Field Museum of Natural History

Bei meinem Besuch in Chicago durfte natürlich auch das Field Museum nicht fehlen. Schon die große Stanley Field Hall macht einiges her. Hier steht mit Máximo ein riesiger Titanosaurier, der sich einmal quer durch die Eingangshalle zieht und damit ziemlich deutlich vorgibt, wohin die Reise in diesem Museum geht. Das Field Museum ist vor allem für seine naturhistorischen Sammlungen bekannt, bietet daneben aber auch große Bereiche zu verschiedenen Kulturen und zur Geschichte der Menschheit.

Das wohl bekannteste Ausstellungsstück ist jedoch SUE, der berühmte Tyrannosaurus Rex. SUE steht mittlerweile nicht mehr in der Eingangshalle, sondern hat innerhalb der Griffin Halls of Evolving Planet einen eigenen Bereich bekommen. Die Ausstellung führt einmal durch die Entwicklung des Lebens auf der Erde und wird spätestens bei den zahlreichen Dinosaurierskeletten richtig interessant.

Daneben gibt es im Museum aber noch deutlich mehr zu sehen. Inside Ancient Egypt zeigt unter anderem Mumien und Grabbeigaben, während Native Truths: Our Voices, Our Stories die Geschichte und Gegenwart indigener Gemeinschaften Nordamerikas aus deren eigener Perspektive erzählt. Hinzu kommen unter anderem die Hallen zu den Kulturen Amerikas und des Pazifiks, die Vogelsammlung, Edelsteine sowie Underground Adventure, bei dem man sich einmal in die Welt unter unseren Füßen begibt.

Besonders interessant waren Ende August 2024 auch die beiden Sonderausstellungen. Unseen Oceans beschäftigte sich mit der weitgehend unerforschten Welt der Meere. Neben echten Präparaten gab es große Projektionen von Blauwalen, Riesenkalmaren und Mantarochen, fluoreszierende Meeresbewohner sowie Einblicke in die Technik, mit der Wissenschaftler die Tiefsee erforschen.

Deutlich ungewöhnlicher war Bloodsuckers: Legends to Leeches. Hier drehte sich alles um Tiere, die sich von Blut ernähren – von Mücken und Zecken über Blutegel bis hin zu Neunaugen. Neben Modellen und Präparaten waren sogar lebende Tiere zu sehen. Gleichzeitig schlug die Ausstellung den Bogen zu Vampirgeschichten, Medizin und Popkultur. Ende August hatte ich dabei ziemlich gutes Timing, denn wenige Tage später war die Ausstellung bereits wieder vorbei.

Naturhistorische Museen gehören für mich gerade in den USA eigentlich immer zum Pflichtprogramm. Die oft beeindruckenden Sammlungen sorgen dafür, dass es selbst nach mehreren Besuchen immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Das Field Museum hat mir entsprechend sehr gut gefallen und war für mich definitiv eines der Highlights meiner Reise.

Bilder Field Museum of Natural History

 

Klicke hier, um zum nächsten Bericht des Great Mid-Western Road Trip zu gelangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.