Turborutschen in Poole

Splashdown Poole

Wasserpark:Splashdown Poole (seit 1990)
Adresse:Tower Park
BH12 4NY Poole
https://www.splashdownwaterparks.co.uk/poole/
Betrieb:Lemur Leisure Ltd.

Splashdown PooleGanz in der Nähe der englischen Küstenstadt Bournemouth befindet sich in der Leisure Destination Tower Park bei Poole der Wasserpark Splashdown Poole. Als eine der ersten Attraktionen des 1989 erbauten Erlebniszentrums eröffnete der Wasserpark im Jahr 1990 mit insgesamt sieben Rutschen seine Pforten. Acht Jahre später folgte dann die Eröffnung des Outside Screamer Turms mit seinen drei PPK-Promoplast-Rutschen, für die der Park in der Rutschcommunity bekannt ist. 2002 und 2012 wurden weitere Rutschen hinzugefügt. Bislang hat noch keine Wasserrutsche den Wasserpark Splashdown Poole verlassen; es gab jedoch Änderungen, dazu aber später mehr.

Betritt man das Bad wird man sogleich vom 90er-Jahre-Charme dessen überrumpelt. Da man sich direkt an der Kasse befindet kann es durchaus passieren, dass man vor dem Bad warten muss und das ggbfs. sogar etwas länger. Zumindest was es bei unserer Gruppe so, dass sich die Chiparmbänder partout nicht aktivieren lassen wollten und der arme Kassierer sogar die Station der unbesetzten Kasse dafür aufsuchte. Hier warteten wir dann etwa 10 Minuten, ehe uns die Armbänder überhändigt werden konnten. Im Umziehbereich – der typisch englisch leider mit Straßenschuhen betreten werden muss, wodurch man zwangsläufig in einer ziemlich dreckigen Brühe steht – erwartete uns dann ein weiteres Problemchen; denn die Spinde werden leider nicht mit dem Armband geöffnet, sondern per Schlüssel und erfordern eine Pfundmünze als Pfand. Eigentlich ja kein Problem, doch wer bitteschön hat schon Münzgeld bei sich in einem Land, in dem man fast alles bargeldlos bezahlen kann. Also zurück an die Kasse und Geld gewechselt. Kurz darauf konnte der Spaß auch schon losgehen.

Black Thunder und Baron’s Revenge

Betritt man das Bad befindet man sich sogleich am Aufgang zu der Black-Hole-Rutsche Black Thunder und der Turbo-Rutsche Baron’s Revenge, sowie zur Reifenrutsche Mississippi Drifter. Interessant an der Black-Hole-Rutsche ist, dass sie nur im Sommer eine alleinstehende Rutsche ist und ohne Reifen benutzt wird; im Winter ist sie nämlich der zweite Streckenpart der Mississippi Drifter. Hier war von Anfang an stets eine lange Warteschlange vorhanden, weswegen ich sie nicht getestet habe. Ganz anders sah es jedoch an der Rutsche Baron’s Revenge aus, welche sich in einer Steilkurve auf nur neun Rutschmetern gute fünf Meter zu Boden stürzt. Das ist überaus steil und trotz Plumpsauslauf hochgradig brillant.

Mississippi Drifter und Grand Canyon

Eine Ebene höher erwartet einen dann der Zugang zur Crazy-River-Rutsche Mississippi Drifter, in der man sich über mehrere Schussfahrten von Bassin zu Bassin fortbewegt, ehe man dem Grand Canyon folgend nach draußen gelangt und sogleich vom Reifen fliegt. Im Außenbereich des Wasserparks Splashdown Poole kann man sich nun etwas unter der englischen Sonne treiben lassen, wobei es in diesem Sommer ja selten wärmer als 25°C wurde bevor dann eine weitere Rutschpartie folgt. In einer dunklen Helix nimmt man dabei schnell an Geschwindigkeit zu. Gegen Ende dieses Abschnittes erwarten den Rutscher gleich mehrere Wasservorhänge und man gerät dadurch etwas aus dem Gleichgewicht, wodurch man im Landebecken durchaus Mühe hat sich auf dem Ring zu halten. Ein herrlicher Spaß! Eine weitere Sturzfahrt später folgt dann auch schon der Übergang zum Innenbereich und sogleich das Ende dieser recht witzigen Rutsche.

Red River Roller und Zambezi Drop

Auf der vom Zugang aus dem Umkleidebereich gesehen rechten Seite des Bades befinden sich die Treppenaufgänge zu den weiteren Rutschen des Indoorbereichs. Dabei ist der hintere Aufgang den drei Bodyslides Red River Roller, Zambezi Drop und Colorado Coaster vorbehalten. Während beim Colorado Coaster immer Leute anstanden, war man bei den anderen Rutschen immer sehr schnell an der Reihe. Während der Red River Roller doch eher zahm ist und keine Highlights aufweisen kann, so überzeugt die Turbo-Rutsche Zambezi Drop nach den ersten sehr gemächlichen Kurven durch die stetig enger wendende Steilkurve zum Ende der Rutschpartie hin, bei der man die G-Kräfte besser nicht unterschätzen sollte.

Colorado Coaster

Auch die eher gemächlicher anmutende Colorado Coaster hat es faustdick hinter den Ohren. Nach den ersten seichten Streckenmetern, in denen sich mehrere Links- und Rechtskurven abwechseln, erwartet einen ein schöner Drop, woraufhin die anschließende Kurve überaus schaukelfreudig absolviert wird. Kurz darauf erwartet einen ein fulminantes Finale mit einem durchaus ausgeprägten Doppeldrop, welches einen mit einem breiten Grinsen aus der Rutsche entlässt.

Dragon’s Lair

Der vordere Aufgang führt einen zur Space Bowl Infinity, sowie zur größten Rutsche des Bades, dem Dragon’s Lair. Am Kinderbereich des Bades vorbei führt einen der Weg dann in ein weiteres Treppenhaus, an dessen Ende sich der Zustieg zu Dragon’s Lair befindet. Dabei war dieses Treppenhaus mal deutlich größer und auch der Zugang zur Wasserrutsche befand sich entsprechend weiter oben. Über eine längere Gerade nimmt man auf der Rutsche beständig an Geschwindigkeit zu, ehe einen eine ziemlich hohe Schussfahrt hinunterzieht. Hieran schließen sich dann noch mehrere Kurven und enge Kurvenwechsel an, die einen konsequent herunterbremsen, ehe der Rutschauslauf erreicht wird. Leider kann die lange Rutschfahrt, vor allem dank der Qualität der Fugen auf dieser, nicht wirklich überzeugen. Für die Höhe der Anlage ist die Fahrt schlicht und ergreifend zu langsam und kommt auch wirklich kaum in die Gänge; hier wäre ein Vergleich zum Ursprungslayout der Anlage interessant.

Infinity

Nachdem ich im Joyful Waterpark des japanischen Freizeitparks Nagashima Spa Land meine erste Trichterrutsche mit Plumpsauslauf ausprobieren konnte, war die Anspannung bzgl. Infinity deutlich geringer, die Vorfreude auf die Fahrt jedoch deutlich größer. Der hiesige Trichter ist komplett eingehaust und weist unterschiedliche Licht- und Soundeffekte auf, die auf Wahl des Nutzers abgespielt werden. Dennoch hielt sich der Drang zu Wiederholungsfahrten, abseits der eh langen Wartezeiten, überaus in Grenzen, denn man spürte jede einzelne Fuge im Trichter. Durch den Plumpsauslauf und den resultierenden Fallmanövern ist die Rutsche dennoch über spaßig und auch zu empfehlen; ohne hingegen wäre es bei nur einer Rutschpartie geblieben.

Screamer Tower

Kommen wir nun zum Außenbereich des Bades, in den wir uns auf dem Mississippi Drifter bereits verirrt haben und den Outdoor Screamer Tower mit seinen drei PPK-Promoplast-Rutschen. Diese drei Rutschen standen ursprünglich im Centre 2000 in Southampton, ehe sie nach der Schließung des Leisure Centres nach Poole versetzt wurden. Durch die Ausnutzung der Hanglage hingegen wirkt der Rutschturm so, als sei er von Anfang an so beabsichtigt gewesen. Über eine Stahltreppe geht es mit kalten Füßen rasch nach oben, wo die Einstiege der beiden Reifenrutschen Tennessee Twister und Louisiana Leap, sowie der beiden Turbo-Rutschen The Screamer und Velocity warten.

Tennessee Twister und Louisiana Leap

Den Anfang machen hierbei die beiden parallel verlaufenden Reifenrutschen Tennessee Twister und Louisiana Leap. Über einen kleinen Jumpstart baut man schnell an Geschwindigkeit auf und rutscht anschließend den Kurvenverlauf einer liegenden Acht entlang. Auf der zweiten diagonal verlaufenden Strecke erwartet den Rutscher dann ein weiterer Jump, woraufhin sich die finale Rechtskurve schwungvoll anfügt. Über eine finale Schussfahrt wird man dann in das Auslaufbecken entlassen, wo man sich dann mehr oder weniger elegant von seinem Reifen trennt. Tatsächlich sind beide Rutschen unerwartet gemächlich unterwegs und bieten recht nette Airtimemomente, mehr jedoch auch nicht.

The Screamer

Auch die grüne Turbo-Rutsche The Screamer, die ebenfalls von PPK Promoplast stammte, ist unerwartet gemächlich unterwegs. Fans der ehemaligen Rutsche Grüner Hai des Miramar Weinheim könnten auf Grund des fehlenden Knicks im Rutschverlauf und der anschließenden absurd wilden Schaukelpartie enttäuscht sein, hier nur eine recht solide Turbo-Rutsche vorzufinden. Da kann man absolut nicht meckern, die Bahn fügt sich absolut in das große Turbo-Rutschen-Portfolio des Wasserparks Splashdown Poole ein.

Velocity

Das Highlight des Turms ist jedoch die im Jahr 2012 errichtete Turbo-Rutsche Velocity, denn im Vergleich zu ihrem PPK-Geschwisterchen hat diese Rutsche wirklich einen Knick in der Optik, tatsächlich sogar einen doppelten. Die Rutsche beginnt mit einer sehr steilen Schussfahrt, die kurz darauf in eine gemächlichere Steigung abknickt. Gnadenlos folgt nun ein kurzer Linksknick, woraufhin das Landebecken erreicht wird und erst einmal ein Schwall Wasser aus der Rutsche befördert wird. Was für eine geile Rutsche! Velocity hält was sie verspricht und so rast man auf dieser kurzen Rutsche im Geschwindigkeitsrausch hinab.

Fazit Splashdown Poole

Splashdown Poole ist ein grundsolider Wasserpark, dessen Interieur jedoch deutlich in die Jahre gekommen ist. Die Wasserrutschen stechen größtenteils aus der Masse heraus und können, bis auf die Verfugungen einzelner Rutschen, absolut überzeugen. Wir selbst hatten Glück zu einer günstigen Zeit vorbeigeschaut zu haben, denn das Bad wurde gegen Ende unseres Besuchs immer voller. Wie in jedem Wasserpark gilt dann jedoch, ob man denn so lange auf eine Rutschfahrt warten möchte, zumal ja der Eintrittspreis vergleichsweise hoch angesetzt ist; zumindest im Vergleich zu deutschen Bädern. Ein Besuch lohnt sich zumindest auf jedem Fall und kann hervorragend mit einem Besuch der pittoresken Stadt Bournemouth gekoppelt werden.

 

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Massenandrang im Wasserpark

Joyful Waterpark

Wenn man sich mit dem Nagashima Spa Land auseinandersetzt, stößt man zwangsläufig auf den Wasserpark Joyful Waterpark bzw. Jumbo Ocean Water Pool (es war wohl vormals der Joyful Waterpark) und seiner immens hohen Anzahl an Wasserrutschen. Spätestens mit der Errichtung der Wasserrutsche Boomerang Twist im Jahr 2013 ist der Park auch international bekannt und sollte dementsprechend auf keinem Fall links liegengelassen werden; dazu aber später mehr.

Von Ende Juni bis Mitte September ist der Wasserpark geöffnet. Der Eintritt erfolgt über den Freizeitpark und erfordert dementsprechend eine Eintrittskarte für beide Parks; ein Angebot mit Freepass für die Fahrgeschäfte und beiden Eintritten ist dabei recht erschwinglich. Da der Park bei sommerlichen Temperaturen sehr beliebt ist, empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche; die Kapazitäten sind zwar vorhanden, werden aber auch an volleren Tagen nicht immer voll ausgenutzt.

Kein Wunder also, dass mein Besuch im Joyful Waterpark die längsten Wartezeiten der gesamten Tour vorweisen konnte. Umso schlimmer, wenn beim Erstbesuch des Freizeitparks zwei Tage zuvor so gut wie keine Wartezeiten im gesamten Resort vorhanden waren. Aber hey, man lernt aus seinen Fehlern und mit etwas Pech begeht man gleich einen neuen, fataleren dazu; man sollte die Sonneneinstrahlung in diesem Land nicht unterschätzen und so trainierte ich gnadenlos für England.

Bevor ich euch jedoch zu sehr mit den vorhandenen Randbedingungen des Besuchs ablenke, begeben wir uns lieber gleich in den Wasserpark Joyful Waterpark hinein. Zur rechten Seite erstreckt sich die riesige Umkleidehalle, zur Linken der überdachte Kinderbereich und die Duschbatterien. Die japanischen Besucher machen sich nun auf den Parkhaus-Liegewiesen breit und wir widmen uns den ersten Rutschen bzw. Slidern, wie sie hierzulande genannt werden.

UFO Slider

Den Anfang machen die beiden UFO Slider, wobei nur eine der beiden Space Bowl Rutschen in Betrieb war. Über eine kurze Steilkurve nimmt man dabei schnell an Geschwindigkeit zu, ehe man in den Trichter schießt und dann Runde um Runde, unter den begeisterten Blicken der Japaner, dreht und irgendwann in das Landebecken plumpst.  Während die meisten Besucher dabei gerade einmal zwei Runden schafften, wurde stets überaus erstaunt reagiert, wenn jemand drei oder mehr Runden im Trichter verbrachte. Tatsächlich ist das auch gar nicht so schwierig, wenn man die empfohlene Rutschposition beibehält. Nach über fünf Runden fiel jedoch auch ich irgendwann durch die Mitte und landete recht unsanft im Becken. Ein herrlicher Spaß, der als Bodyslide mit der gewollt ungewollten Landung deutlich adrealinbehafteter ist als vergleichbare Reifenrutschen samt weiterführender Rutschpartie.

Water Tubes

Über eine Brücke über den vorderen Lazy River, bei dem die zukünftigen Schwimmer gerade Aufwärmübungen mit den Bademeistern durchführten, geht es zu den drei Water Tubes. Dieser Rutschkomplex besteht aus zwei Rutschröhren, die jeweils eine Abwärtshelix vorweisen, sowie eine sehr, sehr, sehr steile Turborutsche. Wartezeiten waren hier durch den Wechselbetrieb der beiden Röhrenrutscharten durchaus gegeben, was sich vor allem bei der, einzigen betriebenen, Helixröhre durchaus negativ auszeichnete. Dabei ist die Rutschpartie durchaus flott und durch den Plumpsauslauf überaus wild. Doch das Highlight dieses Rutschkomplex ist die steil abfallende Rutschspur, bei der man ohne Gnade den Kontakt zur Rutschoberfläche verliert und somit einen Großteil der Rutschzeit in der Luft erlebt. Umso brachialer ist dann natürlich auch die Wasserung am Ende der Rutschpartie, doch die Airtime hier sucht eindeutig ihres Gleichen und belohnt den Rutscher, auch bei etwas längeren Wartezeiten.

Spiral Slider

Vorbei an der großen Wasserspiellandschaft Japaaaan zieht es uns nun zu den Spiral Slidern, fünf offene Bodyslides älterer Bauart – darunter zwei für Kinder und drei für das erwachsene Publikum. Allesamt zeichnen sie sich durch eine Vielzahl an Helices und Jumps aus. Und die haben es durchaus in sich! Schnell schaukelt man hier die Rinne empor, bekommt ständig Wasserschwalle ins Gesicht befördert und hebt in den Jumps ordentlich ab. Dabei ist die Verarbeitung der Rinne makellos, das Rutschvergnügen also grenzenlos. Es ist daher schon ein wenig seltsam, dass die Slider als Anfängeranlage zu den Tornado Slidern beschrieben wird. Wäre die Wartezeit nicht auch verhältnismäßig lang, so würde man mich hier so schnell nicht wegbekommen. In dem Sinne: Ein ganz großes Rutschvergnügen, auch wenn wieder einmal eine Fahrspur geschlossen war.

Onsen

Direkt nebenan befindet sich ein kleines Becken, welches mit Wasser aus dem nahen Onsen versorgt wird, so kann also auch der FKK-Verweigerer einen Onsen erleben. Wer indes eher auf Action aus ist darf sich über einen Hindernisparcours in einem der beiden Nichtschwimmerbecken in dieser Ecke des Wasserparks austoben. Darüber hinaus besteht hier ein größeres Planschbecken.

Free Fall Slider

Vorbei am großen Wellenbecken, welches interessanter Weise (wie auch die beiden Lazy River) von Zeit zu Zeit geräumt wird – wohl um ein Auspowern der Badegäste zu verhindern – geht es nun in Richtung der drei Kamikazerutschen Free Fall Slider. Interessanter Weise wurden nur die beiden höchstgelegene Rutschspuren betrieben, was in erster Näherung überaus logisch war, mich aber auf den Weg dahin lieber die mittlere Rutsche hätte nehmen wollen lassen. So richtig mag ich Kamikazerutschen nicht und diese hier verwendet auch noch ein rechteckiges Rutschprofil, welches schon auf anderen Rutschen dieser Art nicht von Vorteil ist. Doch als es dann endlich über die Kante ging und der Adrealinrausch einsetzte, war alle Sorge vergessen. Die Wasserung war dann auch noch recht sanft, so dass mir nichts anderes übrigbleibt als zu sagen: Diese Kamikazerutsche hier rockt und das auch noch gewaltig.

Surf Hill und Wild River

Gegenüber befindet sich eine Doppelanlage bestehend aus den Rutschen Surf Hill und Wild River. Bei Surf Hill handelt es sich um eine Mattenrutsche, bei der man, sehr klassisch, gegen mehrere Mitrutscher ein Rennen über eine Vielzahl an Hügeln veranstaltet. Direkt dahinter startet der Wild River, zwei Crazy River Anlagen mit einem optisch eher langweiligen Streckenverlauf, der jedoch wirklich überzeugen kann. Hier geht es über mehrere wilde Abfahrten und Hindernisse beständig hinunter, ehe dann parallel zur Mattenrutsche das grandiose Finale eingeleitet wird. Gerade im Vergleich zur optisch beeindruckenden, jedoch rutschtechnisch wenig überzeugenden, Anlage im Wasserpark The Boon des Hirakata Park eine unerwartete Überraschung.

Big One

Direkt nebenan startet der zweite Lazy River seine Runde. Während der vordere der beiden Strömungskanäle offen und ohne weitere Highlights daherkommt, befindet sich der hintere zu einem Großteil unter der Raftingrutsche Big One und ermöglicht somit einen recht ungewöhnlichen Einblick und Anblick.

Die doppelte Family Raft Rutsche Big One ist die zweitgrößte Anlage des Joyful Waterpark und macht ihren Namen leider keine Ehre. Die Kurven werden allesamt eher seicht durchfahren; man schaukelt kaum auf und es kommt auch zu keinen der äußerst seltsamen Näherungsmomenten zwischen den Mitfahrern. Mittendrin gibt es zwar einen äußerst großen Drop, das macht die Rutschpartie jedoch nicht besser. Da jedoch die Kapazität gegeben ist, ist die Wartezeit noch halbwegs überschaubar.

Tornado Slider

Anders als beim signifikanten Rutschturm Tornado Slider, wo die Hälfte aller Rutschen geschlossen war und keine der Bodyslides betrieben wurde. Während man am frühen morgen noch problemlos an Ringe kommen konnte, war spätestens am Nachmittag die komplette Warteschlange des Turms gefüllt. Dieser besteht aus einer Vielzahl an offenen und geschlossenen Röhrenrutschen, wobei die meisten mit Ringen berutscht werden. Eine Wiedergabe einzelner Rutsche ist durch den Aufbau kaum möglich und so rutscht man über eine Vielzahl an Helices und Jumps irgendwie hinab.

Da ich jedoch nur eine Rutsche hier getestet habe, kann ich kein ausführliches Gesamterlebnis über den großen Rutschturm wiedergeben. Von der getesteten Rusche muss ich jedoch sagen, dass sie als Black Hole Reifenrutsche eher im durchschnittlichen Bereich unterwegs war. Summa Summarum also prinzipiell nichts Schlechtes, ob die anderen Rutschen besser oder schlechter sind kann ich natürlich nicht sagen. Getestet hätte ich sie schon gerne allesamt, vor allem die überaus rasant aussehenden Turboröhren.

Boomerang Twist

Kommen wir nun zur größten Anlage des Joyful Waterpark, der eingangs erwähnten Boomerang Twist. Bestehend aus den Elementen Family Boomerango und Manta bietet dieser Gigant aus dem Hause WhiteWater West ein recht außergewöhnliches Rutscherlebnis; was zum Teil auch an der überaus kompakten Bauweise der Anlage liegt.

Die Fahrt in den Rundbooten beginnt ungefähr auf Höhe der Blockbremse der Achterbahn Steel Dragon. Über einen kurzen Dip verlässt man die Station und widmet sich sogleich einer Kurvenkombination in luftiger Höhe. Nach einer 180° Kurve und einer längeren, beständig abfallenden, Geraden stürzt man sich ein recht steiles Gefälle hinunter. Im anschließenden Tal durchquert man einen größeren Wasserschwall, der das Boot aber in keiner Weise zu bremsen scheint. Wie vom Wahnsinn besessen rast man nun den Boomerango empor und erreicht dabei auch eine anschauliche Höhe. Wieder im Tal angelangt prescht man nun über eine leicht ansteigende Gerade, ehe man eine Kuppe überquert und sich ein weiteres Mal gen Boden wirft. Wobei eigentlich nur das Boot das will, der eigene Körper ist dafür noch zu träge und verbringt seine Zeit lieber ein wenig in der Luft. Im anschließenden Manta Element pendelt man nun einige Male hin und her und wird kontinuierlich mit hineinschwappenden Wasser bei Laune gehalten. Hieran taucht man in einen kurzen Tunnel ab, vollzieht eine weitere Wendekurve und wird anschließend durch die Strömung zur Ausgangsposition befördert.

Der Boomerang Twist ist die beste Wasserrutsche, die ich bislang erleben durfte. Die Fahrt ist extrem spaßig und durch die verwendeten Elemente einfach gnadenlos überwältigend. Gerade die Passage zwischen den beiden Hauptelementen, die den Adrealinrausch absolut gekonnt aufrechterhalten kann, ist absolute Spitzenklasse und lässt allein dadurch viele andere Wasserrutschen alt aussehen. Wobei nicht nur diese, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dieser Slider ist die beste Attraktion in Nagashima und jeder Freizeitparkfan sollte und muss sie mal erlebt haben.

Bilder Joyful Waterpark

Fazit Joyful Waterpark

Dafür muss man aber auch bereit sein, seine Zeit nicht nur auf einer Großachterbahn des Herstellers Morgan zu verbringen und gegebenenfalls auch sehr leidensfähig bezüglich etwas längerer Wartezeiten und vielen geschlossene Wasserrutschen zu sein. Der Joyful Waterpark ist ein sehr cooler Wasserpark, den ich sehr gerne leer erlebt hätte. Die Chance bestand ja, ich habe sie nur nicht wahrgenommen – aber wie bereits zu Beginn dieses Berichts erzählt lernt man aus seinen Fehlern. Das nächste Mal geht es also gleich in den Wasserpark, denn ein Besuch lohnt sich hier definitiv und sollte beim Besuch des Resorts eingeplant werden.

 


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Flucht vor der Hitze in Osaka



Water Park:The Boon
Address:1-1 Hirakata-Koen-cho
Hirakata
Osaka 573-0054
http://www.hirakatapark.co.jp/en
Operated by:Keihan Electric Railway Co., Ltd.

The Boon ist der Wasserpark des Freizeitparks Hirakata Park (ひらかたパーク) in Hirakata nahe der Stadt Osaka. Er ist in den heißen Sommermonaten geöffnet und ist ein sehr gutes Ausflugsziel, wenn du der Hitze der Stadt entkommen möchtest. Neben einem großen Lazy River und einigen Pools gibt es hier auch zwei aufregende Wasserrutschen, die leider kostenpflichtig sind.

Fun Fact #1: Während der Wintersaison wird das Gelände des Wasserparks The Boon für das Carnaval Festival genutzt, eine große Eislaufbahn.

Fun Fact #2: Auf der Spitze des Berges und direkt unter der Achterbahn Red Falcon befindet sich ein 20 m langes Schwimmbecken mit einem fantastischen Blick auf die Stadt Osaka.

Ein Besuch in The Boon

Hurricane Slider

Während der Freizeitpark Hirakata Park belebt, aber keineswegs voll war tummelten sich die Japaner im aufpreispflichtigen Wasserpark The Boon. Dieser bietet neben einem sehr langgezogenen, aber sehr flachen, Lazy River, die Bodyslides Hurricane Slider (ハリケーンスライダー), eine Reifenrutsche, ein hangverlegter Crazy River, sowie eine interessant wirkende hangverlegte Breitbandrutsche (nur für Kinder) und ein kleines 20m Becken just unterhalb der Wendekurve der Achterbahn Red Falcon.

Während der Lazy River brechend voll ist, sind die anderen Bereiche des Wasserparks teilweise menschenleer. Die Rutschen jedoch teilen allesamt einen faden Beigeschmack, denn (warum auch immer) rutschen alle Japaner die beiden Bodyslides ausschließlich im Sitzen, so dass die eigentlich sehr kurze Warteschlange sich bei bestem Willen nicht fortbewegen wollte und ich daher nach einigen Minuten umkehrte oder aber es wird ein Entgelt für die Nutzung der beiden Reifenrutschen verlangt.

Canyon Ride and Crying Tube

Da mich bereits in der Planungsphase der Crazy River Canyon Ride (キャニオンライド) überaus interessierte, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, diese auch zu testen. Dabei muss ich fairerweise jedoch auch sagen, dass mich die darüberliegende Reifenrutsche Crying Tube (クライングチューブ) beim Aufgang zur Startposition auch durchaus angesprochen hat, ich jedoch nicht noch einmal etwa 3€ für eine weitere Rutschpartie ausgeben wollte. Das hätte ich nach der Fahrt auf dem, doch sehr ruppigen und teilweise stark verzögerten (und dadurch auch weniger wilden) Crazy River so oder so nochmal überlegt. Die Rutschpartie selbst war in Ordnung, ich habe mir jedoch etwas mehr versprochen; dieses wurde dann auf einer deutlich unscheinbareren Rutsche gleicher Bauart nur wenige Tage später im Joyful Waterpark erfüllt.

Fazit The Boon

War der Aufpreis von etwa 10€ dem Wasserpark gerecht? Jein. Es wäre ein klares Ja, wenn denn die beiden großen Rutschen inkludiert wären, aber das war es ja leider nicht. Jedoch muss ich sagen, dass es durchaus etwas hat unter einem Jet Coaster mit bestem Blick auf die Stadt seine Runde in einem wenigstens etwas tieferen Becken zu ziehen. Zudem ist man oben auf dem Hügel größtenteils für sich und kann der Hektik des Lazy Rivers und vor allem der Hitze des Besuchstages ein wenig entfliehen.

 


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