Ein Besuch im Botton’s Pleasure Beach

Der kleine Amusement Park Botton’s Pleasure Beach direkt am Strand von Skegness bietet neben einer kleinen Auswahl auserlesener Fahrgeschäfte die typisch englische Mischung aus Spielhallen, Fast Food und Midway Games.  

Neben den typisch englischen Rundfahrgeschäften besticht der Pleasure Beach durch seine beiden Schaukeln Pirat und Freak Out, sowie gleich vier Achterbahnen. Die kleinsten davon hören auf den Namen Big Apple und Runaway Train.

Big Apple und Runaway Train

Die Familienachterbahn Big Apple steht seit dem Jahr 1987 im Park und ist ein klassischer Big Apple der Firma Pinfari, welche den italienischen Dauerbrenner in den 70er Jahren konzipiert mit einem schmucken Apfel veredelt haben. Die Fahrt mit ihren Wellen im oberen Fahrtabschnitt und der rasanten Abfahrt macht auch heute noch Spaß, wobei man sich als Erwachsener nur ungern in die Wagen quetscht.

Die Fahrt auf dem Runaway Train hingegen ist nicht ganz so spannend. Die von Meridian Ltd. erbaute Anlage wurde um ihr einziges Fahrelement herumgestaltet. Nach der Auffahrt fährt der Zug eine Runde über den Bahnhof, ehe die Abfahrt in Form einer Helix folgt. Wie auch auf dem Big Apple durchfährt man das Layout gleich öfters.

Rockin Roller

Auf dem Dach der Riverboat Arcade befindet sich der Rockin Roller. Das Layout des kleinen Spinning Coasters aus dem Hause Fabbri bietet eine Vielzahl enger Kurven, die die Wagen in eine gemächliche Drehung versetzen. Zwischendurch wird das Ganze durch kleinere Drops ein wenig aufgelockert. Die ultrakompakte Anlage passt perfekt auf die vorhandene Grundfläche und ist durch ihre exponierte Anlage ein Aushängeschild des Freizeitparks.

Queen Bee

Ebenfalls auf einem Dach einer Arcade befindet sich die Familienachterbahn Queen Bee. Die Fahrt auf dem kleinen Suspended Coaster ähnelt sehr der eines Big Apples, nur hat man hier auf eine Streckenkreuzung verzichtet und bietet statt der kleinen Wellen, einen Dip zur Seite. Die von Pinfari erbaute Anlage ist eine Kuriosität an sich und allein daher lohnt es sich den Botton’s Pleasure Beach zu besuchen.

Bilder Botton’s Pleasure Beach

 


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Sik!

Seit meinem ersten Besuch im Flamingo Land Anfang 2013 wurden viele neue Fahrgeschäfte eröffnet. Zwei der großen Neuzugänge (Hero und Twistosaurus), über die ich in diesem Bericht berichte, befanden sich damals noch im Bau. Während der Covid-19-Pandemie wurde die 10-Inversion-Achterbahn Sik installiert. Da die pandemiebedingten Einschränkungen nun der Vergangenheit angehören, konnte die Bahn endlich zur Saison 2022 eröffnet werden. 

Twistosaurus

Twistosaurus ist eine Junior-Twister-Achterbahn von Zamperla und kommt ohne viel Thematisierung daher. Sie passt jedoch gut in den Dino Stone Park Themenbereich. Die Fahrt selbst ist eine nette kleine Familienachterbahn mit einigen Haarnadelkurven und einer Helix, die die Wagen zum Trudeln bringt. Das Fahrerlebnis ist relativ magenfreundlich und ein toller Spaß für die ganze Familie.

Sik

Für alle Freunde von Colossus im Thorpe Park, die im Norden des Landes wohnen, gibt es endlich ein ganz ähnliches Fahrerlebnis in Yorkshire. Obwohl es sich um die Erstinstallation der Achterbahn handelt, ist Sik eigentlich eine ziemlich alte Bahn. Die Achterbahn sollte 2012 im brasilianischen Freizeitpark Hopi Hari eröffnet werden, wurde aber aufgrund der finanziellen Situation des Parks und eines ziemlich kuriosen Leasingvertrags nie installiert. Das Fahrgeschäft wanderte von Parkplatz zu Parkplatz und nach einem kurzen Aufenthalt in den Movie Animation Park Studios in Malaysia wurde es schließlich von der Familie Gibb gekauft.

Was das Erlebnis so einzigartig macht, ist die Geschichte der Bahn und der erweiterte Freiheitsgrad, der durch das verwendete Rückhaltesystem entsteht. Im Vergleich zu Colossus hat das Layout einen veränderten First Drop, doch die restliche Strecke, bestehend aus einem Looping, einem schönen Airtime-Bump in einen Tunnel, einer Cobra Roll, zwei Corkscrews und insgesamt fünf Heartline Rolls (vier davon direkt hintereinander), ist so ziemlich die gleiche. 

Obwohl es sich um eine neue Bahn im Flamingo Land handelt, wird man bei dieser Achterbahn ganz schön durchgeschüttelt. Verglichen mit Colossus, die abgesehen von den ersten drei Inversionen einen guten Fahrkomfort bietet, oder Altair in der Cinecittà World in Rom, die mit dem gleichen Layout und Zugdesign ausgestattet ist, ist Sik nicht das geschmeidige Erlebnis, das man vielleicht erwartet. Die Bahn macht zwar immer noch Spaß, aber sie könnte auch viel besser sein, wenn sie etwas ruhiger laufen würde. 

Hero

Ein weiteres Achterbahnmodell, das für sein Fahrerlebnis berüchtigt ist, ist der Zamperla Volare. Dieser kleine Flying Coaster steckt dich in einen Käfig und quetscht dich wie eine belegte Semmel, bevor er dich auf äußerst schmaler Grundfläche durch ein mehrstöckiges Layout schickt. Dabei bietet die Bahn eine Reihe sehr cooler Heartline-Rolls und ein paar richtig enge Haarnadelkurven. Es ist keine große Überraschung, dass die meisten Achterbahnfans dieses Achterbahnmodell nicht mögen. Ich persönlich finde, dass die Zamperla Volare richtig viel Spaß machen und ein überraschend geschmeidiges Fahrerlebnis bieten. An diesem Modell gibt es nichts auszusetzen und schon gar nicht an Hero. Die Fahrt ist einfach gut. 

Bilder Flamingo Land

Fazit Flamingo Land

Das Flamingo-Land ist immer noch ein ziemlich einzigartiger Tier- und Freizeitpark. Mit den jüngsten Veränderungen wirkt der Park jetzt viel kohärenter. Der 2022 hinzugefügte Sik fügt sich gut ein und hat einen sehr ansprechenden Stil. Besonders der Bahnhof von Sik hat ein tolles Flair und der Zug mit dem dunkel gefärbten Union Jack ist schon ziemlich cool.

 

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Der Grüffelo und Tiger Rock

Die Veränderungen der letzten fünf Jahre

Großbritanniens größter Freizeitpark ist seit geraumer Zeit einem Renovierungs- oder besser Umgestaltungswahn verfallen, denn anders lassen sich die Neuerungen der letzten fünf Jahre kaum erklären – bis auf das Adventure Tree Carousel im vergangenen Jahr ist keine neue Attraktion in den Park Chessington World of Adventures eingezogen. So präsentiert sich der Blaue Enzian Runaway Train als Scorpion Express, die Themenfahrt BubbleWorks als Gruffalo’s River Ride Adventure und die Wildwasserbahn Dragon Falls als Tiger Rock. Leider sind auch Abgänge zu verzeichnen, so haben die Monorail, die vor allem den Parkteil um die Hocus Pocus Hall und den Zoo prägte, und das Riesenrad Peeking Heights den Park verlassen.

Scorpion Express

Den Anfang dieser Entwicklung machte die Achterbahn Runaway Train, die das gesamte künstliche Felsmassiv verlor, das die Anlage zuvor recht eindrucksvoll geschmückt hatte. Der Scorpion Express steht nun zwar relativ nackt in der Gegend herum, ist aber dennoch kaum zu übersehen. Eine riesige mechanische Skulptur in Form eines Skorpions ziert die hintere Helix und sorgt mit allerlei Effekten für eine äußerst unterhaltsame und vor allem spritzige Fahrt. Zur Unterhaltung der wartenden Parkbesucher gibt es im Wartebereich auch einige Terrarien, in denen passenderweise Skorpione zu bestaunen sind. Alles in allem wurde die Anlage durchaus aufgewertet, es macht auf jeden Fall viel Spaß, mit dem Scorpion Express die eine oder andere Runde zu drehen.

Gruffalo’s River Ride Adventure

Auch die Quietscheentchen-Themenfahrt BubbleWorks im Themenbereich Transsilvanien, gleich neben der grandios schwingenden Achterbahn Vampire sorgte jedes Mal für viel Spaß – mal sehen, was daraus geworden ist.

Ursprünglich als Prof. Burp’s BubbleWorks eröffnet, schipperte man die ersten 15 Jahre in Rundbooten durch eine Limonadenfabrik, bevor die Enten von Imperial Leather mit ihrem Sponsorendeal die Anlage quasi in einer Nacht- und Nebelaktion übernahmen. 2014 endete das Sponsoring des Seifenherstellers mit Merlin, woraufhin alle Hinweise auf den Hersteller aus dem Park entfernt wurden. Das Thema der Bahn hätte sich zwar bis auf weiteres halten können, nicht aber die eingebauten Designelemente. Also musste eine neue IP her, weshalb man sich für einen Kinderbuchklassiker entschied, der sich auch gestalterisch ohne großen Aufwand in diesen Themenbereich integrieren ließ. Im Jahr 2016 folgte dann die letzte Fahrt im alten Design, bevor am 18.03.2017 das Gruffalo River Ride Adventure eröffnet wurde.

Die Fahrt selbst bietet eine sehr gesunde Mischung aus statischen Gestaltungselementen und Videoprojektionen. Die Atmosphäre im Inneren ist nun sehr dicht; man hat nun das Gefühl, in dem Boot einem Bach durch einen Wald zu folgen. Die einzelnen Räume erzählen jeweils einen Teil des ersten Kinderbuches, in dem die Maus den Fuchs, die Eule und die Schlange davon abhält, sie zu fressen, indem sie ihnen mit dem Grüffelo – einem bis dahin fiktiven Wesen – droht. In den nächsten Räumen trifft die Maus auf den Grüffelo, der sie ebenfalls fressen möchte, aber dank der Aussage der Maus, dass alle anderen Tiere Angst vor ihm haben, davon absieht. Gemeinsam erklimmen der Grüffelo und die Maus den Aufzug der Anlage und bewältigen anschließend die Schussfahrt in den ehemaligen Baderaum. Dort treffen sie auf die anderen Tiere, die daraufhin die Flucht ergreifen. Diese Szene ist trotz der relativ offenen Gestaltung gelungen und kann durch einige verbliebene Fontänen zumindest teilweise ihren alten Charme bewahren. Auf dem Rückweg zur Station vertreibt die Maus noch den Grüffelo, damit sie endlich in Ruhe ihre Nüsse knacken kann.

Da ich das Franchise nicht kenne, verzichte ich an dieser Stelle auf einen Vergleich. Die Bahn selbst hat definitiv eine Aufwertung erfahren und kann wieder begeistern. Die Mischung aus statischen Gestaltungselementen und den Videoprojektionen funktioniert einfach super und wirkt nirgends deplatziert, so dass man sie trotz der drehenden Gondel eigentlich immer erfassen kann. Generell ist die Anlage jetzt immer recht gut besucht.

Tiger Rock

Die Wildwasserbahn Tiger Rock ist dagegen deutlich weniger besucht, was aber nicht für das neue und deutlich größere Tigergehege gilt, das nun die ehemaligen Freiflächen der Wildwasserbahn nutzt. Hier wurde auch die meiste Arbeit investiert, denn auf eine Sanierung der Wildwasserbahn wurde leider verzichtet. So dümpelt man durch einen Kanal, der durchaus hätte neu beschichtet werden können, und hat dabei freie Sicht auf die Tiere des Geheges, das (zumindest teilweise) um die Bahn herumführt. Das hat schon was, zumal sich die Tiere tatsächlich auch eher in diesen Bereichen aufhalten und man somit wirklich die beste Sicht aus der Wildwasserbahn Tiger Rock hat, aber es hätte gerne noch mehr sein können. Die Ridehardware steht hier im Kontrast zum neuen Design der Anlage und das ist aus meiner Sicht leider eine verpasste Chance. Da Tiger Rock die letzte noch existierende Wildwasserbahn der Gruppe in England ist, ist ein Verschwinden der Anlage in den nächsten Jahren leider absehbar.

Bilder Chessington World of Adventures

Fazit des Besuchs

Chessington World of Adventures bleibt für mich die erste Adresse, wenn es um die drei Themenparks in der Nähe von London geht. Die drei großen Neuerungen der letzten fünf Jahre haben alle ihre Daseinsberechtigung und können ganz oder mehrheitlich überzeugen. Da eine Überarbeitung der Hocus Pocus Hall bereits in Aussicht gestellt wurde, darf man gespannt in die Zukunft blicken. Auf jeden Fall sollte man den Park immer in seine UK-Planung mit einbeziehen, vor allem wenn man noch nie dort war und einen Freizeitpark in der Nähe von London besuchen möchte.

 

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