Six Flags Great America



Freizeitpark:Six Flags Great America (seit 1985)
Marriott's Great America (1976 - 1984)
Adresse:1 Great America Pkwy
Gurnee, IL 60031
https://www.sixflags.com/greatamerica
Betrieb:Six Flags


Six Flags Great America liegt in Gurnee, Illinois, rund 60 Kilometer nördlich von Chicago. Der Freizeitpark eröffnete 1976 als Marriott’s Great America und entstand nahezu zeitgleich mit dem heutigen California’s Great America. Beide Parks teilten sich ursprünglich nicht nur ein ähnliches Konzept, sondern auch zahlreiche Themenbereiche und Attraktionen. Noch heute lässt sich diese gemeinsame Vergangenheit an vielen Stellen erkennen, obwohl sich Great America seit der Übernahme durch Six Flags im Jahr 1984 deutlich weiterentwickelt hat.

Besonders umfangreich ist das Achterbahnangebot des Parks. Neben Klassikern wie Whizzer und Demon aus dem Eröffnungsjahr 1976 sowie der gewaltigen Racing-Holzachterbahn American Eagle finden sich hier zahlreiche moderne Großanlagen. Dazu gehören der B&M Hyper Coaster Raging Bull, der RMC Coaster Goliath und der Wing Coaster X-Flight ebenso wie Superman: Ultimate Flight und der pneumatisch beschleunigte Maxx Force. Eine besondere historische Bedeutung besitzt Batman: The Ride, der 1992 als erster Inverted Coaster von B&M eröffnete und zum Vorbild für zahlreiche weitere Anlagen wurde.

Doch auch abseits der Achterbahnen hat Six Flags Great America einiges zu bieten. Zahlreiche klassische Fahrgeschäfte von Herstellern wie Schwarzkopf und HUSS haben sich bis heute erhalten, während das große Columbia Carousel und der Sky Trek Tower noch an die frühen Jahre des Parks erinnern. Direkt an den Freizeitpark grenzt zudem Six Flags Hurricane Harbor Chicago mit zahlreichen Wasserrutschen, einem Wellenbecken und weiteren Wasserattraktionen. Damit lässt sich ein Besuch in Great America gerade im Sommer gut mit einem Abstecher in den benachbarten Wasserpark verbinden.

 

Berichte

Von Marriott bis Maxx Force


Columbia Carousel

 
 
 

Highlights des Freizeitparks

 




 

American Eagle

Der große Racing Coaster

 


 

Demon

Die Looping-Achterbahn

 


 

Goliath

Ein wilder Ritt

 


 

Maxx Force

Der stärkste Abschuss Amerikas

 


 

Raging Bull

Der irre Hyper Coaster

 


 

Superman: Ultimate Flight

Ein schöner Flug

 



 

Viper

Ein moderner Klassiker

 


 

Whizzer

Der Speed Racer

 


 

X-Flight

Ein ntensiver Wing Coaster

 


Von Marriott bis Maxx Force

Six Flags Great America

Six Flags Great America in Gurnee, Illinois, hat seine Ursprünge in einem durchaus ambitionierten Projekt der Marriott Corporation. Mitte der 1970er-Jahre entstanden nahezu zeitgleich zwei große Freizeitparks, die in weiten Teilen nach demselben Konzept gestaltet wurden. Der erste Marriott’s Great America eröffnete im März 1976 im kalifornischen Santa Clara, nur gut zwei Monate später folgte am 29. Mai das Gegenstück in Gurnee. Ein dritter Park im Raum Washington, D.C. war ebenfalls geplant, wurde jedoch nie realisiert.

Wie ähnlich sich die beiden Great-America-Parks ursprünglich waren, erkennt man teilweise noch heute. Themenbereiche wie Orleans Place, Yukon Territory, County Fair und Hometown Square gab es in beiden Parks, ebenso zahlreiche nahezu identische Attraktionen. Selbst das große Columbia Carousel am Eingangsbereich gehörte zum gemeinsamen Konzept.

Die gemeinsamen Wege endeten jedoch schon in den 1980er-Jahren. Marriott zog sich 1984 aus dem Freizeitparkgeschäft zurück und verkaufte beide Parks. Während der kalifornische Schwesterpark später über Paramount zu Cedar Fair gelangte, wurde der Park in Gurnee von Six Flags übernommen.

Orleans Place

Wir beginnen unseren Rundgang links herum im Orleans Place und damit gleich in einem der Bereiche, an denen sich die gemeinsame Vergangenheit der beiden Great-America-Parks noch heute erkennen lässt. Über die Jahrzehnte hat sich natürlich einiges verändert und so wartet hier mittlerweile eine der großen Achterbahnen des Parks auf uns. 

Superman: Ultimate Flight

Ein Jahr nach der Eröffnung des ersten Superman: Ultimate Flight in Six Flags Over Georgia gingen 2003 gleich zwei weitere Exemplare des B&M Flying Coasters an den Start – eines in Six Flags Great Adventure und eines hier in Great America.

Das Layout kennen wir bereits aus Six Flags Great Adventure. Nach dem Lifthill geht es zunächst durch eine Kurve und anschließend den First Drop hinunter, bevor mit dem Pretzel Loop bereits das prägende Element der Fahrt folgt. Auf dem Rücken geht es steil in die Tiefe und mit ordentlich Druck durch den unteren Teil des Elements, ehe man auf der anderen Seite wieder nach oben schießt.

Danach wird die Fahrt etwas ruhiger. Über die Horseshoe und einige weitere Kurven schlängelt sich Superman durch das kompakte Layout, bevor gegen Ende noch die In-Line Twist wartet und es zurück in die Station geht.

Auch wenn die Fahrt damit weitgehend bekannt ist, gefällt mir Superman hier deutlich besser als in Great Adventure. Die Achterbahn ist wesentlich schöner in ihre Umgebung eingebettet und fügt sich dadurch deutlich besser in den Park ein. Vor allem der intensive Pretzel Loop bleibt aber auch hier das Highlight der Fahrt.

The Dark Knight Coaster

Direkt neben Superman wartet mit The Dark Knight Coaster eine weitere Achterbahn, die wir bereits aus Six Flags Great Adventure kennen. Die Anlage eröffnete 2008 passend zum Kinostart von The Dark Knight und war Teil einer ganzen Serie nahezu identischer Bahnen, die Six Flags damals für seine Parks plante. In Great America wurde dafür das ehemalige Theater Royale umfangreich umgebaut und als Station der Gotham City Rail gestaltet.

Thematisch flieht man nach einem Angriff des Jokers mit der Gotham City Rail aus der Stadt. Dahinter verbirgt sich eine Wilde Maus im Dunkeln, deren enge Kurven, kurze Abfahrten und abrupten Richtungswechsel uns allzu gut bekannt sind. Vor allem die Thematisierung macht aus dem einfachen Layout eine durchaus unterhaltsame Fahrt.

Mardi Gras

Vom Orleans Place geht es weiter in den kleinen Themenbereich Mardi Gras. Viel hielt uns hier allerdings nicht auf, denn mit Roaring Rapids wurde die einzig verbliebene größere Attraktion des Bereichs während meines Besuchs leider nicht betrieben. Also ging es direkt weiter ins benachbarte DC Universe.

DC Universe

The Joker

Mit The Joker wartet im DC Universe zunächst eine Achterbahn, deren Fahrgeschäftstyp uns mittlerweile aus allerlei Six Flags Parks bestens bekannt ist. Bei den 4D Free Spins von S&S hängt der tatsächliche Fahrspaß jedoch immer ein wenig davon ab, wie häufig sich die frei gelagerten Gondeln überschlagen.

Und hier hatten wir richtig Glück. Während der Fahrt ging es immer wieder kopfüber, wodurch The Joker eine herrlich chaotische und überraschend intensive Fahrt bot.

Batman: The Ride

Direkt nebenan wartet mit Batman: The Ride eine der historisch bedeutendsten Achterbahnen des Parks. Während meines Besuchs wurde die Anlage leider renoviert und blieb geschlossen. Trotzdem lohnt es sich, hier etwas länger zu verweilen, denn mit ihrer Eröffnung im Jahr 1992 begann eine kleine Revolution.

Batman: The Ride war der erste Inverted Coaster von B&M. Erstmals saßen die Fahrgäste unterhalb der Schiene, während die Beine frei in der Luft hingen. Zusammen mit dem kompakten und intensiven Layout entstand damit ein völlig neuer Achterbahntyp, der sich in den folgenden Jahren rasant verbreiten sollte.

Eng verbunden war die Bahn auch mit dem damaligen Einstieg von Time Warner bei Six Flags. Die Charaktere von Warner Bros. hielten verstärkt Einzug in die Parks und Batman: The Ride wurde passend dazu als Reise durch Gotham City inszeniert. Der Wartebereich führte zunächst durch einen gepflegten Stadtpark, bevor die Umgebung zunehmend düsterer und heruntergekommener wurde und schließlich den Blick auf die Achterbahn freigab.

Der Erfolg der Anlage sorgte schnell für weitere Exemplare in anderen Six Flags Parks. Bereits 1993 folgte Batman: The Ride in Six Flags Great Adventure und über die Jahre entwickelte sich das kompakte Layout zu einem der bekanntesten Entwürfe von B&M. Schade also, dass ausgerechnet das Original bei meinem Besuch geschlossen war.

The Flash: Vertical Velocity

Mit The Flash: Vertical Velocity folgt direkt die nächste Achterbahn. Das Fahrprinzip kennen wir bereits von Steel Venom im Valleyfair, den wir erst wenige Tage zuvor gefahren waren. Der Zug wird dabei mehrfach zwischen den beiden Spikes hin und her beschleunigt und erreicht mit jedem Durchlauf eine größere Höhe.

Besonders schön ist die Lage der Anlage. Die Strecke verläuft direkt über dem See zwischen den beiden Wildwasserbahnen und fügt sich dadurch wunderbar in diesen Teil des Parks ein. Im Gegensatz zu Steel Venom fehlt hier allerdings die Haltebremse am hinteren Spike. Schade, denn gerade dieser Moment hatte die Fahrt im Valleyfair noch einmal deutlich aufgewertet. Insgesamt aber eine schöne Anlage.

Aquaman Splashdown und Logger’s Run

Aquaman Splashdown und Logger’s Run bilden zusammen eine wirklich große und aufwendig miteinander verwobene Wildwasseranlage. Beide Fahrten beginnen mit einem kleinen Lift, bevor man über eine überraschend lange Strecke durch zahlreiche Kurven dümpelt. Ganz gemütlich geht es dabei nicht immer zu, denn stellenweise sorgt die Strömung für ordentlich Tempo.

Anschließend geht es über einen weiteren Lift hinauf und durch einige Kurven in luftiger Höhe. Leider sind die Wände hier teilweise recht hoch geraten, sodass man von der Umgebung nicht allzu viel mitbekommt. Danach wartet das große Finale: Logger’s Run bietet eine wellenförmige, doppelte Schussfahrt, während es bei Aquaman Splashdown in einem Zug hinabgeht. Besonders schön ist dabei, wie die Schussfahrten beider Anlagen ineinander verwoben sind.

Im Auslauf wartet bei beiden Bahnen noch eine stehende Welle, durch die man mit ordentlich Tempo hindurchbrettert. Trocken kommt man hier definitiv nicht davon und steigt am Ende wunderbar nass aus dem Boot. Aquaman Splashdown wurde während meines Besuchs leider nicht betrieben, Logger’s Run dafür umso ausgiebiger getestet.

Yukon Territory

Little Dipper

Mit Little Dipper wartet im Yukon Territory noch eine kleine Holzachterbahn mit einer interessanten Geschichte. Die Bahn wurde bereits 1950 im Kiddieland Amusement Park in Melrose Park eröffnet und drehte dort fast 60 Jahre lang ihre Runden. Nach der Schließung des Parks im Jahr 2009 wurde Little Dipper von Six Flags übernommen, nach Gurnee versetzt und bereits 2010 wiedereröffnet.

Die Fahrt selbst ist natürlich überschaubar. Über einige kleine Hügel und Kurven geht es durch das kompakte Layout – eine nette kleine Holzachterbahn, die vor allem durch ihre lange Geschichte interessant ist.

Sprocket Rockets

Im kleinen Kinderbereich des Parks wartet mit Sprocket Rockets noch ein Vekoma Roller Skater. Die Strecke bietet die für diesen Achterbahntyp typische Mischung aus einigen kleinen Abfahrten und weit geschwungenen Kurven. Leider wurde hier nur eine Runde gefahren, wodurch der Spaß ziemlich schnell wieder vorbei war.

County Fair

Deutlich größer wird es anschließend im County Fair. Und gleich am Eingang des Bereichs erhebt sich mit Goliath eine der größten Achterbahnen von Six Flags Great America.

Fiddler’s Fling

Bevor wir zu Goliath kommen, wartet mit Fiddler’s Fling noch eine kleine Rarität. Hinter dem Fahrgeschäft verbirgt sich ein klassischer Calypso von Schwarzkopf – ein Fahrgeschäftstyp, den man heutzutage nur noch äußerst selten antrifft.

Während sich die große Plattform dreht, rotieren die einzelnen Gondelkreuze zusätzlich um ihre eigene Achse. Und das Ganze geht erstaunlich schnell vonstatten, sodass ordentlich Kräfte auf die Fahrgäste wirken. Eine herrlich dynamische Spaßmaschine und umso schöner, dass sich mit Fiddler’s Fling noch ein Exemplar dieses selten gewordenen Schwarzkopf-Klassikers erhalten hat.

Goliath

Mit Goliath erhebt sich gleich am Eingang des County Fair eine der größten Achterbahnen von Six Flags Great America. Interessant ist dabei auch der Standort, denn hier stand zuvor mit Iron Wolf die erste Achterbahn aus dem Hause B&M. Der Stand-Up Coaster eröffnete 1990 und wurde nach der Saison 2011 abgebaut, bevor die Fläche wenige Jahre später für Goliath genutzt wurde.

2014 eröffnete hier schließlich der deutlich größere Neubau von Rocky Mountain Construction. Nach dem rund 50 Meter hohen Lifthill geht es über den etwa 55 Meter tiefen und 85° steilen First Drop hinunter. Mit ordentlich Tempo schießt der Zug anschließend hinauf in eine hohe Wende, bevor es wieder in die Tiefe und über den großen Airtime-Hügel geht. Darauf folgt mit dem Dive Loop die erste Inversion.

Anschließend geht es in die Zero-G Stall, in der man für einen erstaunlich langen Moment kopfüber durch das Element fährt. Danach verschwindet Goliath im Tunnel, ehe die letzten schnellen Elemente zurück in Richtung Station führen.

Goliath ist eine wirklich tolle Achterbahn. Die kräftige Airtime, das hohe Tempo und die abwechslungsreiche Abfolge der Elemente sorgen für eine rundum gelungene Fahrt. Dabei ist die Bahn nicht ganz so brachial unterwegs wie so manche andere Anlage des Herstellers, was mir hier ausgesprochen gut gefallen hat. Für mich gehört Goliath definitiv zu den besten RMCs, die ich bislang gefahren bin – und zu denen, bei denen ich am liebsten gleich mehrere Runden ohne Unterbrechung drehen würde.

Sky Striker

Ebenfalls im County Fair wartet mit Sky Striker die Neuheit des Jahres 2024. Die größte Giant Discovery von Zamperla ist mit ihren gewaltigen Ausmaßen schon von weitem kaum zu übersehen.

Während sich die große Gondel kontinuierlich dreht, schwingt sie immer weiter nach oben. Gerade an den Umkehrpunkten bekommt man ordentlich Airtime geboten, bevor es mit zunehmendem Tempo wieder durch das Tal geht.

Auch Sky Striker hat mir richtig gut gefallen. Das Zusammenspiel aus Höhe, Geschwindigkeit und ordentlich Airtime sorgt für eine tolle Fahrt.

American Eagle

Hinter Sky Striker befindet sich der Zugang zu American Eagle – einer Holzachterbahn, deren Dimensionen auch heute noch beeindruckend sind. Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1981 war sie die höchste, schnellste und längste Holzachterbahn der Welt. Bemerkenswert ist dabei auch der Hersteller, denn hinter dieser gewaltigen Racing-Holzachterbahn steckt ausgerechnet Intamin, die zu diesem Zeitpunkt noch ganz am Anfang ihres Einstiegs ins Achterbahngeschäft standen.

Nach dem Lifthill geht es über den großen First Drop hinunter und anschließend über eine ganze Reihe von Hügeln. Gerade im vorderen Teil des Zuges entwickelt American Eagle dabei eine regelrechte Granatenairtime. Danach geht es in die riesige Doppelhelix, die schon aufgrund ihrer Dimensionen eines der markantesten Elemente der Bahn ist. Über weitere Hügel führt die Strecke anschließend zurück in Richtung Station, wo eine letzte Helix die Fahrt abschließt.

Schade ist lediglich, dass die beiden Seiten bei meinem Besuch nicht gegeneinander fuhren und damit ein wesentlicher Teil des Racing-Konzepts verloren ging. Davon abgesehen hat mir American Eagle richtig gut gefallen – vor allem die überraschend starke Airtime macht die Fahrt zu etwas Besonderem.

X-Flight

Mit X-Flight folgt gleich das nächste Highlight im County Fair. Der B&M Wing Coaster aus dem Jahr 2012 hat es wirklich in sich.

Nach dem Lifthill geht es über den für diesen Achterbahntyp typischen verdrehten First Drop hinab, bei dem wir erst einmal auf den Kopf gestellt werden. Mit ordentlich Tempo durchfahren wir anschließend die erste Zero-G Roll, bevor der Zug in den großen Immelmann zieht. Es folgt eine schnelle, sehr schön bodennahe Kurve, aus der die Strecke direkt in eine hohe Wende hinaufführt. Danach geht es durch die zweite Zero-G Roll und mit weiterhin hohem Tempo dem großen Finale entgegen.

Hier rast X-Flight auf den markanten Kontrollturm zu. Mitten durch das enge Keyhole führt eine In-Line Twist, bei der die seitliche Sitzposition für einen herrlich knappen Near-Miss-Effekt sorgt. Eine letzte Helix rundet die Fahrt ab, bevor es zurück in die Station geht.

X-Flight hat mich wirklich begeistert. Die Abfolge der Elemente passt hervorragend zusammen, die bodennahen Passagen sorgen für ordentlich Tempo und stellenweise geht die Bahn überraschend intensiv zur Sache. Für mich war X-Flight mit Abstand der beste Wing Coaster, den ich bis dahin gefahren bin.

Und irgendwie habe ich die Fahrt sogar mit offenen Birkenstocks überstanden. Mit bestem Fingerspitzengefühl – oder wohl eher Zehenspitzengefühl – gelang es mir tatsächlich, die Schuhe während der gesamten Fahrt an den Füßen zu behalten. Bei einem Wing Coaster vielleicht nicht unbedingt die cleverste Schuhwahl, aber immerhin ging keiner verloren.

Demon

Mit Demon wartet im County Fair noch ein echter Klassiker. Die Achterbahn kennen wir bereits aus California’s Great America, denn beide Anlagen eröffneten 1976 als Turn of the Century und besaßen ursprünglich ein deutlich anderes Layout. 1980 wurden die großen Airtime-Hügel nach dem First Drop durch zwei Loopings ersetzt und passend zum Umbau erhielten beide Bahnen ihren heutigen Namen Demon.

Entsprechend vertraut kommt uns die Fahrt vor. Nach dem First Drop geht es direkt durch die beiden Loopings, bevor die Strecke in den zweiten Teil übergeht. Nach einigen Kurven folgen die beiden Korkenzieher, ehe es wieder zurück in Richtung Station geht.

Einen entscheidenden Vorteil hat die Anlage in Great America für mich allerdings: Hier läuft noch der wunderbar schräge Demon-Soundtrack – und das in einem über 40 Minuten langen Loop mit allerlei herrlich schrägen Anspielungen rund um die Bahn und ihren Dämon. Das passt hervorragend zur etwas angestaubten Thematisierung und verleiht dem alten Arrow-Klassiker noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre.

Metropolis Plaza

Justice League: Battle for Metropolis

In der Metropolis Plaza erwartet uns mit Justice League: Battle for Metropolis ein interaktiver Dark Ride, den wir bereits aus anderen Six Flags Parks kennen. Auch hier konnte die Mischung aus großen Kulissen, Projektionen und interaktiven Elementen wieder überzeugen. Für mich nach wie vor einer der besseren Dark Rides aus dem Hause Sally.

Southwest Territory

Giant Drop

Weiter geht es ins Southwest Territory, wo uns mit Giant Drop gleich die nächste große Attraktion erwartet. Der Freifallturm von Intamin ist mit seiner stattlichen Höhe schon von weitem gut zu erkennen. Gemächlich geht es an der Konstruktion hinauf, bevor man oben einen kurzen Moment die Aussicht genießen kann. Dann löst die Gondel aus und es geht im freien Fall zurück in Richtung Boden. Ein klassischer Intamin-Freifallturm, der auch heute noch eine richtig gute Fahrt bietet.

Raging Bull

Mit Raging Bull wartet eines der großen Highlights des Parks. Der B&M Hyper Coaster unterscheidet sich dabei deutlich von vielen anderen Anlagen dieses Typs. Statt sich hauptsächlich auf eine lange Abfolge großer Airtime-Hügel zu konzentrieren, setzt Raging Bull auf eine deutlich verschlungenere Streckenführung mit zahlreichen schnellen Kurven.

Nach dem Lifthill geht es über einen kleinen Pre-Drop direkt ins Geschehen. Der große First Drop bietet bereits richtig starke Airtime und führt uns mit ordentlich Tempo geradewegs in einen Tunnel. Anschließend schießt der Zug wieder hinauf und durchfährt eine weitläufige Wende in luftiger Höhe, bevor man über einen klassischen Camelback fliegt.

Eine hochgeständerte Kurve führt uns anschließend nach links, ehe wir den Lifthill unterqueren und in einer weiteren Wende die Richtung wechseln. Nach einer Rechtskurve geht es in die Blockbremse, die wir ohne merkliche Verzögerung passieren.

Parallel zum Lifthill fliegen wir nun über einen weiteren Camelback, bevor eine Helix einmal um den First Drop herumführt. Zum großen Finale durchrast Raging Bull schließlich noch eine bodennahe Acht, ehe es zurück in Richtung Station geht.

Gerade diese Mischung aus kräftiger Airtime, hohem Tempo und zahlreichen Kurven macht Raging Bull so stark. Die Bahn ist unfassbar schnell, abwechslungsreich und verliert bis zum Schluss kaum an Schwung. Dank der überaus hohen Kapazität waren die Wartezeiten erstaunlich gering, sodass es gleich für einige Runden hintereinander reichte. Für mich ganz klar eines der großen Highlights des Parks. Was für eine Fahrt.

Chubasco und Ricochet

Im Southwest Territory stehen neben den großen Achterbahnen auch einige schöne Klassiker. Dazu gehört die hübsch gestaltete Teetassenbahn Chubasco, die natürlich für eine Runde mitgenommen wurde.

Nicht weit davon entfernt wartet mit Ricochet ein klassischer Swing-Up von HUSS. Auch hier durfte eine Fahrt natürlich nicht fehlen. Gerade solche klassischen Flatrides sind eine schöne Ergänzung zum ohnehin sehr starken Angebot des Parks.

Viper

Etwas abgelegen steht mit Viper die nächste Holzachterbahn des Parks. Allein der erstaunlich lange Weg zur Station zieht sich dabei schon ordentlich, doch am Ende wartet eine durchaus interessante Bahn.

Viper eröffnete 1995 und orientiert sich unverkennbar am legendären Coney Island Cyclone in New York. Das bekannte Grundprinzip wurde hier allerdings etwas größer skaliert. Bemerkenswert ist vor allem, dass hinter der Bahn kein klassischer Achterbahnhersteller steht: Viper wurde von Six Flags Great America selbst entworfen und gebaut und ist bis heute die einzige Achterbahn, die der Park in Eigenregie errichtet hat.

Nach dem Lifthill geht es über den First Drop direkt hinein in das kompakte Layout mit seinen zahlreichen Hügeln und Wendekurven. Besonders prägend ist dabei die Fahrt durch das dichte Holzgebälk. Immer wieder schießt man mitten durch die Konstruktion, kreuzt andere Streckenabschnitte und verliert zwischen all den Stützen beinahe die Orientierung. Dazwischen sorgen die zahlreichen kleineren Hügel immer wieder für nette Airtime. Eine tolle Bahn mit wirklich guten Fahreigenschaften.

Hometown Square

Nach dem Southwest Territory geht es weiter ins Hometown Square. Hier findet sich eine ganze Reihe klassischer Fahrgeschäfte, die wunderbar zum Charakter dieses Bereichs passen.

The Lobster

Besonders schön ist The Lobster, ein klassisches Monster III von Schwarzkopf. Die einzelnen Gondeln lassen sich mit etwas Geschick wunderbar sporten. Dabei dreht man sich wie wild im Kreis, während das Fahrgeschäft gleichzeitig seine typische Wellenbewegung vollführt. Gerade das Staunen in den Gesichtern der Amerikaner zu sehen, ist für mich immer wieder Ansporn genug, die Gondel noch ein wenig schneller drehen zu lassen.

Triple Play

Nicht weit davon entfernt wartet mit Triple Play eine klassische Troika von HUSS. Während sich die drei Gondelkreuze drehen, wird die gesamte Konstruktion zunehmend schräg gestellt und die Gondeln folgen dabei einer immer stärker ausgeprägten wellenförmigen Trajektorie. Eine angenehm flotte Fahrt.

Hometown Fun Machine

Etwas versteckt liegt die Hometown Fun Machine an einer der Wendekurven von Whizzer. Zu dem klassischen Scrambler gelangt man über eine kleine Brücke, wodurch die Attraktion fast ein wenig abseits des eigentlichen Rundwegs liegt. Einmal eingestiegen, sorgen die gegenläufigen Drehbewegungen dafür, dass man immer wieder ordentlich zur Seite gedrückt wird.

Whizzer

Die Hauptattraktion des Hometown Square ist Whizzer, ein Schwarzkopf Speed Racer aus dem Eröffnungsjahr 1976. Besonders markant ist der spiralförmige Lifthill, der die Züge langsam auf Höhe bringt, bevor die eigentliche Fahrt beginnt.

Vom Lifthill aus geht es zunächst über eine lange Abfahrt hinunter in eine weitläufige, bodennahe Kurve. Eine längere Auffahrt bringt uns anschließend wieder auf Höhe, bevor wir nach einer Kurve in luftiger Höhe schwungvoll zurück in Richtung Boden stürzen. Es folgt eine weitere bodennahe Kurve und eine längere Gerade bergauf, bevor wir eine Runde um den Lifthill drehen. Über eine kurvige Abfahrt und eine Rechtskurve nähern wir uns schließlich dem Ende der Fahrt. Eine letzte Helix führt uns zurück in die Station.

Die Fahrt selbst ist ganz nett, erreicht für mich allerdings nie die Aggressivität der kleineren Jet-Star-Achterbahnen von Schwarzkopf. Etwas ärgerlich waren zudem die Wartezeiten. Durch die vielen Flash-Pass-Nutzer wurde die Kapazität stark gedrückt, sodass sich bei Whizzer meist eine der längsten Schlangen im Park bildete.

Carousel Plaza

Zum Abschluss unseres Rundgangs geht es zurück zur Carousel Plaza, dem großen Eingangsbereich des Parks. Im Mittelpunkt steht hier natürlich das imposante Columbia Carousel. Das rund 30 Meter hohe Doppelstockkarussell gehört bereits seit der Eröffnung 1976 zu den Wahrzeichen des Parks und besitzt ein nahezu identisches Gegenstück in California’s Great America.

Mit seinen zahlreichen Pferden, Tieren und Wagen ist das Karussell schon eine beeindruckende Erscheinung. Für meine Runde kam natürlich nur das obere Stockwerk infrage – wenn man schon die Gelegenheit hat, auf einem Doppelstockkarussell zu fahren, dann natürlich auch oben.

Direkt daneben ragt der Sky Trek Tower rund 100 Meter in die Höhe. Der Aussichtsturm von Intamin kam bereits 1977 hinzu und prägt seitdem die Silhouette des Parks. Aus der langsam rotierenden Kabine bietet sich bei entsprechend guter Sicht sogar ein Blick bis zur Skyline von Chicago.

Zwischen diesen beiden Klassikern wartet mit Maxx Force schließlich eine Attraktion aus einer völlig anderen Epoche des Parks.

Maxx Force

Mit Maxx Force wartet zum Abschluss noch einmal eine Achterbahn, die vor allem durch ihren Start auffällt. Der Launch Coaster von S&S beschleunigt seine Züge pneumatisch in weniger als zwei Sekunden von 0 auf rund 125 km/h. Entsprechend brachial fällt der Abschuss aus und katapultiert uns direkt in das große erste Element.

Ähnlich einer Banana Roll dreht man sich am höchsten Punkt einmal zur Seite, ehe es in einer Rolle rasant zurück in Richtung Boden geht. Eine zunächst langsam aufsteigende Rechtskurve entpuppt sich anschließend als astreine Rolle, die wir mit ordentlich Tempo durchfahren. Danach geht es bereits auf den etwas eigenartig seitlich angefahrenen Dive Loop zu, der das kurze Layout abschließt.

Insgesamt ist Maxx Force eine überaus solide Achterbahn mit tollen Fahreigenschaften. Die geringe Kapazität sorgte während meines Besuchs allerdings für entsprechend lange Wartezeiten, weshalb es bei einer einzigen Fahrt blieb.

Bilder Six Flags Great America

Fazit Six Flags Great America

Six Flags Great America hat mir ausgesprochen gut gefallen. Vor allem das starke Achterbahnangebot bietet eine enorme Abwechslung. Dazu kommen zahlreiche klassische Fahrgeschäfte, die man in dieser Anzahl heute nur noch selten in einem großen Freizeitpark findet.

Auch die gemeinsame Vergangenheit mit California’s Great America ist an vielen Stellen noch zu erkennen und verleiht dem Park einen ganz eigenen Charakter. Gleichzeitig hat sich Great America über die Jahrzehnte deutlich weiterentwickelt und verbindet seine Geschichte sehr schön mit modernen Großattraktionen.

Insgesamt ist Six Flags Great America ein wirklich toller Freizeitpark – und ich kann es kaum erwarten, wieder nach Chicago zu fliegen und einen Ausflug nach Gurnee zu unternehmen.

 


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Auf nach Carowinds

Carowinds

Ich wollte schon immer zu Carowinds. Als der Buzzed Bars Coaster Club sein Stumble 325 Event ankündigte, konnte ich es kaum erwarten, endlich in den Park zu fahren. Es war ein zweitägiges Event mit vielen coolen Aktionen. So gab es am Morgen des zweiten Tages eine Fury 325 Backstage Tour und vieles mehr. Generell freue ich mich immer, Zeit mit Gary, Latifa, Matt und all den anderen zu verbringen. 

Thunder Road

Der Themenbereich Thunder Road ist nach der Holzachterbahn Thunder Road benannt, die von einem Bundesstaat in den anderen und wieder zurück fuhr. Eine identische Achterbahn kann man heute noch in den Schwesterparks Kings Island und Kings Dominion erleben.

Intimidator

Der Intimidator ist der klassische Hyper Coaster hier bei Carowinds. Das Layout besteht hier aus mehreren Camelbacks, die mit ordentlich Speed durchfahren werden, was zu einer wunderbaren Floating Airtime führt, also Airtime, die einen recht ruhig und harmonisch aus dem Sitz abheben lässt.

Nach dem First Drop führt uns der Weg direkt auf einen Hügel, auf dem wir nach rechts abbiegen. Es folgt ein klassischer Camelback, der in den großen Horseshoe Turn mündet. Nach zwei weiteren Airtimehügeln geht es in die Zwischenbremse der Anlage. Nach einem kurzen Drop und einer anschließenden Auffahrt geht es in eine Steilkurve. Nach einem weiteren Drop erreichen wir die Endbremse der Anlage.

Der Intimidator ist ein wirklich guter Hyper Coaster aus dem Hause B&M, der leider etwas darunter leidet, dass in einer anderen Ecke des Parks eine sehr ähnliche Achterbahn steht. Dennoch macht eine Fahrt hier vor allem im hinteren Teil des Zuges unglaublich viel Spaß und sollte daher auf keinen Fall ausgelassen werden.

Kiddy Hawk

Das Layout der Achterbahn Kiddy Hawk ist ein bewährter Klassiker aus dem Hause Vekoma, hier allerdings als Suspended Family Coaster ausgeführt. Dementsprechend beginnt die Fahrt mit einer kurzen Kurve aus der Station, nach der bereits der Lifthügel wartet. Sofort geht es in eine Linkskurve mit anschließender Aufwärtshelix, durch ein kurzes Tal und eine weite Rechtskurve nahe der Station. Über einen Hügel überquert man die soeben befahrene Strecke, worauf man in einer weiteren Helix etwas an Höhe verliert. Nach einer Linkskurve wartet die Bremsstrecke und die Fahrt endet. Hier in Carowinds fährt sich die Anlage leider alles andere als schön, weshalb ich von einer Fahrt abraten würde.

Nighthawk

Im Zentrum des Freizeitparks Carowinds steht die Achterbahn Nighthawk. Es handelt sich um den ersten Flying Coaster der Welt, der von 2000 bis 2003 als Stealth im California’s Great America stand. Hier in Carowinds hatte die Achterbahn zunächst ein Star Trek Thema, welches aber mit der Übernahme von Cedar Fair im Jahr 2008 aufgegeben wurde. Leider war die Anlage bei meinem Besuch außer Betrieb.

Camp Snoopy

Camp Snoopy ist der große Kinderbereich des Freizeitparks Carowinds. Hier gibt es eine Vielzahl von Fahrgeschäften für die ganze Familie, darunter auch zwei Achterbahnen.

Peanuts Pirates

Wenn man weit über 100 Freizeitparks besucht hat, fallen gewisse Parallelen zwischen den Parks auf, aus denen sich Regeln ableiten lassen. Eine davon ist, dass ein Park mit einer Mack Rides Seesturmbahn kein schlechter Park sein kann. Peanuts Pirates ist ein solches Fahrgeschäft. Wie immer ist die Fahrt eine Klasse für sich und sollte keineswegs ausgelassen werden.

Wilderness Run

Wilderness Run ist die große Familienachterbahn von E&F Miller Industries. Das große Layout bietet nicht nur die gewohnt wilden Kurven, sondern auch einen großen Airtimehügel gleich zu Beginn der Fahrt.

Woodstock Express

Der Woodstock Express ist die kleinere der beiden Holzachterbahnen von Carowinds. Die Fahrt durch das kompakte Layout der lila-gelb lackierten Achterbahn beginnt nach einer kurzen Rechtskurve mit dem Erklimmen des Lifthügels. Oben angekommen geht es gleich in die erste Abfahrt. Mit ca. 56 km/h geht es nun durch das erste Tal, nach dem uns bereits eine Wendekurve in luftiger Höhe erwartet. Nach einer weiteren Abfahrt rasen wir über einen kleinen Speedbump, bevor wir die Holzkonstruktion durchqueren und auf der anderen Seite der Anlage eine weitere Wende einleiten. Nun geht es ein Stück über Stock und Stein, bevor wir unterhalb der ersten Wende in die Holzkonstruktion eintauchen und deren Verlauf folgen. Wieder unter freiem Himmel tauchen wir in einen kleinen Dip ein, danach befinden wir uns auch schon auf der Bremsstrecke der Achterbahn und die lustige Holzachterbahnfahrt ist bald zu Ende.

Crossroads

Afterburn

Die Achterbahn Afterburn ist der große B&M Inverted Coaster des Freizeitparks. Die Achterbahn schmückt den hinteren Eingang des Parks.

Die Fahrt auf Afterburn beginnt mit der Einfahrt in den Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen geht es sofort in eine Steilkurve. Nach einer rasanten Talfahrt geht es in einen riesigen Looping. Direkt danach geht es durch einen ebenso riesigen Immelmann in eine Zero-G Roll. Nun folgt ein für einen Inverted Coaster sehr ungewöhnliches Element, ein Batwing, bei dem wir gleich zweimal auf dem Kopf stehen und durch einen nebelverhangenen Tunnel fahren. Nach einem kurzen Hügel an der Station vorbei geht es noch in einen Korkenzieher und nach einer Kurve in die Bremsstrecke der Anlage.

Afterburn ist ein sehr guter Inverted Coaster, der durch die Abfolge der Elemente besticht. Die Fahrt selbst ist nicht ganz so kraftvoll wie bei anderen größeren Inverted Coastern, so dass man hier problemlos Runden um Runden drehen kann.

Boo Blasters on Boo Hill

Die interaktive Themenfahrt Boo Blasters on Boo Hill wurde ursprünglich 2001 unter dem Namen Scooby-Doo! and the Haunted Mansion eröffnet. Damals führte die Fahrt in der Mystery Machine noch durch zweidimensionale Szenen mit den Figuren der bekannten Hanna-Barbera-Serie, in denen man eigene Effekte auslösen und am Ende den Bösewicht entlarven konnte. Jetzt gibt es nur noch Geister. Das ist immer noch sehr kitschig und nett gemacht, aber den Geist der ursprünglichen Attraktion fängt Boo Blasters on Boo Hill leider nicht mehr ein.

Southern Star

Southern Star ist das zweite Looping Starship, das ich auf meiner Stumbled Runner Tour getroffen habe. Im Gegensatz zur Anlage in Kings Dominion braucht die Southern Star etwas länger, um den Überschlag zu schaffen. Die Hangtime ist wie immer eine Klasse für sich.

Plants vs. Zombies

Das interaktive Theater Plants vs. Zombies ist ein interessantes Erlebnis. Hier spielt man in zwei Teams gegeneinander, wobei man durch die vielen Mitspieler leider schnell den Überblick verliert. Insgesamt eine sehr nette Attraktion mit Videospiellizenz.

Blue Ridge Junction

Wie gut Cedar Fair seine Themenparks inszeniert, zeigt der Themenpark Blue Ridge Junction. Hier steht neben dem Flying Scooters Mountain Gliders die Achterbahn Copperhead Strike.

Copperhead Strike

Copperhead Strike ist eine ganz besondere Achterbahn des Herstellers Mack Rides, da sie einen Wendepunkt im Designprozess des Herstellers darstellt. So überrascht die Achterbahn mit vielen bisher unbekannten Features.

Das fängt schon bei der Heartline Roll aus der Station an, die man hier mit ordentlicher Hangtime durchfährt. Nach einer Kurve geht es dann in den ersten Launchbereich. Nach einem kurzen Stopp beschleunigen wir sofort in einen fast kreisrunden Looping. Wo wir diesen noch mit ordentlich Hangtime erlebt haben, katapultiert uns der anschließende Airtimehügel fast aus dem Wagen. Kaum wieder im Sitz, geht es sofort in einen intensiven Korkenzieher. Nach einer Rechtskurve geht es in der Bayernkurve ein wenig über Berg und Tal, bevor wir in den zweiten Launchbereich einfahren. Dieser beschleunigt uns über einen Hügel direkt in einen Airtimehügel mit anschließendem Cutback. Nach einer schwungvollen Kurve geht es in den zweiten Looping, der mit ordentlicher Geschwindigkeit durchfahren wird. Nach einem Hügel durch den ersten Looping führt uns die Strecke durch zahlreiche Kurvenwechsel, eine Helix und einen weiteren Airtimehügel, bevor wir die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Copperhead Strike ist die bisher beste Achterbahn von Mack Rides. Die Strecke ist unglaublich dynamisch und kann mit einigen wirklich atemberaubenden Elementen aufwarten. Auch die sehr originelle Streckenführung spricht für sich. Alles in allem eine sehr gute Achterbahn.

Carolina Harbor Waterpark

Der Freizeitpark Carowinds bietet mit dem Carolina Harbor einen Wasserpark, der im Eintrittspreis enthalten ist. Carolina Harbor verfügt über eine Vielzahl von atemberaubenden Wasserrutschen. Da diese die einzigen Wasserattraktionen im Freizeitpark sind, erfreut sich der Park vor allem im Sommer großer Beliebtheit.  Leider war der Wasserpark bei meinem Besuch nicht geöffnet.

Country Fair

Der Themenbereich Country Fair beherbergt zahlreiche Fahrgeschäfte, von denen die meisten schon einige Jahre waren. Neben dem Zierer Wellenflug Zephyr finden sich in diesem Bereich der Mondial Top Scan Electro Spin, der Mack Rides Musik Express Rock ’n‘ Roller und der Vekoma Boomerang Flying Cobras.

Flying Cobras

Die ursprünglich als Carolina Cobra eröffnete Achterbahn stammt aus dem leider geschlossenen Geauga Lake Freizeitpark. Seit 2009 steht die Achterbahn Flying Cobras im Park. Dank der neuen Züge ist die eher ruppige Achterbahn immer noch angenehm zu fahren.

Carolina Boardwalk

Der Carolina Boardwalk führt uns an die Strände der beiden Südstaaten. In diesem Bereich befinden sich drei der familienfreundlichsten Achterbahnen des Parks.

Carolina Goldrusher

Carolina Goldrusher ist der klassische Mine Train von Carowinds. Die Fahrt führt zunächst am Abstellgleis der Achterbahn vorbei, bevor es in den ersten Lifthügel geht. Oben angekommen geht es zunächst auf einer langen Geraden in eine Rechtskurve. Mit zunehmender Geschwindigkeit geht es dann in eine lange Helix. Gemächlich nähern wir uns dem zweiten Lift. Auch hier geht es über eine lange Gerade und dann in eine rasante Abwärtshelix. Nach einem kurzen Anstieg führt uns die Strecke nach einem Drop in einen Tunnel. Ein letzter Anstieg führt uns direkt in die Bremsstrecke der Anlage, wo unsere lustige Fahrt bald zu Ende geht.

Carolina Cyclone

Die Arrow Looping-Achterbahn Carolina Cyclone war die erste Achterbahn mit vier Inversionen. Das Layout wurde später von Vekoma in Lizenz mehrfach in Europa gebaut, wo es unter anderem in den Freizeitparks Efteling und Gardaland zu erleben ist. Hier im Carowinds ist die Fahrt etwas schneller, allerdings auch etwas holpriger.

Ricochet

Ricochet ist die klassische Wilde-Maus-Achterbahn von Carowinds. Sie ist nicht ganz so totgebremst, wie es in Amerika oft der Fall ist, und bietet daher eine recht angenehme und rasante Fahrt. Aufgrund der geringen Kapazität kann es zu längeren Wartezeiten kommen, weshalb ein Besuch in den frühen Morgenstunden zu empfehlen ist.

Carousel Park

Der Carousel Park hat seinen Namen durch das Grand Carousel. In diesem Bereich befinden sich auch die Stand-Up-Achterbahn Vortex und das klassische Fahrgeschäft Scrambler.

Vortex

Seit 1992 ziert die Achterbahn Vortex den vorderen Teil des Freizeitparks. Nach der gleichnamigen Schwesteranlage in California’s Great America ist sie die dritte Achterbahn des Herstellers B&M.

Die Fahrt auf Vortex beginnt gleich mit dem Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen geht es in einer Steilkurve direkt in den Looping der Anlage. Nach einem geschwungenen Hügel geht es in eine intensive Helix. Danach folgt eine Abfahrt, die uns in den Korkenzieher führt. Zuletzt geht es dann noch durch zwei Kurven, die die Form einer Acht bilden, ehe wir die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Vortex ist eine wirklich schöne Achterbahn. Der Stand-Up Coaster bietet nicht nur hervorragende Fahreigenschaften, sondern auch ein sehr intensives, aber nicht überladenes Layout. Das Fahren im Stehen macht hier einfach Spaß.

Thrill Zone

Der leider recht generische Themenbereich Thrill Zone beinhaltet die größten Thrill-Maschinen des Freizeitparks. Neben den Achterbahnen Hurler und Fury 325 findet man hier den großen Freifallturm Drop Tower und die grandiose Schwarzkopf Enterprise Scream Weaver.

Hurler

Der Hurler ist eine der unbeliebtesten Holzachterbahnen der Welt. Nach einem großen Drop führt das Layout zunächst über eine lange Gerade und dann in eine bodennahe Rechtskurve. Es folgen drei Hügel, die jedoch eher verhalten befahren werden. Nach einer weiteren Kurve folgen zwei weitere Hügel. Eine Wendekurve führt erneut in einen Hügel. Danach folgt die letzte Kurve, die uns in die Bremsstrecke der Achterbahn führt.

Die Fahreigenschaften der Achterbahn Hurler sind gut, aber die Strecke ist unglaublich langweilig. Hier passiert so gut wie nichts. Gerade im Vergleich zu Kings Dominions Twisted Timbers, die früher das gleiche Layout hatte, sieht man, wie viel Potential man aus der groben Streckenführung noch herausholen kann. Während die eine Bahn nun die Spitze der Rankings für sich beansprucht, verrottet die andere leider im Keller. Hier wäre es schön, wenn Cedar Fair auch diese Anlage dem RMC Treatment unterziehen würde.

Fury 325

Kaum eine Achterbahn prägt den Freizeitpark Carowinds so sehr wie der B&M Hyper Coaster Fury 325, der den Eingangsbereich des Freizeitparks ziert. Die 325 ft hohe Achterbahn hat ein für den Hersteller sehr ungewöhnliches Layout, das statt auf Hügel fast ausschließlich auf wilde Kurvenfahrten setzt.

Die Fahrt auf Fury 325 beginnt gleich mit der Einfahrt in den Lifthügel. Kaum auf einer Höhe von 100 m angekommen, geht es auch schon in den großen Drop. Mit über 150 km/h geht es durch das erste Tal. Kurz darauf biegen wir auf einen großen Hügel nach rechts ab. Nach mehreren Links- und Rechtskurven erreichen wir das große Wendeelement, das sehr an einen Notenschlüssel erinnert. Nach einer langen Abfahrt erwartet uns ein weiterer Hügel, der schnell überwunden wird. Nun führt uns der Weg über einen klassischen Airtimehügel in eine sehr bodennahe Helix. Nach zwei weiteren Hügeln und Kurven erreichen wir die Schlussbremse der Anlage.

Fury 325 ist eine wirklich gute Achterbahn. Das sehr schnelle Layout mit den schön zu fahrenden Kurven spricht für sich. Auch wenn die Achterbahn nicht auf Airtime setzt, so hat sie doch einige wirklich schöne Airtimemomente, die dank der durchgehend hohen Geschwindigkeit besser in Erinnerung bleiben als bei der Achterbahn Intimidator. Kurzum, Fury 325 ist zu Recht eine der besten Achterbahnen Amerikas.

Bilder Carowinds

Fazit Carowinds

Der Besuch im Carowinds hat mir sehr gut gefallen. Der Park hat eine tolle Atmosphäre und ein durchaus solides Achterbahnportfolio. Obwohl ich alles an einem Tag hätte schaffen können, war ich sehr froh, einen zweiten Tag zur Verfügung zu haben. Auch für das Stumble 325 Event des Achterbahnclubs Buzzed Bars hat sich der Besuch mehr als gelohnt.

 


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