Ein Tag, sieben Welten, ein Ziel

Worlds of Fun

Mitten im Herzen der Metropolregion Kansas City, nur wenige Minuten von der Grenze zum Bundesstaat Kansas entfernt, liegt Worlds of Fun. Der 1973 eröffnete Freizeitpark ist vom Roman In 80 Tagen um die Welt inspiriert und in verschiedene Themenbereiche unterteilt, die unterschiedliche Regionen der Erde darstellen.

Neben einer abwechslungsreichen Auswahl an Achterbahnen und Familienattraktionen überzeugt Worlds of Fun vor allem durch seine gepflegten Gartenanlagen und die liebevoll gestalteten Themenbereiche. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Holzachterbahn Prowler, die Hyperachterbahn Mamba und der Inverted Coaster Patriot.

Gemeinsam mit dem angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun gehört Worlds of Fun heute zu den beliebtesten Freizeitparks im Mittleren Westen der USA.

Gateway Gardens

Gateway Gardens bildet den einladenden Eingangsbereich von Worlds of Fun. Großzügige Grünanlagen, farbenfrohe Blumenbeete und das malerisch am Wasser gelegene Grand Carousel sorgen bereits beim Betreten des Parks für einen gelungenen ersten Eindruck und stimmen auf einen entspannten Tag ein.

Scandinavia

Scandinavia überzeugt vor allem durch seine ruhige Atmosphäre und die zahlreichen klassischen Fahrgeschäfte. Zwischen nordisch gestalteten Gebäuden und viel Grün laden Attraktionen wie Sea Dragon, Nordic Chaser oder Fjord Fjarlane zu einer kleinen Verschnaufpause zwischen den großen Achterbahnen ein.

Viking Voyager

Viking Voyager zählt zu den Originalattraktionen von Worlds of Fun und wurde bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet. Die Log Flume aus dem Hause Arrow Development führt ihre Fahrgäste zunächst gemütlich durch den Kanal, ehe die rund 12 Meter hohe Schussfahrt den Höhepunkt der Fahrt bildet.

Im Vergleich zu vielen modernen Wildwasserbahnen fällt Viking Voyager insgesamt eher gemächlich aus und auch der Nässegrad hält sich in Grenzen. Gerade dieser nostalgische Charakter macht jedoch den besonderen Reiz der Anlage aus und erinnert an eine Zeit, in der eine klassische Log Flume in keinem Freizeitpark fehlen durfte.

Africa

Africa ist das Herzstück von Worlds of Fun und vereint einige der beliebtesten Attraktionen des Parks. Zwischen dichter Vegetation und afrikanisch gestalteten Gebäuden erwarten die Besucher mit Prowler, Mamba und Zambezi Zinger gleich mehrere Highlights. Die üppige Bepflanzung und die stimmige Gestaltung verleihen dem Themenbereich eine ganz besondere Atmosphäre.

Prowler

Mit Prowler eröffnete Worlds of Fun im Jahr 2009 eine der beliebtesten Holzachterbahnen des Herstellers Great Coasters International (GCI). Die Strecke führt größtenteils bodennah durch den Wald und begeistert mit schnellen Richtungswechseln, engen Kurven und zahlreichen Airtime-Momenten.

Während die Bahn am Morgen noch etwas verhalten wirkt, gewinnt sie im Laufe des Tages spürbar an Dynamik. Das Layout erinnert dabei stark an Mystic Timbers im Freizeitpark Kings Island. Beide Achterbahnen ähneln sich in ihrem Streckenverlauf und Fahrgefühl, wobei Mystic Timbers dank ihrer größeren Ausmaße und der längeren Fahrzeit letztlich noch etwas abwechslungsreicher und intensiver ausfällt. Dennoch zählt Prowler zu den besten Holzachterbahnen von GCI und ist eines der Highlights von Worlds of Fun.

Zambezi Zinger

Mit Zambezi Zinger erhielt Worlds of Fun im Jahr 2023 eine moderne Hommage an die gleichnamige Achterbahn, die bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet wurde. Das Original war ein Schwarzkopf Speedracer und entwickelte sich mit seinem spiralförmigen Lifthill, den Bobschlitten-artigen Zügen und der rasanten Fahrt schnell zu einer der beliebtesten Attraktionen des Parks. Nach der Schließung im Jahr 1997 wurde die Anlage nach Kolumbien verkauft, wo sie viele Jahre als Montaña Rusa im Parque del Café weiterbetrieben wurde.

Die neue Familienachterbahn von GCI greift zahlreiche Elemente ihres legendären Vorgängers auf, interpretiert diese jedoch auf moderne Weise. Während meines Besuchs war die Bahn leider den gesamten Tag geschlossen. Bereits von außen hinterlässt Zambezi Zinger einen hervorragenden Eindruck. Die moderne Anlage fügt sich harmonisch in den Themenbereich ein und weckt die Vorfreude auf eine spätere Mitfahrt.

Boomerang

Boomerang zählt zu den bekanntesten Shuttle-Achterbahnen aus dem Hause Vekoma. Auf der kompakten Strecke werden zunächst eine Cobra Roll und ein Looping durchfahren, bevor der Zug die komplette Fahrt rückwärts absolviert. So erleben die Fahrgäste insgesamt sechs Überschläge.

Im Vergleich zu einigen anderen Anlagen dieses Typs präsentiert sich der Boomerang in Worlds of Fun erstaunlich laufruhig. Gerade dadurch zählt die Fahrt zu den besten Vertretern dieses weltweit verbreiteten Achterbahntyps.

Fury of the Nile

Fury of the Nile ist ein klassischer Rapids Ride aus dem Hause Intamin. Die Rundboote treiben durch eine abwechslungsreich gestaltete Flusslandschaft, bevor Stromschnellen, Wasserfälle und mehrere spritzige Passagen für die nötige Action sorgen.

Der afrikanische Themenbereich bietet dafür die passende Kulisse und verleiht der Anlage eine stimmige Atmosphäre. Im Vergleich zu vielen anderen amerikanischen Rapids Rides fällt der Nässegrad jedoch überraschend moderat aus. Europäische Freizeitparkfans werden sich daher schnell wie zu Hause fühlen.

Mamba

Mit Mamba eröffnete Worlds of Fun im Jahr 1998 einen Hyper Coaster aus dem Hause Morgan, der bis heute zu den beeindruckendsten Achterbahnen des Parks zählt. Nach der rund 62 Meter hohen ersten Abfahrt folgt eine abwechslungsreiche Strecke mit zahlreichen Airtime-Hügeln und weitläufigen Kurven.

Spätestens auf den ersten Camelbacks zeigt Mamba ihren wahren Charakter. Die intensive Ejector-Airtime erinnert dabei stark an Steel Eel im SeaWorld San Antonio, fällt hier jedoch noch etwas ausgeprägter aus. Gleichzeitig verliert die Bahn bis zur Schlussbremse kaum an Geschwindigkeit und sorgt so für ein durchgehend dynamisches Fahrerlebnis.

Für mich zählt Mamba zu den besten Hyper Coastern überhaupt. Kaum eine andere Achterbahn dieser Kategorie verbindet eine derart intensive Ejector-Airtime mit einem bis zum Schluss beeindruckend hohen Tempo. Eine Bahn, die ich ohne zu zögern Runde für Runde fahren könnte.

Planet Snoopy

Planet Snoopy bildet den liebevoll gestalteten Kinderbereich von Worlds of Fun. Gemeinsam mit Charlie Brown, Snoopy und ihren Freunden erwartet Familien eine große Auswahl an Fahrgeschäften, Spielmöglichkeiten und kindgerecht gestalteten Attraktionen.

Das Highlight des Bereichs ist die Familienachterbahn Cosmic Coaster aus dem Hause Preston & Barbieri. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche weitere Attraktionen, sodass auch die jüngsten Besucher hier voll auf ihre Kosten kommen.

Wild West

Der Themenbereich Wild West überzeugt mit seiner stimmungsvollen Gestaltung und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Parks ein. Zwischen den zahlreichen Holzbauten erwarten die Besucher Attraktionen wie Timber Wolf und der Detonator, die den Bereich abwechslungsreich gestalten.

Timberwolf

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.Vor allem der First Drop und die anschließende Kurve werden mit viel Tempo durchfahren und sorgen für einen gelungenen Auftakt. Nach der Reduzierbremse fällt die zweite Streckenhälfte etwas gemächlicher aus. Die langgezogene Kurve anstelle der früheren Doppelhelix erinnert dabei überraschend stark an die markante Schlusskurve von Colossos im Heide Park – eine gelungene Doppelhelix-Ersatzkurve. Danach verläuft die Fahrt eher unspektakulär, bevor das Finale mit seinen kleinen seitlichen Hopsern noch einmal für einen erfrischend unkonventionellen Abschluss sorgt.

Auch wenn Timber Wolf im hinteren Streckenabschnitt etwas an Dynamik verliert, überzeugt die Bahn vor allem durch ihren starken Beginn und gehört für mich zu den besseren klassischen Holzachterbahnen ihrer Generation.

Cyclone Sam’s

Cyclone Sam’s ist ein Indoor Wipeout aus dem Hause Chance Rides, den man bei einem Besuch in Worlds of Fun keineswegs verpassen sollte. Die markante Wellenbewegung des Fahrgeschäfts wird von zahlreichen Lichteffekten und passender Musik begleitet und sorgt so für eine ebenso atmosphärische wie unterhaltsame Fahrt.

Detonator

Detonator zählt zu den ersten Space Shots aus dem Hause S&S Power und überzeugt bis heute mit seiner kraftvollen Beschleunigung. Dank der älteren Drucklufttechnik katapultiert die Anlage ihre Fahrgäste mit ordentlich Wumms in die Höhe und sorgt so für ein überraschend intensives Fahrerlebnis. Wer Worlds of Fun besucht, sollte sich eine Fahrt mit diesem Klassiker keineswegs entgehen lassen.

Mustang Runner

Mustang Runner ist eine klassische Troika aus dem Hause HUSS. Das zeitlose Fahrprogramm mit seinen harmonischen Drehbewegungen macht die Attraktion auch heute noch zu einem echten Vergnügen – eine Fahrt, die ich bei jedem Besuch gerne mitnehme.

Worlds of Fun Railroad

Die Worlds of Fun Railroad führt ihre Fahrgäste einmal quer durch den Park und bietet dabei immer wieder interessante Ausblicke auf die verschiedenen Themenbereiche. Besonders der Abschnitt durch die weitläufige Savanne im afrikanischen Themenbereich sowie die Vorbeifahrt an der Holzachterbahn Prowler machen die gemütliche Zugfahrt zu einer lohnenswerten Pause zwischen den zahlreichen Fahrattraktionen.

Europa

Der europäische Themenbereich gehört zu den ruhigeren Ecken von Worlds of Fun und wird von vielen Besuchern leicht übersehen. Wer sich dennoch hierher verirrt, entdeckt mit Le Taxi, dem Flying Dutchman und der Autobahn einige charmante Klassiker abseits der großen Besuchermagneten.

Americana

Americana zählt zu den schönsten Themenbereichen von Worlds of Fun. Inspiriert vom Amerika der Jahrhundertwende sorgen liebevoll gestaltete Gebäude und gepflegte Gartenanlagen für eine stimmige Atmosphäre.

Für mich war es jedoch vor allem die musikalische Untermalung, die diesen Bereich so besonders machte. Die bekannten Ragtime-Melodien aus RollerCoaster Tycoon 1 und 2 weckten sofort nostalgische Erinnerungen und verliehen Americana einen ganz besonderen Charme.

SteelHawk

SteelHawk ist ein WindSeeker aus dem Hause Mondial und bietet einen beeindruckenden Ausblick über Worlds of Fun und die umliegende Landschaft. Im Vergleich zu den deutlich höheren Star Flyern von Funtime wirkt die Fahrt weniger einschüchternd, gefällt mir persönlich aber sogar besser. Die angenehm ruhige Fahrt und die großartige Aussicht machen SteelHawk zu einer Attraktion, die man bei einem Besuch keineswegs auslassen sollte.

Patriot

Patriot ist ein Inverted Coaster aus dem Hause Bolliger & Mabillard (B&M) und zählt seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 zu den Aushängeschildern von Worlds of Fun. Bereits von Weitem fällt die markante rot-weiße Schienenkonstruktion ins Auge, die der Achterbahn ein unverwechselbares und typisch amerikanisches Erscheinungsbild verleiht. Schon beim Betreten des Themenbereichs zieht Patriot die Blicke nahezu automatisch auf sich.

Nach einem kurzen Pre-Drop taucht der Zug in einer steilen Kurve rasant in Richtung Boden ab. Mit ordentlich Druck durchquert man das erste Tal und erreicht unmittelbar den Looping. Besonders der nahe Lift sorgt hier für einen gelungenen Footchopper-Effekt, ehe sich der Zug wieder dem Boden zuwendet. Es folgen eine markante Zero-G-Roll und ein Immelmann Turn, bevor eine Helix und ein klassischer Drop entlang des Skyliner-Riesenrads zum Korkenzieher führen. Eine weitere Helix und ein kleiner Dip leiten schließlich in die Schlussbremse über.

Der erste Teil der Fahrt überzeugt mit einem flüssigen Rhythmus und einer gelungenen Abfolge der Fahrelemente. Im Mittelteil verliert Patriot jedoch etwas an Dynamik, wodurch die Bahn insgesamt eher im guten Mittelfeld der B&M-Inverted Coaster landet.

East Asia

East Asia ist zwar einer der kleinsten Themenbereiche von Worlds of Fun, besitzt aber einen ganz eigenen Charme. Zwischen asiatisch gestalteten Gebäuden bilden Spinning Dragons und der Round-Up Bamboozler einen stimmungsvollen Abschluss des Rundwegs durch den Park.

Spinning Dragons

Spinning Dragons ist ein Spinning Coaster aus dem Hause Gerstlauer und bildet die Hauptattraktion des kleinen Themenbereichs East Asia. Die schön gestaltete Anlage fügt sich harmonisch in ihre Umgebung ein und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Layout. Interessanterweise entspricht der Streckenverlauf nahezu vollständig dem von Pandemonium im Freizeitpark Six Flags St. Louis.

Während meines Besuchs sorgte ein technischer Defekt dafür, dass die Bahn bis kurz vor Parkschluss außer Betrieb blieb. Umso größer war die Freude, als die Techniker den Fehler schließlich doch noch beheben konnten und Spinning Dragons ihre Tore für die letzten Parkbesucher öffnete. Dank der frei drehenden Wagen verläuft keine Fahrt wie die andere und die Bahn erwies sich als gelungener Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Bilder Worlds of Fun

Fazit Worlds of Fun

Als großer Fan der klassischen amerikanischen Freizeitparks der 70er Jahre hat Worlds of Fun bei mir genau ins Schwarze getroffen. Es sind vor allem die liebevoll gestalteten Themenbereiche, die außergewöhnlich gepflegten Gartenanlagen und die angenehm entspannte Atmosphäre, die den Park für mich zu einem Ort machen, an dem man einfach gerne den ganzen Tag verbringt. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Worlds of Fun für mich zu den schönsten klassischen Freizeitparks der USA zählt.

Allein für Mamba würde ich jederzeit wieder nach Worlds of Fun reisen. Und dann gibt es da ja auch noch Zambezi Zinger, der mir bei meinem Besuch leider verwehrt blieb. Umso mehr freue ich mich schon jetzt auf meinen nächsten Road Trip durch den Mittleren Westen der USA.

 

Heimat des Lech Coaster

Legendia

Balerina und Tea Cups

Sobald man den Park betreten und die nett gemachte Main Street hinter sich gelassen hat, befindet man sich sogleich am Ufer des zentralen Sees. Dem Uhrzeigersinn folgend, stößt man dann auf die Überreste des Überschlagskarussells Circus Hoppla, sowie auf gleich zwei klassische Familienfahrgeschäfte. Darunter der Hully Gully Balerina und die Teetassenfahrt Tea Cups, welche immer noch so aussieht wie damals im Heide Park.

Bazyliszek

Die Hauptattraktion im vorderen Parkteil ist die interaktive Themenfahrt Bazyliszek. Interessanterweise wird die Queue der Fahrt teilweise als Expansion des Familienrestaurants im Eingangsbereich genutzt und es gibt auch eine Hüpfburg. Die Fahrt selbst ist jedoch durchaus klasse und bietet eine gelungene Mischung aus aufwändig gestalteten Szenen und Leinwandgeballer.

Dream Flight Airlines

Vorbei am großen Riesenrad Legendia Flower zieht es uns nun zur Flying Machine Dream Flight Airlines. Dieses alte Flugkarussell aus dem Jahr 1956 ist ein wahnsinnig tolles Erlebnis und einer der Gründe den Freizeitpark zu suchen. Leider kommt es nur alle 10 Minuten zu einer Fahrt, da das Fahrgeschäft unfassbar träge ist und pro Zyklus einige Minuten zum Beschleunigen und Bremsen benötigt. Das eigentliche Flugerlebnis jedoch ist spitze und sollte definitiv nicht ausgelassen werden.

Dream Hunters Society

Die Dream Hunters Society ist eine der beiden klassischen Zyklon / Galaxy Achterbahnen im Park, wobei die Scary Toys Factory im vorderen Parkteil seit Jahren nicht mehr betrieben wurde. Die 335 m lange Achterbahn überzeugt vor allem durch die beiden größeren Abfahrten und der endlosen Helix im Mittelteil der Fahrt und eignet sich hervorragend als größere Einstiegsachterbahn für die jüngeren Parkgäste. Als einzige wirkliche Familienachterbahn im Park hat die Achterbahn stets die längste Warteschlange im Park.

Phoenix und Dragon Temple

Die beiden Fahrgeschäfte Phoenix und Dragon Temple haben bereits eine überaus bewegte Geschichte hinter sich. Stationär wurden die HUSS Enterprise Phoenix und der HUSS Rainbow Dragon Temple im Serengeti Park, wo diese jahrelang die Besucher unterhielten, ehe beide in das dänische Sommerland Syd umzogen, welcher kurz darauf jedoch für immer geschlossen wurde. Mittlerweile erfreuen die beiden Fahrgeschäfte das polnische Publikum und das hoffentlich noch für einen sehr langen Zeitraum.

Diamond River

Ebenfalls aus dem Sommerland Syd kommend ist die große Wildwasserbahn Diamond River. Die relativ lange Fahrt bietet gleich zwei atemberaubende Abfahrten die einem klatschnass aus der Anlage aussteigen lassen.

Giant Water Pump und Dragon Wresting Tournament

Eines der interessantesten Fahrgeschäfte im Legendia ist die kleine Frisbee Giant Water Pump, welche eine Hand voll Leute in einem recht engen Radius herumschleudert, während diese gemütlich hin- und herschaukelt.

Nicht ganz so gemütlich ging es bei dem Dragon Wrestling Tournament von statten, von welchem man heute leider auch nur noch die Überreste entdecken kann. Hierbei handelte es sich um einen HUSS Flic Flac – ein gnadenloses und überaus spaßiges Überkopfkarussell.

Lech Coaster

Die bekannteste Achterbahn im Legendia ist der Lech Coaster. Die von Vekoma erbaute Anlage überzeugt durch ihren sehr intensiven First Drop. Welcher in der Abfahrt stark verdreht ist. Hierauf folgt sogleich ein Reverse Sidewinder, der erst als Immelmann anmutet, jedoch in seiner Ausfahrt eher an einem Korkenzieher erinnert. Nach einem überaus wilden Umschwung und einem Airtime-Hügel nähert man sich dann dem Stationsgebäude, welches man in einer Rolle durchfährt. Auf der Rückseite der Station folgt dann ein überaus enger Turnaround, welcher dann in eine bodennahe Kurve übergeht. Über Stock und Stein bahnen wir uns dann den Weg zu einem weiteren Korkenzieher. Nach einem kurzen Umschwung folgt eine bodennahe Kurvenkombination in Form einer acht, ehe wir die Schlussbremse erreichen und die überraschend dynamische Fahrt ihrem Ende entgegenkommt.

Der Lech Coaster ist eine der besten Achterbahnen aus dem Hause Vekoma und eine der besten Achterbahnen Europas. Die Fahrt ist überaus dynamisch und bietet auf recht kompakter Fläche eine große Anzahl überaus wilder Fahrmanöver. Chapeau!

Dolina Jagi

Die Wasserbahn Dolina Jagi ist eine sehr moderne Wild Raft Anlage des Herstellers Hafema. Neben allerlei Stromschnellenabschnitte überzeugt die Wasserbahn vor allem durch ihre durchaus schnelle Fahrt und der überaus netten Gestaltung.

Diabelska Pętla

Die einst als Tic-Tac Tornado bekannte Diabelska Pętla ist eine klassische französische Loopingachterbahn von Soquet, wobei man im hinteren Wagen die Möglichkeit hat, diese Achterbahn rückwärts zu erleben. Die Fahrt selbst zeichnet sich vor allem durch ihre beiden Loopings aus, weist aber gegen Ende der Fahrt noch mehrere in sich verschlungene Rechtskurven auf, die nach einem finalen Dip auch sogleich in die Schlussbremse führt.  

Sky Flyer

Ich bin ein großer Fan von Mondial und Vekoma Fahrgeschäften. Grund genug also den Sky Flyer zu mögen – immerhin ein Fahrgeschäft, welches in Kooperation der beiden Firmen entstand. Hier im Legendia hört die Fahrt auf der Überkopfschiffschaukel jedoch gar nicht mehr auf, wonach nach kurzer Zeit einem der Bügel ganz schön auf den Magen drückt. So sehr sogar, dass es einem irgendwann recht schwer fällt sich nicht zu übergeben. Kürzer ist manchmal also doch besser. Dennoch ist der Sky Flyer eine echt schnieke Anlage und macht zumindest vom Zusehen dann doch recht viel Spaß.

Bilder Legendia

Fazit Legendia

Legendia Śląskie Wesołe Miasteczko ist ein echt feiner Stadtpark mit einem tollen Gespür für Fahrgeschäfte. Wenn man gerade auf dem Weg zum Energylandia ist, so lohnt es sich definitiv hier einmal vorbeizuschauen. Der Park ist zwar recht überschaubar, hat dafür aber auch deutlich mehr Geschichte vorzuweisen.  


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Viele Neuheiten im Wiener Prater

Hochschaubahn

Während meiner letzten Besuche auf dem Wiener Prater war die weltberühmte Hochschaubahn, jedes Mal geschlossen. Nun aber habe ich meinen Besuch deutlich früher geplant, um eine Runde mit der klassischen Scenic Railway drehen zu können. Die noch klassisch mit einem mitfahrenden Bremser regulierte Fahrt überzeugt durch ihre Gefälle und den recht markanten Kurvenfahrten. Sie ist die familienfreundlichste aller Scenic Railways, eine Fahrt, auf der immerhin schon über 70 Jahre alten Achterbahn. ist dennoch ein Muss für jeden Freizeitpark- und Achterbahnenthusiasten.

Rollerball

Eine weitere Neuheit für mich ist der Rollerball. Diese durchaus imposante Achterbahn von RES ist eine überaus lustige Familienachterbahn mit einem kleinen Problem: Sie ist ein One-Trick Pony. Die in der Vertikalen verlaufende Achterbahn überzeugt durch ihre Schaukelmomente, die durch die bizarren Schussfahrten initiiert werden – das war’s dann aber schon. Die sehr familienfreundliche Fahrt ist für eine einzelne Fahrt sehr unterhaltsam, der doch sehr repetitive Streckenverlauf wecken jedoch nicht das Bedürfnis, sie gleich nochmals zu fahren. Hinzu kommt, dass die Anlage schlichtweg von den Besuchern nicht angenommen wird und man daher nie weiß, ob sie gerade läuft oder nicht.

King Size Turbo Booster

Ebenfalls neu für mich ist der King Size Turbo Booster – die zweite Iteration des im Prater sehr beliebten Vomitron der Firma Funtime. Statt jedoch nur geradewegs auf einer Kreisbahn seine Überschläge zu vollziehen, setzt der King Size Turbo Booster noch einen obendrauf. Die Sitzplätze sind jetzt allesamt getrennt voneinander und können sich jeweils um die eigene Achse drehen. Der Gondelträger selbst ist auch drehend gelagert und wird von einem Motor angetrieben. Durch die Überlagerung aller Drehbewegungen entsteht dabei eine überaus rasante Fahrt, in der man allmögliche wirre Momente erleben kann. Interessanterweise ist die Fahrt dabei doch noch recht magenfreundlich, obgleich es von außen gar nicht danach aussieht.  

Gesengte Sau

Die größte Neuheit der vergangenen Jahre ist die Achterbahn Die G’gengte Sau. Hierbei handelt es sich um einen Bobsled Coaster der Firma Gerstlauer, die hier jedoch hauptsächlich in die Höhe gebaut wurde und einen absolut wilden Weg zurück zur Station absolviert.

Den Start machen dabei klassische Haarnadelkurven, wie man sie auch auf einer Wilden Maus finden kann.  Nach insgesamt drei Stück rasen wir eine große Schussfahrt hinunter. Knapp an der Black Mamba vorbei führt uns der Weg wieder etwas hinauf und sogleich in zwei weitere Haarnadelkurven hinein. Sogleich zieht es uns dann eine Steilkurve hinunter. Nach einem weiteren Tal erklimmen wir eine kleine Gerade, ehe wir uns immer weiter nach rechts neigen und uns ein weiteres Mal in Richtung Boden stürzen. Nach einem weiteren Anstieg rasen wir durch eine Blockbremse und in eine weitere Haarnadelkurve hinein. Wieder einmal knapp an der Black Mamba vorbeigefahren, stürzen wir uns den größten Drop der Fahrt hinunter. Auf der anderen Seite der Anlage erwartet uns dann die Fassade des Funhouse Funball, an der wir auch recht knapp vorbeirasen. Es folgen drei enge Kurven, die uns auf die andere Seite der Anlage führen. Das Ganze wiederholen wir dann in einer kleinen Steilkurve und mehreren Bunnyhops. Zum Finale erwartet uns dann eine Abwärtskurve und mehrere Schlenker nach rechts und links, ehe wir uns in der Bremse befinden und die absolut geniale Achterbahn ein Ende findet.

Die Gesengte Sau ist eine hervorragende Neuheit und eine der besten Bobsled Coaster aus dem Hause Gerstlauer. Die überaus kompakte Anlage, überzeugt durch ihre Vielzahl an Drops und atemberaubenden Kurvenfahrten.

Bilder Wiener Prater

 


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