Mein Erstbuch im Dennlys Parc

Rund um ein altes Marmor-Sägewerk entstand im Laufe der Jahre der kleine Familienfreizeitpark Dennlys Parc. Der Name des Freizeitparks setzt sich aus dem Dorfnamen Dennebroeucq und dem durch ihn fließenden Gewässers, der Lys, zusammen.   

Nitro

Die erste Attraktion, welcher wir auf unserem Rundgang durch den Park begegnen, ist die Doppel-Achterbahn Nitro. Die von Preston & Barbieri erbaute Anlage bietet auf einer sehr kompakten Grundfläche gleich zwei ineinander verschlungene Strecken, welche als Möbiusschleife ausgeführt sind – es handelt sich also nur um eine Achterbahn mit zwei Abschnitten.

Nachdem gleich alle sechs Wagen parallel in der Station beladen wurden, kann die wilde Fahrt auch gleich losgehen. Auf einer Höhe von 10 m angekommen hat man genug Zeit auf einer längeren Geraden die Aussicht zu genießen, ehe es dann zur ersten Schussfahrt geht. Sogleich geht es für beide Strecken über einen Airtimehügel und dann in eine recht enge Aufwärtsspirale. Es folgt ein gemächlicher Zickzack-Parcours hinein in die Blockbremse. Während die ursprüngliche rechte Seite der Strecke nun eine gemächliche Rechtskurve absolviert und dabei die erste Talfahrt überquert, stürzt sich die ursprünglich linke Seite sogleich gen Boden. Es folgt auf beiden Seiten eine mehr oder weniger wellige Linkskurve, ehe die nächste Blockbremse erreicht wird. Kurz darauf fährt man in die Station. Da man jetzt jeweils auf der anderen Seite befindet, folgt alsbald die zweite Runde durch das Layout.

Prinzipiell ist die Möbius-Achterbahn Nitro schon irgendwie cool, wären da nicht die insgesamt ereignislose Fahrt und die eher schlechten Fahreigenschaften. Die kompakte Bauweise tut dem Konzept nicht wirklich gut; nun hat im Grunde zwei sehr kurze Achterbahnen, die jedoch beide nicht wirklich überzeugen.

Squadron 33

Direkt gegenüber der Achterbahn Nitro befindet sich der Zugang zum Technical Park Aerobat Squandron 33. Im Vergleich zu den Prototypen aus dem Parc des Combes fährt sich die Anlage weniger schwerfällig und so kann man mit etwas Glück eine durchaus interessante Fahrt erleben, ohne dabei zwangsweise überkopf zu sein.

Furio

Wie in jedem guten Familienfreizeitpark in Frankreich darf es auch im Dennlys Parc nicht an einer Soquet Achterbahn mangeln. Die Fahrt auf Furio beginnt mit einer Linkskurve, woraufhin der Lifthügel erreicht wird. Oben angekommen genießen wir ein wenig die Aussicht auf die umliegende Umgebung mitsamt der Schlauchbootrutsche Azteca, ehe wir uns ins Tal stürzen. Der Linkskurve folgend erklimmen wir einen Hügel und stürzen uns nach einem kurzen Richtungswechsel in einer 540° Helix rasant zu Boden. Nun schießen wir über einen kleinen Hügel, an dem sich dann eine sehr lange Rechtskurve in seichter Bayernkurvenmanier anschließt. Nach einem weiteren Richtungswechsel zieht es uns ein weiteres Mal in eine Senke, woraufhin wir auch schon wieder die Station erreichen. Sogleich schließt sich eine zweite Runde auf der insgesamt ganz netten Familienachterbahn an.

Voltigo

Die letzte Achterbahn des Parks befindet sich in einer mexikanisch angehauchten Ecke des Freizeitparks, wo sich unter anderem auch das kleine interaktive Kino befindet, in dem der Film Desperado 4D gezeigt wird.

Bei Voltigo handelt es sich um einen kompakten Spinning Coaster aus dem Hause Gosetto. Wie auch andere kompakte Drehgondelachterbahnen anderer Hersteller, besteht das Layout aus einer einfachen Acht. Wie zu erwarten, kommen die Gondeln gut in Schwung und erzeugen ganz gemächlich einen netten Drehwurm.

Crazy River

Die letzte größere Anlage im Dennlys Parc ist der Crazy River. Hierbei handelt es sich um eine Spinning Raft Anlage aus dem Hause Reverchon. Die Fahrt selbst ist erfrischend und führt nach der ursprünglichen Schussfahrt über mehrere Stromschnellen, wobei man mit etwas Glück recht nass werden kann.  

Alcion, Icarius, Temp’O, Baie des Pirates und Vigie

Die weiteren Fahrgeschäfte des Dennlys Parc kommen weitesgehend aus dem Hause Zamperla. Hierbei sind vor allem die Schiffschaukel Alcion, der Wellenflug Icarius, die Disk’o Temp’O, der Wellenhopser Baie des Pirates und der Freifallturm Vigie erwähnenswert, welche allesamt sehr stimmig in Szene gesetzt wurden.

Bilder Dennlys Parc

Fazit Dennlys Parc

Der Dennlys Parc ist ein durchaus netter, wenngleich auch sehr kleiner Familienfreizeitpark mitten im Pas-de-Calais. Allein die Anfahrt zum Park ist ein tolles Erlebnis und verbunden mit einem Besuch des nahen Freizeitparks Bagatelle oder einem Tag am Meer ergibt sich ein recht schöner Tagesausflug für die ganze Familie.  

 

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Feria de Atracciones de Navidad (2021)

Ein Besuch in Valencia zur Weihnachtszeit ist einfach toll und wird am Abend noch besser. Die Stadt selbst hat ein tolles Flair, und ich habe meinen Spaziergang vom Bahnhof Estacio del Nord in Richtung des Hafens sehr genossen, um die örtliche Feria de Atracciones de Navidad zu besuchen – eine sehr große Weihnachtskirmes. Höhepunkt war natürlich die von S.D.C. gebaute Variante des klassischen Jet Star 2-Designs von Anton Schwarzkopf, zusammen mit dem zweiten jemals gebauten Reverchon-Hang Glider Ala Delta für den Schausteller Bañuls oder der sehr aufregenden Stand-Up Enterprise. 

Rasend durch die Helices

Vorwort

Wir befinden uns im zweiten Jahr der Covid-19-Pandemie und es kehrt langsam wieder ein wenig Normalität ein, da die Zahlen in Deutschland derzeit sinken und immer mehr Menschen sich impfen lassen. Früher bestehende Einschränkungen sind aufgehoben und ein Besuch in einem Freizeitpark fühlt sich wieder richtig gut an – auch wenn wir alle mit Mundschutz unterwegs sind, wenn wir es nicht vermeiden können, anderen Menschen zu nahe zu kommen und natürlich auch auf den Fahrgeschäften.

Der Serengeti-Park und seine Serengeti-Safari

Da der letztjährige Besuch nicht der beste war, da der Serengeti-Park sehr voll war und die Kapazität der Fahrgeschäfte auf ein Minimum beschränkt war, habe ich mir einen Tag frei genommen und den Park an einem sehr ruhigen Freitag besucht. Das hatte natürlich den Vorteil, dass ich die großartige Serengeti-Safari – eine der wenigen Drive-Through-Safaris weltweit – in meinem eigenen Tempo und ohne zu sehr von den anderen Autos eingeschränkt zu sein, erleben konnte. Zudem war ich genau zur richtigen Zeit für die Fütterung der Löwen anwesend, was zu einigen großartigen Bildern führte.

Splash Safari und die Black Mamba

Nach der Fahrt durch die Serengeti-Safari war es an der Zeit, den Freizeitpark zu erleben. Hier habe ich mich hauptsächlich auf die anderen „Safari“-Erlebnisse konzentriert, die hauptsächlich eher einzigartige Attraktionen sind und zum größten Teil keine Tiere zeigen. Besonders gefallen haben mir die Splash Safari und die Black Mamba Jetboat-Fahrt, da beide sehr gut geeignet waren, um an einem sehr heißen Sommertag für Abkühlung zu sorgen. Während die Splash Safari eine nette RIB-Speedbootfahrt auf dem zentralen See des Parks bietet, wurde man bei der Black Mamba Jetboat-Safari in der Sekunde durchnässt, in der die Fahrt begann – nicht wirklich überraschend: Es war die beliebteste Fahrt am Tag meines Besuchs.

Batukai Racer

Der jüngste Neuzugang im Serengeti-Park ist die Achterbahn Batukai Racer von Technical Park, die den in die Jahre gekommenen Chura Racer – einen großen Tivoli-Coaster aus dem Hause Zierer – ersetzt. Das Layout der 13 m hohen Familienachterbahn besteht im Grunde nur aus einem steilen Drop, gefolgt von drei aufeinanderfolgenden Helices. Die erste von ihnen ist sehr interessant, da der Radius dieser bei der Annäherung an den Boden kleiner wird, was zu sehr hohen G-Kräften und einer eher ungewohnten Neigung führt. Die zweite wirkt wie eine kleine Pause zwischendurch, da man etwas mehr Höhe gewinnt, bevor die letzte Helix sich dem Boden nähert. Die Fahrt selbst ist ein wenig ruckelig, aber nicht unangenehm und ein ziemlich aufregendes Erlebnis.

Ein verlorenes Handy

So aufregend sogar, dass ich kurz nach meiner ersten Runde eine zweite machen wollte. Allerdings war ich beim Fotografieren mit meiner Kamera etwas abgelenkt, so dass ich nicht merkte, dass ich mein Telefon auf einer der Bänke in der Nähe liegen ließ, bevor ich mich für die zweite Fahrt anstellte. Nach der Fahrt war mein Handy weg und ich geriet ein wenig in Panik. Ich fragte den Ride-Operator, ob er etwas gesehen hat, aber das half nicht. Er gab mir jedoch die Information, dass es am Ende des Tages im Service-Center in der Nähe der Hauptkassen des Parks landen könnte. Ich wartete einige Zeit und beschloss schließlich, es zu versuchen und ging den ganzen Weg zum Service-Center. Doch sie hatten bis jetzt noch nichts gefunden. Sie baten mich, kurz vor ihrer Schließung wiederzukommen oder nach meinem Besuch eine E-Mail zu schreiben. Demzufolge ging ich kurz vor 17 Uhr zurück und zu meiner eigenen Überraschung haben sie es tatsächlich gefunden!

Auch wenn ich mir ein wenig Sorgen um das Telefon machen musste, hatte ich einen sehr schönen Tag im Park. Die Fahrt durch die leere Serengeti-Safari, die Fahrten mit den Achterbahnen Safari Blitz und Batukai Racer, sowie die erfrischenden und durchnässten Wasserfahrten auf der Splash Safari und der Black Mamba haben den Tag für mich perfekt gemacht.

Bilder Serengeti-Park

 


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