen Mitfahrer gewesen Wasser in den hinteren Teil des Bootes zu schaufeln.

Bilder Holiday Park 2008 – 2016

Schlusswort

Das Treffen im Holiday Park gestaltete sich als wirklich grandios, zumal die Gruppe hier ordentlich Stimmung erzeugte, die man bei den kleinen Splittergruppen bekannter Foren, irgendwie nicht wirklich hören konnte. Zwar gelang es uns während des Besuchs nicht wirklich viel zu fahren, außer den Dauerfahrern bei Sky Scream am Ende des Tages, dennoch wurde alles Relevante mitgenommen was geradeso auf dem Weg lag. Ich zumindest bereute den langen Weg in die Pfalz keinesfalls und wäre anderen Treffen prinzipiell nicht abgeneigt.

 

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