Ein Tag in der Welt voller Abenteuer

Chessington World of Adventures

Am Tag nach Pfingstmontag fuhren wir mit dem Zug nach Chessington South und gingen von dort ca. 1 km zu Fuß zum Freizeitpark Chessington World of Adventures – einem Park von Merlin Entertainments. Dort fanden wir sofort einen wunderbar leeren Tier- und Freizeitpark vor. Praktischerweise fuhren an unserem Besuchstag alle Fahrgeschäfte immer zwei Runden hintereinander, was vor allem bei den Achterbahnen sehr überraschend war.

Dragon’s Fury

Vorbei an Tigern und Löwen, die am frühen Morgen noch halbwegs aktiv waren, ging es zum ersten Objekt der Begierde, dem Spinning Coaster Dragon’s Fury. Diese von Maurer Söhne gebaute Anlage ist relativ einfach zu beschreiben, denn sie ist einfach genial. Der Drop mündet in eine verrückte S-Kurven-Kombination, die in einen Immelmann-Turn übergeht. Es folgen einige Kurven und Helices, die dann in eine weitere Kuriosität übergehen, nämlich den zweiten ziemlich flachen Lifthill, der einem die nötige potentielle Energie gibt, um den Rest der ziemlich bizarren Strecke zu bewältigen.

Dragon’s Fury ist mit Abstand der beste Spinning Coaster der Welt, was bei Anlagen wie Sonic Spinball in Alton Towers oder Tarantula im Parque de Atracciones de Madrid keine leichte Kunst ist. Die Fahrt selbst kann meist mit einer sehr guten Gondeldrehung aufwarten, was das tolle Layout nochmals aufwertet.

Wild Asia

Gleich nebenan entführt der neu gestaltete Themenbereich Wild Asia direkt nach Asien. Das ehemalige Beanoland, das einer englischen Comicserie gewidmet war, wurde für die Saison 2010 umgestaltet und präsentiert sich den Besuchern nun mit zwei Neuheiten.

Monkey Swinger

Neben einem Autoscooter mit Bügeln, einem Spielhaus und einem Crazy Bus aus dem Hause Zamperla kann der Bereich mit einer ganz besonderen Anlage aufwarten: Ein Wellenflug aus dem Hause Zierer. Normalerweise in fast jedem Park zu finden, gelingt es Chessington World of Adventure, den Monkey Swinger allein durch den Einsatz von Wasserfontänen zu etwas ganz Besonderem zu machen. Im Gegensatz zu der Anlage im Phantasialand in Brühl dienen die Fontänen beim Monkey Swinger nicht nur als eindrucksvolle Dekoration, sondern auch als eiskalte Erfrischung. Spätestens hier merkt man, dass die Engländer dem Wasser nicht abgeneigt sind. Kein Wunder also, dass man hier während der Fahrt ein gutes Dutzend Mal durch die Fontänen rast. Dabei sind die äußeren Plätze, an denen man schon klatschnass aussteigt, noch die trockensten.

Kobra

Um sich wieder zu trocknen, kann man den Ganzkörpertrockner aufsuchen oder sich in die Neuheit Kobra, einen Disk’o Coaster von Zamperla, setzen. Leider sieht die Attraktion von außen deutlich imposanter aus, als sie sich fährt, dennoch ist ein Ritt auf der Kobra eine nette Fahrt für zwischendurch.

Lorikeet Lagoon

Die zweite Neuheit in diesem Bereich ist die Lorikeet Lagoon, eine Attraktion, wie man sie immer öfter in Zoologischen Gärten findet, z.B. im Erlebnis-Zoo Hannover oder im Weltvogelpark Walsrode. Es handelt sich um eine begehbare Voliere, in der Allfarbloris ihre Runden drehen und man für wenig Geld Futter für eben diese Vögel erwerben kann. Es liegt in der Natur dieser Papageienart, dass es dabei zu recht komischen Situationen kommen kann, zumindest solange man noch etwas Nektar hat, mit dem man sie anlocken kann.

Peeking Heights und Dragon Falls

Im chinesischen Themenbereich Mystic East befindet sich neben dem Riesenrad Peeking Heights, von dem aus man theoretisch bis zum Thorpe Park sehen kann, die Wildwasserbahn Dragon Falls. Diese Anlage ist wunderschön gestaltet, bietet aber nur einen sehr geringen Nässegrad und eine recht bizarre Streckenführung.

Rameses Revenge

Zur freudigen Überraschung des Personals fuhren wir mit der Top Spin Rameses Revenge. Als erste Gäste des Tages staunten wir nicht nur über die Fontänen während der Fahrt, sondern auch über die guten Deutschkenntnisse des Personals, das die Maschine passenderweise als Waschmaschine bezeichnete.

Tomb Blaster

Im gleichen Themenbereich befindet sich mit der interaktiven Themenfahrt Tomb Blaster eine sehenswerte Attraktion aus dem Hause Sally. Hier fährt man in einem langen Zug durch zahlreiche atemberaubende Kulissen. Durch die gähnende Leere im Park und die dadurch etwas längeren Pausen in den Blockbereichen konnte man zwar viele Punkte sammeln, allerdings fehlte der Anlage dadurch auch etwas Dynamik.

Rattlesnake

Etwas versteckt und wie der Top Spin in einer Grube liegend, drehen die Wagen der Rattlesnake – einer Wilden Maus aus dem Hause Maurer Söhne – ihre Runden. Schon der Wartebereich in der Mitte der Anlage verdient Aufmerksamkeit, wird aber von der Fahrt noch übertroffen. Im Gegensatz zur Crazy Mine im Holsteiner Hansa-Park wurde das ursprüngliche Ambiente bis heute erhalten und nicht durch funktionale Anbauten ergänzt.

Runaway Train

Etwas abseits steht der Powered Coaster Runaway Train vom Typ Blauer Enzian. Dieses Standardmodell aus dem Hause Mack Rides wurde in Chessington World of Adventures perfekt verkleidet, was schon beim Durchfahren der gewissermaßen in die Anlage gelegten Warteschlange auffällt. Die Fahrt selbst ist dann deutlich harmonischer als in der Schwesteranlage Flying Fish im knapp 15 Meilen entfernten Thorpe Park. Das freundliche Personal sorgt auch hier für eine tolle Atmosphäre.

Hocus Pocus Hall und Sea Life Centre

Eine interessante Attraktion ist der Durchgang durch die Hocus Pocus Hall, bei der man mit einer speziellen Brille einige Effekte auf sich wirken lassen kann. Ein weiterer interessanter Walktrough ist das Sealife Centre, welches von außen leider in einer hässlichen Zeltoptik daher kommt. Im Inneren hingegen kann man das  Aquarium sehr überzeugen. Die große Artenvielfalt und die aufwendige Gestaltung sorgen einen hohen Unterhaltungwert. Dank der sehr geringen Besucherfülle war es auch endlich mal möglich sich die Fische etwas genauer anzusehen.

BubbleWorks

Im siebenbürgischen Themenbereich Transylvania findet man neben dem wohl schönsten Burger King der Welt eine ganz besondere Themenfahrt rund um das Thema Quietsche-Entchen. Die Tour durch die Seifenblasenfabrik BubbleWorks gestaltet sich recht amüsant und kann mit einem der beeindruckendsten Finale aufwarten, denn hier geht man im wahrsten Sinne des Wortes baden. Nass wird man zwar nicht, aber die Wasserfontänen, durch die man fährt, sind schon beeindruckend anzusehen.

Vampire

Die neueste Achterbahn des Parks stammt aus dem Hause Arrow Dynamics und ist ein echter Suspended Coaster. Dieser seltene Achterbahntyp ist vor allem in Amerika anzutreffen und leider werden die ohnehin schon wenigen Exemplare mit der Zeit immer seltener. Da ist es gut zu wissen, dass es auch in Europa eine Anlage dieser Art gibt. Die noch recht neuen Züge aus dem Hause Vekoma lassen zumindest auf eine noch lange Zukunft hoffen.

Die Fahrt auf Vampire beginnt recht amüsant mit einigen Kurvenkombinationen, bei denen man schon etwas zur Seite schwingt. Kurz darauf geht es den zweiten Lifthügel hinauf, danach folgt der von außen sichtbare Teil der Fahrt. Vorbei an der Häuserzeile beim Burger King geht es zügig in die Baumwipfel, wo man noch ein wenig hin und her schwingt. Der Höhepunkt der Fahrt folgt kurz darauf, wenn man nach einem großen Drop beim Verlassen eines Tunnels recht intensiv ausschwingt. Leider landet man danach auch schon in der Bremsstrecke, wo man noch ein wenig schwingt, bevor es zurück zur Station geht.

Vampire ist eine sehr überraschende Achterbahn, bei der sich der Fahrkomfort für Brillenträger deutlich erhöht, sobald man die Brille absetzt. Zwar ist Vampire nicht die höchste und schon gar nicht die schnellste Achterbahn, was vor allem an den örtlichen Gegebenheiten des Parks liegt, aber Arrow Dynamics ist es gelungen, eine äußerst unterhaltsame Anlage in den Park zu stellen, die zumindest in Europa definitiv ihresgleichen sucht.

Black Buccaneer

Direkt daneben kann man in einer recht interessanten Lage die Schiffschaukel des Parks bewundern, die wie alle anderen großen Fahrgeschäfte in einer Grube steht. Merkwürdigerweise befindet sich der Eingang zum Black Buccaneer an einer recht unlogischen Stelle, weshalb man schon einige Zeit investieren muss, um ihn zu finden. Hat man den imposanten Weg hinunter zur Schiffschaukel geschafft, wird man mit einer tollen Fahrt mit recht hohem Schaukelfaktor belohnt.

Bilder Chessington World of Adventures

Fazit über unseren ersten Besuch in Chessington World of Adventures

Chessington World of Adventures ist einer der interessantesten Tier- und Freizeitparks in Europa und kann neben erstklassigen Fahrgeschäften mit wunderschön gestalteten Themenbereichen und einem sehr guten Zoo-Bereich aufwarten. Wer sich in der Nähe von London aufhält und die Qual der Wahl zwischen den drei Freizeitparks Chessington World of Adventures, Legoland Windsor oder dem quasi benachbarten Thorpe Park hat, sollte dem Park in Chessington auf jeden Fall einen Besuch abstatten, es lohnt sich.

 

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Ein geniales Wochenende im Europa-Park

Mein erster Besuch im Europa Park

Blue Fire Megacoaster

Da die Achterbahn Blue Fire in diesem Jahr das Prädikat neu und erster Launched Coaster in Süddeutschland hatte, wurde sie von Anfang an ins Visier genommen. Dies war auch gerechtfertigt, denn während die Warteschlange am Vormittag nur ca. 20 Minuten betrug, war sie am Nachmittag um ein Vielfaches länger. Irgendwie wollte jeder Blue Fire fahren.

Nachdem man in den sehr bequemen Zügen der Achterbahn Blue Fire Platz genommen hat, durchfährt man einen kleinen unsinnigen Darkridepart, um dann mit allerlei Effekten im Schneckentempo abgefeuert zu werden. Es folgt eine sehr bescheidene Kurve, die ebenso wie das folgende Loopingelement viel zu langsam durchfahren wird. Die Steilkurve vor der Auffahrt zur Blockbremse kann als Highlight der Bahn bezeichnet werden, sofern man nicht in der Blockbremse zum Stehen kommt. Die anschließenden Korkenzieher machen bei entsprechender Geschwindigkeit richtig Spaß, leider kommt man viel zu selten in den Genuss. Die absolute Frechheit, die leider von den Fans als das Highlight einer Achterbahn schlechthin bezeichnet wird, ist die vermeintliche und völlig falsch berechnete Heartlineroll gegen Ende der Fahrt auf Blue Fire.

Blue Fire ist mit Abstand eine der langweiligsten Achterbahnen schlechthin, hier stimmt absolut gar nichts und man kann nur hoffen, dass die Firma Mack Rides das grundsätzlich vorhandene Potential bei ihren folgenden Anlagen erkennt und ausnutzt. Wo der erste Teil der Anlage viel zu langsam durchfahren wird, ist der zweite Teil auf Blue Fire leider viel zu schnell, so dass am Ende eine kraftlose, langweilige und schlechte Achterbahn auf ihre Gäste wartet, die leider mangels Erfahrung mit Inversionen und Abschüssen glauben, die Bahn sei überragend.

Um wieder aus dem Tiefschlaf zu erwachen, wurde das Café in unmittelbarer Nähe der Bahn getestet. Der dort servierte Kaffee ist verdammt gut und somit das eigentliche Highlight im isländischen Themenbereich.

Atlantica SuperSplash

Nachdem man Island in Richtung Portugal verlassen hat, steht man vor dem imposanten Bauwerk des Atlantica SuperSplash. Leider kann die Bahn, wie andere Anlagen dieser Art auch, absolut nichts, aber immerhin gibt es eine Soakzone, um wenigstens ein bisschen nass zu werden. Der unsinnige Rückwärtsteil während der Fahrt kann durch eine noch unsinnigere 540°-Drehung auf dem ersten Drehtisch ergänzt werden, wenn die Kapazität mal nicht voll ausgelastet ist.

Tiroler Wildwasserbahn

Um richtig nass zu werden, muss man schon zur Tiroler Wildwasserbahn pilgern, die ihrem Alter alle Ehre macht. Vor allem an dieser Anlage sieht man, wie sehr der Europa Park bemüht ist, seine Anlagen zu pflegen, denn diese Wildwasserbahn sieht aus wie neu und fährt sich auch so, was man von anderen Parks leider nicht behaupten kann. Der Nässegrad ist hervorragend und die Höhle, durch die man fährt, ist einfach toll.

Alpenexpress Enzian

Durch die gleiche Höhle dreht auch der Alpenexpress Enzian seine Runden und kann wie sein etwas längerer Bruder aus dem Soltauer Heide-Park durchaus überzeugen. Aber nicht nur der Powered Coaster weist deutliche Parallelen zu Soltau auf, so findet man in der Heide auch eine größere Version des Seerestaurants sowie einige kleinere Attraktionen, die mehr oder weniger identisch sind.

Fjord Rafting

Aber auch das Fjord Rafting wirkt wie eine kleine Version des Mountain Rafting, leider ist die Fahrt selbst nicht wirklich aufregend und schon gar nicht nass. Die Stromschnellen, Wasserfälle und das Wellenbecken sind hier besonders sanft, die Gestaltung ist nett, aber man merkt der Intamin-Anlage ihr Alter an.

Abgesehen vom HUSS Pirat in unmittelbarer Nähe gibt es im Europa Park nicht viele Fahrgeschäfte anderer Hersteller. Neben dem Zierer Wellenflug in Österreich und den Zamperla Attraktionen im englischen Themenbereich, dem Chance C.P. Huntigton Zug, gibt es nur noch den Intamin Gyro Tower im französischen Themenbereich, sowie die bisher größte europäische Achterbahn des Herstellers B&M.

Silver Star

Der Silver Star ist der Inbegriff einer Parkplatzachterbahn und nutzt diesen Umstand durch eine entsprechende Thematisierung perfekt aus. Das Out & Back Design des Layouts wirkt durch seine Höhe atemberaubend, fährt sich aber relativ harmlos. Während man in der ersten Reihe während der Fahrt nur unangenehmen Fahrtwind abbekommt, erlebt man in den hinteren Reihen schöne Floating-Airtime vom Feinsten. Leider hat die Bahn die schlechteste Warteschlange seit der Erfindung der Warteschlange, weshalb sich das Anstellen im Sommer bei einer Wartezeit von über 20 Minuten definitiv nicht lohnt.

Eurosat

Unweit des Stahlgiganten befindet sich mit der Dunkelachterbahn Eurosat eine der besten Achterbahnen im Europa Park. Zwar sind die Kurven in völliger Dunkelheit teilweise recht grenzwertig und die Bremsen sehr stark eingestellt, aber dafür wartet man, egal wie lang die Warteschlange ist, maximal 30 Minuten, da es stetig vorwärts geht.

Universum der Energien

Unterhalb der Anlage befindet sich mit dem Universum der Energien einer der besten Versuche, sich bei Disney zu bedienen. Auch wenn die Anlage nur von sehr wenigen Parkbesuchern wahrgenommen oder überhaupt gefunden wird, ist diese Themenfahrt definitiv die stimmigste im gesamten Europa Park. Das Thema Dinosaurier ist zwar etwas aus der Mode gekommen, dürfte aber spätestens mit dem vierten Teil von Jurassic Park wieder in aller Munde sein.

Schweizer Bobbahn

Im Schweizer Themenbereich befindet sich der Prototyp der Mack’schen Bobbahn, der außer einer ansprechenden Gestaltung nichts zu bieten hat. Die Schweizer Bobbahn ist eine der harmloseren und leider auch langweiligeren Anlagen dieser Art. Leider steht man hier meist in der längsten Warteschlange, da die Kapazität nicht gerade berauschend ist.

Matterhorn Blitz

Die zweite Achterbahn in diesem Bereich, die Wilde Maus Matterhorn Blitz, ist ähnlich langweilig und hat ein erweitertes Layout und einen Aufzug statt eines Lifts. Der Matterhorn Blitz wurde meine 100. Achterbahn und leider war die Fahrt und die längste Warteschlange im ganzen Park das nicht wert. Den erweiterten Mäusen fehlt im Grunde alles, was die kompakteren und besseren Standard-Mäuse ausmacht.

Jungfrau-Gletscherflieger

Die wohl größte Attraktion in diesem Bereich ist der Jungfrau-Gletscherflieger, ein Fahrgeschäft, das sehr an einen Zierer-Drachenflug erinnert, nur mit Bodenhaftung. Leider hat sich diese rasante Attraktion nie durchgesetzt.

Fluch der Kassandra

Im griechischen Themenbereich befindet sich eine Hexenschaukel, die ausnahmsweise nicht von der Firma Vekoma gebaut wurde. Leider bietet der Fluch der Kassandra keine Handlung und außer der Hauptkammer nicht viel mehr als eine schöne, stimmungsvolle Musik. Der zusätzliche Effekt der Popomassage ist auf den ersten Blick etwas Neues, aber absolut überflüssig.

Poseidon

Die nahe gelegene Wasserachterbahn Poseidon zeigt, wie eine Wasserachterbahn zu fahren ist, denn hier kann man mit etwas Glück sogar nass werden, wenn man Pech hat, passiert das schon vor der Fahrt beim Warten unter dem Trojanischen Pferd. Der kurvenreiche Teil der Achterbahn bietet zwar einige lustige Schläge, aber das macht die Bahn nicht schlechter.

Pegasus

Unterhalb der Wasserachterbahn befindet sich die actionreichste und zugleich familienfreundlichste Achterbahn des gesamten Europa Parks. Die nach dem geflügelten Pferd benannte Achterbahn Pegasus bietet eine kurvenreiche Strecke mit ordentlich Tempo, die perfekt auf das junge Publikum zugeschnitten ist.

Euro-Mir

Im russischen Themenbereich kann man der russischen Raumstation Mir einen Besuch abstatten. Deutlich schneller, aber nicht weniger spannend geht es in der benachbarten Euro-Mir zu. Auf dem Weg nach oben wird man von einem der besten Soundtracks überhaupt beschallt. Oben angekommen, geht es in einigen Kurven um die Spiegeltürme herum, während sich die Gondel ständig dreht. Vor der ersten Abfahrt stoppen die Gondeln, so dass man den folgenden Teil entweder vorwärts oder rückwärts fährt, bis man auf dem Hügel ankommt, wo sich die Gondeln um 180° drehen. Der folgende kurvenreiche Teil der Achterbahn ist sehr intensiv und bleibt es auch, da die Radien immer kleiner werden. Wie bei der Achterbahn EuroSat ist die Bremsung sehr stark, aber wenn man das Glück hat, rückwärts in die Bremsen zu fahren, ist es nicht so schlimm.

Schneeflöckchen Schlittenfahrt

Etwas versteckt liegt die Schneeflöckchen-Schlittenfahrt, eine schöne und stimmige Themenfahrt mit Puppen und dem wohl kultigsten Wagen in Form eines Schlittens mit Bänken, daher auch der Spitzname Bench the Ride.

Piraten in Batavia

In den Niederlanden kann man den Piraten in Batavia einen Besuch abstatten. Diese Wasserattraktion versucht sich, wie so viele andere auch, irgendwie an Disneys Pirates of the Caribbean zu orientieren, was der Anlage leider überhaupt nicht gelingt und für mich zu einer der schlechtesten und langweiligsten Themenattraktionen schlechthin gehört. Die viel zu lange Fahrt ist nicht nur eine Zeitverschwendung sondergleichen, sondern auch eine ideale Einschlafattraktion.

Magia

Auch die Varieté-Show im italienischen Themenbereich war bei meinem Besuch eine gelungene Einschlafhilfe. Von der Show namens Magia habe ich nicht viel mitbekommen, aber der Clown zu Beginn der Show war sehr originell.

Geisterschloss

In unmittelbarer Nähe befinden sich die Themenfahrten Ciao Bambini und das Spukschloss, beides mehr oder weniger Kopien bekannter Disney-Attraktionen. Während Ciao Bambini von mir nicht getestet wurde, erfreute sich die völlig unscheinbare Geisterbahn eines häufigen Besuches, denn so zusammengewürfelt das Geisterschloss auch aussieht, irgendwie ist sie gar nicht so schlecht.

Im spanischen Themenbereich gibt es noch zwei kleinere Attraktionen, unter anderem eine Seesturmbahn mit ordentlichem Fahrprogramm, die man meist ohne Wartezeit einfach fahren kann. Außerdem findet man im ganzen Park verteilt einige Showarenen. Empfehlenswert ist unter anderem die Eislaufshow, wobei das eigentliche Highlight eigentlich jedes Mal der Clown vor der jeweiligen Show ist.

Bilder Europa Park

Schlusswort

Im Gegensatz zum Heide-Park ist der Edeka-Tag im Europa Park ein besonders empfehlenswerter Tag. Neben kostenlosen Kostproben an jeder Ecke kann man sich auch auf viele andere Aktivitäten freuen. Seltsamerweise war es an diesem Tag auch deutlich leerer als am Vortag und auch länger geöffnet. Wenn man abends noch Zeit hat, kann man sich im hauseigenen 4D-Kino aktuelle Kinofilme anschauen, zwar meist nur in 2D, aber dafür mit passenden Effekten.


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Ein verregneter Tag im Skyline Park

Skyline Park

Mit Bernd, seiner Mutter und seiner Cousine ging es nach Bad Worishöfen in den Skyline Park. Dieser Park gehört der Schaustellerfamilie Löwenthal und so ist es nicht verwunderlich, dass der Park mit einigen alten Fahrgeschäften aufwarten kann.

Achterbahn

Ein Wagen einer solchen Attraktion steht über dem Eingang des Parks, die anderen drehen noch gemütlich ihre Runden auf der Achterbahn des Herstellers Schwarzkopf. Die Fahrt macht, wie es sich für eine große Wildcat-Achterbahn gehört, verdammt viel Spaß. Erst recht, wenn man sie bei Dauerregen fährt. Leider haben wir den Park etwas zu früh verlassen, sonst hätten wir wahrscheinlich einen Rollback erlebt und wären stecken geblieben.

Formel 1

Eine eher skurrile Attraktion ist gleich am Eingang des Parks zu sehen. Die Formel 1 von SBF Visa ist eigentlich eine Kartbahn mit Autoscootern. Diese sind allerdings recht schwer zu steuern, so dass die Rennen gar nicht so einfach sind. Außerdem kann man in typischer Autoscooter-Manier fahren und mit unfairen Mitteln spielen. Ein Spaß für die ganze Familie!

Skyline Express

Neben einigen Spielgeräten aus der früheren Parkgeschichte, wie einige Fahrgeschäfte aus dem Produktkatalog von Heege, findet sich in diesem Bereich noch eine doppelte Bayernkurve aus dem Hause BHS, wie sie auch im Hansa Park als El Paso Express zu finden ist. Merkwürdigerweise funktioniert der Hubmechanismus der Wagen beim Skyline Express nicht mehr so gut, so dass die Hälfte des Zuges geöffnet bleibt, was ein sehr interessantes Fahrgefühl vermittelt.

Cinematrix 4D

Bernd folgend ging es in ein seltsames Bergwerk mit verschiedenen Hindernissen, das in einem Raum mit zwei sonderbaren Maschinen endete. In diesem Simulator wurde ein Weltraumfilm gezeigt, der dank Notaus zweimal vorgeführt wurde. Leider war dieser Notaus fast vor dem Ende des Films und nach einem zweiten Mal war nicht nur Bernd schlecht. Leider passte der Film überhaupt nicht mehr zum Bergwerk im Wartebereich vor den Simulatorbühnen.

Schwimmbad

Um den Körper etwas zu entlasten, wurde der Wellenflug getestet, der sich neben dem Freibad des Parks befindet. Grundsätzlich eine gute Idee, aber es wäre nicht schlecht, das Ganze noch etwas auszubauen und mit einem richtigen Freibad das erste deutsche Sommerland zu schaffen.

Bob Racing und Sky Fall

Eine sehr schöne und originelle Ecke des Parks ist die überraschend lange, schnelle und gut durchdachte Bobkartbahn Bob Racing. Davon profitiert auch der etwas abseits gelegene Fabbri Jungle Jack Sky Fall. Dieses Gefährt fährt sich so blöd, dass es schon wieder verdammt gut ist. Hier ist eine Airtime-Orgie garantiert und garantiert ein frisches Lächeln im Gesicht.

Sky Rider

In unmittelbarer Nähe befindet sich eine einzigartige Achterbahn, der Sky Rider. Drehende und schwingende Gondeln sowie ein Vertikallift zeichnen die Bahn ebenso aus wie der Verzicht auf Reibräder in der Station. Die Fahrt ist also ziemlich genial und gegen Ende der Fahrt ist auch der Schwung nicht zu unterschätzen.

Pirateninsel und Sky Twister

Das Sky Wheel lockt schon von weitem, doch um zu der Achterbahn zu gelangen, muss man an einer Besonderheit vorbei. Ein Feld, das von einem Vergnügungspark umgeben ist. Hier, im zweiten Teil des Parks, befindet sich auch ein Autoscooter, der aus zwei verschiedenen Autoscootern zusammengesetzt wurde, der Sky Circle, der Jahr für Jahr an einem anderen Ort aufgebaut wird, die Wildwasserbahn Pirateninsel, die man auch gerne rückwärts fahren kann, sowie der ehemalige Heide-Park Condor, der hier unter dem Namen Sky Twister seine Runden mit einem ansehnlichen Fahrprogramm dreht.

Sky Wheel

Das Sky Wheel selbst ist ein Achterbahnerlebnis, das sich nur schwer beschreiben lässt. Schon der Moment, bevor man über Kopf aus dem Lift entlassen wird, erzeugt ein komisches Gefühl in der Magengegend, das sich bei der ersten Drehung wieder normalisiert. Es folgt eine Abfahrt mit wunderbar hohen Fliehkräften ins Tal, bevor man kurz darauf wieder rückwärts durchs Tal rast. Danach folgt eine Bremsung in senkrechter Position, bevor es entweder zurück zur Station oder wieder nach oben geht. Im Vergleich zur längeren Version in Madrid ist die Anlage nur durch den Rückwärtspart besser.

Schlusswort

Eine weitere Besonderheit des Skyline Parks sind die vielen Seen, die zudem alle nach Piraten thematisiert wurden. Dies mag vor allem bei der Schiffschaukel Alten Liebe und einigen anderen Attraktionen überzeugen, der Park selbst bewegt sich damit aber zwischen einem sehr gut thematisierten Freizeitpark und einem klassischen Rummelplatz. Auf jeden Fall ist der Skyline Park einen Besuch wert.

 

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