Einmal Aal zum Mitnehmen bitte

Geschichte des Parks SeaWorld San Antonio

Was hat man nicht schon alles von den SeaWorld Parks gehört. Der Park in Orlando gehört seit den 70er Jahren zu den bekanntesten Freizeitparks der Welt und der Park im kalifornischen San Diego bietet bereits seit dem Jahr 1964 eine gelungene – wenngleich auch heutzutage eher kritikwürdige – Mischung aus Tier- und Freizeitpark. Der Exot war dann im Jahr 1970 der Park in Ohio, welcher in Absprache mit dem nahen Freizeitpark Geauga Lake eben nur die Meerestiershows aufwies. Kurz vor der Übernahme durch Anheuser-Busch folgte dann im Jahr 1988 der vierte und bislang auch letzte SeaWorld Park in San Antonio.

Grundsätzlich erst einmal der Hinweis, dass in diesem Park nur Personen glücklich sein werden, die extra für die Meerestiere anreisen. Das kann sich dank der derzeitigen Erweiterungsoffensive seitens des Freizeitparks irgendwann mal ändern, doch ohne die Shows bietet SeaWorld San Antonio zweifelsohne viel zu wenig für den doch überaus hohen Eintrittspreis.

Rundgang durch SeaWorld San Antonio

Super Grovers Box Car Derby

Nachdem auch das geklärt ist, lasst uns unsere Runde durch den Freizeitpark starten. Gleich zu Beginn stoßen wir auf den großen Kinderbereich Sesame Street Bay of Play. Hier befindet sich neben einem übergroßen Spielplatz noch eine Handvoll ausgewählter Kinderfahrgeschäfte, darunter die Achterbahn Super Grovers Box Car Derby. Bis zum Jahr 2018 war diese als Shamu Express bekannt und wies einen Orca-förmigen Zug auf. Nach dem kürzlichen Rebranding führt uns Grover in seinen Seifenkisten durch das ovalförmige Layout des Herstellers Zierer.

Steel Eel

Da einige Bereiche des Parks für Jahreskartenbesitzer abgesperrt waren, zog es mich gezwungenermaßen in Richtung der größten Achterbahn des Parks, dem Steel Eel.

Diese Achterbahn aus dem Hause Morgan steht seit dem Jahr 1999 im Park und weist die für den Hersteller typische Out & Back Streckenführung auf. Dabei ist der Steel Eel der kleinste Vertreter seiner Art – was zum Glück nichts bedeutet, denn der stählerne Aal versteht es seine Mitfahrer überaus gut zu unterhalten.

Nach einem kurzen Dip aus der Station geht es auch sogleich in einer Kurve, die den Zug alsbald in den Lift entlässt. Auf einer Starthöhe von 46m angekommen donnert man sogleich die immer steiler werdende erste Schussfahrt hinunter. Mit 106 km/h und einer ordentlichen Prise positiver G-Kräfte geht es sogleich durchs leicht zur Seite geneigte Tal. Auf den nun folgenden Camelback-Hügeln werden wir gleich zwei Mal in schönster Floating-Airtime-Manier aus dem Sitz gehoben, ehe wir ein weiteres bodennahes Tal entgegenbrettern. Gleich im Anschluss schießt man bereits der Zwischenbremse entgegen. Mit nun merklich reduzierter Geschwindigkeit widmen wir uns einer Steilkurve, welche als Auftakt für das fulminante Bunnyhop Finale dient. Dabei geht es im Geschwindigkeitsrausch über mehrere immer kleiner werdenden Hügel, die einen ordentlich aus dem Sitz reißen können. Zu Guter Letzt überqueren wir in einer weiten S-Kurve einen Versorgungsweg, ehe wir die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Der Steel Eel ist eine großartige Achterbahn mit einer ordentlichen Prise Floating Airtime, die wohl im eingefahrenen Zustand und unter den (eigentlich eher normalen) texanischen Temperaturen noch einmal eine ordentliche Schippe drauflegen kann. Mir zumindest hat die Anlage auch so viel Spaß gemacht, nur leider war die Abfertigung an dieser Anlage sehr langsam, da hier erst der Gurt und dann der Bügel kontrolliert wird, wodurch man nur alle 5-10 Minuten den Zug über die Strecke rollen sah.

Wave Breaker – The Rescue Coaster

Beim nahen Wave Breaker sah es dann zum Glück etwas anders aus und so konnte es nach einer kurzen Wartezeit auch schon in der ersten Reihe sitzend auf Rettungsmission gehen. Nach einer kurzen Kurve bekommt man dann in einem Hanger sein Missions-Briefing, ehe man via einem Reibradabschuss ordentlich Gas gibt. Sogleich geht es in einem leichten Schwenker einen Hügel empor, den man dann in einer weiten Steilkurve verlässt. Nach zwei bodennahen Schwenkern flitzt man durch eine Rechtskurve, woraufhin ebenfalls einige bodennahe Kurvenmanöver folgen. Eine recht steil zur Seite geneigte Linkskurve führt uns dann zum zweiten Launchabschnitt, der einen gewohnt gekonnt ordentlich in die Rückenlehne presst. Auch hierauf folgt ein hoher Hügel, den man in einer steilen Linkskurve verlässt. Wieder einmal auf dem Boden der Tatsachen angekommen flitzen wir in leichten Schwenkern über den See, ehe wir uns nach einer Linkskurve auf dem Rückweg begeben. Dabei geht es über eine Vielzahl sehr flacher Hügel und druckreichen Passagen, ehe wir auch schon die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Wave Breaker: The Rescue Coaster ist eine sehr coole Achterbahn mit einem wunderschönen Pacing und einem guten Flow. Es macht sehr viel Spaß über die hohen Hügel und bodennahen Passagen zu flitzen. Natürlich ist die Anlage dabei keineswegs mit Djurs Sommerlands Juvelen oder Le Pals Yukon Quad vergleichbar, dennoch ist diese Achterbahn eine hervorragende und willkommene Ergänzung des ansonsten recht mageren Portfolios des Freizeitparks.

Great White

Gut neun Jahre nachdem der Freizeitpark seine Pforten zum ersten Mal öffnete, präsentierte SeaWorld San Antonio seine erste Achterbahn den Besuchern. Der Great White ist die siebte Auslieferung des beliebten Batman Layouts des Herstellers B&M und seinerzeit die einzige Anlage ihrer Art in Texas. Im Vergleich zu den Anlagen im Six Flags Fiesta Texas und Six Flags Over Texas hat man sich hier noch die meiste Mühe gemacht und das Gelände dem Fahrablauf der Anlage angepasst. Dadurch entsteht eine gelungene Fahrt, die auch nach über 20 Jahren Betrieb weitestgehend ihres Gleichen sucht. Die Fahrt durch die zwei Loopings, der Zero-G Roll und den beiden Korkenziehern ist einfach nur zeitlos und dabei auch noch gnadenlos intensiv.

Rio Loco

Ein ebenso zeitloser Klassiker sind Raftinganlagen. Die Fahrt durch die Stromschnellen ist immer wieder eine erfrischende Erfahrung, zumal es hier auch einen Wasserfall gibt, der jeden im Boot gleichermaßen erwischt. Der Rio Loco war meine erste Anlage mit Wasserfalldurchfahrt und bleibt mir daher besonders im Gedächtnis. Ebenso wie die arabische Familie, die hier mit einem großen Reisekoffer eingestiegen sind. Ich habe ja schon einiges in Freizeitparks gesehen, dass die Mitarbeiter das auch noch durchgewunken haben bleibt mir ein Rätsel.

Sea Swinger und Riptide Rescue

In diesem Jahr entsteht mit dem Turtle Reef ein neuer Bereich, wo wohl die Rettung von Meeresschildkröten thematisiert werden soll. Das Aquarium war jedoch noch im Bau. Die beiden zugehörigen Fahrgeschäfte Sea Swinger und Riptide Rescue konnten jedoch schon getestet werden. Hierbei handelt es sich um ein Zamperla Discovery und ein HUSS Airboat.

Journey to Atlantis

Die letzte Attraktion auf unserem Rundweg entlang des zentralen Sees ist der Mack Rides SuperSplash Journey to Atlantis. Die Wasserachterbahn gleicht dabei dem SuperSplash Atlantika aus dem Europa Park, verzichtet jedoch auf dem kleinen Hügel während der finalen Abfahrt, wodurch die Anlage eher einem klassischen Shoot the Chute gleicht. Der Nässegrad der Fahrt ist jedoch sehr überschaubar.

Zu guter Letzt bleiben einem nur noch die Tiershows und Showfütterungen. Da das Kombi-Eintrittsticket mit dem Wasserpark Aquatica San Antonio online etwas günstiger war als das reguläre Eintrittsticket zog es mich jedoch bis zur Show One Ocean in den benachbarten Wasserpark.

One Ocean

Pünktlich zu One Ocean besorgte ich mir auf dem Food & Wine Festival ein schmackhaftes Bier und sah mir dann die Orcashow an. Grundsätzlich bin ich froh einen Wal mal aus der Nähe gesehen zu haben, die Show selbst war jedoch prinzipiell eher eine Zeitverschwendung und bestand zu einem großen Teil daraus, die Besucher in den vorderen Reihen mit Salzwasser zu durchtränken. Das kam auch gut an, immerhin ist es ja auch seit den 70er Jahren Teil des Konzepts, aber ehrlich gesagt kann man darauf auch gut verzichten.

Bilder SeaWorld San Antonio

Fazit SeaWorld San Antonio

SeaWorld San Antonio ist ein riesiger Freizeitpark, dem es jedoch an Attraktionen mangelt. Das ursprüngliche Konzept steht heutzutage glücklicherweise stark in der Kritik, wodurch der Park gezwungen ist sich massiv zu erweitern, um irgendwann überhaupt noch zu bestehen. Die Tiershows werden mit der Zeit einem anderen Angebot weichen, weswegen man sehr gespannt auf die Zukunft des Freizeitparks schauen darf.


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Vom Freischütz und anderen Achterbahnen

Bayern Park

Der Bayern Park gehört zu einen der eher stärker gelobten Freizeitparks in Deutschland, welcher spätestens mit der Errichtung des Freischütz die Blicke aller Achterbahnenthusiasten auf sich gezogen hat. Pünktlich zur Eröffnung waren wir am Park, immerhin hatten wir ja auch nur eine Anfahrt von etwa 6 km an diesem Tag zu bewältigen, und der erste Eindruck war vorerst recht positiv, obwohl das Wetter leider nicht wie am Vortag mitspielen wollte.

Da der Fahrbetrieb an den meisten Attraktionen zur angeschlagenen Zeit immer noch nicht begann vergnügten wir uns vorerst mit den Heege Kometenschaukeln, welche auch hier Airtime en masse boten. Leider übersahen wir den kompletten oberen Parkteil mit Wellenflug, Spielhalle inklusive Butterfly in Weltraumoptik, sowie die zweite Schmetterlingsbahn vorerst, so dass dieser erst gegen Ende unserer Aufenthaltsdauer abgehakt wurde.

Froschbahn

Der relevante Parkteil im Bayern Park liegt eh weiter unten und kann mit der Froschbahn die erste Achterbahnfahrt des Tages liefern. Die kleine Ziereranlage öffnete glücklicher Weise nur leicht verspätet, musste aber noch Testfahrten absolvieren. Durch eine kleine Gruppe Jugendlicher war der Zug gut gefüllt und drehte mit bester Stimmung einige Runden auf dem kleinen ovalförmigen Layout.

Achterbahn

Freunde besonders langer Achterbahnzüge werden beim Zierer New Tivoli mit dem unglaublich originellen Namen Achterbahn fündig. Diese Achterbahn ist Baugleich mit dem Green Scream aus dem englischen Adventure Island in Southend-on-Sea, fährt sich aber durch das spätere Baujahr ein wenig besser.

Nachdem der Zug dann irgendwann mal ohne Abfertigung abgeschickt wurde geht es nach einer Linkskurve den Lifthügel hinauf und der Zug zeigt sich zum ersten Mal in seiner vollen Pracht. Sehr seicht folgt nun die erste Abfahrt, welche in einer Rechtskurve zügig an Geschwindigkeit gewinnt. Nun schließt sich eine Linkshelix an, so dass sich eine Acht im Layout der Anlage ergibt. Über dem Stationsgebäude hinweg nimmt man erneut Schwung auf und passiert recht kraftvoll das darauffolgende Tal. Eine weitere Helix, diesmal in Uhrzeigersinn schließt sich an und umrundet einmal den Lift just bevor es geradlinig auf kürzesten Wege in Richtung dem Ende der Bahn geht.

Die Achterbahn ist eine sehr ordentliche Anlage und macht durch die ausgeprägten Kräfte ordentlich was her, wäre da nicht das total unfähige Personal. Es ist mir ein großes Rätsel warum der Zug trotz überdachter Station komplett befeuchtet war und das Personal, am anderen Ende der Station stehend damit bloß niemand merkt das sie da sind, nicht einmal auf die Idee kam den Zug, ehe die ersten Gäste minutenlang auf die Fahrt warten, einfach zu reinigen, wie es lustiger Weise selbst bei Karlos Taxi im dänischen Djurs Sommerland von einem älteren Herrn gemacht wurde. Aber diese Kompetenz stellte sich im Laufe des Tages nicht nur hier als fehlend heraus.

Schmetterlingstanz

Nach einer mauen Fahrt auf dem HUSS Airboat Schmetterlingstanz ging es über eine Brücke in Richtung eines Parkteils ohne wirkliche Bedeutung. Nicht jeder Park kann sich einen total verdreckten See mit Dampferfahrt und einem künstlichen Schloss in bayerischer Optik an dessen Rand leisten. Durch dessen optisch ansprechenden Garten führt eine kleine Rundbootfahrt an dessen Ende eine Grotte mit Jungbrunnen wartet, also für Amerikaner mal wieder die heißeste Versuchung seit es Europa gibt.

Wildpark und Sommerrodelbahn

Hier in der Ecke befindet sich auch der Eingang zum Wildpark des Bayern Park, wahrscheinlich der einzige Grund warum es sich lohnt den weiten Weg bis hierher überhaupt zu wagen. Freunde von Sommerrodelbahnen mögen das anders sehen, aber Aufpreis pflichtige Fahrgeschäfte in einem Freizeitpark, wo selbst die Heege Fahrgeschäfte frei sind, grenzen an Frechheit, darüber hinaus steht im oberen Parkbereich ja noch eine weitere Anlage. Da uns die Steigung am Olymp der Tiere zu steil erschien ging es den gleichen Weg wieder zurück.

Thalon

Erneut an der Zivilisation angeschlossen konnten wir die ersten Testfahrten vom Freischütz beobachten, es schien aber nicht so, dass die Anlage bald eröffnen würde, so dass es parallel zur Strecke den Berg zu erklommen galt, denn am oberen Ende dieses Weges wartete mir Thalon eine umgebaute Turmkonstruktion darauf dessen Inneren zu erkunden.

Das Fahrgeschäft im Inneren des ehemaligen Aussichtsturms ist ein Zierer Family Freefall Tower, wie man ihn des Öfteren findet, bestes Beispiel hierfür sind die Doppelanlage Tikal des Phantasialands oder Majas Blütenturm des Holiday Parks. Im Gegensatz zu den brillanten Spaßmaschinen jedoch hat man versucht das Fahrgeschäft durch eine belanglose Hintergrundgeschichte aufzuwerten, in dem man ab und zu in verschiedenen Höhen Szenen ohne jegliche Animatroniks beleuchtet. Das Konzept selbst könnte ja gut sein, aber dafür müsste die Fahrt selbst dynamischer sein und nicht im Kleinkindermodus, ähnlich Screamie aus dem Heide Park, operieren. Die Szenen im Inneren machen absolut keinen Sinn und können auch komplett weggelassen werden, dadurch würde man zusätzlich die Fahrt sogar noch aufwerten und auch die Optik des Turm stark aufbessern, denn die Anbauten für die Innenszenen machen den Turm nicht sonderlich attraktiv, obgleich durch die hässliche Lackierung dessen schon einiges retuschiert wurde.

Neben dem Turm steht ein Zierer Kontiki in Steinoptik, welcher neben der Warteschlange, bei der man als Erwachsener auf seinen Kopf aufpassen sollte, nicht wirklich etwas bietet. Aber er reicht sich zugegebenermaßen dadurch wunderbar in den Themenbereich Thalonien ein.

Wildwasser-Rafting

Unterhalb dieser Attraktionen zeigt sich eines der Highlights des Bayern Park: der ABC Rides Rapid River Splash Wildwasser-Rafting. Auf den ersten Blick scheint diese wunderschön gestaltete Anlage sich kaum von den kleineren Raftinganlagen des Herstellers zu unterscheiden, jedoch wurde hier auf eine kompakte Bauweise zu Gunsten eines Strömungskanals vor dem Lifthügels, inklusive Wasserfall, nicht verzichtet. Der Lift zeigt sich hier in einer sehr einfachen Ausführung, was leider ein wenig Schade ist, denn der 45° Lift der Anlage Lost World aus dem Erse Park Uetze ist durchaus ein kleines Highlight, wie auch die Vertikalversionen. Oben angekommen nimmt das Boot langsam aber sicher an Fahrt auf und spätestens nach der ersten Kurvenkombination dreht man sich wie verrückt. Dazu kommt ein durchaus ausgeprägtes Aufschwingen der Boote, so dass die Talfahrt durchaus sehr unterhaltsam ist. Am Ende der Rutschpartie wartet der obligatorische Splash auf die Fahrgäste, wie bei den Anlagen des Herstellers jedoch typisch tendiert der Nässegrad der Fahrt gegen null.

Freischütz

Das zweite Highlight befindet sich direkt neben der Raftinganlage, jedoch ist der Eingang leider auf der anderen Seite, so dass man von hier weite Wege hinauf und wieder hinab gehen muss, obgleich eine größere Freifläche auf dieser Seite vorhanden ist und der Wartebereich hier erst beginnen könnte. Schön gestaltete Wartebereiche haben durchaus ihren Reiz und die Operachterbahn Freischütz könnte einen passenden Bereich auch durchaus verkraften, stattdessen aber führt ein Weg unterhalb des inside Tophats durch zwei Gebäude mit Zickzack-Wegeführung auf einen offenen Platz bevor es in ein Labyrinth geht. Nach diesem folgt besagter größerer Platz ehe es mehrere kleinere Wege mit unterschiedlichen Hindernissen, hier war aber nur eine Wegführung geöffnet, in Richtung der sehr modernen Station geht.

Kaum im Zug Platz genommen geht es auch sogleich los; erst ein wenig vorwärts, dann etwas rückwärts und lustiger Weise nur im ersten Wagen wirklich spürbar, setzt sich der Zug langsam in Bewegung um sogleich kraftvoll nach vorne beschleunigt zu werden. Stets aufwärts führend geht es mit ordentlichen Druck in die erste Inversion. Im darauffolgenden Tal wird man sehr kraftvoll in den Wagen gepresst, aber auch ordentlich durchgeschüttelt. Der nachfolgende Looping fährt sich so wie sich ein Looping fahren sollte, es oftmals jedoch nicht mehr tut. Anschließend wird eine wahnsinnig intensive Bayernkurve mit anschließend ebenso intensiver Herzlinienrolle vollzogen. Etwas gemächlicher folgt eine Steilkurve woraufhin die letzte Inversion absolviert wird. Eine weitere Rechtskurve später durchfährt man die Station und wird mit sehr viel Glück auf eine zweite Runde durch den Parcours geschickt, meist jedoch gebremst und zurück zur Einstiegsposition gefahren.

Der Freischütz ist eine sehr gute Achterbahn der Münchner Achterbahnschmiede Maurer Söhne, die aber durch ihr ausgeprägtes Gewackel der Wagen durchaus und berechtigterweise berüchtigt ist, dieses ist gerade im vorderen Wagen des Verbunds ausgeprägter als im hinteren Wagen. Als angehende Maschinenbauingenieure fielen Jan und mir sofort mehrere Verbesserungsmöglichkeiten ein, die aber leider höhere Reibung zur Folge hätten und somit eine bei weitem nicht so knackige Fahrweise. Bei der Intensität der Anlage wird trotz der kraftvollen Fahrweise meiner Meinung nach aber grob übertrieben, denn der oftmals als Kernmerkmal beworbene Greyout während der Fahrt blieb uns trotz einigen direkt aufeinander folgenden Fahrten konsequent aus.

Bilder Bayern Park

Fazit Bayern Park

Der Bayern Park ist ein gepflegter Freizeitpark mit einigen guten Fahrgeschäften und einem angemessenen Preis-/Leistungsverhältnis sowohl was den Parkeintritt angeht, als auch die Gastronomie. Jedoch verliert man als Park durchaus viele Sympathiepunkte sobald sich das Personal als inkompetent, unfreundlich und vor allem als lustlos herausstellt. Scheinbar ist es in der Gegend aber durchaus normal, denn das Personal im Premium-Partner Hotel Schlappinger Hof war genauso. Klar der Bayern Park zieht Touristen an und die hat man gefälligst nicht zu mögen, aber woanders zwingt man sich wenigstens noch das ein oder andere Lächeln auf die Wangen während man seine Gäste fachmännisch und ohne Murren bedient – warum man es hier aber nicht schafft ist höchst fraglich, auch wenn es nur ein Tag in der Nebensaison war.

 

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Tiere und Fahrgeschäfte in Thüle

Tier- und Freizeitpark Thüle

Der seit 1954 existierende Tierpark hat es durch die Ergänzungen der letzten 20 Jahre geschafft einen sehr gut funktionierenden Freizeitparkteil zu erschaffen, welcher leider dem Tierparkteil die Besucher raubt. Während der Freizeitparkteil des Tier- und Freizeitpark Thüle sehr gut ausgelastet war konnte ich auf meinen Rundgang durch den Tierparkteil kaum einen anderen Besucher erspähen. Dieses ist mehr als nur Schade, da dieser Bereich in den letzten Jahren wohl einige aufwendige Renovierungsarbeiten unterzogen wurde.

Die Heege Fahrgeschäfte

Der Freizeitparkteil des Parks hat seinen Ursprung mit den vielen kleinen Fahrgeschäften des Herstellers Heege, weshalb man unter anderen die Klassiker Luna Loop und Sky Diver vorfinden kann. Aber auch eine sehr seltene Heege Anlage erfreut jeden Achterbahnfan mit guten Geschmack, denn hier kann man keine normale Pendelbahn fahren, sondern die größere Version dieser. Diese ist nicht nur länger, höher und schneller, sondern auch kraftvoller. Eine Besonderheit an der Anlage ist, dass man selbst mit offenen Bügel fahren kann. Aber auch neuartige Heege Anlagen sind im Park vorzufinden.

Drachen-Achterbahn

Für die Zierer Freunde unter uns kann man neben dem Kontiki Swing Boat auch einen Zierer Force Two fahren. Dieses Layout kam mir zuvor noch nicht in mein Sichtfeld und daher freute ich mich schon sehr auf die Fahrt auf der Drachen-Achterbahn, die neben ordentlicher Streckenlänge für eine Kinderachterbahn auch etwas Geschwindigkeit aufweisen konnte.

Bobkartbahn und Storchenturm

Die Wiegand Bobkartbahn im Tier- und Freizeitpark Thüle habe ich trotz des ansprechenden Layouts nicht getestet, da sich hier weder die Warteschlange noch die Bobkarts nennenswert bewegten, gar schlichen. Besonders erwähnenswert hingegen in der benachbarte Twist & Turn Storchenturm des Herstellers Metallbau Emmeln, welcher eine sehr gute Fahrt bot. Auch die Gestaltung der Anlage sticht einen hier besonders positiv ins Auge.

Spring Ride Tower

Ähnlich positiv, von der Fahrt her aber unterste Sau, zeigt sich der Moser-Turm Spring Ride Tower seinen Fahrgästen. Hier stürmten die Kiddies ohne Ende hinein, ich selbst beließ es bei nur einer Fahrt, da der Turm wirklich sehr unangenehm bremste, auch war das Fahrprogramm wie oben bereits erwähnt eher schlecht.

Die Wasserfahrten im Tier- und Freizeitpark Thüle

Für die Soaker unter uns gibt es bis auf einem Nautic Jet und einer Schlauchbootrutsche leider nicht viel, so dass man den Park nur raten könnte schleunigst eine Wildwasserbahn, oder zumindest eine weitere Röhre, dieses Mal jedoch mit einer Kurve, für ihre Schlachbootrutsche zu bestellen. Das Familienpublikum des Parks würde dieses sicherlich würdigen, vor allem bei den Temperaturen am vergangenen Sonntag.

Eiertanz und Airboat

Neben den lustigen Technical Park Apollo 2000 Eiertanz, welcher meiner Meinung nach noch höher hätte ausschwingen können, konnte man auch in ein HUSS Airboat einsteigen. Dieser fuhr sich zwar nicht so verpeilt wie die Anlage aus dem dänischen BonBon-Land, aber für das Publikum doch angebracht.

Fazit Tier- und Freizeitpark Thüle

Im Gesamten gesehen bietet der Tier- und Freizeitpark Thüle einiges für die ganze Familie. Die Fahrgeschäfte machen schon in einem gewissen Maße Spaß und selbst der Achterbahnfan wird hier gut bedient, was auch an der großen Pendelbahn liegt. Der Eintrittspreis ist sehr fair und beinhaltet auch den recht großen Tierpark, den man besser nicht auslassen sollte.

 

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