Von wilden Zügen und Rittern

Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen

Der Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen ist ein kleiner Freizeitpark am Rande der Gemeinde Strasswalchen in der Nähe der Stadt Salzburg. Der im Jahr 1996 gegründete Park behandelt hauptsächlich das Thema Märchen, kann aber auch einige besondere Fahrgeschäfte vorweisen, beispielsweise die bei vielen Freizeitparkenthusiasten sehr beliebte Achterbahn Wild Train.

Betritt man den Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen wird man sogleich von einer Animatronik begrüßt. Im gleichen Raum befindet sich eine liebevoll gestaltete Ausstellung, welche die Geschichte von Schneewittchen mit Plüschfiguren nachstellt.

Schloß Drakula

Durch eine Tür gelang man in den Vorhof des Schloß Drakulas, eine der Hauptattraktionen des Parks, wo in regelmäßigen Abständen eine Führung stattfindet. Auf Grund der nicht vorhandenen Fülle innerhalb des Parks und den abwechselnden Öffnungszeiten der Fahrgeschäfte haben wir auf einem Besuch jedoch verzichten müssen.

Sindbads Abenteuerreise

Von hier aus kann man entweder direkt in den Westernbereich des Parks gehen oder die große Runde um den See in Angriff nehmen. Entlang einiger Kinderfahrgeschäfte, einer Oldtimerbahn, sowie einer Einschienentretbahn ohne Tretfunktion, innerhalb eines Märchenwaldes geht es in Richtung einen großzügig ausgelegten orientalischen Themenbereich. Hier befindet sich die Themenfahrt Sindbads Abenteuerreise, sowie ein 4D Kino. Trotz der angeschlagenen durchgängigen Öffnungszeit war weit und breit kein Mitarbeiter auffindbar, weshalb eine Fahrt in der Themenfahrt leider ausblieb.

Mami Wata

Folgt man weiterhin den Weg trifft man noch auf die Schiffschaukel Piratenschiff, sowie auf die Baustelle der Hafema Wildwasserbahn Mami Wata, der diesjährigen Neuheit des Freizeitparks. Auf einer gering gehaltenen Grundfläche wird einem demnächst eine Wildwasserbahn mit zwei Schussfahrten, wobei die Ausgangshöhe der größeren Abfahrt mittels Vertikallift erreicht wird, erwarten.

Knights Ride Tower

Entlang des schicken Westernbereichs des Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen führt der Weg geradewegs auf ein, von außen unscheinbar wirkendes, Gebäude zu. Innerhalb dessen befindet sich mit dem Knights Ride Tower ein kleiner Freifallturm der Firma abc Rides. Die Warteschlange dessen ist bereits wunderbar gestaltet und lässt die Erwartungen in die Höhe wachsen, so kennt man doch bereits vergleichbare Anlagen aus den Dungeons der Merlin Entertainments Group und Freizeitparks derselben Gruppe.

Seltsamer Weise muss man sich an dieser Anlage anschnallen, was in einem abgedunkelten Raum ohne Brille gar nicht so leicht war, ehe die Fahrt endlich beginnen kann. Nun fährt man Stück für Stück nach oben und macht jeweils an Ebenen mit unterschiedlichen Videoprojektionen und Animatroniks halt. In der ersten Etage sieht man dabei einen schlafenden Drachen sowie einen Ritter der durch die Höhle galoppiert, in der zweiten Etage ein Sagewesen vor einem Feuer ein Musikinstrument spielen, in der dritten Etage mehrere erwachte Drachen in Angriffslaune, und in der finalen Etage einen Kampf zwischen Reiter und Drache. Es folgt der freie Fall und eine im Boden eingelassene abgetrennte Hand wird beleuchtet.

Der Knights Ride Tower ist das was Thalon im Bayern Park gerne wäre, nämlich eine fahrenswerte Vertikalfahrt mit gut umgesetzter Hintergrundgeschichte. Zwar ist die Fahrt durch die vielen Zwischenstopps ein wenig langatmig geraten, dennoch verschenkt man hier zu keinem Zeitpunkt das Potential des entsprechenden Fahrgeschäftstypus, auch sind die einzelnen Szenenbilder und Projektionen von höchster Qualität. Der freie Fall selbst mag, wie auch bei den anderen abc Türmchen, sehr zu gefallen und zeigt wieder einmal, dass bei einem Freefalltower die Fallhöhe nicht das ausschlaggebende Argument ist.

Dino Adventure

In der hintersten Ecke des Parks befindet sich neben der Parkeisenbahn Dino Adventure, welche entlang mehrere prähistorischer Szenenbilder führt, ein Riesenrad, eine Wellenrutsche, noch ein Autoskooter und eine Rennbahn, die jedoch nicht im Eintrittspreis inkludiert sind.

Wild Train

Über besagter Rennbahn windet sich das Highlight des Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen, die Achterbahn Wild Train, welche nicht nur durch ihre Stützkonstruktion sehr exotisch daher kommt, sondern auch durch den russischen Hersteller Pax. Von außen gesehen scheint das Layout recht normal für eine solch kleine Anlage zu sein und auch scheint nur der Zug, auf Grund seiner Gestaltung, wirklich wild zu sein, doch wer die vorherrschenden Meinungen über die Anlage kennt der weiß schon, dass das zu erwartende doch deutlich wilder zu sein scheint als es  der Achterbahnname besagt.

Im Zug platzgenommen kann der wilde Ritt auch schon losgehen. Langsam aber sicher geht es den Reibradlift empor. Nach der ersten Steilkurve folgt ein erster kleiner Hügel, welcher die Insassen bereits jetzt abheben lässt. Es folgt eine Aufwärtshelix und direkt darauf, ohne Rücksicht auf jegliche Verluste, ein Drop mit immens ausgeprägter Ejector Airtime, ähnlich Piraten aus dem dänischen Freizeitpark Djurs Sommerland. Ein Camelback wiederholt eben erlebtes Wechselspiel aus Druck und Schwerelosigkeit. In einer Bayernkurve umrundet man nun ein kleines Schloss ehe es der wohl wahnsinnigsten Stelle im ganzen Layout zugeht. Voller Wucht wird man nun in den Bügel geschossen, nur um durch den fehlenden Bodenkontakt in der nächsten Kurve ordentlich durchgeschüttelt zu werden. Nach einem weiteren Hügel und einer weiteren Bayernkurve erreicht man die Station.

Der Wild Train ist eine wahnsinnige Achterbahn und auch eine der wenigen Achterbahn die etwas Bleibendes ihren Mitfahrern zurücklässt. Sei es nun der blaue Fleck an beiden Oberschenkeln oder die Erinnerung an eine wirklich unvergleichbar intensive Familienachterbahn. Gerne wären wir noch einige Runden gefahren, doch bei dem ersten Regentropfen schließt die Anlage leider sofort, für unsere Gesundheit war es aber vielleicht nicht das Schlechteste.

Bilder Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen

Fazit  Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen

Der Fantasiana Erlebnispark Strasswalchen ist ein kleiner sympathischer Familienpark, welcher sich durch stets wohl bedachte Investitionen von ähnlich kleinen Parks wohltuend absetzt.

 

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Hamburger Winterdom (2014)

Häslers Version von Disneylands längst verschwundenem Special Effects Dark Ride Alien Encounter ist einfach fantastisch. Der vom Schausteller selbst gebaute Show-Ride Encounter bietet großartige Spannung und hat nebenbei einen recht eigensinningen Humor. Die Spezialeffekte kommen alle auf den Punkt und lassen dich mit einem breiten Grinsen im Gesicht beim Verlassen der Fahrt zurück. Nicht so furchteinflößend ist hingegen der Double Jump Tagada des Schaustellers Petter, der einen ähnlichen Effekt auf seine Fahrgäste hat. Alles in allem war der Winterdom wirklich toll.

 


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Von Magnus Colossus und anderen Unfällen

Zweifelhafte Änderungen in Terra Mítica

Als im Jahr 2012 die in Benidorm ansässige Aqualandia-Mundomar Gruppe den Freizeitpark Terra Mitica von ihrer Übergangsgesellschaft befreite waren die Hoffnungen hoch um den eigentlich grundsoliden und eher minder besuchten Freizeitpark mit seiner von weiten sichtbaren Holzachterbahn Magnus Colossus mit neuem Leben zu befüllen. Ein Jahr später reduzierte man das Angebot des Parks auf ein Mindestmaß indem man einige Themenbereiche als nagelneuen Freizeitpark Iberia Park zusammenschloss. Diesen konnte man vorerst noch zum freien Eintritt besuchen und die Fahrgeschäfte via Token begleichen, jedoch änderte man diese Strategie zum darauffolgenden Jahr, so dass man neben Terra Mitica einen zweiten Vollpreisfreizeitpark bieten kann, zwar ohne Achterbahn, dafür aber mit größerer Spa-Landschaft als im Park nebenan.

Während der Freizeitpark von der Übergangsgesellschaft stets gut gepflegt wurde und, wie kaum ein anderer spanischer Freizeitpark, vor lauter neuem Lack nur so glänzte, so ist der Park nun ganz schön heruntergekommen und der Lack an vielen Stellen tatsächlich ab. Die Wartung an den Achterbahnen im Generellen lässt zu wünschen übrig, so ist eine Fahrt auf Magnus Colossus mit fehlender Seitenpolsterung der Knie ganz schön brachial, weshalb es für mich kein Wunder ist, dass der Bügel des Intamin ZacSpins Inferno, im Juli dieses Jahres, versagte.

Einen Hinweis darauf, dass besagte Achterbahn zurzeit nicht in Betrieb ist fehlt natürlich auf der Website des Parks, im Park selbst verdecken Bauzäune die Sicht auf die Station der Anlage. Nur von der Schlussbremse der höher gelegenen Holzachterbahn Magnus Colossus kann man die drei  Wagen in der Station sehen. Anzeichen jeglicher Arbeit rund um die Anlage fehlen natürlich.

Magnus Colossus

Während ich bei meinen letzten Besuch im Jahr 2011 nur den hintersten Wagen auf Magnus Colossus testen konnte, immerhin reichte eine Fahrt damals für den Rest der begleitenden Gruppe, und somit nur das merkwürdige Phänomen des stetigen und recht schmerzhaften Wechselspiels zwischen Bügel und Rückenlehne erfahren durfte, interessierte mich doch sehr das Fahrverhalten der anderen Wagen. Zugegebenermaßen war es auch der Grund für einen Zweitbesuch, denn eine endgültige Meinung zu dieser Holzachterbahn fehlte mir. Wie sich dann herausstellte ist eine Fahrt im letzten Wagen auch weiterhin nicht zu empfehlen, weiter vorne hingegen ersparte man sich zumindest das Pendeln, jedoch nicht das dauerhafte Anschlagen der Knie gegen die vorhanden bzw. nicht vorhandenen Seitenpolster. Bei einer Länge von über 1100m ist dieses bei weiten nicht angenehm und lässt selbst Lightwater Valleys Ultimate als butterweiche Anlage dastehen. Wer nun immer noch meint Bandit aus dem Movie Park Germany sei eine grottenschlechte, gar unfahrbare Holzachterbahn der sei herzlichst eingeladen seinen Urlaub inklusive Parkbesuch an der Costa Blanca zu erleben, für eventuell sadomasochistisch veranlagte Folgeschäden übernehme ich jedoch keine Haftung.

Abseits des allgemeinen Zerfalls der Fahrgeschäfte und den Wegfall mehrerer Themenbereiche gibt es eigentlich keine großen Änderungen. Im Allgemeinen ist der Freizeitpark Terra Mitica jedoch nur noch ein Schatten seiner selbst, so dass von einem Besuch abzuraten ist.

Bilder Terra Mítica

Schlusswort

Seit meinem Bericht im Jahr 2014 hat sich zum Glück wieder einiges geändert. Den Iberia Park gab es zum Glück nur bis ins Jahr 2016, danach war der Park wieder vollständig. Es war von Anfang an eine Schnapsidee, die bei niemanden so richtig zünden wollte und wohl auch sehr viele Besucher gekostet hat. Durch die Eröffnung des Grand Luxor Hotels, von dem man eine wunderbare Aussicht hinunter auf die Stadt Benidorm hat, entstand zudem ein Resort, so dass man die Hoffnung noch nicht aufgeben sollte und den Park tatsächlich doch noch einmal einen Besuch abstatten sollte.

 

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