Aufbruch nach Mythica

In den letzten Jahren hat das Legoland Deutschland, wie kein anderer Park der Merlin Entertainments, einige herausragende Erweiterungen seines Angebots erfahren. Der Park wurde schließlich zu einem Ganztagesziel. Seit meinem letzten Besuch im Oktober 2015 hat der Park den Themenbereich Lego Ninjago World, zwei neue Fahrgeschäfte im Land der Pharaonen und einen neuen B&M Wing Coaster als Teil des Themenbereichs Lego Mythica in sein Angebot aufgenommen.

Lego Ninjago World

Lego Ninjago World ist die bisher größte Erweiterung, die das Legoland Deutschland je erlebt hat. Der Themenbereich basiert auf der beliebten Marke Lego Ninjago, die durch die erfolgreiche Fernsehserie bekannt wurde. Im Jahr 2017 war dies die bisher teuerste Erweiterung des Parks. Der Bereich bietet eine einzigartige interaktive Themenfahrt an, die man so nur in den Legoland Parks erleben kann.  

Lego Ninjago The Ride

Lego Ninjago The Ride ist die erste interaktive Themenfahrt, bei der die Fahrgäste nur ihre Hände zum Zielen benutzen. Das Fahrsystem nutzt eine Reihe von Sensoren, um die Bewegungen der Hände zu erfassen. Abhängig von der Höhe der Hände und dem Winkel zum Sensor wird die Handbewegung interpretiert und ein Farbpunkt erscheint auf dem Bildschirm, sodass man weiß, wohin man gerade zielt. Der ganze Prozess ist nicht sehr intuitiv und so ist verwirrtes Handwinken tatsächlich eine gute Möglichkeit, eine Menge Punkte zu sammeln. Die Bewegungen können auf den vielen Leinwänden, an denen man vorbeifährt, oder bei einer längeren Filmsequenz direkt vor der Leinwand stehend verfeinert werden. 

Insgesamt ist Lego Ninjago The Ride eine sehr solide Themenfahrt. Zwar ist die Technik nicht so ausgeklügelt wie bei den Web Slingers im Disneyland Paris, aber für einen Prototypen funktioniert dieses System schon ganz gut. 

Lloyd’s Spinjitsu Spinner

Die neueste Ergänzung der Lego Ninjago World ist Lloyds Spinjitsu Spinner, ein Sunkid Loopster. Dieses Fahrgeschäft hebt das alte Luna-Loop-Konzept von Heege auf eine neue Ebene und ist eines der versteckten Highlights im Park. Da man die Drehung der Gondel selbst steuern kann, hat man die Wahl zwischen einer eher sanften Fahrt, einer Fahrt voller Saltos oder dem Versuch, die ganze Fahrt auf dem Kopf stehend zu absolvieren; das ist allerdings gar nicht so einfach, denn die Gondel dreht sich nach einer Weile wieder in die Ausgangsposition zurück und man muss die Drehung häufig nachjustieren.  

Land der Pharaonen

Der Themenbereich Land der Pharaonen wurde einst geschaffen, um den interaktiven Dark Ride The Temple als eigenständige Attraktion direkt neben dem Eingang des Legoland Feriendorfs zu beherbergen. Im Jahr 2019 wurde der Bereich mit den interaktiven Fahrgeschäften Pyramiden Rallye und Wüsten X-kursion erweitert. 

Pyramiden Rallye

Die Pyramiden-Rallye ist eines der klassischen Fahrgeschäfte von Metallbau Emmeln, die man gerne öfter in Familienfreizeitparks rund um den Globus sehen würde. Das interaktive Fahrgeschäft ist ein nettes Training für die ganze Familie, bei dem du versuchst, das Feuer in einer Pyramide mitten in der Wüste zu löschen. Auch wenn die Story dieses Fahrgeschäfts nicht viel Sinn ergibt, ist es dennoch eine der tollsten Neuerungen im Legoland Deutschland.

Wüsten X-kursion

Die Wüsten X-kursion von RES ist eine interessante Turmfahrt: Die Fahrgäste können die Drehung der Gondeln sowie ihre Fahrhöhe steuern, indem sie an einem Seil im Inneren der Gondel ziehen. Alles in allem bietet die Fahrt eine schöne, gemütliche Aussichtsfahrt über das Land der Pharaonen und einen guten Blick auf den neuen Themenbereich Lego Mythica gleich nebenan. 

Lego Mythica

Lego Mythica ist der neueste Bereich im Legoland Deutschland. Er basiert auf der Legoland eigenen IP. Sein Herzstück ist die Achterbahn Maximus von B&M. Der doppelte Familienfreifallturm Fire & Ice Tower von Zierer und ein kleiner Spielplatz ergänzen den Bereich. Lego Mythica ist die bisher teuerste Erweiterung des Freizeitparks.

Maximus – Der Flug des Wächters

Wenn man an eine Achterbahn im Legoland denkt, würde niemand auf die Idee kommen, einen B&M Wing Coaster mit zwei Inversionen zu bauen, aber irgendwie wurde dieses Projekt mit Maximus – Der Flug des Wächters wahr. Die Statik der Bahn spricht für eine sehr familienfreundliche Fahrt, die wir uns jetzt genauer ansehen wollen. 

Nachdem wir die äußerst triviale Warteschlange endlich hinter uns gelassen haben, kann die Fahrt auch schon beginnen. Nach einer Linkskurve erreichen wir sofort den Lift der Bahn. Nachdem wir die Spitze des Lifthügels auf 17 m erreicht haben, fallen wir sofort in Richtung Boden. In einer Aufwärtsspirale erfahren wir ein wenig Druck, bevor wir über einen kleinen Hügel fliegen. Im folgenden Tal erleben wir die höchsten Kräfte der Fahrt, ehe es direkt in die erste Inversion der Fahrt geht. Nach dem Korkenzieher setzen wir unseren Weg nach links fort, bevor wir die Richtung ändern, um uns auf das große Finale der Fahrt vorzubereiten: eine Rolle über dem Eingangsportal. Kurz darauf befinden wir uns in der Bremsstrecke der Bahn.  

Maximus – Der Flug des Wächters ist eine nette Bahn für das, was sie ist: eine schöne Familienbahn und die erste Bahn mit einer Inversion für viele der Parkgäste. Die Fahrt auf der linken Seite der Schienen bietet das insgesamt bessere Fahrerlebnis, während die rechte Seite eine etwas ausgeprägtere Fahrt durch die erste Helix bietet. 

 

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Inselberg Funpark (2020)

Der Inselberg Funpark nicht so weit von der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe entfernt, ist ein Wiegand Erlebnisberg – ein kleiner Schaufenster-Freizeitpark des Herstellers Wiegand. Hier findest du neben einer klassischen Sommerrodelbahn auch einen Luna Loop und Nautic Jet von Heege, sowie den Prototyp des Wie-Flyer Suspended Powered Coaster.

Schon seit vielen Jahren wollte ich den Wie-Flyer ausprobieren, habe aber leider nie den Weg in diese Ecke Thüringens gefunden. Somit habe ich es versäumt, eine Fahrt mit den original verkapselten Fahrzeugen zu machen. Heutzutage sind die Fahrzeuge viel offener und bieten ein Fahrgefühl, das dem einer Hängeachterbahn sehr ähnlich ist. Da man auch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge steuern kann, kann man sein Erlebnis ähnlich wie bei einer Bobkartbahn des gleichen Herstellers beeinflussen – ein Fahrgeschäft, das in Freizeitparks auf der ganzen Welt zu finden ist.

Die Fahrt beginnt mit einer Rechtskurve, die in einer großen Abwärtshelix nach links übergeht. In zwei Serpentinen-Kurven gewinnen wir dann etwas an Höhe. Es folgt ein langer welliger Streckenabschnitt, der seine Fahrgäste wie verrückt kichern lässt. Nach einer Linkskurve wird dieser Abschnitt wiederholt. Im Hof der ersten Helix geht es in einer aufwärts führenden Spirale zurück auf die Starthöhe der Bahn. Nach einer längeren Geraden und einer Linkskurve erreichen wir das Ende dieser überraschend lustigen Fahrt.

 


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Mit dem Hexenbesen über die Bode

Vorwort

Die Wie-Hex Anlagen gehören sicherlich nicht zu den beliebtesten Produkten des Herstellers Wiegand, welcher vor allem für seine Rodelbahnen und Stahlwannenrutschen bekannt ist, dennoch wurde in diesem Jahr mit dem Boderitt ein Hexenbesen der zweiten Generation in einer bemerkenswerten Ausführung im zweiten Funpark der Seilbahnen Thale Erlebniswelt, nahe der Gondelbahn hinauf zum Hexentanzplatz und in unmittelbarer Nähe zum Hexenbesen der ersten Generation, errichtet.

Seilbahnen Thale Erlebniswelt

Boderitt

Etwas später als gedacht erreichte ich die, von Wiegand selbst betriebene, Erlebniswelt im Bodetal, nur um dann doch deutlich zu früh am Boderitt zu stehen. Obwohl die Öffnungszeiten eindeutig waren hatte der neue Wie-Hex nicht einmal seine Testrunden absolviert, schlimmer noch, es wurde noch gar nicht damit begonnen. Erst auf Nachfrage setzte man die Anlage in Bewegung, doch es war deutlich kälter als gedacht und die Wagen taten sich schwer daran die Strecke überhaupt zu schaffen. Nach fast einer Stunde setzte dann ein Techniker nach zahlreichen Versuchen die Anlage in Betrieb.

Mit komplett umgekrempelten Tagesverlauf konnte ich mich in den, bereits aus der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe bekannten, Vehikel Platz nehmen. Nachdem man die notwendigen 3 Chips eingeworfen hat, setzt sich der Wagen auch sogleich in Bewegung und erklimmt den ersten Lifthügel. Ohne spürbaren Ausschlag vollzieht man eine Linkskurve und daraufhin einen kleinen Schlenker entlang der Terrasse des Restaurants. Nach einer weiteren Linkskurve wird man in der darauffolgenden Rechtskurve beinahe bis zum Stillstand abgebremst; denn der zweite Lifthügel naht. Erneut auf einer höheren Ebene folgt nach einem weiteren Schlenker ein serpentinenartiges Kurvenspiel, welches ein wenig rasanter befahren wird, woraufhin der dritte Lifthügel erreicht ist. Auch diesen verlässt man in einer Linkskurve, an der sich eine weite Rechtskurve anfügt. Wenig überraschend erreicht man nach einem weiteren Richtungswechsel den finalen Lift. Das nun folgende Gefälle ist ein wenig ausgeprägter und auch die zwei Kurven haben nun einen engeren Radius, wodurch die Gondel ein wenig mehr schwingt. Doch auch hier wird man zu schnell wieder abgebremst und kriecht folglich der Ausstiegsposition entgegen.

Der Boderitt ist nur wegen seiner Größe bemerkenswert, an der Fahrt liegt dieses leider nicht. Im Vergleich zum Hexenbesen der Wasserkuppe sind die Schwingungen kaum noch vorhanden, weder nach vorn oder hinten wippend noch zur Seite ausschlagend. Zugegebenermaßen war die Anlage zu dem Zeitpunkt sicherlich noch nicht ausreichend eingefahren und dadurch die Ausschlag evtl. deutlich geringer als am späten Nachmittag; aber das macht die Strecke, dessen Highlight letzten Endes die vier Lifte an sich und die finalen Kurven waren, nicht besser. Dennoch belebt sie den Funpark 2 und füllt diesen, ebenso wie das neue Wasserrondell des Herstellers Zierer, gut aus.

Bilder Seilbahnen Thale Erlebniswelt

 


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