Bei Holly zu Gast

Vorwort

13 Jahre nach meinen Erstbesuch und nur 4 Jahre nach meinen Zweitbesuch ging es erneut in den Holiday Park nach Haßloch um deren letzte Neuheit vor der Übernahme durch die Studio 100 Gruppe einer Fahrt zu unterziehen und dabei die letzten Entwicklungen des Parks zu betrachten.

Eine der bedeutendsten Änderungen seit Plopsa ist die Verlegung des Eingangsbereiches direkt an den Parkplatz. Somit muss man nicht mehr wie all die Jahre zuvor entlang der am Park verlaufenden Bundesstraße marschieren um sich durch das Nadelöhr von Kassen einen Weg zu bannen. Der ganze Platz ist dabei recht groß geraten und zum ersten Mal merkt man dem Park seine Stellung in der internationalen Parklandschaft auch endlich mal an.

Holiday Park

Anubis Free Fall Tower

Betritt man den Park so ist die erste Attraktion auf die man trifft der, mal wieder, umgestaltete Freifallturm des Parks. Nach dem Tower of Olymp ist der Anubis Free Fall Tower nun die zweite Version die mir über den Weg lief und so ist es schön größere Veränderungen zu sehen, als nur belanglose Videoclips und ein neues Banner. Das Gebäude wurde nun umlackiert, Folien zieren die Außenwände, im Wartebereich wird eine Folge der Fernsehserie Das Haus Anubis gezeigt, unschöne Bilderrahmen schmücken die Wände und es wird leider der zweite Titelsong der Serie gespielt. Die Fahrt selbst kann auch weiterhin überzeugen, bietet aber nicht das Fallgefühl von La Lanzadera aus dem Parque de Atracciones de Madrid.

Donnerfluss

Am Rande des Pfälzer Dorfes befindet sich der Eingang zum Donnerfluss, der ersten Raftinganlage in Deutschland.  Die Fahrt durch den Kunstfelsen verzierten Kanal weißt einige Stromschnellen, eine Höhlendurchfahrt mit Wasserfall und ein großes Wellenbecken gegen Ende der Fahrt auf. Der Nässegrad hält sich dabei, wie bei allen Raftinganlagen Deutschlands, in Grenzen, aber es besteht hier wenigstens die Möglichkeit etwas nässer als gedacht auszusteigen.

Burg Falkenstein

Hinter dem schönen Karussell verbirgt sich in einem alt aussehenden Gemäuer die Themenfahrt Burg Falkenstein. Hat man irgendwann die viel zu lange Warteschlange überwunden und in den Wagen Platz genommen kann die Fahrt durch das Mittelalter beginnen. Hierbei wurde sogar versucht eine Storyline zu verfolgen, so wird geplündert ohne Ende, aber nicht ohne reichlich Ablenkung geschaffen zu haben. Die beste Stelle der Fahrt jedoch richtet sich an die männlich veranlagten Fahrgäste, denn wie freilich man schon damals umgegangen ist, kann für manch überraschte Gesichter sorgen, auch wenn die Animatronic dabei etwas schöner sein könnte.

Hollys Wilde Autofahrt

Die neueste Achterbahn des Parks findet sich in Hollys Cartoon Town und ist eine Wilde Maus von Maurer Söhne. Als Gebrauchtanlage wurde Hollys Wilde Autofahrt von der Familie Bemboom übernommen, die sie damals in zwei ihrer Freizeitparks betrieben. Komplett saniert und mit schicken neuen Wagen ausgerüstet zeigt sie sich nun als einzige wirkliche Familienachterbahn des Parks und kann dabei sehr überzeugen. Typisch für eine von Maurer Söhne gebauten Anlage ist das geniale Fahrverhalten in den Haarnadelkurven, da diese nicht so seicht wie bei Mack durchfahren werden. Die restliche Strecke wird auch mit einer konstant hohen Geschwindigkeit durchrast, auch wenn die Bremsen mal wieder recht grenzwertig sind.

Superwirbel

Aufgrund des Nieselregens lief die Achterbahn Superwirbel aus dem Hause Vekoma leider nicht. Gewissermaßen hab ich mich doch sehr auf eine Fahrt gefreut, denn die kompakte Anlage ist der Inbegriff eines gut konstruierten Layouts. Auch wenn die Bayernkurve sich vor vier Jahren doch recht grenzwertig fuhr, so überraschte sie mich die Anlage damals durch die doch recht hohe Geschwindigkeit. Da sowohl Hauke als auch David bei ihren Besuchen im letzten Jahr nur positiv von der Anlage berichten konnten wäre es schön gewesen ihre Meinungen zu verifizieren.

Lighthouse Tower

Wegen mangelnder Fahrgäste fuhr auch der Lighthouse Tower, der wohl schönste Star Flyer der Welt, nicht. Der hintere Bereich am See ist auf Grund der wenigen Fahrgäste den Weg nicht wert, zumal ich vor vier Jahren beinahe aus dem Park geschmissen wurde, da ich in der Schiffschaukel die Hände hob, was andernorts völlig normal ist.

Balloon Race

Da der Pressluftflieger City Jet in den wohl verdienten Ruhestand geschickt wurde, ist ein recht zentraler Platz frei geworden, welcher demnächst von den Balloon Race aus dem Hause Zamperla ausgefüllt wird. Einerseits Schade um das abgerissene Karussell, welches ich als Kind nur allzu gerne fuhr, aber anderseits ist es für das Ballonrennen ein deutlich besser Platz.

Bounty Tower

Zum Zeitpunkt meines Erstbesuches war der HUSS Condor Bounty Tower leider defekt, da ich damals sehr angetan von der Ästhetik des Fahrgeschäfts war fand ich es besonders tragisch. Auch Jahre später finde ich den Aufbau und den Fahrablauf eines Condors von außen betrachtet einfach nur schön, im Holiday Park ist darüber hinaus die Gestaltung der Gondeln einfach nur überragend. Jedoch ist der Fahrablauf dieses Fahrgeschäfttyps meist einfach nur als öde zu bezeichnen, seltsamer Weise ist das Fahrprogramm in Haßloch durchaus ausgewogen und rasant und entspricht nicht nur dem einer simplen Aussichtsfahrt.

Teufelsfässer

Die Teufelsfässer bilden mit Tripsdrills Badewannen-Fahrt zum Jungbrunnen die modernsten Wildwasseranlagen in Deutschland. Die Besonderheit der Teufelsfässer sind die aufwendig gestalteten Drehteller während der Fahrt, die die Rückwärtspassage mit Drop ein- und ausleiten. Eine kleinere Schussfahrt am Anfang der Fahrt und der Doppeldrop am Ende runden das Erlebnis ab, sorgen aber leider nicht dafür das der Fahrgast halbwegs durchnässt aussteigt, wie es bei Flashback aus Walibi Belgium der Fall ist.

Expedition GeForce

Seit nun fast 11 Jahren ist der Hauptgrund in den Holiday Park zu fahren die Intamin Achterbahn Expedition GeForce. Seither ist die Anlage, welche des Öfteren wegen irgendwelchen Zwischenfällen in den Medien vertreten war, ein Garant für eine gute Achterbahnfahrt, aber auch für eine extrem langsame Abfertigung. Lustiger Weise hat sich auch unter der Regie von Plopsa absolut nichts an diesem Umstand geändert.

Nachdem man dieses zeitraubende Ritual hinter sich gebracht hat kann die Fahrt auch schon beginnen. Durch den Kabellift wird man recht zügig in den grandiosen First-Drop entlassen, es folgen Airtimehügel mit glücklicher Weise ähnlich ausgeprägter Airtime wie bei Colossos aus dem Heide-Park Soltau, einige schöne Wenden und eine fehlende erste Trimbreak. Das Erlebnis in dem nachfolgenden Teil ist nun überragend und nicht wie zuvor langsam und relativ öde, der Umschwung ist durch die erhöhte Geschwindigkeit nun wirklich genial und somit nicht mehr die schlechteste Stelle der Bahn. Die Hügel nach der zweiten Reduzierbremse bilden ein tolles Finale, auch wenn die Bremsstrecke ungeschickt platziert ist.

Die Expedition GeForce ist sicherlich eine der besseren Achterbahnen in Deutschlands und eine recht gute Achterbahn im weltweiten Vergleich, aber sie könnte um einiges besser sein. Betrachtet man dazu den zweiten Mega Coaster Europas Goliath aus Walibi Holland so fehlt dem Holiday Park eindeutig das Personal dieser Anlage und den überragenden Stengel Dive um sich wirklich wieder als beste Achterbahn der Welt bezeichnen zu können.

Schlusswort

Seit der Übernahme durch das Studio 100 hat sich in der Pfalz so einiges getan, vieles hat sich zum Besseren gewendet, aber auch einiges sollte man kritisch betrachten. Durch den Verkauf des Tanzenden Pavillions an den Leipziger Vergnügungspark Belantis fehlt ein weiteres Familienfahrgeschäft, welches die ganzen Kinderfahrgeschäfte im Majaland nur eher schlecht als recht kompensieren können. Im Allgemeinen mangelt es in Haßloch einfach an Fahrgeschäften, dennoch ist mir der Park sympatisch

Besonders erwähnenswert ist die Möglichkeit des Nachmittagsticket, welches wir für unseren Besuch auch nutzten, da ein ganzer Tag im Holiday Park irgendwann zu lang wird. Überraschender Weise entschied man sich sogar die Kassen mit Personal besetzt zu lassen damit man dieses Angebot auch tatsächlich wahrnehmen konnte, dieses ist leider bei den Freizeitparks die dieses Angebot anbieten eher selten der Fall, zumal der Andrang an dem Besuchstag sehr gering war.

 

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Heimat des allmächtigen Ramses

Parque de Atracciones de Zaragoza

Inmitten den Los Pinares de Venecia, dem größten Stadtpark Saragossas gelegen befindet sich seit dem Jahr 1974 mit dem Parque de Atracciones de Zaragoza ein etwas kleinerer Tivoli. Die Lage selbst erinnert sehr an der Parque de Atracciones de Madrid, der eigentliche Charme gleicht eher dem Freizeitpark Tivoli World bei Malaga. Neben zahlreichen klassischen Fahrgeschäften besticht der Park durch ein öffentliches Schwimmbad.

La Mina

Nachdem wir uns an einer Spielbude mit allen nötigen Tickets eingedeckt hatten ging es auch sogleich zur ersten Achterbahn. Die Kinderachterbahn La Mina fuhr sich für einen Family Gravity Coaster aus dem Hause Zamperla durchaus in Ordnung. Kinder kommen hier zumindest voll auf ihre Kosten.

Moncayo

Die große Achterbahn des Parque de Atracciones de Zaragoza ist schon ein wenig älter und hört auf dem Namen Moncayo. Die Fahrt auf dem 1974 erbauten Galaxy des Herstellers S.D.C.  überzeugt durch ihre soliden Abfahrten und ihren nicht enden wollenden Helices. Zudem bietet sie den bewährten Fahrspaß wie man ihn hierzulande auf der Achterbahn Berg & Tal erleben kann – ein herrlicher Spaß für die ganze Familie.

Quetzal, Gran Tikal und Revolution

Direkt daneben dreht das wirklich schöne und auch meistbesuchte Fahrgeschäft des Parks seine Runden. Hierbei sei jedoch angemerkt, dass Saltamontes in Spanien immer das populärste Fahrgeschäft sind. Quetzal zumindest bildet da keine Ausnahme. Zusammen mit der Reverchon Wildwasserbahn Gran Tikal erzeugt die Anlage ein stimmiges Gesamtkonzept, was jedoch durch den Top Spin Revolution schon wieder gebrochen wird.

Ramses

In unmittelbarer Nähe zu den drei Fahrgeschäften befindet sich der Duelling-Shuttle-Coaster Ramses, wobei bei unserem Besuch nur die vordere Seite in Betrieb war und die hintere seit einer Ewigkeit stillsteht (Anm. d. Red. Mittlerweile wird die hintere Seite betrieben, jedoch die vordere nicht mehr). Die Fahrt auf dem überdimensionierten Butterfly verläuft nicht gerade zimperlich und es dauert eine Ewigkeit bis man dann irgendwann ausgependelt ist. Herrlich! Ramses ist eine klasse Achterbahn in einer tollen Kulisse, was will man eigentlich mehr?

Bilder Parque de Atracciones de Zaragoza

Fazit Parque de Atracciones de Zaragoza

Der Parque de Atracciones de Zaragoza selbst hat einige schöne Ecken zu bieten, dennoch bietet er nicht den Charme des Parks Tivoli World an der Costa Dorada, dafür fällt der Preis aber deutlich günstiger aus, da man mit seinen Eintrittsticket schon 2 Tickets erhält oder von Anfang an sich mit einen Wristband bewaffnen kann. Aus Zeitmangel und aus Geldmangel zweier Teilnehmer hieß es für uns counten, ansehen und Tschüss; da um die Mittagszeit eh nicht alles lief ist dieses auch nicht sonderlich verwerflich. Insgesamt hat uns der Besuch 5 Tickets gekostet, einen weiteren Besuch brauch ich hier nicht, auch wenn mir das Portfolio vor allem in den Abendstunden wahrscheinlich sehr viel Spaß gemacht hätte.

 


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Zu Gast bei Woody Woodpecker

Port Aventura

Am Rande der 4* Plattenbau Hochburg Salou, unweit der Stadt Tarragona und etwa 100 km von der katalanischen Hauptstadt Barcelona gelegen befindet sich der von der englischen Tussauds Gruppe gegründete Park Port Aventura, welcher zwischenzeitlich von der Muttergesellschaft Blackstone übernommen wurde und daher unter der Marke Universal fungierte. Heutzutage gehört der Park zu 100% der spanischen Bank La Caixa.

Furius Baco

Betritt man Port Aventura durch den offiziellen Parkeingang findet man sich im mediterranen Themenbereich wieder, welcher wunderschön an einem See liegt. Über diesen zieht, die bis dato neueste Achterbahn des Parks, Furius Baco ihre letzte Kurve und sieht dabei verdammt schick aus. Auch das Weingut, welches als Station dient fügt sich sehr gut in diesen Bereich. Doch wehe man schaut sich die Anlage aus der Position eines Mitfahrers an.

Nachdem man die mit Müll überhäufte Warteschlange überwunden hat wird man in eine Reihe eingeteilt, woraufhin man sich die durchaus berechtigte Frage der Sitzposition stellt, denn ob rechts oder links, ob innen oder außen, alle Plätze haben ihr eigenes „Fahrvergnügen“ zu bieten. Kurz darauf setzt sich der Zug in Bewegung und eine Pre-Show wird gezeigt, welche sogar einer Storyline unterliegt. Im passenden Moment folgt der wunderbar intensive Launch, der dank der etwas anderen Sitzposition umso schöner ist. Nach der ansteigenden Abschussstrecke folgt ein Tal und somit ausgeprägte Airtime auf der Kuppe des Hügel über den man gerade brettert. Was nun kommt ist auf den linken inneren Platz in der ersten Reihe absolut genial, auf allen anderen Plätzen jedoch eine Tortur unterschiedlichen Ausmaßes. Die Kurven bis zur Rolle sind z.B. auf den rechts äußeren Platz mit enormen Schlägen bestückt, was mit dem Wort Vibration nichts mehr gemein hat. Die Rolle selbst fährt sich auf allen Plätzen einfach nur toll und die abschließende Kurve unterliegt glücklicher Weise einem recht großen Radius und ist für die äußeren Plätze durchaus erträglich.

Nach Verlassen der Station gelangt man in einem Shop, in dem man stilecht Weine kaufen kann. Die Anlage selbst ist entweder absolute Grütze oder wirklich genial, dazwischen gibt es im Grunde keine weiteren Möglichkeiten. Sehr zu empfehlen ist der linke innere Sitzplatz, vorzugsweise in der ersten Reihe.

Sea Odyssea

Neben jeweils einer Station der Parkeisenbahn, sowie der Intamin Guided Boat Tour findet man in diesem Bereich nicht mehr viel. Ähnlich bestückt ist, der oft hochgelobte, Bereich Polynesia, in dem man neben der HUSS Schiffschaukel Kon-Tiki Wave und dem Sea Odyssea Simulator, wo neben dem passablen Film Aquaride noch Turtle Vision – sprich Sammys großes Abenteuer – gezeigt wird, noch den Intamin Spillwater Tutuki Splash fahren kann. Der Bereich selbst erinnert an einen Großteil des Themenparks Isla Magica in Sevilla, schön fürs Auge, aber mehr dann auch nicht.

Tutuki Splash

Tutuki Splash, eine Anlage die oftmals als sehr nass dargestellt wird, stellte sich leider als trocken heraus und so ergab sich, dass die einzige Stelle an der man nass werden konnte der Einflussbereich der Wasserpistolen am Wegesrande war. Besonders erwähnenswert im negativen Sinne ist der Kaugummitunnel vor der ersten Schußfahrt, welcher nicht nur abartig daher kommt, sondern auch perfekt das Niveau seiner Gäste widerspiegelt und das trotz mehr als 40€ Eintritt. Unter Berücksichtigung aller Punkte eine der schwächsten Spillwateranlagen Europas.

Tami Tami

Ehemals zu Polynesia gehörte der Vekoma Rollerskater Tami Tami, der nun zum Kinderbereich Sesamo Aventura gehört. Dieser Bereich ist im Grunde gut gelungen und weißt eine gute Anzahl von geeigneten Fahrgeschäften auf, die dementsprechend auch gut angenommen werden. Die Achterbahn selbst dreht in Port Aventura nur eine Runde, was der Kapazität zu verschulden ist.

Dragon Khan

Da Sesamo Aventura eine Sackgasse bildet geht es durch Polynesia wieder auf den Rundweg in den schönsten Themenbereich des Parks. Vorbei an einer Zierer Berg- und Talbahn in bewährter Drachenoptik, wunderschön gestaltenen Teetassen aus dem Hause Mack Rides und einen, wenn auch etwas versteckten, Zamperla Baloon Race, geht es den Hang immer weiter aufwärts um den auf dem Berg thronenden Drachen einen Besuch abzustatten. Dragon Khan ist ein nicht übersehbarer Koloss mit einem an sich wunderbaren Layout.

Vielleicht lag es an den hohen Erwartungen die ich seit Parque Warners Superman an die Bahn hatte, dem wirklich gut durchdachten Layout oder der allgemeinen Meinung gegenüber der Bahn, aber das es eine solche Achterbahn schafft den Intamin Wing Rider des gleichen Parks noch zu unterbieten hielt ich eigentlich für unmöglich.

Die Fahrt mit ihren acht Inversionen könnte so gut sein, würde die Anlage nicht nicht ohne Unterbrechung unangenehm ruckeln. Hier gleicht der Fahrkomfort dem Fahrspaß. Nebenan dreht im übrigen ein Zierer Wellenflieger seine Runden und glücklicher Weise bot dieser eine gute Fahrt.

El Diablo

Geht man den Berg entlang des Rundweges herunter so läuft man direkt den Arrow Mine Train El Diablo entgegen. Die Fahreigenschaften dieses Hybrids übertreffen die der beiden großen Stahlachterbahnen um Welten und gerade der erste und der letzte Streckenabschnitt macht einfach nur verdammt viel Spaß. Den Spitznamen „Lifthill the ride“ ist zwar durchaus treffend, aber keineswegs störend. Im Vergleich zu anderen europäischen Anlagen mit führerlosen Minenzügen steht El Diablo als überraschend anders da.

Hurakan Condor

Als weiteres Highlight im Port Aventura wird oftmals der Giant Drop Hurakan Condor genannt. Die Fallhöhe von knappen 86m ist schon recht beeindruckend und die Aussicht von dort oben recht schön, doch der eigentliche Fall enttäuscht. Wo die kleineren Giant Drops immerhin noch intensiv sind und Gyro Drop Türme durch ihre größere Masse automatisch intensiver fallen, so fiel der Fall auf Hurakan Condor eher lasch aus. Auch an dieser Anlage fiel erneut das Benehmen der Gäste sehr negativ auf, denn diese spukten einfach so auf den Stationsboden.

Templo del Fuego

Unweit des Musik Express Yucatan befindet sich der Eingang zum Templo del Fuego, einer Specialeffectshow mit einer tollpatschigen Archäologin, die einen Fluch nach den anderen auslöst und es somit den Showbesuchern angenehm warm macht. Die Effekte sind allesamt gut und einige auch recht überraschend. Im Hauptraum folgt dann alles Schlag auf Schlag, weshalb es sich lohnt die Show öfters zu sehen.

Serpiente Emplumada

Kurz vor Verlassen des Bereiches sollte ein Schwarzkopf-Fan aufpassen, denn sonst verpasst er eines der zu Letzt gebauten Fahrgeschäfte des Herstellers. Die Fahrt auf einem Schwarzkopf Sombrero gleicht einer Mischung aus HUSS Take Off und einem Polypen, leider ist die Fahrt schnell monoton, was auf den überragenden Monstern so schnell nicht passiert. Dennoch ist die Serpiente Emplumada das beste Fahrgeschäft in Port Aventura und sollte auf jeden Fall mit einer Fahrt gewürdigt werden.

Tomahawk

Im Westernbereich gegenüber dem HUSS Flipper VolPaiute, der augenscheinlich ein absolut lahmes Fahrprogramm an den Tag legte, befindet sich die Kinderholzachterbahn Tomahawk. Die Schlange bewegt sich hier leider nur sehr langsam voran, was unter anderem daran liegt, dass nur ein Erwachsener pro Reihe in die PTC Wagen passt. Daher kann man zwar den wunderbaren Klängen von Vultrix, der coolsten je gebauten Animatronikfigur, zuhören ist aber der Sonne wehrlos ausgesetzt. Die Fahrt selbst fällt recht witzig aus, bietet genug Geschwindigkeit und Kräfte um nicht zu langweilig zu sein, ist dabei aber für die angedachte Zielgruppe sehr gut geeignet und ein wunderbare Einstiegsachterbahn für den Freizeitparkfan von morgen.

Stampida

Um Tomahawk herum, stellenweise auch über und unter der Anlage verlaufen beide Spuren der Achterbahn Stampida. Um zur Station zu gelangen muss man einige Meter Queueline durchwandern, die hier glücklicher Weise sehr schattig ausfällt bevor man sich eine Seite aussuchen kann. Der Wartebereich der blauen Seite ist hierbei besser einsehbar, so dass die rote Seite morgens leerer ist. Nachdem man auf seinen Platz gewiesen wurde kann die Fahrt in den recht bequemen KumbaK Zügen losgehen.

Was nun folgt ist Holzachterbahn wie sie sein sollte und das noch zweimal nebeneinander. Die Strecke ist lang, die Geschwindigkeit ist hoch und der Rennaspekt ist sehr gelungen. Die rote Seite gurkt vor der Helix mit der Begegnung des anderen Zuges etwas herum, was bei der blauen Seite erst danach passiert, dort aber mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit. Die vielzähligen Gefälle sind ein Traum aus Holz und das Out of Contol Feeling ist hochgradig. Zwar könnte die ein oder andere Kurve etwas weniger brachial sein, aber dieser Aspekt macht die Bahn nicht schlechter als sie ist und so wie sie ist, selbst mit den oftmals und völlig belanglos kritisierten KumbaK Zügen, ist sie verdammt gut.

Silver River Flume

Neben einen Karussell, einem Autoscooter und einem Break Dance findet man in diesem Bereich noch zwei Wasserattraktionen. Die erste Anlage der man über den Weg läuft ist die Wildwasserbahn Silver River Flume mit einer sehr seltsamen Strecke, dessen Höhepunkt die letzte Schussfahrt ist. Der Nässegrad ist nicht mehr als mittelmaß, die Abfertigung zieht sich leider etwas und das obwohl auf der Strecke recht viele Boote unterwegs waren und man bemüht war alle Boote ordentlich zu füllen. Leider ist auch hier so einiges mit Kaugummi verklebt…

Grand Canyon Rapids

Die zweite Wasserattraktion in diesem Bereich sind die Grand Canyon Rapids, eine Intamin Raftinganlage mit Kunstfelsoptik. Der Nässegrad ist leider nur europäischer Raftingstandart, sprich einfach nicht vorhanden, weshalb die Anlage trotz all der Optik einfach nicht überzeugen konnte.

Bilder Port Aventura

Fazit Port Aventura

Port Aventura hinterlässt leider nur ein Bild, welches den Park weder schlecht noch überragend gut dastehen lassen kann. Das Fahrgeschäftsportfolio selbst ist nicht schlecht, nur die Fahrten an sich könnten besser sein. Größter Kritikpunkt ist jedoch das der Park der einzige unsaubere spanische Park war. Fast alles ist hier bekritzelt, was unter anderem auf Achterbahnzügen eigentlich nicht sein sollte, an denkbar ungeeignete Stellen ist alles mit Kaugummis zugepflastert und der Müll auf den Wegen und in den Warteschlangen muss einfach nicht sein. Auch hat Port Aventura ein großes Problem mit seinen Besuchern die sich oftmals nicht zu benehmen wissen oder nicht mal einfachste Anweisungen des Personals folgen konnten. Darüber hinaus ist Port Aventura der einzige Park der nicht penibelst darauf achtet das der Oberkörper bei allen Fahrgeschäften und im Park selbst bedeckt ist, was unter anderem doch zu sehr unschönen Einblicken führt.

 

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