Viel zu tun im Energylandia

Energylandia

Little Kids Zone, Family Zone & Extreme Zone

Als das Energylandia im Jahr 2014 eröffnete, war keineswegs absehbar, wie rasant sich der Park in den Folgejahren entwickeln würden. Was zunächst so wirkte wie eine Sammlung zahlreicher Fahrgeschäfte von der italienischen Resterampe mitsamt ebenso billiger, wie hingerotzter Gestaltung, hat sich zum Glück recht zügig dank europäischer Fördergelder zu einem doch recht anschaubaren Freizeitpark gemausert.

Die Anfänge der Parks kann man – zumindest in Teilen – an den drei Kinderachterbahnen Circus, Frutti Loop and Mars sehen, welche allesamt nichts Besonderes sind, sowie an dem Pyramid 7D Kino und den davorstehenden Fahrgeschäften Space Gun und Space Booster. Der Park wirkt in dieser Ecke – trotz zahlreicher Maßnahmen des Freizeitparks – recht billig und keineswegs schön.

Speed

Vorbei an der SBF Visa Drehgondelachterbahn Happy Loops und dem Eingang zum Energylandia Wasserpark führt uns der Weg nun schnurstracks zur Wasserachterbahn Speed aus dem Hause Intamin.

Nachdem man in irgendwann die viel zu lange Warteschlange hinter sich gelassen hat, kann die Fahrt auch schon beginnen. Da der Vertikallift der Anlage noch in weiter Ferne liegt dümpelt man mit dem Boot noch etwas durch den Kanal, wobei hier interessanterweise recht gutes Wildwasserfeeling erzeugt wird, immerhin schlagen die Wellen immer wieder beinahe in das Boot um und lassen einen durch die aufgewirbelten Wassertropfen regelrecht davonzucken. Sobald der Lift erreicht ist, geht es recht schnell auf die Ausgangshöhe von 60m. Mit bester Sicht auf den Park wird man alsbald über die Kuppe geschoben. Auf dem folgenden 45° steilen Gefälle nimmt man ordentlich Schwung und saust sogleich durch das erste Wasserbecken und kaum gebremst über einen Hügel. Hier hebt man dann ein wenig ab, ehe man sich in eine flotte Bayernkurve schmeißt. In der Hoffnung durch den anschließenden Blockbereich ein wenig an Geschwindigkeit abzubauen, durchfährt man diesen nun ohne jegliche Bremswirkung und wird anschließend in eine Rechtskurve entlassen. Eine flotte Abwärtshelix fügt sich an, geht dann jedoch in einen Hügel über, welcher die finale Schussfahrt der Fahrt einleitet. Gut durchfeuchtet wird man wieder in den Kanal entlassen und erreicht kurz darauf die Station.

Wie auch auf Divertical im Mirabilandia, kann die Fahrt auf dem Intamin Water Coaster Speed wirklich überzeugen. Jedoch empfehle ich niemanden, eine Fahrt im Spätherbst zu wagen, da die Bahn dann doch etwas nässer als gedacht ausfallen kann und einem die Ganzkörpertrockner im Park nicht wirklich trocknen können.

Jungle Adventure

Vom Ausgang der Achterbahn Speed ist es nicht mehr weit zur Station des Intamin Rapids Ride Jungle Adventure, doch auch hier hat der Park wieder einmal eine sehr lange Warteschlange gebaut, deren Eingang sich leider auf der komplett anderen Seite befindet. Die Fahrt selbst ist recht flott unterwegs, leider aber, mit Ausnahme einiger weniger Stromschnellen, sehr ereignislos. 

RMF Dragon

Als das dänische Fårup Sommerland die Achterbahn Orkanen öffnete, war das Staunen groß. Das speziell für den Park konzipierte Layout wurde auf einem See errichtet und taucht direkt nach dem First Drop in einen Tunnel ein, während der Rest der Fahrstrecke weitestgehend bodennah über den See führt. Als dann das Energylandia das Layout kopierte wurde dann ein großes Becken errichtet und auch auf den Tunnel hat man bei der Anlage in Zator nicht versichtet.

So führt uns auch hier der erste Drop direkt in einen Tunnel hinein; wobei der Eingang einem Drachenschlund nachempfunden wurde. Wieder an Tage führt uns der Weg überaus geschmeidig durch einen Overbanked Turn und über einen kleinen Speedbump, welcher uns in eine weite Helix führt. Sogleich queren wir das Stationsgebäude, nur um dann auf der anderen Seite in einer weiteren Helix zu landen. Eine kompakte Rechtskurve führt uns dann in eine kleine Senke, woraufhin wir nach einem weiteren Kurvenschwung in das Stationsgebäude einfahren und unsere überaus unterhaltsame Fahrt sich leider ihrem Ende naht.

Formula

Eine der wichtigsten Meilensteine des Freizeitparks Energylandia ist die kleine Abschussachterbahn Formula. Nachdem man die Station verlassen hat, geht es sogleich auf die Abschussstrecke, wo man nach einem kurzen Halt sogleich auf 80 km/h beschleunigt wird. Mit ordentlich Druck fahren wir dann in den großen Sidewinder ein, welchen wir dann in einer bodennahen Kurve verlassen. Diese führt und dann über einen Airtime-Hügel und sogleich in die zweite Inversion der Anlage – einen Korkenzieher. Auch diesen verlassen wir dann in einer bodennahen Kurve. Nach einem kurzen Schwenker nach Links folgt sogleich Korkenzieher Nr. 2, welcher uns in eine Bayernkurve führt. Fortan bahnen wir unseren Weg über Stock und Stein, ehe wir kurz darauf bereits in die Bremsstrecke fahren und unsere Fahrt auf diesem Sahnestück aus dem Hause Vekoma zu Ende geht.

Anaconda

Intamin Spillwater leben von ihrer Gestaltung. Hier im Energylandia wurde die Anlage komplett nackt in die Gegend geklatscht. Dank der ewig langen Warteschlange, die mal wieder am anderen Ende der Anlage anfängt, hat man zudem einen sehr guten Einblick auf die Stützkonstruktion der Anlage. Als Standardmodell des Herstellers bietet die Anlage gleich zwei Schussfahrten und einen insgesamt recht zurückhaltenden Nässegrad.

Mayan

Die Fahrt durch das bewährte SLC-Layout mit dem Roll-Over, Sidewinder und den beiden Inline-Twists macht ordentlich was her, was vor allem an den modernen Zügen und der daraus resultierenden Laufruhe liegt – die Achterbahn Mayan zeigt also auf eine sehr angenehme Art und Weise, dass Vekoma Suspended Looping Coaster von Grund auf keine schlechten Achterbahnen sind.

Aztek Swing und Apocalypto

Die Fahrgeschäfte Aztek Swing und Apocalypto wurden ebenfalls im ersten Betriebsjahr des Freizeitparks eröffnet und passen dementsprechend kaum noch thematisch in den Freizeitpark. Während die Drehschaukel Aztek Swing sich einer größeren Beliebtheit erfreut, so hat der kleine Top Spin Apocalypto nur selten Fahrgeschäfte, was auch schlicht daran liegt, dass man diesen schnell übersehen kann.

Viking

Die SBF Visa Achterbahn Viking ist eine bodenlose Frechheit; wer auch immer auf die Idee kam, eine einfache Crazy Mouse Achterbahn mit Schulterbügel zu versehen, verdient es diese Achterbahn auf ewig fahren zu müssen. Jeder andere sollte sich eine Fahrt auf dieser Achterbahn lieber sparen.

Boomerang

Die Familienachterbahn Boomerang besticht die Anlage vor allem durch ihre bodennahen Kurven und dem kleinen Hügel über der Station. Das Layout selbst gleicht dabei einer Acht, wobei die beiden Enden über die Schlaufen verlaufen.

Nachdem man rückwärts den Lifthügel hinaufgefahren wurde, geht es sogleich rasant hinab und dann mit Vollgas durch die Station hindurch. Es folgt eine bodennahe Linkskurve, sowie der bereits genannte Hügel über die Station, auf dem leichte Airtime einsetzt. Nach einer Rechtskurve unter den Lifthügel hindurch folgt ein Hügel über die erste Kurve, der mittendrin einen kleinen Buckel aufweisen kann. Hier kommt man dann zum Stillstand, woraufhin sich die Rückwärtsfahrt anbahnt. Etwas gemächlicher als zuvor bahnt man sich nun den Weg zurück zur Station, wo die recht schöne Fahrt dann zu ihrem Ende kommt.

Atlantis, Splash Battle und Toffifee Gold Mine

Direkt gegenüber der Kinderachterbahn Boomerang befindet sich das SBF Visa Rafting Atlantis, welches jedoch – mit Ausnahme einiger weniger zahmer Stromschnellen – eher einer ruhigen Wasserfahrt gleicht. Direkt nebenan gibt es mit einem Splash Battle und der Wildwasserbahn Toffifee Gold Mine gleich zwei weitere Wasserfahrgeschäfte mit einem deutlich höheren Nässegrad.

Śmiejżelki Energuś

Direkt am Eingang des Freizeitparks befindet sich die Nimm Zwei-Achterbahn Śmiejżelki Energuś. Nach einer kurzen Kurve und dem anschließenden Lifthügel absolviert man hier sogleich eine Steilkurve mit anschließender Aufwärtshelix nach Links, absolviert ein kurzes Tal und durchfährt dann eine weite Rechtskurve in der Nähe der Station. Über einen Hügel überquert man den eben gestrittenen Streckenverlauf, woraufhin man in einer weiteren Helix etwas an Höhe abnimmt. Eine Linkskurve schließt sich an, worauf alsbald auch die Bremsstrecke wartet. Nach einer Runde ist die Fahrt auch schon zu Ende.

Hyperion

Die prominent am Parkplatz des Freizeitparks vorbeilaufende Achterbahn Hyperion prägt das Energylandia wie kaum eine andere Achterbahn. Der Hyper Coaster aus dem Hause Intamin beeindruckt durch ihre 77 Höhenmetern, sowie dem großen Out & Back Layout, welches gegen Ende der Fahrt etwas geschwungener daherkommt.

Die Fahrt auf Hyperion beginnt mit dem recht flotten Lifthügel, woraufhin wir sogleich eine Abfahrt von 82m auf uns nehmen. Es folgen zwei wunderschöne Airtimehügel, wobei wir uns auf der Kuppe des zweiten zur Seite drehen und dabei den überdimensionalen Dive Drop einleiten. Der weitere Weg führt uns dann über mehrere bodennahen Hügel, ehe wir einen weiteren Airtimehügel auf uns nehmen. Fortan führt uns der Weg durch einen großen Overbanked Turn uns sogleich durch eine Reihe bodennaher Hügel und Kurvenzüge. Mit richtig viel Dampf rasen wir dann über einen weiteren klassischen Airtimehügel, ehe wir nach einem Anstieg in die Bremsstrecke geführt werden.

Hyperion ist eine richtig gute Achterbahn, welche vor allem durch die bodennahen Kurvenzüge nach dem großen Dive Drop geprägt wird. Die Fahrt ist überaus rasant und – mit Ausnahme der hinteren Außensitzplätze, welche ein interessantes Schwingverhalten aufweisen – absolut erlebenswert. 

Dragon Zone

Die Dragon Zone ist ein mittelalterlich angehauchter Themenbereich auf der anderen Seite der Zufahrtsstraße zum Freizeitpark, welchen man durch einen Tunnel erreichen kann. Hier stehen neben den beiden Familienachterbahnen Draken und Frida, noch das große Riesenrad des Parks, sowie die RMC Hybrid-Achterbahn Zadra.

Frida

Auch die Dragon Zone hat ihre Familienachterbahn aus dem Hause Vekoma. Das Layout selbst ist jedoch europaweit einzigartig, obgleich es eines der häufigsten kopierten Werke aus niederländischer Produktion ist und allein im Jahr 2017 insgesamt 16x errichtet wurde. Der Großkunde in diesem Fall ist die französische Carrefour, welche die Anlagen für ihre Transmart Einkaufszentren in Indonesien orderte.

Wie auch in Ostasien führt uns der Weg zunächst einmal auf eine Höhe von 13m, woraufhin wir eine Steilkurve hinuntersausen. Sogleich folgt eine weite Helix nach rechts, die dann in eine ebenso weite Helix nach links übergeht. Nach einem kurzen Schwung nach rechts und einen kurzen Schwung nach Links finden wir uns sogleich in der Station der Anlage wieder. Es folgt eine zweite Runde auf der insgesamt doch ganz netten Familienachterbahn.

Zadra

Die Achterbahn Zadra ist die bislang größte gebaute Achterbahn aus dem Hause RMC. Während viele der IBox Track Coaster bestehenden Holzachterbahnen ein neues Leben einhauchten, handelt es sich bei Zadra um eine komplette Neuanlage. Dementsprechend ist die Fahrt eher mit der Achterbahn Goliath aus dem amerikanischen Freizeitpark Six Flags Great America vergleichbar.

Nachdem der 62,8 m hohe Lifthügel erklommen wurde, kann es auch sogleich los gehen. Mit ordentlich Schwung zieht es uns gen Boden und sogleich über eine bodennahe Welle. Nach einer Steilkurve führt uns der Weg wieder in Richtung des Lifthügels und sogleich in den Zero-G Stall, wo wir einige Sekunden lang überkopf stehen und dabei eine sehr feine Schwerelosigkeit erleben. Wieder in aufrechter Sitzposition führt uns der Weg sogleich hinter die Station, wo wir in einem Airtimehügel zunächst 90° nach rechts gedreht werden, ehe wir diesen dann in einer Linkskurve verlassen. Nach einer bodennahen Rechtskurve folgt dann ein klassischer Airtimehügel, welcher uns gekonnt aus dem Sitz gleiten lässt. Kurz darauf tauchen wir in einer Zero-G Roll in das Gebälk hinein. Nach einer Steilkurve folgen sogleich zwei kleinere Airtimehügel. Ein kurzer Umschwung führt uns dann auf die andere Seite der Holzstruktur, wo sogleich eine weitere Zero-G Roll auf uns wartet. Kurz darauf erreichen wir auch schon die Bremsstrecke der Anlage.

Zadra ist eine richtig gute Achterbahn, wobei sie für RMC-Verhältnisse überraschend sanft daherkommt. Statt gnadenlos in schneller Taktung von einem Airtimehügel in den nächsten geschickt zu werden, nimmt sich die Anlage deutlich mehr Zeit – das Pacing der Anlage ist also nicht ganz so wahnsinnig, wie auf anderen Anlagen, wodurch die Anlage selbst auch deutlich runder wirkt. Hier steigt man gerne immer und immer wieder ein; wobei dieses massiv erschwert wird, wenn denn die Abkürzung an den Schließfächern im Laufe des Tages geschlossen wird und man demzufolge wieder durch den viel zu langen Wartebereich laufen muss.

Aqualantis

Der Themenbereich Aqualantis zeigt ein weiteres Mal, wie gut das Energylandia Themenbereiche umsetzen kann, wenn sie es denn versuchen. Neben einer großen Anzahl an Fahrgeschäften aus dem Hause Zamperla, darunter der Disk’o Coaster Tidal Wave Twister, besticht der Bereich vor allem durch seine beiden Achterbahn Ekipa Light Explorers und Abyssus.

Ekipa Light Explorers

Da im Energylandia ja jede Achterbahnart mindestens zwei Mal bestehen muss, gibt es auch in diesem Bereich einen Family Boomerang des Herstellers Vekoma. Während die Achterbahn Boomerang eher kompakt gebaut ist, so führt einem die Strecke auf Ekipa Light Exploreres einmal quer über den See, wobei mehrere kleine Umschwünge den Weg zäumen.

Abyssus

Abyssus ist im Grunde dieselbe Achterbahn wie Formula, nur länger und größer. Nach einem eher gemächlichen Abschuss führt uns der Weg sogleich in eine Rechtskurve und über zahlreiche Umschwünge mit kleinen Airtimemomenten und wunderschön geschmeidigen Kurvenwechseln, ehe wir die eigentliche Abschussstrecke erreichen. Hier werden wir dann auf die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h beschleunigt. Sogleich fahren wir einen interessant aussehenden Hügel empor, auf dessen Kuppe wir eine richtig feine Airtime erleben. Leider aber ist die Abfahrt ein wenig getrimmt. Das anschließende Tal durchqueren wir dennoch mit ordentlich Druck, wie auch den nachfolgenden Looping. Überaus rasant führt uns dann eine Rechtskurve in einen Airtimehügel, woraufhin der prominent platzierte Batwing direkt am Eingang zur Fahrt eingeleitet wird. Dieser wird sehr flott durchfahren und ist das Highlight der Bahn. Nach einem größeren Umschwung und einem Airtimehügel folgt dann ein recht flacher Corkscrew, der uns dann in einen stark gebankten Airtimehügel führt. Nach einer recht flotten Helix folgt noch schnell ein letzter Umschwung, welcher uns dann in die Bremsstrecke der Anlage führt.

Abyssus ist eine richtig feine Achterbahn mit einem tollen Layout und einer sehr langen Fahrstrecke. Leider aber steht die Anlage ganz am Ende des Freizeitparks in einer Sackgasse, welche erst durch den Süßigkeiten-Themenbereich, der seit Jahren in Bau ist, irgendwann aufgelöst wird. Somit überlegt man es sich also ganz genau, ob man den weiten Weg bis zur Achterbahn tatsächlich in Kauf nimmt, oder doch lieber die ein oder andere Fahrt auf Hyperion und Zadra dreht.  

Bilder Energylandia

Fazit Energylandia

Das Energylandia ist ein recht angenehmer Freizeitpark und Heimat vieler Attraktionen. Dementsprechend ist mein Bild des Parks nicht unbedingt das Beste, denn angesehen von den sehr guten Achterbahnen Abyssus, Formula, Hyperion und Zadra, steht hier auch sehr viel Krimskrams herum. Derzeit werden zwei weitere Achterbahnen errichtet, wobei eine davon wieder einmal eine Familienachterbahn von Vekoma sein wird.  Die große Anzahl an insgesamt doch sehr ähnlichen Achterbahnen tut dem Park nicht gut, ebenso das doch sehr weitläufige Gelände und die elendig langen Wartebereiche. Darüberhinaus entsteht durch die Zweiteilung des Freizeitparks ein nicht ganz so homogener Gesamteindruck.  


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Die Weihnachtssaison in SeaWorld

SeaWorld Orlando

Manchmal beginnt ein Besuch in einem Freizeitpark mit einem kleinen Paukenschlag. In meinem Fall war die Wiedereröffnung des Flying Coasters Manta nach einer umfassenden Überholung in einigen Tagen geplant und der Floorless Coaster Kraken sollte genau dann schließen. Da ich bereits eine Kopie von Manta im Nagashima Spa Land erlebt hatte, wollte ich Kraken unbedingt ausprobieren. Am Ende öffnete Kraken an dem Tag meines Besuchs nicht und so verpasste ich zwei der Hauptattraktionen von SeaWorld Orlando zur gleichen Zeit.

Manta

Die Fahrt mit Manta beginnt mit dem Lift der Bahn, der die Fahrgäste auf eine Höhe von 43 m bringt. Oben angekommen, stürzt der Zug in eine steile Kurve nach rechts. In einem weiten Radius schwebt der Zug dann durch das Tal und erklimmt sofort einen Hügel, der sich als Startpunkt für den Pretzel Loop entpuppt. Unbarmherzig stürzt er dann in die Tiefe und schickt seine Fahrer kurzzeitig über Kopf, bevor er das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge tut. Erneut in großer Höhe folgt eine Linkskurve. Ehe sich die Fahrgäste versehen, werden sie in einem Inline-Twist um ihre eigene Achse gedreht und rasen in einer Rechtskurve dem Boden entgegen. In einem Korkenzieher durchquert der Zug dann noch einmal den Pretzel Loop, um den nächsten Blockabschnitt zu erreichen.

In einer Rechtskurve, begleitet von synchronisierten Wasserfontänen, fährt der Zug dann über einen See. Ähnlich wie in einer Bayern-Kurve folgt Berg auf Tal und am Ende der Kurve wartet sogar noch ein Inline-Twist auf die Fahrgäste. Immer noch in diesem tollen Flow geht es dann in eine Linkskurve, die die Fahrer leider direkt in die Schlussbremse führt.

Dolphin Adventures

Die Dolphin Adventures-Präsentation in SeaWorld Orlando war ein Fest. Die Show war visuell beeindruckend, hatte aber auch einen sehr hohen Bildungscharakter. Sie war die wohl beliebteste Show an meinem Besuchstag und ich brauchte einige Versuche, bis ich die Vorführung schließlich sehen konnte.

Manatee & Turtle Rescue, SeaWorld Coral Rescue

SeaWorld Orlando beherbergt einen großen Rehabilitationsbereich für Seekühe, der an das fünf Hektar große Rescue Center angrenzt, in dem kranke, verletzte oder verwaiste Wildtiere rehabilitiert werden – darunter Seekühe, Meeresschildkröten, Vögel und andere Meerestiere. Es ist ein sehr ruhiger und interessanter Bereich des Parks, in dem man bei Interesse leicht ein paar Stunden verbringen kann.

Journey to Atlantis

Journey to Atlantis ist die erste Wasserachterbahn von Mack Rides. Es handelt sich um eine sehr aufwändige thematisierte Achterbahn, die vor dem ersten Lifthügel einen großen Innenbereich aufweist. Draußen angekommen, ändert sich die Musik dramatisch. Oben angekommen, machen wir eine kurze Kurve, bevor wir eine große, gerade Abfahrt hinunterfahren, die uns kaum durchnässt. Nach einer Kurve gibt es einen kleinen Lift, der als Blockabschnitt der Fahrt dient, nach dem wir eine kleine Abfahrt erleben, die – dank der Felsen und einer sehr fiesen S-Kurve – die erste Reihe komplett durchnässt. Anschließend geht es über einen weiteren Lifthügel zurück in das Hauptgebäude der Bahn. Hier geht es durch einen weiteren gut thematisierten Abschnitt der Bahn, bevor wir plötzlich eine steile Kurve hinunter sausen. In einem angenehmen Fluss ändern wir dann die Fahrtrichtung, steigen kurz auf und stürzen uns dann wieder ins Wasser. Der mittelgroße Drop enttäuscht keineswegs und sorgt dafür, dass auch die restlichen Fahrgäste gut angefeuchtet werden.

Wenn man die Fahrt verlässt, führen die Wege direkt in das Jewel of Sea Aquarium – ein schönes Schmuckstück zu einer insgesamt schönen Wasserfahrt.

Kraken

Wie ich bereits erwähnt habe, hatte ich keine Gelegenheit, Kraken zu fahren. Diese Achterbahn ist eine der ersten B&M Floorless Coaster und verfügt über eines der schönsten Layouts aller B&M Looping Coaster. Nach dem ersten Drop erleben die Gäste insgesamt sieben heftige Inversionen, beginnend mit einem Looping, einem Dive-Loop, einer Zero-G-Rolle und einer Cobra Roll, bevor sie auf die hochgelegene Blockbremsstrecke treffen. Danach folgen ein weiterer Looping und ein Korkenzieher.

Antartica: Empire of the Penguin

In SeaWorld Orlando gab es früher die sehr kurzlebige Themenfahrt Antartica Empire of the Penguin. Hierbei handelte es sich um eine schienenlose Fahrt in einer kühlen Kammer mit einigen Bildschirmen und Lichteffekten zum Erzählen der Geschichte. Der Ausgang des Fahrgeschäfts führte direkt zu den Pinguingehegen, die man auch heute noch erleben kann. Im Jahr 2024 wird das alte Showgebäude die Heimat der Achterbahn Penguin Trek sein.

Sky Tower

SeaWorld beherbergt einen sehr aufwendig gestalteten Aussichtsturm. Leider sind, wie bei vielen Parks von SeaWorld, Aussichtsfahrten wie der Sky Tower nicht im Eintrittspreis des Parks enthalten, was ich sehr schade finde.

Seaport Theater

Direkt neben dem Sky Tower befindet sich das Seaport Theater, in dem das Sesamstraßen-Weihnachtsspecial Elmo’s Christmas Wish gezeigt wurde. Diese musikalische Show ist sehr unterhaltsam, besonders wenn man jüngere Kinder dabei hat.

Pacific Point Preserve and the Sea Lion & Otter Spotlight

In einer sehr ruhigen Ecke des Parks befindet sich das Pacific Point Preserve, die Heimat der kalifornischen Seelöwen und echten Hundsrobben. Hier kannst du die Tiere in aller Ruhe beobachten, bevor du dich zur Sea Lion & Otter Spotlight Präsentation begibst. Obwohl die Show hauptsächlich aus einfachen Witzen besteht, ist sie ein echter Knaller und ein Muss, wenn man den Park besucht.

Shark Encounter

Direkt neben dem zentralen See des Parks, wo man flamingoförmige Tretboote mieten kann, befindet sich der Eingang zum Shark Encounter. Die Attraktion beherbergt sehr große Aquarien und Ausstellungen. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist dabei ein großer Unterwassertunnel durch das Haifischbecken.

Mako

Abgesehen von den letzten Kurven sieht man nicht viel von dem B&M-Hypercoaster Mako im Park. Gleich nachdem wir den Bahnhof verlassen und eine kleine Kurve durchfahren haben, klettern wir den Lifthügel hinauf auf eine Höhe von 61 m. Oben angekommen, geht es schon wieder bergab Richtung Boden. Mit einer Geschwindigkeit von 117 km/h nehmen wir dann den ersten Hügel, der uns in einer stark geneigten Kurve am Rande des Sees entlangführt. Darauf folgt ein sehr feiner Airtime-Hügel, nach dem wir sofort in einer erhöhten Kurve die Richtung ändern. Es schließt sich eine Reihe von Airtime-Hügeln an, die parallel zu dem bereits erlebten Weg verlaufen, bevor wir auf einen Blockabschnitt direkt neben dem Lifthügel treffen. Dann tauchen wir unter den Lifthügel und treffen auf einen weiteren Airtime-Hügel direkt neben dem Bahnhof. Eine stark geneigte Kurve führt uns dann zu den letzten Kurven auf dem zentralen See des Parks, die wir schon beim Betreten der Bahn gesehen haben. Kurz darauf treten wir auf die Bremse und unsere sehr schöne und äußerst wiederholbare Achterbahnfahrt auf Mako geht zu Ende.

Nautilus Theater

Während meines Besuchs in SeaWorld Orlando hatte ich die Gelegenheit, ein Konzert von O-Town Motown im Rahmen der Veranstaltungsreihe Sounds of the Season im Nautilus Theater zu erleben. Die Show war sehr unterhaltsam.

Infinity Falls

Eine der aufregendsten Wasserbahnen in SeaWorld Orlando ist Infinity Falls. Diese große Stromschnellenfahrt von Intamin beginnt mit einem sehr schnellen und rasanten Stromschnellenabschnitt, bevor man den Lifthügel erreicht, über den die letzte Abfahrt der Fahrt führt. Auf der obersten Ebene folgt ein weiterer Abschnitt mit Stromschnellen, der uns zum Aufzug der Bahn bringt. Sobald das Boot in den Lift einfährt, steigt die Spannung im Verhältnis zum Höhenzuwachs. Schließlich verlassen wir den Lift und schießen die Rutsche hinunter. Gut durchnässt nehmen wir dann die letzte Kurve in Richtung Bahnhof.

Sesame Street Land

Das Sesame Street Land in SeaWorld Orlando ist wahrscheinlich der größte Sesamstraßen-Bereich außerhalb der Sesamstraßen-Themenparks. Während die Nachbildung der modernen Sesamstraße mit ihren interaktiven Spiel- und Fotomöglichkeiten sicherlich eine gewisse Ästhetik für amerikanische Kinder hat, kommt dieser Bereich in Bezug auf Fahrgeschäfte zu kurz, vor allem im Vergleich zu Port Aventuras Sesamo Avontura mit seiner fantastischen Themenfahrt Sesame Street: Street Mission.

Super Grover’s Box Car Derby

Das größte Fahrgeschäft im Sesame Street Land ist Super Grover’s Box Car Derby. Es ist der einzige Force Three Coaster von Zierer und damit eine ziemlich beeindruckende Familienachterbahn. Nachdem wir den Lifthügel erklommen haben, geht es in einer steilen Kurve nach links hinunter. Nach dem Lifthügel geht es in einer langen Kurve am Bahnhof vorbei. Zurück auf dem Boden geht es dann in einer schnellen Linkskurve über Stock und Stein, bevor wir auf die Bremse treten und die Fahrt bald zu Ende ist.

Orca Encounter

Seit ein paar Jahren hat sich der Schwerpunkt der großen Orca-Shows bei SeaWorld mehr in Richtung Edutainment verschoben. Daher sind sie jetzt eher eine Gelegenheit, einen Orca in Aktion zu sehen, als reine Unterhaltung. Natürlich bespritzen dich die Orcas immer noch, wenn du in der Soak-Zone sitzt, aber das war’s dann auch schon mehr oder weniger. Das Orca Encounter ist dennoch ein lohnendes Erlebnis, solange du deine Erwartungen niedrig hältst.

Wild Arctic

Wild Arctic beherbergte früher einen Flugsimulator im alten Stil, der wie Antartica: Empire of the Penguins als Vorprogramm für das Tiergehege diente, das du gleich danach erleben konntest. Dieser Bereich beherbergt Belugawale und Walrosse und ist insgesamt sehr gut thematisiert und sehenswert.

Ice Breaker

Während die Achterbahn Ice Breaker noch im Bau war, wurden im Bayside Stadium keine Shows gezeigt. Die Premier Rides Achterbahn mit dem weltweit einzigen Vierfachstart bietet einen schönen Startabschnitt mit Double-Up-Elementen an beiden Enden. Der Zug fährt dann über einen Top Hat und in einen kurvenreichen, bodennahen Abschnitt, der eine Reihe von schnellen Übergängen, mehrere Airtime-Hügel und einen bemerkenswerten Turnaround bietet.

Bilder SeaWorld Orlando

Fazit SeaWorld Orlando

Auch wenn ich den Park nicht in vollem Umfang erleben konnte, hatte ich eine sehr gute Zeit in SeaWorld Orlando. Mit bald fünf weiteren Achterbahnen, die ich noch erleben kann, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich früher oder später wiederkommen werde.


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Batavia brennt – und ihr wollt dahin?

Vorwort

Tja, wer hätte gedacht, dass Batavia tatsächlich einmal abbrennen würde. Aber zwei Jahre nach der Katastrophe im Europa Park wollten wir uns die Neuauflage der Piratenfahrt in Batavia nicht entgehen lassen, wie auch einige andere Neuheiten der letzten drei Jahre.

Die Neuheiten im Europa Park

Voletarium

Den Anfang unserer kleinen Tour macht das Voletarium im Eingangsbereich des Freizeitparks. Das Fahrgeschäft ist das erste Projekt unter dem Deckmantel des Adventure Club of Europe, eines fiktiven Abenteurerclubs, der die Neuheiten der letzten Jahre innerhalb des Parks ein wenig miteinander verbindet und somit auch als Markenzeichen des Europa Parks fungieren soll. Ähnlich wie beim neuen Wasserpark Rulantica wird auch dieser durch verschiedene Romane ad absurdum geführt, was es schwer macht, dem Ganzen noch einmal zu folgen.

Wenn man sich jedoch auf das Wesentliche konzentriert, handelt es sich beim Voletarium um ein sogenanntes Flying Theater der Firma Brogent Technologies. Der Flugsimulator bietet einen atemberaubenden, aber sehr familienfreundlichen Flug durch Europa. Allerdings sind nicht alle Übergänge zwischen den einzelnen Szenen gelungen und logisch umgesetzt, so dass der Film im Vergleich zu den wirklich gelungenen Filmen der Fuji Airlines im japanischen Fuji-Q Highland oder des Sky Voyager in der australischen Dreamworld etwas schwächelt.

Dennoch wertet das Voletarium gerade durch seine Lage den vorderen Parkteil insgesamt auf. Das Fahrgeschäft ist insgesamt stimmig und eignet sich hervorragend für eine Fahrt zwischendurch.

Jim Knopf – Reise durch Lummerland

Ähnlich verhält es sich mit Jim Knopf – Reise durch Lummerland. In bester Europa Park-Manier hat man es sich nicht nehmen lassen, eine weitere – diesmal vor allem im deutschsprachigen Raum bekannte – Lizenz in den Park zu integrieren. Dazu wurde die Kinderlokomotive Old’99 umgebaut, die zuvor ein Zirkusthema hatte und nun in einem kleinen Pavillon der benachbarten Marionetten-Bootsfahrt ein neues Zuhause gefunden hat. Dementsprechend fährt man nun mit der Lokomotive Emma durch das aus Michael Endes Buch bekannte Lummerland, was besonders für kleinere Kinder ein tolles Erlebnis ist.

Snorri Touren

Ähnlich verhält es sich mit der beliebten Themenfahrt Snorri Touren, die mit dem Neubau des skandinavischen Themenbereichs in dessen Untergeschoss umgezogen ist. Hier führt Snorri – das Maskottchen des Wasserparks Rulantica – durch die sagenumwobene Wasserwelt vor den Toren Rusts. Durch die plastische Gestaltung und die größtenteils gelungene Medienintegration macht die Fahrt einiges richtig – lediglich die kurze Rutschsequenz, bei der der Wagen auf eine bewegliche Plattform fährt, erinnert durch ihre schwammige Grafik an frühe Playstation 2 Titel und trübt somit den eigentlich stimmigen Gesamteindruck ungemein.

Madame Freudenreich

Was man dem liebenswerten Snorri noch verzeihen mag, kann man Frau Freudenreich beim besten Willen nicht nachsehen – immerhin war das Universum der Energie einst die stimmigste Themenfahrt des gesamten Freizeitparks. Jetzt ist sie nicht einmal mehr ein Schatten ihrer selbst, sondern eine Attraktion, die man am besten meidet. Kleine Kinder könnten sich vielleicht noch an dem elsässischen Gugelhupf-Dinosaurier-Brei erfreuen, aber mir fällt niemand ein, der diesen Quark auch nur halbwegs vertragen könnte.

Eurosat CanCan Coaster

Gut, dass gleich darüber die Grüne Fee Einzug gehalten hat. Denn die Indoor-Achterbahn Eurosat CanCan Coaster entführt uns seit ihrem Umbau in einen Rausch der Sinne. Getrieben von Absinth und den vertrauten Klängen von In A Second Orbit erklimmen wir in altbekannter Manier den Trommellift, bevor der Galop infernal beginnt und wir uns in einer nagelneuen Achterbahn wiederfinden.

Wie beim CanCan schwingen wir durch die Kurven. Vorbei an großen Schwarzlichtkulissen rasen wir immer schneller über den Scheitelpunkt und werden zwischendurch auch ein wenig aus dem Sitz gehoben. Dass das Erlebnis absolut sanft ist, macht die Fahrt umso schöner.

Eurosat war schon immer eine gute Indoor-Achterbahn. Etwas ruppig in der Fahrt, aber sehr unterhaltsam. Der Eurosat CanCan Coaster hingegen ist eine der besten Achterbahnen Europas. Perfekt ausbalanciert, stimmungsvoll und mit einem tollen Showwert. Hier stimmt einfach alles.

Eurosat Coastiality

Wobei das eigentlich nur auf den CanCan Coaster zutrifft. Es gibt nämlich auch noch Eurosat Coastiality. Während der eine durch die Zusammenarbeit mit dem Varieté Moulin Rouge zu neuen Höhenflügen ansetzen konnte, setzt der andere auf ein VR-Erlebnis basierend auf Luc Bessons Valerian – Die Stadt der tausend Planeten.

Grundsätzlich finde ich VR-Achterbahnen lustig und der Europa Park hat mit dem Alpenexpress Enzian bereits gezeigt, was man aus einer Achterbahn noch alles herausholen kann. Trotz der veralteten Grafik war der erste Film eine Offenbarung sondergleichen. Danach folgten viele Parks dem VR-Trend und es schien kein Halten mehr zu geben. So schnell wie der Trend kam, so schnell ist er glücklicherweise auch wieder verschwunden und so ist es erstaunlich, dass der Europa Park als einziger Park weltweit diese Technologie weiter vorantreibt. Dank der Stand-Alone-Attraktion Yullbe im Resort findet dies jedoch nicht mehr aktiv im Park statt.

Eurosat Coastiality ist zumindest in der Theorie eine durchaus passable Upcharge-Attraktion, die dank eines separaten Bahnhofs die Kapazität der Achterbahn Eurosat CanCan Coaster kaum bis gar nicht beeinträchtigt, wodurch einer der Hauptkritikpunkte an VR-Achterbahnen entfällt. Allerdings ist die Fahrt aufgrund der veralteten Grafik anstrengend und wenig beeindruckend. Der Schauwert der Achterbahn geht dadurch völlig verloren, weshalb auch kein Anreiz für eine Wiederholungsfahrt besteht.

Piraten in Batavia

Grund genug für einen Ausflug bietet derweil die Themenfahrt Piraten in Batavia, die durch den Umbau eine Frischzellenkur sondergleichen erhalten hat. Was früher eine langatmige Rip-off-Variante von Disneys Pirates of the Caribbean war, ist jetzt dank einer durchgehenden Handlung rund um den Abenteurer Bartholomeus van Robbemond und seinen Otter Jopie deutlich eigenständiger unterwegs. Die Piratenfahrt in Batavia ist äußerst unterhaltsam und bietet insgesamt einen hohen Schauwert, weshalb man sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Bilder Europa Park

Schlusswort

Wie man sieht, hat sich der Europa Park in den letzten Jahren ziemlich verändert. Einige Projekte waren längst überfällig und bei der einen oder anderen Attraktion des Freizeitparks wünscht man sich diese tatsächlich noch. Auch wenn nicht jeder Umbau gelungen und nicht jede Lizenz ein Gewinn für den Park ist, so ist der Tatendrang der Familie Mack insgesamt positiv zu bewerten. Man versucht einfach einen Freizeitpark von Weltrang einer immer größer werdenden Besucherschar zu präsentieren, nur leider wird dabei oft vergessen, dass tolle Attraktionen keine zusätzliche Medienintegration brauchen.

 

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