| Freizeitpark: | Universal Studio Florida (seit 1990) |
|---|---|
| Adresse: | 6000 Universal Blvd |
| 32819 Orlando | |
| https://www.universalorlando.com | |
| Betrieb: | Universal Parks and Resorts |

| Freizeitpark: | Universal Studio Florida (seit 1990) |
|---|---|
| Adresse: | 6000 Universal Blvd |
| 32819 Orlando | |
| https://www.universalorlando.com | |
| Betrieb: | Universal Parks and Resorts |

Die “Ich – Einfach unverbesserlich” Filme gehören zu den erfolgreichsten Animationsfilmen aller Zeiten, was vor allem an den witzigen Minions liegt. In Despicable Me Minion Mayhem werden wir selber zu Minions und auf eine irrwitzige Reise geschickt, bei der wir unsere Eignung als Minion getestet werden. Gleichzeitig verlieren die drei Kinder ihr Geschenk an Gru und nun gilt es besagtes Geschenk zurückzubekommen. Der Fahrt in den Simulatoren und der gezeigte Film sind dabei überaus unterhaltsam, weshalb ich ein Besuch bei den Minions sehr empfehlen kann.
Es ist interessant wie lange sich gewisse Attraktionen in einem großen Corporate-Freizeitpark halten können. Das Shrek Franchise ist bereits 20 Jahre alt und hat bis dato fünf Filme hervorgebracht, wobei der letzte Film mittlerweile auch 10 Jahre her ist. Außerhalb der Universal Freizeitparks konnte man den Film im Movie Park Germany und der Warner Bros. Movie World an der Gold Coast in Australien sehen, doch in beiden Fällen stellte man die Attraktion vor etwa 10 Jahren ein.
Shrek 4D spielt nach den Geschehnissen des ersten Teils. Der Film ist durchaus gut produziert und überaus unterhaltsam, jedoch sah man ihm letztendlich sein Alter an. Ein Grund, warum die Attraktion nun bald geschlossen werden soll und stattdessen eine weitere Minion-Attraktion namens Illumination’s Villain-Con Minion Blast in den Park einziehen wird.
Hollywood Rip Ride Rockit ist die große Achterbahn der Universal Studios Florida. Sie war die erste Achterbahn mit einem Non-Inverted Looping. Darüber hinaus kann man, wie auch bei Hollywood Dream The Ride in den Universal Studios Japan, seine eigene Musikauswahl treffen.
Die Fahrt beginnt sogleich mit einem Vertikallift, statt jedoch direkt in eine ebenso vertikale, wenn nicht sogar steilere Abfahrt überzugehen, fahren wir ganz gemütlich eine steile Rampe herunter. Mit genug Geschwindigkeit schießen wir dann den Non-Inverted Looping empor. Nachdem wir die Aussicht auf der Kuppe des Loopings etwas genossen haben, stürzen wir uns sogleich wieder in das Geschehen. Kurz darauf nehmen wir einen längeren Aufstieg auf uns, woraufhin wir in die erste Blockbremse einfahren. Diese verlassen wir dann mit einem leichten Dreher nach rechts. Unten im Tal fahren wir dann in eine Helix ein, die gen Ende sich immer weiter verjüngt und steil emporschießt und ebenso steil abfällt. Nach einem weiteren Anstieg folgt dann auch schon die zweite Blockbremse just unterhalb der ersten. Der nun folgende Part führt uns in zahlreichen dynamischen Umschwüngen am Non-Inverted Looping und an der Station vorbei an die andere Seite der Bahn, wo uns mal wieder eine Blockbremse erwartet. Nach dem anschließenden Drop erwartet uns eine Reihe von S-Kurven, die dann in eine Steilkurve – ähnlich der eines Jet Star 2 – übergehen. Dies ist der druckvollste Abschnitt der Bahn. Auch nach diesem Element erwartet uns sogleich ein weiter Bremsabschnitt. Zuguterletzt erwartet uns noch ein kleiner Drop mit abschließenden Rumgekurve, ehe wir dann die finale Bremsstrecke erreichen und alsbald mit reduzierter Geschwindigkeit in den Bahnhof einfahren.
Hollywood Rip Ride Rockit nutzt den schmalen Streifen an Land, der ihr zur Verfügung steht recht gut aus. Die Bahn selbst bietet einige tolle Elemente und Streckenabschnitte; das war es dann leider auch schon, denn die Fahrt ist alles andere als irgendwie angenehm. Durch die Musik entsteht eine überaus kohärente und stimmungsvolle Fahrt, jedoch muss ich diese persönlich nicht so oft erleben.
Race Through New York Starring Jimmy Fallon ist eine interessante Attraktion. Der Wartebereich gleicht hier eher einer Lobby, in der man sich gemütlich hinsetzen kann oder sich die zahlreichen Exponate des Fernsehsenders NBC anschauen kann. Die Fahrt selbst beginnt im Studio der Tonight Show, wo Jimmy Fallon auf eine Fahrt durch New York aufbricht. Hier geht es erst einmal durch die Büros des Studios, dann über den Times Square, in die Subway hinunter und schließlich fliegen wir durch die Luft und auf den Mond. Grundsätzlich ist die Fahrt eher jemanden zu empfehlen, der die ganzen Anspielungen auf die Tonight Show kennt. Die Fahrt selbst ist abgedreht und insgesamt doch recht unterhaltsam.
Die Indoor-Achterbahn Revenge of the Mummy ersetzte im Jahr 2004 die große Themenfahrt Kongfrontation. Die Fahrt basiert auf den Mummy-Filmen mit Brendan Frasier, welcher gegen Ende der Fahrt auch eine kleine Rolle spielt.
Die Fahrt beginnt mit einem äußerst sehenswerten Themenfahrt-Teil, den wir nach der Szene mit den Skarabäen rückwärts verlassen und eine kleine Schussfahrt hinuntersausen. Kurz darauf werden wir auch schon wieder um 180° gedreht, woraufhin der eigentliche Achterbahnteil eingeleitet wird. Recht zügig schießen wir dann eine lange Rampe empor. Mit Schmackes rasen wir dann über die Kuppe und stürzen sogleich eine Steilkurve hinunter. Überaus intensiv durchfahren wir dann eine sehr enge Helix, ehe wir uns in Richtung Hallenboden stürzen. Hieran rasen wir durch eine bodennahe Kurve, welche zum Teil richtig starkes Banking aufweisen kann. Nach einem kurzen Speedbump erklimmen wir eine Steilkurve und Enden in der vermeintlichen Ausstiegsstation, wo uns Imhotep mit einem feurigen Finale überrascht. Nach einem weiteren Sturz und mehreren bodennahen Umschwüngen erreichen wir dann die eigentliche Schlussbremse, wo Brendan Frasier dann nach einem Kaffee verlangt und dem Fluch der Mumie unterliegt.
Revenge of the Mummy ist eine erstaunlich intensive Indoor-Achterbahn. Die Fahrt macht mit persönlich sehr viel Spaß, weswegen ich diese während meines Besuchs gleich mehrmals hintereinander gefahren bin. Die tollen Szenen zu Beginn der Fahrt, wie auch die wilde Achterbahnfahrt im Anschluss machen einfach nur Lust auf mehr.
Wenn die Blues Brothers angefahren kommen, ist eine gute Show nicht weit. Hier wird ein Song nach dem anderen geboten, wobei der Witz der beiden Brüder sehr gut auf die Bühne gebracht wird. Meist gibt es hier noch ein paar Gastmusiker, weswegen keine Show der anderen gleicht.
Wie auch The Amazing Adventures of Spider-Man in den Universal Studios Islands of Adventure punktet Transformers: The Ride 3D vor allem durch das verwendete Fahrsystem. Die Fahrt bietet einen gelungenen Mix aus Filmsequenzen und sehr gut inszenierten Kulissen, die die actionreiche Fahrt auf ein höheres Level heben. Wie auch in den Transformers-Filmen gibt es während der Fahrt so gut wie keine ruhige Sekunde. Hier wird geballert, gekämpft und mit coolen Sprüchen um sich geworfen, wo es noch geht. Alle paar Sekunden geht es dann in die nächste Szene, wobei die Übergänge absolut geschmeidig von statten gehen, so dass am Ende ein überaus kohärenter Gesamteindruck bleibt – sprich Transformers: The Ride 3D ist eine absolut geile Kiste.
Fast & Furious Supercharged ist keine gute Attraktion, wodurch sich die Wartezeiten hier stets in Grenzen halten. Die Fahrt selbst bietet denselben Over-the-Top Film, welcher in einem kurzen Segment während der Studio Tour in den Universal Studios Hollywood gezeigt wird; hier jedoch als Stand-Alone Attraktion. Während dieser als Teil der übergeordneten Studio Tour weder positiv noch negativ hervorsticht und bestenfalls als kurzweiliger Lückenfüller angesehen werden kann, so bietet die Attraktion in Orlando nichts, was auch nur eine Wartezeit von mehr als fünf Minuten gerechtfertigt. Zuvor stand an selberstelle mit Distaster! eine Attraktion, die deutlich mehr erzählerische Tiefe vorwies und auf die Entstehung eines Katastrophenfilms mit zahlreichen Spezialeffekten einging und bevor es zur eigentlichen Attraktion kam bereits eine Preshow und etwas Movie Magic bot, wo dann ausgewählte Darsteller aus dem Publikum an der Produktion des Films Mutha Nature mitwirkten.
Der Themenbereich The Wizarding World of Harry Potter übergreift beide Universal Freizeitparks in Florida. Während man in den Islands of Adventure Hogsmeade und Hogwarts besuchen kann, so kann man in den Universal Studios die Winkelgasse erkunden. Beide Themenbereiche sind durch die Doppelmayr-Standseilbahn Hogwarts Express verbunden. Für die Fahrt braucht man jedoch ein Ticket, das für beide Parks gültig ist. Während in der Walt Disney World ein Park Hopping Ticket durch die Distanz zwischen den Parks nur wenig Sinn ergibt, so ist die Fußläufigkeit zwischen den beiden Universal Freizeitparks ein großes Plus, ebenso darf man dann wie gesagt eine Fahrt auf dem Hogwarts Express wagen, was ein wirklich großartiges Erlebnis ist. Ebenso empfiehlt es sich beide Strecken einmal zu fahren, da sich die gezeigten Filmsequenzen unterscheiden.
Etwas versteckt hinter den Londoner Fassaden der Universal Studios Florida befindet sich die Winkelgasse (Diagon Alley). Neben der berühmten Zauberbank Gringotts, auf dessen Dach ein großer Drache thront findet man hier zahlreiche kleinere Geschäfte und Restaurants.
Die Hauptattraktion in der Diagon Alley ist der Multi-Dimension Coaster Harry Potter and the Escape from Gringotts des Herstellers Intamin. Diese Fahrt bietet einen gelungenen Mix aus Themenfahrt und Achterbahn, die jedoch recht düster daherkommt und auf den Ereignissen der späteren Harry Potter Filme basiert. Die Fahrt selbst ist recht gemächlich, kann sich aber durch ihre Weichen, Wippen und den drehenden Wagen echt sehen lassen. Ständig passiert irgendwas und am Ende gelingt einem irgendwie die Flucht vor Voldemort.
Die interaktive Themenfahrt Men in Black Alien Attack ist eine der besten Themenfahrten weltweit. Statt auf kleine Zielpunkte, schießt man hier einfach auf die verschiedenen Aliens, wodurch recht schnell eine große Punktzahl zusammenkommen kann. Zwischendrin drehen sich die Wagen teilweise recht rasant, wodurch eine überraschend dynamische Fahrt erzeugt wird. Während andere interaktive Themenfahrten schnell in die Jahre gekommen sind, so stellt man sich hier – trotz der mittlerweile doch recht alten IP – immer wieder gerne an.
Eine der ikonischsten Attraktionen der Universal Studios war Back to the Future: The Ride, wo man in nachempfundenen DeLorians auf eine hektische Zeitreise-Reise ging, um Biff wieder in die Zukunft zurückzuholen. Ersetzt wurde die Fahrt im Jahr 2008 sowohl in Hollywood wie auch in den Universal Studios Florida durch den Simpsons Ride – eine damals noch sehr relevante IP. Die Fahrt ist durch die verwendeten Simulatoren recht eindrucksvoll und die Pre-Shows sind sehr unterhaltsam. Der Film selbst ist hektisch und überladen. Darüberhinaus tut der 3D-Look den aus der Serie bekannten Figuren nicht wirklich gut. In Summe jedoch, ist die Fahrt definitiv unterhaltsam; dadurch das die Rechte jetzt bei Disney liegen, sollte man eine Fahrt definitiv wagen, solang man es noch kann.
Der Woody Woodpecker’s Kidzone Bereich ist sehr bunt durchmischt und hat bis auf den Woody Woodpecker’s Nuthouse Coaster keinen wirklichen Bezug zur bekannten Comicfigur. Stattdessen findet man hier einen Spongebob Shop, eine ziemlich abgefahren wirkende Schlauchbootrutsche um Feivel, der Mauswanderer, einen Spielbereich um Coco, der neugierige Affe, sowie die große Themenfahrt E.T. Adventure.
Animal Actors on Location! ist eine der ältesten Shows der Universal Studios Hollywood. Die unterhaltsame Show bietet einen Blick auf das Training der Tiere, welche dann in den Filmen eingesetzt werden können, und natürlich läuft hier alles ein wenig drunter und drüber.
Die Themenfahrt E.T. Adventure ist die mittlerweile älteste Themenfahrt in einem Universal Studios Park weltweit. Die Fahrt selbst ist toll gemacht und kann gerade durch ihre großen Bühnenbilder überzeugen, wobei mir persönlich der Indoor-Wartebereich im Wald wirklich imponiert hat. Die Fahrt erzählt die Geschehnisse des Films nach, ehe man dann auf den Planeten von E.T. gelangt und alles ein wenig bunter daherkommt. Summa Summarum, eine tolle Attraktion, die man gerne mitnehmen darf.
Beim Woody Woodpecker’s Nuthouse Coaster handelt es sich um das Standardmodell eines Vekoma Junior Coaster, den man genauso auch im Park nebenan als Flight of the Hippogriff erleben kann. Dementsprechend beginnt die Fahrt mit einer kurzen Kurve aus der Station und dem anschließenden Lifthügel. Sogleich absolviert man eine linksführende Steilkurve mit anschließender Aufwärtshelix, durchquert ein kurzes Tal und eine weite Rechtskurve in der Nähe der Station. Über einen Hügel überquert man den eben bestrittenen Streckenverlauf, woraufhin man in einer weiteren Helix etwas an Höhe abnimmt. Eine Linkskurve schließt sich an, worauf alsbald auch die Bremsstrecke wartet. Hier wartet man dann etwas, bis dann der Zug in der Station abgefertigt wurde und man in diese einfahren kann.
Bei The Bourne Stuntacular verschmilzt das Geschehen im Hintergrund nahtlos mit dem auf der Bühne. Teilweise fiel es mir hier richtig schwer Film von Schauspiel zu unterscheiden und allein das ist schon Grund genug, um sich die Show anzusehen. Was jedoch darüber hinaus geboten wird ist großes Kino; wie zum Beispiel große Actionszenen mit Bühnenbildern die parallel zu den Geschehnissen im Film über die Bühne fahren und vieles mehr. Ein herrlicher Spaß und eine Pflichtshow für jeden Freizeitparkfan und Showliebhaber.
Einer der lustigsten Shows der Universal Studios Florida ist die Horror Makeup Show, die einem einen Einblick auf Horrorfilme und die zugehörigen Tricks ermöglicht. Dabei hält sich der eigentliche Horror natürlich in Grenzen; wobei die Show viele Anspielungen aufweist und definitiv nicht kindgerecht ist; aber dafür gibt es ja Disney.
Die Universal Studios Florida gehören zu meinen liebsten Freizeitparks weltweit. Das Angebot hat mir richtig gut gefallen, auch wenn viele Bühnen im Park gerade nicht bespielt werden. Der Park bildet zusammen mit den benachbarten Freizeitpark Universal Studios Islands of Adventure ein tolles Gesamtpaket, welches man sich auch mehrere Tage am Stück gönnen kann, ohne dass es irgendwann langweilig wird.
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Das Rainbow Magicland ist mal wieder einer jener am Reizbrett entworfenen Freizeitparks, bei denen die eingangs erwarteten Besucherzahlen nicht mit der Realität zu koppeln sind und auch in Zukunft wohl nie zusammenfinden werden. Dabei dürfte die Betreibergesellschaft Alfa Park bereits im zwei Jahre zuvor eröffneten Miragica ähnliche Erfahrungen gemacht haben, so dass wohl noch einige Projekte von der Realisierung bewahrt wurden. Im Jahr 2011 eröffnete dann der, auf Kinderserien des italienischen Animationsstudios Rainbow basierende, Freizeitpark und was aus den Weiten des Internets noch sehr vielversprechend aussah entpuppte sich bereits durch Besucherberichte im zweiten Betriebsjahr des Parks als nicht haltbar.
Ich mache ungern einen Hehl daraus, dass das Rainbow Magicland seinem schlechten Ruf gerecht wird; immerhin haben wir nichts Anderes erwartet. Bereits bei der Einfahrt auf den Parkplatz wird das zuvor, durch diverse Besucherberichte, gefestigte Bild bestätigt, denn ein Großteil dessen wurde in der Zwischenzeit von der Natur eingenommen. Dies macht aber nichts, denn Besucher darf man hier eh nicht erwarten, so dass es ohne Zögern in den Park ging um dort die verspielte, mittlerweile stark heruntergekommene, Dekoration auf sich wirken zu lassen. Während man bei der Cinecittà World von Anfang an auf Qualität setze und der Park so wirkt, als wäre er gestern erst eröffnet worden, so wirkt das Rainbow Magicland wie ein 1970 eröffneter Märchenpark hierzulande; nur mit dem einen, aber sehr fundamentalen Unterschied, dass in einem alten Märchenpark oftmals sehr viel Liebe zum Detail steckt.
Was im Park jedoch kaum fehlt ist ein umfangreiches Angebot an Fahrgeschäften und so steuerten wir gleich die, von der Maurer AG erbauten, Abschussachterbahn Shock an. Mit ihrem Stützenwald sondergleichen und der überaus präsenten Lage direkt am zentralen See des Rainbow Magicland ist die Anlage ein außerordentlicher Blickfang, welcher in Verbindung mit der überaus stark präsenten Wassershow ein harmonisches Ensemble bildet.
Die Fahrt beginnt mit einem kurzen Dip hinaus aus der Station. Hieran fügen sich nun in leichter Schlangenlinienbewegung mehrere Auf- und Abfahrten an, die zwischenzeitlich alle von einer kurzen Blockbremsensektion unterbrochen werden und wohl den Darkridepart der Fahrt simulieren. Nachdem man diese unharmonisch verlaufende Kurve hinter sich gebracht hat, stürzt sich der Wagen auch sogleich ein weiteres Gefälle hinab und wird in der anschließenden Abschussstrecke durchaus stark beschleunigt. Mit Karacho überfährt man nun einen Hügel, in dem man recht ordentlich abhebt, ehe es zum ersten Mal aus luftiger Höhe dem Boden entgegengeht. Überaus druckvoll und mit einem Affenzahn durchquert man das nun folgende Tal. Hierauf schließt sich mit dem Non-inverted Loop das Hauptelement der Fahrt an, bei dem man einen Looping, jedoch ohne einen Kopfstand, emporschießt. Auf der Kuppe erfährt man erneut einen Airtimemoment allererster Sahne, just bevor der Wagen sich erneut nach Links neigt und sich dabei in die Tiefe stürzt. Am nun tiefsten Punkt der Anlage erlebt man erneut ein vorbildliches Kräftespiel, welches alsbald von einer brillanten Steilkurve getoppt wird. Nach einer kurvenreichen Auffahrt erreicht man dann eine Blockbremse und verliert einiges Energie, so dass die nächste kurvige Schussfahrt recht gemütlich befahren wird. In leichter Bayernkurvenmanier wird ein langgezogener Korkenzieher eingeleitet, bei dem man ein wenig in dem Bügel hängen darf ehe die finale Bremsstrecke erreicht wird.
Shock überrascht! Gerade in Vergleich mit den anderen X-Car Coastern überzeugt die Anlage auf ganzer Linie. Hier zieht sich der Bügel im Verlauf der Fahrt nicht unangenehm an den Körper und erlaubt ausnahmsweise eine sehr freie Fahrt ohne den Drang zu haben die Anlage auf dem schnellsten Weg wieder verlassen zu wollen. Auch sind die Kurvenradien sehr weit ausgelegt, so dass der wuchtige Wagen kaum den Drang verspürt über die Strecke holpern zu müssen. Die starken Kräfte und ausgeprägte Airtime machen die Fahrt zu der besten Achterbahn des Rainbow Magicland und einer der besseren des Landes.
In unmittelbarer Nähe befördert das Vekoma Sky Shuttle Isola Volante seine Fahrgäste gen Himmel, wobei die Sicht auf Park, Parkplatz und das nahe gelegene Designeroutlet Valmontone nur wenig spannend ist; dafür ist die Technik an sich, vor allem durch die einfachere Umsetzung zum Konkurrenzprodukt, erlebenswert.
Die berühmteste Kinderserie von Rainbow ist wohl mit Abstand der Winx Club, welche vor allem auf kleine Mädchen zugeschnitten wurde und auch hier zu Lande sogar einem eigenen Magazin in den Zeitschriftenregalen vertreten ist. Obwohl mit dem Castello du Alfea ein großer Gebäudekomplex mit 4D Kino der Serie gewidmet wurde, befindet sich auf halber Strecke zu dem künstlichen Schloss die Themenfahrt Planeta Winx, in welchen man, ähnlich dem Disneylandklassiker Peter Pan, durch die Szenerien der Serie fliegt. Die Fahrt selbst ist durchaus nett gestaltet und ab und an stößt man auch auf die Hauptakteure der Serie, welche stets die zugehörigen Szenen aus ihrem Element einleiten.
Direkt gegenüber befindet sich der Rollerskater Bombo, zugehörig zur Serie Monster Allergy, einer Koproduktion mit dem ZDF, welche auf dem Kinderkanal läuft und keinen besonderen Zeichenstil vorweisen kann; dementsprechend passt das Standardmodell aus dem Hause Vekoma ganz gut. Nach einer kurzen Kurve und dem anschließenden Lifthügel absolviert man hier sogleich eine Steilkurve mit anschließender Aufwärtshelix nach Links, absolviert ein kurzes Tal und durchfährt dann eine weite Rechtskurve in der Nähe der Station. Über einen Hügel überquert man den eben gestrittenen Streckenverlauf, woraufhin man in einer weiteren Helix etwas an Höhe abnimmt. Eine Linkskurve schließt sich an, worauf alsbald auch die Bremsstrecke wartet. Nach einer Runde ist die Fahrt auch schon zu Ende, wobei die Fahreigenschaften, trotz des modernen Zuges, nicht die besten sind.
Folgt man dem Rundgang trifft man nach einigen Metern auf das Maison Houdini, einer modernen Hexenschaukel aus dem Hause Vekoma, welches, warum auch immer, unterirdisch errichtet wurde. Das augenscheinliche Hauptgebäude beinhaltet somit nur die Preshows der Anlage und den Fahrstuhl, welcher die Fahrgäste nach unten befördert. Einige Meter weiter befindet sich ein zweites Gebäude im ähnlichen Stil, welches den Aufzug beinhaltet, welcher die Fahrgäste wieder nach oben befördert. Dazwischen befindet sich ein Platz mit Dachluken und Lüftungsschächte, worunter sich das eigentliche Fahrgeschäft befindet. Da die Anlage erst recht spät öffnete konnten wir das Mad House leider nicht testen; die Idee der unterirdischen Attraktion an sich ist toll, aber die Umsetzung ist platzraubend und wohl auch recht kostenintensiv, der gewonnene Platz entzieht sich zudem auch jeglicher Logik und Ästhetik.
Hieran schließt sich das Kinderland des Rainbow Magicland an, welches zur zweiten Art der modernen Kinderparadiese in Freizeitparks zählt, denn im Vergleich zu den nett gestalteten Bereichen im Gardaland oder Port Aventura steht hier alles recht nackt auf einer Betonplatte. Dabei wurde sowohl auf eine ansprechende Gesamtgestaltung, wie auch auf jegliche Vegetation verzichtet. Blöderweise sollte der hiesige Big Apple Amerigo erst zum späten Nachmittag öffnen, so dass wir auf eine Fahrt leider verzichten mussten um nicht den restlichen Tagesablauf über den Haufen werfen zu müssen. Warum diese einfache Kinderachterbahn jedoch als einzige Anlage im Park erst so spät öffnet entschließt sich mir nicht wirklich.
Vorbei an der Battaglia Navale, dem nett gestalteten Splash Battle von Preston & Barbieri ging es zum Freifallturm Mystika aus dem Hause SBF Visa. Dieser italienische Hersteller ist bekannt für seine Kleinkinderachterbahnen und sehr viel Grütze, die meist von Parkmanagern ohne jegliche Erfahrung, als bestes Beispiel sei der derzeit entstehende Ankapark bei der türkischen Hauptstadt Ankara genannt, geordert werden. Auch im Rainbow Magicland wollte man wohl einen großen Freifallturm bieten, welcher aber wohl im selben Moment nichts kosten durfte, andererseits ist der Turm mit einer Gesamthöhe von 70m, wovon mindestens 50m bereits als Bremsstrecke dienen, nicht zu erklären. Der Fall selbst ist schlichtweg in die unterste Schublade einzuordnen, hinzu kommt ein sehr unangenehmes Bügelsystem.
Mit dem richtigen Sitzplatz hat man immerhin noch Einsicht auf die beiden benachbarten Achterbahnen, wobei der Eingang zum Spinning Coaster Cagliostro näherliegt. Zugegebenermaßen sieht man von der Drehgondelachterbahn, außerhalb der abstrakt gestalteten Halle, nicht viel und auch im Inneren setzt man eigentlich nur auf Dunkelheit, wobei alle Bemühungen diesbezüglich durch die außenliegende Wende zu Nichte gemacht wurden.
Nach dem Lifthügel und dem bereits erwähnten Abstecher hinaus ans Tageslicht geht es, nach einer sanft absteigenden Gerade, eine Steilkurve dem Hallenboden entgegen. Hierauf schießt der Wagen einen Immelmann-Turn empor, worauf das anschließende Tal und der anfügende Aufstieg zur Blockbremse in einer wundervoll schwungvollen S-Kurve getätigt wird; doch nach dem eben absolvierten Blockbereich passiert nicht mehr viel. Über weite Kurven durchquert man nun einmal die komplette Halle und nähert sich dann immer weiter dem Boden. In reinster Zickzackmanier wird eine Gerade abgespielt, woraufhin man sich erneut am vorderen Hallenende befindet. Nach einer weiteren kurzen Kurve erreicht man den zweiten und größeren Lifthügel der Anlage, welcher einen wieder auf das Stationsniveau befördert.
Cagliostro ist zumindest im ersten Teil der Fahrt ein netter Spinning Coaster, doch dann verliert er an jeglicher Inspiration und gurkt wie kaum eine andere Anlage dieses Typs seinem Fahrtende entgegen. Wahrscheinlich war hier mal eine aufwendige Gestaltung mit größeren Szenenbildern gedacht, denn Platz ist in der Halle noch zu Genüge vorhanden, doch ohne all dem ist die Fahrt mit diesem Layout recht sinnbefreit und minder spannend.
Direkt neben dem Gran Teatro, wo das Musical Romeo & Julia von Gérard Presgurvic in einer 35-minütigen Vorstellung gezeigt wird, befindet sich die Themenfahrt Huntik 5D, welche auf der gleichnamigen Serie basiert. Als Seeker schließen wir uns also dem Team um Dante, Lok, Sophie und Zhalia an um gegen die Organisation zu kämpfen. Dazu schießen wir uns mit Pistolen durch aufwendig gestaltete Szenenbilder mit gelungenen Animatroniks und gut eingebettete Leinwände durch Horden von Titanen. Verwirrend ist dabei jedoch, dass auch unser Team Titanen einsetzt und diese am Ende auf den Leinwänden auftauchen. Wenn man diese Serie nicht kennt ist dies leider etwas unnötig, da es den ansonsten perfekten Eindruck etwas trübt. Der Serienbezug ist überaus gelungen, aber man muss die Serie nicht kennen um Spaß am diesem großartigen Shooting Darkride aus dem Hause Alterface zu haben. Huntik ist definitiv die beste Anlage des Rainbow Magicland und eine der besten Dark Rides dieser Art in Europa.
Zumindest von der äußeren Fassade gleichgestellt zeigt sich der Spillwater Yucatan seinen Fahrgästen. Mit seinen beiden Schussfahrten gehört die Wasserbahn zu einer der recht trockenen Anlagen dieser Art in Europa, dafür bekommt man aber gerade während der zweiten Kehre durchaus etwas für seine Augen geboten. Wer hingegen aber nass werden möchte, der ist beim benachbarten Rapid River Le Rapide bestens aufgehoben. Auch hier kann sich die Gestaltung durchaus sehen lassen, weswegen man die Anlage zu den besseren ihrer Art in Europa zählen kann.
Die letzte verbleibende Achterbahn ist der L’Olandese Volante, also der Fliegende Holländer; passender Weise von den niederländischen Achterbahnspezialisten Vekoma erbaut. Das Geisterschiff fliegt dabei merklich und nun sogar mit VR-Brillen über die Strecke des Standartmodells nach dem Prototypen Calamity Mine des belgischen Freizeitparks Walibi Belgium.
Dabei beginnt die Fahrt mit einer Rechtkurve und dem anschließenden Lifthügel, welcher einen, wie auch im Gardaland, leider sehr geradlinig hinaufbefördert; von den akzentuierten Querneigungen des Originals bleibt auch in dieser Version nichts übrig. Oben angekommen wirft sich der Zug sogleich in eine Linkshelix und abwechselnd in drei 180° Kurven ehe die erste Zwischenbremse und sogleich der zweite Lifthügel erreicht wird. Auch diesen passiert man ebenso belanglos wie den ersten. An der höchsten Stelle der Strecke angekommen überquert man einen kurzen Hügel und nähert sich sogleich dem Boden in einer weiten Rechtshelix wieder an. In einer Linkshelix baut man wieder an Höhenmeter auf, bevor man diese in einer weiteren Abwärtshelix wieder abbaut. Nach einer weiteren Linkskurve wird auch sogleich die Bremsstrecke und kurz darauf die Station wieder erreicht.
Wenn es dem Rainbow Magicland und Vekoma bei dieser Anlage darum ging die Quadratur des Kreises zu finden, es ist ihnen gelungen. Anders ist diese, selbst für den Hersteller unübliche, Holperigkeit, die der Zug über die gesamte Strecke an seine Fahrgäste wiedergibt, einfach nicht zu erklären. Gut, auch Mammut im Gardaland fuhr sich nicht wirklich rein, aber L’Olandese Volante toppt in dieser Hinsicht einfach alles. Ich bin selten eine so unangenehme Achterbahn gefahren, weshalb ich hier von einer Fahrt tatsächlich mal abraten muss.
Das Rainbow Magicland blendet, wie kein anderer Park, durch seine opulenten, jedoch bereits recht zerfallenden, Fassaden, kann aber auch durchaus einige Lichtblicke vorweisen. Neben der Themenfahrt Huntik 5D und der Achterbahn Shock mangelt es dem Rainbow Magicland etwas an Höhepunkten, die einen zu mehreren Fahrten ermutigen, zudem möchte man bei manchen Attraktionen wirklich nicht erneut einsteigen. Mit dem überaus hässlichen Kinderland und dem darin befindlichen, aber bis zum späten Nachmittag, geschlossenen Big Apple bot der Park zudem ein Lowlight par Excellence; es ist also kein Wunder, dass der Park so ist, wie er ist.
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