Ein Besuch in der originalen SeaWorld

SeaWorld San Diego

Shipwreck Rapids

Unweit des Eingangs befindet sich mit den Shipwreck Rapids eine überaus nett gestaltete Stormschnellenfahrt des Herstellers Intamin. Während ich bei den meisten Anlagen auf meinem Kalifornientrip Glück hatte nicht allzu nass zu werden, so haben mich die Shipwreck Rapids dann doch gut erwischt.

Orca Encounter

Seit ein paar Jahren hat sich der Schwerpunkt der großen Orca-Shows bei SeaWorld mehr in Richtung Edutainment verschoben. Hauptsächlich geht es bei der Show darum, die Gäste in der Soak-Zone durch einen Orca mit möglichst viel Wasser zu bespritzen. Abseits davon, ist die Orca Encounter Präsentation ein sehr lohnendes Erlebnis, solange man seine Erwartungen niedrig hält.

Bayside Skyride, Sky Tower

Seit dem Jahr 1967 ist SeaWorld San Diego die Heimat einer Gondelbahn von Von Roll, die einem bis ins Jahr 1988 zum SeaWorld Atlantis Restaurant auf der anderen Seite der Mission Bay führte. Heutzutage entfällt der Stopp und so fährt man nur kurz in die Station auf der anderen Seite ein, nur um dann gleich wieder kehrt zu machen. Wie auch der große Sky Tower Aussichtsturm, ist die Fahrt jedoch nicht im Eintrittspreis inkludiert.

Manta

Die Achterbahn Manta befindet sich ebenfalls im vorderen Parkteil und ist daher ebenfalls sehr gut in die Gärten des Freizeitparks eingebettet. Die Fahrt auf dem Mack Rides Mega Coaster beginnt nach einer kurzen Rechtskurve mit einer kleinen Show im Launchtunnel, welche jedoch sehr dunkel geraten ist. Mit etwas Schwung werden wir dann auf unsere weitere Reise geschickt. Nach einer steilgeneigten Rechtskurve rasen wir zunächst über ein Wasserbecken, woraufhin wir eine ebenso steilgeneigte Wendekurve auf uns nehmen. Nach einer Linkskurve folgt dann eine Reihe von kleineren Hügeln, die immer wieder durch kurze Kurvenzüge unterbrochen werden. Da uns jedoch so langsam die Puste ausgeht, nähern wir uns dem zweiten Launchabschnitt, wo wir jedoch ganz kurz vorher noch einmal gebremst werden. Nach dem Abschuss sausen wir dann sogleich in eine Linkskurve hinein und sogleich über einen weiteren Hügel. Nach einer Senke folgt dann ein Umschwung in eine recht intensive Helix. Hieran schließt sich dann eine recht weite Rechtskurve an, die uns dann in die finale Kurve der Fahrt überführt, woraufhin unsere Fahrt alsbald endet.

Manta ist eine überaus nette Familienabschussachterbahn. Hier und da fehlt es der Achterbahn ein wenig an Dynamik, was man vor allem an der Stelle vor dem zweiten Launch sieht. Warum auch immer man hier noch abbremsen musste und nicht gleich durchbeschleunigt, erschließt sich mir nicht. Nichtsdestotrotz, eine tolle Bahn.

Dolphin Adventures

Die Dolphin Adventures-Präsentation in SeaWorld San Diego war wie zu erwarten sehr unterhaltsam. Mit bester Sicht auf die Achterbahn-Skyline des Freizeitparks, führten die Delfine zahlreiche Tricks vor, wobei der Edutainment Charakter der Show stets im Fokus war.  

Electric Eel

In fast jedem Park der SeaWorld Gruppe gibt es einen Premier Rides Sky Rocket II, so auch hier im SeaWorld San Diego. Der Name Electric Eel erinnert dabei an die großartige Steel Eel Achterbahn aus SeaWorld San Antonio. Wie so oft mittlerweile kommen auch auf dieser Achterbahn die Comfort Collars zum Einsatz, welche den Einsatz von Schulterbügeln simulieren sollen, um den Fahrgast ein höheres Sicherheitsgefühl zu bieten. Da die Premier Rides Sky Rocket II zum Glück keine wirklichen Kurvenfahrten bieten, ist der Fahrkomfort durch die Verwendung der Gurte keineswegs eingeschränkt – nur der Einstieg ist noch ein wenig nerviger als sonst.

Der erste Abschuss auf Electric Eel ähnelt in weiten Teilen der Anfangsbeschleunigung einer modernen Schiffschaukel, nach dem Wechsel der Laufrichtung geht es zugegebenermaßen deutlich kräftiger von Statten und so erreichen wir beinahe den Scheitelpunkt des Non-Inverted Loopings, wo wir kurz die Aussicht auf die benachbarte Achterbahn Journey to Atlantis, sowie auf den Parkplatz des Freizeitparks geniessen können. Mit ordentlich Schwung werden wir nun ein drittes Mal beschleunigt, woraufhin wir nach einer 180° Drehung ohne Müh und Not die oberste Ebene der Bahn erreichen. Nach einer sehr kurzen Verschnaufpause geht es in der von weiten gut sichtbaren Inversion der Anlage, wo wir eine stark ausgeprägte Hangtime erleben. Kurz darauf tauchen wir ein weiteres Mal in den Non-Inverted Loop ein. Ein erneutes Wiedersehen mit dem Scheitelpunkt des Elements leitet daraufhin das Finale der Bahn ein, woraufhin wir nach einer weiteren Durchfahrt der Station punktgenau in dieser zu stehen kommt und unsere wilde Fahrt endet.

Journey to Atlantis

Zum dritten Mal begegne ich nun einer Journey to Atlantis Achterbahn und wieder einmal werde ich mit einem komplett anderen Layout überrascht. Wie auch in Orlando handelt es sich bei der Anlage hier um einen Water Coaster aus dem Hause Mack Rides, statt jedoch mit einem Themenfahrt-Teil beginnt die Fahrt sogleich mit dem ersten Lifthügel. Oben angekommen nähern wir uns in einer weiten Rechtskurve mit einem kleinen Dip der großen Schussfahrt der Anlage, die wir auch sogleich in Angriff nehmen. Leicht durchfeuchtet dümpeln wir fortan ein wenig durch den Kanal, wobei wir uns nach einer Wendekurve einem Gebäude immer weiter nähern. Dieses beinhaltet dann den großen Vertikallift der Achterbahn, welcher jeweils zwei Boote nach oben befördert. Nach einem kurzen Zwischenhalt mit bester Sicht auf den Parkplatz des Freizeitparks geht es sogleich eine große Steilkurve hinunter und sogleich wieder empor. Nach der Durchfahrt durch einen weiteren Bremsbereich geht es ein weiteres Mal steil nach unten, wobei uns dieser zunächst ein wenig nach rechts führt, ehe wir eine Linkskurve nehmen, die uns direkt in das nächste Wasserbecken befördert. Komplett durchnässt folgt dann die Rückführung in die Station und unsere unterhaltsame Fahrt kommt langsam aber sicher ihrem Ende entgegen.

Emperor

Der Emperor ist die größte Achterbahn in SeaWorld San Diego und dominiert schon von weiten die himmelsblaue Skyline des Freizeitparks. Der etwa 46m hohe Dive Coaster startet dabei ganz klassisch mit einer Wendekurve in luftiger Höhe, ehe der Vertikaldrop der Anlage erreicht wird und wir in einer Haltebremse mit bestem Blick auf den Abgrund vor uns, sowie auf die nigelnagelneue Achterbahn Arctic Rescue, für mehrere Sekunden in Position gehalten werden. Nach erfolgreichem Drop zieht es uns sogleich in einen überdimensionalen Immelmann, wo wir die Fahrtrichtung ändern. Nach einer – an einem Cutback erinnernden – Wendekurve, zieht es uns in eine wunderbare Rolle, welche sogleich in eine Steilkurve übergeht und uns in einen überdimensionierten Korkenzieher entlässt. Nach einer weiteren Rechtskurve erreichen wir dann bereits die Schlussbremse der Anlage und unsere tolle Fahrt neigt sich ihrem Ende entgegen.

Arctic Rescue

Es ist wirklich mal etwas anderes, den Projektmanager einer Achterbahn persönlich zu kennen. Dementsprechend war ich beim Arctic Rescue auf einer Mission um möglichst passable Bilder für ihn zu schießen. Eine Mission auf der ich leider kläglich scheiterte. Mir entschließt es dabei nicht wirklich, warum man seine neueste und tollste Achterbahn in einem zu fast 100% sichtgeschützten Bereich stellt (eigentlich sieht man die Achterbahn nur von Emperor oder dem Sky Tower aus) und nicht einmal eine Bühne oder ähnliches errichtet, damit auch andere am Treiben der Achterbahn teilnehmen können. Das ergibt schlichtweg keinen Sinn! Zum Glück war ich als Single Rider schnell an der Reihe und konnte sogleich in der letzten Reihe der Achterbahn Platz nehmen.

Nach einer Linkskurve erreichen wir dann den ersten Abschuss der Anlage, woraufhin wir mit Vollspeed über den ersten Umschwung brettern. Es folgt eine überaus gelungene Abfolge schnell alternierender Rechts- und Linkskurven, ehe wir den zweiten Abschuss erreichen und unsere konstant hohe Geschwindigkeit noch einmal etwas steigern. Nach einer langen bodennahen Linkskurve erklimmen wir den zweiten großen Hügel der Achterbahn – welcher gleich drei kurze Richtungswechsel beinhaltet. Wieder einmal am Boden der Tatsachen angekommen flitzen wir erneut durch zahlreiche eng getaktete Kurven auf dem Weg zum Launchbereich Nr.3. Erneut auf Speed zieht es uns dann über eine langgezogene Wendekurve bis an die Parkgrenzen des Freizeitparks heran, wo wir dann zwei überaus waghalsige Manöver über uns ergehen lassen. Mit Schwung führt uns der Weg dann über eine Reihe kleinerer Hügel, woraufhin wir uns auf der Schlussbremse der Anlage wiederfinden.

Arctic Rescue ist eine verdammt gute Achterbahn und erinnert in ihrem Kern den absolut grandiosen Achterbahn Juvelen aus dem dänischen Djurs Sommerland oder Yukon Quad aus dem französischen Freizeitpark Le Pal, nur halt ohne die langsamen Hügel gegen Ende der Fahrt. Die überaus dynamische Fahrt und die konstant hohe Geschwindigkeit definieren die Fahrt wie keine andere; es gibt quasi keine einzige ruhige Sekunde vom Start bis zum Ende.

Um am Anschluss der Fahrt dann doch ein wenig runterzukommen, lohnt sich ein Besuch des angrenzenden Wild Arctic Bereichs. Dieser beherbergt mehrere große Gehege für Belugawale und Walrosse und ist insgesamt sehr gut thematisiert und absolut sehenswert.

Bilder SeaWorld San Diego

Fazit SeaWorld San Diego

SeaWorld San Diego ist der wohl bestgelegene SeaWorld Freizeitpark. Die Lage an der Mission Bay macht einiges her, genauso wie das Portfolio des Tier- und Freizeitparks. Zusammen mit einem Besuch im nahen Belmont Park lohnt sich ein Besuch sehr.


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Die Nervenkitzel-Hauptstadt der Welt

Six Flags Magic Mountain

Full Throttle 

Am zweiten Tag meines Besuchs wollte ich den Tag unbedingt mit Full Throttle beginnen, da diese Bahn aufgrund ihrer Lage zu den beliebtesten Attraktionen des ganzen Tages gehört. Die Fahrt beginnt mit einem kraftvollen Start aus der Station direkt in den größten Looping der Welt. In luftiger Höhe erleben wir eine schöne Hangtime, bevor wir wieder auf den Boden kommen und uns auf den Weg zum Gipfel des Berges machen. Hier schwingen wir direkt in einen schönen Dive Loop, bevor wir in einen Tunnel einfahren und zum Stillstand kommen. Sekunden vergehen, bis wir wieder abgeschossen werden, diesmal aber rückwärts. Nachdem wir fast den höchsten Punkt der zweiten Inversion erreicht haben, wechseln wir erneut die Richtung. Diesmal beschleunigen wir auf Höchstgeschwindigkeit, bevor wir in eine Kurve einfahren und kurz darauf über den Scheitelpunkt des Loopings fahren. Während wir die Aussicht genießen, bremsen wir in der Abfahrt und kommen kurz darauf zum Stehen.

Full Throttle ist eine sehr schöne Achterbahn. Ich habe nichts von dieser Fahrt erwartet und war angenehm überrascht. Der Abschuss ist sehr kraftvoll, die Inversionen sind klasse und auch der Mittelteil, bei dem man rückwärts fährt, ist toll. Leider ist die Fahrt sehr kurz.

Canyon Blaster, Speedy Gonzales Hot Rod Racers und Magic Flyer

Interessanterweise befinden sich alle Kinderachterbahnen in derselben Ecke des Parks. Leider war bei meinem Besuch die größte der drei Achterbahnen, Speedy Gonzales Hot Rod Racers, nicht in Betrieb und die beiden kleineren Achterbahnen Canyon Blaster und Magic Flyer durften ohne Begleitung eines Kindes nicht gefahren werden.

Buccaneer und Swashbuckler

Direkt gegenüber der großen Eingangsplaza von Goliath befindet sich der Eingang zu den beiden Fahrgeschäften Buccaneer und Swashbuckler. Während es sich bei Buccaneer um eine schöne Schiffschaukel von Intamin handelt, ist Swashbuckler ein klassischer amerikanischer Wellenflug.

Goliath

Nachdem ich Titan in Six Flags Over Texas gefahren bin, wollte ich unbedingt Goliath ausprobieren. Goliath ist der erste Hyper Coaster, der von Giovanola (einem ehemaligen Lieferanten von Intamin) gebaut wurde.

Nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hat, macht er eine Rechtskurve und beginnt den Lifthügel zu erklimmen. Auf einer Höhe von 72 m beginnt die lange und eindrucksvolle Abfahrt in einen Tunnel. Dabei wird ein Höhenunterschied von 78 Metern überwunden. Mit einer Geschwindigkeit von 137 km/h schießt der Zug in einer beeindruckenden Steilkurve nach oben. Nach der Kurve geht es wieder bergab, gefolgt von einem fantastischen Airtime-Hügel. Es folgt eine lange Rampe und schließlich eine Blockbremsstrecke, die uns fast bis zum Stillstand abbremst.

Danach rollt der Zug langsam weiter, bevor er in einer Linkskurve Fahrt aufnimmt. In einer einzigen fließenden Bewegung ändert der Zug die Richtung und wir krachen auf den Boden. Es folgt eine wahnsinnige 585° Helix. Dann dreht sich die Schiene nach oben und neigt sich nach links. Nach einer weiteren rasanten Abfahrt macht der Zug eine Rechtskurve nach oben, die uns in die letzte Bremsstrecke der Bahn führt.

Was für eine Fahrt! Goliath ist ein Monster von einer Achterbahn. Kraftvoll, schnell und perfekt getaktet. Goliath ist eine der besten Achterbahnen, die ich je gefahren bin.

Lex Luthor Drop of Doom

An der Stützkonstruktion der Achterbahn Superman: Escape from Krypton befinden sich die beiden Fahrspuren des Lex Luthor Drop of Doom: einer der höchsten Freifalltürme der Welt.  

Nachdem wir die stark thematisierte Warteschlange hinter uns gelassen haben, nehmen wir bald in der Gondel Platz. Nachdem die Sicherheitsgurte kontrolliert wurden, geht es auch schon bald auf die Spitze des Turms. In 122 Metern Höhe haben wir einen herrlichen Ausblick auf den Park und die Umgebung, bevor der freie Fall beginnt. Der Haken gibt die Gondel frei und wir stürzen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h auf den Boden, bevor wir die Bremse erreichen und die atemberaubende Fahrt zu Ende geht.

Twisted Colossus

Colossus war die große Holzachterbahn des Parks und machte ihn zu einem der bekanntesten Freizeitparks der Welt. In den 2010er Jahren wurden immer mehr Holzachterbahnen zu Hybridachterbahnen umgebaut, so auch Colossus. Statt aus zwei Strecken besteht Twisted Colossus nur noch aus einer, d.h. man erlebt das Layout gleich zweimal hintereinander. Der Clou dabei: Mit dem richtigen Timing erlebt man hier einen gnadenlosen Racing Coaster.

Dieses Glück hatte ich leider nicht und so fuhr unser Zug nach einem hügeligen Abschnitt alleine über den Lifthügel. Nach einem leicht gewundenen ersten Drop geht es durch ein langes Tal und über einen bodennahen Speedbump, bevor es einen Hügel hinauf und in eine Wendekurve mit High-Five-Element geht.  Nach einem weiteren Sturz geht es auf der blauen Spur über einen weiteren Speedbump und in einen Camelback, während die grüne Spur über einen Double-Down und eine Zero-G Roll direkt über die blaue Spur rast. Nun fährt auch die blaue Spur in eine Rolle, während die grüne Spur über einen Hügel rast. Nach einem Double-Up trennen sich die beiden Spuren und während die blaue Spur nun zur grünen wird, nähert sich die grüne Spur der finalen Bremsstrecke und dann der Station.

Twisted Colossus ist eine ziemlich coole Achterbahn, aber ohne das Racing-Feature ist es eine sehr lineare Achterbahn ohne große Überraschungen. Und das ist man von RMCs einfach nicht gewohnt. Schade, denn von allen gefahrenen RMCs ist Twisted Colossus meiner Meinung nach die schwächste Anlage.

Scream!

Die Achterbahn Scream! gilt wegen ihrer Lage über einem Parkplatz als die wohl am wenigsten geschätzte Investition des Freizeitparks.

Doch die Achterbahn hat es in sich. Nachdem man den Lifthügel der Achterbahn erklommen hat, geht es sofort in die Tiefe. Mit viel Druck geht es durch das Tal und gleich darauf in den großen Looping der Achterbahn. Ein Anstieg nach links entpuppt sich als Dive Loop und zieht uns sofort in die Tiefe. Mit viel Schwung geht es dann durch eine Zero-G Roll und gleich danach in die Cobra Roll der Achterbahn. Ein Aufstieg führt uns dann in eine Blockbremse, in der wir aber nur kurz verschnaufen können. Sofort geht es in einer Steilkurve nach unten. Knapp über dem Boden geht es dann in eine intensive Helix. Nach einem Richtungswechsel geht es in die Interlocking Corkscrews, zwei ineinander verschränkte Inversionen. Eine kurze Linkskurve führt uns dann in die letzte Steigung der Fahrt, nach der wir die Bremsstrecke der Achterbahn erreichen.

Was für eine Fahrt! Der Floorless Coaster Scream! ist eine absolute Spaßmaschine mit einem atemberaubenden Layout und insgesamt sieben Überschlägen. Hier bin ich immer wieder gerne eingestiegen.

Batman The Ride

Nur zwei Jahre nach der Eröffnung des ersten Batman: The Ride in Six Flags Great America fand der dunkle Ritter 1994 seinen Platz im Six Flags Magic Mountain.

Nach dem Erklimmen des Lifthügels erwartet die Fahrgäste ein Pre-Drop, bevor der Zug schließlich in einer Steilkurve den ersten Drop hinabstürzt. Bei der Talfahrt erwarten die Fahrgäste hohe G-Kräfte, bevor es in den ersten Looping geht. In Windeseile geht es in die zweite Inversion, eine Zero-G-Roll. Dann wird ein weiterer Looping durchfahren. Der Blutdruck in den Füßen steigt schlagartig an, als es durch eine Steilkurve und einen geraden Streckenabschnitt geht. Gnadenlos geht es dann in Richtung Boden, wo der erste Korkenzieher auf den Fahrer wartet. Dieses Element ist der pure Wahnsinn, wenn man im hinteren Teil des Zuges fährt, denn die Beschleunigung ändert sich schlagartig. Nach einer kurzen Rechtskurve folgt der zweite Korkenzieher. Danach geht es in einer Linkskurve direkt in die Bremsstrecke.

Batman: The Ride ist immer noch einer der besten Inverted Coaster, die es gibt. Die Bahn bietet ein intensives Fahrlayout mit vielen positiven G-Kräften auf einer relativ kleinen Grundfläche. Abgesehen von der Thematisierung unterscheidet sich das Fahrerlebnis nicht zwischen den verschiedenen Anlagen, was ein gutes Zeichen ist.

Wonder Woman Flight of Courage

Die Wonder Woman Flight of Courage ist die neueste Achterbahn. Die Fahrt auf dem RMC Raptor Track beginnt nach einer Rechtskurve sofort mit dem Lifthügel der Bahn. Nachdem wir die Starthöhe von 40 m in Windeseile erreicht haben, stürzen wir in einer sehr steilen Abfahrt direkt in die Tiefe. Nach einem schnellen Aufstieg geht es gleich wieder in einem Dive Loop nach unten. Mit brutaler Airtime geht es dann über einen riesigen Camelback und gleich darauf in einen Zero-G Stall. Ein steiler Aufstieg führt uns dann in einen sehr engen Turn. Nun geht es wieder ziemlich abrupt nach unten und sofort in eine Zero-G Roll. Ein weiterer Anstieg führt uns dann in eine Blockbremse. Ohne große Verzögerung geht es dann in die nächste Abfahrt, nach der uns ein weiterer Turn erwartet. Immer noch sehr schnell rasen wir nun über eine Reihe von Airtimehügeln. Nach einer scharfen Linkskurve erreichen wir die Schlussbremse.

Wonder Woman Flight of Courage ist die bessere der beiden RMC-Achterbahnen im Park. Das Layout des Single Rail Coasters hat einen wirklich schönen Flow. Die Inversionen fahren sich alle sehr gut und auch die Airtime ist sehr schön. Mir zumindest hat die Fahrt richtig gut gefallen, auch wenn ich es etwas schade finde, dass das DC Universe durch diese Achterbahn regelrecht in zwei Teile gerissen wurde.

Teen Titans Turbo Spin, Crazanity und Scrambler

Der Weg zur nächsten Achterbahn des Parks ist von mehreren Fahrgeschäften gesäumt. Hier treffen wir auf den Round-Up Teen Titans Turbo Spin, einen klassischen Scrambler, sowie die Zamperla Giant Discovery Crazanity, die an meinen Besuchstagen leider nicht in Betrieb war.

Riddler’s Revenge

Die Achterbahn Riddler’s Revenge ist eine der größten Stand Up Coaster weit und breit. Nachdem man die sehr lange Warteschlange hinter sich gelassen und sich über den Sinn der doch recht seltsamen Stationseinteilung gewundert hat, kann die Fahrt auch schon bald losgehen.

Nachdem uns der Lift auf eine Höhe von 48 Metern gebracht hat, geht es gleich in einer Steilkurve dem Boden entgegen. Es folgt der große Looping der Bahn und wie bei Scream! geht es gleich in einen Dive Loop. Riddler’s Revenge setzt sogar noch einen drauf und so geht es direkt in einen weiteren Dive Loop. Darauf erleben wir die Welt leicht schräg über Kopf in einem Inclined Loop. Ein wunderschöner Turn führt uns dann in eine ansteigende Kurve und gleich darauf in die Mid Course Brake. Mit kaum verminderter Geschwindigkeit geht es ein weiteres Mal abwärts und gleich darauf folgt ein Korkenzieher. Eine bodennahe Linkskurve führt uns in einen Camelback. Nach einer Helix und einer Linkskurve stürzen wir erneut zu Boden und werden in einem weiteren Korkenzieher durch die Gegend geschleudert. Nach einer weiteren Rechtskurve erreichen wir die Bremsstrecke der Anlage.

Riddler’s Revenge ist eine wirklich tolle Achterbahn. Die Fahrt ist ein sehr intensives Erlebnis, was durch die stehende Fahrposition noch einmal deutlich verstärkt wird.

Justice League: Battle for Metropolis

Die von der Sally Corporation entwickelte Themenfahrt Justice League: Battle for Metropolis verbindet große plastische Szenen mit 3D-Screens, auf denen man die allerlei Gerätschaften von Lex Luthor abwehren muss, bevor es ihm gelingt mit Hilfe des Jokers auch noch die gesamte Justice League festzunehmen. Ein herrlicher Spaß, wie man ihn von Sally gewohnt ist, und eine überraschend gut gemachte Themenfahrt, die in vielen Six Flags Freizeitparks zu finden ist.

Gold Rusher

Die erste Achterbahn des Magic Mountain ist der Mine Train Gold Rusher. Die Fahrt am Hang entlang hat ein eher ungewöhnliches Layout mit vielen, eher kleinen Stürzen und einer serpentinenartigen Streckenführung. Nach einer Blockbremse biegt der Zug zum Schluss in eine sehr schnelle Helix ein, danach geht es kurz bergauf und schon ist die Schlussbremse der Fahrt erreicht und unsere kuriose, aber lustige Fahrt geht zu Ende.

West Coast Racers

Vorbei an der Wildwasserbahn Jet Stream, die leider schon Saisonpause hat, zieht es uns nun zu den West Coaster Racers.

Im Prinzip folgt die Achterbahn hier dem gleichen Prinzip wie Twisted Colossus. Allerdings wartet hier der zweite Zug in einem separaten Bereich, bevor es parallel auf die Strecke geht. Sofort werden wir per LSM beschleunigt und fahren in ein High-Five-Element ein. Während die weiße Bahn in eine Rolle einfährt, rast die gelbe Bahn über einen Hügel direkt darunter. Nach einer Rechtskurve rasen beide Spuren in den zweiten LSM-Bereich. In einem wunderschönen Manöver fahren dann beide Spuren parallel über Kopf und direkt danach durch zwei parallel verlaufende Helices. Zum großen Finale fährt dann die weiße Spur über einen Hügel, während die gelbe Spur eine Rolle direkt über den Hügel macht. Nach einer Kurve fährt die weiße Spur weiter in den abgetrennten Bereich und wird somit zur gelben Spur, während die gelbe Spur sich nun der Station nähert.

Irgendwie wünschte ich mir, dieses Rennfeeling auch auf Twisted Colossus erleben zu können, denn die Fahrt auf den West Coast Racers lebt fast nur von den zahlreichen Near-Miss Begegnungen während der Fahrt. Die Strecke hat es jedenfalls in sich und das Layout hat trotz der mehr oder weniger sehr linearen Fahrdynamik einige recht coole Elemente.

Apocalypse

Die Holzachterbahn Apocalypse wurde ursprünglich als Terminator Salvation: The Ride eröffnet. Sie ersetzte die Achterbahn Psyclone, die jahrelang an dieser Stelle des Parks stand. Leider konnte ich diese Achterbahn des Herstellers GCI an meinen beiden Besuchstagen nicht fahren.

Tatsu

Zum Glück habe ich dank meiner Legacy-Mitgliedschaft noch einen einmaligen Flash Pass, den ich kostenlos nutzen kann. Sonst hätte ich auf eine Fahrt mit der Achterbahn Tatsu verzichtet, da die Wartezeiten bei der Nutzung nur eines Zuges jenseits von Gut und Böse lagen.

Die Fahrt auf Tatsu beginnt unmittelbar mit der Einfahrt in den Lifthügel. Oben angekommen stürzen wir uns gleich in eine Steilkurve mit bester Sicht auf den Intamin Rapids Ride Roaring Rapids. Gleich danach fliegen wir in einem Korkenzieher ganz knapp am Sky Tower vorbei. Nach einer Linkskurve drehen wir uns einmal um die eigene Achse und biegen dann in eine Steilkurve ein. Eine weitere Linkskurve führt uns dann zum Highlight der Fahrt: dem Pretzel Loop. Mit bestem Blick auf den Looping der Achterbahn New Revolution weit unter uns stürzen wir uns in die Tiefe. Mit viel Druck geht es dann auf dem Rücken liegend durch das Tal. Kurz darauf wiederholen wir das eben Erlebte in umgekehrter Reihenfolge. Wieder in der Luft geht es sofort in die nächste Rolle. Nach einer Rechtskurve und einem kleinen Anstieg erreichen wir die Schlussbremse der Achterbahn.

Tatsu ist ein sehr guter Flying Coaster. Durch die Lage hoch oben am Berg wird das Fluggefühl während der Fahrt noch verstärkt. Die Fahrt selbst bietet einige schöne Elemente und durch den Pretzel Loop am Ende der Fahrt auch ein recht abwechslungsreiches und sehr intensives Layout.

Sky Tower

Hinter Tatsu befindet sich einer der Zugänge zum Samurai Summit, wo der Aussichtsturm Sky Tower von Intamin den Park dominiert. Leider ist der Turm seit 2014 nicht mehr zugänglich.

Ninja

Die zweite Attraktion des Samurai Summit ist der Suspended Coaster Ninja von Arrow Dynamics.

Die Fahrt beginnt gleich mit dem ersten der beiden Lifthügel. Oben angekommen geht es gleich in eine steile Rechtskurve. Nach einer Helix schwingen wir parallel zur Wildwasserbahn Jet Stream am Hang entlang. Eine Linkskurve führt uns dann zum tiefsten Punkt der Bahn, wo wir sofort in eine rechtsdrehende Helix einbiegen. Nach einer kurzen Geraden unter dem Lift der Wildwasserbahn hindurch sausen wir wieder knapp an der Wasseroberfläche entlang. Eine kurze Steigung und mehrere dynamische Kurvenwechsel später nähern wir uns langsam aber sicher der Bremsstrecke am unteren Hang. Kurz darauf fahren wir in den zweiten Lift ein, der uns zurück auf die Stationsebene bringt, wo unsere tolle Fahrt auf der familienfreundlichen Achterbahn zu Ende geht.

Superman: Escape from Krypton

Als Superman The Escape 1997 eröffnet wurde, war sie zusammen mit Dreamworlds Tower of Terror (später Tower of Terror II) die höchste und schnellste Achterbahn der Welt. Gemeinsam hielten die Bahnen den Geschwindigkeitsrekord bis zur Eröffnung von Dodonpa im Fuji-Q Highland im Jahr 2001 und den Höhenrekord bis zur Eröffnung von Top Thrill Dragster in Cedar Point im Jahr 2003. Im Jahr 2010 wurde die überholt und mit neuen Zügen ausgestattet. Auf Superman: Escape from Krypton konnte man die Bahn nun hauptsächlich rückwärts fahrend erleben, bis im Jahr 2021 einer der Wagen wieder umgedreht wurde.

Da ich am letzten Betriebstag den Tower of Terror II erleben durfte, freute ich mich sehr auf eine Fahrt mit Superman: Escape from Krypton. Leider war die Bahn an keinem meiner Besuchstage in Betrieb.

Roaring Rapids

Eine der interessantesten Stromschnellenfahrten, die ich je gesehen habe, ist Roaring Rapids. Von außen sieht man nichts von der Bahn, da sie auf einem Plateau hoch über den Parkwegen gebaut wurde. Nur der Aufgang zur Attraktion ist zu sehen. Die Fahrt in den großen Booten ist recht einfach gestaltet, macht aber viel Spaß. Der Nässegrad hielt sich angenehm in Grenzen.

New Revolution

Die wohl klassischste Achterbahn im Six Flags Magic Mountain ist die Revolution. Als erste Loopingachterbahn der Neuzeit zog die Schwarzkopf Achterbahn 1976 alle Blicke auf sich und wurde spätestens durch den Film Achterbahn weltberühmt.

Die Fahrt mit der Revolution beginnt gleich mit der Einfahrt in den Lifthügel, der uns auf eine Höhe von 34 Metern bringt. Oben angekommen geht es in einer immer steiler werdenden Kurve dem Boden entgegen. Danach geht es recht gemächlich über einen Hügel und gleich darauf in die zweite, noch größere Abfahrt. Nachdem wir den Bahnhof nur knapp verfehlt haben, geht es über einen weiteren Hügel. Danach zieht es uns in eine Linkskurve, die sehr nah am Boden verläuft. Nach einem Anstieg nähern wir uns der wohl wichtigsten Abfahrt. Auf einer langen Geraden werden wir immer schneller und rasen dann durch den ersten modernen Looping der Weltgeschichte. Eine lange ansteigende Linkskurve mündet in eine ebenso lange Rechtskurve, in der wir uns jedoch dem Gelände anpassen. Nach einem Tunnel folgt eine längere Gerade, die durch den Looping führt. Ein kurzer Dip nach rechts bringt uns dann in das rasante Finale der Helix. Kurz darauf erreichen wir die Schlussbremse und unsere solide Fahrt neigt sich dem Ende zu.

Viper

Die große Arrow Loopingachterbahn Viper war für mich der ausschlaggebende Grund, endlich einmal Six Flags Magic Mountain zu besuchen.  Die 1990 eröffnete Achterbahn nähert sich leider ihrem Lebensende und nach der Schließung der großartigen Loopingachterbahn Vortex im Freizeitpark Kings Islands stand Viper ganz oben auf meiner To-Do-Liste.

Nachdem wir den Lift erklommen haben, geht es gleich in einer beängstigend steilen Kurve rasant nach unten. Nach einer sehr intensiven Talfahrt geht es direkt in eine scheinbar endlose Rampe, an deren Ende uns der erste Looping gnadenlos in den Sitz presst. Nach einer weiten Linkskurve geht es in zwei weitere Loopings, die ebenfalls sehr intensiv durchfahren werden. Nach einer Steigung werden wir durch eine Blockbremse gezogen, die unsere Geschwindigkeit etwas reduziert. Nach einer Linkskurve und einer kurzen Rechtskurve geht es in einen Batwing, der uns gleich zweimal auf den Kopf stellt. Zum großen Finale geht es dann in eine Kurve, die uns direkt in die beiden Korkenzieher der Strecke führt. Nach einer langen Geraden geht es unter dem Lift hindurch und sofort in die Bremsstrecke der Anlage.

Die Fahrt auf der Viper ist noch besser als ich erwartet hatte. Die Achterbahn ist gnadenlos intensiv, hat ein sehr gutes Pacing und läuft dabei absolut ruhig. Eine absolute Top-Achterbahn, die ich während meines Besuchs im Six Flags Magic Mountain am häufigsten gefahren bin.

X2

Direkt an der Zufahrt zum Parkplatz des Freizeitparks thront die Achterbahn X2, die erste Auslieferung eines 4th Dimension Coasters und eine Wahnsinnsmaschine mit einem für eine Achterbahn wirklich untypischen Layout. Im Park selbst muss man zunächst eine Brücke überqueren, um zur Achterbahn zu gelangen. Im Gegensatz zu Fuji-Qs Achterbahn Eejanaika halten sich die Wartezeiten hier angenehm in Grenzen, so dass man recht schnell zu seiner Fahrt kommt.

Die Fahrt beginnt gleich mit einer 180°-Drehung. In Rückenlage erreicht man den Lift, bevor es auf dem Rücken liegend 75 Meter in die Höhe geht. Obwohl das sehr schnell geht, hat man noch genügend Zeit, sich den vor einem liegenden Freizeitpark genau anzusehen – ein toller Anblick.

Ein kurzer Pre-Drop bringt den Wagen wieder in Schwung und richtet uns in die ursprüngliche Fahrposition aus, bevor wir an der nächsten Kuppe frontal zum Boden bzw. in Richtung der vorderen Reihe gedreht werden. Diese Fahrposition wird dann über den größten Teil des Steilhangs beibehalten, wobei man sich im unteren Drittel einmal überschlägt, um das folgende Tal leicht nach oben blickend zu durchfahren. Im Inside-Raven-Turn wird nun die Fahrtrichtung der Schiene einmal geändert, das Element erlebt man allerdings immer noch in der Waagerechten. Der Zug selbst durchfährt, nun unter der Schiene hängend, ein Gefälle und anschließend einen Camelback, während wir vorwärts durch den dichten Stützenwald rasen und uns mit einer 360°-Drehung wunderbar überschlagen. Wieder vorwärts geht es weiter in eine überhöhte Steilkurve. Weiterhin vorwärts durchqueren wir ein kraftvolles Tal oberhalb der Station. Auf dem folgenden Hügel wechselt die Schiene in einem Fly-to-Lie Element die Richtung und wir drehen uns munter um 180°. Rückwärts geht es durch ein Tal und gleich wieder einen Hügel hinauf, an dessen Ende die Einfahrt in den Outside-Raven-Turn wartet. Auch in dieser Variante des Raven-Turns werden wir in der Waagerechten gehalten, während der Zug munter seine Fahrposition ändert und somit unter der Schiene hängend weiterfährt. Mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit rasen wir nun auf ein weiteres Fly-to-Lie-Element zu, das uns in Kombination mit der Gondeldrehung wunderbar sanft in die Bremsstrecke gleiten lässt.

X2 ist eine der heftigsten Achterbahnen, die ich bisher erlebt habe. Die Fahrt ist extrem druckvoll, raubt einem völlig die Orientierung und ist dabei erstaunlich sanft in ihren Fahreigenschaften. Man wird einfach nicht erschlagen, obwohl man wie ein Pascha breitbeinig in der Bahn sitzt. Die minimalistische, aber recht komplizierte Bügelsicherung steigert den Fahrspaß und den Respekt vor der Fahrt ungemein, auch wenn man sie schon mehrmals erlebt hat. Wie schon nach einer Fahrt mit der Eejanaika lautet das Resümee auch hier: Die Fahrt ist geil!

Bilder Six Flags Magic Mountain

Fazit Six Flags Magic Mountain

Six Flags Magic Mountain ist ein schöner Vergnügungspark. Der in den 70er Jahren eröffnete Freizeitpark nutzt das vorhandene Gelände sehr gut aus und schafft dadurch eine angenehme Atmosphäre. Aufgrund des großen Andrangs am ersten Besuchstag (bedingt durch die langen Event-Öffnungszeiten) und der reduzierten Kapazität auf fast allen Achterbahnen konnte ich nicht den besten Eindruck von Six Flags Magic Mountain gewinnen. Dies änderte sich jedoch direkt am nächsten Tag, an dem ich ohne große Wartezeiten alles problemlos erledigen konnte und bis zum Mittag mit fast allem durch war. Schade nur, dass einige Achterbahnen während meines Besuchs leider geschlossen waren.


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Kennywood: Ein klassischer Vergnügungspark

Kennywood

Sky Rocket

Gleich nach dem Eingangstunnel befindet sich auf der rechten Seite die Achterbahn Sky Rocket. Früher stand hier die Oldtimerbahn Turnpike. Da Teile der Achterbahn weit über dem Gelände verlaufen, könnte man vermuten, dass die Achterbahn ursprünglich über der Oldtimerbahn verlaufen sollte.

Die Fahrt mit Sky Rocket beginnt mit einer abfallenden Linkskurve. Auf der anschließenden Geraden beschleunigen wir mittels LSM auf 80 km/h, bevor wir einen Top Hat erklimmen. Leider wird unsere Abfahrt auf diesem stark verzögert, so dass wir nur leicht aus unseren Sitzen gehoben werden. Nach einem Overbanked Turn geht es durch eine Zero-G Roll und anschließend in eine Rechtskurve. Auf einer Geraden reduzieren wir unsere Geschwindigkeit etwas, bevor wir uns wieder in eine sehr steile Abfahrt stürzen. Nun geht es in eine enge Linkskurve und anschließend in die zweite Rolle der Fahrt. Eine Rechtskurve führt uns dann in einen Streckenabschnitt mit mehreren S-Kurven hintereinander. Mit Schwung geht es dann in eine weitere Rechtskurve, die uns in zwei Airtimehügel führt. Kurz darauf erreichen wir den Bremsabschnitt der Strecke.

Die Sky Rocket ist eine wirklich schöne Achterbahn mit einem tollen Launch und einigen ziemlich coolen Elementen. Leider war an meinem Besuchstag nur einer der beiden Züge in Betrieb und die Abfertigung sowie die recht langsame Geschwindigkeit des Zuges zwischen Bremse und Station führten hier leider zu einer sehr langen Wartezeit.

Old Mill

Eines der ältesten Fahrgeschäfte im Park ist die Themenfahrt Old Mill aus dem Jahr 1901, die durch einen engen Tunnel führt, in dem rechts und links des Kanals kleine Szenen zu sehen sind. Die Dunkelheit sorgte schon damals für ein gewisses Maß an Intimität und die gruseligen Szenen während der Fahrt boten einen gesellschaftlich akzeptierten Vorwand für Körperkontakt. Heute ist die Old Mill eine schaurig-schöne Familienattraktion, die von 2004 bis 2019 unter dem Namen Garfield’s Nightmare bekannt war und nach dem berühmten Comic gestaltet wurde. Für die Saison 2020 wurde die Attraktion erneut umgestaltet. Jetzt erlebt man ein Abenteuer mit dem Skelett-Pistolero Harold.  

Jack Rabbit

Mit 102 Jahren ist Jack Rabbit die älteste Achterbahn in Kennywood. Die Bahn bietet ein einfaches ovales Layout, durch das man zwei Runden fährt. Der Clou ist, dass man erst in der Mitte der Fahrt den Lift erreicht und bis dahin durch zwei Senken gefahren ist. Der Höhepunkt ist dann der große Double Down der Bahn, bei dem die Wagen gnadenlos versuchen, einen abzuwerfen. Leider ist das Spektakel nach einem weiteren Sturz auch schon wieder vorbei.

Racer

Gleich neben der Achterbahn Jack Rabbit befindet sich der Racer, auf dem man sich ein heißes Rennen gegen einen anderen Zug liefern kann. Es ist eine der wenigen Achterbahnen mit einer Möbiusschleife, d.h. die Züge müssen immer zwei Runden fahren, bevor sie wieder auf der gleichen Seite der Station ankommen.

Die Fahrt auf dem Racing Coaster The Racer beginnt mit jeweils einer Kurve, bevor beide Züge in den parallel verlaufenden Lifthügel einfahren. Diese sind jedoch räumlich etwas voneinander getrennt. Nach dem ersten Drop verlaufen beide Strecken dann direkt nebeneinander. Hier geht es zunächst durch eine Linkskurve, wobei die linke Bahn schnell in Führung geht. Der geschwungene Drop und der anschließende Hügel werden von beiden Zügen leicht versetzt befahren. In einer Rechtskurve holt das rechte Gleis dann den Rückstand weitgehend auf. Nach einer weiteren kurvenreichen Abfahrt und einem ebenso geschwungenen Hügel folgt eine weitere Rechtskurve. Beide Züge fahren dann parallel in das letzte Gefälle der Strecke ein. Nach einer Steigung wird die Schlussbremse erreicht, wo der Sieger des Rennens gekürt wird.

The Racer ist wirklich eine tolle Achterbahn. Zwar ist die Holzachterbahn weder hoch noch schnell, dafür aber zeichnet sie sich durch sehr schwungvolle Abfahrten und Hügel aus, die das wilde Rennen gegen den anderen Zug prägen.

Steel Curtain

Seit 2019 prägt die Achterbahn Steel Curtain den Themenbereich Steelers Country rund um die Pittsburgh Steelers. Das überschlagsreiche und trotz einer Höhe von 67 Metern sehr kompakte Layout zieht sich in einem Band durch den hinteren Teil des Parks. Leider war die Bahn an meinem Besuchstag aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht in Betrieb.

Aero 360

Das Überschlagskarussell Aero 360 gehört mit seinen überdimensionalen Kennywood-Pfeilen zu den optisch auffälligsten Fahrgeschäften des Freizeitparks. Die Fahrt mit dem Zamperla Hawk bietet ein langes und abwechslungsreiches Fahrprogramm.

Lil’ Phantom

Lil’Phantom ist die kleinste Achterbahn des Parks. Die von Molina & Son’s gebaute Anlage bietet ein ovales Layout mit vielen kleinen Auf- und Abfahrten.

Auto Race

Eine der interessantesten Attraktionen in Kennywood ist das Autorace, das 1930 von Traver Engineering gebaut wurde. Hier fährt man in Seifenkisten über eine Holzbahn. Die Fahrzeuge werden nur durch Leitplanken auf beiden Seiten der Strecke geführt.

Thomas Town

Kennywood ist die Heimat von Thomas Town, einem Themenbereich rund um Thomas und seine Freunde. Neben dem kleinen Familienfreifallturm Cranky’s Drop Tower und den beiden Fahrgeschäften Flynn’s Fire Training und Harold’s Helicopter Tour befindet sich hier auch der Bahnhof der Insel Sodor, von dem aus die Journey with Thomas startet. Von hier aus hat man den besten Blick auf den Monongahela River und die Stahlwerke von Pittsburgh.

Ghostwood Estate

Eines der modernsten Fahrgeschäfte des Parks ist die interaktive Geisterbahn Ghostwood Estate. In einer Pre-Show werden wir von Lord Kenneth Ghostwood aufgefordert, die Geister aus seinem Haus zu vertreiben. Ausgerüstet mit Pistolen bahnen wir uns unseren Weg durch das gruselige Anwesen und erleben eine wirklich schöne Geisterbahn mit vielen Animatronics. 

Raging Rapids

Wie die benachbarte Holzachterbahn befand sich auch die Wasserbahn Raging Rapids zum Zeitpunkt meines Besuches in einer längeren Renovierungsphase und war daher nicht in Betrieb. Der Intamin Rapids Ride bietet hier im Park ein recht kompaktes und verschlungenes Layout.

Thunderbolt

Die Achterbahn Thunderbolt befand sich zum Zeitpunkt meines Besuches noch im Umbau und sollte erst zum Nationalfeiertag im Juli wieder eröffnet werden. Die fast 100 Jahre alte Holzachterbahn teilt sich den gleichen Hang mit der Achterbahn Phantom’s Revenge und überwindet dabei einen Höhenunterschied von fast 30 Metern.

Turtle

Kennywood ist die Heimat vieler klassischer Fahrgeschäfte, darunter die einzige noch existierende Tumble Bug Berg- und Talbahn des Herstellers Traver Engineering namens Turtle. Die Bahn aus dem Jahr 1927 ist eher gemütlich unterwegs und bietet einen tollen Blick auf die Achterbahn Phantom’s Revenge.

Black Widow

Die Black Widow Schaukel ist eine der ersten Giant Discovery Anlagen von Zamperla. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich und bietet viel Airtime. Unbedingt ausprobieren!

Pittsburg Plunge

Ich bin ein großer Fan der klassischen Shoot the Chute Rides, aber an meinem Besuchstag war ich sehr froh, dass Pittsburg Plunge noch nicht in die Saison gestartet war, denn es war schon sehr kalt. Hier in Kennywood präsentiert sich die von O.D. Hopkins gebaute Wasserbahn sehr klassisch und erinnert damit an die ersten Anlagen dieser Art, die um die Jahrhundertwende gebaut wurden.

Exterminator

Die Indoor-Achterbahn Exterminator ist eines der Highlights im Freizeitpark Kennywood. Die Spinning Mouse aus dem Hause Reverchon überrascht durch ein konsequentes und sehr detailliertes Theming, das in dieser Tiefe nicht einmal bei Disney oder Universal zu finden ist. Zumindest nicht bei einer Attraktion dieser Größenordnung. Hut ab!

Whip

Direkt neben der Wasserbahn Pittsburgh Plunge befindet sich ein weiteres klassisches Fahrgeschäft des Freizeitparks Kennywood. Die 1919 eröffnete The Whip bietet dank der Querbeschleunigung an den beiden Umlenkpunkten und der daraus resultierenden rasanten Fahrt einen Heidenspaß.  

Swing Shot

Neben dem klassischen Wellenflug Wave Swinger gibt es die große Schaukel Swing Shot, die mit wenigen Schwüngen ihren maximalen Ausschlag erreicht. Dabei rast man mit hoher Geschwindigkeit durch die Station und erlebt viel Airtime an den beiden Maxima.

Noah’s Ark

Eine der besonderen Attraktionen in Kennywood ist die Noah’s Ark. Dabei handelt es sich um ein schiefes Haus, bei dem die namensgebende Arche hin und her schwingt, während man durch sie hindurch läuft. Eine ähnliche Attraktion ziert den Eingang des englischen Freizeitparks Blackpool Pleasure Beach, kann dort aber nicht mehr besichtigt werden.

Musik Express, Cosmic Chaos and Pirate

Auf einem großen Platz vor der großen Kurve der Achterbahn Phantom’s Revenge stehen zahlreiche klassische Fahrgeschäfte. Hier kann man neben einem Musik Express auch die Schiffschaukel Pirate sowie die Disk’o Cosmic Chaos fahren.

Phantom’s Revenge

Im Rennen um die schnellste und höchste Achterbahn der Welt setzte man lange Zeit auf Looping-Achterbahnen. Den Rekord stellte 1991 die Arrow Achterbahn Steel Phantom mit einem Höhenunterschied von gut 70 m auf. Nach dem großen Gefälle ging es hier direkt in einen Looping, dann in einen Batwing und schließlich durch den finalen Korkenzieher zurück zur Station. Nur neun Jahre später erfolgte der Umbau zur Achterbahn Phantom’s Revenge durch die Firma Morgan.

Die Fahrt auf Phantom’s Revenge beginnt gleich mit dem Lifthügel, der uns auf eine Höhe von 50 Metern bringt. Oben angekommen stürzen wir uns in einer Steilkurve den First Drop hinunter. Es folgt eine lange Gerade, bevor wir einen Hügel erklimmen und sofort in den deutlich größeren Drop stürzen. Dabei passieren wir die Holzachterbahn Thunderbolt. In einer sehr langen Linkskurve gewinnen wir wieder etwas an Höhe. Anstatt nun in die Inversionen zu fahren, folgen wir der Kurve noch ein Stück. Nach einem weiteren Drop führt uns der Weg durch eine Rechtskurve, in der wir noch einmal die Stützkonstruktion der Achterbahn Thunderbolt passieren. In mehreren Bunnyhops versucht uns der Zug dann wie wild abzuwerfen. Nach einer Rechtskurve folgt der finale Hopser, der uns in die Schlussbremse führt.

Auch wenn die Fahrt auf Phantom’s Revenge eher kurz ist, so ist sie doch atemberaubend. Die hohe Geschwindigkeit sowie die sehr gute Laufruhe der Achterbahn sprechen für sich. Auch die Airtime auf den vielen kleinen Bunnyhops ist wirklich nicht zu verachten. Kurzum, ein wirklich toller Hyper Coaster und neben den zahlreichen klassischen Fahrgeschäften das Aushängeschild des Freizeitparks.

Bilder Kennywood

Fazit Kennywood

Kennywood ist ein wirklich cooler, klassischer Vergnügungspark. Ursprünglich als Trolley Park der Stadt Pittsburgh gegründet, erfreut der Park seine Gäste seit dem Jahr 1899. Da viele der Fahrgeschäfte fast genauso alt sind wie der Park selbst, hat er einfach einen unglaublichen Charme. Darüber hinaus hat der Park durch seinen ausgeprägten Industrie-Look eine ganz eigene Identität, die Hand in Hand mit der Umgebung geht. Dies kommt hier vor allem durch die Lage in West Mifflin mit bestem Blick auf die Edgar Thompsons Works, eines der ältesten Stahlwerke der Welt, zum Ausdruck.


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