Tiere und Fahrgeschäfte in Thüle

Tier- und Freizeitpark Thüle

Der seit 1954 existierende Tierpark hat es durch die Ergänzungen der letzten 20 Jahre geschafft einen sehr gut funktionierenden Freizeitparkteil zu erschaffen, welcher leider dem Tierparkteil die Besucher raubt. Während der Freizeitparkteil des Tier- und Freizeitpark Thüle sehr gut ausgelastet war konnte ich auf meinen Rundgang durch den Tierparkteil kaum einen anderen Besucher erspähen. Dieses ist mehr als nur Schade, da dieser Bereich in den letzten Jahren wohl einige aufwendige Renovierungsarbeiten unterzogen wurde.

Die Heege Fahrgeschäfte

Der Freizeitparkteil des Parks hat seinen Ursprung mit den vielen kleinen Fahrgeschäften des Herstellers Heege, weshalb man unter anderen die Klassiker Luna Loop und Sky Diver vorfinden kann. Aber auch eine sehr seltene Heege Anlage erfreut jeden Achterbahnfan mit guten Geschmack, denn hier kann man keine normale Pendelbahn fahren, sondern die größere Version dieser. Diese ist nicht nur länger, höher und schneller, sondern auch kraftvoller. Eine Besonderheit an der Anlage ist, dass man selbst mit offenen Bügel fahren kann. Aber auch neuartige Heege Anlagen sind im Park vorzufinden.

Drachen-Achterbahn

Für die Zierer Freunde unter uns kann man neben dem Kontiki Swing Boat auch einen Zierer Force Two fahren. Dieses Layout kam mir zuvor noch nicht in mein Sichtfeld und daher freute ich mich schon sehr auf die Fahrt auf der Drachen-Achterbahn, die neben ordentlicher Streckenlänge für eine Kinderachterbahn auch etwas Geschwindigkeit aufweisen konnte.

Bobkartbahn und Storchenturm

Die Wiegand Bobkartbahn im Tier- und Freizeitpark Thüle habe ich trotz des ansprechenden Layouts nicht getestet, da sich hier weder die Warteschlange noch die Bobkarts nennenswert bewegten, gar schlichen. Besonders erwähnenswert hingegen in der benachbarte Twist & Turn Storchenturm des Herstellers Metallbau Emmeln, welcher eine sehr gute Fahrt bot. Auch die Gestaltung der Anlage sticht einen hier besonders positiv ins Auge.

Spring Ride Tower

Ähnlich positiv, von der Fahrt her aber unterste Sau, zeigt sich der Moser-Turm Spring Ride Tower seinen Fahrgästen. Hier stürmten die Kiddies ohne Ende hinein, ich selbst beließ es bei nur einer Fahrt, da der Turm wirklich sehr unangenehm bremste, auch war das Fahrprogramm wie oben bereits erwähnt eher schlecht.

Die Wasserfahrten im Tier- und Freizeitpark Thüle

Für die Soaker unter uns gibt es bis auf einem Nautic Jet und einer Schlauchbootrutsche leider nicht viel, so dass man den Park nur raten könnte schleunigst eine Wildwasserbahn, oder zumindest eine weitere Röhre, dieses Mal jedoch mit einer Kurve, für ihre Schlachbootrutsche zu bestellen. Das Familienpublikum des Parks würde dieses sicherlich würdigen, vor allem bei den Temperaturen am vergangenen Sonntag.

Eiertanz und Airboat

Neben den lustigen Technical Park Apollo 2000 Eiertanz, welcher meiner Meinung nach noch höher hätte ausschwingen können, konnte man auch in ein HUSS Airboat einsteigen. Dieser fuhr sich zwar nicht so verpeilt wie die Anlage aus dem dänischen BonBon-Land, aber für das Publikum doch angebracht.

Fazit Tier- und Freizeitpark Thüle

Im Gesamten gesehen bietet der Tier- und Freizeitpark Thüle einiges für die ganze Familie. Die Fahrgeschäfte machen schon in einem gewissen Maße Spaß und selbst der Achterbahnfan wird hier gut bedient, was auch an der großen Pendelbahn liegt. Der Eintrittspreis ist sehr fair und beinhaltet auch den recht großen Tierpark, den man besser nicht auslassen sollte.

 

Was ist eure Meinung zum Tier- und Freizeitpark Thüle?  Schreibt sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besucht unsere sozialen Medienkanäle:

 

          


Achterbahn fahren im Phantasialand

Phantasialand

Auf Grund eines Wettbewerbes mit geringer Beteiligung zur bis dato nicht eröffneten Attraktion Maus au Chocolat verschenkte das Phantasialand mehr oder weniger diverse Eintrittskarten für die diesjährige Saison. Seit der Zeit meines letzten Besuchs im Jahr 2009 hat sich einiges geändert, so ist zum Beispiel die alte Schwarzkopf-Themenfahrt Gondelbahn abgerissen worden. Zudem sind viele neue Kinderfahrgeschäfte aus dem Hause Zamperla in den Park gezogen, die Nachbarn haben einen Grund sich – über die flüsterleise Wasserattraktion Wakobato – zu beschweren gefunden und eine Erweiterung steht wegen einigen Umweltaktivisten noch weit in den Sternen.

Der erste Eindruck vom alten Eingang aus, welcher nun nur noch den Shuttle-Gästen dient, ist schon mal ganz nett, auch wenn die Main Street früher netter wirkte. Der nun vorhandene große Platz wirkt recht seltsam im Phantasialand und die vorhandenen Baustellen passen nicht in das Ambiente. Ähnlich sieht es mit dem großen Durchgang von Berlin zum Fantasybereich  aus.

Fröhliche Bienenjagd

Als eine der neueren Attraktionen konnte sich vor allem die Fröhliche Bienenjagd als gute Investition behaupten. Von außen recht unscheinbar kann der Fahrtverlauf der Anlage auf einen wirken, jedoch ändert sich dieses Anschauung während der Fahrt auf einem Schlag wenn der Wagen zum ersten Mal über den Hügel brettert. Die Mundwinkel verziehen sich und ein breites Grinsen kommt zum Vorschein.

Hollywood Tour

Die abseits gelegene Themenfahrt Hollywood Tour sollte sich von dem altbackenen, während der Fahrt kaum erkennbaren, Leitmotiv trennen um erneut in Betracht einer Fahrt gezogen zu werden. Glücklicher Weise ist diese jedoch um einiges spannender als die Bootsthemenfahrt Piraten in Batavia im Europa-Park, bei der man auch gerne 2/3 der 20 minütigen Fahrt ein Nickerchen machen kann. Dennoch steckt in dieser Anlage so viel mehr Potential was man für sich Nutzen könnte; denn so wie sich die Anlage zur Zeit zeigt, reicht sie eigentlich nur als verzichtbare Fahrt für zwischendurch.

Temple of the Nighthawk

Ein Stockwerk über der Hollywood Tour liegt die Vekoma Dunkelachterbahn Temple of the Nighthawk. Leider konnte diese Anlage kaum das wiedergeben, weshalb sie eigentlich in jedem Achterbahnranking auf den höheren Plätzen sein sollte. Sofern der Wechselparkurs aus Rechts- und Linkskurven in einem Schneckentempo durchfahren wird kann man sich die Anlage trotz ihrer überragenden Länge durchaus sparen. Wie intensiv vergleichbare Anlagen unterwegs sein können zeigt Eftelings Vogel Rok.

Winja’s Fear und Winja’s Force

Ein Gebäude weiter hat man die Wahl zwischen zwei mittelmäßigen Drehgondelachterbahnen, wovon eine eher schlecht als recht und die andere einfach nur in fast jeder Hinsicht besser ist. Die Rede ist natürlich von Winja’s Fear und Winja’s Force. Sollte man hier länger als 30 Minuten anstehen müssen, so lohnt sich nur eine Fahrt auf Winja’s Fear, da die Anlage durch ihre Wahl der Elemente eher an die hochkarätigen Spinning Coaster Dragon’s Fury und Crush’s Coaster herankommen. Nur die speziellen Elemente machen die Fahrten auf beiden Spuren zu einem Erlebnis, welches man – sofern noch unbekannt – erleben sollte.

Race for Atlantis

Marschiert man den Berg wieder nach oben stößt man als erstes auf den Simulator Race for Atlantis, dessen Highlight der Sicherheitsrap der Vorschau ist, sofern man überhaupt in eine der Kabinen geleitet wird, denn das Personal vergisst gerne mal die Passagiere. Die eigentliche Simulation ist nicht sonderlich erwähnenswert, was durchaus Schade ist, denn immerhin hat allein die Art den Film zu zeigen schon sehr viel Potential.

Talocan

Der HUSS Suspended Top Spin Talocan ist von außen recht schick, hat jedoch ständig das Problem, dass mehr Leute zuschauen als fahren und daher gaffend im Weg rumstehen. Die Fahrt selbst ist ausgewogen intensiv und kann durch die Überschlagsserien punkten, welche glücklicher Weise länger ausfallen als bei einem Top Spin älterer Bauart. Die bessere – wie auch magenfreundlichere – Fahrt bekommt man auf der Zuschauer gerichteten Seite, da die Wand einem nicht ständig die Orientierung raubt.

Stonewash Creek und Wildwash Creek

Hat man seine Freude am Wasser, so kann man neben zweier Wasserspielplätze auch noch das Parkhausrafting River Quest, sowie die zwei Wildwasserbahnen Stonewash- und Wildwash Creek nutzen. Wo die linke Seite beider Wasserbahnen durch einen viel zu kurzen Auslauf punktet, so kann die andere Seite durch einen recht hohen Nässegrad überzeugen. Jedoch sind beide Anlagen sehr sanierungsbedürftig und so würde es einen nicht wirklich wundern beide Anlagen bald dem Erdboden gleichgemacht zu sehen.

River Quest

Die Hafema Raftinganlage des Parks kann einen mit etwas Glück nasser machen als die beiden Wildwasserbahnen. Wenn man jedoch richtig viel Glück hat kann es passieren, dass man bis auf die Unterhose durchnässt wird. Wenn man aber verdammt viel Glück hat, kann es auch passieren, dass man zwischenzeitlich mit so viel Wasser überflutet wird, das die anderen Insassen im Boot einen vor lauter Wasser kurzzeitig nicht mehr sehen. Erstaunlicher Weise blieben die Schuhe trocken, so dass keine Gefahr bestand sich Blasen und anderen unvorteilhaften Kram einzufangen.

Mystery Castle

Um wieder trocken zu werden bietet sich einen die Fahrt auf einem in einem hohen Gemäuer befindlichen Freifallturm an, welcher leider jedoch  nicht das bietet was er bieten könnte. Das Mystery Castle ist kein Freifallturm den man unbedingt fahren muss, vor allem nicht wenn man für den Turm länger warten müsste. Sowohl der Fahrablauf, als auch von der Atmosphäre gibt es gelungenere Intamin Freifalltürme, die auch wesentlich leiser daherkommen.

Silbermine und Geisterrikscha

Die Themenfahrten Silbermine und Geisterrikscha waren leider keiner Erwähnung wert, wobei die Silbermine keinen Ruf zu verteidigen hatte, denn die Anlage gilt im Allgemeinen als langweilige und vor allem langatmige Themenfahrt. Bei der Geisterrikscha wurden einige der Szenen im wahrsten Sinne verschlimmbessert. Sofern man die ganze Anlage nicht zu 100% erneuern möchte, so sollte man doch wenigstens darauf achten, dass der Charme des Fahrgeschäfts nicht größeren Schaden erleidet.

Feng Ju Palace

Im Feng Ju Palace – dem Vekoma Mad House aus dem Phantasialand – wollte dann nichts so laufen wie es laufen sollte. Die Projektion gegen Ende der Fahrt verfehlte die dafür vorgesehene Fläche und wurde halbwegs auf der sich noch drehenden Trommel dargestellt. Dieser Fehler führte nach Ende der eigentlichen Fahrt dazu, dass sich die Türen in einer ziemlich blöden Lage befanden. Nach einiger Zeit wurde die Trommel wieder in Ausgangsposition gebracht und die Türen gingen auf.

Black Mamba

Wie die Bild auf den Titel Crashachterbahn für die Black Mamba kommen konnte bleibt wohl immer ein Rätsel, jedoch war der Todesfall vom letzten Samstag keineswegs einem Unfall verschuldet, sondern auf der Achtlosigkeit des Opfers. Trotz aller Versuche selbst einen Crash zu erleben bot die Black Mamba die rundum solide Fahrt für die sie auch bekannt ist. Da das Sitzenbleiben trotz leerer Plätze nach wie vor nicht gestattet wird und die Warteschlange für solche Unterfangen schlichtweg zu lang ist, wurden jedoch nicht sonderlich viele Fahrten getätigt.

Colorado Adventure

Stattdessen wurde die ein oder andere Runde – dieses Mal mit Sitzenbleiben – auf der Vorzeigeachterbahn des Parks, der Colorado Adventure, gedreht. Für die Freunde des gepflegten Wassersports wurde die rechte Seite des Zuges Pflicht, da diese vom Wasserfall des dritten Liftes nicht verschont wurde. Die seltsam gebankten Kurven und die allgemein als hoch zu bezeichnende Geschwindigkeit machen die Anlage zu einer der besten Vertreter ihrer Art, auch wenn das Rückenpolster nach wie vor als störend zu bezeichnen ist.

Tikal

In diesem Jahr konnten neben einem guten und vor allem schnellen Wellenflieger der Herstellers Zierer, welcher zudem eine wunderbar erfrischende Fahrt bietet, zwei Kinderfreifalltürmchen des gleichen Hauses in das Phantasialand ziehen. Auch wenn die Größe täuscht, so können beide Türme von Tikal, wie auch fast alle Kinderfahrgeschäfte im Phantasialand, sehr überzeugen. Die Fahrt überrascht einen sehr und wird nicht wie anderswo sehr dynamisch betrieben.

Fazit Phantasialand

Das Phantasialand ist ein empfehlenswerter Freizeitpark, sofern man entweder viel zu viel Geld hat oder einfach irgendwo eine Karte gewonnen hat. Leider sind die meisten Fahrgeschäfte mittlerweile kaum noch eine Erwähnung wert. Auch verwundert es einem, dass diverse Baustellen bis in die Hochsaison bestehen. So bleibt leider der Hinweis, dass es auch andere Freizeitparks im Umkreis der Stadt Köln gibt, die einiges besser machen als der Park in Brühl. Das Phantasialand investiert derzeit sehr viel, die Zukunft bleibt also offen.

 

Was ist eure Meinung zum Freizeitpark Phantasialand?  Schreibt sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besucht unsere sozialen Medienkanäle:

 

          


Feel the Dizz im Bobbejaanland

Vorwort

David und mich zog es zu Ostern in das lustige Land, dem Bobbejaanland, nach Belgien um die dortige Neuheit Dizz zu testen. Da die Erfahrung in Sachen Neuheiten stets voraussagt. dass diese ziemlich schnell ziemlich voll werden zog es uns an Typhoon vorbei direkt an den Eingang der besagten Achterbahn zu fahren. Da diese aber blöderweise erst später öffnete musste eine Fahrt auf der altehrwürdigen (R)evolution her.

Parkrundgang

(R)evolution

(R)evolution ist der Traum aller Linkskurvenfetischisten und natürlich auch vieler Achterbahnfans. Dieses Meisterwerk aus niederländischer Produktion weißt nicht nur den längsten Achterbahnzug der Welt auf, sondern auch ein besonderes visuelles Erlebnis der Extraklasse. Darüber hinaus genießt die Bahn einen gewissen Kultstatus, was hier natürlich absolut gerechtfertigt ist.

Dizz

Kurz darauf stellten wir uns dann einige Minuten vor der Öffnung bei der Achterbahn Dizz an. Es dauerte nicht sehr lang und eine nicht gerade kleine Menschenmenge hat sich direkt hinter uns versammelt. Nach einigen Testfahrten konnte es dann auch schon losgehen. Die Bahn hat eindeutig Potential, nutzt es aber zur Zeit überhaupt nicht aus. Das Reduzieren der Geschwindigkeit in den Bremssegmenten nervt ungemein und die absolut (im positiven Sinne) bescheuerte Thematisierung bezieht sich zur Zeit leider nur auf die Warteschlange mit der Station, weswegen man quasi mit wenig Spin und wenig Geschwindigkeit durch eine hingeklatschte Fahrstrecke absolviert.

El Rio

Nach der Arbeit widmeten wir uns fortan dem Vergnügen. Doch leider haben wir auf El Rio einen schlechten Tag erwischt, denn die Wellenfront nach Strudel schien nicht mehr vorhanden zu sein. Um den Schock des Trockenbleibens zu verarbeiten arbeiteten wir uns fortan in Richtung der Indoor-Wildwasserbahn Indiana River vor.

Oki Doki

Daher fuhren wir erstmal alles was uns in den Weg kam, von der seit dem Jahr 2010 nur noch einseitigen Wilden Maus, welche sich leider überhaupt nicht mehr wild fuhr – selbst die Bremsen griffen nicht mehr so extrem wie bei meinen letzten Besuch im Jahre 2008 -, zu der Tretbahn Desperado bis hin zu einem der genialsten Kinderachterbahnen überhaupt: Oki Doki. Auch der Musik Express des Bobbejaanland blieb nicht unverschont, nur der Vekoma Suspended Coaster musste noch etwas warten, immerhin waren uns hier die Wartezeiten etwas zu lang.

Indiana River

Indiana River selbst konnte dann ihren Ruf als sehr nasse Wildwasserbahn gerecht werden, auch wenn die Gefälle im Gesamten doch sehr winzig ausfallen, so ist diese Anlage einfach nur konsequent im Durchfeuchten ihrer Mitfahrer. Auch die Thematisierung kann sich sehen lassen, vor allem wenn man bedenkt, dass das Budget für diese Anlage nicht unbedingt hoch war.

Bob Express

Entgegengesetzt zu Indiana River zeigt sich die Outdoor-Wildwasserbahn des Parks. Wer am Ende trockener aussteigen möchte als er eingestiegen ist; für den ist die Fahrt sehr geeignet. Genauso planlos über den See gebaut ist im übrigen auch der Powered Coaster Bob Express. Eine herrliche Anlage dieses Typen und im hinteren Teil des Zuges sogar mit etwas Airtime versehen.

Auch eine Erwähnung wert ist das 4D Kino des Bobbejaanland, welches mit Abstand die bequemsten Sessel aufweisen kann. Auch die zusätzlichen Effekte wurden gut auf den Film abgestimmt, welcher im übrigen von den 3D Animationen sehr überzeugen konnte, nur die eigentliche Storyline war eher schlecht als recht.

Typhoon

Die große Überraschung des Tages ereilte uns dann auf Typhoon. Ich weiß nicht was die Belgier mit dieser Anlage gemacht haben und in wie weit Gerstlauer dort involviert war, aber das Ergebnis ist fantastisch. Die Bahn läuft nun absolut glatt, egal ob in der hinteren oder in der vorderen Reihe. Es ruckelt nur noch ein wenig in den beiden Helices, aber das ist vernachlässigbar. Die neu installierten Reduzierbremsen am 97° Drop sind eigentlich nicht spürbar und somit ist das Tal und der Loop glücklicher Weise noch sehr intensiv – genauso wie es sein sollte.

Fly Away and Sledgehammer

Nun zur kleinen HUSS-Ecke des Bobbejaanland, wo sich der Fly Away – der von Freizeitpark-Enthusiasten gerne als Foltergerät oder Waffeleisen bezeichnet wird – und die Giant Frisbee befinden. Der Fly Away ist immer noch einfach fantastisch und bietet ein einzigartiges Fluggefühl, welches man leider nur sehr selten erleben kann. Der Giant Frisbee Sledgehammer hingegen hält dem hohen Fahrstandard der Classic Frisbee nicht stand. Sledgehammer ist in der Tat gigantisch und bietet allein deswegen eine sehr rasante Fahrt, die jedoch leider nicht so kraftvoll ist, wie man es erwarten würde. Abgesehen davon bietet die Giant Frisbee eine sehr aufregende Fahrt für alle, die etwas Höhenangst haben und normalerweise sehr schnelle Fahrgeschäfte eher meiden.

King Kong

Neben der Achterbahn (R)evolution findet man eine der neuesten HUSS-Kreationen, den allmächtigen King Kong. Eine Fahrt, die wie ein B-Movie aussieht und sich auch ein wenig so fährt. Ich weiß nicht, woran der Bremer Hersteller gedacht hat, als er dieses Fahrgeschäft entwickelt hat, aber es muss etwas Größeres gewesen sein. Der einzige Höhepunkt der eher zahmen Fahrt war ein niederländischer Junge, der sich über den Mundgeruch des Riesenaffen beschwerte – einer der vielen Spezialeffekte der Fahrt, die von außen eigentlich recht beeindruckend aussieht, sich aber beim Fahren als äußerst familienfreundlich entpuppt.

Banana Battle

Unterhalb der (R)Evolution liegt das wohl krankeste aller Splash Battle die je gebaut wurden. Wie auch in der Lüneburger Heide muss man die Effekte an- (anstelle von nicht aus-)schalten um nass zu werden. Darüber hinaus haben die Pumpen des Banana Battle eine sehr weite Reichweite weshalb man die anderen Fahrgäste des öfteren mit dem kühlen Nass belohnen kann. In diesem Splash Battle braucht man nur eine einzige Runde um komplett durchnässt zu sein und das ist schon mal eine hervorragende Leistung.

Dream Catcher

Als letzte Anlage im Bobbejaanland möchte ich den Dream Catcher behandeln, welcher einer leider aussterbenden Achterbahnart angehört. Suspended Coaster sind fantastische Familienachterbahnen und machen Spaß ohne Ende, auch wenn die Vekoma Anlage in dieser Hinsicht nicht so gut überzeugen kann wie die Arrow-Anlage aus dem englischen Freizeitpark Chessington World of Adventures – im Übrigen ein Produkt der Zeit, als HUSS Arrow unterstützte; eine glorreiche Zeit, die leider seit Ewigkeiten vorbei ist. Die Gestaltung hier ist zumindest ganz nett, auch wenn ich mir wünschen würde man würde die Fontänen nicht abstellen.

Bilder

 


Was ist eure Meinung zum Freizeitpark Bobbejaanland?  Schreibt sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besucht unsere sozialen Medienkanäle: