Valleyfair! – Ein Tag in Minnesotas größtem Freizeitpark

Valleyfair!

Valleyfair! eröffnete am 25. Mai 1976 in Shakopee, südwestlich von Minneapolis, als gemeinsames Projekt der Unternehmer Walt Wittmer und David Sherman. Auf einer Fläche von gerade einmal 26 Acres gingen zunächst rund 20 Attraktionen an den Start. Schon damals bildete die Holzachterbahn High Roller das Aushängeschild des Parks und dreht bis heute ihre Runden. Noch älter ist lediglich das historische Karussell, das ursprünglich aus dem 1973 geschlossenen Excelsior Amusement Park stammt.

Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung übernahm Cedar Point den jungen Freizeitpark. Als 1983 die gemeinsame Betreibergesellschaft gegründet wurde, setzte sich ihr Name aus den beiden Parks Cedar Point und Valleyfair! zusammen – der Ursprung des bis heute bekannten Namens Cedar Fair. In den folgenden Jahrzehnten wuchs Valleyfair! kontinuierlich und entwickelte sich zum größten Freizeitpark Minnesotas.

Wie viele Parks der ehemaligen Cedar-Fair-Gruppe präsentiert sich auch Valleyfair! außerordentlich gepflegt. Anders als in den meisten Schwesterparks gibt es hier jedoch keinen klassischen Rundweg. Stattdessen betritt man den Park ungefähr in der Mitte der Anlage und entscheidet bereits am Eingang, ob man den linken oder den rechten Parkbereich zuerst erkunden möchte.

Wir schlagen zunächst den linken Weg ein und folgen dem Pfad unter und hinter Wild Thing. Bereits hier wird deutlich, wie sehr Valleyfair! den Charme klassischer amerikanischer Freizeitparks bewahrt hat. Mit Flying Eagles, Tilter und einem Scrambler stehen gleich drei zeitlose Fahrgeschäfte dicht beieinander. Ergänzt wird dieses Ensemble durch den StarFlyer North Star von Funtime, der einen herrlichen Blick über den gesamten Park bietet.

Während die liebevoll gestaltete Oldtimerbahn Antique Autos zu einer entspannten Rundfahrt einlädt, wartet nur wenige Meter weiter mit Steel Venom bereits der erste große Adrenalinkick.

Steel Venom

Wie bei jedem Impulse Coaster aus dem Hause Intamin beginnt auch bei Steel Venom jede Fahrt mit einem kräftigen Launch. Leider ist dabei auch der für diesen Achterbahntyp typische Ruck deutlich zu spüren, was den ansonsten guten Fahreindruck etwas schmälert. Die Schraube macht vor allem im vorderen Zugteil Spaß, während sie in den hinteren Reihen kaum noch zur Geltung kommt. Leider wird diese recht ruppig zu durchfahren. Das eigentliche Highlight wartet jedoch am hinteren Spike: Dort hält eine Bremse den Zug für einige Sekunden fest, bevor er wieder in Richtung Station beschleunigt. Dabei rutschen die Fahrgäste spürbar nach vorne in die Bügel – ein Effekt, der jede Fahrt aufs Neue für ein Schmunzeln sorgt.

Trotz kleiner Schwächen macht Steel Venom jede Menge Spaß und gehört zu den stärkeren Attraktionen des Parks. Vor allem die Haltebremse am hinteren Spike sorgt für einen Effekt, den man auch nach mehreren Fahrten nicht vergisst.

Delirium

Direkt neben Steel Venom befindet sich mit Delirium ein Giant Loop aus dem Hause Larson. Ich mag diesen Attraktionstyp wirklich gerne und auch Delirium macht jede Menge Spaß. Schade ist allerdings die enorme Lautstärke während der Fahrt, die das ansonsten gelungene Fahrerlebnis etwas trübt.

Northern Lights

Mit Northern Lights folgt ein Zamperla Skater Coaster. Auf den ersten Blick erinnert die Attraktion stark an einen klassischen Disk’O Coaster aus dem gleichen Hause, unterscheidet sich jedoch in einem entscheidenden Punkt: Während man beim Disk’O nach außen blickt und vor allem auf die Brust gedrückt wird, schaut man beim Skateboard nach innen und wird überwiegend in die Rückenlehne gepresst. Dadurch empfinde ich die Fahrt als deutlich angenehmer und auf Dauer sogar etwas spaßiger.

The Wave

Direkt im Eingangsbereich des Parks befindet sich mit The Wave eine Shoot-the-Chute-Anlage aus dem Hause Hopkins Rides. Nach einer gemütlichen Auffahrt stürzt das Boot den steilen Drop hinab und schlägt mit voller Wucht auf der Wasseroberfläche auf. Die dabei entstehende Wasserfontäne sorgt dafür, dass hier garantiert niemand trocken aussteigt. Ich bin schon immer ein großer Fan dieses Attraktionstyps gewesen und finde es schade, dass Shoot-the-Chute-Anlagen nach und nach aus immer mehr Freizeitparks verschwinden. Obwohl der Wasserpark noch ein gutes Stück entfernt liegt, sieht man rund um The Wave zahlreiche Besucher in Badesachen oder mit freiem Oberkörper – eine für einen amerikanischen Freizeitpark eher ungewöhnliche Szene.

Corkscrew

Mit Corkscrew folgt ein weiterer Klassiker aus dem Hause Arrow Dynamics. Fahrtechnisch gehört die Bahn sicher nicht zu den Highlights des Parks, bietet aber eine angenehm ruhige Fahrt durch Looping und Korkenzieher. Ihre größte Stärke ist ohnehin die Einbindung in den Park. Die Strecke verläuft malerisch entlang eines Sees und bildet mit der unter dem Korkenzieher hindurchfahrenden Parkeisenbahn eines der schönsten Fotomotive des Parks. Zusammen mit der gelungenen Farbgestaltung gehört Corkscrew für mich zu den besten Blickfängen in Valleyfair!

Monster

Direkt nebenan befindet sich das Monster. Dieser amerikanische Klassiker aus dem Hause Eyerly Aircraft gehört für mich bis heute zu den besten Flat Rides überhaupt. Sitzt man alleine in einer Gondel, lässt sich diese bereits vor der Abfahrt mit etwas Körpereinsatz kräftig in Rotation versetzen – sehr zur Verwunderung der amerikanischen Fahrgäste. Während der Fahrt dreht sich die Gondel munter weiter und sorgt für ein herrlich chaotisches Fahrerlebnis. Wie so oft hat mir auch diese Fahrt wieder richtig viel Spaß gemacht.

Planet Snoopy

Auf dem Weg zur Holzachterbahn High Roller durchqueren wir zunächst Planet Snoopy. Wie in vielen Parks der ehemaligen Cedar-Fair-Gruppe wurde auch hier ein liebevoll gestalteter Themenbereich rund um die Peanuts-Figuren geschaffen. Neben zahlreichen Familien- und Kinderattraktionen sorgen viel Grün, schattige Wege und die stimmige Gestaltung dafür, dass sich Planet Snoopy angenehm vom restlichen Park abhebt. Das Highlight des Bereichs ist der Zamperla Powered Coaster Cosmic Coaster, der sich optisch hervorragend in das Gesamtbild einfügt.

High Roller

High Roller ist die älteste Achterbahn des Parks. Nach der ersten Abfahrt folgt zunächst ein großer Hügel, bevor eine langgezogene Wendekurve den Rückweg einleitet. Anschließend sorgen mehrere ungewöhnlich geformte Hügel immer wieder für Airtime, die allerdings durch einen Trim spürbar abgeschwächt wird. Vor der nächsten Kurve nimmt ein weiterer Trim erneut deutlich Geschwindigkeit aus der Bahn, sodass die letzten Hügel und die Schlusskurve nur noch gemächlich durchfahren werden. Schade eigentlich, denn ohne die beiden Trims hätte High Roller das Zeug zu einer richtig guten Holzachterbahn.

Mad Mouse

Direkt gegenüber dem Eingang zum Wasserpark Soak City liegt die Mad Mouse aus dem Hause Arrow Dynamics. Ich bin schon immer ein Fan der Wilden Mäuse des Herstellers gewesen. Im Gegensatz zu ihren europäischen Pendants setzen die Arrow-Anlagen nicht nur auf enge Spitzkehren, sondern auch auf überraschend große Gefälle und ein teilweise recht eigenwilliges Banking. Dadurch wirkt die Fahrt deutlich dynamischer und unberechenbarer, als man es von einer klassischen Wilden Maus erwarten würde. Auch Mad Mouse bildet hier keine Ausnahme und sorgt für jede Menge Fahrspaß.

Wheel of Fortune

Mit Wheel of Fortune konnte ich zum ersten Mal einen klassischen Trabant von Chance Rides erleben. Das Fahrgeschäft diente später als Vorlage für den von Mack Rides in Lizenz gebauten Hully Gully, den ich bereits kannte. Auch wenn mir die Mack-Version insgesamt etwas besser gefällt, hat es mich gefreut, endlich einmal das Original gefahren zu sein. Beide Attraktionen sind heute nur noch selten anzutreffen und gehören für mich zu den Fahrgeschäften, die man als Freizeitparkfan unbedingt einmal erlebt haben sollte.

Renegade

Mit Renegade verfügt Valleyfair! über ein ganz besonderes Scmuckstück. Bereits von weitem fällt die von Great Coasters International (GCI) gebaute Bahn durch ihre kompakte und verschlungene Holzkonstruktion auf.

Bereits der außergewöhnliche, S-förmig verdrehte First Drop sorgt für einen fantastischen Auftakt und gehört zu den besten Elementen der gesamten Fahrt. Direkt danach folgt ein kleiner Airtime-Hügel, ehe die Bahn ohne jede Verschnaufpause durch eine perfekt abgestimmte Folge aus schnellen Richtungswechseln, bodennahen Kurven und immer wieder eingestreuten Airtime-Momenten jagt. Dadurch entsteht ein nahezu ununterbrochener Fahrfluss, bei dem die Bahn bis zur Schlussbremse kaum an Tempo verliert. Kurz vor Schluss schießt der Zug noch einmal mit hoher Geschwindigkeit am Stationsbereich vorbei, bevor einige letzte Airtime-Hügel die Fahrt abrunden.

Renegade hat mich auf ganzer Linie überzeugt und zählt für mich ganz klar zu den besten Holzachterbahnen aus dem Hause GCI. Im Laufe des Tages wurde die Bahn zudem immer schneller und hatte am Nachmittag richtig Dampf unter der Haube.

Excalibur

Zu den größten Highlights von Valleyfair! zählt Excalibur. Die von Arrow Dynamics gebaute Achterbahn kombiniert typische Elemente eines Mine Trains mit deutlich größeren Abfahrten und einem außergewöhnlichen Streckenverlauf.

Die Fahrt beginnt mit einer langen Abfahrt, bevor sich Excalibur mit großen Kurven und schnellen Richtungswechseln ihren Weg durch das Gelände bahnt. Besonders gefällt mir ein Hügel, der gleichzeitig in einen Kurvenwechsel übergeht. Was heute auf vielen modernen Achterbahnen selbstverständlich ist, war 1989 noch ein ungewöhnliches und innovatives Layoutmerkmal.

Auch wenn mich die Fahrt insgesamt nicht vollständig überzeugen konnte und sich die Bahn stellenweise recht unruhig fährt, besitzt Excalibur einen ganz eigenen Charakter. Gerade das ungewöhnliche Layout mit seinen kreativen Fahrelementen macht die Bahn bis heute zu einem der Highlights von Valleyfair! und sollte bei keinem Besuch ausgelassen werden.

Thunder Canyon

In derselben Ecke des Parks befindet sich außerdem Thunder Canyon. Den Rapids Ride hätte ich gerne ausprobiert, doch während meines Besuchs blieb die Anlage leider geschlossen.

Power Tower

Weiter geht es mit dem Power Tower aus dem Hause S&S. Interessanterweise verfügt der Turm über gleich drei Fahrspuren –zwei Power Drops und ein Space Shot. Besonders gelungen finde ich jedoch die Platzierung der Attraktion. Mitten auf einer Insel gelegen und von der Achterbahn Corkscrew umschlossen, macht der Turm sowohl optisch als auch fahrtechnisch einiges her.

Wild Thing

Die nächste Anlage ist der Hyper Coaster Wild Thing aus dem Hause Morgan. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1996 prägt die über 60 Meter hohe Achterbahn die Skyline von Valleyfair! und zählt bis heute zu den bekanntesten Attraktionen des Parks.

Die Fahrt beginnt mit einer langen ersten Abfahrt, bevor der Zug über zwei Camelbacks rast. Die kurvige Abfahrt aus dem zweiten Hügel führt in eine weitläufige liegende Acht, ehe Wild Thing nach der Blockbremse mit mehreren kleineren Hügeln den Rückweg zur Station antritt. Besonders die elegant ausgeformten Kurven werden mit hoher Geschwindigkeit durchfahren und sorgen für ein ausgesprochen flüssiges Fahrgefühl. Auf den zahlreichen Airtime-Hügeln fällt die Schwerelosigkeit hingegen überraschend schwach aus.

Gerade im Vergleich zur ähnlich aufgebauten Mamba in Worlds of Fun, die ich erst zwei Tage zuvor besucht habe, hat mich das doch sehr verwundert. Trotz des nahezu identischen Layouts wirkt Wild Thing deutlich zahmer und erreicht nie die Airtime-Qualitäten ihrer Schwesterbahn. Dennoch ist Wild Thing eine gelungene Achterbahn, die vor allem mit ihrem flüssigen Layout und den elegant ausgeformten Kurven jede Menge Fahrspaß bietet.

Bilder Valleyfair!

Fazit Valleyfair!

Valleyfair! zählt sicherlich nicht zu den bekanntesten Freizeitparks der USA, muss sich hinter den großen Namen der ehemaligen Cedar-Fair-Gruppe aber keineswegs verstecken. Gerade die Mischung aus modernen Thrillrides, historischen Klassikern und der entspannten Atmosphäre macht den Reiz des Parks aus. Wer Minneapolis besucht oder den Mittleren Westen der USA bereist, sollte Valleyfair! deshalb unbedingt einen Besuch einplanen.

 

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Ein Tag, sieben Welten, ein Ziel

Worlds of Fun

Mitten im Herzen der Metropolregion Kansas City, nur wenige Minuten von der Grenze zum Bundesstaat Kansas entfernt, liegt Worlds of Fun. Der 1973 eröffnete Freizeitpark ist vom Roman In 80 Tagen um die Welt inspiriert und in verschiedene Themenbereiche unterteilt, die unterschiedliche Regionen der Erde darstellen.

Neben einer abwechslungsreichen Auswahl an Achterbahnen und Familienattraktionen überzeugt Worlds of Fun vor allem durch seine gepflegten Gartenanlagen und die liebevoll gestalteten Themenbereiche. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Holzachterbahn Prowler, die Hyperachterbahn Mamba und der Inverted Coaster Patriot.

Gemeinsam mit dem angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun gehört Worlds of Fun heute zu den beliebtesten Freizeitparks im Mittleren Westen der USA.

Gateway Gardens

Gateway Gardens bildet den einladenden Eingangsbereich von Worlds of Fun. Großzügige Grünanlagen, farbenfrohe Blumenbeete und das malerisch am Wasser gelegene Grand Carousel sorgen bereits beim Betreten des Parks für einen gelungenen ersten Eindruck und stimmen auf einen entspannten Tag ein.

Scandinavia

Scandinavia überzeugt vor allem durch seine ruhige Atmosphäre und die zahlreichen klassischen Fahrgeschäfte. Zwischen nordisch gestalteten Gebäuden und viel Grün laden Attraktionen wie Sea Dragon, Nordic Chaser oder Fjord Fjarlane zu einer kleinen Verschnaufpause zwischen den großen Achterbahnen ein.

Viking Voyager

Viking Voyager zählt zu den Originalattraktionen von Worlds of Fun und wurde bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet. Die Log Flume aus dem Hause Arrow Development führt ihre Fahrgäste zunächst gemütlich durch den Kanal, ehe die rund 12 Meter hohe Schussfahrt den Höhepunkt der Fahrt bildet.

Im Vergleich zu vielen modernen Wildwasserbahnen fällt Viking Voyager insgesamt eher gemächlich aus und auch der Nässegrad hält sich in Grenzen. Gerade dieser nostalgische Charakter macht jedoch den besonderen Reiz der Anlage aus und erinnert an eine Zeit, in der eine klassische Log Flume in keinem Freizeitpark fehlen durfte.

Africa

Africa ist das Herzstück von Worlds of Fun und vereint einige der beliebtesten Attraktionen des Parks. Zwischen dichter Vegetation und afrikanisch gestalteten Gebäuden erwarten die Besucher mit Prowler, Mamba und Zambezi Zinger gleich mehrere Highlights. Die üppige Bepflanzung und die stimmige Gestaltung verleihen dem Themenbereich eine ganz besondere Atmosphäre.

Prowler

Mit Prowler eröffnete Worlds of Fun im Jahr 2009 eine der beliebtesten Holzachterbahnen des Herstellers Great Coasters International (GCI). Die Strecke führt größtenteils bodennah durch den Wald und begeistert mit schnellen Richtungswechseln, engen Kurven und zahlreichen Airtime-Momenten.

Während die Bahn am Morgen noch etwas verhalten wirkt, gewinnt sie im Laufe des Tages spürbar an Dynamik. Das Layout erinnert dabei stark an Mystic Timbers im Freizeitpark Kings Island. Beide Achterbahnen ähneln sich in ihrem Streckenverlauf und Fahrgefühl, wobei Mystic Timbers dank ihrer größeren Ausmaße und der längeren Fahrzeit letztlich noch etwas abwechslungsreicher und intensiver ausfällt. Dennoch zählt Prowler zu den besten Holzachterbahnen von GCI und ist eines der Highlights von Worlds of Fun.

Zambezi Zinger

Mit Zambezi Zinger erhielt Worlds of Fun im Jahr 2023 eine moderne Hommage an die gleichnamige Achterbahn, die bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet wurde. Das Original war ein Schwarzkopf Speedracer und entwickelte sich mit seinem spiralförmigen Lifthill, den Bobschlitten-artigen Zügen und der rasanten Fahrt schnell zu einer der beliebtesten Attraktionen des Parks. Nach der Schließung im Jahr 1997 wurde die Anlage nach Kolumbien verkauft, wo sie viele Jahre als Montaña Rusa im Parque del Café weiterbetrieben wurde.

Die neue Familienachterbahn von GCI greift zahlreiche Elemente ihres legendären Vorgängers auf, interpretiert diese jedoch auf moderne Weise. Während meines Besuchs war die Bahn leider den gesamten Tag geschlossen. Bereits von außen hinterlässt Zambezi Zinger einen hervorragenden Eindruck. Die moderne Anlage fügt sich harmonisch in den Themenbereich ein und weckt die Vorfreude auf eine spätere Mitfahrt.

Boomerang

Boomerang zählt zu den bekanntesten Shuttle-Achterbahnen aus dem Hause Vekoma. Auf der kompakten Strecke werden zunächst eine Cobra Roll und ein Looping durchfahren, bevor der Zug die komplette Fahrt rückwärts absolviert. So erleben die Fahrgäste insgesamt sechs Überschläge.

Im Vergleich zu einigen anderen Anlagen dieses Typs präsentiert sich der Boomerang in Worlds of Fun erstaunlich laufruhig. Gerade dadurch zählt die Fahrt zu den besten Vertretern dieses weltweit verbreiteten Achterbahntyps.

Fury of the Nile

Fury of the Nile ist ein klassischer Rapids Ride aus dem Hause Intamin. Die Rundboote treiben durch eine abwechslungsreich gestaltete Flusslandschaft, bevor Stromschnellen, Wasserfälle und mehrere spritzige Passagen für die nötige Action sorgen.

Der afrikanische Themenbereich bietet dafür die passende Kulisse und verleiht der Anlage eine stimmige Atmosphäre. Im Vergleich zu vielen anderen amerikanischen Rapids Rides fällt der Nässegrad jedoch überraschend moderat aus. Europäische Freizeitparkfans werden sich daher schnell wie zu Hause fühlen.

Mamba

Mit Mamba eröffnete Worlds of Fun im Jahr 1998 einen Hyper Coaster aus dem Hause Morgan, der bis heute zu den beeindruckendsten Achterbahnen des Parks zählt. Nach der rund 62 Meter hohen ersten Abfahrt folgt eine abwechslungsreiche Strecke mit zahlreichen Airtime-Hügeln und weitläufigen Kurven.

Spätestens auf den ersten Camelbacks zeigt Mamba ihren wahren Charakter. Die intensive Ejector-Airtime erinnert dabei stark an Steel Eel im SeaWorld San Antonio, fällt hier jedoch noch etwas ausgeprägter aus. Gleichzeitig verliert die Bahn bis zur Schlussbremse kaum an Geschwindigkeit und sorgt so für ein durchgehend dynamisches Fahrerlebnis.

Für mich zählt Mamba zu den besten Hyper Coastern überhaupt. Kaum eine andere Achterbahn dieser Kategorie verbindet eine derart intensive Ejector-Airtime mit einem bis zum Schluss beeindruckend hohen Tempo. Eine Bahn, die ich ohne zu zögern Runde für Runde fahren könnte.

Planet Snoopy

Planet Snoopy bildet den liebevoll gestalteten Kinderbereich von Worlds of Fun. Gemeinsam mit Charlie Brown, Snoopy und ihren Freunden erwartet Familien eine große Auswahl an Fahrgeschäften, Spielmöglichkeiten und kindgerecht gestalteten Attraktionen.

Das Highlight des Bereichs ist die Familienachterbahn Cosmic Coaster aus dem Hause Preston & Barbieri. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche weitere Attraktionen, sodass auch die jüngsten Besucher hier voll auf ihre Kosten kommen.

Wild West

Der Themenbereich Wild West überzeugt mit seiner stimmungsvollen Gestaltung und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Parks ein. Zwischen den zahlreichen Holzbauten erwarten die Besucher Attraktionen wie Timber Wolf und der Detonator, die den Bereich abwechslungsreich gestalten.

Timberwolf

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.Vor allem der First Drop und die anschließende Kurve werden mit viel Tempo durchfahren und sorgen für einen gelungenen Auftakt. Nach der Reduzierbremse fällt die zweite Streckenhälfte etwas gemächlicher aus. Die langgezogene Kurve anstelle der früheren Doppelhelix erinnert dabei überraschend stark an die markante Schlusskurve von Colossos im Heide Park – eine gelungene Doppelhelix-Ersatzkurve. Danach verläuft die Fahrt eher unspektakulär, bevor das Finale mit seinen kleinen seitlichen Hopsern noch einmal für einen erfrischend unkonventionellen Abschluss sorgt.

Auch wenn Timber Wolf im hinteren Streckenabschnitt etwas an Dynamik verliert, überzeugt die Bahn vor allem durch ihren starken Beginn und gehört für mich zu den besseren klassischen Holzachterbahnen ihrer Generation.

Cyclone Sam’s

Cyclone Sam’s ist ein Indoor Wipeout aus dem Hause Chance Rides, den man bei einem Besuch in Worlds of Fun keineswegs verpassen sollte. Die markante Wellenbewegung des Fahrgeschäfts wird von zahlreichen Lichteffekten und passender Musik begleitet und sorgt so für eine ebenso atmosphärische wie unterhaltsame Fahrt.

Detonator

Detonator zählt zu den ersten Space Shots aus dem Hause S&S Power und überzeugt bis heute mit seiner kraftvollen Beschleunigung. Dank der älteren Drucklufttechnik katapultiert die Anlage ihre Fahrgäste mit ordentlich Wumms in die Höhe und sorgt so für ein überraschend intensives Fahrerlebnis. Wer Worlds of Fun besucht, sollte sich eine Fahrt mit diesem Klassiker keineswegs entgehen lassen.

Mustang Runner

Mustang Runner ist eine klassische Troika aus dem Hause HUSS. Das zeitlose Fahrprogramm mit seinen harmonischen Drehbewegungen macht die Attraktion auch heute noch zu einem echten Vergnügen – eine Fahrt, die ich bei jedem Besuch gerne mitnehme.

Worlds of Fun Railroad

Die Worlds of Fun Railroad führt ihre Fahrgäste einmal quer durch den Park und bietet dabei immer wieder interessante Ausblicke auf die verschiedenen Themenbereiche. Besonders der Abschnitt durch die weitläufige Savanne im afrikanischen Themenbereich sowie die Vorbeifahrt an der Holzachterbahn Prowler machen die gemütliche Zugfahrt zu einer lohnenswerten Pause zwischen den zahlreichen Fahrattraktionen.

Europa

Der europäische Themenbereich gehört zu den ruhigeren Ecken von Worlds of Fun und wird von vielen Besuchern leicht übersehen. Wer sich dennoch hierher verirrt, entdeckt mit Le Taxi, dem Flying Dutchman und der Autobahn einige charmante Klassiker abseits der großen Besuchermagneten.

Americana

Americana zählt zu den schönsten Themenbereichen von Worlds of Fun. Inspiriert vom Amerika der Jahrhundertwende sorgen liebevoll gestaltete Gebäude und gepflegte Gartenanlagen für eine stimmige Atmosphäre.

Für mich war es jedoch vor allem die musikalische Untermalung, die diesen Bereich so besonders machte. Die bekannten Ragtime-Melodien aus RollerCoaster Tycoon 1 und 2 weckten sofort nostalgische Erinnerungen und verliehen Americana einen ganz besonderen Charme.

SteelHawk

SteelHawk ist ein WindSeeker aus dem Hause Mondial und bietet einen beeindruckenden Ausblick über Worlds of Fun und die umliegende Landschaft. Im Vergleich zu den deutlich höheren Star Flyern von Funtime wirkt die Fahrt weniger einschüchternd, gefällt mir persönlich aber sogar besser. Die angenehm ruhige Fahrt und die großartige Aussicht machen SteelHawk zu einer Attraktion, die man bei einem Besuch keineswegs auslassen sollte.

Patriot

Patriot ist ein Inverted Coaster aus dem Hause Bolliger & Mabillard (B&M) und zählt seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 zu den Aushängeschildern von Worlds of Fun. Bereits von Weitem fällt die markante rot-weiße Schienenkonstruktion ins Auge, die der Achterbahn ein unverwechselbares und typisch amerikanisches Erscheinungsbild verleiht. Schon beim Betreten des Themenbereichs zieht Patriot die Blicke nahezu automatisch auf sich.

Nach einem kurzen Pre-Drop taucht der Zug in einer steilen Kurve rasant in Richtung Boden ab. Mit ordentlich Druck durchquert man das erste Tal und erreicht unmittelbar den Looping. Besonders der nahe Lift sorgt hier für einen gelungenen Footchopper-Effekt, ehe sich der Zug wieder dem Boden zuwendet. Es folgen eine markante Zero-G-Roll und ein Immelmann Turn, bevor eine Helix und ein klassischer Drop entlang des Skyliner-Riesenrads zum Korkenzieher führen. Eine weitere Helix und ein kleiner Dip leiten schließlich in die Schlussbremse über.

Der erste Teil der Fahrt überzeugt mit einem flüssigen Rhythmus und einer gelungenen Abfolge der Fahrelemente. Im Mittelteil verliert Patriot jedoch etwas an Dynamik, wodurch die Bahn insgesamt eher im guten Mittelfeld der B&M-Inverted Coaster landet.

East Asia

East Asia ist zwar einer der kleinsten Themenbereiche von Worlds of Fun, besitzt aber einen ganz eigenen Charme. Zwischen asiatisch gestalteten Gebäuden bilden Spinning Dragons und der Round-Up Bamboozler einen stimmungsvollen Abschluss des Rundwegs durch den Park.

Spinning Dragons

Spinning Dragons ist ein Spinning Coaster aus dem Hause Gerstlauer und bildet die Hauptattraktion des kleinen Themenbereichs East Asia. Die schön gestaltete Anlage fügt sich harmonisch in ihre Umgebung ein und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Layout. Interessanterweise entspricht der Streckenverlauf nahezu vollständig dem von Pandemonium im Freizeitpark Six Flags St. Louis.

Während meines Besuchs sorgte ein technischer Defekt dafür, dass die Bahn bis kurz vor Parkschluss außer Betrieb blieb. Umso größer war die Freude, als die Techniker den Fehler schließlich doch noch beheben konnten und Spinning Dragons ihre Tore für die letzten Parkbesucher öffnete. Dank der frei drehenden Wagen verläuft keine Fahrt wie die andere und die Bahn erwies sich als gelungener Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Bilder Worlds of Fun

Fazit Worlds of Fun

Als großer Fan der klassischen amerikanischen Freizeitparks der 70er Jahre hat Worlds of Fun bei mir genau ins Schwarze getroffen. Es sind vor allem die liebevoll gestalteten Themenbereiche, die außergewöhnlich gepflegten Gartenanlagen und die angenehm entspannte Atmosphäre, die den Park für mich zu einem Ort machen, an dem man einfach gerne den ganzen Tag verbringt. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Worlds of Fun für mich zu den schönsten klassischen Freizeitparks der USA zählt.

Allein für Mamba würde ich jederzeit wieder nach Worlds of Fun reisen. Und dann gibt es da ja auch noch Zambezi Zinger, der mir bei meinem Besuch leider verwehrt blieb. Umso mehr freue ich mich schon jetzt auf meinen nächsten Road Trip durch den Mittleren Westen der USA.

 

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Ein Besuch in California’s Great America

California’s Great America

Ein Besuch in California’s Great America war der Hauptgrund, überhaupt nach Kalifornien zu kommen. Der 1976 von Marriott eröffnete Park ist einer der großen amerikanischen Themenparks, die in den 70er Jahren gebaut wurden. In den ersten Betriebsjahren bot der Park dasselbe Angebot wie sein Schwesterpark in Gurnee, Illinois (heute bekannt als Six Flags Great America). 1985 verkaufte Marriott den Park an die Stadt Santa Clara, die Kings Entertainment mit dem Betrieb des Parks beauftragte. Vier Jahre später verkaufte die Stadt den Park an Kings Entertainment. Im Jahr 1993 wurde die Gruppe von Paramount und im Jahr 2006 von Cedar Fair übernommen.

Carousel Columbia

Seit dem Eröffnungstag ist das Carousel Columbia das Wahrzeichen des Parks. Dieses doppelstöckige Karussell steht majestätisch am Ende eines großen Beckens mit allerlei Wasserfontänen. Es ist das erste Fahrgeschäft, das die Gäste sehen, wenn sie den Park betreten.

Gold Stiker

Die GCI-Holzachterbahn Gold Striker ist aufgrund ihrer Lage direkt am Eingang des Parks die wohl beliebteste Bahn in California’s Great America. Der erste Drop von Gold Striker bietet dem Star Observation Tower eine sehr schöne Kulisse.

Wie bei vielen GCI beginnt die Fahrt mit einem kleinen Vorliftabschnitt bestehend aus einigen kleinen Hügeln. Mit bester Aussicht auf den Aussichtsturm geht es dann den Lifthügel hinauf. Oben angekommen, geht es dann in einen Tunnel und kurz darauf in den ersten Drop. Nach einer bodennahen Rechtskurve rasen wir über einen kleinen Bunny Hill direkt neben der Station. Nach einer großen Auffahrt durchfahren wir nun eine große Linkskurve, die aus mehreren Hügeln besteht. Nach dem Richtungswechsel geht es über eine Reihe von kleinen Airtime-Hügeln. Eine ansteigende Linkskurve führt uns dann in eine Reihe von bodennahen Kurven, bevor wir den Bremsabschnitt der Bahn erreichen.

Bis jetzt ist Gold Striker wahrscheinlich meine am wenigsten gemochte Holzachterbahn von GCI. Obwohl die Fahrt ihre Geschwindigkeit bis zum Ende beibehält, fehlt der Bahn ein wenig die Airtime und das außer Kontrolle Gefühl, für das viele GCI-Holzachterbahnen bekannt sind. Zudem lief sie an meinem Besuchstag nicht wirklich flüssig. Allerdings konnte ich die Bahn nur einmal fahren, so dass sich meine Wahrnehmung eventuell die Wahrscheinlichkeit nicht ganz so gut abbildet.

Patriot

Im Film Berverly Hills Cop III war die Achterbahn Vortex einige Male zu sehen. Im Jahr 2017 erhielt die Bahn neue Züge und so verwandelte sich die alte Stand-Up-Achterbahn in eine Sit-Down-Achterbahn.

Nachdem wir die Station in einer Linkskurve verlassen haben, erreichen wir sofort den Lifthügel der Bahn. Oben angekommen, geht es in einer Steilkurve den ersten Drop hinunter und anschließend in einen Vertikallooping. Darauf folgt eine Wende in Form eines Hufeisens. Nach einer kurzen Rechtskurve geht es in einer Helix durch den Looping. Zurück auf dem Boden geht es in eine weitere Rechtskurve, um gleich darauf in einen Korkenzieher einzutauchen. Eine Rechtskurve führt uns dann in die letzte Steigung. Nach einer kurzen Geraden geht es dann auf die Bremse.

Obwohl Patriot die zweitälteste B&M-Achterbahn ist, macht sie immer noch einen tollen Eindruck. Ich wünschte nur, ich hätte die Bahn in ihrer alten Konfiguration erleben können, da ich Stand-Up-Achterbahnen wirklich mag; ich habe aber nichts gegen den tollen Floorless-Coaster, die sie jetzt ist.

Whitewater Falls

Der Shoot the Chute Whitewater Falls ist die große Wasserbahn im vorderen Teil des Parks. Die Fahrtbietet eine schöne Double-Drop-Abfahrt, welche sämtliche Fahrgäste wunderbar durchnässt. Interessanterweise fiel die Bahn nach meiner Fahrt aus und blieb dann den weiteren Tag geschlossen.

Berserker

California’s Great America verfügt über eine überraschend große Sammlung an Fahrgeschäften der deutschen Firma Schwarzkopf. Der sehr schön gestaltete Berserker ist eine davon. Leider war das Fahrgeschäft bei meinem Besuch im Park außer Betrieb.

Railblazer

Railblazer ist die zweite Installation eines Raptor Track Coasters von RMC: eine Achterbahn, die aufgrund ihres Monorail-ähnlichen Streckendesigns sehr enge und kompakte Elemente ermöglicht. Natürlich hat die schmale Schiene auch ihre Nachteile, denn die Sitzanordnung in den Wagen ist nicht optimal für einen hohen Durchsatz.

Nach dem Einsteigen in das Fahrzeug beginnt die Fahrt mit einem sehr schnellen Anstieg zur Spitze des Lifthügels. Oben angekommen, fährt der Zug einen kleinen Abhang hinunter und durch eine Kurve. Nun folgt eine kleine Anhöhe, nach der uns der senkrechte Sturz der Bahn erwartet. Da die Spitze des Hügels sehr eng ist, werden wir sofort aus unseren Sitzen geschleudert und erleben kurz darauf einen atemberaubenden, mit Airtime gefüllten Drop. Schneller als wir es uns vorstellen können, sind wir schon im nächsten Tal und machen uns auf den Weg zur Spitze des Dive Loop. Eine Sekunde später drehen wir uns in einem großen Camelback zur Seite. Eine weitere Sekunde später leiten wir eine kurvenreiche Steigung ein, die in den zweiten airtime-geladenen Drop führt. Es folgen ein Cutback-Element und ein klassischer Corkscrew. Nach einer weiteren Kurve treten wir bereits in die Bremse und die 50s lange Reise des endlosen Wahnsinns geht zu Ende.

Railblazer ist absolut fantastisch und zusammen mit Wonder Woman: Golden Lasso Coaster in Six Flags Fiesta Texas ist es die beste RMC-Achterbahn, die ich bisher gefahren bin. Man kann den Wahnsinn des Layouts einfach nicht beschreiben – man muss es selbst erleben. Einfach genial.

Demon

The Demon ist die klassische Achterbahn von California’s Great America. Als Turn of the Century verfügte zunächst über eine Reihe von Camelbacks, die später durch zwei vertikale Loopings ersetzt wurden.

Die Fahrt beginnt mit der Einfahrt in einen dunklen Tunnel. Nach einer kurzen Kurve ist der Lifthügel erreicht. Oben angekommen, geht es bald in eine langgezogene Linkskurve, bevor es in den großen Drop geht. Nachdem wir uns dem Boden genährt haben, geht es direkt in die vertikalen Loopings, die nur durch eine kurze Gerade unterbrochen werden. Nach diesem spektakulären Erlebnis rasen wir durch einen äußerst funkigen Tunnel mit genialen Lichteffekten der alten Schule. Kurz darauf geht es leicht bergauf, wir rasen durch einen Bremsabschnitt und beginnen die Rückfahrt zur Station. Nach einem kurzen Drop in eine ziemlich dämonische Felsformation folgen die beiden ikonischen Korkenzieher, die uns in die letzte Helix der Bahn führen. Kurz darauf erreichen wir die Bremsen und unsere großartige Fahrt geht zu Ende.

Grizzly

Der Grizzly ist die große Holzachterbahn des Parks. Die Fahrt, die dem Wildcat-Design von Coney Island nachempfunden ist, beginnt mit einer Kurve, die zum Lifthügel führt. Oben angekommen, geht es direkt in den großen Drop der Bahn. Interessanterweise ist das Tal leicht gekrümmt, was bei der Durchfahrt ein etwas merkwürdiges Gefühl hinterlässt. Nach einer Steigung geht es in eine weite Kurve. Nach dem zweiten Drop geht es über einen sehr sanften Hügel mit einem leichten Knick nach links. Es folgt eine weitere erhöhte Wendekurve mit einer Ein- und Ausfahrtsrampe. Nach einer bodennahen Kurve beginnen wir die zweite Runde durch die Anlage, indem wir eine Zeit lang parallel zur bereits erfahrenen Strecke fahren. Nach dem Tal, das der großen Wendekurve folgt, geht es dann in den Bremsabschnitt der Bahn.

Pacific Gliders and Drop Tower

Auch wenn California’s Great America in ein paar Jahren schließt, baut der Park immer noch hier und da ein paar Fahrgeschäfte hinzu. Mit der Ergänzung der Pacific Gliders in diesem Jahr hat der gesamte Bereich des Parks ein kleines Make-over bekommen und auch der alte Intamin Drop Tower erstrahlt in neuem Glanz. Die Fahrt auf dem Fallturm ist ein Hochgenuss, auch wenn bei meinem Besuch nicht alle Gondeln verfügbar waren und man daher etwas länger warten musste.

Psycho Mouse

Eines der seltensten Achterbahnmodelle ist die Psycho Mouse von Arrow. Entstanden während des großen Popularitätsbooms der modernen Wilden Maus-Achterbahnen aus Stahl in den 90er Jahren, geht diese Arrow-Kreation durchaus abenteuerliche neue Wege. Während sich die erste Hälfte der Bahn nicht allzu sehr von ihrem deutschen Vorbild unterscheidet, ist es der Teil nach den Haarnadelkurven, der dieses Modell charakterisiert. Nach der abschüssigen Kurve geht es direkt in den großen Drop der Bahn über. Nach einem Bremsabschnitt geht es dann in eine leicht geneigte Rechtskurve, die in einen mittelgroßen Drop mündet. Auf einen weiteren Bremsabschnitt folgen eine Kurve und die zwei hintereinander liegende Drops. Zu guter Letzt beginnt die Rückfahrt zum Bahnhof mit zwei geneigten Kurven und einem geraden Mittelstück dazwischen. Bald darauf werden wir gebremst und unsere tolle Fahrt geht zu Ende.

Centrifuge

Das zweite klassische Schwarzkopf-Fahrgeschäft auf unserer Tour durch den Park ist die Centrifuge. Interessanterweise ist sie eines der letzten verbliebenen Calypso-Fahrgeschäfte des deutschen Herstellers und damit ein Fahrgeschäft, das jeder bei seinem Besuch im Freizeitpark einmal gesehen haben sollte.

Woodstock Express

Normalerweise fällt es mir nicht schwer, in eine Achterbahn einzusteigen, doch die Gurte des Woodstock Express waren extrem eng. Die kleine Familienachterbahn ist eine der ältesten von Intamin hergestellten Bahnen und verfügt über sehr flache Steigungen und eine Helix.

Planet Snoopy

Die großen Snoopy-Bereiche in den Cedar Fair-Parks gefallen mir immer sehr gut, da sie immer eine gute Anzahl von Fahrgeschäften für die ganze Familie bieten. In California’s Great America sind die auffälligsten unter ihnen die HUSS Break Dance Peanuts Pirates, die Kinderachterbahn Lucy’s Crabbie Cabbies und die Wippe Gr8 Sk8 – eine Fahrt, die viele vielleicht als X-Scream in 264 m Höhe auf dem Statosphere Tower in Las Vegas, Nevada, vielleicht erlebt haben.

Delirium

Die Schaukelfahrt Delirium befindet sich direkt neben dem Eingang zum Wasserpark South Bay Shores – der für diese Saison bereits geschlossen war. Die Fahrt auf dem Chance Rides Fireball bietet einen tollen und intensiven Ritt.

Orbit

Neben dem Rip Roaring Rapids – einem Rapids Ride von Intamin, der bei meinem Besuch nicht in Betrieb war – befindet sich der Orbit. Dieses Kleinod von Fahrgeschäft ist eine der letzten in Betrieb befindlichen Schwarzkopf Enterprise und somit ein absolutes Muss für jeden Enthusiasten.

Flight Deck

Flight Deck, ursprünglich unter dem Namen Top Gun bekannt, ist der mittelgroße Inverted Coaster des Parks. Nachdem man den Lifthügel erklommen hat, führt die Bahn nach einer steilen Linkskurve direkt in den Vertikallooping. Nachdem man ordentlich Druck verspürt hat, gewinnt man in einer sehr engen Helix an Höhe. Nach einem weiteren Drop fliegen wir in einer schönen Zero-G-Rolle über den Eingang des nahe gelegenen Theaters. Dann biegen wir nach links ab, rasen durch eine erhöhte Kurve und nehmen einen Drop in die letzte Inversion der Bahn – ein sehr intensiver Korkenzieher. Nachdem wir zur Seite geschleudert wurden, erleben wir eine sehr enge Helix über einem See, danach geht es in eine Kurve und sogleich in die Bremsen und unsere sehr kraftvolle Fahrt kommt sogleich zum Stillstand.

Bilder California’s Great America

Fazit California’s Great America

Mein Besuch in Great America in Kalifornien war eine Freude sondergleichen. Es war der letzte Park, den ich auf meiner Reise durch Kalifornien besucht habe. Ich habe den Park sehr genossen, da er eine sehr schöne, familienfreundliche Atmosphäre hat. Der Park wirkt immer noch wie einer der großen amerikanischen Themenparks der 70er Jahre und hat eine tolle Auswahl an Fahrgeschäften. Schade, dass es ihn in einigen Jahren nicht mehr geben wird, zumal der einzige Konkurrent das enttäuschende Six Flags Discovery Kingdom ist.

 


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