Die Maus au Chocolat

Der Wintertraum im Phantasialand

Winteröffnungen sind eine wunderbare Gelegenheit bekannte Parks unter einen anderen Blickwinkel kennen zu lernen; Rabatte durch Jahreskartenbesitzer jeglicher Parks helfen einen da noch ein wenig mehr. Da die Anzahl der zu dieser Jahreszeit geöffneten Freizeitparks bekanntlich und sinnvoller Weise gering ist, stehen nur wenige Ziele in der Weihnachtszeit zur Verfügung. Das Phantasialand ist bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Club der Wenigen und war daher das Ziel der Begierde, immerhin galt es auch noch die recht neue Themenfahrt Maus au Chocolat zu fahren. Etwas was mir im vorigen Jahr trotz gewonnener Eintrittskarten verwehrt blieb.

Betritt man nun den Park, so fällt einem in erster Linie auf, dass die meisten Baustellen der Vergangenheit passé sind. Zwar wird in diesem Jahr der neue Intamin Flume Ride Chiapas gebaut, jedoch fällt diese Baustelle nicht in das katastrophale Bild des letzten Jahres. Ohne die vielen Baustellen ist das Phantasialand dann doch wie ein ganz anderer Park.

Hotel Tartüff

Seit dem letzten Besuch kamen zudem zwei weitere Attraktionen hinzu, die es auch zu testen bedarf und sich beide im Berliner Themenbereich befinden. Zum Einen wäre dabei das großartig verrückte Hotel Tartüff. Sofern man seinen Verstand ein wenig auf Erholungsurlaub schicken möchte bietet das Hotel eine tolle Mischung aus einem schiefen Haus und einem Fun House. Leider wurde bereits die oberste Rutsche gesperrt, die Treppenelemente sind mit unvorteilhaften Geländern versehen, und vieles ist dann doch sehr repetitiv. Die besonderen Ideen des Hauses sind allesamt gut umgesetzt, jedoch fehlt das gewisse Extra um ein rundum perfektes Erlebnis bieten zu können, wie es Beispielweise die Villa Fiasco im niederländischen Freizeitpark Toverland macht.

Maus au Chocolat

Am zentralen Platz des Parks konnte beim letzten Besuch die Fassade der Maus au Chocolat Themenfahrt bewundert werden. Nun kann man auch die schon ein wenig an englische Wartezeiten ausgelegte und schön gestaltete Warteschlange durchwandern. Sobald man die 3D Brille aufgesetzt hat und die dreidimensionale Welt anfängt wahrzunehmen geht es auch schon los. Vorbei an sehr schön gestalteten Szenen vor und nach der interaktiven Mäusejagd vor den Bildschirmen zieht sich die Fahrt langsam aber sicher durch das gesamte Gebäude. Der interaktive Part kommt in einer doch ausreichend guten Qualität daher, störend ist hierbei jedoch der Schussmechanismus, der konsequent eine Wiederholungsfahrt ausschließt, sofern nicht die richtige Taktik gefunden wurde. Das Geballere auf die Bildschirme bei Maus au Chocolat ist gewöhnungsbedürftig und macht in den meisten Spielhallen einfach mehr Spaß. Da hilft auch der kaum genutzte 3D Effekt und die generell viel zu lange Fahrzeit nicht. Das vom gleichen Hersteller auch durchaus kurzweilige und recht interessante Fahrgeschäfte geboten werden zeigt sich bei Vengeance 5D im Londoner Dungeon. Nichtsdestotrotz ist die interaktive Themenfahrt im Phantasialand keinesfalls schlecht, nur halt deutlich zu lang, was jedoch der Beliebtheit bis jetzt noch keinen Abbruch tat.

Interessanter Weise konnten bei diesem Besuch alle Achterbahnen überzeugen. Der Tempel of the Nighthawk fuhr sich wieder so rasant wie vor einigen Jahren und nicht so schleichend langsam wie beim letzten Besuch, Winja’s Fear bot den bekannten Fahrspaß bei einer sehr ausgeprägten Drehung und Winja’s Force kann doch etwas. Hierbei sei aber auch gesagt, dass gerade die Fahrt auf Winja’s Force den zusätzlichen Faktor einer zutiefst panischen Mutter, die die ganze Zeit ihre Tochter angeschrien hat, unterlag.

One Little Moment und Crazy Christmas

Im Showbereich des Phantasialand bietet man im Winter gleich vier Produktionen. Die wohl schlechteste Show aller Zeiten gehörte wohl auch dazu. Nachdem man die Show One Little Moment um gute 30 Minuten gekürzt hatte, eignet sich die von jeglicher Story und Logik befreite Show tatsächlich für gute Unterhaltung. Dass die Sängerin aber tatsächlich nicht so gut singen konnte und allein der dunkelhäutige Hauptakteur die Show durch seine brillante Stimme und seine allgemein fiesen – wenn auch wahren – Kommentaren bereicherte, macht die Show jedoch nicht unbedingt sehenswert, das trifft jedoch auch auf jede andere Freizeitparkshow zu.  Die Show Crazy Christmas im Wwintergarten glänzte nicht nur durch sehr viel Kitsch, sondern auch durch die mit Kinderschminke bemalte Glatze eines überaus treuen Parkfans. Die Glitzerglatze war unser Highlight, der an sich recht passablen Varieté-Show. Das aus der Show Sieben bekannte Bühnenbild erstrahlte zudem wie eine Dönerbude zu Weihnachten; schön bunt.

Die magische Rose

Die Abendshow Die magische Rose, bietet eine simple Geschichte bei der eine alte, schäbig wirkende Dame versucht Rosen unters Volk zu bringen und dabei sehr schlecht von eben jener Bevölkerung behandelt wird. Nur eine junge Frau vermag zu helfen und bringt das Licht wieder in die in die Dunkelheit getriebene Bevölkerung. Die Kostüme sehen anfangs schon sehr schön aus, sofern aber das Licht eingeschaltet wird erstrahlen sie in einem wunderen Glanz, der zusammen mit dem Feuerwerk eine tolle Atmosphäre erzeugt.

Fazit Wintertraum

Das Phantasialand ist im Winter eine andere Welt, die man als Freizeitparkfan unbedingt gesehen haben sollte. Der Park hat sich bei diesem Besuch sehr gut geschlagen, dementsprechend sehe ich gespannt in die Zukunft; immerhin baut man im Gegensatz zum allgemeinen Trend eine nagelneue Wildwasserbahn, die zudem auch noch alle Rekorde brechen wird.

 

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Nemesis Inferno im Regen

Vorwort

Wenn einem an einem Sonntag nichts besseres einfällt als in den Thorpe Park zu fahren und dabei jegliche Wettervorhersagen gekonnt ignoriert und sich vom Sonnenschein am Sonnabend hat blenden lassen, so kann es passieren, dass sich das englische Wetter von seiner vermeintlich typischen Seite zeigt und somit für einen sehr nassen Besuch sorgt. Was tut man nicht alles für eine Fahrt auf Nemesis Inferno…

The Island like no other

Betritt man den Park, so hat man immer noch dieses einmalige Gefühl in eine völlig andere Welt einzutauchen – was einem Freizeitpark in der Regel kaum gelingt. Jedoch wird der Blick von der Brücke aus seit diesem Jahr etwas getrübt, denn während die linke Seite ein idyllisches Panorama wiedergibt, so wird die Sicht auf die rechte Seite nicht mehr von Tidal Wave und Stealth dominiert, sondern durch den eher ungünstigen Blickwinkel auf The Swarm gestört.

Storm Surge

Obwohl es die ganze Zeit geregnet hatte, hatte gerade die Neuheit aus dem letzten Jahr regen Andrang. Die Warteschlange der Storm Surge Rundbootrutsche war bis zum Nachmittag gut gefüllt, was sicherlich nicht nur auf die geringe Kapazität der Anlage zurückzuführen ist. Die Fahrt in der kleineren Version des Spinning Rapids Ride von WhiteWaterWest ist gemächlich und versetzt einem durch die engen Kurvenradien und die dadurch resultierende Häufigkeit der Bremsmatten kaum in eine bemerkenswerte Drehung – wie man sie Beispielsweise im Rio Dorado des Hansa Parks erleben kann. Wie auch andere Anlage des Types macht die Anlage nur mit sehr viel Glück nass, wären da nur nicht die Wasserstrahlen und Wasserkanonen zum Ende der Fahrt. Während ersteres schon in den Cypress Gardens in Florida den Gästen zu einer Abkühlung verhalf, so reicht dieses im vergleichsweise kalten Surrey natürlich nicht aus, so dass einige Wasserkanonen für die Parkgäste bereitgestellt wurden, welche lustiger Weise eine recht hohe Reichweite haben. Sollte man nicht gerade frontal mit diesen beschossen werden, so ist der Nässegrad durchaus angenehm. Der Umstand das der eh nie besuchte Kleinkinderbereich für die Anlage niedergerissen wurde war begrüßenswert.

Tidal Wave

Die wohl beliebteste Attraktion des ganzen Tages befindet sich nur einige Meter von Storm Surges Eingang entfernt, ein Schelm der dabei an die Indoorachterbahn X:\ No Way Out denkt. Es handelt sich natürlich um die großartige Shoot the Chutes Anlage Tidal Wave des Herstellers O.D. Hopkins, welche ihre eh schon oberflächlich durchnässten Fahrgäste nun auch noch die Unterwäsche ordentlich durchweicht. Was man nach der Fahrt in den Ganzkörpertrocknern sehen konnte bestätigt diese These zumindest eindeutig.

X:\ No Way Out

Die Vekoma Enigma Achterbahn X:\ No Way Out hatte am frühen morgen einen Ausfall, da man jedoch die Parkgäste einfach so vor der Anlage im Regen hat warten lassen, anstelle in der eh viel zu langen überdachten Warteschlange, haben sich nach und nach immer mehr Leute angereiht, was bei einer Achterbahn wie X:\ No Way Out ein doch eher seltener Anblick ist. Die längste und wohl auch einzige, rückwärtsfahrende Dunkelachterbahn der Welt ist eine oftmals unterschätzte Achterbahn, was unter anderem an der familienfreundlichen Fahrweise der Anlage liegen kann. Leider ist es seit der Installation eines Lichteffekts über einem der Blockbereiche viel zu hell um die Dunkelheit der Halle als Vorteil auszunutzen. Nun geht es zwar immer noch planlos durch die Halle, dafür kann man aber die Strecke neben sich und welche man bereits absolviert hat sehen. Das Computervirusleitmotiv ist weiterhin überaus seltsam, macht aber diese Achterbahn schlussendlich aus; jedoch wäre es ungemein förderlich einen Soundtrack innerhalb der gesamten Anlage einzuführen.

Nemesis Inferno

Unweit des brillant in Szene gesetzten Fischerdorfs Amity Cove geht es ein wenig tropischer oder besser gesagt feuriger zu. Innerhalb eines Vulkans befindet sich die Station zu Nemesis Inferno, der jüngere Bruder der Achterbahn Nemesis aus dem Schwesterpark Alton Towers. Glücklicher Weise sind beide Bahnen grundverschieden und teilen sich neben der Vorliebe zu etwas spezielleren Layouts nur den Bahntyp. Nach dem First Drop auf Nemesis Inferno absolviert man eine beschwingte S-Kurven Kombination durch einen Tunnel, normalerweise in Kombination mit einem Nebeleffekt, bevor man in den Lift einhakt. Nun folgt auch schon der Steilkurvendrop mit anschließenden Looping und Zero-G Roll, welche sehr intensiv befahren werden. Es folgt eine Kurve ehe man sich in einem Korkenzieher erneut Überkopf sieht, untypisch für diesen Bahntyp folgt nach einer weiteren Kurve der zweite Teil der Interlocking Corkscrews, welche einem im hinteren Teil des Zuges ordentlich mitziehen. Weitere Kurven und eine Helix schließen sich an bis man rundum glücklich in der Bremse von Nemesis Inferno steht.

Es ist der eine große Unterschied der Nemesis Inferno besser macht als den ersten Inverted Coaster auf europäischen Boden. Hier hat man nicht das Gefühl, dass die Strecke ruhig noch länger hätte sein können, hier absolviert man auch nicht zwei langsamere Wenden die beide in einer Inversion münden und hier wirbt man auch nicht der intensivste Coaster der Welt zu sein, was man schon bei der Eröffnung nicht war. Nemesis ist eine gute Bahn mit einer riesigen Fangemeinschaft, einem einzigartigen Layout, welches die Einschränkungen der Umgebung gut ausnutzt, nur ist das Erlebnis in all seiner zugeschriebenen Intensität nicht so zufriedenstellend wie hier bei Nemesis Inferno.

Detonator

Thematisch zum Inverted Coaster Nemesis Inferno gehört in unmittelbarer Nähe der Fabbri Mega Drop Detonator, welcher nicht die traditionelle Anordnung der Sitzplätze hat, sondern diese kreisförmig ausgelegt hat. Die Fahrt in einem Fabbri Turm gestaltet sich immer als überragend, da hier lustiger Weise beim hochfahren eine Feder gespannt wird, woraufhin beim Ausklinken spürbar höhere negative G-Kräfte erzeugt werden als bei einem Intamin Freifallturm. Seltsamer Weise gestaltete sich die Bremsung unerwartet sanft.

Slammer und Samurai

Eine weitere interessante Anlage in dem Bereich rund um den Inverted Coaster Nemesis Inferno ist die S&S Power Sky Swat Slammer. Wie es der Zufall so wollte ist die Anlage zur Zeit gesperrt und öffnet wohl erst zu Halloween wieder. Da dieses auch auf der Internetseite bekannt gegeben wurde, ist der Wegfall einer Fahrt nicht so erschütternd wie es im Mai 2010 war, denn wenn man schon einmal in den Genuss einer Sky-Swat-Fahrt gekommen ist, so möchte man diese schon gerne wiederholen. Einige Meter weiter konnte man den Mondial Top Scan Samurai halbwegs abgebaut im Weg rumliegen sehen, praktischer Weise so gesetzt, so dass man auch keine Fahrt in der Parkeisenbahn tätigen konnte. Spekulationen zufolge soll die Anlage saniert und neu lackiert werden.

Saw – The Ride

Saw – The Ride hat sich nach seinem katastrophalen zweiten Jahr wieder dem Guten zu gewendet, zumindest was die Geschwindigkeit der Anlage und dem Zustand der Bügel angeht. Die Wagen brettern, vollkommen heile, die Strecke ab, so dass die Ungleichheiten während der Fahrt kaum ins Gewicht fallen. Das größte Verbrechen an der Achterbahn bleibt aber nach wie vor bestehen, die Fastpass-Warteschlange existiert immer noch und sorgt im Allgemeinen dafür das die Wartezeit in der Stand-By Line gefühlt um einiges langsamer vergeht. Es ist praktischer wenn sich eine Schlange bewegt und diese nicht minutenlang still steht, nur weil die andere Seite zur Zeit ins Gebäude gelassen wird. In dieser Hinsicht und zum Wohl des Ambiente, welches durch die Aufteilung vor und auf der Treppe zerstört wurde, wünscht man sich das alte System zurück.

Colossus

Die 10 Inversionen Achterbahn Colossus, welche neben ihrem Namen auch noch den Soundtrack mit Colossos aus dem Heide-Park teilt, ist ein Musterbeispiel für die Gestaltung einer Achterbahn, denn so wie hier die Wege verlaufen, vor allem die Warteschlange, ist einfach nur atemberaubend schön; sofern man über die blau lackierten Tunnel hinwegsehen kann.  Die Fahrt in der von Intamin erbauten Anlage gestaltet sich auch auf Weiteres in den ersten drei Inversionen als arg grenzwertig, alles was darauf folgt von den zwei wunderbaren Korkenziehern, über die vier aneinander folgenen Heartlinerolls zu der finalen, jedoch richtungsverkehrten Rolle, ist einfach schön oder wie bei der letzten Rolle einfach nur überragend. Was Intamin mit dieser Inversion erschaffen hat ist schlichtweg perfekt.

Flying Fish

Auf dem Weg zur Neuheit des Jahres kommt man an einem Blauen Enzian des Herstellers Mack Rides mit dem Namen Flying Fish vorbei. Zuvor in einer Sackgasse gelegen kommen nun des öfteren fahrwillige Besucher vorbei, was jedoch nicht heißt, dass die Schlange hier voll wird; der Zug fährt nur öfter. Flying Fish bietet durch die breiten Wagen ein ungewohntes und seltsames Fahrgefühl auf einem Powered Coaster dieser Art. Zwar hat man auch in den normalen Zügen das Gefühl gegen die Stützen zu stoßen, sobald man die Arme hebt, hier scheint es aber ausgeprägter.

The Swarm

Seltsamer Weise erzeugen die Close Calls bei der Bollinger und Mabillard Achterbahn nebenan dieses Gefühl nicht und im Generellen ist es bei der Anlage schwer zu sagen ob und wo sie überhaupt Gefühle auslöst. Die linke Seite des Zuges erlebt bei The Swarm beispielsweise eine sehr schwache Fahrt, während die Passagiere der rechten Seite eine grundsolide Achterbahnfahrt erleben. Allem voran ist es ein  deutlich imposanteres Erlebnis oben rüber als unten drunter die erste Inversion und gleichzeitigen First Drop zu erleben. Die nachfolgenden Inversionen werden auf der rechten Seite allesamt intensiver durchfahren und selbst der Inclined Loop macht durch den inneren Radius deutlich mehr Spaß.

Kaum eine andere Achterbahn machte die Einordnung so schwer wie The Swarm. Während die linke Seite sogar schwächer daherkommt, so ist die rechte Seite mit dem Fahrerlebnis überaus nett, aber mehr dann auch wieder nicht. Sie ergänzt das Portfolio des Parks und sorgt dafür, dass ein paar mehr Menschen in diesen Teil des Parks kommen, auch wirkt der Park durch die Erweiterung nicht mehr so klein.

Rumba Rapids

Auf Grund des eher beschiedenen Wetters wurden die meisten Fahrgeschäfte links liegen gelassen, auch war die Intamin Accelerator Achterbahn Stealth geschlossen. Da die Fahrprogramme bei allen Rund- und Hochfahrgeschäften aber kaum der Rede wert sind, was im übrigen auch der überdimensionierten Druckluftschaukel Rush aus dem Hause S&S Power gilt, ist dieses nicht unbedingt tragisch. Neben Storm Surge und den Rumba Rapids, einer Raftinganlage mit einem Nässegrad bei dem man am Ende der Fahrt trockener aussteigt als man eingestiegen ist, wurde keine Wasserbahn besucht. Zu den Rumba Rapids ist zu erwähnen, dass die Anlage nicht nur über Potential verfügt, sondern auch mit dem vorhandenen Soundtrack überzeugen kann. Diese Anlage ist zwar genauso nass wie die meisten anderen europäischen Raftinganlagen auch, jedoch durchaus nett angelegt, was man bei Alton Towers Katanga Canyon nicht sagen kann.

Fazit Thorpe Park

Der Thorpe Park ist ein durchaus netter Vergnügungspark. Das Klientel des Parks ist im Allgemeinen jung, so kann man hier einige Familien entdecken, jedoch ohne kleinere Kinder – diese sind im Umkreis von 15 Meilen in den Freizeitparks Chessington World of Adventures und Legoland Windsor eh besser aufgehoben. Durch seinen Ruf als Thrill Capital zieht er natürlich auch eine Klientel an, die man nicht so gerne in einem Park sieht, im Allgemeinen konnten sich aber alle Besucher benehmen. Die ach so „schmuddelige“ Parkkarte mit ihren versteckten Details ist auch auf weiteres nicht so widerlich wie sie viele darstellen – eher erinnert sie an so manches Detail, welches man im Miniatur Wunderland finden kann. Klar über den Stil kann man streiten und vielleicht wäre ein seriöser Auftritt besser, aber so ist man halt in Großbritannien.

 

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Kopfüber auf Hayling Island

Funland Amusement Park

Der Funland Amusement Park befindet sich am Strand der Insel Hayling und bietet eine kleine, wenn aber auch feine, Auswahl an Fahrgeschäften, sowie das typische Angebot an Spielhallen und Imbissbuden. Der Eintritt in den Park ist frei, die Attraktionen werden nach den Tivoliprinzip mit einer bestimmten Anzahl von Token oder einem Wristband bezahlt. Gerade zweite Option eignet sich hervorragend in den Abendstunden, da die Armbänder quasi für lau angeboten werden. Personen mit schwächeren Magen, welche nur für die drei Achterbahnen den Park besuchen, sollten jedoch zu den Token greifen.

Super Dragon

Neben einer typisch englischen Helter Skelter Rutsche, die hier leider nicht in Rct-Optik daherkommt, kann man im Kinderbereich des kleinen Parks eine Achterbahn aus dem Hause Pinfari vorfinden. Der Super Dragon ist am besten mit einer Big Apple Achterbahn zu vergleichen, immerhin teilen sich beide Anlagen in etwa die gleiche Höhe und Grundfläche. Jedoch ist die Fahrt deutlich aufregender, wenn auch nicht sonderlich spektakulär. Nach Erklimmen des Lifthills folgt eine Kurve welche in den ersten von zwei Drops einleitet. Nach Unterquerung des Lifts geht es erneut hinauf um nach einer weiteren Kurve in das rasante Finale des Anlage einzuleiten. Hier folgt nach dem Drop ein kleiner Hügel, welcher einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Einige Runden später ist man jedoch froh aus der ehemaligen Anlage des Drayton Manor Parks aussteigen zu können, die Plane mit dem Schriftzug existiert im Übrigen nicht mehr.

Klondike Gold Mine

Am anderen Ende des Parks findet man eine weitere Anlage aus Drayton Bassett, die Klondike Gold Mine oder auch Klondike Looping Rollercoaster. Die wunderbar gestaltete ZL42 Anlage aus dem Hause Pinfari wurde oftmals als reine Körperverletzung beschrieben, so wie es auch mit anderen Anlagen gleicher Art der Fall ist. Bis auf die waghalsigen Übergänge in die Kurven fährt sich die Anlage sehr gut. Bei der Fahrt besonders auffallend sind die, durch die Kompaktheit der Anlage, recht steilen Auf- und Abfahrten, welche durch ein paar Meter mehr in der Breite etwas entschärft hätten werden können und somit ein weicheres Fahrgefühl hätten geben können. Der Looping wird leider nicht so intensiv durchfahren wie es vergleichbare Intamin-Anlagen machen, jedoch war er ein nettes Element während der Fahrt. Im Allgemeinen ist die Klondike Gold Mine ein wahres Schmuckstück, zumindest was die Gestaltung der Anlage angeht. Die Fahrt an sich ist ganz nett und keineswegs so zu bewerten wie es die meisten Achterbahnfans machen.

Woody Rollercoaster

Neben der Goldminenachterbahn kann man eine weitere Kinderachterbahn im Funland Amusement Park vorfinden. Der Woody Rollercoaster bietet neben seinen baumstammförmigen Wagen eigentlich keine Besonderheiten, zumal die Anlage nur aus Rechtskurven besteht und eine Helix als einzige Abfahrt aufweisen kann. Wie auch beim Super Dragon werden hier mehrere Runden gedreht.

Speed Flip

Hingegen kann man mit dem Speed Flip eine wirkliche Besonderheit im Park bieten, denn leider sind die von Moser Rides gebauten Anlagen nicht sonderlich oft vertreten. Die Fahrt in dem Überschlaggondeln, welche freischwingend an einem Ausleger montiert sind, welcher von der Horizontalen in die Vertikale gebracht wird, ist einfach nur unbeschreiblich gut und vor allem sau schnell. Das Fahrgeschäft wirkt von außen recht bizarr und manche Gondeln scheinen sich nur noch zu überschlagen, im Inneren der Maschine jedoch ist der Fahrablauf ausgewogen, wenn auch recht intensiv.

Drop Ride

Etwas unscheinbar verhält es sich mit dem etwa 30 Meter hohen Freifallturm namens Drop Ride. Die Anlage stammte einst aus dem Trocadero Center in London und war dort noch mit einer doppelstöckigen Gondel ausgestattet. Da die Fallspur damals am Gebäude selbst verankert wurde musste im Funland Amusement Park eine neue Turmstruktur her, welche hier einfachheitshalber als Fachwerk hergestellt wurde. Der Fall in dieser kleinen Anlage ist schlichtweg überwältigend, selbst die etwas höheren Fabbrianlagen mit ihrem Abschuss nach unten kommen nicht an die ausgeprägte Airtime heran. Darüber hinaus bietet die Anlage den wohl intensivsten Bremsvorgang aller Freifalltürme, was wohl daran liegt dass das Gewicht der zweiten Gondel fehlt. Der Drop Ride ist wie Drayton Manors Apocalypse oder La Lanzandera aus dem Parque de Atracciones de Madrid einer der besten Freifalltürme Europas und zeigt erneut das Höhe ein eher vernachlässigbarer Faktor ist.

Des Weiteren kann man sich mit einer kleinen Wildwasserbahn etwas durchnässen lassen und sich im Break Dance, ein Magic Dance aus dem Hause Top Fun, bei Bedarf wieder trocknen lassen. Außerhalb vom eigentlichen Parkgelände gibt es noch den Seaside Train, welcher entlang des Strandes wohl einige Stationen bietet.

Bilder Funland Amusement Park

 


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