Cedar Point



Freizeitpark:Cedar Point (seit 1870)
Adresse:1 Cedar Point Dr.
Sandusky, OH 44870
https://www.sixflags.com/cedarpoint
Betrieb:Six Flags


Cedar Point liegt auf einer Halbinsel im Lake Erie bei Sandusky, Ohio, und gehört zu den ältesten Freizeitparks der USA. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1870 zurück, als das Gelände zunächst als Ausflugsziel mit Badestrand erschlossen wurde. Über die Jahrzehnte entwickelte sich daraus einer der bekanntesten Freizeitparks des Landes, der insbesondere während der Coaster Wars der 1990er- und 2000er-Jahre immer wieder mit neuen Achterbahnen und spektakulären Rekorden für Aufsehen sorgte.

Entsprechend umfangreich fällt das Achterbahnangebot heute aus. Mit Magnum XL-200, Millennium Force und dem ehemaligen Top Thrill Dragster schrieb Cedar Point gleich mehrfach Achterbahngeschichte, während Maverick, Steel Vengeance, GateKeeper und Valravn für modernere Generationen stehen. Gleichzeitig drehen mit Blue Streak, Corkscrew, Gemini, Iron Dragon und Cedar Creek Mine Ride noch zahlreiche Klassiker ihre Runden und machen die Entwicklung der amerikanischen Achterbahn über mehrere Jahrzehnte hinweg erlebbar.

Doch Cedar Point besteht längst nicht nur aus Achterbahnen. Über den Park verteilt finden sich zahlreiche historische und klassische Fahrgeschäfte, darunter das ungewöhnliche Cedar Downs Racing Derby, während die Lage direkt am Lake Erie immer wieder beeindruckende Ausblicke bietet. Zusammen mit Bereichen wie dem Boardwalk und Frontier Town entsteht so eine ungewöhnliche Mischung aus modernem Großpark und amerikanischer Freizeitparkgeschichte – und ein Ort, an dem der berühmte Beiname „America’s Roller Coast“ nach wie vor ziemlich gut passt.

 

Berichte

Amerikas Achterbahnküste



 
 
 

Highlights des Freizeitparks

 




 

Blue Streak

Eine klassische Holzachterbahn

 


 

Cedar Downs Racing Derby

Das sehr schnelle Pferdekarussell

 


 

Corkscrew

Eine der ersten Looping-Achterbahnen

 


 

GateKeeper

Der große Wing Coaster

 


 

Gemini

Ein spaßiges Rennen

 


 

Iron Dragon

Eine tolle Familienachterbahn

 



 

Magnum XL-200

Eine Fahrspaßgranate

 


 

Maverick

Der intensive Launch Coaster

 


 

Millennium Force

Der erste Giga Coaster

 



 

Raptor

Ein toller Inverter

 


 

Rougarou

Ein sehr kraftvoller Ritt

 


 

Steel Vengeance

Rache mit Überschlag

 



 

Top Thrill 2

Die sehr hohe Achterbahn mit dem Dreifachabschuss

 


 

Valravn

Ein schöner Dive Coaster

 


 

Wild Mouse

Die Maus mit Drehwurmgarantie

 


 
 

Ehemalige Highlights des Freizeitparks

 





 

Snake River Falls

Der Shoot the chute

 



Amerikas Achterbahnküste

Cedar Point

Cedar Point gehört zu den ältesten noch bestehenden Freizeitparks der Welt. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1870 zurück, als die Halbinsel am Ufer des Lake Erie zunächst vor allem als Ausflugsziel mit Badestrand erschlossen wurde. Nach und nach kamen Hotels, Restaurants und erste Fahrgeschäfte hinzu, und aus dem ursprünglichen Ausflugsort entwickelte sich über die Jahrzehnte einer der bekanntesten Freizeitparks der USA.

Besonders prägend war dabei die Zeit der sogenannten Coaster Wars. In den 1990er- und 2000er-Jahren überboten sich die großen amerikanischen Freizeitparks regelrecht mit neuen Achterbahnen und immer neuen Rekorden. Cedar Point mischte dabei kräftig mit und lieferte sich vor allem mit Six Flags Magic Mountain einen Wettstreit um die größte Anzahl an Achterbahnen. Gleichzeitig ging es immer höher: Mit Millennium Force überschritt Cedar Point im Jahr 2000 erstmals die Marke von 90 Metern, drei Jahre später folgte mit Top Thrill Dragster bereits der Sprung über 120 Meter. Six Flags Great Adventure antwortete schließlich mit Kingda Ka und setzte den Höhenrekord noch einmal ein Stück nach oben. Für Achterbahnfans waren das herrliche Zeiten, denn gefühlt konnte jederzeit irgendwo die nächste noch größere Anlage angekündigt werden.

Doch Cedar Points Bedeutung für die Achterbahnwelt begann schon deutlich früher. Corkscrew sorgte 1976 mit ihren drei Inversionen für Aufsehen und Magnum XL-200 überschritt 1989 als erste Achterbahn die Marke von 60 Metern. Später folgten neben den großen Rekordbahnen auch Anlagen wie Maverick und Steel Vengeance. Gleichzeitig haben sich zahlreiche ältere Achterbahnen und klassische Fahrgeschäfte erhalten. So lässt sich bei einem Rundgang durch Cedar Point heute beinahe die Entwicklung der amerikanischen Achterbahn über mehrere Jahrzehnte verfolgen.

Unseren Rundgang beginnen wir auf dem Main Midway. Gleich hinter dem Eingang steht mit dem Midway Carousel einer der historischen Klassiker des Parks, während sich nicht weit davon entfernt die Schiffschaukel Ocean Motion in die Höhe schwingt.

Wir biegen jedoch erst einmal nach rechts ab, denn hier wartet mit GateKeeper bereits die erste große Achterbahn des Tages. Der B&M Wing Coaster verläuft unmittelbar entlang des Haupteingangs und schießt dabei sogar durch die beiden Türme des Eingangsportals.

GateKeeper

GateKeeper eröffnete 2013 und gehört mit seinem rund 50 Meter hohen Lifthill zu den größeren Wing Coastern von B&M. Oben angekommen werden wir zunächst langsam auf den Kopf gedreht, bevor es im für diesen Achterbahntyp charakteristischen Dive Drop hinunter in Richtung Boden geht.

Mit ordentlich Schwung geht es anschließend durch den Immelmann und über einen großen Camelback, bevor uns ein gewaltiger Korkenzieher ein weiteres Mal auf den Kopf stellt. Danach führt die Strecke zurück zum Haupteingang, wo wir in einer Zero-G Roll zwischen den beiden Türmen hindurchschießen. Es folgt ein Dive Loop, bevor uns eine langgezogene Rolle ein weiteres Mal langsam um die eigene Achse dreht.

Nach der Blockbremse geht es über einen weiteren Drop hinunter und in eine Helix, die uns schließlich zurück zur Station führt. GateKeeper hat mir richtig gut gefallen. Die großen Fahrfiguren werden wunderbar elegant durchfahren und machen gerade durch ihre Dimensionen ordentlich Eindruck. Dazu kommen die tollen Fahreigenschaften. Eine wirklich schöne Bahn.

maXair

Zurück auf dem Main Midway stehen wir direkt vor maXair, einer Giant Frisbee von HUSS. Die riesige Schaukel befördert ihre Fahrgäste während der Fahrt immer weiter in die Höhe, während sich die große Gondelscheibe kontinuierlich dreht. An den Umkehrpunkten gibt es dabei ordentlich Airtime, bevor es mit Schwung wieder durch das Tal geht. Macht Spaß.

The Boardwalk

Von maXair aus folgen wir dem Midway weiter in Richtung See und erreichen kurz darauf den Boardwalk. Hier wartet neben der Wild Mouse eine ganze Reihe klassischer Fahrgeschäfte auf uns.

Mit Troika steht hier zunächst ein alter Bekannter aus dem Hause HUSS. Während sich die drei Gondelkreuze drehen, wird die gesamte Konstruktion zunehmend schräg gestellt und die Gondeln folgen dabei ihrer typischen wellenförmigen Trajektorie. Eine angenehm flotte Fahrt.

Direkt am Lake Erie dreht das Giant Wheel seine Runden. Bei einem Riesenrad ist die Fahrt selbst natürlich eher Nebensache, dafür bietet sich von oben ein toller Blick über den Park und den See.

Besonders interessant sind für mich Calypso und Matterhorn. Beide Anlagen stammen von Mack Rides und haben bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Im Laufe ihrer langen Zeit in Cedar Point wechselten beide sogar mehrfach ihren Standort innerhalb des Parks. Beim Calypso drehen sich die einzelnen Gondelgruppen zusätzlich zur großen Plattform, während das Matterhorn seine Gondeln mit ordentlich Tempo über die typische wellenförmige Bahn schickt. Schön, dass beide Klassiker bis heute ihre Runden in Cedar Point drehen.

Mit dem Atomic Scrambler wartet schließlich noch ein weiterer Klassiker aus amerikanischer Produktion. Die gegenläufigen Drehbewegungen drücken uns dabei immer wieder ordentlich zur Seite – ein einfaches Fahrprinzip, das auch nach all den Jahren noch wunderbar funktioniert.

Wild Mouse

Mit Wild Mouse wartet nun die nächste Achterbahn auf uns. Die 2023 eröffnete Anlage von Zamperla interpretiert das klassische Prinzip einer Wilden Maus auf moderne Weise und kombiniert die kompakte Streckenführung mit frei drehenden Gondeln.

Nach dem Lifthill starten wir zunächst mit einer wunderbar kurvigen Abfahrt in die Fahrt. Erst nach einer Blockbremse folgen zwei der für eine Wilde Maus typischen Haarnadelkurven, bevor wir uns schwungvoll in eine Steilkurve werfen. Anschließend wechseln wir gleich zweimal die Richtung. Die beiden Elemente erinnern ein wenig an die Immelmann Turns der Spinning Coaster von Maurer, fallen hier allerdings deutlich zahmer aus und lassen sich wohl am ehesten als leicht aufgestellte Haarnadelkurven beschreiben. Zwei weitere Halbhelix-Kombinationen führen uns in den hinteren Teil der Anlage, wo uns zwei Kurven und ein kleiner Dip schließlich geschmeidig in die Schlussbremse bringen.

Besonders positiv überrascht haben mich dabei die Fahreigenschaften. So geschmeidig hatte sich bis dahin keine Achterbahn von Zamperla gefahren. Zusammen mit den Drehgondeln und dem schön kurvigen Layout macht Wild Mouse richtig Spaß. Nur das Ende kommt dann doch etwas schneller als gedacht – ein bisschen länger hätte die Fahrt gerne sein dürfen.

WindSeeker

Direkt am Ufer des Lake Erie wartet mit WindSeeker ein alter Bekannter aus dem Hause Mondial. Die rund 90 Meter hohe Anlage schraubt sich langsam in die Höhe, während die Gondeln immer weiter nach außen schwingen. Oben angekommen drehen wir in luftiger Höhe unsere Runden und genießen dabei einen tollen Blick über Cedar Point und den weitläufigen Lake Erie.

Wie schon bei den anderen Anlagen dieses Typs sorgt die Kombination aus Höhe, Fahrtwind und den frei schwingenden Sitzen auch hier wieder für eine wirklich gute Fahrt, bei der ich immer wieder gerne einsteige.

Kiddy Kingdom und Planet Snoopy

Auf unserem Weg zurück in Richtung Parkmitte passieren wir mit Kiddy Kingdom und Planet Snoopy gleich zwei der Kinderbereiche von Cedar Point. Beide bieten eine ganze Reihe kleinerer Fahrgeschäfte für die jüngsten Besucher, wobei in Planet Snoopy natürlich die bekannten Peanuts-Charaktere das Geschehen bestimmen. Allzu lange halten wir uns hier jedoch nicht auf und setzen unseren Weg in Richtung Iron Dragon fort.

Iron Dragon

Mit Iron Dragon wartet nun ein echter Cedar-Point-Klassiker auf uns. Der Suspended Coaster von Arrow Dynamics eröffnete bereits 1987. Bei diesem Achterbahntyp hängen die einzelnen Wagen beweglich unterhalb der Schiene und können in den Kurven frei zur Seite ausschwingen.

Der erste Teil der Fahrt lässt es dabei noch eher ruhig angehen. Nach einem geradlinigen Drop folgen eine Links- und eine Rechtskurve, bevor eine längere Gerade leicht nach links und rechts abknickt. Über eine weitere Rechtskurve geht es anschließend in eine abwärts führende Helix, bei der wir ziemlich nah an Top Thrill 2 vorbeifliegen. Danach folgen die Zwischenbremse und der zweite Lifthill.

Ab hier wird Iron Dragon deutlich flotter. Der Zug nimmt ordentlich Tempo auf und die nun schnell aufeinanderfolgenden Kurvenwechsel bringen die Wagen kräftig ins Schwingen. Besonders schön ist das Finale mit seiner fast brezelförmigen Kurvenkombination, durch die wir hin und her schwingen, bevor es schließlich in die Schlussbremse geht. Und selbst dort pendeln die Wagen noch ein wenig weiter.

Iron Dragon ist einfach eine richtig gute Familienachterbahn und für mich auch ein toller Vertreter der alten Suspended Coaster. Vor allem der zweite Teil zeigt schön, wie viel Spaß dieses eigentlich recht einfache Prinzip machen kann.

Rougarou

Nur ein kurzes Stück weiter treffen wir mit Rougarou auf einen weiteren B&M-Coaster, der allerdings schon deutlich länger in Cedar Point steht, als sein heutiger Name vermuten lässt. Eröffnet wurde die Bahn 1996 als Mantis und war damals noch ein Stand-Up Coaster, bei dem die Fahrt stehend absolviert wurde. Erst zur Saison 2015 erhielt die Bahn neue Floorless-Züge und wurde unter dem Namen Rougarou wiedereröffnet.

Nach dem Lifthill folgt zunächst ein kleiner Dip und eine schöne Kurve in luftiger Höhe, ehe wir uns in den eigentlichen First Drop stürzen. Das folgende Tal zieht bereits kräftig, im direkt anschließenden Looping legen die Kräfte dann noch einmal ordentlich zu. Nach einem kurzen Knick nach links geht es in einen richtig schönen Dive Loop und anschließend durch eine etwas eigenwillige Wendekurve.

Danach folgt mit dem Inclined Loop eines der eher seltenen Elemente der Bahn. Im Grunde handelt es sich dabei um einen schräggestellten Looping, der sich entsprechend etwas anders fährt als sein klassischer Verwandter. Ein kleiner Bunny Hop mit Richtungswechsel und eine aufwärts führende Helix bringen uns anschließend in die Blockbremse.

Nach einem weiteren Drop geht es durch einen Korkenzieher und hinein in den ziemlich verschlungenen letzten Teil der Strecke. Eine Helix, ein schneller Richtungswechsel und eine weitere bodennahe Helix bilden dabei gemeinsam eine Art Acht. Ein paar letzte Kurven später landen wir schließlich in der Schlussbremse.

Rougarou gefällt mir vor allem in der ersten Hälfte richtig gut. Der Looping ist schön kräftig, der Dive Loop macht richtig Spaß und mit dem Inclined Loop ist auch noch ein Element dabei, das man nicht an jeder Ecke findet. Danach wird die Strecke deutlich kompakter und wuselt sich noch eine ganze Weile durch das Gelände. Insgesamt eine richtig schöne Fahrt.

Millennium Force

Mit Millennium Force erreichen wir nun eine der Achterbahnen, die maßgeblich für die Coaster Wars dieser Zeit verantwortlich waren. Als die Intamin-Bahn im Jahr 2000 eröffnete, durchbrach sie erstmals die Marke von 90 Metern und begründete damit praktisch die Kategorie der Giga Coaster.

Der schnelle Kabellift bringt uns zügig auf über 90 Meter Höhe, bevor es in den richtig tollen First Drop geht. Trotz der gewaltigen Höhe durchfahren wir das anschließende Tal mit ordentlich Tempo und erstaunlich ruhig. Von Vibrationen ist dabei kaum etwas zu spüren. Anschließend geht es hinauf in eine hohe Wendekurve mit schöner Querneigung und direkt weiter durch eine riesige bodennahe Linkskurve.

Danach wartet der erste große Camelback, der uns eine schöne Portion Airtime beschert. Mit ordentlich Tempo geht es durch eine sehr lange Rechtskurve und anschließend hinauf in eine weitere Wende mit wunderbar ausgeprägter Querneigung. Zurück in Bodennähe folgt eine schnelle Rechtskurve, bevor uns der zweite, etwas kleinere Camelback parallel zum ersten noch einmal schöne Airtime liefert.

Eine Linkskurve führt uns anschließend auf einen kleineren Hügel direkt an der Station vorbei. Danach folgen noch eine weitere Linkskurve, eine Gerade und die finale Wende, bevor wir in der Schlussbremse landen.

Millennium Force hat mir richtig gut gefallen. Trotz ihrer gewaltigen Dimensionen fährt sich die Bahn wunderbar geschmeidig und vermittelt durch die großen, weitläufigen Fahrfiguren ein tolles Gefühl für ihre hohe Geschwindigkeit. Dazu kommt immer wieder schöne Airtime. Eine richtig tolle Bahn.

Frontier Trail und FrontierTown

Von Millennium Force aus machen wir uns nun auf den längeren Weg über den Frontier Trail nach FrontierTown. Unterwegs taucht auf der linken Seite der Zugang zu Thunder Canyon auf. Der Rapids Ride von Intamin war während meines Besuchs allerdings leider bereits geschlossen.

In FrontierTown angekommen, wartet mit Snake River Falls dann die große Wasserbahn dieses Bereichs auf uns.

Snake River Falls

Snake River Falls eröffnete 1993 und ist ein klassischer Shoot the Chutes von Arrow Dynamics. Bei meinem Besuch 2024 befand sich die Anlage bereits in ihrer letzten Saison, bevor sie nach mehr als 30 Jahren Betrieb geschlossen wurde.

Nach dem Lifthill geht es zunächst durch eine lange Wende. Anders als bei vielen vergleichbaren Anlagen schwimmt das Boot hier tatsächlich durch einen ordentlich mit Wasser gefüllten Kanal, bevor wir die große Abfahrt erreichen. Dabei rauschen wir mitten durch die Struktur des Lifthills hindurch. Etwas eigenartig fühlt sich lediglich die Bremsung während der Abfahrt an. Unten angekommen folgt dafür ein gewaltiger Splash, bei dem man eine ordentliche Ladung Wasser abbekommt.

Insgesamt hat mir Snake River Falls richtig gut gefallen. Die Fahrt ist herrlich simpel, macht mit der großen Abfahrt und dem gewaltigen Splash aber richtig Spaß. Schade, dass Arrow nur so wenige Anlagen dieses Typs gebaut hat – und umso mehr, dass Snake River Falls inzwischen Geschichte ist.

Skyhawk

Direkt neben Snake River Falls wartet mit Skyhawk ein Screamin’ Swing von S&S. Die druckluftbetriebene Schaukel befördert uns mit ordentlich Schwung immer höher und sorgt dabei vor allem an den Umkehrpunkten für jede Menge Airtime. Eine tolle Fahrt.

Cedar Creek Mine Ride

Nur ein Stück weiter wartet mit Cedar Creek Mine Ride eine der älteren Achterbahnen von Cedar Point. Der Mine Train von Arrow eröffnete bereits 1969 und verläuft zu großen Teilen über einen See, was der ohnehin schon schön gelegenen Bahn eine ganz eigene Atmosphäre gibt.

Nach dem ersten Lifthill geht es zunächst über eine Gerade und anschließend in eine etwas eigenwillige Helix, in der es ständig auf und ab geht. Eine Kurve führt uns danach hinunter auf eine längere Gerade direkt über dem Wasser. Am anderen Ufer angekommen drehen wir eine weitere Helix, bevor uns der zweite Lifthill wieder nach oben befördert.

Dort lässt es Cedar Creek Mine Ride zunächst wieder etwas ruhiger angehen. Durch eine Linkskurve geht es gemächlich weiter, bevor wir in einer Rechtskurve abwärtsfahren. Es folgt eine Gerade, die wir mit deutlicher Schräglage durchfahren, ehe es in die nächste Rechtskurve geht. Nach einer längeren Geraden wartet schließlich noch die große 540-Grad-Helix, die uns direkt in die Schlussbremse entlässt.

Cedar Creek Mine Ride ist sicherlich keine wilde Achterbahn, macht mit ihrer etwas eigenwilligen Streckenführung und der schönen Lage über dem Wasser aber durchaus Spaß. Ein schöner alter Mine Train älterer Bauart.

Maverick

Weiter durch FrontierTown führt uns der Weg schließlich zu Maverick – und damit zu einer der besten Achterbahnen überhaupt. Die 2007 eröffnete Intamin-Bahn braucht dafür keine gewaltigen Dimensionen, sondern überzeugt mit einem wunderbar kompakten Layout, schnellen Richtungswechseln und ordentlich Airtime.

Recht zügig werden wir per LSM über den Lifthill geschoben und stürzen sogleich den übersteilen First Drop hinunter. Bodennah geht es durch eine enge Rechtskurve und direkt in eine schnelle Abfolge von Richtungswechseln. Ein Airtimehügel und eine weitere Rechtskurve später durchfahren wir bereits die beiden Inversionen.

Nach einer weiteren Rechtskurve verschwindet der Zug im Tunnel und kommt dort beinahe zum Stehen. Im Dunkeln folgt ein überaus kräftiger Launch, ehe wir den Tunnel in einer Linkskurve wieder verlassen. Über einen Hügel geht es hinunter ans Wasser und mit ordentlich Tempo durch einige ziemlich aggressive Richtungswechsel. Ein letzter kräftiger Airtimehügel entlässt uns schließlich in die finale Kurve und hinauf in die Schlussbremse.

Maverick ist einfach eine fantastische Achterbahn. Das hohe Tempo, die schnellen Richtungswechsel und die kräftige Airtime ergeben eine herrlich wilde Fahrt, bei der praktisch keine Ruhe aufkommt. Für mich völlig zu Recht eine der besten Achterbahnen überhaupt.

Steel Vengeance

Nicht weit von Maverick entfernt steht mit Steel Vengeance bereits das nächste große Highlight. Ursprünglich drehte hier seit 1991 die Holzachterbahn Mean Streak ihre Runden. Mit rund 49 Metern Höhe und mehr als 1,6 Kilometern Strecke war die Bahn damals ein echtes Schwergewicht und bei ihrer Eröffnung sogar die höchste und schnellste Holzachterbahn der Welt.

Über die Jahre wurden die Fahreigenschaften jedoch zunehmend ruppiger und 2016 war schließlich Schluss. Die riesige Holzkonstruktion blieb allerdings stehen und wurde von RMC für Steel Vengeance weiterverwendet. Zwei Jahre später eröffnete die neue Bahn und nutzt seitdem das alte Holzgebälk für ein ziemlich wildes und über 1,7 Kilometer langes Layout.

Los geht es mit einer Rechtskurve und einigen kleinen Wellen dicht über dem Boden, bevor wir den Lifthill erreichen. Oben angekommen stürzen wir uns den großen First Drop hinunter, fliegen über einen Speedbump und gleich darauf über einen riesigen Hügel. Durch das nächste Tal geht es wieder weit nach oben, wobei uns der Hügel leicht zur Seite wegdreht. Ein Double Up bringt uns anschließend auf Höhe der ersten Inversion.

Nach der Rolle tauchen wir unter dem Lifthill hindurch und stürzen uns nach einer weiteren Welle in den Zero-G Stall. Es folgen ein Double Down, ein weiterer Hügel und eine Senke in luftiger Höhe, bevor wir die Blockbremse erreichen.

Ein weiterer Drop eröffnet die zweite Hälfte der Fahrt, in der uns zunächst eine ganze Reihe herrlicher Airtimehügel erwartet. Nach einigen schnellen Auf- und Abfahrten geht es schließlich mitten hinein in das alte Holzgebälk. Hier wird die Strecke immer verschachtelter und schießt kreuz und quer zwischen den Stützen hindurch. Eine weitere Rolle stellt uns erneut auf den Kopf, bevor weitere Airtimehügel und eine letzte bodennahe Rolle durch die Konstruktion folgen.

Und selbst danach ist noch nicht Schluss. Zum Finale feuert Steel Vengeance mehrere kleine Airtimehügel in schneller Folge ab, die noch einmal ziemlich brachial zur Sache gehen, bevor wir schließlich in der Schlussbremse landen.

Steel Vengeance ist ohne Frage eine richtig gute Achterbahn. Die Fahrt ist lang, abwechslungsreich und bietet Airtime ohne Ende. Den Ruf als einen der besten RMCs überhaupt kann ich allerdings nur bedingt nachvollziehen. Gerade die kleinen Airtimehügel gehen mir stellenweise etwas zu brachial zur Sache. Eine tolle Bahn – aber für mich nicht die Überachterbahn, zu der sie gerne gemacht wird.

Gemini Midway

Von FrontierTown führt uns der Rundgang nun auf den Gemini Midway. Der Bereich wird natürlich von der gewaltigen Holzkonstruktion seines Namensgebers geprägt, beherbergt daneben aber auch einige weitere Fahrgeschäfte.

Gemini

Mit Gemini steht hier eine der großen klassischen Achterbahnen von Cedar Point. Die 1978 eröffnete Anlage von Arrow sieht mit ihrer gewaltigen Holzkonstruktion zunächst wie eine klassische Holzachterbahn aus, tatsächlich fahren die Züge jedoch auf Stahlschienen.

Nach dem Lifthill stürzen sich beide Züge über den großen First Drop und steigen anschließend in eine weitläufige Wende in luftiger Höhe auf. Es folgt ein weiterer Drop, ein Camelback und der Aufstieg in die nächste lange Wendekurve. Parallel zum Lifthill geht es danach über einen Drop und einen weiteren Hügel hinauf in die Blockbremse.

Eine Linkskurve führt uns anschließend parallel zur ersten Wendekurve. Danach folgen noch einmal ein Drop und mehrere Hügel, bevor die Züge nach einer Trimbremse bereits deutlich schräg gestellt werden. Zum Finale trennen sich die beiden Fahrspuren: Während der eine Zug seine Helix nach links fährt, dreht der andere nach rechts, bevor beide Seiten wieder in Richtung Station führen.

Der besondere Reiz von Gemini liegt natürlich im Rennen der beiden Fahrspuren gegeneinander. Über weite Teile der Strecke fahren die Züge direkt nebeneinander, mal zieht die eine Seite etwas davon, mal die andere. Das sorgt ganz automatisch für gute Stimmung zwischen den beiden Zügen und macht die Fahrt jedes Mal aufs Neue richtig spaßig. Und wenn die eigene Seite am Ende verliert, fährt man eben so lange noch einmal, bis man auch einmal gewonnen hat.

Lake Erie Eagles, Monster und Pipe Scream

Neben Gemini bietet der Midway noch einige weitere Fahrgeschäfte. Bei den Lake Erie Eagles kann man über die großen Segel an den Gondeln selbst Einfluss auf die Fahrt nehmen. Mit etwas Geschick lassen sich die Gondeln dabei ordentlich aufschaukeln, was die Fahrt deutlich interessanter macht.

Nicht fehlen darf natürlich Monster, ein klassisches Fahrgeschäft von Eyerly. Durch etwas Schwerpunktverlagerung lassen sich die einzelnen Gondeln wunderbar ins Drehen bringen, wodurch man selbst einigen Einfluss darauf hat, wie wild die Fahrt am Ende ausfällt.

Etwas ungewöhnlicher ist Pipe Scream, ein Skater Coaster von Zamperla. Die große Gondel erinnert an ein überdimensionales Skateboard und fährt auf einer langen, wellenförmigen Strecke vor und zurück. Gleichzeitig kann sie sich frei drehen, wodurch sich die Fahrtrichtung ständig verändert. Gerade bei den Auf- und Abfahrten kommt dabei immer wieder nette Airtime auf. Eine durchaus spaßige Fahrt.

Camp Snoopy

Bevor es weitergeht, machen wir noch einen kurzen Abstecher ins Camp Snoopy. Zwischen den zahlreichen Kinderfahrgeschäften verstecken sich hier auch zwei kleine Achterbahnen, von denen vor allem eine historisch durchaus interessant ist.

Wilderness Run

Wilderness Run eröffnete bereits 1979 unter dem Namen Jr. Gemini und ist tatsächlich die erste Achterbahn aus dem Hause Intamin. Die kleine Familienachterbahn selbst ist mit ihren wenigen Abfahrten und Kurven natürlich recht überschaubar, markiert aber den Anfang einer mittlerweile ziemlich beeindruckenden Achterbahngeschichte.

Woodstock Express

Mit Woodstock Express steht nur wenig weiter eine Familienachterbahn von Vekoma im bekannten Roller-Skater-Design. Die kompakte Strecke bietet einige sanfte Abfahrten und weitläufige Kurven und passt damit bestens in den Kinderbereich.

Danach verlassen wir Camp Snoopy wieder. Und der Größensprung zur nächsten Achterbahn könnte kaum größer sein: Magnum XL-200.

Magnum XL-200

Mit Magnum XL-200 kommen wir nun zu einer der historisch bedeutendsten Achterbahnen von Cedar Point. Als die von Arrow Dynamics gebaute Bahn 1989 eröffnete, überschritt erstmals eine Achterbahn die Marke von 60 Metern. Damit war der Hyper Coaster geboren – und zugleich eine Entwicklung angestoßen, die den Achterbahnbau in den folgenden Jahren nachhaltig prägen sollte.

Und trotz ihres Alters ist Magnum alles andere als nur eine historische Pflichtfahrt. Im Gegenteil: Die Bahn ist eine echte Fahrspaßgranate.

Nach dem großen First Drop geht es direkt über einen gewaltigen Hügel mitten durch den Wasserpark, der bereits für leichte Airtime sorgt. Anschließend knickt die Strecke nach links weg und führt uns hinunter in einen Tunnel, bevor wir den nächsten großen Hügel erklimmen. Auch hier werden wir wieder schön aus dem Sitz gehoben, bevor wir das ziemlich eigenwillige Wendemanöver erreichen. Dieses erinnert ein wenig an eine Walfischflosse, wobei man bereits vor der eigentlichen Kurve ungewöhnlich schräg gestellt wird.

Danach zeigt Magnum, was die Bahn so besonders macht. Im nächsten Tunnel wartet bereits ein kleiner Hügel mit geradezu brachialer Airtime. Es folgen weitere Airtimehügel, ein Knick und schließlich eine ganze Serie davon auf dem Weg zurück durch den Wasserpark. Ein letzter Hügel samt Tunnel bringt uns schließlich in die Schlussbremse, von wo aus es zurück zur Station geht.

Gerade die zweite Hälfte macht Magnum XL-200 zu einer unglaublichen Spaßmaschine. Die Airtime ist teilweise herrlich kompromisslos und die etwas eigenwillige Arrow-Streckenführung trägt ihren Teil dazu bei. Die Bahn mag inzwischen einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben, macht aber einfach unglaublich viel Spaß.

Top Thrill 2

Nur wenig weiter steht mit Top Thrill 2 eine der zumindest optisch auffälligsten Achterbahnen von Cedar Point. Während meines Besuchs 2024 war die Anlage leider bereits wieder geschlossen, sodass eine Fahrt mit der neuen Version ausblieb.

Ursprünglich eröffnete die Bahn 2003 als Top Thrill Dragster und gehörte zu den großen Ausrufezeichen der damaligen Coaster Wars. Der Intamin Accelerator Coaster beschleunigte seine Züge innerhalb weniger Sekunden auf rund 190 km/h und schickte sie über den mehr als 120 Meter hohen Top Hat. Eine kurze, aber brachiale Fahrt, die damals als erste Achterbahn überhaupt die 120-Meter-Marke durchbrach.

Nach einem schweren Unfall im Jahr 2021, bei dem sich ein Metallteil von einem Zug löste und eine Besucherin in der Warteschlange schwer verletzte, wurde Top Thrill Dragster dauerhaft geschlossen. Statt die Anlage in ihrer ursprünglichen Form wiederzueröffnen, entschied sich Cedar Point schließlich für einen umfangreichen Umbau.

Für den Umbau holte Cedar Point Zamperla ins Boot. Das ursprüngliche hydraulische Launchsystem von Intamin wurde vollständig entfernt und durch LSM-Antriebe ersetzt. Da diese nicht annähernd die Beschleunigung des alten Hydrauliklaunchs erreichen, reicht ein einzelner Abschuss nicht mehr aus, um den über 120 Meter hohen Top Hat zu überwinden.

Stattdessen wird der Zug zunächst vorwärts beschleunigt, rollt den Top Hat nur teilweise hinauf und anschließend rückwärts in einen neu errichteten, rund 128 Meter hohen Spike. Von dort geht es wieder vorwärts und mit einer weiteren Beschleunigung schließlich über den Top Hat. Aus dem kurzen und brachialen Top Thrill Dragster wurde damit eine deutlich längere Achterbahn mit völlig anderem Fahrablauf.

Und genau diesem Umbau stehe ich eher kritisch gegenüber. Top Thrill 2 war schließlich die erste wirklich große Achterbahn von Zamperla, einem Hersteller, den man bis dahin vor allem für Fahrgeschäfte und kleinere Achterbahnen kannte. Dass ausgerechnet ein solches Prestigeprojekt zum Einstieg in diese Größenordnung gewählt wurde, fand ich von Anfang an durchaus gewagt.

Die erste Saison bestätigte meine Skepsis zumindest teilweise. Bereits wenige Tage nach der Eröffnung musste Top Thrill 2 wieder geschlossen werden, wobei vor allem Probleme mit den neu entwickelten Zügen und deren Zusammenspiel mit der Strecke eine Rolle spielten. Während meines Besuchs stand die Anlage deshalb weiterhin still.

Für mich bleibt zudem der deutlich zahmere LSM-Launch ein Rückschritt gegenüber dem alten Top Thrill Dragster. Gerade bei einer Anlage mit einer solchen Vorgeschichte hätte ich es lieber gesehen, wenn Cedar Point erneut mit Intamin gearbeitet hätte. Trotzdem hätte ich Top Thrill 2 natürlich sehr gerne selbst getestet – vielleicht hätte mich die Fahrt am Ende ja doch überzeugen können.

Corkscrew

Nur wenig weiter wartet mit Corkscrew ein echtes Stück Achterbahngeschichte. Die Arrow-Bahn eröffnete am 15. Mai 1976 und damit gerade einmal eine Woche nach Revolution in Six Flags Magic Mountain, der ersten modernen Achterbahn mit einem vertikalen Looping. Corkscrew setzte aber direkt noch einen drauf und war mit Looping und den beiden namensgebenden Korkenziehern die erste Achterbahn der Welt mit drei Inversionen.

Nach dem Lifthill geht es zunächst den First Drop hinunter und über einen überraschend spaßigen Camelback, der für nette Airtime sorgt. Anschließend geht es mit ordentlich Druck durch den Looping, bevor uns die Strecke in Richtung der beiden Korkenzieher führt. Diese verlaufen direkt über dem Midway und sorgen damit auch abseits der Fahrt für ein schönes Bild.

Die Fahreigenschaften sind für eine Arrow-Bahn dieses Alters vollkommen in Ordnung. Zusammen mit dem spaßigen Camelback, dem druckreichen Looping und natürlich ihrer historischen Bedeutung ist Corkscrew auch heute noch eine schöne Fahrt.

Super Himalaya

Weiter geht es mit dem Super Himalaya, einem klassischen Musik Express. Mit ordentlich Tempo geht es Runde für Runde über die wellenförmige Strecke, während die Gondeln schön nach außen gedrückt werden. Ein unkomplizierter Klassiker, der auch hier ordentlich Spaß macht.

Power Tower

Deutlich größer fällt der Power Tower aus. Die gewaltige Konstruktion von S&S besteht gleich aus vier Türmen und macht schon von außen einiges her. Zwei Seiten werden als Space Shot betrieben und schießen ihre Fahrgäste mit Druckluft nach oben, während die beiden anderen als Turbo Drop für den umgekehrten Weg sorgen.

Gerade die Möglichkeit, zwischen Abschuss und Fall zu wählen, macht den Power Tower interessant. Egal für welche Seite man sich entscheidet, eine tolle Fahrt ist eigentlich garantiert.

Main Midway

Zurück auf dem Main Midway treffen wir zunächst auf den Sky Ride, dessen Gondeln gemütlich über den Köpfen der Besucher hinwegschweben und einen schönen Blick entlang des Midways bieten. Mit den Cadillac Cars wartet gleich daneben eine weitere klassische Familienattraktion, bei der es in den alten Fahrzeugen ganz entspannt über den Rundkurs geht.

Cedar Downs Racing Derby

Deutlich ungewöhnlicher ist das Cedar Downs Racing Derby. Weltweit haben sich nur drei solcher Racing-Derby-Karussells erhalten, und schon die Geschwindigkeit macht die Fahrt zu etwas völlig anderem als einem gewöhnlichen Pferdekarussell.

Besonders schön ist dabei der eigentliche Rennmechanismus. Die Pferde bewegen sich nicht nur auf und ab, sondern auch innerhalb ihrer Reihen vor und zurück, sodass während der Fahrt tatsächlich ein kleines Pferderennen entsteht. Zusammen mit dem erstaunlich hohen Tempo ist Cedar Downs damit eine herrlich ungewöhnliche Attraktion – und definitiv etwas, das man in Cedar Point nicht auslassen sollte.

Valravn

Mit Valravn kommen wir nun zu einem der großen B&M-Coaster des Parks. Der 2016 eröffnete Dive Coaster bringt uns zunächst auf rund 68 Meter Höhe, wo der Zug für einige Sekunden über der Kante gehalten wird. Dann löst die Bremse und es geht nahezu senkrecht in die Tiefe.

Mit ordentlich Druck schießen wir durch den ersten Immelmann und über eine weitläufige Auffahrt hinauf in die Blockbremse. Von dort geht es direkt den zweiten Drop hinunter und hinein in einen weiteren Immelmann. Es folgt eine Rolle, die unmittelbar in eine kurvige Abfahrt übergeht. Eine weitere Kurve und ein letzter Camelback bringen uns schließlich in die Schlussbremse.

Valravn macht richtig Spaß und lebt natürlich vor allem von seiner gewaltigen Höhe. Gerade der Moment über der Kante und der anschließende First Drop machen ordentlich Eindruck. Danach bietet die Bahn eine schöne, druckvolle Fahrt mit großen Elementen und tollen Fahreigenschaften.

Blue Streak

Mit Blue Streak machen wir einen ordentlichen Sprung zurück in der Geschichte von Cedar Point. Die klassische Holzachterbahn eröffnete bereits 1964 und ist heute die älteste noch betriebene Achterbahn des Parks. Im Vergleich zu den gigantischen Anlagen, die Cedar Point später prägen sollten, wirkt sie beinahe unscheinbar.

Dabei braucht Blue Streak gar nicht viel: Lifthill, First Drop und anschließend eine klassische Out-and-Back-Strecke mit einer ganzen Reihe von Hügeln, bevor eine Wende den Zug auf den Rückweg schickt. Gerade die zahlreichen Camelbacks sorgen dabei immer wieder für schöne Airtime.

Insgesamt eine schöne Holzachterbahn älterer Bauart, die mit ihren zahlreichen Hügeln und der netten Airtime auch heute noch Spaß macht.

Raptor

Mit Raptor wartet zum Ende unseres Rundgangs noch einer der großen B&M-Klassiker. Der Inverted Coaster eröffnete bereits 1994 und stammt damit aus einer Zeit, in der dieser Achterbahntyp noch ziemlich neu war. Mit seinem deutlich größeren Layout zeigte B&M nur zwei Jahre nach dem ersten Batman: The Ride, was mit dem Konzept noch alles möglich war.

Nach dem Lifthill geht es über einen kleinen Pre-Drop und direkt in den nach links führenden First Drop. Mit ordentlich Druck schießen wir durch das Tal und den großen Looping, ehe uns die Zero-G Roll wunderbar einmal um die eigene Achse schleudert. Gleich darauf folgt die große Cobra Roll, die gleichzeitig als Wendemanöver dient.

Eine leicht nach rechts verlaufende Auffahrt bringt uns anschließend wieder auf Höhe und geht in eine Linkshelix über, die einmal um die Zero-G Roll herumführt. Nach der Blockbremse stürzen wir uns über eine steile Rechtskurve direkt in den ersten Flat Spin. Eine kurze Gerade und ein weiterer Knick nach rechts führen uns in den zweiten Flat Spin.

Zum Finale dreht Raptor noch einmal ordentlich auf. In der abschließenden Helix schießt einem das Blut förmlich in die Beine, bevor eine letzte Linkskurve in die Schlussbremse führt.

Raptor ist auch heute noch eine richtig tolle Fahrt. Die Bahn geht stellenweise ordentlich zur Sache und gerade das intensive Finale setzt noch einmal einen schönen Schlusspunkt.

Bilder Cedar Point

Fazit Cedar Point

Cedar Point hat seinen Ruf als einer der großen Achterbahnparks der Welt definitiv verdient. Kaum ein anderer Park bietet eine derart breite Mischung aus historischen Klassikern und modernen Großanlagen. Dabei sind es für mich gar nicht unbedingt die Rekorde, die den Park ausmachen, sondern die enorme Abwechslung zwischen den einzelnen Attraktionen.

Besonders gut gefällt mir, dass neben all den großen Achterbahnen noch so viele alte Fahrgeschäfte erhalten geblieben sind. Dazu kommt natürlich die außergewöhnliche Lage auf der Halbinsel im Lake Erie, die Cedar Point eine ganz eigene Atmosphäre verleiht.

Insgesamt ist Cedar Point einfach ein richtig toller Freizeitpark, in dem man problemlos mehrere Tage verbringen kann. Bei einer Achterbahnauswahl von Magnum XL-200 über Millennium Force und Maverick bis hin zu Steel Vengeance wird es jedenfalls so schnell nicht langweilig – und ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch.

 


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Zuckerrausch im Hersheypark

Hersheypark

Auch wenn man keine Lust hat, den Vergnügungspark zu besuchen, kann man im Hersheypark eine Menge Spaß haben. Neben dem Hersheypark Stadium und der Hersheypark Arena, in denen zahlreiche Sportveranstaltungen und Konzerte stattfinden, gibt es einen großen Souvenirshop, das Restaurant The Chocolatier und die Hershey’s Chocolate World. 

Hershey’s Chocolate World

In der Hershey’s Chocolate World gibt es viel zu erleben und man erfährt viel über die Herstellung der berühmten Schokolade. Das Highlight der Ausstellung ist die Themenfahrt Hershey’s Chocolate Tour, die man kostenlos erleben kann. Am Ende der informativen und gut gemachten Fahrt gibt es sogar eine kleine Kostprobe.

Candymonium

Seit 2020 dominiert der Hyper Coaster Candymonium den Eingangsbereich des Freizeitparks, der extra vorverlegt wurde und nun eine große Entrance Plaza ausgehend von der Hershey‘s Chocolate World bildet, wo sich die Besucher bereits am frühen Morgen in langen Schlangen sammeln.

Nach dem Betreten des Parks kann man direkt in die alte Mainstreet einbiegen oder gleich rechts abbiegen, wo sich der Eingang zur B&M Achterbahn Candymonium befindet.

Nachdem wir den Lifthügel hinter uns gelassen haben, stürzen wir uns sofort in die Tiefe. Nach einer rasanten Talfahrt geht es direkt in einen klassischen Camelback, über den wir nur so fliegen. Nun wechseln wir geschmeidig die Richtung in einem Horseshoe Turn. Nach zwei Airtimehügeln folgt eine intensive Aufwärtshelix. In einer kurzen Linkskurve geht es dann den nächsten Drop hinunter, worauf ein weiterer Airtimehügel auf uns wartet. Nun fahren wir einmal in einer Helix um einen Brunnen herum. Nach einem kurzen Aufstieg und einem kleinen Dip erreichen wir die Bremsen des Rides.

Candymonium ist einer der besten B&M Hyper Coaster, die ich bisher testen durfte. Die Bahn hat ein tolles Layout mit richtig viel Speed und richtig viel Airtime. Da die Bremsstrecken erst gegen Ende der Fahrt kommen, fliegt man hier ohne Unterbrechung durch die vielen Elemente. Eine tolle Bahn!

Comet

Die Holzachterbahn Comet ist ein echter Klassiker im Hersheypark. Seit 1946 besticht die 25 Meter hohe Holzachterbahn durch ihre klassische Out-and-Back-Anordnung und die leicht außer Kontrolle geratene Fahrt zwischen dem Sooper Dooper Looper und der Achterbahn Skyrush. Die Strecke führt durch ein L-förmiges Layout mit zahlreichen Camelbacks, die einen alle ein wenig aus dem Sitz heben.

Skyrush

Die Achterbahn Skyrush dominiert mit ihrer Höhe von 60 Metern den vorderen Bereich des Freizeitparks. Die sehr schlanke Stützkonstruktion tut ihr Übriges. Der Rest des Layouts ist dann aber sehr bodennah, was eine sehr schnelle Fahrt verspricht.

Die Fahrt auf Skyrush beginnt mit dem sehr schnellen Kabellift. Schon nach wenigen Sekunden erreichen wir die Spitze des Lifthügels und stürzen uns in die Tiefe. Im unteren Drittel der ersten Abfahrt geht es dann in eine Rechtskurve. Danach überqueren wir in einem großen Camelback das Wasserbecken unter uns. Nach einer weiten Linkskurve geht es in einen weiteren Airtimehügel. Nun geht es mit Vollgas durch eine Rechtskurve und einen Stengel Dive. Anschließend geht es nach einer kurzen Linkskurve in eine Rechtskurve und dann durch ein Tal. Nach einem schnieken Umschwung fahren wir über einen weiteren Airtimehügel. Schließlich geht es in eine Linkskurve und kurz darauf in die Schlussbremse der Achterbahn.

Die Achterbahn Skyrush ist einfach perfekt. Die Fahrt ist hoch, verdammt schnell und gnadenlos intensiv. Die verwendeten Bügel drücken zwar ein wenig, aber es ist bei weitem nicht so schlimm, wie es einige Fans vorher beschrieben haben. Alles in allem also eine wirklich tolle Bahn.

Sooper Dooper Looper

Der Sooper Dooper Looper ist die zweite Loopingachterbahn des deutschen Herstellers Schwarzkopf.  Sie wurde nur ein Jahr nach der Revolution im Six Flags Magic Mountain in Betrieb genommen.

Nachdem wir in den neuen Zügen von Gerstlauer Platz genommen haben, kann die Fahrt auch schon losgehen. Nach der Fahrt auf den Lifthügel der Bahn geht es gleich in eine Linkskurve und die erste Abfahrt. Diese führt uns bereits in den Looping der Anlage. In einer weiten Linkskurve geht es dann mitten durch den Looping hindurch. Nach einem Richtungswechsel führt uns der Weg durch einen langen Tunnel, in dem fast jeder Fahrgast anfängt zu kreischen. Parallel zum Spring Creek geht es dann ein wenig über Stock und Stein. Zuletzt wartet noch in eine Helix auf uns, just bevor wir uns in der Schlussbremse wiederfinden.

Der Sooper Dooper Looper ist eine echt schöne Achterbahn mit einem echt tollen Namen. Nachdem man das nervenaufreibende Highlight bereits zu Anfang der Fahrt erledigt hat, folgt eine überaus schöne, aber ebenfalls sehr gemächliche Fahrt.

Coal Cracker

Coal Cracker ist die große Hydro Flume Wildwasserbahn hier im Hersheypark. Die Fahrt macht nicht nur nass, sondern bietet auch einen tollen Blick auf das Schienengewirr des Sooper Dooper Loopers und der Achterbahn Great Bear. Leider war der Coal Cracker bei meinem Besuch nicht in Betrieb.

Great Bear

Auf dem gleichen Hügel wie der Sooper Dooper Looper und der Coal Cracker befindet sich auch ein großer Teil der Strecke der Great Bear Achterbahn.

Die Fahrt mit dem B&M Inverted Coaster beginnt direkt am Lifthügel der Achterbahn. Doch anstatt direkt in den großen Drop zu starten, geht es zunächst in eine Helix. In einer steilen Rechtskurve folgt dann der eigentliche First Drop. Mit ordentlich Schwung geht es durch das erste Tal und in den großen Looping der Achterbahn. In einem ebenfalls sehr großen Immelmann wechseln wir dann die Fahrtrichtung. Nun geht es direkt in die Zero-G Roll, die uns in Richtung Spring Creek führt. Parallel zum Fluss führt uns der Weg nun in einen Korkenzieher. Interessanterweise durften keine Stützen in den Bach ragen, was hier zu ziemlich coolen Near-Miss Elementen führt. Nach einigen Kurven erreichen wir die Bremsstrecke der Anlage.

Der Great Bear ist ein wirklich cooler Inverted Coaster. Die Fahrt macht richtig Spaß, was vor allem an dem doch recht ausgefallenen Layout liegt.  Schade ist nur, dass der Weg vom Ausstieg zum Einstieg doch recht anstrengend ist, wodurch sich die Bahn leider nicht zum Dauerfahren eignet.

Twin Turnpike Speedway and Kissing Tower

Ganz oben auf dem Hügel befindet sich neben der Oldtimer-Rennstrecke Twin Turnpike Speedway der Aussichtsturm Kissing Tower, dessen Fenster an die berühmten Hershey Kisses erinnern.

ZooAmerica

Weiter unten am Hang befindet sich der Eingang zum ZooAmerica, der ebenfalls im Eintrittspreis enthalten ist. Hier sind vor allem einheimische Tierarten zu sehen. Leider hatte ich bei meinem Besuch keine Zeit, den Zoo zu besuchen.

Reese’s Cupfusion

Reese’s Cupfusion ist eine der beliebtesten Attraktionen im Hersheypark. Bei dieser interaktiven Themenfahrt schießt man als Agent auf einen Haufen böser Süßigkeiten, um die Fabrik der Reese’s Peanut Butter Cups zu schützen. Ein Spaß für die ganze Familie.

Cocoa Cruiser

Der Cocoa Cruiser ist die kleinste Familienachterbahn im Hersheypark. Neben einer rasanten ersten Abfahrt bietet die Bahn eine Helix und eine weitere Rechtskurve.

Hershey Triple Tower

Eine der interessantesten Attraktionen im Hersheypark ist der Hershey Triple Tower, der an die Türme der benachbarten Fabrik erinnert. Das Konglomerat aus gleich drei Freifalltürmen des Herstellers S&S verspricht drei unterschiedliche Erlebnisse, wobei die Größe der einzelnen Türme nicht auf Kosten der Intensität geht. So ist der kleinste unter ihnen, der Hershey’s Kisses Tower, ein Double Shot Tower, bei dem man nicht nur nach oben, sondern auch nach unten mit brachialer Airtime geschossen wird.

Trailblazer

Leider war der Arrow Mine Train Trailblazer bei meinem Besuch geschlossen. Durch die perfekte Ausnutzung des Geländes verspricht die Anlage ein rasantes Abenteuer für die ganze Familie.

Jolly Rancher Remix

Die Umbauarbeiten am Vekoma Boomerang waren bei meinem Besuch noch in vollem Gange. Die Anlage hat jetzt ein Bonbon-Thema und heißt Jolly Rancher Remix. Auch die neue Zamperla NebulaZ-Anlage Mix’d Flavored by Jolly Rancher war noch nicht eröffnet.

Storm Runner

Seit ich zum ersten Mal Roller Coaster Tycoon 3 gespielt habe, bin ich von der Achterbahn Storm Runner fasziniert. Der Accelerator Coaster von Intamin hat ein sehr einfallsreiches Layout und einige Inversionen, die man so noch nicht gesehen hat. Als ich mich in den Spieleforen angemeldet habe, habe ich meinen Nick nach dieser Achterbahn benannt. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, eines Tages eine Stormrunn3r meets Storm Runner Tour zu machen. Nach all den Jahren habe ich es endlich in den Hersheypark geschafft und zum Glück sollte Storm Runner heute ohne Probleme laufen.

Die Tour mit Storm Runner beginnt mit der Einfahrt in den Launchbereich. Nach einem Countdown schießen wir einen Top Hat hoch und drehen uns dabei um 90° zur Seite. Kaum über dem Scheitelpunkt geht es sofort wieder senkrecht nach unten. Nach einer kraftvollen Talfahrt geht es in den Cobra Loop, nach dem wir – ähnlich wie bei einem Sidewinder – die Fahrtrichtung ändern. Nach einem Anstieg geht es in die Hearline Roll und dann in den Flying Snake Dive. Die Kombination dieser beiden Elemente ist einfach atemberaubend. Wieder im Tal angekommen, geht es in mehreren Kurven zurück zur Station. Oben angekommen geht es gleich in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Was für eine Achterbahn. Der Launch, der Top Hat und die Rolle mit dem abschließenden Flying Snake Dive – hier stimmt einfach alles. Lediglich die Auffahrt zurück zur Station ist bei Storm Runner etwas ruppiger, dank der verwendeten Softstraps der Rückhaltesysteme aber immer noch sehr angenehm. Eine tolle Bahn!

Frontier Flyers, Pirat and The Claw

Ebenfalls in diesem Teil des Freizeitparks befinden sich die Flying Scooters Frontier Flyers, die HUSS Schiffschaukel Pirat und der Chance Rides Fireball The Claw, die alle eine tolle Fahrt bieten.

Fahrenheit

97 Grad und es wird noch heißer. Bei kaum einer anderen Achterbahn passt der Neigungswinkel der ersten Abfahrt so gut zu den Temperaturen, sofern man den Park in der Hochsaison besucht, wie bei Fahrenheit.

Nach dem Senkrechtlift geht es gleich den übersteilen Drop hinunter. Mit Schwung fahren wir durch das erste Tal und dann den Norwegian Loop hinauf. Oben auf dem Hügel drehen wir uns zunächst in einer Rolle über Kopf und stürzen uns dann einen halben Looping hinunter, bevor wir das Element in umgekehrter Reihenfolge erleben. Wieder in luftiger Höhe stürzen wir uns in den nächsten Drop. Nun erwartet uns die große Cobra Roll der Bahn, die uns herrlich durch die Luft wirbelt. Eine kurze Gerade führt uns dann in die beiden Korkenzieher der Achterbahn. Nach einer Steilkurve geht es über einen Airtimehügel in eine bodennahe Linkskurve, die uns in die Bremsstrecke der Anlage führt.

Der Hersheypark macht es einem als Intamin-Fan wirklich schwer, sich für eine Lieblingsachterbahn zu entscheiden, denn alle Achterbahnen des Herstellers, die hier im Park stehen, gehören definitiv zu den besten Vertretern ihrer Art. Von den drei Achterbahnen hat es mir aber Fahrenheit am besten angetan. Eine tolle Bahn!

The Boardwalk and Tidal Force

Im Wasserpark The Boardwalk gibt es einige ziemlich coole Wasserrutschen. Leider war der Park noch nicht für die Saison geöffnet, was auch für die große Wasserrutsche Tidal Force galt. Dieser Shoot the Chute von O.D. Hopkins erzeugt eine riesige Welle. Durch ein Netz, das die Welle brechen soll und über dem Auslauf der Anlage angebracht ist, werden alle Fahrgäste mit Wasser überflutet. Ein Riesenspaß, zumindest, wenn man die Bahn in Badekleidung fährt!

Wildcat

Die Achterbahn Wildcat ist die erste Holzachterbahn des Herstellers GCI. Das Layout der Bahn ist sehr verschlungen und weist einige interessante Kurven auf.

Die Fahrt auf der Wildcat beginnt gleich mit einer Rechtskurve, nach der man in den Lift der Anlage einfährt. Oben angekommen geht es sofort in einer Rechtskurve steil nach unten. Nach einer Steigung fahren wir durch eine Linkskurve in luftiger Höhe, bevor wir uns in einer Steilkurve wieder dem Boden nähern. Nun führt uns der Weg über einen Camelback. Auf der nächsten Kuppe biegen wir in eine stark abfallende Rechtskurve ein. Nach einem kurzen Anstieg wechseln wir die Fahrtrichtung und stürzen uns ein weiteres Mal in die Tiefe. Eine weite Kurve führt uns dann über einen weiteren Airtimehügel. Nach einer weiteren Linkskurve geht es in eine Rechtskurve, die uns zuerst in ein Tal und dann auf einen Hügel führt. Nach einem kurzen Dip erreichen wir die Schlussbremse der Anlage.

Die Holzachterbahn Wildcat fährt sich wirklich gut. Die Streckenführung des Erstlingswerks von GCI ist hervorragend und bietet einige waghalsige Kurven und schöne Airtimemomente. Leider fuhr an meinem Besuchstag nur ein Zug, was in Verbindung mit der recht langen Anfahrt zu längeren Wartezeiten führte.

Wild Mouse

Eine der großen Familienachterbahnen im Hersheypark ist die Wild Mouse. Über den Tag verteilt hatte diese in der Regel eine Wartezeit von ca. 40 Minuten. Als ich mich in die Warteschlange einreihte, begann es jedoch leicht zu regnen, weswegen die Anlage auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde. Obwohl ich hier weiter hätte warten können, habe ich auf eine Fahrt verzichtet.

Laff Track

Wie in keinem anderen Park lohnt es sich im Hersheypark, den Tag im hinteren Teil des Parks beim Wasserpark The Boardwalk zu beginnen, denn hier gibt es gleich zwei kompakte und beliebte Achterbahnen, die leider beide eine eher geringe Kapazität haben. Während die Wartezeit bei der Wild Mouse mit 40 Minuten noch halbwegs akzeptabel war, stand man bei der Indoorachterbahn Laff Track vor Fahrtantritt die Beine in den Bauch.

Wie immer lohnt es sich, rückwärts in den SC2000 einzusteigen, so dass man den ersten Drop rückwärts erlebt, bevor nach einem Anstieg und einer kurzen Kurve die Drehfunktion freigeschaltet wird. Die anschließende Haarnadelkurve bringt einen gut in Rotation, so dass man den Immelmann Turn meist mit Blick nach oben oder unten erlebt. Die folgende Strecke besteht hauptsächlich aus kleineren Kurven und einer lustigen Geraden mit vielen Kurven, bevor es zum großen Finale eine Helix hinunter geht. Summa Summarum also eine wirklich tolle Achterbahn, die hier durch die vielen sehr stimmigen Schwarzlichteffekte eine wirklich tolle Atmosphäre bietet.

Whip, Music Express and Ferris Wheel

Neben den Holzachterbahnen Lightning Racer und Wildcat befinden sich in diesem Bereich auch das große Riesenrad des Freizeitparks und die beiden Fahrgeschäfte The Whip und Music Express.

Lightning Racer

Die Holzachterbahn Lightning Racer ist eines der interessantesten Projekte des Herstellers GCI. Hier duellieren sich zwei Züge in einem wilden Rennen durch eine sehr verschlungene Strecke.

Die Fahrt mit Thunder und Lightning beginnt gleich mit einer kurvenreichen Fahrt in Richtung der beiden Lifthügel, die parallel, aber nicht auf gleicher Höhe befahren werden. Oben angekommen stürzen sich beide Bahnen in einer Steilkurve nach unten. Die Strecken verlaufen nun weitgehend parallel über einen Hügel und anschließend über einen Bunnyhop. Danach trennen sich die beiden Strecken, wobei sowohl Thunder als auch Lightning in eine Wendekurve einfahren. Nun fahren beide Strecken nebeneinander in einen Tunnel ein, in dem sich ein weiterer Speedbump befindet. Nach einer bodennahen Linkskurve führt die Strecke über einen weiteren Speedbump direkt in eine Rechtskurve. Auf dem nächsten Hügel trennen sich die beiden Strecken wieder. Thunder fährt nun im Uhrzeigersinn in eine Helix ein, während Lightning gegen den Uhrzeigersinn entgegenkommt.  Anschließend fahren beide Spuren über mehrere ineinander verschlungene Hügel. Als Thunder dann in eine Rechtskurve einfährt, kommt ihm Lightning wieder entgegen. Nach einem weiteren Hügel fahren beide Spuren parallel auf die Zielgerade zu. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke der Achterbahn.

Die doppelte Holzachterbahn Lightning Racer sucht ihresgleichen. Nicht nur, dass sie eine der wenigen Racing Coaster ist, die es heutzutage gibt, sie hat auch ein sehr abwechslungsreiches Layout, bei dem es bis zum Schluss spannend bleibt, wer gewinnt. Kurzum: Lightning Racer ist eine absolute Weltklasse-Achterbahn.

Bilder Hersheypark

Fazit Hersheypark

Der Besuch im Hersheypark hat mir sehr gut gefallen. Der Park hat eine wirklich schöne Atmosphäre, außerdem gibt es fast nur wirklich gute Attraktionen, darunter gleich drei der besten Achterbahnen des Herstellers Intamin. Dazu kommen drei Holzachterbahnen der Weltklasse und ein einfach genialer B&M Hyper und Inverted Coaster. Hätte ich noch etwas mehr Zeit gehabt, wäre ich gerne noch einen Tag geblieben. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.


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