Blackpool Pleasure Beach (2016)

Vorwort

Da meine Cousine Flugangst hat, nutzte ich die Chance, sie nach England zu begleiten, wo sie ihren Urlaub in einer Gastfamilie verbringen würde. Ich mietete ein Auto in Birmingham und bereute es leider sofort, über Europcar und nicht über eine andere Autovermietung gebucht zu haben. Mein Freund Daniel kam an diesem Tag früher nach Birmingham und hat derweil seine Zeit im wunderschönen Drayton Manor Theme Park verbracht. Als ich dann irgendwann den Schlüssel zum Auto hatte, konnte ich ihn nach Parkschließung vom Hotelparkplatz abholen und gemeinsam fuhren wir in das Seebad Blackpool in Lancashire, um ein tolles Wochenende in der Stadt zu verbringen, sowie einen Besuch in einem meiner absoluten Lieblingsfreizeitparks Blackpool Pleasure Beach zu tätigen.

Blackpool Pleasure Beach

Bei meinem letzten Beitrag klang es vielleicht nicht so, als ob ich den Park so genießen würde, aber mit der Zeit ist er mir wirklich ans Herz gewachsen. Es ist ein sehr gut gealterter Freizeitpark, in den viel Mühe gesteckt wird, um ihn so gut wie möglich am Laufen zu halten, während andere Parks im Vereinigten Königreich derzeit einen großen Schritt zurück machen und an Bedeutung verlieren. Ja, ich meine dich Alton Towers!

Es war mein erster Besuch im Park an einem vollen Tag während der Illuminations in Blackpool. Obwohl es im Grunde überall Warteschlangen gab, mussten wir nie lange warten. Ich konnte sogar endlich die verbleibende Spur der Steeplechase Achterbahn fahren – ich brauchte lediglich drei Besuche im Park, um das zu schaffen.

Sky Force

Außerdem habe ich die Sky Force Attraktion von Gerstlauer ausprobiert. Obwohl sie eine der neueren Sky Fly Anlagen ist, bot sie auf jeden Fall eine Fahrt wie auf einer der alten Installationen; sprich sie war kaum gebremst, was zu insgesamt 96 Überschlägen führte – und ich liebte es! Es war ein brillanter Start in einen wunderbaren Tag im Pleasure Beach.

Bilder Blackpool Pleasure Beach

 


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Pulsierender Wasserspaß in Walibi Belgium

Vorwort

Es ist schon selten, dass ein Konzept, bei dem man sich stets fragt wie es eigentlich möglich sein soll, in die Tat umgesetzt wird. Noch viel seltener ist es, wenn dieses ausgerechnet ein Park macht, der damit schon durchaus negative Erfahrungen gesammelt hat. Gut die Doppelmayr Seilbahn-Achterbahn Vertigo, die vor 9 Jahren Walibi Belgium verunstaltet hatte, soll sich an den wenigen geöffneten Tagen im Mai des Jahres 2008 durchaus gut gefahren haben; ein Desaster auf beiden Seiten war dies dennoch. Dieses Mal kommt der Vorstoß jedoch von der traditionsreichen Achterbahnschmiede Mack Rides, weswegen die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Debakels mit Pulsar doch eher gering war. Bei einer Anlage vom Typ Power Splash handelt es sich grob beschrieben um einen Shuttle Coaster, also einer Achterbahn ohne geschlossenen Rundkurs, mit Wasserung gegen Ende der Fahrt. Was soll da bloß schiefgehen, zumal man sich ja in Walibi Belgium überaus gut mit Shuttle Achterbahnen auskennt? Richtig, nichts!

Pulsar

Thematisch stellt Pulsar eine Maschine (in Form eines schlagenden Herzens) dar, deren zerstörerische Energie über eine Achterbahn in regelmäßigen Abständen abgeleitet wird. Das schöne dabei ist, dass die Besucher die fehlende Komponente sind um eben jenes zu ermöglichen. Dabei bewegt man sich immer noch im selben Universum, welches zur Umstrukturierung des Parks 2011 erzeugt wurde; also kein „F*ck Slow, #Hard Gaan“, wie im niederländischen Schwesterpark. Generell ist das Publikum im Park mittlerweile sehr angenehm; es kann aber auch sein, dass ungewünschte Besuchermassen (ich erinnere mich an Zeiten, wo das Kassenpersonal regelmäßig als „fils de pute“ beleidigt wurde) durch die zusätzlichen Sicherheitsmaßnamen partout in Belgien ausbleiben; aber ich schweife ab.

Einmal durch die Warteschlange im oberen Stockwerk gelaufen (oder als Singlerider direkt ans Drehkreuz gegangen) wird man auch schon in eine der Reihen eingeteilt. Sein Gepäck verstaut man kapazitätstechnisch äußerst effizient in die Regale zur rechten Seite der Station und wartet fortan auf das nächste eintreffende Boot. Das Boarding erfolgt dank automatisch schließender Bügel äußerst schnell, so dass nur wenige Augenblicke vergehen ehe das 20 Personen fassende Boot, untermalt von den Herzschlägen der Maschine, über eine Drehplattform auf die eigentliche Strecke gebracht wird.

Hier angekommen wird dieses sogleich rückwärts über einen Hügel beschleunigt, die anfängliche Skepsis über die doch (noch) recht seichte Beschleunigung verfliegt sehr schnell beim ersten leichten Abheben über der Kuppe. Nun passiert man das noch ungeflutete Wasserbassin und erklimmt den (von der Station aus gesehenen) hinteren vertikalen Streckenabschnitt in etwa zur Hälfte seiner Höhe. Mit in etwa der selben Geschwindigkeit führt die Rückführung zur Station, wobei man nun auf dem Hügel merklich beschleunigt wird und ein zweites Mal ordentlich aus dem Sitz abhebt. Daraufhin wird der vordere vertikale Streckenabschnitt komplett erklommen. Mit merklich ausgeprägter Geschwindigkeit geht es zum dritten Mal über den Hügel, wodurch man wieder in den Bügel befördert wird. Nun erklimmt man den hinteren Streckenabschnitt bis zur hinteren (leicht abgeflachten) Spitze, während dessen wird das Wasserniveau im Bassin um 30 cm angehoben. In der Zwischenzeit rückt die anstehende Wasserung auch wieder in das Gedächtnis der Mitfahrer, wodurch die bislang angehäufte Fahrtfreude auf einmal in eine respektvolle Panik übergeht. Mit 100 km/h taucht das Boot nun in das Becken ein, was zu einer optisch sehr eindrucksvollen Welle führt. Diese belohnt die vorderen Sitzreihen jedoch nur mit etwas Sprühnebel, während sie den hinteren Teil des Bootes durchaus durchnässen kann. Kurz darauf passiert man zum letzten Mal den Hügel und wird dabei auf Schritttempo abgebremst, woraufhin man im Tal stehenbleibt. Die Drehplattform dreht sich wieder auf die Ausgangssituation zurück und der Bügel öffnet sich.

Pulsar ist eine rundum gelungene Attraktion, bei der man immer wieder gerne erneut einsteigt. Die Fahrt ist einfach nur grandios und kann gerade durch ihre ungewöhnlichen Beschleunigungsphasen über den Hügel absolut punkten. Die Wasserung fällt dabei optisch eindrucksvoller aus, als sie es dann während der Fahrt ist; jedoch beängstigend ist sie definitiv allemal, vor allem wenn es ein selber nach der ersten trockenen Fahrt doch noch ordentlich erwischt. Hoffentlich folgen noch weitere Exemplare dieser wahrlich verschärften Wasserfahrt.

Bilder

Schlusswort

Durch die Lage innerhalb Walibi Belgium ist nun auch der Rundlauf etwas optimiert, so dass man auf schnellsten Wege zwischen den Hauptattraktionen Flashback, Psyké Underground, Pulsar und Loup Garou pendeln kann. Interessanter Weise ist somit aber auch etwas die Wahrscheinlichkeit genommen sich irgendwann über den Weg zu laufen, was gerade bei dem vorhandenen Andrang während des Besuchstages eigentlich früher hätte passieren können, so erhielt ich erst relativ spät einen Anruf von meinen Freund David, der mich in der Single Rider Line (von Seiten der normalen Warteschlange) erkannte. Auf Zurufen nach der Fahrt erkannte ich ihn und saß kurz darauf mit ihm im selben Boot. Dieses hatte jedoch zur Folge, dass die Pläne noch nach Plopsa Coo (was zu dem Zeitpunkt eh kaum noch möglich gewesen war) oder zumindest nach Plopsa Indoor Hasselt zu fahren direkt verworfen wurden. Die Zeiten Walibi Belgium frühzeitig zu verlassen sind wohl um, danke Pulsar!

 

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Plopsa für Zwischendurch

Plopsa Indoor Coevorden

Das 2010 errichtete Plopsa Indoor Coevorden, nahe der deutsch-niederländischen Grenze bei Coevorden, ist der zweite Indoor-Freizeitpark der Freizeitsparte Plopsa der Studio 100 Gruppe. Auf einer Fläche von 15000 m², wovon 10000 m² sich auf die Hallenfläche beziehen, bietet man einige Fahrgeschäfte, Spielgeräte, einen Streichelzoo, etwas Gastronomie und eine größere Bühne; hauptsächlich ausgelegt auf ein jüngeres Publikum.

Wickiebaan

Das Highlight des Parks ist die große Familienachterbahn Wickiebaan, ein Force Two der Firma Zierer, welche passend zur Neuauflage der Kinderserie „Wickie und die starken Männer“ gestaltet wurde. Der Streckenverlauf ist dabei von außen nicht einsehbar, denn ein großer Teil der Achterbahn befindet sich in einem abgetrennten Bereich der Halle, quasi einer Halle in einer Halle. Dieser Part ist jedoch kaum gestaltet – es ist dunkel und es gibt einige Lichter, die ein Sternenhimmel darstellen.

Vuurtoren, De Woeste Zee und Anubis

Insgesamt ist die Wickiebaan eine tolle Einstiegsachterbahn für die kleinen Gäste des Freizeitparks. Hier wird man mit seinen Kindern sicherlich einige Runden drehen müssen. Zusätzlich zur  Wickiebaan besticht der Park durch seinen Kinderfreifallturm Vuurtoren, sowie dem Kontiki De Woeste Zee und der kompakten – wobei auch wahnsinnig intensiven – Drehgondelschaukel Anubis.

Fazit Plopsa Indoor Coevorden

Mit kleineren Kindern wird man hier gewiss viel Spaß haben können, zumal die Fahrgeschäfte auch für Erwachsene ein ansprechendes Fahrprogramm bieten. Dennoch ist das Angebot in der, wunderschön gestalteten, Halle und im Außenbereich sehr überschaubar, so dass man hier innerhalb kürzester Zeit alles Relevante bereits erledigt und auch schnell wiederholt hat. Nach gut 30 Minuten war ich bereits wieder auf dem Weg in Richtung der belgischen Küste bei De Panne, wo, im Hauptpark der Gruppe, eine ähnlich große Halle das Angebot des Freizeitparks ergänzt.

 

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