Heide Park (2020)

Der Heide Park und die Corona-Maßnahmen

Man merkt, dass Merlin Entertainments ein wenig professioneller aufgestellt ist als das mittelständische Unternehmen von nebenan. Es überrascht daher weniger, dass auch das Heide Park Resort in seiner Durchführung der Corona Maßnahmen vorbildlich voranschreitet. Der Einlass samt Belehrung wie man seine Maske im Park tragen soll funktioniert einfach reibungslos. Im Park selbst ist das ein anderes Spiel, da viele Besucher sich nicht an die Regeln halten wollen. Masken werden beliebig getragen, oftmals verdecken sie nur den Mund und nicht die Nase. Auch das Abstandhalten wird im Tagesverlauf oft eine unlösbare Aufgabe trotz vorhandener und gut sichtbarer Bodenmarkierungen. Nur in den Attraktionen selbst wird dieser eingehalten. Das ist Schade und sorgt nur für eine Vielzahl an Durchsagen.

Trotz maximaler Kapazität entstehen durch die getroffenen Maßnahmen an jeder Attraktion längere Warteschlangen. Das Personal ist sichtbar bemüht den Betrieb trotz der Maßnahmen bestmöglich am Laufen zu halten. In dieser Hinsicht bedanke ich mich bei allen Ride-Ops im Park; ihr seid echt spitze!

Da mir selbst jedoch die Warteschlangen teilweise zu anstrengend waren, genoss ich den Tag bei nur wenigen Fahrten. Gerade dadurch war es ein insgesamt recht entspannter Tag, bei dem eine Vielzahl an Videos, aber auch einige Fotos entstanden.

Bilder Heide Park

 
 

Videos Heide Park

 

Big Loop • Vekoma Looping Coaster • Offride

 


 

 

Limit • Vekoma Suspended Looping Coaster • Offride

 


 

 

Krake • B&M Dive Coaster • Offride

 


 

 

Flug der Dämonen • B&M Wing Coaster • Offride

 


 

 

Desert Race • Intamin Accelerator Coaster • Offride

 


 

 

Indy-Blitz • Zierer Force One • Offride

 


 

 

Panoramabahn • Mack Rides Monorail • Onride

 


 

 

Käptn’s Törn Onride • Mack Rides Round Boat Ride • Onride

 


 

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Auf Dinosaurierjagd in der Peppa Pig World

Geschichte des Paultons Park

Der überregional als Peppa Pig World bekannte Tier- und Freizeitpark Paultons Park befindet sich auf dem Land der ehemaligen Paulton’s Estate bei Southampton. Im Jahr 1979 kaufte die Familie Mancey das Gelände, befreite es von Gestrüpp und Unrat und errichtete die heutigen Gärten, samt kleinen Vogelpark und Abenteuerspielplatz. Im Jahr 1983 eröffnete der Park als Paultons Park and Bird Gardens zum ersten Mal seine Pforten den Besuchern.

Drei Jahre später zogen die ersten Fahrgeschäfte in den Park. Im Jahr 1993 gesellte sich dann die erste Achterbahn hinzu. Seit dem Millennium wächst der Park beständig. Doch seine wichtigste Investition erfolgte im Jahr 2011 mit der Eröffnung des ersten Peppa Pig Landes, der Peppa Pig World. Innerhalb eines Jahres konnte Paultons Park seine Besucherzahlen verdoppeln. Ein Erfolg sondergleichen, der eine ganze Reihe anderer Kleinkinderthemenbereiche in diversen Freizeitparks innerhalb und außerhalb des Vereinigten Königreichs mit sich zog. Ob eine solche Markenbindung außerhalb Großbritanniens jedoch überhaupt funktioniert, sei dahingestellt.

Parkrundgang

Betritt man den Park findet man sich sogleich in den wunderschönen Gärten des Parks wieder. Von hier aus kann man entweder nach rechts direkt in die Peppa Pig World gehen oder nach links in den Themenbereich Lost Kingdom. Im Grunde also eine Entscheidung gegen oder mit dem Besucherstrom. Als Achterbahnfan ist die Wahl hingegen noch einfacher, aus erzählerischen Gründen hingegen fange ich mit dem Besucherbooster an.

Peppa Pig World

Vorbei an einem 3D Kino, in der der Film Sammys großes Abenteuer gezeigt wurde, sowie einer im Eintrittspreis inkludierten Adventure Golf Anlage, der Parkeisenbahn, einer Schlauchbootrutsche, einer wunderschön ausgelegten Traktorfahrt und einem Karussell, geht es in Richtung des Themenbereichs Peppa Pig World. Hier befinden sich einige Fahrgeschäfte aus dem Hause Metallbau Emmeln und Zamperla, darunter eine elektrische Pferdereitbahn im Spielzeugdino-Design, ein Entenkarussell im Bötchendesign und ein Flying Wheel (eine Art Teetassen-Riesenrad). Komplementiert wird das ganze durch aus der Serie bekannte Figuren, passende Spielplätze und das Haus der Familie Wutz. Im Jahr 2018 wird der Themenbereich zudem durch eine Rundboot- und eine Aussichtsfahrt erweitert.

Mehr gibt es dort eigentlich nicht zu erzählen. Während der restliche Park teilweise verwaist war, war hier sehr viel Betrieb. Das alles spricht für die seit 2004 produzierte Serie, die seit dem Jahr 2005 auch bei uns im KiKa ausgestrahlt wird. Ich selber halte solche Brandings für bedenklich, denn sie beeinflussen Kleinkinder im großen Maße. Leider muss man hier sagen, dass die Zeit allgemein gestalteter Kleinkinderbereiche (z.B. ein Bauernhofbereich) vorbei zu sein scheint.

Cat-o-pillar

Interessanter Weise bietet der Paultons Park selbst die Ausnahme zur eben erstellten Regel und lockert sein Angebot in dieser Richtung gehörig auf. Denn statt nur aus Peppa Wutz zu setzen, macht er im Themenbereich Critter Creek sein eigenes Ding. Neben der Achterbahn Cat-o-pillar, einem Zierer Tivoli in der mittelgroßen Ausführung, überzeugt der Themenbereich vor allem durch seine abgedrehte Gestaltung und der Einbindung eines Insekten- und Amphibienhauses.

Little Afrika

Entlang des Flusses erstrecken sich zudem einige Tiergehege, die im Jahr 2018 durch den Themenbereich Little Afrika erweitert wurden. Ebenfalls besteht hier ein großes Pinguingehege, in dem mehrmals täglich Showfütterungen stattfinden.  Direkt angrenzend befinden sich mehrere kleinere Fahrgeschäfte, darunter eine Schiffschaukel, eine Teetassenbahn, ein Kontiki, sowie gleich zwei unterschiedlich hohe Familienfreifalltürme, die direkt nebeneinander platziert wurden.

Lost Kingdom

Auf der anderen Seite der Gärten befindet sich der Themenbereich Lost Kingdom, der durch geschickte Erweiterungen des Portfolios und der Einbindung einst nur lose thematisierter Fahrgeschäfte ein ganz besonderes Flair erschaffen hat. Hier zeigt sich, wie man mit gut überlegten Maßnahmen einen rundum stimmigen Themenbereich entstehen lassen kann.

Flight of the Pterosaur

Um uns einen besseren Überblick über den Bereich zu verschaffen steigen wir sogleich in die Achterbahn Flight of the Pterosaur. Nach einer kurzen Kurve aus der Station heraus erklimmen wir den 20m hohen Lifthügel. Oben angekommen stürzen wir sogleich in einer weiten Linkskurve in Richtung Boden. Weit oberhalb des angrenzenden Demolition Derbys steigen wir in gleicher Weise wieder hinauf. Eine geradlinige Kuppe schließt sich an. Mit Schwung geht es nun durch eine kurze Senke, woraufhin sich ein Labyrinth aus engen Helices anfügt. Im Wechsel flitzen wir nun durch rechts- und linksführende Helices, passieren während dessen eine Höhle und werden dabei kontinuierlich immer schneller, ehe wir mit Höchstgeschwindigkeit in die Station schießen. Dort werden wir dann sanft abgebremst und kommen anschließend zum Halt.

Flight of the Pterosaur ist eine spitzenmäßige Anlage. Das Layout macht Spaß und kann gerade die jungen Parkgäste voll zufrieden stellen. Als erste große Achterbahn kann ich mir zumindest kaum eine bessere Anlage vorstellen, obgleich Paultons Park ja noch zwei ähnliche Kaliber aufbieten kann. Das Pacing und die Fahreigenschaften überzeugen auf diesem modernen Familienachterbahnklassiker ungemein.

Velociraptor

Direkt nebenan befindet sich die kleine Shuttle-Achterbahn Velociraptor. Als erste Rebound-Variante des Family Boomerang der Firma Vekoma besticht die Anlage vor allem durch ihre bodennahen Kurven und dem kleinen Hügel über der Station. Das Layout selbst gleicht dabei einer Acht, wobei die beiden Enden über die Schlaufen verlaufen.

Nachdem man rückwärts den Lifthügel hinaufgefahren wurde, geht es sogleich rasant hinab und dann mit Vollgas durch die Station hindurch. Es folgt eine bodennahe Linkskurve, sowie der bereits genannte Hügel über die Station, auf dem leichte Airtime einsetzt. Nach einer Rechtskurve unter den Lifthügel hindurch folgt ein Hügel über die erste Kurve, der mittendrin einen kleinen Buckel aufweisen kann. Hier kommt man dann zum Stillstand, woraufhin sich die Rückwärtsfahrt anbahnt. Etwas gemächlicher als zuvor bahnt man sich nun den Weg zurück zur Station.

Im Vergleich zum Standardmodell besticht diese Anlage vor allem durch ihr ausgeprägtes Geschwindigkeitsprofil. Die bodennahen Kurven überzeugen auf ganzer Linie und auch der Hügel inmitten der Fahrstrecke weiß auf der Vorwärtsfahrt durchaus zu gefallen. Dank generell geringeren Besucheranspruchs kann man auf der Anlage wunderbar sitzenbleiben und somit eine Fahrt nach der anderen wagen. Für den Coasterfan also eine optimale Achterbahn, die wirklich sehr viel Spaß macht, wahrscheinlich jedoch durch ihre Rückwärtsfahrt viele Kinder von der Fahrt abhält.

Temple Heights, The Dinosaur Tour Co. und Dino Chase

Anders sieht es bei den restlichen Anlagen in diesem Bereich aus. Der kleine fliegende Teppich Temple Heights und die Jeep Safari The Dinosaur Tour Co. wissen dabei genauso gut zu gefallen, wie die Kinderachterbahn Dino Chase, einem Zierer Tivoli in der kleinsten Bauart mit überaus putzigen Zug-Design und einer rundum gelungenen Gestaltung.

Magma

Vorbei an einem Drachenkarussell des Hersteller Zierer, der hier sowohl eine Vorwärts- wie auch eine Rückwärtsfahrt bot und einer Gokart-Bahn geht es nun in Richtung der letzten Achterbahn des Parks. Vorher jedoch stellen wir uns beim interessanten Freifallturm Magma an und genießen erst einmal die aufwendig gestaltete Warteschlange, ehe wir auf dem SBF Visa Turm recht belanglos immer wieder auf und ab fahren. Würde der Park eine andere Hardware bieten, so wäre der Turm wahrscheinlich gut.

Cobra

Angekommen an der Cobra heißt es erst einmal den erdrückenden und überaus sterilen Wartebereich hinter sich zu lassen. Ist auch dies geschafft, gilt es sich in die bekannten Gerstlauer-Schlitten zu setzen, woraufhin die Fahrt auch schon losgehen kann. Nachdem einem der Lifthügel recht zügig auf die Ausgangshöhe von 16,5 m gebracht hat, stürzt sich der Wagen sogleich in einer sehr steilen Rechtskurve hinab, woraufhin im selben Drehsinn eine Aufwärtshelix absolviert wird. Nach einem kurzen Blockbereich schließen sich gleich vier Haarnadelkurven in bester Wilden-Maus-Manier an. In einer rasanten Kombination zweier Helices geht es nun überaus flott hinab und anschließend wieder einige Meter hinauf. Über mehrere Camelbacks bahnt man sich nun seinen Weg auf die andere Seite der Anlage, doch ein großzügiges Abheben bleibt leider aus. Nach einer weiteren Abwärtshelix wird dann auch bereits die Bremsstrecke der Anlage erreicht.

Cobra ist eine gute Achterbahn, die jedoch ihren Schwesteranlagen ein wenig hinterherhinkt. Mir kommt die Anlage zumindest insgesamt ein wenig kraftloser vor, was sich vor allem an den überaus laschen Camelbacks zeigte. Das Layout selbst unterscheidet sich bis auf dem verkürzten Ende nur wenig von der G’sengten Sau aus dem Erlebnispark Tripsdrill oder der grandiosen Achterbahn Thor’s Hammer aus dem dänischen Freizeitpark Djurs Sommerland und doch fällt der Funke während der Fahrt einfach nicht über. Vielleicht fehlt der Anlage auch einfach nur eine ansprechende Gestaltung, so richtig erklären konnte ich es mir nicht. Richtig Lust mich öfters an der Anlage anzustellen hatte ich dementsprechend auch nicht.

The Edge

Direkt hinter der Achterbahn Cobra erstreckt sich der Disk’o Coaster The Edge, der eine grundsolide Fahrt bot. Durch die gelungene Thematisierung des nahen Themenbereichs Lost Kingdom jedoch wirkt die Anlage, wie auch die Schlittenachterbahn Cobra, mittlerweile einfach nur noch lieblos dahingeklatscht. Ganz ähnlich wirkt der Bereich rund um die Reverchon Wildwasserbahn des Parks. Hier besteht derzeit Handlungsbedarf; doch auch hier ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Park einen weiteren tollen Themenbereich ins Leben ruft. Zumindest ist es nicht unwahrscheinlich.

Bilder Paultons Park

Fazit Paultons Park

Der Paultons Park ist ein überaus sympathischer Vergnügungspark, der sich nicht zu Unrecht als UK’s number one family park bezeichnet. Der Park bietet eine große Anzahl an Familienfahrgeschäften, darunter gleich fünf Familienachterbahnen, sowie zahlreiche Spielplätze. Darüber hinaus bietet er eine wirklich schöne Gartenlandschaft, sowie zahlreiche Tiergehege und ein im Eintrittspreis inkludierten Minigolfplatz. Wäre hier noch ein Wasserpark vorhanden, so könnte man denken man befände sich in einem skandinavischen Sommerland. Das ist durchaus ansprechend, würde der gemeine Besucher nicht nur wegen Peppa Wutz kommen. Der Park bietet mehr und könnte nun noch einmal eine Schippe drauflegen. In dieser Hinsicht darf man gespannt auf die Zukunft schauen.

 

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Italienische Miniaturen in Minitalia

Leolandia

Die Geschichte des Leolandia beginnt vor 45 Jahren, als der Unternehmer Guido Pendezzini seinen im Bau befindlichen Miniaturenpark, nach Vorbild des niederländischen Miniaturenpark Madurodam bei Den Haag, der Öffentlichkeit vorstellte; offiziell als Minitalia wurde der Park aber erst drei Jahre später eröffnet. Das Kernstück des Parks, welches auch sehr lange markant im offiziellen Parknamen vorhanden war, ist das dem italienischen Staat nachempfundene Miniland Minitalia mit seinen Nachbauten markanter italienischer Gebäude und Städte. Zudem präsentierte man das Land mit kleineren regionalen Ständen und bot schon damals einige Fahrgeschäfte. Im Jahr 1997 verkaufte Pendezzini seinen Park an die Familien Triberti und Fabbri, welche als Schausteller und Hersteller von Vergnügungsanlagen durchaus Erfahrung in diesem Bereich mitbrachten. Diese bauten den Park zu einem Freizeitpark aus und betrieben ihn fortan als Fantasy World Minitalia bis zum Jahr 2007, woraufhin die Familie Zamperla, ebenfalls ein Hersteller für Fahrgeschäfte, den Park übernahm. Seitdem wird das Leolandia regelmäßig erweitert und durch Produkte aus dem eigenen Katalog ergänzt.

Twister Mountain

Prominentes Beispiel dafür ist die Drehgondelachterbahn Twister Mountain, welche perfekt platziert direkt an der Ausfahrt zum Park, neben dem eh schon überdimensionierten Parkschild, die Kunden des gegenüber liegenden Hypermarktes ins Leolandia locken soll. Dabei handelt es sich jedoch nur um die kleine Version des bekannten Kirmesmodells nach dem Layout des französischen Herstellers Reverchon.

Nach Verlassen des Bahnhofs erklimmt man den 10m hohen Lifthügel. Oben angekommen durchquert man recht rasant zwei Haarnadelkurven, woraufhin bereits die erste Abfahrt wartet. Oberhalb der Station durchquert man eine  Blockbremse und kurz darauf halbwegs parallel zum Lifthügel die zweite größere Schussfahrt der Anlage. Ohne seltsamen Buckel in der Auffahrt erreicht man die andere Seite der Achterbahn. In der nächsten Bremse wird die Drehung des Wagens freigegeben, woraufhin die nächsten vier Haarnadelkurven mit überraschend viel Schwung durchfahren werden. Buckellos folgt die Rückführung auf die andere Seite der Anlage und schließlich, nach einer weiteren Haarnadelkurve, die Bremsstrecke.

Obwohl die Spinning Coaster Varianten von Zamperla dank ihrer optimierten Wagen nicht gerade als drehfreudig gelten und dementsprechend in aller Regel ihr Ziel verfehlen bot uns der Twister Mountain eine solide, wenn auch recht kurze, Fahrt. Der Komfort in der Gondel ist leider nicht ganz so hoch wie bei Reverchon, dafür bietet die Anlage aber in der Theorie dank der Einzelbügel die bessere Rückhaltewirkung gerade in Bezug auf kleinere Kinder.

Electro Spin und Donna Cannone

Ähnlich solide konnten uns die Mega Disk’o Electro Spin und der Flash Tower Donna Cannone unterhalten. Während die Disk’o bewährt intensives Drehvergnügen bot konnte der Seilzugturm durch überraschende Airtime am oberen Wendepunkt überzeugen, ein Abschuss aus der Kanone wird dabei leider nicht simuliert.

Leo Coaster

Die weiteren Attraktionen des eher kargen Expo 1906 Bereichs sind eine Koggenfahrt in King Kong Optik, ein Feuerlöschkarussell, ein Wellenflieger, sowie die kleine Kinderachterbahn Leo Coaster. Diese kommt in der Standardausführung des Herstellers daher, sprich ovalförmig mit einer Helix in der Mitte,  kann aber vergleichsweise gute Fahreigenschaften vorweisen.

Mondo di Peppa Pig

Mit der Mondo di Peppa Pig hat man im letzten Jahr versucht einen Kleinkinderbereich nach englischen Vorbild in den Park zu etablieren. Was jedoch in England dafür sorgt, dass der Freizeitpark Paultons Park nur noch als Peppa Pig World bekannt ist und ihn mit Besuchermassen versorgt, wirkt hier ein wenig lieblos dahingeklatscht. Es gibt zwar Möglichkeiten sich das originalgetreue Haus der Hauptprotagonisten der Serie anzusehen und auch ein Foto mit den Akteuren zu schießen, nur scheint der Merchandiseverkauf als einzige Grundlage für diesen Bereich.

Il Trenino

Das Ganze setzt man dann mit der Masha e Orso (Mascha und der Bär) Show und der Zugfahrt Il Trenino by Thomas & Friends fort. Zugegebenermaßen ist eine Zugfahrt mit Thomas und seinen Freunden immer eine gute Idee, was man beispielsweise am englischen Freizeitpark Drayton Manor sehen kann, es fehlt aber außerhalb zur Form des Zuges sämtliche Referenz zur Serie.

Im hinteren Parkteil des Leolandia, direkt neben dem Miniland Minitalia, befinden sich einige Tiergehege, welche größtenteils heimische Nutztierarten vorzeigen. Die Gehege sind dabei ausreichend groß und einem Bauernhof nachempfunden. Leider gibt es daneben einige kleinere Volieren mit Papageien, was sehr im Kontrast zum neuer wirkenden Bauernhofbereich steht.

Die Cowboy Town bildet den Westernbereich des Leolandia in der sich die bereits aus dem Wunderland Kalkar bekannte Kombination aus Wildwasserbahn und Powered Coaster erneut die Klinke gibt. Darüber hinaus findet man in diesem Bereich mehrere Rund- und Hochfahrgeschäfte, darunter der sehr unbequeme Kite Flyer Wild Avvoltoi, sowie eine größere Showbühne.

Gold River

Nachdem man die Station der Wildwasserbahn Gold River verlassen hat dümpelt der Einbaum ein wenig durch die Fahrrinne, nach einer längeren S-Kurve und einer kurzen Linkskurve erreicht man den ersten übersteilen Lifthügel, der einen in die ebenso übersteile Schussfahrt entlässt. Gut befeuchtet wird man wieder in den Kanal entlassen und durchquert nun eine größere Rechtskurvenschleife um im 90° Winkel zur ersten Schussfahrt den zweiten Lifthügel zu erklimmen. Typisch Zamperla ist die zweite Abfahrt nicht weniger steil als die erste, so dass man recht abrupt in die zweite Auslaufstrecke geleitet wird; auch hier ist der Nässegrad der Abfahrt in einem angenehmen Rahmen. Es folgt die Rückfahrt zur Station.

Mine Train

Oberhalb der Wildwasserbahn liegt der Zugang zur Achterbahn Mine Train, deren Parcours größtenteils über der Fahrrinne des Wild Rivers verläuft. Nach einer etwas längeren Steigung mit leichtem Linksknick, die recht gemächlich erklommen wird, folgt eine recht lang gezogene Rechtskurve. Erstmals an Geschwindigkeit legt man dann in der linksführenden Abwärtshelix zu, doch schon gleich darauf wird die Rinne der Wasserbahn in luftiger Höhe innerhalb einer Rechtskurve überquert. In einer etwas größeren Abwärtshelix umrundet man nun die zweite Schussfahrt der Wildwasserbahn, woraufhin sich eine recht weite Rechtskurve anschließt, die den Streckenparcours sogleich schließt. Der Wagenverbund rast dann durch die Station und vollzieht eine weitere, recht gemächliche Runde.

Obwohl die Strecke der Achterbahn aus dem Wunderland Kalkar deutlich kompakter gebaut wurde ist sie eindeutig die bessere Achterbahn dieser doch recht speziellen Kombo. Der Mine Train aus dem Leolandia hingegen durchquert die Strecke insgesamt ein wenig zu langsam und leider auch sehr ruckelig, weswegen kaum Fahrspaß aufkommen mag.

Rapide di Leonardo

Ihr gegenüber steht die Rundbootrutschanlage Rapide di Leonardo, eine italienische Interpretation der beliebten River Splash Anlagen des Herstellers ABC Rides mit einem sehr besonderen Dreh. Nachdem man die Station verlassen hat absolviert man sogleich eine kleine Rechtskurve hinein in den Vertikalaufzug, welcher ohne viel steuerungstechnischen Schnickschnack das Boot in Position bringt, hält und nach oben befördert. Nachdem man zügig nach oben transportiert wurde kippt der Korb nach vorne und das Boot rollt aus dem Aufzug. Mit Karacho wird man nun in die erste Helix geworfen, woraufhin auch gleich das Boot in Drehung versetzt wird. Nach wenigen Metern vollzieht man eine S-Kurvenkombination um den Turm herum, wodurch die Drehung des Bootes eine atemberaubende Geschwindigkeit aufbaut. Diese nimmt in der anschließenden Abwärtshelix immer weiter zu und lässt einem Russisch Roulette bei der anschließenden Schussfahrt spielen. Nach der Wässerung durchquert das Boot eine 180° Wende, bei der eine runde und sich drehende Kanonenapparatur in regelmäßigen Abständen Wasser auf die Fahrgäste losfeuert. Die Rückführung zur Station weist nun einige Elemente einer Raftinganlage auf, wie beispielsweise ein sich ausschaltender Wasserfall und diverse Stromschnellen. Es ist der deutlich ruhigere Teil der Fahrt, welcher einem das gerade erlebte erst einmal richtig in Worte fassen lässt und sich im gleichen Maße wundern lässt warum Zamperla bisweilen keine weitere Anlage dieser Art verkaufen konnte. Der Hydro Lift zumindest ist eine Spaßmaschine sondergleichen und gewinnt jeglichen Preis für den besten Drehwurm mit Leichtigkeit.

Riva dei Pirati

Der optisch überzeugendste Themenbereich im Leolandia ist der Piratenbereich Riva dei Pirati, welcher zwar größtenteils aus Kinderfahrgeschäften besteht, diese aber in einer großartigen Gestaltung dastehen lässt. Neben der guten Schiffschaukel Galeone und dem wunderschönen Splash Battle Mediterranea, findet man hier den Prototypen der Stand-Up Disk’os Surf’s Up Scilla e Cariddi. Obgleich die Fahrt durch den langen Gondelträger teilweise etwas ruppig ist, so ist die Floating Airtime doch schon ein Erlebnis wert, weswegen es recht schade ist bisweilen nur eine recht kleine Version dieser Anlage vorfinden zu können. Leider lädt man sich durch das Rückhaltesystem ein wenig statisch auf, weswegen man am Ausgang durchaus einen kleinen Schlag abbekommen kann.

Bilder Leolandia

Fazit Leolandia

Das Leolandia ist ein wirklich schöner Freizeitpark mit einer recht guten Idee gleich zu Beginn seiner Existenz. Das Miniland ist dabei recht hübsch umgesetzt und kann einen, im Vergleich zu den Legoländern dieser Welt, einige Stunden beschäftigen. Dabei bietet dieses Outdoorminiaturwunderland einen wunderbaren Blick auf die Ecken dieses charmanten Landes, welche man gerne mal in Echt sehen möchte. Die Qualität des Themenparks ist, mit Ausnahme des Expo 1906 Bereichs, sehr hoch und wird durch die passende Arbeiteruniformen, gegliedert nach den Themenbereichen des Parks, noch einmal untermauert.


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