Ein Tag im Legoland Billund

Vorwort

Da mein Cousin noch nie im Legoland war und seine Eltern ursprünglich mit ihm dorthin fahren wollten, jedoch aus Zeitmangel nicht fahren konnten, nahm ich mir der Herausforderung an, an einem Tag bis nach Billund und wieder zurück nach Hamburg zu fahren und nebenbei noch etwas in Dänemark zu coastern. Die Fahrt über die A7 und über die E45 ist nicht sonderlich schwer, nur muss man seine Ausfahrt kennen um im Anschluss den Schildern nach Billund zu folgen. Deutlich weniger Weg würde die Anreise per Flugzeug ergeben, immerhin befindet sich der Flughafen in direkter Nachbarschaft vom Park.

Legoland Billund

Nachdem das Ticket für meinen Cousin gekauft wurde, immerhin 34€, und ich meinen Merlin Annual Pass vorgezeigt habe ging es auch gleich in Richtung Eingang um dort auf Einlass zu warten. Es bildeten sich schon größere Schlangen und es hat auch etwas Zeit gekostet um in den Park hinein zu kommen.

Monorail

Nach kurzen Zurechtfinden im Legoland Billund wurde die Monorail von uns beschlagnahmt. Die Strecke ist vergleichsweise kurz und man sieht leider nicht viel vom Park. Immerhin konnten wir so unser nächstes Ziel entdecken, welches hier unter dem parkeigenen Hotel seinen Platz gefunden hat.

Atlantis by Sea Life

Das Atlantis by Sea Life ist, wie auch im Legoland Deutschland, verdammt kurz geraten und im Grunde nicht der Rede wert. Auch mein Cousin, welcher selbst ein Aquarium sein Eigen nennen kann war nicht sonderlich begeistert (die Riesenkrabbe fand er jedoch schon beeindruckend). Wenn man nun aber unbedingt in ein Sealife Center in einem Freizeitpark gehen möchte sollte man sich das im Chessington World of Adventures ansehen.

Mine Train und Lego Canoe

Im Folgenden verschlag es uns in den Westernbereich des Legoland Billund, welcher so seit den 70er Jahren besteht. Dieser Bereich bietet neben dem Miniland auch den größten Charme. Hier findet man unter anderem die beeindruckende Themenfahrt Mine Train, die wunderschön gestaltete Wildwasserbahn Lego Canoe mit ihren lebensgroßen und wunderbar inszenierten Tieren, sowie die erste Achterbahn des Parks, dem Timber Ride.

Timber Ride

Hierbei handelt es um einen 1978 erbauten Tivoli Small, welcher hochgradig in Szene gesetzt wurde. Die Fahrt ist sehr unterhaltsam, auch wenn die Strecke sehr kurz ist. Insgesamt 19 Jahre lang war der Timber Ride die einzige Achterbahn im Legoland Billund.

Dragen

Auch recht klein geraten ist der Mittelalterbereich des Parks, dessen einzige Attraktion der Powered Coaster Dragen ist. Dank der Themenfahrt am Anfang bietet die Bahn ein Mehrzugsystem, weshalb leider die schnelle Stationsdurchfahrt entfällt. Dennoch hat es die Bahn geschafft vollkommen zu überzeugen, der plötzliche Geschwindigkeitsschub mit der anschließenden Helix bringt einem ein breites Grinsen ins Gesicht und auch der restliche Teil der Strecke wird zügig durchfahren, bevor es wieder langsam in die Station geht.

X-treme Racers

Die dritte und bisweilen neueste Achterbahn ist die erweiterte Wilde Maus X-treme Racers, welche seltsamer Weise mit einer großen Betonwand erbaut wurde (selbst wenn es als Schallschutz dienen sollte, der Flughafen macht um einiges mehr Krach). Lego hat es geschafft das Beste aus der Wand zu holen und hat einige Spiegel und Figuren angebracht. Die Fahrt auf der Bahn selbst ist ganz nett, aber nicht berauschend. Das klassische Wilde Maus Layout macht dann doch deutlich mehr Spaß.

Vikings River Splash

Für Freunde des flüssigen Elementes H2O gibt es im Piratenbereich ein Splash Battle, sowie ein modernen Stromschnellenfluss der Firma Intamin. Leider war am Splash Battle zu wenig los, weshalb die Fahrt staubtrocken endete, da es auch sehr wenig auslösbare Effekte gibt. Der Intamin Rapids Ride Vikings River Splash fällt da nässer aus, verzichtet aber auf die gängigsten Rafting Elemente und bietet bis auf die letzte Abfahrt keine wirklich nasse Stelle. Auch ist es beim Einstieg sehr vorhersehbar in welcher Position man das Gefälle am Ende hinab fahren wird. Höhepunkt der Fahrt sind die singenden Steine, welche mit „We will Rock You“ eine durchaus passende Titelwahl trafen.

Piratbåde

In diesem Bereich findet man neben den oben genannten Attraktionen auch einen Kontiki, eine Teetassenbahn, einen Heege Turm, sowie die sehenswerte Piraten Bootsthemenfahrt Piratbåde. Vorbei an einigen Szenen schippern wir hier über den See ehe wir in eine echte Piratenhöhle abtauchen und dort für einen Großteil der wirklich langen Fahrt verweilen. Hier treffen wir auf Piratenschiffe, Seeungeheuer und schlussendlich auch auf eine echten Piratenschatz mit Schatztruhe. Ein Must-Do für jeden Freizeitpark- und Legofan.

Power Builder

Im hinteren Bereich des Parks ist Lego City angesiedelt. Hier findet man neben den großartigen Power Builder – eine Fahrt bei der ein Gondelträger von einem Kuka Roboter durch den Raum geschleudert wird – eine interaktive Feuerwehr-Attraktion, welche es so auch im Ravensburger Spieleland gibt. Da mein Cousin mich unbedingt zur sportlichen Betätigung zwingen wollte wurde auch diese Bahn getestet und als recht nett empfunden.

The Temple

Im Abenteuerland des Legoland Billund befindet sich die Neuheit für das Jahr 2010. Bei The Temple handelt es sich um eine interaktive Themenfahrt aus dem Hause Mack Rides. Im Grunde eine nette Fahrt, nur leider wurde ausgerechnet unser Wagen vom System her gesteuert. Wir haben zwar alle wichtigen Szenen dadurch gesehen konnten aber nicht im großen Sinne Punkte ergattern.

Minibåde

Im vorderen Bereich des Legoland Billund befinden sich neben einigen Frog Hoppern, eine Mack Rides Berg- und Talfahrt, die Parkeisenbahn, sowie die Minibåde. Hierbei geht es mit kleinen Bötchen einmal um die Welt. Auf der kleinen Kreuzfahrt kommen wir an zahlreichen überdimensionierten Lego-Nachbauten zahlreicher bekannter Sehenswürdigkeiten vorbei. Ein herrlicher Spaß, bei dem gerade Kinder ihre Freude haben dürften – immerhin steuert man die Boote selbst.

Miniland

Das Miniland befindet sich in Billund nicht im Zentrum des Parks, sondern erstreckt sich im vorderen Bereich des Freizeitparks. Hier findet man eine Vielzahl sehr beeindruckender Bauten, unter anderem eine Ölplattform, den Billunder Flughafen, oder die dänische Hauptstadt.

Bilder Legoland Billund

Fazit Legoland Billund

Im Vergleich zum Legoland Deutschland bietet der Park einiges mehr an Charme, wirkt jedoch teilweise wie wild zusammengewürfelt, wogegen das Legoland Deutschland größere und vor allem zusammenhängende Themenbereiche aufweisen kann. Der Park überzeugt durch seine Sauberkeit, seinem Personal, sowie dem gut ausgebauten Gelände. Meinen Cousin hat es jedenfalls gefallen, da er sich die Legobauten nicht so gewaltig gedacht hatte und schwärmt noch heute von seinem Besuch.

 

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Ein Tag in der bunten Zuckerwelt

Vorwort

Heute stand frühes Erwachen auf den Programm, da es Hauke abzuholen galt um mit ihm die Fähre von Puttgarden nach Rødby zu nehmen. Blöderweise fuhr uns das erste Schiff vor der Nase fort, daher wurde erst das nächste Schiff mit uns beladen (glücklicher Weise fahren die Fähren hier jedoch im Halbe-Stunde-Takt). Auf der anderen Seite angekommen fuhren wir ohne Plan welche Abfahrt denn zum Park führt drauf los; ein fataler Umstand, denn Sehenswürdigkeiten sind in Dänemark meist nur kurz vorher ausgeschrieben und auf den Autobahnen wird meist nur das erste Dorf der Umgebung erwähnt. Ein Anruf von Hauke hat dann aber gereicht und schon konnten wir im letzten Moment die richtige Abfahrt noch nehmen. Der Weg führte uns in BonBon-Land, wo wir auf den Parkplatz sofort bemerkten, dass es heute ein voller Tag ist.

Parkrundgang BonBon-Land

Gleiches Bild ergab sich dann logischerweise an den Kassen. Da wir aber unsere Tickets bereits online gekauft haben, ging es hier im Vergleich noch schnell. Von Außen konnte man schon die Neuheit des Jahres 2010 sehen und im Inneren bemerkten wir, dass auch hier Sammy großes Abenteuer im 4D-Kino gezeigt wurde. Positiv zu sehen war, dass sich im Park alles relativ gleichmäßig verteilt hat. Zu Beginn des Tages war es von der Fülle her ausreichend noch nicht mit den vollen Kapazitäten zu fahren, gegen Nachmittag wurden dann alle verfügbaren Fahrutensilien auf die Strecken gesetzt.

Albatrossen

Unseren Anfang machten wir mit Albatrossen, einer Zamperla Disk’o. Im Gegensatz zu den Disk’o Coastern macht die Fahrt hier dank der überaus druckreichen Fahrt deutlich mehr Laune. Auch der Richtungswechsel war hervorragend um ein zu monotones Rumgedrehe zu vermeiden.

Vildsvinet

Nebenan fuhr der Eurofighter Prototyp Vildswinet seine Runden. Unerwartet sanft ging es den Parcours wie ein Wildschwein abgerast. Besonders hervorzuheben ist dabei die, nach dem Drop mit 97° Gefälle folgende, Steilkurve welche in einem Looping mündet. Jedoch verliert die Anlage nach der anschließenden Blockbremse ein wenig an Spannung, wodurch dieser Teil die Anlage nur komplementiert, nicht aber erneut hervorhebt. Die Gestaltung zum dänischen Raser ist nicht nur passend sondern schlichtweg überzeugend.

Svend Svingsarm

Nach kurzem Begutachten der Warteschlange wurde die Neuheit Svend Svingsarm unsicher gemacht. Da ich bisweilen nur die HUSS Version der großen Drehschaukeln kenne habe ich ehrlich gesagt nichts erwartet; was hier jedoch auf mich zu kam verdient nur ein Wort: Genial! Sitz man zwischen zwei Rasten, so hat man enorme Airtime. Der Ausschwung erreicht insgesamt einen sehr großen Radius und die Bahn wechselt während der Fahrt auch gerne mal die Drehgeschwindigkeit der Gondel und  deren Fahrtrichtung. Endlich mal ein Zamperla Gerät, welches sich lohnt so oft wie nur möglich zu kopieren. Nur ist die Abfertigung hier für eine Person zu langsam und die Bahn nicht dem BonBon-Land entsprechend thematisiert.

Viktor Vandorm

Für Hauke wartete noch eine neue Achterbahn auf ihn und für mich den längsten Tivoli-Coaster aus dem Hause Zierer den ich je gefahren bin. Nachdem man bei Viktor Vandorm ungewöhnlich hoch startet baut man durch den lustigen first Drop ordentlich Geschwindigkeit auf. Darauf folgt ein von außen nach einer Wasserung aussehender Part, langgezogene Geraden und Kurven bis man irgendwann wieder in der Station ist und dort unnötiger Weise zu einer zweiten Runde aufbricht. Die Kapazität ist aller Erwartungen statt eines Personenschluckers unter aller Sau, so dass es nicht verwundert wenn man hier die zweit längste Warteschlange hat. Die Gestaltung wirkt seltsam, da man leider bemerkt das die Anlage früher mal woanders gestanden haben musste; in diesem Fall im Panorama Park, Kirchhudern, NRW.

Rejen und Bæver Rafting

In der nähe des Tivolis mit der seltsamen Strecke und teilweise darüber befindet sich die Schlauchbootbahn Rejen mit Fotoanlage. Einige Meter daneben kann man die Raftinganlage des BonBon-Land auffinden. Das Bæver Rafting hat einen schönen, uneinsichtigen Streckenverlauf mit, im Vergleich zu anderen europäischen Anlagen, hohen Nässegrad. Die Gestaltung der Anlage ist gelungen und kann mehr überzeugen als die meisten deutschen Anlagen.

Hundeprutten

Da eine Wartezeit von über einer halben Stunde für Sammys großes Abenteuer deutlich zu viel ist wurde die in der Nähe liegende Hundeprutten-Achterbahn genauer unter die Lupe genommen. Der Streckenverlauf entspricht einem Zierer Force One, jedoch wurde die Anlage hier aufwendig verkleidet und einfallsreich gestaltet. Der Furzgag beim Vorbeifahren des Zuges entspricht gänzlich dem dänischen Humor und der namensgebenden Süßigkeit.

Klaptorsken

Leider nicht mehr vorhanden ist der gesamte Heegekatalog des BonBon-Land und auch der Scheibenwischer. Auch kann man in den Fällen immer noch einige Überreste entdecken. Weiter abseits gelegen ist die von Metallbau Emmeln erbaute Schiffschaukel Klaptorsken, welche eine gekonnt solide Fahrt vorweisen konnte.

Hankatten

Als letzte Achterbahn erwartete uns der Gerstlauer Spinning Coaster Hankatten, welcher zwar nicht an die Spinningcoastergottheit Dragon’s Fury des Herstellers von Maurer Söhne herankommt, dennoch als spaßigeres Exemplar in meiner Erinnerung bleiben wird. Die nach Innen gerichtete Sitzposition macht die von Gerstlauer erbaute Anlage aus, was sie auch zum größten Teil von den anderen Herstellern unterscheidet. Die Strecke selbst ist rasant und weist einige Helices und lustige Drops auf, jedoch fehlt ein Immelmann-Turn um die Bahn perfekt zu machen. Die Gestaltung der Anlage ist auch hier gut gelungen, auch wenn sie größtenteils nur aus den Überresten der Gestaltung des ehemaligen HUSS Condors besteht. Darüber hinaus sind die Musikeinspieler eine Klasse für sich.

Cobratarnet

Auch eine Erwähnung wert sind wie immer Fabbri Türmchen, welche als Besonderheit einen Abschuss nach unten aufweisen. Cobratarnet ist leider im Vergleich zu anderen Anlagen dieses Types in der Abbremsung zu weich, jedoch wartet man oben glücklicher Weise keine Ewigkeit wie bei der Anlage im Zoo- Safari- und Hollywoodpark Stukenbrock.

Søløven

Auch der Seelöwe wollte von uns geritten werden. Hierbei handelt es sich bei um eine Themenfahrt durch die verschiedene Kontinente unserer Welt. So kitschig und überzeugend die Gestaltung doch ist, so fehlt leider etwas was die meisten kitschigen Weltreiseattraktionen beinhalten, ein ohrwurmerregender Song. So fällt der Søløven recht positiv aus, könnte aber noch besser sein.

Weitere Fahrgeschäfte

Des weiteren gibt es noch eine kleine Wildwasserbahn in Kanalrattenthematisierung mit einer leider trockenen Fahrt, ein hervorragender Wellenflieger in Schildkrötenoptik, eine Zierer Berg- und Talbahn mit den bekannten Drachenzug und vieles weiteres mehr. Das Portfolio des Parks ist dabei gut gewählt und kann in der Gestaltung der Anlagen sehr gut  überzeugen. Schade ist nur das die Abfertigung stellenweise zu langsam ist und die begrenzten Warteschlangen zu kurz sind, so dass man zwangsläufig den anderen Passanten den Weg blockiert.

Bilder BonBon-Land

Fazit BonBon-Land

Das BonBon-Land ist ein sehr skurriler Freizeitpark, welcher sicherlich bei geringeren Andrang sehr viel Spaß machen kann. Die Kapazitäten sind begrenzt, überall bestehen Lücken alter Fahrgeschäfte und irgendwie scheint alles ein wenig konzeptlos platziert worden zu sein; was wiederum sehr gut zur eigentlichen Gestaltung des Parks passt – denn das BonBon-Land ist genauso wie das Portfolio des Zuckerbäckers nebenan, die ja auch den Park gegründet hatten.

 

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O.D. Hopkins zu Ehren

Vorwort

Nach dem Stefan im letzten Jahr dank eines kleinen Bruchs leider nicht mit nach England kommen konnte und wir durch die Guest Relations ein Ticket für diese Saison bekommen haben, ging es ein weiteres Mal auf die Insel, wo wir zu Pfingsten nicht nur auf minimale Wartezeiten stießen, sondern auch auf bestes Wetter um O.D. Hopkins Meisterwerk Tidal Wave ausgiebig zu zelebrieren.

Parkrundgang

X:\No Way Out

Der Anfang des Besuches machte die grandiose und vollkommen verplante Dunkelachterbahn X:\No Way Out aus dem Hause Vekoma. Für viele Achterbahnfans der Welt gilt die Bahn zu unrecht als eine der schlechtesten Stahlachterbahnen schlechthin; dabei macht die Anlage doch nur wozu sie bestimmt wurde. Die seltsamen Lifthillpassagen, der rückwärtsfahrende Zug, sowie der Computervirus den die Anlage storytechnisch wiederspiegelt, machen die Anlage zu etwas ganz besonderes.

Tidal Wave

In unmittelbarer Nähe befindet sich mit Tidal Wave ein Meisterstück von einem Spillwater aus dem Hause O.D. Hopkins. Tidal Wave punktet allein durch seine enorme Welle und dem daraus resultierenden hohen – aber durch die gleichmäßige Benässung angenehmen – Nässegrad. Leider verstarb der Gründer der Wasserbahnmanufraktur O.D. Hopkins kurz vor unserem Besuch, weshalb einige Runden auf Tidal Wave in seinem Gedenken getätigt wurden.

Nemesis Inferno

Da Stealth kurzzeitig nicht fuhr wurde der, in der Nähe liegende Inverter, des Parks aufgesucht. Nemesis Inferno ist der etwas größere Bruder seiner Schwesterbahn Nemesis aus Alton Towers und kann ein ebenso gutes und spaßiges Layout aufweisen.

Von besonderer Bedeutung ist bei dieser Anlage der Start, bei dem man nach einer Abwärtskurve einen nebelgefüllten Tunnel absolviert bevor der Zug in den Lift fährt. Nachdem man diesen erklommen hat, folgt eine kurvige Abfahrt um dann in einem kraftvollen Looping entlassen zu werden. Für den Hersteller typisch folgt nun eine wunderbar intensive Zero-G Roll, welche einem dann in die interlocking Corkscrews entlässt. Nachdem die letzten Kurven absolviert wurden ist die kurze Fahrt auch leider wieder zu Ende.

Detonator

Thematisch bildet Nemesis Inferno mit dem Fabbri Freifallturm Detonator eine feurige Einheit. Während der Inverter sich ganz dem Vulkan widmet liegt Detonator schon etwas abseits am Fuße dessen. Der Fall aus dem gerade einmal 40m hohen Türmchen lässt so gut wie jeden anderen Turm alt aussehen, denn hier wird man nicht nur einfach fallen gelassen, sondern durch eine vorgespannte Feder hinunter geschossen.

Saw Alive

Da Saw – The ride kurzerhand den Löffel abgab und sich dadurch hohe Warteschlangen bei dem Maze Saw Alive, sowie bei der benachbarten Multi-Inversionsachterbahn Colossus ergaben wurde der kanadische Bereich etwas genauer unter die Lupe genommen. Leider schien es im Generellen sehr viele Ausfälle zu geben, weshalb es kaum verwunderte, dass die gewaltige S&S Power Sky Swat Slammer nicht fuhr.

Logger’s Leap

Die benachbarte Wildwasserbahn Logger’s Leap schickte jedoch ein Boot nach dem anderen sein Doppelgefälle hinunter, weshalb eine Fahrt auf der Anlage anvisiert wurde. Die kleine Bootstour beginnt ziemlich fies mit einer Schussfahrt im Dunkeln bevor es recht seltsam der großen Schussfahrt immer näher geht. Einmal oben geht es auch gleich wieder bergabwärts und dieses glücklicher Weise mit einer ausgeprägten Airtime beim zweiten Gefälle. Leider hält sich der Nässegrad in Grenzen, dennoch ist die Fahrt auf der Wildwasserbahn immer wieder ein Vergnügen. Zudem gibt es ja auch Tidal Wave um wirklich nass zu werden.

Stealth

Da nun Stealth wieder fuhr ging es erneut in den Amity Cove Bereich um zur passenden Musik gen Himmel befördert zu werden. Stealth bietet zwar eine recht kurze Fahrzeit, aber dafür kann man selten schneller in 60m Höhe und wieder zurück sein, zumal der Abschuss im Grunde einfach nur rockt. Leider ist nach dem Top Hat nicht schon Schluss, sondern erst nach einem Hügel bei dem man unangenehm Bekanntschaft mit den Schulterbügeln macht. Das Gesamtpaket zumindest kann überzeugen, vor allem da die Züge hier etwas größer ausgefallen sind als bei Desert Race und Rita.

Flying Fish

Etwas versteckt und seit the Swarm wohl auch etwas populärer zeigt sich der wohl coolste Blaue Enzian aus dem Hause Mack Rides. Der Flying Fish begrüßt seine Mitfahrer nicht nur mit den Wort Dude sondern kann auch noch einen recht interessanten Zug aufweisen. Leider scheint ein anderer Zug für einen Blauen Enzian nur selten eine gute Wahl zu sein, zumal das Ganze auch recht schmerzhaft ausfallen kann wie bei der reisenden Version Feuer und Eis, und auch hier wirkt der Zug etwas zu breit. Dieses zeigt sich dann auch beim Fahrverhalten, jedoch stören die unharmonischen Übergänge kaum, da der Zug selbst mit der neuesten Generation von Sitzen und Bügeln ausgestattet ist.

Saw – The Ride

Da nun auch Saw – The Ride endlich wieder fuhr musste auch dort eine Fahrt gewagt werden. Leider zeigte die Anlage im zweiten Jahr schon deutliche Einbüßen, was vor Allem an der zusätzlichen Warteschlange für die Fastpassbesitzer lag.

Nachdem man nun endlich abgefertigt wurde setzt sich der Wagen auch schon in Bewegung. Der erste Teil ist immer noch als brillant anzusehen, nur leider scheint sich im Außenteil der Fahrt einiges zum Schlechteren gewendet zu haben. Die erste Änderung die man dabei mitbekommt ist die geringere Geschwindigkeit, denn das geradezu unbeschreibliche Abbrettern der Streckenmeter und die daraus resultierende Kräfte fehlen. Die zweite Änderung ist das doch eher unsanfte Vorgehen mit seinem Mitfahrern, was zumindest ein Jahr vorher nicht so ausgeprägt war.

Samurai

Quasi nebenan und leider etwas unpassend gestaltet befindet sich mit Samurai ein Top Scan aus dem Hause Mondial. Dieses gerade im Vereinigten Königreich sehr beliebte Hochfahrgeschäft kann auch hier sehr überzeugen, zumindest wenn die Drehung der Gondel auch einige Überschläge zulässt. Jedoch ist der ständige Rechtsdrang der Beine auf die Dauer nicht sehr angenehm.

Colossus

Auch die weltweit erste 10 Inversionen Achterbahn Colossus wollte geritten werden. Die sehr fotogene Anlage, welche im Übrigen den gleichen epischen Soundtrack wie ihr Namensvetter aus dem niedersächsischen Heide-Park aufweisen kann, überzeugt auch weiterhin, sofern man die ersten drei Inversionen hinter sich gebracht hat. Was hier der Looping, sowie die anschließende Cobra Roll mit einem anstellen ist nicht sonderlich schön; was jedoch darauf folgt ist im Grunde einfach nur genial. Die zwei Korkenzieher werden mit einer wunderbaren Geschwindigkeit absolviert bevor es dann in die vier Heartlinerolls geht. Diese fahren sich zwar leicht monoton sind aber ein – zumindest in Europa – einzigartiges Erlebnis und das Vorspiel zur besten Inversion einer Achterbahn schlechthin, der finalen fünften Heartlineroll in die entgegengesetzte Richtung. Die Rolle hat es in sich und fährt sich dabei wunderbar harmonisch; ein im Grunde einzigartiges Gefühl.

Rush, Quantum, Vortex und Zodiac

Im gleichen Bereich befinden sich noch einige Fahrgeschäfte, wie die langweilige S&S Schaukel Rush, wo einem mit etwas Glück eine riesige Libelle ins Gesicht geklatscht wird, was bei dem kurzen Fahrprogramm durchaus als Highlight bezeichnet werden kann. Der fliegende Teppich Quantum und auch der benachbarte Afterburner Vortex weisen bis auf ihre Hersteller kaum nennenswerte Fahreigenschaften auf. Interessant wird es dann beim HUSS Enterprise Zodiac, welcher nicht nur, wie alle Fahrgeschäfte in diesem Bereich, ein viel zu kurzes Fahrprogramm aufweisen kann, sondern auch einen Sicherheitsgurt hat um das Gitter an der Gondel zu befestigen.

Rumba Rapids

Im Grunde keine Erwähnung wert ist die Intamin Raftinganlage des Parks, denn Rumba Rapids verschenkt eindeutig sehr viel Potential. Die Strecke selbst weißt ein wunderbares Wellenbecken auf, welches die Boote wunderbar fluten könnte. Wie immer jedoch auf europäischen Raftinganlagen, bleibt man als Mitfahrer staubtrocken.

Bilder Thorpe Park

 


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