Auf Besuch beim kleinen Prinzen

Parc du Petit Prince

Nachdem sich das Futuroscope in der Nähe der französischen Stadt Poitiers recht zügig zu einem der erfolgreichsten Freizeitparks des Landes entwickelte plante die Grévin & Cie Gruppe im Jahr 1993 einen ähnlich orientierten Park, wo in verschiedenen Pavillons (ähnlich einer Weltausstellung) das Thema „Mensch und Natur“ behandelt werden sollte. Erst 13 Jahre später und mittlerweile bereits unter der Compagnie des Alpes wurde unter Verwendung öffentlicher Mittel (was den Park schon recht früh in die Kritik rückte) das Bioscope in der Nähe der französischen Stadt Mülhausen in die Tat umgesetzt. Leider blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück, so dass die CdA den Park bereits nach sechs Jahren an die Aerophile SAS, einen Hersteller für Fesselballons und andere Aussichtsfahrten, veräußerte. Diese gestalteten den Park rund um die Geschichten des Autors Antoine de Saint-Exupéry um, dessen Großneffe und Nachlassverwalter Sie erst auf die Idee brachte, wodurch die Besucher seit dem Sommer 2014 die Welt des kleinen Prinzen im Parc du Petit Prince hautnah erleben können.

Der Parc du Petit Prince bezeichnet sich selbst als der erste bzw. einzige Flugpark der Welt, was vor allem an den beiden Fesselballons und der Aérobar liegen dürfte, dabei wurde das ursprüngliche Konzept des Bioscopes zum größten Teil beibehalten und sinnvoll ergänzt. Interessanter Weise geschah dieses meist mit einfachsten Mitteln, z.B. wurde der Einschlagskrater in der Parkmitte, um welchen sich der Parc du Petit Prince in mehreren Kreisen anordnet, um den Asteroiden B-612, also der Heimat des kleinen Prinzen, ergänzt.

Chaises Volantes und Courrier Sud

Wir beginnen unsere Runde nun im Uhrzeigersinn, wo uns gleich der Wellenflug Chaises Volantes aus dem Hause Zierer begrüßt. Dieser ist das erste klassische Hoch- und Rundfahrgeschäft des Parks und wurde zur Neueröffnung des Parks hier errichtet. Direkt daneben befindet sich mit dem Courrier Sud ein interaktives Laufgeschäft, bei dem man verschiedene Fragen beantworten muss, in dem man sich auf das entsprechende Feld auf dem Boden stellt bzw. im späteren Verlauf auch die Hände nutzt. Zu Bioscope Zeiten war diese Attraktion im Übrigen als Planète Party bekannt, was das eigentliche Spiel im Inneren doch etwas besser beschreibt. Topp!

Folgt man den Wegen findet man sich schnell in einer kurzen Sackgasse wieder, wo sich mit dem Vulkan ein überdachter Kinderspielplatz mit verschiedenen Hüpfburgen befindet, aber auch die diesjährige Neuheit Le Serpent und der Bahnhof des Petit Trains.

Le Serpent

Die Fahrt auf der Achterbahn Le Serpent beginnt mit einer kleinen Rechtskurve, woraufhin der 9m hohe Lifthügel zügig erklommen wird. Nach einer kurzen Gerade in luftiger Höhe stürzt sich der Zug eine Rechtskurve hinunter. Nach einem flachen Hügel folgt nun eine weite Linkskurve, die den Lift gegen Ende unterquert. Hieran fügt sich eine leicht hügelige Rechtskurve an, bei der man in einen überdimensionalen Baumstamm hineinfährt. Unter Zischen einer Schlange verlässt man diesen und findet sich sogleich in der Bremsstrecke der Achterbahn wieder. Nach einer weiteren kurzen Rechtskurve folgt dann auch sogleich die Station, die man jedoch erst einmal nur durchquert. In der nun folgenden zweiten Folge macht man dann auch mit der namensgebenden Schlange und allerlei Wassernebel Bekanntschaft.

Aérobar du Buveur

Da die beiden Fesselballone wegen des starken Winds am Boden bleiben mussten, blieb uns nur die Aérobar du Buveur, also die Luftbar des Säufers übrig um den Park von oben beobachten zu können. Hierbei handelt es sich um einen sehr interessant konstruierten Aussichtsturm, bei den die Fahrgäste mit baumelnden Füßen um einen Tisch sitzen. Als interessantes Gimmick darf und soll man dabei Getränke und Speisen mit nach oben nehmen, eine Pflicht dazu besteht jedoch nicht.

Métamorphose

Im ehemaligen Bioscope-Pavillon Métamorphose kann man während einer Filmvorstellung die einzelnen Stadien der Metamorphose einer Raupe zu einem Schmetterling beobachten. In direkter Nähe befinden sich dann auch mehrere Schmetterlingshäuser. Auf den weiten Wiesen im hinteren Bereich des Parks bietet der Park zusätzlich einige Tiergehege und ein Taubenschlag. Die Tiere werden in regelmäßigen Abständen vorgestellt, haben jedoch recht viel Platz um sich gegebenenfalls zurückzuziehen.

Planète Sous-Marine 4D

Im Planète Sous-Marine 4D befindet sich ein interaktives Theater des Herstellers Alterface, ähnlich der Desperados-Anlage im dänischen Freizeitpark Bakken, bei der man auf beweglichen Vehikeln sitzend mit Pistolen auf die Leinwand schießen darf. Der ursprüngliche Film ist interessanter Weise bereits etwas überarbeitet worden um den Charakteren aus dem Petit Prince Universum Rechnung zu tragen, jedoch ist die Umsetzung noch nicht zu 100% ideal.

Le Petit Prince et la Cigogne und L’Aviateur vous raconte

Im benachbarten Petit Théâtre werden im Laufe der Saison zwei Marionettentheaterstücke geboten, wobei sich das Stück Le Petit Prince et la Cigogne auf das jüngere Publikum des Parks konzentriert und sich L’Aviateur vous raconte auch etwas dem älteren Publikum widmet.

La Tyrolienne und Le Petit Prince 3D

Vorbei an der Seilbahn-Achterbahn La Tyrolienne, die sich jedoch zu unserem Besuch noch in Wartung befand, zog es uns in das riesige 3D Kino des Parks, wo der sehenswerte Film Le Petit Prince 3D (unter anderem auch in Deutsch) gezeigt wird.  Gemeinsam mit der Hauptfigur des Parks und seinen besten Freund dem Fuchs, bereist man verschiedene Planeten auf der Suche nach seiner Rose.

Atlantique Sud

Neben dem Kinosaal entsteht derzeit die Wildwasserbahn Atlantique Sud des französischen Herstellers Soquet. Diese zeichnet sich durch eine einzige, jedoch recht hohe Schussfahrt aus und verspricht eine feuchtfröhliche Fahrt.

Labyrinthe de la Fontaine

Direkt daneben befindet sich ein Rosengarten, sowie das Labyrinth Labyrinthe de la Fontaine, in dem man sich nicht nur im späteren Verlauf des Rundgangs gnadenlos verlaufen kann, sondern auch den Brunnen am Ende des Weges durch Eingabe eines Lösungswortes zum Laufen bringen kann. Die einzelnen Bestandteile der Lösung sind jeweils unter den Statuen der einzelnen Personen aus dem entsprechenden Universum zu ermitteln. Hierbei empfiehlt es sich den kleinen Prinzen tatsächlich irgendwann mal gelesen zu haben.

Das kleine Funhouse Vol de nuit, das Kinderkarussell Aérousel, sowie die Trampolinhalle Trampoline Park im Eingangsgebäude, runden bisweilen das Angebot des Parks ab. Und dieses ist ohne groß zu übertreiben schlichtweg großartig.

Bilder Parc du Petit Prince

Fazit Parc du Petit Prince

Der Parc du Petit Prince ist ein überaus professioneller Freizeitpark, bei dem man zurecht gespannt in die Zukunft schauen darf. Wir zumindest hatten hier einen sehr gelungenen Nachmittag, bei dem es sogar zeitlich sehr knapp wurde alles in der Zeit zu schaffen, da an jeder Ecke irgendeine weitere Überraschung zu sein scheint. Der Eintrittspreis des Parks ist darüber hinaus überaus fair, weswegen ein Besuch ohne Einschränkung zu empfehlen ist; nur sollte man hier etwas mehr Zeit verbringen und gegebenenfalls das Buch vorher gelesen haben, es lohnt sich!

 

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Ein toller Nachmittag in De Panne

Vorwort

Über síeben Jahre sind vergangen als ich das erste Mal, an einem, sehr stark frequentierten, Gründonnerstag das Plopsaland De Panne besuchte. Die Katapultstartachterbahn Anubis – The Ride war keine vier Tage alt, doch begeistern konnte mich der Freizeitpark damals überhaupt nicht. Spätestens mit der Entgleisung der Parkeisenbahn, die noch durch ein größeres Tiergehege fuhr, war die Luft raus und ich verließ frühzeitig den Freizeitpark.

Meine Erinnerungen an das Plopsaland waren seither negativ geprägt, doch der ständige Tatendrang auf Seiten der Studio 100 Gruppe ließ einen immer wieder nach De Panne schauen. Themenbereiche wurden neu strukturiert oder aus dem Boden gestampft, ein Theater wurde errichtet, sowie ein vielversprechendes Schwimmbad gebaut und dennoch blieb es stets bei interessierten Blicken. Mit der Errichtung der Holzachterbahn Heidi – The Ride und der angedachten baldigen Eröffnung war ein Besuch unumgänglich, weswegen ich mir zu Saisonbeginn eine Plopsa Funcard mit Parkingpass (sehr lohnenswert, gerade bei den Benelux’schen Parkgebühren) im Holiday Park kaufte. Blöd nur, dass gerade die Holzachterbahn dank Lärmschutzproblemen, bislang über eine kurze Testphase nicht herauskam und eine Eröffnung erst im nächsten Jahr erfolgen wird. Evtl. war es aber auch ein Glücksfall, denn ohne die beinahe panische „Hilfe, ich habe mir eine Plopsa Funcard gekauft und muss die noch irgendwie ausnutzen“ Tour kurz nach Abgabe meiner Abschlussarbeit, hätte ich meinen Freund David so schnell nicht wiedergesehen.

Nach einem kurzen Besuch im Plopsa Indoor Coevorden erreichte ich den Parkplatz gegen 15 Uhr. Von hier aus führt unterhalb der, unfassbar gut positionierten, Holzachterbahn der Weg in Richtung Eingang des Parks. Quelle douleur, quel camouflet hier nicht mitfahren zu können, vor allem da die Ausstrahlung der Anlage auch innerhalb des Parks absolut harmonisch ist.

Geschichte des Freizeitparks

Das Plopsaland De Panne wurde im Jahr 2000 eröffnet, die Ursprünge des Parks jedoch reichen auf das Jahr 1935 zurück, wo die Familie Florizoone mit dem Meli Park den ersten Freizeitpark des Landes rund um ihr Honigimperium Meli eröffneten. Stetig fallende Besucherzahlen in den 90er Jahren sorgten dann für den Verkauf an das (damals noch recht frische) Studio 100, welche den Park durch ihre eigenen (Kinderserien-)Lizenzen wieder auf Erfolgskurs brachte.

Parkrundgang

Mayaland

Betritt man den Park findet man sich, ähnlich dem Holiday Park bei Haßloch, auf einer überdachten Main Street und kurz darauf auf einem riesigen Platz mit einigen Fontänen wieder. Von hier gehen zahlreiche Wege ab, auch befindet sich hier der Zugang zum parkeigenen Theater und dem Indoor-Themenbereich Mayaland. Dieser spiegelt eine kleinere, jedoch überdachte, Version des pfälzischen Kinderlandes dar und bietet mit dem Kontiki De Swingboom, dem Flying Fish De Bloemenmolen, dem Demolition Derby De Waterlelies und dem Family Freefall Tower De Valtoren Spaß für die ganze Familie. Wie auch das Theater und das benachbarte Schwimmbad, wird auch das Mayaland außerhalb der regulären Parköffnungszeiten genutzt.

De Vleermuis

Folgt man der Wegstrecke der Parkeisenbahn, mit der man im Übrigen den bislang noch nicht fertiggestellten Themenbereich um die Kinderserie Heidi passiert, stößt man recht zügig auf die Achterbahndoppelanlage De Vleermuis. Hierbei handelt es sich um eine kleine Anlage mit freischwingenden Gondeln der Firma Caripro, bei der sich beide Spuren ein Rennen über das stetig abfallende und recht simple Layout in Form einer Acht liefern. Besonders dabei ist eigentlich nur der recht zügige Vertikallift, bei dessen Einfahrt man sich lieber ordentlich festhalten sollte um böse Überraschungen vorzubeugen, sowie der Aufbau der Wagen, die der eh schon geringen Kapazität durch teilweise langandauernde Einstiegsversuche keineswegs zugutekommen.  Die Fahrt ist just ok und bedient hauptsächlich das jüngere Publikum des Parks, welches auch recht viel Spaß auf der Anlage hatte.

De Boomstammetjes

Einige Meter weiter stößt man auf den hübsch gestalteten mittelalterlichen Themenbereich, in dem De Boomstammetjes, die große Wildwasserbahn des Parks, sowie die angetriebene Achterbahn De Draak auf Fahrgäste warten.  Als eine der ersten Anlagen ihrer Art konnte die im Jahr 1989 eröffnete Wildwasserbahn eine doppelte Schussfahrt aufweisen, darüber hinaus bietet die Anlage eine überaus lange Fahrstrecke bei nur zwei Schussfahrten; während des Besuchszeitpunkt hingegen war die Anlage leider nicht geflutet, eine Fahrt daher nicht möglich.

De Draak

Über der Wildwasserbahn hingegen drehte der Drache Runde für Runde, weswegen es sogleich durch die ellenlange und wunderschön gestaltete Warteschlange direkt in die Station ging. Diese verlässt man auch sogleich in einer schnelleren Rechtskurve in Bayernkurvenmanier, also eine Kurve mit mehreren Hügeln und Tälern. Nun folgt eine längere Gerade mit einem ähnlichen Verlauf, doch die Geschwindigkeit ist nun bereits deutlich gedrosselt. In der anschließenden Linkshelix nimmt man wieder etwas an Geschwindigkeit zu, doch auch die kommenden, bodennahen Richtungswechsel oberhalb der Wildwasserbahn können die Spannung leider nicht wirklich steigern. Eine Rechtshelix führt den Zug wieder in luftige Höhe, wo dieser dann eine Kuppe überschleicht. Mittels einer weiteren Abwärtshelix baut man jedoch wieder etwas an Geschwindigkeit auf, woraufhin alsbald die Station zügig durchfahren wird. Es folgt eine weitere Runde.

Die Fahrt auf der Achterbahn De Draak ist leider nicht sonderlich spannend, noch schnell. Dabei ist der Streckenverlauf der Anlage nun wirklich nicht schlecht, es fehlt nur etwas die Geschwindigkeit mit der man die vorhandenen Elemente passiert. Ohne diese gehört die Achterbahn zu den langweiligsten Vertretern ihrer Art, was die im Park vorhandene Zielgruppe jedoch keineswegs stört.

Rollerskater

Am zentralen See angekommen trifft man sogleich auf ein Wildwasser-Rondell und ein Magic Bike, sowie auf den ersten Ohrwurm des Parks, denn beide Attraktionen sind dem Mega Mindy Universum angesiedelt, weswegen der Titelsong der Serie rauf und runter gespielt wird. Etwas Ruhe davon findet man beim benachbarten Rollerskater, einer Familienachterbahn des Herstellers Vekoma im Standart-Layout, welche hier in einer wunderschönen und vor allem überdimensionierten Gestaltung daherkommt.

Kaatje zoekt Eendje und Viktor’s Race

Neben der Rundbootfahrt Kaatje zoekt Eendje befindet sich die Familienachterbahn Viktor’s Race. Mit dem Einzug des Kinderserienprogramms Kaatje van Ketnet wurde die Achterbahn Dongo’s Race nicht nur neugestaltet, sondern bekam auch einen neuen Zug und neue Schienen spendiert; immerhin ist die 1976 erbaute Anlage die älteste Achterbahn des Parks und sogleich auch eine der beliebtesten. Die Umgestaltung zumindest wirkt sich überaus positiv auf die Anlage aus und fügt sich nahtlos an das allgemeine Konzept an.

Rox Flyer und Prinssesia

Währenddessen wirkt der Funtime Starflyer Rox Flyer mittlerweile wie ein Fremdkörper im eigenen Park. Direkt nebenan besteht seit diesem Jahr nämlich ein, ziemlich kitschiges, aber irgendwie auch passend gestaltetes, Märchenschloss, in der die gehobene Küche des Parks, das Restaurant Prinssesia, untergebracht ist. Die Preise sind dabei, wie überall im Plopsaland De Panne, durchaus hoch, jedoch findet man hier vom üblichen Fast Food glücklicherweise keine Spur. Ebenso positiv wurden die Teetassen mit in den neu erschaffenen Komplex eingebunden.

Piratenboot, Storm op Zee und Super Splash

Den Rundgang um den See rundet der Piratenthemenbereich um Piet Piraat ab. Neben der elegant auf dem See platzierten Schiffschaukel Piratenboot und der schicken Koggenfahrt Storm op Zee wird dieser Bereich vor allem durch den Mack Rides Super Splash gleichen Namens geprägt. Aus einer Höhe von 18m stürzt man in geräumigen Booten 20m gen Boden, überfährt einen kurzen Hügel und landet kurz darauf im kühlen Nass, woraufhin man gemächlich seinen Rückweg in Richtung Station antritt. Die Besonderheit dieses Exemplars liegt neben der Reduzierung auf das Wesentliche, so zum Beispiel gibt es keinen unnötigen Rückwärtspart in luftiger Höhe, auf der Verwendung eines Vertikallifts, welcher bei der Auffahrt eine Rotation um 180° vollführt. Der Nässegrad ist wie üblich eher überschaubar, so dass man hier eine weitere gelungene Familienachterbahn bietet.

Anubis – The Ride

Im Jahr 2009 entstand mit Anubis – The Ride eine Achterbahn rund um die TV-Serie Het Huis Anubis, welche kurz darauf auch in einer eigenen deutschsprachigen Produktion auf dem Sender Nickelodeon ausgestrahlt wurde. Das Haus Anubis stellt dabei ein Internat dar, in der eine Gruppe von Schülern zahlreiche mystische Abenteuer und allerlei Intrigen erleben; dementsprechend auch die Aufmachung im Inneren, die sich gerade im Vergleich zur Freifallturm-Neuinszenierung des Holiday Parks überaus sehen lassen kann, zumal die Bilder der Cast im Laufe der Zeit weniger wurden und der Soundtrack nicht mehr in Dauerschleife läuft.

Einmal in den sechssitzigen Wagen Platz genommen verlässt man auch sogleich die, dem Haus Anubis nachempfundene, Station und nimmt in einer kurzen Rechtskurve etwas an Schwung auf. Kurz darauf taucht der am Wagen befindliche Aktor in die an der Strecke befindlichen Statoren ein, woraufhin dieser sehr zügig auf eine Geschwindigkeit von 90 km/h gebracht wird. Nun rast man mit voller Wucht einen sehr steilen Hügel, ähnlich einem halbseitigen Top Hat Element, empor, passiert die Kuppe und verlässt diesen seitlich gedreht zur rechten Seite. Recht kraftvoll passiert man das nun folgende Tal, ehe man erneut emporschießt um anschließend in einem Dive Loop in Richtung Boden zu stürzen. Auf einem weiteren Top Hat ähnlichen Hügel wechselt man die Richtung und stürzt sich ein weiteres Mal airtimereich dem Grund entgegen. Wieder einmal sehr druckvoll passiert man das Tal ehe man die Welt in einem Immelmann erneut überkopf sieht. Eine Steilkurve führt nun hinauf in die Blockbremse der Anlage. Kaum an Geschwindigkeit reduziert folgt eine weitere Linkskurve hinab auf Bodenniveau. Hierauf überquert man einen kleinen Hügel und vollzieht dabei einen letzten Richtungswechsel, ehe man schwungreich in einer knackigen Heartlineroll ein letztes Mal über Kopf gestellt wird. Kurz darauf ist die Station auch wieder erreicht.

Anubis – The Ride fährt sich nach wie vor richtig, richtig gut. Die Fahrt ist von Anfang an überaus druckreich, die Airtime ist ausgeprägt und die Inversionen werden allesamt sehr zügig durchfahren. Die Gestaltung der Anlage ist darüber hinaus sehr gelungen und erzeugt ein ganz eigenes Ambiente, welches sich aber, recht untypisch für andere Inselthemenbereiche diverser Freizeitparks, vollkommen in das Gesamtkonzept einbettet.

De Grote Golf und Wickie – The Battle

Der optisch eindrucksvollste Themenbereich ist das 2013 errichtete Wickieland, wo Wickie und die starken Männer ihr zuhause gefunden haben. Mit dem wohl am schönsten gestalteten Disk’o Coaster De Grote Golf der Firma Zamperla, sowie dem malerischen Splash Battle Wickie – The Battle der Firma Mack Rides präsentiert man hier zwei gute Fahrgeschäfte in einer rundum gelungenen Atmosphäre, auch wenn die Effekte, sowie Mitfahrer beim Splash Battle während der Besuchszeit etwas gefehlt haben. Leider ist es sehr auffällig, dass Figuren bzw. Figurengruppen öfters verwendet wurden, so dass manchmal etwas die Abwechslung fehlt, zumal man besagte Figuren auch allesamt aus den anderen Plopsa Parks bereits kennt.

Kirmesplein

Ebenso gelungen ist der 2015 neu-arrangierte Themenbereich Kirmesplein, welcher nun nicht mehr wie eine Ansammlung alter Fahrgeschäfte aussieht, sondern gekonnt in Szene gesetzt wurde. Dabei wurde auch der Wellenflug Wienerwalz durch ein neueres Exemplar ersetzt. Ebenso tummeln sich nun etliche Figuren aus dem Samson & Gert Universum in diesem Bereich.

Het Bos van Plop

Neben der Kleinkindersparte rund um den Clown Bumba, welche man nun wirklich nicht seinen Kindern zeigen sollte, in den Benelux-Ländern aber überaus beliebt ist, prägt Kabouter Plop, nach dem auch das Plopsaland De Panne benannt wurde, den letzten verbleibenden Bereich. Neben einer kleinen Farm und einer Traktorfahrt, natürlich mit freilaufenden Nutztieren, besticht dieser Bereich vor allem durch die Themenfahrt Het Bos van Plop, in der man auf einer recht langen Fahrt die Welt der Gnome entdecken kann. Diese ist sehr schön in Szene gesetzt und weist (höchst wahrscheinlich) einen recht großen Bezug zur Fernsehserie auf, wodurch hier in der Regel sehr lange Wartezeiten vorhanden sein können.

Bilder Plopsaland De Panne

Fazit Plopsaland De Panne

Das Plopsaland De Panne hat sich in den letzten sieben Jahren rasant und vor allem stetig entwickelt, wodurch der Park mittlerweile einen sehr eftelingesquen Charme aufweisen kann. Alles ist rund und greift irgendwie ineinander über, weswegen man sich im Park wirklich sehr wohl fühlt. Die Ergänzungen und Erweiterungen der vergangenen Jahre zeigen eindrucksvoll wie man vorhandene Konzepte weiterentwickeln kann um ein insgesamt besseres Erlebnis zu bieten, wodurch man sehr erwartungsvoll in die Zukunft blicken darf und dass auch gerne in Haßloch.

 

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Pulsierender Wasserspaß in Walibi Belgium

Vorwort

Es ist schon selten, dass ein Konzept, bei dem man sich stets fragt wie es eigentlich möglich sein soll, in die Tat umgesetzt wird. Noch viel seltener ist es, wenn dieses ausgerechnet ein Park macht, der damit schon durchaus negative Erfahrungen gesammelt hat. Gut die Doppelmayr Seilbahn-Achterbahn Vertigo, die vor 9 Jahren Walibi Belgium verunstaltet hatte, soll sich an den wenigen geöffneten Tagen im Mai des Jahres 2008 durchaus gut gefahren haben; ein Desaster auf beiden Seiten war dies dennoch. Dieses Mal kommt der Vorstoß jedoch von der traditionsreichen Achterbahnschmiede Mack Rides, weswegen die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Debakels mit Pulsar doch eher gering war. Bei einer Anlage vom Typ Power Splash handelt es sich grob beschrieben um einen Shuttle Coaster, also einer Achterbahn ohne geschlossenen Rundkurs, mit Wasserung gegen Ende der Fahrt. Was soll da bloß schiefgehen, zumal man sich ja in Walibi Belgium überaus gut mit Shuttle Achterbahnen auskennt? Richtig, nichts!

Pulsar

Thematisch stellt Pulsar eine Maschine (in Form eines schlagenden Herzens) dar, deren zerstörerische Energie über eine Achterbahn in regelmäßigen Abständen abgeleitet wird. Das schöne dabei ist, dass die Besucher die fehlende Komponente sind um eben jenes zu ermöglichen. Dabei bewegt man sich immer noch im selben Universum, welches zur Umstrukturierung des Parks 2011 erzeugt wurde; also kein „F*ck Slow, #Hard Gaan“, wie im niederländischen Schwesterpark. Generell ist das Publikum im Park mittlerweile sehr angenehm; es kann aber auch sein, dass ungewünschte Besuchermassen (ich erinnere mich an Zeiten, wo das Kassenpersonal regelmäßig als „fils de pute“ beleidigt wurde) durch die zusätzlichen Sicherheitsmaßnamen partout in Belgien ausbleiben; aber ich schweife ab.

Einmal durch die Warteschlange im oberen Stockwerk gelaufen (oder als Singlerider direkt ans Drehkreuz gegangen) wird man auch schon in eine der Reihen eingeteilt. Sein Gepäck verstaut man kapazitätstechnisch äußerst effizient in die Regale zur rechten Seite der Station und wartet fortan auf das nächste eintreffende Boot. Das Boarding erfolgt dank automatisch schließender Bügel äußerst schnell, so dass nur wenige Augenblicke vergehen ehe das 20 Personen fassende Boot, untermalt von den Herzschlägen der Maschine, über eine Drehplattform auf die eigentliche Strecke gebracht wird.

Hier angekommen wird dieses sogleich rückwärts über einen Hügel beschleunigt, die anfängliche Skepsis über die doch (noch) recht seichte Beschleunigung verfliegt sehr schnell beim ersten leichten Abheben über der Kuppe. Nun passiert man das noch ungeflutete Wasserbassin und erklimmt den (von der Station aus gesehenen) hinteren vertikalen Streckenabschnitt in etwa zur Hälfte seiner Höhe. Mit in etwa der selben Geschwindigkeit führt die Rückführung zur Station, wobei man nun auf dem Hügel merklich beschleunigt wird und ein zweites Mal ordentlich aus dem Sitz abhebt. Daraufhin wird der vordere vertikale Streckenabschnitt komplett erklommen. Mit merklich ausgeprägter Geschwindigkeit geht es zum dritten Mal über den Hügel, wodurch man wieder in den Bügel befördert wird. Nun erklimmt man den hinteren Streckenabschnitt bis zur hinteren (leicht abgeflachten) Spitze, während dessen wird das Wasserniveau im Bassin um 30 cm angehoben. In der Zwischenzeit rückt die anstehende Wasserung auch wieder in das Gedächtnis der Mitfahrer, wodurch die bislang angehäufte Fahrtfreude auf einmal in eine respektvolle Panik übergeht. Mit 100 km/h taucht das Boot nun in das Becken ein, was zu einer optisch sehr eindrucksvollen Welle führt. Diese belohnt die vorderen Sitzreihen jedoch nur mit etwas Sprühnebel, während sie den hinteren Teil des Bootes durchaus durchnässen kann. Kurz darauf passiert man zum letzten Mal den Hügel und wird dabei auf Schritttempo abgebremst, woraufhin man im Tal stehenbleibt. Die Drehplattform dreht sich wieder auf die Ausgangssituation zurück und der Bügel öffnet sich.

Pulsar ist eine rundum gelungene Attraktion, bei der man immer wieder gerne erneut einsteigt. Die Fahrt ist einfach nur grandios und kann gerade durch ihre ungewöhnlichen Beschleunigungsphasen über den Hügel absolut punkten. Die Wasserung fällt dabei optisch eindrucksvoller aus, als sie es dann während der Fahrt ist; jedoch beängstigend ist sie definitiv allemal, vor allem wenn es ein selber nach der ersten trockenen Fahrt doch noch ordentlich erwischt. Hoffentlich folgen noch weitere Exemplare dieser wahrlich verschärften Wasserfahrt.

Bilder

Schlusswort

Durch die Lage innerhalb Walibi Belgium ist nun auch der Rundlauf etwas optimiert, so dass man auf schnellsten Wege zwischen den Hauptattraktionen Flashback, Psyké Underground, Pulsar und Loup Garou pendeln kann. Interessanter Weise ist somit aber auch etwas die Wahrscheinlichkeit genommen sich irgendwann über den Weg zu laufen, was gerade bei dem vorhandenen Andrang während des Besuchstages eigentlich früher hätte passieren können, so erhielt ich erst relativ spät einen Anruf von meinen Freund David, der mich in der Single Rider Line (von Seiten der normalen Warteschlange) erkannte. Auf Zurufen nach der Fahrt erkannte ich ihn und saß kurz darauf mit ihm im selben Boot. Dieses hatte jedoch zur Folge, dass die Pläne noch nach Plopsa Coo (was zu dem Zeitpunkt eh kaum noch möglich gewesen war) oder zumindest nach Plopsa Indoor Hasselt zu fahren direkt verworfen wurden. Die Zeiten Walibi Belgium frühzeitig zu verlassen sind wohl um, danke Pulsar!

 

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