Viele Neuheiten im Skyline Park

Vorwort

Es ist schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal in Bad Wörishofen und dem dortigen Freizeitpark war. Damals habe ich ein kurzes Praktikum bei Gerstlauer Amusement Rides im nahe gelegenen Münsterhausen gemacht und bei einem Freund übernachtet. Seitdem hat sich der Skyline Park fast verdoppelt und einige interessante Fahrgeschäfte sind gekommen und gegangen.

Skyline Park

Da der Skyline Park einer der wenigen Freizeitparks ist, in denen eine Fahrt mit einem Funtime Slingshot im Eintrittspreis enthalten ist, begann ich meinen Tag in diesem Bereich des Parks. Aufgrund des starken Windes war der Sky Shot an meinem Besuchstag jedoch nicht geöffnet.

Sky Rider

Auch der nahe gelegene Caripro Gyroflyer Sky Rider hatte bei seiner Testfahrt einige Probleme und musste zurück in die Station geschleppt werden. Der einzigartige Suspended Spinning Coaster war den Rest meines Besuches leider gar nicht mehr in Betrieb.

Sky Spin

Da sich die Schlange vor der Bobkartbahn Bob Racing kaum von der Stelle gerührt hat, geht es weiter zum Spinning Coaster Sky Spin. Diesen Maurer SC2000 bin ich bei meinem bisher einzigen Besuch auf dem Oktoberfest in München zweimal gefahren. Damals hieß die Bahn noch Cyber Space und wurde von der Familie Kaiser betrieben. Von 2003 bis 2012 war die Bahn unter dem Namen Whirlwind im englischen Camelot Theme Park bekannt. Nach der Schließung des Parks zog das Fahrgeschäft 2013 in den Skyline Park um und unterhält seitdem seine Fahrgäste. Leider ist die Fahrt im Laufe der Zeit recht rumpelig geworden, was im Vergleich zu anderen Anlagen dieser Art etwas verwundert.

Sky Dragster

Vorbei an der Nostalgischen Achterbahn des Herstellers Schwarzkopf, die ich als Einzelfahrer leider nicht fahren durfte (wahrscheinlich wegen der Covid-19-Regeln), treffen wir nun auf eine weitere Achterbahn aus dem Hause Maurer. Der Skyline Park hat eine gute Verbindung zu dem Münchner Hersteller, weshalb man gleich zwei ihrer Prototyp-Achterbahnen im Park finden kann. Zum einen das SkyWheel und zum anderen den Spike Coaster Sky Dragster.Der Sky Dragster ist derzeit der einzige Spike Coaster, der in Betrieb ist. Sein Design ist eine Mischung aus dem klassischen Steeplechase Coaster und einem Powered Coaster, wobei die Position des Fahrers relativ nahe an der Schiene ist. Die Wagen werden direkt von einem Zahnrad angetrieben, das auf einer seitlich an der Schiene angebrachten Zahnstange läuft. Durch diese Anordnung ist ein Zurückrollen nicht möglich, so dass die Schiene zu allen möglichen verrückten Manövern gebogen werden kann – sogar eine Beschleunigung entlang eines senkrechten Schienenabschnitts ist möglich, was bei konventionellen Schienenkonstruktionen sonst recht aufwendig zu realisieren wäre. Wie bei einer Bobkartbahn von Wiegand kann der Fahrer die Geschwindigkeit des Fahrzeugs steuern und ein Kontrollsystem passt bei Bedarf den Abstand zwischen den Fahrzeugen an. Außerdem wird alles vom System überwacht, was einerseits eine bemerkenswert hohe Sicherheit bietet, andererseits aber in den ersten Saisonen der Bahn zu vielen Problemen führte.

Am Tag meines Besuchs lief die Achterbahn ohne Probleme. Die Strecke im Skyline Park besteht aus einer langen Geraden direkt nach der Station, bevor man in eine hufeisenförmige Kurve einfährt. Direkt danach folgt eine 360° Rechtskurve. Unmittelbar danach folgen zwei Hügel im Double-Up-Stil. Auf der anderen Seite der Anlage geht es dann in eine seltsam überhöhte Aufwärtsspirale. Nach einer Abfahrt zurück zur Stationsebene durchfährt man eine sehr enge S-Kurve, bevor man die Station erreicht. Eine zweite Runde folgt.

Die Beschleunigung des Spike Coasters gefällt mir sehr gut. Im Vergleich zu herkömmlichen Achterbahnen ist das System viel weniger träge. Das Einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist die langsame Geschwindigkeit der meisten Elemente des Sky Dragsters. Ich weiß, dass dies dazu dient, die Kräfte auf den Fahrer zu begrenzen, aber es ist irgendwie seltsam, einem System ein hohes Maß an Flexibilität beim Streckendesign zu erlauben, wenn man es dafür massiv regulieren muss. Wenn das Design jedoch hauptsächlich aus geraden Abschnitten besteht, ist das System in Ordnung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Spike Coaster am ehesten ausschließlich auf Kreuzfahrtschiffen wie dem Carnaval Mardi Gras zu finden ist. Für einen Vergnügungspark ist die geringe Kapazität der Bahn überhaupt nicht zu rechtfertigen, es sei denn, man ist das Mirabilandia und möchte mit seinem Fastpass-System ein paar zusätzliche Einnahmen erzielen.

Sky Circle und Wildwasser 3

In der gleichen Ecke wie der Sky Dragster befindet sich der Zamperla Turbo Force Sky Circle sowie die große transportable Wildwasserbahn Wildwasser 3 von Mack Rides. Es ist die zweite transportable Wildwasserbahn des Parkbetreibers, die ihren Weg in den Skyline Park gefunden hat. Die erste war die Pirateninsel, die nun im Eiffelpark in Rheinland-Pfalz eine neue Heimat erhalten hat. Die Wildwasser 3 war die größte Wildwasserbahn auf deutschen Kirmesplätzen und verfügt über drei Schussfahrten, wobei die erste rückwärts gefahren wird.

Allgäuflieger

In der Nähe der Wildwasserbahn 3 steht der größte Star Flyer der Welt. Das Kettenkarussell Allgäuflieger bietet einen weiten Blick über offene Felder, die Berge und natürlich den Skyline Park direkt unter einem. Wegen des starken Windes musste ich allerdings auf die Fahrt verzichten.

High Fly

Ein Fahrgeschäft, auf das ich freiwillig verzichtet habe, ist das große Überschlagspendel High Fly von SBF Visa, da ich bereits am Vortag beim Papageienflug in der Tatzmania Löffingen von den Bügeln geklemmt wurde und das nicht noch einmal riskieren wollte. Der High Fly ist derzeit das größte Überkopffahrgeschäft in Deutschland, aber dieser Rekord könnte leicht gebrochen werden, wenn sich ein Park dafür interessieren würde.

Sky Rafting

Die nächste Attraktion auf unserem Weg durch den Park ist Sky Rafting, früher bekannt als Wild ’n Wet. Die transportable Wasserrutsche von ART Engineering startet mit einem Vertikallift. Oben angekommen beginnt eine lange Rutschpartie. Durch die kurvenreiche Streckenführung beginnen die Boote sich stark zu drehen. Ein kleiner Drop am Ende der Rutschpartie kommt etwas überraschend, da niemand im Boot weiß, wer hier nass wird.

Kids Spin

Nicht ganz so unberechenbar, aber ebenfalls sehr drehfreudig ist der kleine Spinning Coaster Kids Spin. Der kleine Coaster von SBF Visa präsentiert sich im bewährten 3-Loop-Layout, wobei die aufwärts führenden Rechtskurven immer in eine abwärts führende Linkskurve münden. Durch den ständigen Wechsel der Kurven kommen die Wagen ordentlich ins Trudeln. Nach mehreren Runden kommt der Zug in der Station zum Stehen und die Wagen müssen manuell in die richtige Position gedreht werden, bevor die Bahn verlassen werden kann.

Geisterschlange

Vorbei an der großen Achterbahn SkyWheel fällt der Blick auf die Geisterbahn Geisterschlange. Das alte Fahrgeschäft des Schaustellers Lehmann hat im Skyline Park seinen Ruhesitz gefunden. Die Bahn ist einfach eine schöne Geisterbahn und es ist sehr erfreulich, dass sie in einem Freizeitpark wie dem Skyline Park für die Zukunft erhalten bleibt.

Zero Gravity

Da das Wetter während meines Besuches immer schlechter wurde und gegen Mittag starker Regen einsetzte, wollen wir nun einen Blick in die einzige Indoor-Attraktion des Skyline Parks werfen. Die Halle gegenüber der hübschen Baustellenbahn beherbergte früher einen Bewegungssimulator. Jetzt steht dort der Rotor Zero Gravity von SBF Visa. Das italienische Unternehmen hat das berühmte Fahrgeschäftkonzept neu interpretiert und dort, wo bei herkömmlichen Anlagen ein Holzfass steht, durchsichtige Wände eingebaut. Um die Reibung weiter zu erhöhen, sind die Wände zudem schräg und haben eine sehr raue Oberfläche. Das Fahrgeschäft könnte also etwas langsamer fahren, tut es aber nicht. Minutenlang wird man an die Wand gepresst, was mit der Zeit immer anstrengender wird. Die Lichtershow ist ein Pluspunkt, trotzdem war ich ganz froh, als die Attraktion endlich zum Stehen kam.

Bilder Skyline Park

Schlusswort

Es war schön, nach so vielen Jahren wieder im Skyline Park zu sein. Leider konnte ich aufgrund des Wetters und der Covid-19-Bestimmungen nicht alle Attraktionen ausprobieren, die ich gerne ausprobiert hätte. Dennoch war ich froh, die neue Achterbahn Sky Dragster getestet zu haben und ein paar Runden auf einigen klassischen Fahrgeschäften gedreht zu haben, bevor ich früher als geplant wieder abreiste.

 

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Der Flug des Fēnix

Die Änderungen im Toverland

Ich war lange nicht mehr im Toverland. Vieles hat sich in der Zeit nach meinem letzten Besuch geändert. So gibt es nun einen neuen Themenbereich samt Achterbahn und Bötchenfahrt, sowie einen nagelneuen Eingangsbereich namens Port Laguna. Dieser verbindet die Themenbereiche untereinander und dient als sympathischer Hub, zu dem man am Nachmittag zur Wasserspringershow wieder zurückkehrt. Es ist ein sehr ruhiger Bereich, was dem ganzen Trubel im restlichen Toverland sehr entgegenkommt.

Auch entspannt sich dadurch die Situation in der ersten Halle – also dem ehemaligen Eingangsbereich –, den man als ausgewachsener Freizeitparkfan nun eigentlich gar nicht mehr zu Gesicht bekommt; es sei denn, man möchte unbedingt mit dem Toos-Express (vormals Boomerang) oder der Schlauchbootrutsche fahren. Hier bietet sich dem Toverland also an, zukünftig die Halle noch mehr in ein Kleinkinderparadies umzuwandeln.

In der zweiten Halle zogen derweil auch einige thematische Änderungen ein. Aus der Wildwasserbahn wurde Expedition Zork (wobei sich hier eigentlich nichts geändert hat) und die Bobkartbahn Woudracer wurde zur Maximus-Blitz-Bahn umgestaltet und durch ein Dach über der außenlaufenden Fahrbahn wetterfest gemacht. Darüber hinaus hat man der Anlage eine neue Warteschlange verpasst, welche nun einem österreichischen Erfinder thematisiert. Passend dazu gibt es nun auch einen Biergarten, der jedoch hauptsächlich lokale Biere anbietet.

Im Außenbereich ist vor allem die neue Achterbahn Fēnix kaum zu übersehen. Zusammen mit der ruhigen (durch ihren Indoorpart jedoch durchaus imposanten) Wasserbahn Merlin’s Quest bildet sie den keltisch anmutenden Themenbereich Avalon.

Fēnix

Nachdem man die überaus sehenswerte Warteschlange hinter sich gelassen und sich für eine der Seiten entschieden hat, kann die Fahrt auf dem Wing Coaster Fēnix auch sogleich losgehen. In einer Rechtskurve führt uns der Feuervogel erst einmal durch eine dunkle Halle, in der auch das Wartungsgleis der Achterbahn untergebracht ist. Oberhalb dieses wirft uns ein Eisdrache böse Blicke zu und nebelt uns erst einmal ein wenig ein. Kurz darauf erklimmen wir den Lift der Anlage.

Auf einer Höhe von 40m angekommen können wir ein wenig die Aussicht genießen, denn im Gegensatz zu anderen Wing Coaster drehen wir uns nicht sofort um die eigene Achse, sondern fahren erst einmal durch eine weite Rechtskurve. Es kommt jedoch auch hier, wie es auf einem Großteil der Wing Coastern kommt und wir setzen zum Dive Drop an. Hierbei drehen wir uns erst kopfüber, ehe wir uns dann zu Boden stürzen. Mit voller Wucht passieren wir nun das erste Tal und fliegen sogleich über einen Airtime-Hügel. Nach einem zweiten druckreichen Tal wenden wir in einem recht hohen Immelmann die Richtung, woraufhin wir und nach rechts wenden und in eine bodennahe Kurve übergehen. Hier verbleiben wir dann einige Sekunden, wobei uns ordentlich Blut in die Beine gepumpt wird. Doch weit bevor wir die kritischen Werte erreichen, erklimmen wir auch schon eine Zero-G Roll und werden überaus geschmeidig um unsere eigene Achse gedreht. Wieder am Boden unterqueren wir recht zügig einen Fußweg, ehe wir in einer Linkskurve etwas an Höhe gewinnen. Diese bauen wir sogleich in einer Rechtskurve wieder ab, ehe wir in einem leichten Kurvenschwenker die Ausgangshöhe für die Bremsstrecke erreichen. Kurz darauf fahren wir auch schon wieder in die große Stationshalle ein.

Fēnix ist ein überaus witziger Wing Coaster, der mit seinen bodennahen Manövern zu überraschen weiß. Er setzt sich ein wenig von anderen Achterbahnen seiner Art ab, was jedoch keineswegs verkehrt ist. Anstelle von langgezogenen Inversionen werden hier nämlich hauptsächlich bodennahe Kurven durchquert, was zu ordentlich Druck in den Füßen führt. Dabei ist man jedoch immer noch weit vom Grey Out und anderen Unannehmlichkeiten entfernt, was wohl einer der Hauptkritikpunkte an der Bahn ist.

Ein anderer Kritikpunkt – und hier stimme ich jedem der Kritiker zu – sind die unfassbar steilen Treppen an der Anlage, was sich vor allem im Ausgangsbereich der Anlage zeigt. Mit Sicherheit wurden sie nach der geltenden Norm entworfen, es zeigt sich jedoch, dass niederländische Treppen tief in ihrem Inneren im Grunde Leitern sind. Abgesehen davon ist Fēnix natürlich eine großartige Bereicherung für das Toverland.

Bilder Toverland

 


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Sea World, nicht SeaWorld

Geschichte des Tier- und Freizeitparks Sea World

Die Ursprünge von Sea World gehen auf das Jahr 1958 zurück, als die Surfers Paradise Sky Gardens am Südufer des Nerang River in Carrara eröffnet wurden. Der Park von Keith Williams wurde durch seine Wasserski-Shows berühmt. Im Jahr 1971 wurde der Park an seinen heutigen Standort auf der Southport Spit unter dem Namen Ski Land verlegt. Ein Jahr später wurde der Park in Sea World umbenannt und um Delfinshows und andere Attraktionen erweitert. Es ist wichtig zu wissen, dass Sea World nichts mit der amerikanischen Freizeitparkkette SeaWorld zu tun hat, die derzeit drei Parks unter ihrer Marke SeaWorld betreibt. Dennoch ist es nicht verwunderlich, dass es in den vergangenen Jahrzehnten zu zahlreichen Auseinandersetzungen um die Markenrechte kam.

Im Jahr 1984 wurde der Park an Pivot Leisure verkauft. In den folgenden Jahren wurde der Park zu einem Resort ausgebaut. Gemeinsam mit Warner Bros. und Village Roadshow entwickelte und eröffnete Pivot Leisure 1991 die nahe gelegene Warner Bros. Movie World und kaufte den Wet ’n‘ Wild-Wasserpark nebenan. 1993 erwarben die Warner Bros. und Village Roadshow gemeinsam die Anteile von Pivot Leisure. Im Jahr 2006 übernahm Village Roadshow den gesamten Besitz der Gruppe, woraus die Village Roadshow Theme Parks entstanden.

Parkrundgang

Penguin Encounter and Sea Jellies Illuminated

Nach Betreten des Parks befindet man sich direkt vor einem großen See. Der einzig vorhandene Weg führt uns nach links und bald stehen wir vor dem Penguin Encounter. Dieses überdachte Tiergehege erinnerte mich sehr an die in den SeaWorld-Parks zu findenden und sollte daher nicht verpasst werden.

Die benachbarte Ausstellung Sea Jellies Illuminated ist ebenfalls sehr interessant, da man Quallen in einem völlig anderen Licht sehen kann. Sie sind zwar immer noch sehr geheimnisvolle Geschöpfe, aber die unterschiedlichen Lichtverhältnisse verleihen ihnen eine sehr faszinierende Ausstrahlung.

Monorail

Bis zur Fertigstellung des New Atlantis-Themenbereichs im Jahr 2022 wurde die Einschienenbahn des Parks eingestellt. Es wäre schön gewesen, eine Tour mit dem kultigen Transportmittel von Sea World zu machen. Direkt hinter der Monorail-Station befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz. Hier kann man gegen einen recht hohen Aufpreis einen Ausflug mit der Hubschrauberflotte des Parks machen.

Seal Guardians

Da die Show der Seal Guardians bald beginnen sollte, gingen wir direkt in das große Theater. Wie die meisten Robbenshows rund um den Globus ist die Show sehr auf Slapstick aufgebaut. Die Geschichte handelt von den Seal Guardians und ihrer Mission, die Ozeane sauber zu halten, aber natürlich gibt es ein böses Unternehmen, das sie dabei beobachten will, wie sie das SeaLab1 abreißen. Am Ende ist alles in Ordnung, alle haben gut gelacht und eine Person aus dem Publikum wurde nass.

Nickelodeon Land

Gleich neben dem Theater befindet sich das Nickelodeon Land. In Sea World präsentiert der berühmte Kindersender eine Reihe von Fahrgeschäften zu den Themen Spongebob Schwammkopf, Dora the Explorer und Teenage Mutant Ninja Turtles. Die auffälligsten Fahrgeschäfte sind Dora’s Fiesta Carousel, der Rockin‘ Tug Bikini Bottom Crosstown Express, die Teetassen Patrick’s Jellyfish Frenzy, sowie die kleine Familienachterbahn Spongebob’s Boating School Blast – eine Standard Family Gravity Coaster von Zamperla.

Jet Rescue

Direkt neben dem ehemaligen Standort der Sea Viper Achterbahn – Australiens erster Looping Achterbahn – befindet sich der Intamin Family Launch Coaster Jet Rescue. Ein Jahr nach der Eröffnung von Mick Doohan’s Motocoaster in Dreamworld eröffnete Sea World den ersten Double Launch Coaster Australiens mit einem sehr kompakten Layout voller enger Kurven.

Die Fahrt beginnt mit einem Start auf 60 km/h und geht sofort in eine 270°-Rechtskurve über, die extrem bodennah ausgeführt wird. Es folgt ein kurzer Camelback über die soeben passierte Abschussstrecke. Eine leichte Linkskurve bringt uns in eine kleine S-Kurvenkombination, die in den zweiten Launch-Bereich mündet.

Hier beschleunigen wir auf unsere Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Es folgt erneut eine stark geneigte Kurve. In einem abwechselnden Rhythmus rasen wir nun durch eine Reihe von Links- und Rechtskurven, wobei wir uns immer in Bodennähe halten. Nachdem wir die Strecke ein zweites Mal überquert haben, bremsen wir alsbald ab und kehren zum Bahnhof zurück.

Jet Rescue ist eine sehr lustige Achterbahn. Aufgrund des ehemals begrenzten Platzes wird hier eine Menge Action auf kleinstem Raum geboten. Die engen und stark geneigten Kurven und das insgesamt hohe Tempo im gesamten Layout machen diese Achterbahn zu einer sehr bemerkenswerten Familienfahrt und zu einer der besten Achterbahnen in Australien.

Storm Coaster

Storm Coaster ist der Ersatz für einen alten Favoriten: Das Bermuda-Triangle. Die große überdachte Wasserbahn mit zwei großen Drops und seiner außerirdischen Storyline ist auch heute noch in der Kopie im Movie Park Germany – der ehemaligen Warner Bros. Movie World Germany – zu erleben. Dort heißt die Bahn heute Area51 – Top Secret. Storm Coaster nutzt das Showgebäude des Bermuda-Dreiecks für den finalen Splash Down und für die Station.

Nach dem Einsteigen beginnt die Fahrt mit einer kleinen Passage durch den Kanal ohne jeglichen Hinweis auf eine Thematisierung. Am Ende der Halle angekommen, erreichen wir auch den Lifthügel der Bahn. Kurz darauf befinden wir uns auf einer Höhe von 28 m, ehe wir in einer kleinen, kurvigen Senke in die nächste Blockbremse eintauchen. Die anschließende Steilkurvenabfahrt ist das Highlight der Bahn und das Rauschen durch das Tal ohne größere Seitenstöße eine Wohltat für alle, die Poseidon im Europa-Park schon einmal erlebt haben. Bald darauf erreichen wir die zweite Blockbremse in luftiger Höhe. Nun geht es unter dem Hauptweg, der zur Attraktion führt, hindurch, bevor wir eine Anhöhe nehmen und in das Showgebäude verschwinden. Hier treffen wir auf das Wasser und werden ordentlich nass. Ein bisschen Thematisierung rechts und links des Weges macht den Rückweg zum Bahnhof angenehm kurzweilig.

Storm Coaster ist eine sehr spaßige Wasserachterbahn von Mack Rides. Das Showgebäude hat eine tolle Thematisierung und die Platzierung der Bahn im Park ist sehr gut gelungen. Es sieht einfach wie eine sehr große Achterbahn aus. Leider ist die Fahrt ein bisschen sparsam in der Thematisierung während der Fahrt, vor allem wenn man sie mit der Bahn vergleicht, die vorher an diesem Ort untergebracht war.

Ray Reef, Polar Bear Shores and Shark Bay

Vorbei an den Überresten des Viking’s Revenge Flume Ride und dem 3D-Kino, in dem bis vor kurzem der Film Spongebob Schwammkopf in 3D gezeigt wurde, machen wir uns nun auf den Weg zu einigen der größeren Tiergehege. Das erste auf unserem Weg ist das große Ray Reef Streichelbecken, in dem man die Rochen gegen einen Aufpreis füttern kann.

Dahinter befindet sich Polar Bear Shores – das einzige Eisbärengehege in Australien. Für einen Park wie Sea World sollte ein solches Gehege ein No-Go sein, da es kein Meeressäugetier oder ein verwandtes Tier beherbergt; es existiert jedoch seit dem Jahr 2000 und man muss wirklich nicht lange überlegen, um zu wissen, dass das subtropische Klima der Gold Coast nicht für die Haltung von Eisbären geeignet ist.

Die wahrscheinlich beste Attraktion in Sea World ist die Shark Bay. Dieser große Bereich bietet alles, was man in einem Aquarium sehen möchte, und es gibt so viele Möglichkeiten, einen Blick auf das Treiben unter dem Meeresspiegel zu werfen. Hier kann man leicht die meiste Zeit in Sea World verbringen, und wenn man es wirklich will oder viel Geld übrig hat, gibt es viele aufpreispflichtige Erlebnisse zu probieren.

Castaway Bay

Der Bereich Castaway Bay besteht aus dem aufpreispflichtigen Hochseilgarten Castaway Bay Sky Climb, der Spielstruktur Castaway Bay Sky Fortress und der Wasserschlacht Castaway Bay Battle Boats. Vor allem die letztgenannte Attraktion macht an einem typischen Tag an der Goldküste viel Spaß, da man sich hier auf sehr effiziente und spritzige Weise abkühlen kann.

Affinity Dolphin

Die Hauptattraktion von Sea World ist die Delfinvorführung im Affinity Stadium. Es ist ein bisschen wie ein Blick in die Vergangenheit, da Delfinvorführungen in den meisten Teilen der westlichen Welt nicht mehr zu sehen sind. Es wäre falsch von mir, diese Art von Shows zu kritisieren, da sie mir immer gefallen haben. Da wir jedoch die erste Vorführung verpasst hatten, beschlossen wir, nicht auf die zweite am Nachmittag zu warten.

Thunder Lake Stunt Show

Nach einem Blick auf das nahe gelegene Seal Harbour Areal gingen wir zurück zum Eingangsbereich des Parks, um die Thunder Lake Stunt Show zu sehen. Bei der Show treten die Sun State All Stars (die Guten) und die Bay City River Rats (die Bösen) in den Disziplinen Wakeboarding, Freestyle BMX und Wasserski gegeneinander an. Wenn man von der trivialen Geschichte mit all ihren Geplänkeln absieht, ist die Thunder Lake Stunt Show durchaus sehenswert. Vor allem der feuerspeiende Lastwagen auf dem Wasser wird in Erinnerung bleiben. Wie viele andere verließen auch wir den Park direkt nach der Show.

Bilder Sea World

Fazit Sea World

Insgesamt hatten wir einen tollen Tag in Sea World. Der Park ist zwar recht klein, bietet aber einige sehr interessante Tiergehege und eine Vielzahl toller Attraktionen. Allerdings kann man den Park für seine hohe Anzahl an kostenpflichtigen Attraktionen und einige seiner Tiergehege kritisieren. Da Parks für Meeressäuger im Allgemeinen immer mehr an Akzeptanz in der Öffentlichkeit verlieren, wird es interessant sein zu sehen, wie sich Sea World in Zukunft entwickeln wird.

 

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