Eine Reise in die 80er Jahre

Branson, Missouri ist eine wirklich interessante Stadt. Das Vegas im Bible Belt fällt durch seine immense Anzahl an Touristenfallen, Country Theatern und Hotels einfach nur auf. Bibeltreue Christen kommen hier definitiv auf ihre Kosten und treiben es mit der großen Musicalshow im Sight & Sound Theatre auf die Spitze. Ja, das Publikum in Branson ist anders und das ist auch gut so, denn so ist die Touristenburg immerhin halbwegs verträglich. Ich zumindest freute mich auf zwei Tage im Freizeitpark Silver Dollar City.

Geschichte des Freizeitparks Silver Dollar City

Als im Jahr 1869 die Marvel Cave nach Bleierz erkundet wurde hatte man von dem Potential des Geländes natürlich noch wenig Ahnung; immerhin führte die erste Expedition zu keiner Erkenntnis. Da sich die Bergleute jedoch sicher waren, dass eine der Hallendecken Marmor enthielte, startete man im Jahr 1882 eine weitere Expedition. Zwar stieß man statt auf Marmor nur auf Kalkstein und einer riesigen Menge Guano (Fledermauskacke), doch nach viereinhalb Jahren war auch mit dem Abbau Schluss und das Gelände veräußert.

William Henry Lynch erwarb 1989 die Höhle und eine Quadratmeile des umliegenden Landes, um einige Jahre später Touristen durch die Höhle zu führen. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten ist die Höhle nun seit Anfang der 1900er Jahre ununterbrochen für Besucher zugänglich, wodurch sie zu den ältesten touristischen Zielen der Ozarks zählt. Nach dem Tod von William Lynch übernahmen die Töchter das Geschäft, ehe der Staubsaugervertreter Hugo Herschend die Höhle für 100 Jahre pachtete.

Nach seinem Tod übernahm seine Frau Mary und die beiden Söhne Jack und Peter das Geschäft. Nach dem Bau einer Standseilbahn am heutigen Höhlenaufgang fokussierte man sich vermehrt um das Gelände um die Höhle herum um mehr Touristen anzusprechen. Mit dem Nachbau eines typischen 1880s Ozark Village wurde dabei der Grundstein für den heutigen Freizeitpark Silver Dollar City und der Herschend Family Entertainment Gruppe errichtet.

Und genau dieses betritt man auch sogleich man die Parkplatz-Tram verlassen hat. Auf eine zutiefst immersive Art und Weise wird man sogleich in die 80er Jahre zurückbefördert, genauer gesagt 100 Jahre vor meinem Geburtsjahr. In diesem Bereich sind vor allem die Handwerker in den verschiedenen Manufakturen anzutreffen, egal ob Kerzen, Fudge, Marmelade oder sämtlich denkbaren Holz- und Glaswaren, alles ist gläsern und wird vor den Augen der schaulustigen Passanten hergestellt.

Parkrundgang durch Silver Dollar City

Time Traveler

Die erste Attraktion auf unserem Rundlauf nimmt uns dann ebenfalls auf eine Zeitreise mit, wenngleich auch eine etwas modernere Interpretation dessen. Der Steam Punk ist mit seinem Siegeszug bis nach Silver Dollar City gefahren und am Bord dessen die Firma Mack Rides. Der Achterbahnhersteller aus dem Schwarzwald überrascht mit seiner bislang innovativsten Achterbahn, dem Time Traveler. Dabei ist das Konzept einer Drehgondelachterbahn keineswegs neu – doch die Ausführung ist es definitiv.

Nachdem man im Zug mit seinen vier Gondeln Platz genommen hat, kann die Fahrt auch gleich beginnen. Langsam wird man aus der Station befördert, ehe man sogleich in einen 90° Sturz einfährt. Die bislang nur vor- und rückwärts gerichteten Passagiere werden zuvor noch durch eine einseitig angebrachte Wirbelstrombremse in Rotation versetzt, wodurch jetzt schon keine Fahrt der anderen gleicht. 27m weiter unten geht es nun beschwingt durch ein Tal, ehe wir einem Dive Loop emporklettern und die Welt in sämtlichen denkbaren Lagen überkopf sehen. Mit Schwung folgen wir nun in leichten Schwenkern dem Gelände an der Achterbahn Thunderation entlang. Eine Wendekurve führt uns dann in die erste Blockbremse der Anlage, wo wir auch zum Stehen kommen und sich die Drehung bis auf ein Minimum verlangsamt.

Es dauert nicht allzu lang und unser Zug wird auf der nun folgenden Abschussstrecke beschleunigt, wobei die Drehung leider ruckartig einsetzt. Über eine hochgeständerte Wende geht es nun rasant in einer Steilkurve dem nächsten Element entgegen. In einem 29m hohen Looping erleben wir die Welt nun ein zweites Mal überkopf, was ein atemberaubendes Gefühl ist. Hieran fügt sich ein schnell überfahrener Umschwung an, welcher sogleich in das dritte Inversionselement der Fahrt überleitet. Der als Zero-G Roll vermarktete Korkenzieher ist dabei nicht von schlechten Eltern und überzeugt auf ganzer Linie. Nach einer weiteren Kurve und einem kleinen Hügel erreichen wir den zweiten Launchabschnitt, welcher den Zug die nötige Energie zum Erreichen des Stationslevels zufügt. Eine, an einem Dive Loop erinnernde, Wende und eine auffährtsführende Steilkurve prägen das Finale der Fahrt, ehe wir uns sogleich auf der Bremsstrecke und alsbald in der Station der Anlage wiederfinden.

Der Time Traveler ist eine rundum besondere Achterbahn, die durch ihr atemberaubendes Setting in sämtlichen Punkten überzeugen kann. Das Layout ist schlichtweg einzigartig und sticht durch die verwendeten Elemente weitestgehend hervor; der nicht ganz ruckfreie erste Abschuss ist dabei die einzige Schwachstelle der Bahn, welche wie kaum eine andere Achterbahn das Familienpublikum des Freizeitparks zu überzeugen weiß.

Thunderation

Unter den Klängen einer Country Version von If I could turn back time geht es sogleich zur benachbarten Achterbahn Thunderation, wo ich mir den Wunsch nach einer Zeitreise tatsächlich ganz gerne mal erfüllt hätte. Bis vor einigen Jahren fuhren hier nämlich der zweite, wie auch der vierte Wagen der fünfgliedrigen Züge rückwärts. Heutzutage jedoch sind alle Blicke nach vorne gerichtet, was diesem recht besonderenen Mine Train aus dem Hause Arrow leider etwas weniger besonders macht.

Wie auch beim Time Traveller geht auch bei Thunderation geht die wilde Fahrt gleich nach Verlassen der Station los. In einer Rechtskurve nehmen wir langsam, aber sicher immer mehr Geschwindigkeit auf. Nach einer kurzen Geraden flitzen wir sogleich durch eine Linkskurve, ehe wir uns in eine stetig verjüngende Rechtskurvenspirale begeben. Diese mündet dann in einen kurzen Tunnel, woraufhin wir über einen kurzen Hügel schnellen. Eine am Hang verlegte bodennahe Rechtskurve bildet dann das Highlight der Fahrt. Nach einem kurzen Linksschlenker werden wir in einer Blockbremse abgebremst, woraufhin der Lifthügel der Anlage auf uns wartet. Gemächlich geht es nun wieder bergaufwärts. Oben angekommen begeben wir uns sogleich in eine weitere Linkskurve, die alsbald unerwartet steil abfällt. Nach einem kurzen Anstieg und einer Rechtskurve befinden wir uns auf dem Stationslevel, wo wir nun in der Bremsstrecke vor der Station zum Stehen kommen.

Thunderation ist ein großartiger Mine Train, welcher sich wie eigentliche alle späten Arrow Mine Trains durch seine sehr intensive Fahrt auszeichnet. Das Layout ist durch seine Lage am Hang unfassbar grandios, auch wenn die Fahrt nach dem Lifthügel gerne etwas länger hätte sein können.

The Flooded Mine und Frisco Silver Dollar Line Steam Train

Fans uriger Themenfahrten kommen mit The Flooded Mine vollkommen auf ihre Kosten. Hierbei versucht man auf dem Weg durch die sich flutende Mine des lokalen Country Prisons die Gefangenen von ihrer Flucht abzuhalten. Dabei kann man mit Pistolen auf verschiedenste Ziele zielen, wobei jedoch eine Fahrt ohne sogar deutlich mehr Spaß macht.

Direkt neben The Flooded Mine befindet sich die Station des Frisco Silver Dollar Line Steam Train. In der großen Schmalspur-Dampfeisenbahn geht es 20 Minuten lang durch die Ozark Mountains und den Freizeitpark. Zwischendrin wird der Zug in einer Showeinlage von mehreren ungeübten Bankräubern ausgeraubt. Ein herrlicher Spaß, den man keineswegs verpassen sollte.

The Grand Exposition und Fireman’s Landing

Im Kinderbereich The Grand Exposition treffen wir auf zahlreiche Fahrgeschäfte des italienischen Herstellers Zamperla. Hier können kleine Freizeitparkfans auf The Grand Exposition Coaster ihre erste Achterbahnfahrt erleben oder auf einem der zahlreichenden Rundfahrgeschäften eine Runde nach der anderen drehen. Neben einer Schiffschaukel findet man hier einen Wellenflug, ein Teetassenkarussell, eine Berg- und Talbahn, sowie eine Disc’o und einige kleinere Karusselle des Herstellers.

Firefall

Der für mich interessante Kinderbereich ist Fireman’s Landing, wo sich weitere klassische Rundfahrgeschäfte in einem stimmigen Ambiente befinden. Die interessanteste Attraktion ist dabei der S&S Double Shot Firefall, welcher sich zuvor im nahen Freizeitpark Celebration City befand. Als der Schwesterpark dann 2008 geschlossen wurde, zog die Anlage von dem einen Standort in Branson zum anderen um. Die Fahrt selbst überzeugt durch ihre großartige Airtime und sollte daher von niemanden ausgelassen werden.

Giant Barn Swing

An der Baustelle der neuen Raftinganlage Mystic River Falls vorbei geht es nun in Richtung einer weiteren Attraktion aus dem Hause S&S, dem Screamin‘ Swing Giant Barn Swing. Diese überdimensionierte Schaukel befördert die Passagiere mit Druckluft in eine überaus bemerkenswerte Höhe, von der man eine tolle Sicht auf die neue Raftinganlage haben dürfte, aber auch jetzt schon auf die nahe Achterbahn Outlaw Run hat.

Outlaw Run

Outlaw Run ist die erste Holzachterbahn des Herstellers RMC, welcher zuvor durch seine I-Box Lösung der alten Holzachterbahn Texas Giant aus dem Freizeitpark Six Flags Over Texas ein neues Leben als Stahlachterbahn ermöglicht hat. Wie auch beim New Texas Giant erwartet die Besucher eine wilde Fahrt über zahlreiche atemberaubende Elemente, wovon viele davon erstmalig auf dieser Achterbahn verbaut wurden.

Die Fahrt auf Outlaw Run beginnt sogleich mit dem Lifthügel der Anlage, welcher einen auf eine Höhe von 32,6m bringt. Nach einem kleinen Dip schnellt der Zug über eine knapp bemessene Kuppe, woraufhin wir losgelöst von unserem Sitz in einem 81° steilen Gefälle gute 50m zu Boden stürzen. Nach einem druckreichen Tal schießen wir sogleich eine steile Linkskurve empor, welche sogleich in eine Overbanked Inversion am Scheitelpunkt des Hügels übergeht. In einer weiteren Linkskurve rasen wir nun durch das Tal und wenden uns sogleich einer Reihe von Umschwüngen zu, die uns zu jeder Zeit ordentlich aus dem Sitz heben. In einem Twist & Turn erleben wir zum ersten Mal das Gefühl einer lateralen Schwerlosigkeit auf einer Achterbahn, ehe wir uns in das nächste Tal begeben. Über einen weiteren geschwungenen Airtimehügel nähern wir uns dem Finale der Fahrt. Nach einem flachen Airtimehügel schrauben wir uns bodennah in einer doppelten Heartline Roll empor. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke der Anlage, woraufhin unsere Fahrt in der Station endet.

Was für eine Fahrt! Outlaw Run ist definitiv keine Achterbahn für schwache Mägen, denn sie hat es ganz schön in sich. Die vielen Airtimemomente und zugleich wahnsinnig druckreichen Täler sorgen für eine atemberaubende Fahrt, die man keineswegs wieder vergessen wird. Die beiden Inversionen am Ende der Fahrt sind zudem ein Novum für eine Holzachterbahn, welche einem ganz schon schummerig werden lassen können. Die Fahrt ist schlichtweg genial und sollte von jedem Achterbahnfan erlebt werden.

Tom and Huck’s River Blast und Fire in the Hole

Auf unserem Rückweg aus der Sackgasse rund um die Achterbahn Outlaw Run stoßen wir auf die überaus schnieke interaktive Wasserfahrt Tom and Huck’s River Blast, bei der man Tom Sawyer und Huckleberry Finn auf den Spuren ist.

Ein weiteres Highlight in Silver Dollar City ist die Themenfahrt Fire in the Hole. Die Fahrt behandelt den Brand des – aus dem Guanoabbau der Marvel Cave entstandenen – Bergbauörtchens Marmaros. Eine Bürgerwehrgruppe namens Bald Knobbers steht in dem Verdacht das Dorf niedergebrannt zu haben. Genaueres jedoch weiß man nicht, jedoch hat man sich schlussendlich für diese Geschichte entschieden. Vorbei an mehreren Szenen geht es nun in einem großen Oval immer weiter bergauf. Man beobachtet dabei, wie die Bewohner versuchen ihr Dorf zu löschen, ehe man über eine einstürzende Brücke fährt und die Fahrt folglich einer Achterbahn gleicht. Ein zweites Gefälle schließt sich an, als man einem entgegenkommenden Zug ausweicht. Unter dem Aufschrei Fire in the Hole kracht man dann noch in eine Lagerhalle für Dynamit, welche zum Glück gelöscht werden konnte. Durch die Wasserung wird der Zug abgebremst, kurz darauf ist man auch schon wieder in der Station.

Powder Keg

Eine ebenso interessante Geschichte – wenn gleich auch nur aus ingenieurstechnischer Sicht – weist die Achterbahn Powder Keg auf. Bevor sie zu einem Unikum an Abschussachterbahn wurde, war sie nämlich jahrelang eine Wasserachterbahn. Eröffnet wurde die Achterbahn im Jahr 1999 unter dem Namen Buzzsaw Falls. Der Prototyp aus dem Hause Premier Rides konnte eine längere Wildwasserfahrt aufweisen, ehe diese in den Achterbahnpart wechselte. Über eine längere Helix ging in Richtung des einzigen Lifthügels, worauf nach einer kurzen Fahrt in luftiger Höhe die finale Schussfahrt wartete. Vier Jahre später wurde die Anlage jedoch bereits umgebaut. Der Hersteller der neuen Hardware wurde S&S Power, wodurch den Besucher nun ein kräftiger Druckluftabschuss erwartet.

Den Auftakt der Fahrt macht ein zur Seite hinauf zur Abschussstrecke führendes Transfergleis. Auf der Abschussstrecke angekommen, fährt der Zug nun bis zu seiner Ausgangsposition, hakt währenddessen in den Mitnehmerschlitten ein und wartet nun auf seine Freigabe. Irgendwann schaltet sich eine Warnsirene an und eine Ampel schaltet von rot auf grün. Der Abschuss bringt einen nun zügig auf 85 km/h, woraufhin man einen Hügel emporschnellt. Untermalt von saftiger Airtime gleitet man nun in das unter einem liegenden Tale hinein. In einer weiten Rechtskurve nähert man sich einem weiteren airtimelastigen Hügel. Eine leicht übergeneigte Kurve schließt sich an, woraufhin ein dritter Hügel folgt, welcher im Scheitelpunkt nach Links wegknickt. Nach einer flotten Kurve wechselt urplötzlich das Schienenprofil, woraufhin man mit einem Affenzahn den Streckenverlauf der ehemaligen Wasserachterbahn folgt. Nach einer weiten Kurve folgt dann der Lifthügel der Anlage. Oben angekommen wechselt dann das Schienenprofil erneut. Während die Wasserachterbahn nun auf Höhe des Launchabschnitts zu ihrer finalen Schussfahrt eingesetzt hätte, knicken wir nun noch etwas weiter nach links weg und stürzen uns das große Gefälle der Achterbahn hinunter. Hierauf folgt eine überaus intensive Helix, die jedoch auch das Finale der Fahrt beschreibt. Kurz darauf befindet man sich in der Bremsstrecke der Anlage.

Powder Keg ist eine richtig feine Achterbahn. Der Abschuss, die vorhandene Airtime und der schöne Druck in den Kurven und Tälern prägen diese Achterbahn, auch wenn das Finale ein wenig zu antiklimatisch daherkommt. Insgesamt gesehen ist die Achterbahn jedoch ein Garant für gute Laune.

American Plunge and Wildfire

Ebenso wie die benachbarte Wildwasserbahn American Plunge. Zwar besteht die Bahn im Grunde nur aus einem etwas längeren Betontunnel und einer einzigen und überaus nassen Schussfahrt, dennoch ist die von O.D. Hopkins erbaute Anlage definitiv eine Fahrt wert.

Direkt nebenan befindet sich der Eingang zur letzten Achterbahn des Parks. Der B&M Sitting Coaster Wildfire ist seit dem Jahr 2001 der Platzhirsch in Silver Dollar City. Mit seiner Lage direkt an einem der Hänge des Parks wirkt die Anlage noch einmal um einiges größer, was durch die geschickte Ausnutzung des Terrains nochmals untermalt wird.

Die Fahrt beginnt mit einem kurzen Dip aus der Station hinaus, bei dem man unter die große Aussichtsplattform abtaucht. Auf der anderen Seite dieser fügt sich dann der Lifthügel der Achterbahn an, welcher einen auf eine Höhe von etwa 37m befördert. Nach einem Predrop folgt eine weite Kurve, woraufhin es ein Gefälle mit einem Höhenunterschied von 47m hinuntergeht. B&M typisch erwarten einem im Tal stark ausgeprägte G-Kräfte, ehe wir uns der ersten Inversion der Anlage nähern. In einem Immelmann ändern wir die Fahrrichtung, woraufhin wir unseren Weg in Richtung des riesigen Loopings bahnen. In einer weiten bodennahen Kurve donnern wir nun in Richtung der Cobra Roll, welche gewohnt brachial durchfahren wird. Hierauf folgt eine schwungvolle Overbanked Turn, welche einen ebenso schwungvoll in den finalen Korkenzieher der Bahn entlässt. Eine bodennah eingeleitete Helix entlässt einen dann in die Schlussbremse der Anlage. Kurz darauf befindet man sich auch schon wieder in der Station der Achterbahn.

Wildfire ist meine Lieblingsachterbahn in Silver Dollar City. Die Fahrt ist schlichtweg grandios und wird durch das Setting direkt am Hang und umrandet von den Ozark Mountains noch einmal ordentlich aufgewertet. Zudem ist Wildfire tatsächlich meine 600ste gefahrene Achterbahn – ein Meilenstein, den ich mir nicht anders wünschen würde.

Marvel Cave

Nach all den Achterbahnen und Fahrgeschäften ist es nun an der Zeit gekommen sich die Marvel Cave in einer einstündigen Führung etwas genauer anzusehen. Über den gewaltigen Cathedral Room geht es zunächst immer tiefer in die Höhle hinein. In den nachfolgenden Räumen wird dann vermehrt auf die Geschichte der Höhle eingegangen. Nach mehreren engen Passagen, wobei man stets auf seinen Kopf aufpassen sollte geht es dann mit der alten Standseilbahn wieder an das Tageslicht. Die Marvel Cave ist im Grunde das Highlight in Silver Dollar City und sollte daher auf keinem Fall ausgelassen werden.

Echo Hollow Amphitheatre

Damit wären wir am Ende des Berichts angekommen. Der Tag neigt sich seinem Ende entgegen und auch die Fahrgeschäfte haben nun allesamt geschlossen. Doch Silver Dollar City wäre nicht Silver Dollar City, wenn man dem nicht noch einen draufsetzen würde. Im Echo Hollow Amphitheatre beginnt jetzt nämlich erst die große Show zum Tagesabschluss.

Bilder Silver Dollar City

Fazit Silver Dollar City

Silver Dollar City ist ein wunderschöner Freizeitpark, den man zurecht als besten Freizeitpark der Welt bezeichnen kann. Der Park bietet einen tollen Mix aus Achterbahnen, Fahrgeschäften und Shows, den man so nur selten vorfinden kann. Dementsprechend ist auch die Zielgruppe des Parks eine etwas andere – während meines Besuchs im April bestand diese nämlich fast ausschließlich aus Rentnern oder Familien mit jüngeren Kindern. Silver Dollar City ist also ein Freizeitpark für einfach jeden.


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Viel Bling um Shambhala

Port Aventura

Nachdem das spanische Resort Port Aventura, bestehend aus vier Hotels, dem Wasserpark Port Aventura Caribe Aquatic Park und der Freizeitpark Port Aventura Park, von der italienischen Investindustrial von der Bank la Caixa aufgekauft wurde hat sich am Rande der Touristenstadt Salou einiges getan. Längst fällige Investitionen im Bereich der Fahrgeschäftspflege, wie auch die Erweiterung des Wasserparks zeugen davon, wie auch Neuinvestitionen in den kommenden Jahren.

Im Vergleich zum letzten Besuch zeigte sich der Freizeitpark Port Aventura Park in einem deutlich besseren Zustand, was vor allem an den nur noch wenig bekritzelten Zügen und Warteschlangen, sowie einer deutlich höheren Sauberkeit im Park, lag. Wobei der Blickwinkel auf die Warteschlange getrübt war, immerhin wurde meist der Express Eingang genutzt.

Obwohl der Kauf der Express Premium Armbänder sich am ersten Tag überhaupt nicht rentiert hatte, immerhin herrschten an den meisten Attraktionen eine Wartezeit von 0 Minuten, so erwies es sich am zweiten Tag als notwendige Investition um nicht durchschnittlich 90 Minuten zu warten. Der Vorteil, bis auf wenige Ausnahmen, stets die Schlange ohne Warten zu passieren und auch gleich an die Reihe zu kommen war sein Geld tatsächlich wert, obwohl die 15 Minuten Wartezeit bei Dragon Khan wie eine halbe Ewigkeit vorkamen.

Es wäre falsch zu sagen, dass das System fair für jedermann ist, aber es ist zumindest für jedermann erschwinglich, anders sieht es interessanter Weise bei den Speisen aus, die allesamt recht überteuert sind. Durch den mangelnden Verkauf von Einzeltickets erspart man sich einen zu großen Andrang an den Express Warteschlangen, darüber hinaus hat man als normaler Tagesgast, sofern nicht zu viele Leute die Zusatzkosten für die einmalige Fahrt in der ersten Reihe auf sich nehmen, eine erhöhte Chance auf einen Sitzplatz in eben jener Reihe.

Stampida

Sollte man im Hotel Gold River nächtigen kann man durch den eigenen Eingang direkt in den großzügig angelegten Westernbereich gehen und dabei den etwas anderen Blickwinkel auf die duellierende Holzachterbahnanlage Stampida genießen. Obwohl die beiden Spuren meist parallel zu einander laufen, so ist der Mittelteil, eingeleitet durch jeweils einen Tunnel, komplett anders. In diesem Teil kommen sich die beiden Spuren entgegen, was für einen tollen Effekt wirkt, welcher ab und zu durch die kleine Holzachterbahn Tomahawk noch verstärkt wird. Der Racing Effekt ist dabei durchaus ausgeprägt, was vor allem an der gut berechneten Strecke liegt, jedoch sollten die beiden Züge dafür ungefähr dasselbe Gewicht haben.

Da die Schienen der Anlage fast kontinuierlich in die falsche Richtung gebogen sind ist das Fahrvergnügen recht speziell und meist von der ruppigeren Art und Weise, was bei einer Holzachterbahn durchaus auch so sein sollte. Die eingesetzten Züge sind dabei keineswegs störend, wenn gleich sich der Bügel dann manchmal doch recht fest schließt.

Silver River Flume

Vorbei an einem Karussell, einem Autoskooter und einem schön gestalteten Break Dance geht es sogleich zum Eingang der Wildwasserbahn Silver River Flume, eine der zugleich besten und seltsamsten Anlagen ihrer Art. Da man hier bei einer vollen Schlange, trotz der sehr großen Kapazität eine halbe Ewigkeit warten kann war es uns stets ein Vergnügen durch den Express Pass ohne wirkliches Warten in einem der Boote Platz zu nehmen.

Nachdem man die Station verlassen hat wird nach einigen Streckenmetern der erste Lifthügel erklungen. Die anschließende Schussfahrt bringt einen auf das Plateau auf dem ein Großteil der Strecke führt und sich der Minetrain El Diablo ab und zu mal zeigt. Nachdem der vordere Teil nun sehr gut durchfeuchtet wurde geht es kurze Zeit später einen zweiten Lift hinauf um sich nun in den Baumkronen treiben zu lassen. Durch das zweite Gefälle, welches nun bevorzugt den hinteren Teil des Bootes durchnässt, gelangt man wieder hinab auf das Plateau nur um dort weitere Streckenmeter zu vollziehen. Hierbei gurkt man durchaus seltsam herum und fragt sich wie lang die Strecke denn noch sei. Daraufhin erklimmt man einen weiteren Lift nur um nach einer kurzen Wende direkt das imposante, jedoch nicht nasse, Finale einzuleiten. Wieder auf Bodenniveau führt die Strecke zum Ausstieg wo man mehr oder weniger durchtränkt aussteigt.

Furios Baco

Über einer Brücke mit künstlich angebrachten Nietenköpfen und entlang der leider kaum erwähnenswerten, wenn von der Fahrt auch recht schicken, Raftinganlage Grand Canyon Rapids führt der Weg in Richtung des Eingangsbereichs des Port Aventura Park, wo sich neben einigen Transportfahrgeschäften die Katapultstartachterbahn Furios Baco befindet. Der durchaus sehenswerte Prototyp des Wing Rider Coasters ist eine wahre Wundertüte was die Thematisierung, aber auch was die Fahreigenschaften anbelangt. Berüchtigter Weise und auch vollkommen zurecht gilt die Anlage als Rüttelmaschine der extremeren Art, welche zum Zeitpunkt unseres Besuches auch Martin um sein Mobiltelefon brachte.

Dabei ist Furios Baco jedoch durchaus fahrbar, sofern es denn in der ersten Reihe auf den linken inneren Platz ist, wo sich interessanter Weise die Vibrationen des Zuges in Luft auflösen und sich der beste Launched Coaster von Intamin vorzeigt. Anders sieht es auf so gut wie jeden anderen Platz aus, wo sich das Vergnügen auf eher mittleren Niveau bewegt bzw. nur noch von sadomasoistisch veranlagten Personen gespürt wird. Dabei ist jedoch stets gemein das sich die geraden Streckenabschnitte absolut genial fahren und durch das direkte Gefälle nach dem Abschuss gerade hinten eine ordentliche Airtime erzeugt wird. Egal wie sehr man in den Kurven durchgerüttelt wird, der Inlinetwist sorgt stets für einen kurzen Moment der Freude, auch wenn gleich darauf eine weitere Kurve durchfahren wird. Immerhin fährt der Zug danach in die Schlussbremse und die rasante Fahrt neigt sich einem Ende entgegen.

Furios Baco ist ohne gleichen eine sehr brachiale Achterbahn, aber eine durchaus interessante und spaßige zugleich. Der Abschuss und die Inversion sind in dieser Ausprägungsform nur selten zu finden und sollten allein deshalb bei einer oder mehreren Fahrten ausgetestet werden. Die Storyline an der Attraktion ist originell und genauso bizarr wie die Reichweite der zu erfahrenen Fahreigenschaften, wobei der hintere Teil des Zuges auf der rechten Seite tatsächlich übelster Tobak ist, wodurch die Anlage seltsamer Weise zwischen „absolut genial“ und „absoluter Grütze“ schwankt.

Sea Odyssea

Ähnliche Verhaltensweisen zeigt auch der Simulator Sea Odyssea auf, wobei hier stark zwischen der Thematisierung und dem aktuell laufenden Film unterschieden werden muss. Die Hardware im Port Aventura Park, wie auch die generelle Gestaltung der Anlage sind auf dem höchst möglichen Niveau, aber die Software, sprich der Film, taugt hier nichts. Warum man ausgerechnet in einem Freizeitpark mit einer Vielzahl von Achterbahnen einen 4D Film mit einer Achterbahn zeigt, wenngleich einer noch fehlenden Wasserachterbahn, bleibt dabei ein großes Rätsel, genauso warum man den Film, dessen Preshow vor dem Beladen immer noch dargestellt wird, vor einigen Jahren eingestellt hat.

Tutuki Splash

Neben der Schiffschaukel Kon-Tiki Wave, wie man sie baugleich auch im Flamingoland finden kann, und einer kleinen Kinderbahn teilt sich auch noch der Spillwater Tutuki Splash den als Polynesia bekannten und durchaus ansehnlich gestalteten Bereich.

Sollte auf dieser Anlage nicht die bestmögliche Kapazität gefahren werden, so besteht tatsächlich die Chance nass zu werden und das auf eine recht gemeine Art und Weise. Sollte jedoch, auf Grund des hohen Andrangs, die bestmögliche Kapazität gefahren werden, so holt man sich einerseits den Kältetod bei Warten auf die Rückkehr in die Station und wird bis auf einige Tropfen durch die zwei Gefälle kaum nass, durch ein wenig Glück sind in diesem Fall aber die Wasserkanonen besetzt.

Nachdem man in der Doppelladestation einer Reihe eingeteilt wurde und sein Boot bestiegen hat geht es auch schnell los. Nach einigen Streckenmetern findet man sich im Inneren eines Vulkans wieder, dessen Decke vor Kaugummi nur so verklebt wurde. Nachdem man einen zweiten, interessanter Weise weniger, verklebten Tunnel, passiert hat schließt sich die erste Schussfahrt auch schon an. Dabei wird man leider kaum nass, jedoch kann sich dieses beim Erklimmen des ersten Lifthügels sehr schnell ändern. Sofern im gleichen Moment, in dem das Boot den Anfang des Liftes erreicht hatte, am Gefälle der zweiten Abfahrt ein Boot zeigt kann man davon ausgehen im nächsten Moment ordentlich, von der Seite her, geduscht zu werden. Dabei ist der Nässegrad aber geringer als wenn ähnliches am Spillwater La furia de Triton im spanischen Terra Mitica passiert, bei dem man tatsächlich bis auf die Unterhose durchweicht wird. Entweder weiterhin trocken oder nun erfrischend befeuchtet erklimmt man den Lifthügel um dann in einer Wende dem Doppeldrop entgegen zu rasen. Dieser fährt jedoch nicht ganz so rund und sorgt im Grunde nur dafür das sich bei der anschließenden Wasserung keine große Welle bildet die den Zuschauern auf der Brücke vom Ausgang zum Eingang eine Abkühlung beschaffen könnte. Bei diesem Drop wird man wenigstens etwas nass, so dass sich der Besuch auch ohne der Welle vom herabstürzenden Boot lohnen kann. Die anschließende Dusche von den Kanonen sorgt dann für strahlende Gesichter auf beiden Seiten.

Sesamo Aventura

Seit letztem Jahr erreicht man durch das Kinderland Sesamo Aventura die zwei Großachterbahnen des Port Aventura Park deutlich schneller als zuvor. Zugleich ermöglicht  der Weg vollkommen neue Blickwinkel auf die Achterbahn Dragon Khan, welche nun unheimlich fotogen ist und durch die doch recht kurze Abfertigungszeit konsequent Bewegung mit ins Bild bringt.

Dragon Khan

Obwohl Dragon Khan lange Zeit für mich als schlechteste Stahlachterbahn galt, so hat sich seit meinem Besuch doch einiges an der Anlage getan. Sie erstrahlt nicht nur in einer schönen neuen Farbgebung, auch wurde die Fahrt nicht mehr durch die benachbarte Baustelle beeinträchtigt. Ohne Sand auf den Schienen fährt sich die Bahn zwar weiterhin sehr brachial, was jedoch an den kontinuierlich hohen Kräften liegt, welche wiederum durch die deutlich zu hohe Geschwindigkeit erzeugt werden. Dragon Khan rast die Strecke nur so ab und wird dabei nicht wirklich reguliert, was einem bei der Ausfahrt der Blockbremse nicht sonderlich entgegenkommt, aber für ein interessantes Fahrgefühl sorgt.

Nachdem der Zug den Lift erklungen hat geht es nach einer kurzen Kurve auch schon abwärts. Während dessen erfährt der Zug zum ersten Mal positive Kräfte, die er bis zur Blockbremse auch nicht wirklich abgeben will. Kurz vor dem Tal bekommt man schnell mal eben von rechts und von links eines mit dem Bügel gewischt, was die Fahrt schon ein wenig beeinträchtigt, jedoch das Gesamtbild der Anlage unterstützt. Voller Kraft voraus geht es den Looping empor, an dessen Scheitel an eine Hangtime in keiner Weise zu denken ist. Kurz darauf passiert man einen Diveloop, woraufhin einem mit der Zero-G Roll das härteste Element der Anlage erwartet, dessen Name aber eigentlich eine deutlich höhere Ziffer vorweisen müsste, hierbei ist es schon ein leichtes den Kontakt mit dem Bügel zu finden. Mittels einer Cobra Roll vollzieht man eine Wende oberhalb der Schlussbremse nur um dann mit vollem Elan die Auffahrt in die Blockbremse zu nehmen, die einem natürlich nicht bremst, sondern rasant in die nächste Kurve entlässt. Der darauf folgende Looping ist deutlich kraftvoller als sein großen Pendant innerhalb der Streckenführung. Durch eine Wende schraubt man sich auf eine höhere Ebene um dann durch zwei interlocking Corkscrews auf den Kopf gedreht zu werden. Kurz darauf erreicht man die Schlussbremse und kann endlich aufatmen.

Dragon Khan ist eine der wenigen Anlagen die tatsächlich einiges von ihren Fahrgästen abverlangt, ohne diese dabei zu schädigen, sofern man denn nicht so bekloppt ist und versucht die Anlage dauerhaft zu fahren. Obwohl die Inversionen anderswo noch kraftvoller durchfahren werden, so ist es gerade die Länge der Fahrstrecke die einem doch sehr bedrückt. Dabei ist der Fahrspaß nur im geringen Maße beeinträchtigt und somit verhält sich eine Fahrt ähnlich einer Fahrt auf einem HUSS FlicFlac oder KMG Tango, welche wahrhaftig wirklich extreme Anlage sind.

Shambhala

Im Hintergrund und leider nicht so fotogen ragt die neueste Achterbahn Shambhala empor. Der Hyper Coaster aus dem Hause Bollinger & Mabillard ist europaweit erst die zweite Anlage dieser Art, lässt dabei jedoch die erste, und zuvor höchste Achterbahn Europas, gnadenlos in die Vergessenheit versinken. Dabei war Silver Star noch nie eine wirkliche Gefahr anderer vergleichbarer Achterbahnen gewesen, Shambhala hingegen schon.

Dabei muss das Erlebnis nicht positiv beginnen um positiv zu enden, weswegen es ratsam ist bei der Abfertigung des Zuges nicht von gewissen Personen bedient zu werden und den Bügel schon von Anfang an ordentlich zu schließen. Nach einer kurzen Kurve geht es schnell empor, wobei man auf der rechten Seite des Zuges die deutlich bessere Sicht hat, sofern man nicht auf hässliche Hotelanlagen und eine Baustelle niederschauen möchte. Kurz darauf geht es rasant das Gefälle von 78m Höhe hinunter auf dessen Strecke man größtenteils den Kontakt vom Sitz verloren hat um dann unterlegt von einem grandiosen Headchopper in einen Tunnel abzutauchen. Es folgt ein zwar hoher, aber kaum ereignisreicher Hügel, auf dessen Abfahrt jedoch wieder Airtime auftritt. Die nun zu passierende Wende ist das Highlight der Anlage, auch wenn das Banking doch im Scheitel doch ausgeprägter sein könnte. Durch die Stützen werden hierbei tolle Headchoppereffekte geboten, die jedoch im rechten Teil des Zuges ausgeprägter sind. Wieder im Tal passiert man kurzerhand einen viel zu niedrigen Speedbump bei dem man ungewohnt stark aus dem Sitz gehoben wird. Ein weiterer, recht hoher, Hügel schließt sich an, woraufhin man das für die Passanten eindrucksvollste Element passiert, dem Splashdown. Nach dieser, im Grunde, unspektakulären Geraden, bei der man hinten einige Tropfen abbekommt, folgt ein weiterer Hügel über den Lifthill der benachbarten Achterbahn Dragon Khan um dann in eine Blockbremse einzufahren. Diese passiert man wieder einmal ohne jegliche Bremsung bevor man nach einer abwärtsführende Wende ein letztes Mal negative G-Kräfte zu spüren bekommt. Bei der anschließenden Bremsung kommt der hintere Teil des Zuges auf seine Kosten, andererseits findet diese recht sanft statt.

Shambhala ist eine der wenigen Achterbahnen die bei jeder Fahrt eigentlich besser wird, dennoch ist Shambhala nicht die beste Achterbahn Europas und auch nicht die beste Anlage ihrer Art und Weise. Hierbei sei gesagt das mir persönlich Anlagen wie Pleasure Beachs Big One und Holiday Parks Expedition GeForce besser gefallen, denn diese haben nicht nur einen irrsinnigen First Drop gemein, sondern auch eine von Anfang an recht spaßigen Strecke. Interessant an der großen Achterbahn aus Port Aventura ist jedoch, dass diese einen sehr gut auf wirklich jeden Sitz unterhält. Wo die Kräfte hinten ein wenig runder sind, so zieht einen die Anlage im vorderen Teil des Zuges mehr oder weniger freiwillig das Hemd aus.

El Diablo

Von Dragon Khan kommend läuft man ohne Umwege den Minenzug El Diablo direkt in die Arme. Diese Achterbahn aus dem Hause Arrow Dynamics ist die letzte Anlage ihrer Art und zugleich eine der seltsamsten. Die Strecke besteht im Grunde nur aus drei Lifthügeln, in denen man auch einen Großteil der Fahrzeit verbringt, und ein wenig Strecke zwischen diesen. Diese Parts sind jedoch durchaus rasant, sofern man vom zweiten größeren Streckenabschnitt mal absieht, der nur dazu dient an den Wartungsgebäuden der Anlage vorbeizufahren. Die aus der Fahrt resultierenden Blickwinkel auf den Port Aventura Park, den zwei Großachterbahnen aus dem chinesischen Themenbereich, sowie der Wildwasserbahn werten die familiengerechte Achterbahn weiter auf.

Hurakan Condor

Das zweite vermeintliche Highlight in diesem Bereich ist der Giant Drop Hurakan Condor, ein Freefallturm mit schiefen Dach und mehreren unterschiedlichen „Fallvergnügen“. Was auch immer bei einer solchen Anlage irgendwie schiefgehen konnte wurde hier in Perfektion umgesetzt, denn der Turm wirkt nicht nur aus weiter Ferne irgendwie verkehrt, sondern auch aus der Nähe wenn man sieht wie genau die Gondeln denn fallen. Es ist schon seltsam das ein so simples Prinzip durch seitliche Versetzungen ruiniert wird, diese erzeugen einen deutlich spürbaren Schlag oder ein wenig Gewackel im unteren Teil des Turmes, je nachdem welche Spur man denn erwischt hat. Interessanter Weise geht das Fallvergnügen mit sehr langen Wartezeiten einher, welche auch für Express Pass Inhaber gelten, so dass auf mehrere Fahrten ziemlich leicht verzichtet wurde. Der Hersteller Intamin hat schon oftmals bewiesen das Größe nicht alles ist und mit Hurakan Condor seinen schlechtesten Turm erstellt.

El Secreto de los Mayas

Ganz in der Nähe befindet sich mit dem Glaslabyrinth El Secreto de los Mayas die Neuheit der aktuellen Saison, die wie auch der Templo del Fuego nicht besucht wurde. Während erste Anlage durch lange Warteschlangen uns davon abhielt war die brillante Feuershow bereits für die Saison geschlossen.

Yucatan und Serpiente Emplumada

Unweit dessen dreht der Musik Express Yucatan seine Runden, welcher für eine ordentliche Quetschpartie bei leider nur mittlerer Geschwindigkeit sorgte, natürlich ganz zum Vergnügen der anderen schaulustigen. Ein gänzlich anderes Vergnügen weißt der Schwarzkopf Sombrero Serpiente Emplumada auf, dessen Fahrt sich nicht nur hervorragend eignet um sich mal eben trockenschleudern zu lassen. Diese Anlage dessen Fahrt sich am besten als Mischung eines Polypen und Take Offs beschreiben lässt ist immer wieder eine Fahrt wert, sollte man nicht gerade das Pech haben und zu Beginn des Boardings sich angestellt haben.

VolPaiute

Die Beladungsprozedur ist dabei jedoch noch halbwegs vertretbar, eine Eigenschaft die der Flipper VolPaiute nicht aufweisen kann. Obwohl hier zwei Personen tätig sind, so ist an ein eigenständiges Einsteigen kaum zu denken, denn hier wird die Beladung jeder einzelnen Gondel nach einigem Warten zur Gondel gerufen damit diese abgefertigt werden kann. Das ganze Spektakel zieht sich über mehrere Minuten, eine Zeitspanne wo man im Heide Park mindestens drei Mal hätte fahren können. Klar das selbstständige Schließen der HUSS Bügel mag ein Risiko beinhalten, aber dann hätte man es auch so wie am HUSS Magic des Freizeitpark Walibi Holland lösen können. Die Fahrt selbst ist dann auch noch öde und sobald man denkt die Anlage würde nun endlich beschleunigen endet diese auch schon.

Tomahawk

Gegenüber der immer noch besten Animatronik aller Zeiten befindet sich der Eingang zur Holzachterbahn Tomahawk. Diese Kinderachterbahn wird mit den kleinen PTC Zügen befahren, was leider zu einer geringen Kapazität führt da hier nur ein Erwachsener in eine Sitzreihe passt. Die Fahrt ist dabei durchaus wild und mit einigen waghalsigen Kurven bestückt, sie fährt sich dabei allerdings auf bestem Niveau, wodurch die Anlage als ideale Einstiegsachterbahn eignet.

Fazit Port Aventura Park

Port Aventura Park ist zu meiner eigenen Überraschung ein deutlich besserer Park als ich ihn in meiner Erinnerung hatte. Zwar mögen die Attraktionen selbst nicht immer zu 100% überzeugen, dafür ist das Gesamtangebot aber stimmig. Ganz den spanischen Vorlieben angepasst präsentiert der Park eine große Anzahl von Shows die man je nach Bedarf sehen kann und ohne dies im Nachhinein zu bereuen, wie es leider bei sehr vielen Freizeitparks der Fall ist. Dennoch ist Port Aventura nicht der Park den man jedes Jahr besuchen sollte, denn vieles an ihm hat immer noch Verbesserungspotential, auch ist das Angebot dafür noch nicht ausgereift genug, obwohl in diesem Jahr gesteigerte Geldsummen in das Resort investiert wurden.

 

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Zu Gast bei Woody Woodpecker

Port Aventura

Am Rande der 4* Plattenbau Hochburg Salou, unweit der Stadt Tarragona und etwa 100 km von der katalanischen Hauptstadt Barcelona gelegen befindet sich der von der englischen Tussauds Gruppe gegründete Park Port Aventura, welcher zwischenzeitlich von der Muttergesellschaft Blackstone übernommen wurde und daher unter der Marke Universal fungierte. Heutzutage gehört der Park zu 100% der spanischen Bank La Caixa.

Furius Baco

Betritt man Port Aventura durch den offiziellen Parkeingang findet man sich im mediterranen Themenbereich wieder, welcher wunderschön an einem See liegt. Über diesen zieht, die bis dato neueste Achterbahn des Parks, Furius Baco ihre letzte Kurve und sieht dabei verdammt schick aus. Auch das Weingut, welches als Station dient fügt sich sehr gut in diesen Bereich. Doch wehe man schaut sich die Anlage aus der Position eines Mitfahrers an.

Nachdem man die mit Müll überhäufte Warteschlange überwunden hat wird man in eine Reihe eingeteilt, woraufhin man sich die durchaus berechtigte Frage der Sitzposition stellt, denn ob rechts oder links, ob innen oder außen, alle Plätze haben ihr eigenes „Fahrvergnügen“ zu bieten. Kurz darauf setzt sich der Zug in Bewegung und eine Pre-Show wird gezeigt, welche sogar einer Storyline unterliegt. Im passenden Moment folgt der wunderbar intensive Launch, der dank der etwas anderen Sitzposition umso schöner ist. Nach der ansteigenden Abschussstrecke folgt ein Tal und somit ausgeprägte Airtime auf der Kuppe des Hügel über den man gerade brettert. Was nun kommt ist auf den linken inneren Platz in der ersten Reihe absolut genial, auf allen anderen Plätzen jedoch eine Tortur unterschiedlichen Ausmaßes. Die Kurven bis zur Rolle sind z.B. auf den rechts äußeren Platz mit enormen Schlägen bestückt, was mit dem Wort Vibration nichts mehr gemein hat. Die Rolle selbst fährt sich auf allen Plätzen einfach nur toll und die abschließende Kurve unterliegt glücklicher Weise einem recht großen Radius und ist für die äußeren Plätze durchaus erträglich.

Nach Verlassen der Station gelangt man in einem Shop, in dem man stilecht Weine kaufen kann. Die Anlage selbst ist entweder absolute Grütze oder wirklich genial, dazwischen gibt es im Grunde keine weiteren Möglichkeiten. Sehr zu empfehlen ist der linke innere Sitzplatz, vorzugsweise in der ersten Reihe.

Sea Odyssea

Neben jeweils einer Station der Parkeisenbahn, sowie der Intamin Guided Boat Tour findet man in diesem Bereich nicht mehr viel. Ähnlich bestückt ist, der oft hochgelobte, Bereich Polynesia, in dem man neben der HUSS Schiffschaukel Kon-Tiki Wave und dem Sea Odyssea Simulator, wo neben dem passablen Film Aquaride noch Turtle Vision – sprich Sammys großes Abenteuer – gezeigt wird, noch den Intamin Spillwater Tutuki Splash fahren kann. Der Bereich selbst erinnert an einen Großteil des Themenparks Isla Magica in Sevilla, schön fürs Auge, aber mehr dann auch nicht.

Tutuki Splash

Tutuki Splash, eine Anlage die oftmals als sehr nass dargestellt wird, stellte sich leider als trocken heraus und so ergab sich, dass die einzige Stelle an der man nass werden konnte der Einflussbereich der Wasserpistolen am Wegesrande war. Besonders erwähnenswert im negativen Sinne ist der Kaugummitunnel vor der ersten Schußfahrt, welcher nicht nur abartig daher kommt, sondern auch perfekt das Niveau seiner Gäste widerspiegelt und das trotz mehr als 40€ Eintritt. Unter Berücksichtigung aller Punkte eine der schwächsten Spillwateranlagen Europas.

Tami Tami

Ehemals zu Polynesia gehörte der Vekoma Rollerskater Tami Tami, der nun zum Kinderbereich Sesamo Aventura gehört. Dieser Bereich ist im Grunde gut gelungen und weißt eine gute Anzahl von geeigneten Fahrgeschäften auf, die dementsprechend auch gut angenommen werden. Die Achterbahn selbst dreht in Port Aventura nur eine Runde, was der Kapazität zu verschulden ist.

Dragon Khan

Da Sesamo Aventura eine Sackgasse bildet geht es durch Polynesia wieder auf den Rundweg in den schönsten Themenbereich des Parks. Vorbei an einer Zierer Berg- und Talbahn in bewährter Drachenoptik, wunderschön gestaltenen Teetassen aus dem Hause Mack Rides und einen, wenn auch etwas versteckten, Zamperla Baloon Race, geht es den Hang immer weiter aufwärts um den auf dem Berg thronenden Drachen einen Besuch abzustatten. Dragon Khan ist ein nicht übersehbarer Koloss mit einem an sich wunderbaren Layout.

Vielleicht lag es an den hohen Erwartungen die ich seit Parque Warners Superman an die Bahn hatte, dem wirklich gut durchdachten Layout oder der allgemeinen Meinung gegenüber der Bahn, aber das es eine solche Achterbahn schafft den Intamin Wing Rider des gleichen Parks noch zu unterbieten hielt ich eigentlich für unmöglich.

Die Fahrt mit ihren acht Inversionen könnte so gut sein, würde die Anlage nicht nicht ohne Unterbrechung unangenehm ruckeln. Hier gleicht der Fahrkomfort dem Fahrspaß. Nebenan dreht im übrigen ein Zierer Wellenflieger seine Runden und glücklicher Weise bot dieser eine gute Fahrt.

El Diablo

Geht man den Berg entlang des Rundweges herunter so läuft man direkt den Arrow Mine Train El Diablo entgegen. Die Fahreigenschaften dieses Hybrids übertreffen die der beiden großen Stahlachterbahnen um Welten und gerade der erste und der letzte Streckenabschnitt macht einfach nur verdammt viel Spaß. Den Spitznamen „Lifthill the ride“ ist zwar durchaus treffend, aber keineswegs störend. Im Vergleich zu anderen europäischen Anlagen mit führerlosen Minenzügen steht El Diablo als überraschend anders da.

Hurakan Condor

Als weiteres Highlight im Port Aventura wird oftmals der Giant Drop Hurakan Condor genannt. Die Fallhöhe von knappen 86m ist schon recht beeindruckend und die Aussicht von dort oben recht schön, doch der eigentliche Fall enttäuscht. Wo die kleineren Giant Drops immerhin noch intensiv sind und Gyro Drop Türme durch ihre größere Masse automatisch intensiver fallen, so fiel der Fall auf Hurakan Condor eher lasch aus. Auch an dieser Anlage fiel erneut das Benehmen der Gäste sehr negativ auf, denn diese spukten einfach so auf den Stationsboden.

Templo del Fuego

Unweit des Musik Express Yucatan befindet sich der Eingang zum Templo del Fuego, einer Specialeffectshow mit einer tollpatschigen Archäologin, die einen Fluch nach den anderen auslöst und es somit den Showbesuchern angenehm warm macht. Die Effekte sind allesamt gut und einige auch recht überraschend. Im Hauptraum folgt dann alles Schlag auf Schlag, weshalb es sich lohnt die Show öfters zu sehen.

Serpiente Emplumada

Kurz vor Verlassen des Bereiches sollte ein Schwarzkopf-Fan aufpassen, denn sonst verpasst er eines der zu Letzt gebauten Fahrgeschäfte des Herstellers. Die Fahrt auf einem Schwarzkopf Sombrero gleicht einer Mischung aus HUSS Take Off und einem Polypen, leider ist die Fahrt schnell monoton, was auf den überragenden Monstern so schnell nicht passiert. Dennoch ist die Serpiente Emplumada das beste Fahrgeschäft in Port Aventura und sollte auf jeden Fall mit einer Fahrt gewürdigt werden.

Tomahawk

Im Westernbereich gegenüber dem HUSS Flipper VolPaiute, der augenscheinlich ein absolut lahmes Fahrprogramm an den Tag legte, befindet sich die Kinderholzachterbahn Tomahawk. Die Schlange bewegt sich hier leider nur sehr langsam voran, was unter anderem daran liegt, dass nur ein Erwachsener pro Reihe in die PTC Wagen passt. Daher kann man zwar den wunderbaren Klängen von Vultrix, der coolsten je gebauten Animatronikfigur, zuhören ist aber der Sonne wehrlos ausgesetzt. Die Fahrt selbst fällt recht witzig aus, bietet genug Geschwindigkeit und Kräfte um nicht zu langweilig zu sein, ist dabei aber für die angedachte Zielgruppe sehr gut geeignet und ein wunderbare Einstiegsachterbahn für den Freizeitparkfan von morgen.

Stampida

Um Tomahawk herum, stellenweise auch über und unter der Anlage verlaufen beide Spuren der Achterbahn Stampida. Um zur Station zu gelangen muss man einige Meter Queueline durchwandern, die hier glücklicher Weise sehr schattig ausfällt bevor man sich eine Seite aussuchen kann. Der Wartebereich der blauen Seite ist hierbei besser einsehbar, so dass die rote Seite morgens leerer ist. Nachdem man auf seinen Platz gewiesen wurde kann die Fahrt in den recht bequemen KumbaK Zügen losgehen.

Was nun folgt ist Holzachterbahn wie sie sein sollte und das noch zweimal nebeneinander. Die Strecke ist lang, die Geschwindigkeit ist hoch und der Rennaspekt ist sehr gelungen. Die rote Seite gurkt vor der Helix mit der Begegnung des anderen Zuges etwas herum, was bei der blauen Seite erst danach passiert, dort aber mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit. Die vielzähligen Gefälle sind ein Traum aus Holz und das Out of Contol Feeling ist hochgradig. Zwar könnte die ein oder andere Kurve etwas weniger brachial sein, aber dieser Aspekt macht die Bahn nicht schlechter als sie ist und so wie sie ist, selbst mit den oftmals und völlig belanglos kritisierten KumbaK Zügen, ist sie verdammt gut.

Silver River Flume

Neben einen Karussell, einem Autoscooter und einem Break Dance findet man in diesem Bereich noch zwei Wasserattraktionen. Die erste Anlage der man über den Weg läuft ist die Wildwasserbahn Silver River Flume mit einer sehr seltsamen Strecke, dessen Höhepunkt die letzte Schussfahrt ist. Der Nässegrad ist nicht mehr als mittelmaß, die Abfertigung zieht sich leider etwas und das obwohl auf der Strecke recht viele Boote unterwegs waren und man bemüht war alle Boote ordentlich zu füllen. Leider ist auch hier so einiges mit Kaugummi verklebt…

Grand Canyon Rapids

Die zweite Wasserattraktion in diesem Bereich sind die Grand Canyon Rapids, eine Intamin Raftinganlage mit Kunstfelsoptik. Der Nässegrad ist leider nur europäischer Raftingstandart, sprich einfach nicht vorhanden, weshalb die Anlage trotz all der Optik einfach nicht überzeugen konnte.

Bilder Port Aventura

Fazit Port Aventura

Port Aventura hinterlässt leider nur ein Bild, welches den Park weder schlecht noch überragend gut dastehen lassen kann. Das Fahrgeschäftsportfolio selbst ist nicht schlecht, nur die Fahrten an sich könnten besser sein. Größter Kritikpunkt ist jedoch das der Park der einzige unsaubere spanische Park war. Fast alles ist hier bekritzelt, was unter anderem auf Achterbahnzügen eigentlich nicht sein sollte, an denkbar ungeeignete Stellen ist alles mit Kaugummis zugepflastert und der Müll auf den Wegen und in den Warteschlangen muss einfach nicht sein. Auch hat Port Aventura ein großes Problem mit seinen Besuchern die sich oftmals nicht zu benehmen wissen oder nicht mal einfachste Anweisungen des Personals folgen konnten. Darüber hinaus ist Port Aventura der einzige Park der nicht penibelst darauf achtet das der Oberkörper bei allen Fahrgeschäften und im Park selbst bedeckt ist, was unter anderem doch zu sehr unschönen Einblicken führt.

 

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