Ein Ausflug nach Busch Gardens Williamsburg

Busch Gardens Williamsburg

Sesame Street Forest of Fun

Die Hauptattraktion des großen Kinderbereichs Sesame Street Forest of Fun ist die kleine Familienachterbahn Grover’s Alpine Express. Die von Zierer gebaute Bahn besteht aus zwei hintereinander angeordneten Helices und ist eine sehr gute Einstiegsachterbahn für alle zukünftigen Achterbahnfans.

Italy

Escape from Pompeii

Escape from Pompeii ist die mit Abstand am besten gestaltete Wasserbahn in einem Freizeitpark. Nachdem man mit dem Kettenlift in die Ausgrabungsstätte gebracht wurde, durchquert man zunächst einige schön gestaltete Räume, bevor es mit Feuereffekten so richtig heiß wird. Am Ende bleibt nur noch die Flucht ins kühle Nass. Gut durchfeuchtet, aber nicht zu nass, verlassen wir die Attraktion, die uns dank der eingesetzten Technik noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Apollo’s Chariot

Die Fahrt mit Apollos Chariot beginnt gleich mit dem Lift, der uns auf eine Höhe von 52 m bringt. Oben angekommen, fahren wir zunächst über einen kurzen Absatz, bevor wir uns in den Abgrund stürzen. Interessanterweise führt uns der First Drop gut 64 Meter in die Tiefe. Nach zwei klassischen Airtimehügeln biegen wir nach links ab und fahren sofort in eine lange, bodennahe Kurve, die in eine Helix übergeht. Mit Schwung stürzen wir uns wieder in die Tiefe und erreichen nach einer ansteigenden Rechtskurve eine Blockbremse. Nun geht es über vier Hügel zurück zur Station.

Apollo’s Chariot ist ein sehr guter Hyper Coaster der alten Schule. Die von B&M gebaute Achterbahn setzt vor allem auf Geschwindigkeit und Floater Airtime während der Fahrt. Dadurch wird man nicht so sehr aus dem Sitz gerissen, wie es bei neueren Achterbahnen dieser Art der Fall ist. Nichtsdestotrotz ist Apollo’s Chariot eine sehr gute Achterbahn, die man gerne mehrmals hintereinander fahren will.

Tempesto

In fast jedem Park der United Parks and Resorts Gruppe gibt es eine Premier Rides Sky Rocket II, so auch hier in Busch Gardens Williamsburg. Der Name Tempesto erinnert an eine Pasta-Variante, soll aber an einen italienischen Stuntman erinnern.

Der erste Start auf Tempesto ähnelt in weiten Teilen der Anfangsbeschleunigung einer modernen Schiffschaukel, nach dem Richtungswechsel geht es zugegebenermaßen deutlich kräftiger zur Sache und so erreichen wir fast den Scheitelpunkt des Non-Inverted Loopings. Mit ordentlich Schwung werden wir nun ein drittes Mal beschleunigt, woraufhin wir nach einer 180°-Drehung mühelos die oberste Ebene der Bahn erreichen. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es in die weithin sichtbare Inversion der Anlage, wo wir eine sehr ausgeprägte Hangtime erleben. Kurz darauf tauchen wir wieder in den Non-Inverted Loop ein. Ein erneutes Wiedersehen mit dem Scheitelpunkt des Elements leitet dann das Finale der Strecke ein, nach dem wir nach einer weiteren Durchfahrt der Station genau in dieser zum Stehen kommen und unsere wilde Fahrt endet.

Roman Rapids

Während der Stromschnellenfahrt auf Roman Rapids hat man einen guten Blick auf den Hyper Coaster Apollo’s Chariot. Bei meinem Besuch war der Intamin Rapids Ride leider geschlossen.

Trade Wind and Turkish Delight

Während dieser Teil des Parks von drei großen Achterbahnen dominiert wird, findet man hier auch den Musikexpress Trade Wind und die Teetassenfahrt Turkish Delight. Beide Fahrgeschäfte bieten eine tolle Fahrt.

Pantheon

Die neueste Achterbahn im Park ist der Multi-Launch Coaster Pantheon. Obwohl die Bahn bereits seit über einem Jahr fertiggestellt ist, wurde sie erst kurz vor meinem Besuch offiziell eröffnet.

Die Fahrt auf Pantheon beginnt zunächst mit einigen Kurven bis zum ersten Launchbereich. Mit Schwung geht es dann in die erste Rolle, die in eine Rechtskurve übergeht. Nach einigen Hügeln mit negativem Banking erreichen wir den zweiten Launchbereich. Hier beschleunigen wir zunächst ein wenig, rasen dann über einen Hügel und beschleunigen noch einmal leicht. Den anschließenden Top Hat schaffen wir jedoch nicht, weshalb wir nun die Richtung wechseln. Rückwärts geht es über den Hügel und einen Spike hinauf. Wieder vorwärts beschleunigen wir ein drittes Mal und schaffen den Top Hat diesmal ohne Probleme. Nach einer sehr steilen Abfahrt führt uns der Weg durch eine bodennahe Rechtskurve und anschließend in einen Outward Banked Airtimehill. Eine weitere bodennahe Rechtskurve führt uns dann in einen Stall, wo wir einige Sekunden über Kopf verbringen, bevor wir die letzten Kurven zurück zur Station nehmen.

Obwohl Pantheon die Achterbahn mit der schnellsten Multi-Launch-Sequenz ist, fährt sie durch die lineare Abfolge der Elemente eher gemächlich. Möglicherweise ist sie aber auch nur im uneingefahrenen Zustand am Morgen so. Leider war die Achterbahn am Nachmittag geschlossen, da ein Zug im Launchbereich ausgependelt war.

Battering Jam, Flying Machines and DaVInci’s Cradle

Auf dem Weg zum deutschen Themenbereich durchqueren wir einen wunderschönen italienischen Garten mit drei Fahrgeschäften. Neben den Orbiter Flying Machines kann man hier eine Fahrt auf der Schiffschaukel Battering Jam sowie auf dem fliegenden Teppich DaVinci’s Cradle wagen.

Oktoberfest

Im deutschen Oktoberfest-Themenbereich von Busch Gardens Williamsburg gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte mit „interessanten“ Namen, darunter die Achterbahn Verbolten (eine Mischung aus Verboten und dem englischen Wort Bolt), der Freifallturm Mäch Tower (eine Anspielung auf das Wort Mach, aber mit ä) oder der Autoscooter Der Autobahn.

Mäch Tower

Als Busch Gardens den Mäch Tower vorstellte, fragten sich alle, warum nach dem wahnsinnigen Erfolg von Falcon’s Fury in Busch Gardens Tampa ausgerechnet ein Freifallturm von Moser Rides in den Park kommt. Zumindest auf dem Papier bot der Turm einige Features, die die anderen nicht hatten. Letztendlich erinnern sich die Parkbesucher aber eher an die unbequemen Sitze als an die Fahrt selbst. Vorausgesetzt, die Fahrt geht nicht gleich nach dem Einsteigen kaputt, weshalb ich über die Fahrt im Mäch Tower zumindest nichts berichten kann.

Verbolten

Wo einst der böse Wolf zu Hause war, lädt heute Verbolten zu einer Fahrt durch den Schwarzwald ein. Die Warteschlange ist gespickt mit schlecht übersetzten Plakaten, Postern und anderen Souvenirs, die für die badische Region werben.

Die Fahrt über Verbolten beginnt mit zwei gemächlichen Kurven, bevor wir richtig Gas geben. In völliger Dunkelheit geht es nun eine Steilkurve hinunter. Vorbei an zahlreichen Schwarzlichteffekten biegen wir in eine enge Helix ein. Nach einer Blockbremse geht es wieder in einer Steilkurve bergab. Schließlich erreichen wir nach einem Anstieg den Drop Track der Bahn. Kaum in Position, geht es auch schon einige Meter in die Tiefe. Völlig baf fahren wir direkt in die zweite Abschussstrecke ein. Unsere Geschwindigkeit reicht gerade aus, um den Weg zu einer alten, baufälligen Brücke zu meistern. Es folgt die größte Schussfahrt der Tour. Mit Schwung geht es nun durch eine bodennahe Linkskurve. Nachdem wir die Richtung gewechselt haben, geht es wieder bergauf. Ein kurzer Hügel führt uns dann in die Schlusskurve und sofort in die Bremsen.

Leider ist die Fahrt auf Verbolten vor dem ersten Launch etwas holprig, danach aber im Großen und Ganzen sehr flüssig. Der Indoorteil der Fahrt ist erstaunlich lang und sehr intensiv und der freie Fall überrascht doch sehr. Nach dem zweiten Launch passiert leider nicht mehr viel. Nach der Brückensequenz kommt das größte Gefälle der Bahn, leider ist nach zwei weiteren Kurven auch schon Schluss. Alles in allem eine wirklich tolle Bahn.

Germany

Alpengeist

Etwas versteckt im deutschen Themenbereich befindet sich der Eingang zur Achterbahn Alpengeist. Dieser B&M Inverted Coaster ist wie ein Skilift gestaltet und bietet eine Fahrt wie auf einer schwarzen Piste.

Nach der Liftfahrt geht es in einer Rechtskurve steil nach unten. Es folgt ein großer Immelmann, der in einen ebenso großen Looping führt. Schließlich geht es in eine Cobra Roll, in der wir die Fahrtrichtung ändern. Nach einer kurvenreichen Auffahrt erreichen wir eine Blockbremse. Mit Schwung stürzen wir uns wieder dem Boden entgegen. Nun geht es durch eine Zero-G Roll und gleich danach in einen Korkenzieher. Nur knapp über dem Boden schwebend folgt eine Helix und gleich darauf die finale Linkskurve in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Alpengeist ist ein Inverted Coaster der Extraklasse. Die Bahn ist hoch, schnell und verdammt druckvoll. Zudem ist das Layout einfach genial. Leider ist die Anlage für die meisten Besucher wohl etwas zu anspruchsvoll, so dass wir hier eigentlich nie warten mussten.

Scotland

Loch Ness Monster

Das Loch Ness Monster ist die bekannteste Achterbahn in Busch Gardens Williamsburg, was vor allem an den beiden Interlocking Loops liegt, die sich im Tal zwischen den Hügeln rechts und links des Flusses befinden.

Die Fahrt auf dem klassischen Arrow Looping Coaster führt zunächst durch einige Kurven, bevor man den ersten Lift erreicht. Oben angekommen geht es nach einer Rechtskurve in den größten Drop der Fahrt, der einmal quer durch das Tal führt. Nach einer Kurve geht es in eine weitere Abfahrt, die in den ersten Looping mündet. Nach einem kurzen Anstieg und einer Rechtskurve erreichen wir eine Blockbremse. Danach fahren wir in ein künstliches Felsmassiv hinein, in dessen Inneren uns eine sehr lange Helix in völliger Dunkelheit erwartet. Mit ordentlich Speed geht es dann in den zweiten Lift.  Nach einer Rechtskurve folgt der Drop in den zweiten Looping. Schließlich erreichen wir nach einer Steigung die finale Bremsstrecke der Achterbahn.

Das Loch Ness Monster ist eine schöne klassische Loopingachterbahn mit tollen Stürzen, sehr intensiven Loopings und einer tollen Helix. Interessanterweise fährt sich die Bahn im hinteren Teil des Zuges deutlich besser als vorne, weshalb ich eine Fahrt derzeit nur im hinteren Teil des Zuges empfehlen kann.

Ireland

Der kleine irische Themenbereich beherbergt nicht nur einen sehr authentischen Pub, sondern auch die große S&S Schaukel Finnegan’s Flyer und die Show Celtic Fyre.

Während Finnegan’s Flyer seine Passagiere in einen Adrenalinrausch versetzt, begeistert Celtic Fyre mit großen irischen Tanznummern. Die Show, die ich gerne als „Bier – das Musical“ bezeichne, ist einfach perfekt. Die Musik ist großartig, die Sänger sind wirklich gut und die Stepptanznummern sind ein echter Hingucker. Unbedingt anschauen!

New France

Invadr

Invadr ist die kleine Holzachterbahn des Vergnügungsparks. Die Fahrt auf der Achterbahn von GCI beginnt mit einer Rechtskurve, die uns direkt in den Lift der Achterbahn bringt. Oben angekommen, geht es durch eine Linkskurve, in der wir ordentlich in die Seiten der Wagen gedrückt werden. Ein kurzer Hügel leitet dann in den großen Drop der Anlage über. Nach einer Rechtskurve geht es über zwei aufeinanderfolgende Airtime-Hügel. Die weitere Fahrt mischt dann zwischen den vielen Kurven immer wieder weitere Airtimehügel, bevor wir in einer Steilkurve das Finale der Fahrt einleiten. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke und unsere kurze, aber schöne Fahrt geht zu Ende.

Le Scoot

Während der rasanten Fahrt auf der Wildwasserbahn Le Scoot hat man einen guten Blick auf den Inverted Coaster Alpengeist. Leider war die Arrow Wildwasserbahn bei meinem Besuch geschlossen.

France

Griffon

Die wohl bekannteste Achterbahn in Busch Gardens Williamsburg ist Griffon. Dieser B&M Dive Coaster dominiert die Skyline des Freizeitparks. Dabei bietet die Fahrt außer den beiden Vertikalabfahrten und den Immelmann Inversionen eigentlich nichts Besonderes. Trotzdem ist die Fahrt in 62 m Höhe eine absolute Spaßmaschine. Die Abfahrten sind klasse und die beiden Überschläge in den extrem breiten Wagen machen einfach Spaß. Eine tolle Bahn, die ich immer wieder gerne fahre.

Bilder Busch Gardens Williamsburg

Fazit Busch Gardens Williamsburg

Busch Gardens Williamsburg ist ein wirklich schöner Vergnügungspark mit vielen wirklich guten Fahrgeschäften und einem wirklich starken Achterbahn Line-Up. Aber auch das Entertainment im Park ist wirklich stark, was man vor allem an der Show Celtic Fyre sieht. Alles in allem hatte ich eine wirklich tolle Zeit in Busch Gardens Williamsburg.


Was ist deine Meinung über den Freizeitpark Busch Gardens Williamsburg? Schreib sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besuche unsere Social Media Kanäle:

     


Hier geht es zum nächsten Bericht über die Stumbled Runner Tour.

Revolution in der vertikalen Realität des Pleasure Beach Blackpools

Vorwort

Stelle man sich den versifftesten Ort im generell ein wenig versifften England vor, so ist es definitiv Blackpool. Jedoch hat auch dieser Ort an der Irischen See in der Grafschaft Lancashire seinen Charme, auch wenn einen recht eigensinnigen, und mit dem Pleasure Beach eine wirkliche Perle der Unterhaltungskultur.

Es war mein zweiter Besuch in dieser Stadt, die Ich eigentlich meiden wollte, und dennoch zog der Ruf nach einer revolutionären Achterbahn, welche beim ersten Besuch noch renoviert wurde, hierher. Zu dieser Zeit war es im Ort selbst, durch französische Urlauber, auch ein wenig belebter und aushaltbarer. Seinen wirklichen Charme wird Blackpool sicherlich erst in der Hauptsaison oder während der Illuminations im Herbst zeigen.

Ein Besuch im Pleasure Beach

Thrill-o-Matic

Einer der weiteren Besuchsgründe war Thrill-o-Matic, die neugestaltete Themenfahrt von Arrow Dynamics, welche zuvor als Gold Mine fungierte. Die Hauptakteure der Fahrt sind die in England sehr bekannten Figuren Wallace & Gromit, deren Kurzfilme zwar auch in Deutschland Anhänger finden, jedoch die Spin-Off Serie Shaun das Schaf deutlich populärer ist.

Die Fahrt gestaltet sich als sehr interessant, zumal die Streckenführung sehr ungewöhnlich ist. Passend zum Titel absolviert man hier eine Berg und Talfahrt vorbei an Szenen der Filme. Die Gestaltung dieser ist ungewöhnlich originell und die Effekte wurden allesamt gut abgestimmt, so dass man die Anlage durchaus als eine der besten Themenfahrten nennen kann und auch darf, wenn man sich mit der Thematik schon im Voraus ein wenig auskennen würde. Hier liegt dann auch das einzige wirkliche Manko der Themenfahrt, denn sollte man sich nicht im Wallace & Gromit Universum auskennen, so kann man mit der Anlage selbst auch nicht wirklich etwas anfangen. Die Fahrt hingegen ist und bleibt schön gestaltet und im Allgemeinen auch sehr gut, jedoch sollte man Vorahnung haben um wirklich 100% der Fahrt zu genießen.

Revolution

Die zweite Neuheit für mich war der einzige Shuttle Coaster Arrow Dynamics auf europäischen Boden. Unter wirken eines zur Revolution leitenden Soundtracks geht es die Treppe zur Station des Launched Loops hinauf um dort eine offene Station mit einem leeren viergliedrigen Zug vorzufinden. Seitdem die Anlage nicht mehr vom schottischen Nationalgetränk ohne Alkohol Irn Bru gesponsert wird erstrahlt die Struktur in einer edlen grau-weißen Farbkombination, auf der ein dunkelroter Zug seine Wege vollzieht.

Die Fahrt beginnt recht bizarr, denn der Abschuss fühlt sich an, als würde man in einem Einkaufswagen ein wenig schneller geschoben werden, was jedoch darauf passiert ist kaum in Worte zu fassen. Auf der Kuppe hinunter ins Tal wird man derartig stark in den Bügel gerissen, wie es abartiger nicht sein könnte. Ein leichtes Abheben, wie es in den alten Berichten hieß ist stark untertrieben. Im Tal angekommen und mit seinem Hintern wieder im Wagen folgt auch schon der Looping, welcher sich haargenau so fährt, wie sich ein Looping fahren sollte, nämlich mit ordentlich Druck. Es folgt die zweite Abfahrt und die zweite Kuppe, die einen auch wieder in die Schulterbügel wirft. Was nun kommt ist für einen Shuttle Coaster nichts außergewöhnliches, aber wenn man das gerade erlebte in seinem Gedanken Revue erleben lässt so kommt einem doch ein wenig das Gefühl der Ehrfurcht auf. Für diesen Gedankengang hat man darüber hinaus sogar einiges an Zeit, bis das Unausweichliche eintritt und der Launch das Spiel rückwärts einläutet, jedoch auf der letzten Kuppel tatsächlich nur noch leichtes Abheben ermöglicht.

Die Revolution im Pleasure Beach Blackpool ist nicht nur durch ihre unvergleichbare Stützstruktur interessant, sondern auch durch ihre Fahrt, welche selbst einem Shuttle Loop von Schwarzkopf zeigt wo es langgeht. Obwohl der Abschuss nicht so stark ist wie bei den schwarzkopfschen Anlagen, so kann die Anlage ein Attribut vorweisen, welches deutlich hervorsticht, nämlich Airtime. Eine derart ausgeprägte Form dieser findet man selten und dann meist nur in den letzten Reihen eines Zuges, wie es beispielsweise bei Nessie im Hansa-Park der Fall ist. Hier hingegen erlebt man sie zwangsläufig überall im Zug, wobei der erste Wagen bevorzugt davon betroffen ist. Revolution ist daher eine Achterbahn, wie man sie nur selten findet, weshalb man sie erleben sollte, solange sie noch da ist. Die umfangreichen Überarbeitungen an der Anlage lassen auf eine wirklich lange Lebenszeit hoffen.

Infusion

Aber nicht nur die Revolution ist mit ausgeprägteren Kräften bestückt als man es erwartet, sondern auch der Suspended Looping Coaster Infusion, welcher wie auch die Big One zu einer Fahrt in der vertikalen Realität einlädt. Die Fahrt verläuft im Vergleich zu anderen Anlagen dieses Typus gefühlt 20 km/h zu schnell. Die Inversionen werden daher allesamt schnell durchfahren, was sich vor allem auf die nacheinander folgenden Inline-Twist gegen Ende der Fahrt auswirkt, denn diese ziehen dann doch recht ordentlich.

Würde sich jeder Vekoma SLC genauso fahren, so wäre der Unterschied zu diversen Batman Achterbahnen des Herstellers Bollinger und Mabillard nur noch marginal. Die Wassereffekte, sowie der allgemeine Fahrkomfort sind Argumente, die mitsamt der umwerfenden Rollen, zu der einen oder anderen Wiederholungsfahrt in der vertikalen Realität einladen.

Grand National

Die Möbius Achterbahn Grand National, welche durch das Out- & Back Layout, sowie das stets gegebene Renngefühl auf beiden Spuren theoretisch wirklich gut sein müsste, erfreut sich bei vielen Fans besonderer Anerkennung. Tatsächlich sind die fiesen Doubledowns und die zahlreichen Camelbacks ausschlaggebend dafür wirklich interessante Airtime zu erleben, aber auch nur sollte die Anlage tatsächlich warmgefahren sein. An den Tagen meiner Besuche, welche vom Andrang ein Durchgehen bei allen Attraktionen hervorgerufen haben, war ein Abheben kaum möglich, auch hat sich der Bügel stets so bescheiden geschlossen, so dass die nachfolgenden Meter eher einer Prügelstrafe nah kamen.

Es ist keine Freundschaft zwischen mir und der Anlage entstanden, so Leid mir dieses auch tut mich mal wieder gegen die Meinungen meiner Freunde stellen zu müssen. Auch wenn deren Stimmen immer wieder aufschreien, dass Grand National wahnsinnig ausgeprägte Airtime aufweisen kann und daher als beste Holzachterbahn par Excellence angesehen werden soll, so ist der Big Dipper die deutlich interessante und auch bessere der beiden Anlagen.

Big Dipper

Diese klassische Holzachterbahn, welche in ihrer Größe auch weiterhin als putzig angesehen werden sollte, hat mich bei diesem Besuch tatsächlich überrascht. Auch wenn Ich weiterhin, wie bei allen Anlagen des Pleasure Beach, denke, dass die Züge kaum für die Achterbahnen geschaffen wurden, immerhin driften sie alle in den Kurven manchmal recht besorgniserregend ab, so ist die allgemeinen Laufruhe doch besser als im Gedächtnis gespeichert. Auf jeden der Hügel war ein markantes Abheben möglich, die Kurven fuhren sich gut und das seltsame Herumgewippe des Vorjahres blieb aus.

Steeplechase

Da die Pferdereitanlage Steeplechase während meines Besuchs neue Bremsanlagen bekam, war eine Fahrt auf keinen der Spuren möglich. Die etwas andere Achterbahn des Herstellers Arrow Dynamics ist durchaus immer wieder eine Fahrt wert, vor allem da mir weder die grüne, noch die gelbe Spur bei meinem letzten Besuch vergönnt war.

Big One

Auch bei der Big One stand man anfangs noch vor einer geschlossenen Anlage, welche glücklicher Weise im späteren Verlauf, wie angepriesen noch öffnete. Wie oftmals bei Anlagen die im späteren Verlauf erst öffnen strömte die im Pleasure Beach vorhandene Besuchermenge und machte eine Reihe der Warteschlange in der Station tatsächlich voll, so dass man sich in Bedrängnis gesetzt fühlte die letzten zwei Wagen doch noch freizugeben. Nachdem der erste Andrang weggefahren wurde war fortan durchgehen bis in die Station angesagt und theoretisch freie Sitzwahl.

Die Big One hat in der Fangemeinschaft der Achterbahnliebhaber leider keinen recht guten Stellenwert, oftmals wird von Körperverletzung und anderen Ungereimtheiten gesprochen. Jedoch ist die Große Eine keinesfalls schlecht, wenn auch in der letzten Reihe nicht unbedingt ein Erlebnis, welches man gleich darauf erneut erleben möchte. Die vorderen Reihen hingegen fahren sich allesamt in einem guten bis sehr guten Bereich.

Im Vergleich zu anderen Achterbahnen höherer Bauart, welche es in Europa gar nicht mal so oft gibt, kann die höchste, schnellste, steilste und längste Achterbahn in der vertikalen Realität ein sehr ausgeprägtes Gefühl für Geschwindigkeit vermitteln. Der First Drop ist vom Fahrgefühl kaum in Worte zu fassen, der darauffolgende Hügel fährt sich zwar airtimelos aber schön, die Wende wird schnell passiert und die Hügel vor der Blockbremse fahren sich interessant. Es folgt besagte Bremse, bei deren Einfahrt man ein wenig abhebt und ein kurvenreicher Part bis es dann zur Endbremse übergeht.

Die Big One ist eine Achterbahn die man keinesfalls mit den großen Anlagen von Bollinger und Mabillard vergleichen kann und darf, denn ein langweiliges Auf und Ab wie bei Silver Star aus dem Europa Park wird hier nicht geboten. Statt dessen bekommt man mit dem Hyper Coaster aus amerikanischen Hause eine sehr schnelle und vor allem lange Achterbahnfahrt geboten, die, sofern man nicht mit Vorurteilen gegenüber genau diesem Hersteller die Bahn besteigt, überrascht und gefallen kann.

Nickelodeon Land

Das Nickelodeon Land fand während des Besuches von einigen Grundschulklassen, die an diesem Tag in allen Blackpooler Attraktionen vorzufinden waren, regen Anspruch. Die meisten von Ihnen verbrachten damit vom Ausgang des witzigen Kindercoasters Blue Flyer zum Eingang dessen zu rennen, was natürlich die Aufsichtsperson, auch über sich ergehen lassen musste.

Nickelodeon Streak

Gleiches Bild mit ein wenig größeren Kindern sah man dann beim Nickelodeon Streak, der orangenen Holzachterbahn des Pleasure Beach, bei der man auch das ein oder andere Mal wirklich schön aus dem Sitz gehoben wird. Hier drehen auch die längsten Züge des Parks ihre Runden und das Gefühl des Abdriften des Zuges ist hier am ausgeprägtesten.

Splash Bash

Der beim letzten Besuch defekte Twist & Splash aus dem Hause Mack war am Besuchstag sogar geöffnet, erfreute sich jedoch keiner großen Beliebtheit. Es war interessant die Anlage mal in Bewegung zu sehen und die sehr langsamen Drehungen auf sich wirken zu lassen. Sollte dieses Fahrgeschäft irgendwann mal voll sein, so macht es sicherlich auch Spaß sich in die Wasserschlacht zu werden, bei jedoch nur 2-3 Passagieren ist es jedoch nicht leicht überhaupt nass zu werden.

Valhalla

Hingegen eine Leichtigkeit wirklich sehr, sehr, sehr nass zu werden, wie es ein Shoot the Chutes kaum mit nur einem Durchgang schafft, ist es eine Runde auf der Wildwasserbahn-Themenfahrt Valhalla zu verbringen. Man könnte es sich einfach machen und sich einen Regenponscho kaufen, um sich somit halbwegs zu schützen, oder seine Wertsachen in einen (immer noch) recht preisgünstigen Spint verschließen, um damit weitestgehend ungeschützt die Anlage auf sich wirken zu lassen.

Die Bootsfahrt fängt recht harmlos an. Von außen fährt man ganz entspannt in eine Halle, bei der sogar der Wasserfall am Anfang unsinniger Weise bei der Durchfahrt abgeschaltet ist. Es folgt ein Lift, wonach die eigentliche Reise nach Valhalla beginnt. Die Fahrt bis zum Drehteller wird untermalt mit epische Musik, Nebel und mythologischen Wesen, jedoch ist sie bis dahin noch sehr trocken. Rückwärts geht es dann einen Drop hinunter, welchem einem, vergleichbar mit den anderen Reversed Boat Rides von Intamin, befeuchtet. Ein wenig nass kann es ja nicht schaden durch eine Kältekammer zu fahren und somit wirkliche Kälte zu verspüren. Die Fahrt durch diesen beeindruckenden Raum dauert glücklicher Weise nicht ewig an, denn die zweite und sogleich nässeste Schussfahrt wartet auf einem. Ordentlich durchnässt, ja schon fast gesoaked, geht es durch einen Wassertunnel hindurch, welcher natürlich mitten ins Boot hineinragt. Dieser Effekt war mir bei meinem letzten Besuch nicht bekannt und so war Ich auch ein wenig darüber überrascht, kurz darauf wird nach wie vor eine Wasserkanone ausgelöst, die dann eine ordentliche Wassermenge auf einem herabprasseln lässt.

Valhalla wäre natürlich nicht Valhalla wenn die Fahrt hiernach schon vorüber wäre, tatsächlich geht sie aber gerade mal erst wirklich los. Nachdem man den zweiten Lifthill passiert hat überschlagen sich die Ereignisse mehr oder weniger, von den Szenen her passiert nun mehr, auch werden die Wassereffekte immer fieser. Hier sei als Beispiel eine schwingende Axt oder auch Hammer vor dem herabrollenden Baumstamm erwähnt, die einfach mal eine komplette Badenwannenladung, wahrscheinlich sogar noch mehr, von oben auf die Mitfahrer schmeißt. Spätestens hier ist man dann zu 100% klatschnass. Ein wenig später folgt ein Doubledrop als letzte Schussfahrt, wobei man erneut ordentlich durchnässt wird. Dieses liegt aber kaum in der Abfahrt selbst, sondern durch den Wassereffekt der am Ende auf einem wartet. Glücklicher Weise weiß der Pleasure Beach das die Mitfahrer von Valhalla evtl. ein wenig mehr benässt sind, denn „You will get wet! You may get soaked!“ ist ja die Warnung vor der Fahrt, deren Wirkung einem Sprung in die irische See gleicht, worauf man durch ordentlich von der Seite her eingeheizt wird. Trocknen jedoch will man die Insassen auf keinem Fall, weshalb man selbst hier noch einen Wassereffekt abbekommt.

Die Wasserfahrt Valhalla ist eine Anlage deren Nässefaktor mir persönlich schon ein wenig zu weit geht, zumindest wenn nicht gerade draußen warme Temperaturen an der Tagesordnung sind. Es war zwar ein recht sonniger Tag, jedoch wären die Klamotten gewiss nicht während der Öffnungszeiten vorher getrocknet, weshalb die Fahrt auch erst gegen Ende des Tages stattfand. Die Fahrt selbst ist effektvoll und der Nässegrad kaum zu überbieten, dennoch sind mir persönlich Shoot the Chutes lieber.

Flying Machines

Nachdem man Valhalla überwunden hat sollte man im Übrigen keinesfalls den Fehler machen und die Flying Machines in unmittelbarer Nähe einem Besuch abstatten. Denn diese Fahrt ist lang, schnell und der Wind ist kalt. Hier sei eine Fahrt auf dem klassischen Derby Racern eher angeraten. Die drei älteren Themenfahrten des Pleasure Beach Alice in Wonderland, River Caves und Ghost Train sollten während dieser Trocknungsperiode auch keinesfalls außer Acht gelassen werden.

Avalanche

Wem der Eisraum aus Valhalla noch nicht eisig genug war, kann sich in den Eiskanal der Bobachterbahn Avalanche werfen. Wo zuvor die Schweizer Bobbahn des Heide Parks immer in meiner Gunst stand, so konnte die schnelle und zugleich intensive Anlage aus Blackpool dann doch ein wenig mehr überzeugen. Da hier leider nur im Einzugbetrieb gearbeitet wurde entstand die doch recht lange Warteschlange von 3 Zügen.

Wild Mouse

Die beste Achterbahn des Pleasure Beach ist die hölzerne Achterbahn Wild Mouse, welche im Vergleich zu den Stahlmäusen deutlich wilder unterwegs ist. Nur durch einen Gurt gesichert erlebt man hier quasi im Liegen wunderbare Airtime und sehr abrupte Kurven bei denen man natürlich mit Vollgas durchfährt, denn die Geschwindigkeit wird hier erst gegen Ende der Fahrt reguliert. Wer sich über stählerne Wilde Mäuse beschwert, die angeblich zu brachial daherkommen, der sollte diese Anlage eher meiden, wer jedoch gerade diese Eigenschaft an Mäusen mag wird mit der Wild Mouse bestens bedient.

Fazit Pleasure Beach

Der Pleasure Beach selbst ist ein toller Freizeitpark mit einem ganz eigenen Charme, bei dem man locker einen ganzen Tag verbringen kann. Ob man einen zweiten überhaupt in Angriff nehmen sollte mag Ich auch weiterhin sehr zu bezweifeln. Jedoch gibt es hier sehr viel zu erleben bzw. erneut zu erleben, so dass sich ein Besuch auch öfters lohnt.

 

Was ist deine Meinung über die Achterbahn Revolution?  Schreib sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besuche unsere Social Media Kanäle:

 

          


Ein Tag in der vertikalen Realität

Pleasure Beach Blackpool

Der 1896 gegründete Freizeitpark Pleasure Beach Blackpool gilt zweifelsohne als das Achterbahnmekka in Europa, immerhin stehen hier zehn verschiedene Achterbahnen, wobei eine Anlage besonderer ist als die andere. Aber auch andere, meist sehr seltene, Fahrgeschäfte sind hier zu finden und so strahlt der Pleasure Beach Blackpool eine besondere Atmosphäre aus, was dem Rest der Gegend um ihn herum nicht sonderlich gelingt.

Nachdem man sein Ticket im Ticketcenter des Casinogebäudes neben dem eigentlichen Park abgeholt hat geht es nach kurzer Taschenkontrolle in den Park. Sollte man eine Tasche dabei haben kann man sich einen Locker zur Tagesmiete besorgen, welche vergleichsweise gering ausfällt.

Flying Machines

Der erste Eindruck des Parks wirkt durch die imposante Stützkonstruktion der Big One vielversprechend. Der doch sehr großzügige Vorplatz wird durch eine der bekanntesten Attraktionen des Parks geprägt, den Flying Machines. Die 1904 erbaute Anlage ist die älteste Attraktion des Parks und bietet ein rasantes Fluggefühl, sofern die Anlage erst einmal ihr volles Potential erreicht hat. Eine moderne Kopie der Anlage kann man im Übrigen in Disneys California Adventure finden.

Infusion

Da die meisten Attraktion erst im Laufe des Tages öffneten ging es zur bis dato neuesten Achterbahn des Parks, dem Vekoma Suspended Looping Coaster Infusion. Die zuvor als Traumatizer aus dem New Pleasureland Southport bekannte Anlage wurde auf die Fläche der ehemaligen Wildwasserbahn des Parks gestellt, wo sie nun zwischen den Achterbahnen Big Dipper und Big One zur Geltung kommt. Der Weg zur Achterbahn gestaltet sich als halbwegs lang, verschafft einen aber wunderbare Einblicke in das Geschehen.

Die Fahrt an sich verläuft für diesen Achterbahntypen in einer gewohnten Qualität, größere Schläge während der Fahrt sind jedoch nicht zu erwarten. Die Wassereffekte denen man während des Fluges ausgesetzt ist sind nett und kommen vor allem in der ersten Reihe gut zur Geltung.

Big Dipper

Eine Anlage die auf Bildern um einiges größer wirkt als in der Realität, ist der Big Dipper, eine Holzachterbahn aus dem Jahre 1923. Eine Besonderheit dieser Achterbahn ist, neben ihrem Alter, der Turm auf dem die Wende vor dem ersten größeren Gefälle stattfindet. Die Fahrt in den gut gepolsterten, wenn auch etwas engeren, Zügen ist amüsant, auch wenn dieser gerade im eher flacheren Verlauf der Strecke seltsam herumwippt. Glücklicherweise ist die Fahrt mit dem Big Dipper mit eher ausgeprägten Kräften bestückt und so kann man in den Genuss von negativen Kräften kommen.

Big One

Die Achterbahn, die dem Pleasure Beach Blackpool im Jahre 1994 in aller Munde brachte, und einen der treffendsten Namen bietet ist die Big One. Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung war sie die höchste, steilste und schnellste Achterbahn Europas und wurde bis dato nur zwei mal überboten. Heutzutage ist sie aber dennoch die höchste, steilste und schnellste Achterbahn, zumindest in der vertikalen Realität, die auch nur diese Achterbahn bietet.

The Big One ist eine unterschätzte Achterbahn, welche oftmals von allmöglichen Freizeitparkfans kritisiert wird, meist in Verbindung mit ihrem Hersteller Arrow Dynamics. Das sich die Achterbahn aber deutlich besser fährt als so manch europäischer Ableger der Edelachterbahnschmiede Bollinger & Mabillard wird meist außer acht gelassen oder vor lauter Fanatismus einfach nicht bemerkt. Die fast 1700m lange Fahrt an sich ist aller erste Sahne und kann sich sehen lassen. Der First Drop ist schlichtweg als genial zu sehen und die nachfolgenden Hügel bieten ein ausgeprägtes Geschwindigkeitsgefühl, welches mit sehr seltsamer Airtime vor den Blockbremsen abgerundet wird.

Betrachtet man die Big One unter Beachtung der vertikalen Realität, die diese Achterbahn unbestreitbar verkörpert, so findet man eine der besten Achterbahnen Europas wieder, etwas neutraler betrachtet ist sie zumindest die beste Achterbahn des Parks mit einem unverwechselbaren Ausblick auf die irische See.

Steeplechase

Gegenüber dieser Anlage kann man eine weitere Achterbahn aus dem Hause Arrow Dynamics entdecken, welche der Pferderennsportkultur der Engländer gewidmet ist. Steeplechase ist eine der besondersten Achterbahnen der Welt und weltweit die einzige Achterbahn die noch mit drei Spuren läuft. So besonders dieser Umstand schon ist, so ist die Fahrposition doch der eigentliche Grund warum die Anlage so bemerkenswert ist. Ähnlich wie bei einem größeren Pferdekarussel sitzt man relativ frei auf dem pferdeähnlichen Wagen, was bei den seltsam ausgeprägten Kurven schon recht abenteuerlich ist. Leider lief am Besuchstag nur die rote Spur, weshalb das Fahrverhalten der anderen Spuren nicht bewertet werden kann.

Blue Flyer

Etwas weniger abenteuerlich zeigt sich mit Blue Flyer die Kinderholzachterbahn des Parks. Wie auch Tomahawk aus dem Port Aventura setzt man bei dieser Achterbahn auf die kleinen PTC-Züge, jedoch hat man bei der Anlage hier wenigstens noch halbwegs Platz. Die Fahrt an sich startet recht schön mit einigen Hügeln, bis dann die Kurve durch das Gebäude des ehemaligen Indoorcoasters Space Invader 2 die Fahrt langsam ausklingen lässt.

Nickelodeon Streak

Direkt neben der blau lackierten Achterbahn befindet sich die in orangen Farbtönen gehaltene Achterbahn Nickelodeon Streak. Die mittelgroße Out & Back Achterbahn bietet eine wunderbare Fahrt in fünfreihigen Wagen, bei denen man schon etwas Angst in den Kurven bekommen kann, denn die Wagen driften spürbar auseinander.

Dora’s World Voyage

Des Weiteren findet man im Nickelodeon Land eine der kitschigsten und besten Themenfahrten Europas. In mehreren Bereichen bekommt man in Dora’s World Voyage von der Abenteuerin Dora die jeweilige Begrüßungsfloskel beigebracht, wobei die Wahl von Tansania als eher fraglich zu bewerten ist. Nichts desto trotz We did it! und eine Nachahmung ist sehr empfehlenswert.

Avatar Airbender

Neben anderen Kinderfahrgeschäften und einer Wildwasserbahn kann man mit Spongebob Splash Bash einen Mack Twist & Splash entdecken, der wohl auch weiterhin gerne an Kinderkrankheiten leidet, weswegen eine Fahrt leider nicht möglich war. Zumindest lief aber die Zamperla Disko Avatar Airbender, welche eine überraschend intensive Fahrt an den Tag legte.

Avalanche

Ähnlich intensiv, so zumindest der allgemeine Tenor, verhält sich der Bobachterbahn Avalanche. Die Fahrt selbst kann man tatsächlich als durchaus knackig bezeichnen, immerhin nimmt sie doch schnell an Tempo zu. Erstaunlich an der Bahn ist der recht gut gepflegte Kanal, welchen die Züge hinunter brettern, jedoch kommt die Anlage nicht an die Schweizer Bobbahn im Heide-Park heran. Auch wird durch den lachenden Mann in unmittelbarer Nähe eine Atmosphäre geschaffen, der man nicht so gerne ausgesetzt ist.

Grand Prix

Unter der Bobbahn gelegen befindet sich die Monza-Piste Grand-Prix, welche eine sehr interessante Streckenführung bietet. Vor allem der Anfang und das Ende in Form einer Parkhaushelix sind bemerkenswert.

River Caves

Ebenso bemerkenswert ist die Themenfahrt River Caves. Die Fahrt durch die Höhlen ist stellenweise so gut gestaltet, so dass die Anlage locker mit den größeren Bootsthemenfahrten wie Fata Morgana aus dem niederländischen Freizeitpark Efteling mithalten kann.

Wild Mouse

Direkt nebenan befindet sich die beste Holzachterbahn des Parks, die Wild Mouse. Diese Achterbahn sollte man besser nicht zu zweit fahren, da dieses leicht schmerzhaft sein kann. Die Fahrt an sich ist der Inbegriff des Wortes wild und weiß durch die intensive Fahrweise sehr zu überzeugen. Die Airtime die bei den Abfahrten erzeugt wird ist ausgeprägt, was durch den Sicherungsgurt noch verstärkt wird. Sehr bemerkenswert ist im Übrigen das Bremssystem der Anlage, welches doch eher modern ist.

Grand National

Zwischen den Stützen der Big One befindet sich der Eingang zu einer der letzten Möbius Achterbahnen der Welt. Hier endet die linke Spur auf der rechten Seite und natürlich umgekehrt, wodurch beide Spuren stets laufen und ein Racing Betrieb auch an leeren Tagen ermöglicht. Die Achterbahn Grand National selbst verspricht so viel, nur halten kann sie es leider nicht. Eine Airtimeorgie, wie es manche Videos vermuten lassen sucht man hier vergebens, nur das Renngefühl ist gewährleistet.

Valhalla

In einer Halle mit einer eher hässlichen Fassade und einer vergleichsweise mickrigen Station davor kann man den Asen einen Besuch in Valhalla abstatten. Da die nordischen Götter doch eher wählerisch sind muss man jedoch drei Herausforderungen absolvieren. Nachdem man den ersten Lift passiert hat wird man mit enormer Hitze konfrontiert bis es nach einiger Zeit zum ersten Drop kommt, welcher rückwärts stattfindet. Da Hitze leicht befeuchtet keinen Spaß macht wird man in einen Kälteraum geschickt, wo so manch Wikinger sein bitteres Ende gefunden hat. Das nächste Gefälle schafft es schon einen etwas nässer zu machen, der darauffolgende Wassereffekt sorgt dafür das man klatschnass ist. Erneut wird ein Lift bestiegen und der Effekt einer schwingenden Axt lässt einen nochmal von der Seite durchfeuchten, immerhin könnte man ja schon wieder trocken sein. Die finale Schussfahrt weißt einen Doubledrop auf, welcher schon etwas nässer als die anderen Gefälle ist und unerwartet spät den zweiten Hügel einleitet. Im nachfolgenden Raum wird man etwas erwärmt, diese Passage könnte jedoch etwas länger sein.

Valhalla ist gut, aber nicht überragend. Die Mischung aus Wasserfahrt und Themenfahrt ist jedoch eine Mischung die man öfters vorfinden könnte. Die Gestaltung wirkt an manchen Stellen leider etwas sparlich und weniger originell, was selbst die ganzen Effekte nicht kompensieren können. Vom Nässegrad ist die Anlage zwar verdammt nass, kann aber nicht mit O.D. Hopkins Tidal Wave aus dem englischen Thorpe Park mithalten, welche allein durch die erzeugte Welle die Intamin Wasserbahn in den Schatten stellt.

Ice Blast und Derby Racer

Auf dem Platz vor Valhalla befindet sich der S&S Power Turbo Shot Ice Blast, welcher leider absolut gar nichts kann. In dieser Hinsicht macht selbst die über 90m hohe Aussichtsfahrt des gleichen Typen aus dem Parque Warner im spanischen San Martin de la Vega deutlich mehr Spaß. Glücklicher Weise befindet sich mit dem Derby Racer eine seltene und rasante Attraktion, welche im Grunde einem etwas überdimensionierten Pferdekarussell ähnelt und dabei ein beachtliches Tempo zu Tage legt.

Alice Ride

Sichtbar in der Nähe zu den Derby Racer befindet sich die Themenfahrt Alice Ride, wo es eine Reise ins Wunderland zu beschreiten gilt. Durch die Schwarzlichteffekte wirkt die Bahn schon leicht gruselig, wie es auch bei der Schneewittchen Themenfahrt im Pariser Disneyland Park ist. Die Fahrt ansich ist in Ordnung, zumal man interessanter Weise auf Betonplatten fährt.

Ghost Train

Gleich gegenüber befindet sich mit den Ghost Train die erste Geisterbahn der Welt, welche seit dem Jahr 1930 im Pleasure  Beach Blackpool in Betrieb ist. Die Fahrt an sich ist schön gestaltet und kann einige Effekte vorweisen die man so eher selten in Geisterbahnen sieht, nur wirklich gruselig ist die Bahn dann nicht. Wer jedoch auf absoluten Trash steht wird beim Ghost Train mit einem freudigen Grinsen aus dem Wagen steigen.

Revolution

Die letzte Achterbahn des Parks wird derzeit erneuert, was einerseits Schade ist, aber wenn die Revolution dadurch noch revolutionärer wird ist es ein begrüßungswertes Vorhaben, immerhin gab es viele Gerüchte, was einen Abriss dieser Achterbahn betraf. Somit bleibt eine der letzten drei Anlages des Typus Launched Loop aus dem Hause Arrow Dynamics erhalten und die Engländer können sich auch weiterhin an ihrer ersten Loopingachterbahn erfreuen. Auf Grund der stetigen Arbeiten, die während des Besuches, an der Anlage getätigt worden ist eine Öffnung gegen Ende des Monats wahrscheinlich.

Bilder Pleasure Beach Blackpool

Fazit Pleasure Beach Blackpool

Pleasure Beach Blackpool ist ein netter Freizeitpark mit guten Achterbahnen und guten Themenfahrten in dem man gut einige Stunden verbringen kann. Der Park selbst ist ein Lichtblick für die Stadt die ihm umgibt, jedoch weist der Park einige Lücken oder schlichtweg geschlossene Attraktionen auf, was die Atmosphäre und das Portfolio gleichzeitig etwas trübt. In dieser Hinsicht wäre es schon schön gewesen mit Bling, den Spin Doctors, den Trauma Towers, den Bumper Boats, usw. zu fahren. Der Erstbesuch hat sich zumindest gelohnt, aber vorerst muss ich nicht erneut zum Pleasure Beach Blackpool, auch kann Ich mir mehrere Tage in diesem Park bei besten Willen nicht vorstellen.

 

Was ist deine Meinung zum Freizeitpark Pleasure Beach Blackpool?  Schreib sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besuche unsere Social Media Kanäle: