Die Nervenkitzel-Hauptstadt der Welt

Six Flags Magic Mountain

Full Throttle 

Am zweiten Tag meines Besuchs wollte ich den Tag unbedingt mit Full Throttle beginnen, da diese Bahn aufgrund ihrer Lage zu den beliebtesten Attraktionen des ganzen Tages gehört. Die Fahrt beginnt mit einem kraftvollen Start aus der Station direkt in den größten Looping der Welt. In luftiger Höhe erleben wir eine schöne Hangtime, bevor wir wieder auf den Boden kommen und uns auf den Weg zum Gipfel des Berges machen. Hier schwingen wir direkt in einen schönen Dive Loop, bevor wir in einen Tunnel einfahren und zum Stillstand kommen. Sekunden vergehen, bis wir wieder abgeschossen werden, diesmal aber rückwärts. Nachdem wir fast den höchsten Punkt der zweiten Inversion erreicht haben, wechseln wir erneut die Richtung. Diesmal beschleunigen wir auf Höchstgeschwindigkeit, bevor wir in eine Kurve einfahren und kurz darauf über den Scheitelpunkt des Loopings fahren. Während wir die Aussicht genießen, bremsen wir in der Abfahrt und kommen kurz darauf zum Stehen.

Full Throttle ist eine sehr schöne Achterbahn. Ich habe nichts von dieser Fahrt erwartet und war angenehm überrascht. Der Abschuss ist sehr kraftvoll, die Inversionen sind klasse und auch der Mittelteil, bei dem man rückwärts fährt, ist toll. Leider ist die Fahrt sehr kurz.

Canyon Blaster, Speedy Gonzales Hot Rod Racers und Magic Flyer

Interessanterweise befinden sich alle Kinderachterbahnen in derselben Ecke des Parks. Leider war bei meinem Besuch die größte der drei Achterbahnen, Speedy Gonzales Hot Rod Racers, nicht in Betrieb und die beiden kleineren Achterbahnen Canyon Blaster und Magic Flyer durften ohne Begleitung eines Kindes nicht gefahren werden.

Buccaneer und Swashbuckler

Direkt gegenüber der großen Eingangsplaza von Goliath befindet sich der Eingang zu den beiden Fahrgeschäften Buccaneer und Swashbuckler. Während es sich bei Buccaneer um eine schöne Schiffschaukel von Intamin handelt, ist Swashbuckler ein klassischer amerikanischer Wellenflug.

Goliath

Nachdem ich Titan in Six Flags Over Texas gefahren bin, wollte ich unbedingt Goliath ausprobieren. Goliath ist der erste Hyper Coaster, der von Giovanola (einem ehemaligen Lieferanten von Intamin) gebaut wurde.

Nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hat, macht er eine Rechtskurve und beginnt den Lifthügel zu erklimmen. Auf einer Höhe von 72 m beginnt die lange und eindrucksvolle Abfahrt in einen Tunnel. Dabei wird ein Höhenunterschied von 78 Metern überwunden. Mit einer Geschwindigkeit von 137 km/h schießt der Zug in einer beeindruckenden Steilkurve nach oben. Nach der Kurve geht es wieder bergab, gefolgt von einem fantastischen Airtime-Hügel. Es folgt eine lange Rampe und schließlich eine Blockbremsstrecke, die uns fast bis zum Stillstand abbremst.

Danach rollt der Zug langsam weiter, bevor er in einer Linkskurve Fahrt aufnimmt. In einer einzigen fließenden Bewegung ändert der Zug die Richtung und wir krachen auf den Boden. Es folgt eine wahnsinnige 585° Helix. Dann dreht sich die Schiene nach oben und neigt sich nach links. Nach einer weiteren rasanten Abfahrt macht der Zug eine Rechtskurve nach oben, die uns in die letzte Bremsstrecke der Bahn führt.

Was für eine Fahrt! Goliath ist ein Monster von einer Achterbahn. Kraftvoll, schnell und perfekt getaktet. Goliath ist eine der besten Achterbahnen, die ich je gefahren bin.

Lex Luthor Drop of Doom

An der Stützkonstruktion der Achterbahn Superman: Escape from Krypton befinden sich die beiden Fahrspuren des Lex Luthor Drop of Doom: einer der höchsten Freifalltürme der Welt.  

Nachdem wir die stark thematisierte Warteschlange hinter uns gelassen haben, nehmen wir bald in der Gondel Platz. Nachdem die Sicherheitsgurte kontrolliert wurden, geht es auch schon bald auf die Spitze des Turms. In 122 Metern Höhe haben wir einen herrlichen Ausblick auf den Park und die Umgebung, bevor der freie Fall beginnt. Der Haken gibt die Gondel frei und wir stürzen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h auf den Boden, bevor wir die Bremse erreichen und die atemberaubende Fahrt zu Ende geht.

Twisted Colossus

Colossus war die große Holzachterbahn des Parks und machte ihn zu einem der bekanntesten Freizeitparks der Welt. In den 2010er Jahren wurden immer mehr Holzachterbahnen zu Hybridachterbahnen umgebaut, so auch Colossus. Statt aus zwei Strecken besteht Twisted Colossus nur noch aus einer, d.h. man erlebt das Layout gleich zweimal hintereinander. Der Clou dabei: Mit dem richtigen Timing erlebt man hier einen gnadenlosen Racing Coaster.

Dieses Glück hatte ich leider nicht und so fuhr unser Zug nach einem hügeligen Abschnitt alleine über den Lifthügel. Nach einem leicht gewundenen ersten Drop geht es durch ein langes Tal und über einen bodennahen Speedbump, bevor es einen Hügel hinauf und in eine Wendekurve mit High-Five-Element geht.  Nach einem weiteren Sturz geht es auf der blauen Spur über einen weiteren Speedbump und in einen Camelback, während die grüne Spur über einen Double-Down und eine Zero-G Roll direkt über die blaue Spur rast. Nun fährt auch die blaue Spur in eine Rolle, während die grüne Spur über einen Hügel rast. Nach einem Double-Up trennen sich die beiden Spuren und während die blaue Spur nun zur grünen wird, nähert sich die grüne Spur der finalen Bremsstrecke und dann der Station.

Twisted Colossus ist eine ziemlich coole Achterbahn, aber ohne das Racing-Feature ist es eine sehr lineare Achterbahn ohne große Überraschungen. Und das ist man von RMCs einfach nicht gewohnt. Schade, denn von allen gefahrenen RMCs ist Twisted Colossus meiner Meinung nach die schwächste Anlage.

Scream!

Die Achterbahn Scream! gilt wegen ihrer Lage über einem Parkplatz als die wohl am wenigsten geschätzte Investition des Freizeitparks.

Doch die Achterbahn hat es in sich. Nachdem man den Lifthügel der Achterbahn erklommen hat, geht es sofort in die Tiefe. Mit viel Druck geht es durch das Tal und gleich darauf in den großen Looping der Achterbahn. Ein Anstieg nach links entpuppt sich als Dive Loop und zieht uns sofort in die Tiefe. Mit viel Schwung geht es dann durch eine Zero-G Roll und gleich danach in die Cobra Roll der Achterbahn. Ein Aufstieg führt uns dann in eine Blockbremse, in der wir aber nur kurz verschnaufen können. Sofort geht es in einer Steilkurve nach unten. Knapp über dem Boden geht es dann in eine intensive Helix. Nach einem Richtungswechsel geht es in die Interlocking Corkscrews, zwei ineinander verschränkte Inversionen. Eine kurze Linkskurve führt uns dann in die letzte Steigung der Fahrt, nach der wir die Bremsstrecke der Achterbahn erreichen.

Was für eine Fahrt! Der Floorless Coaster Scream! ist eine absolute Spaßmaschine mit einem atemberaubenden Layout und insgesamt sieben Überschlägen. Hier bin ich immer wieder gerne eingestiegen.

Batman The Ride

Nur zwei Jahre nach der Eröffnung des ersten Batman: The Ride in Six Flags Great America fand der dunkle Ritter 1994 seinen Platz im Six Flags Magic Mountain.

Nach dem Erklimmen des Lifthügels erwartet die Fahrgäste ein Pre-Drop, bevor der Zug schließlich in einer Steilkurve den ersten Drop hinabstürzt. Bei der Talfahrt erwarten die Fahrgäste hohe G-Kräfte, bevor es in den ersten Looping geht. In Windeseile geht es in die zweite Inversion, eine Zero-G-Roll. Dann wird ein weiterer Looping durchfahren. Der Blutdruck in den Füßen steigt schlagartig an, als es durch eine Steilkurve und einen geraden Streckenabschnitt geht. Gnadenlos geht es dann in Richtung Boden, wo der erste Korkenzieher auf den Fahrer wartet. Dieses Element ist der pure Wahnsinn, wenn man im hinteren Teil des Zuges fährt, denn die Beschleunigung ändert sich schlagartig. Nach einer kurzen Rechtskurve folgt der zweite Korkenzieher. Danach geht es in einer Linkskurve direkt in die Bremsstrecke.

Batman: The Ride ist immer noch einer der besten Inverted Coaster, die es gibt. Die Bahn bietet ein intensives Fahrlayout mit vielen positiven G-Kräften auf einer relativ kleinen Grundfläche. Abgesehen von der Thematisierung unterscheidet sich das Fahrerlebnis nicht zwischen den verschiedenen Anlagen, was ein gutes Zeichen ist.

Wonder Woman Flight of Courage

Die Wonder Woman Flight of Courage ist die neueste Achterbahn. Die Fahrt auf dem RMC Raptor Track beginnt nach einer Rechtskurve sofort mit dem Lifthügel der Bahn. Nachdem wir die Starthöhe von 40 m in Windeseile erreicht haben, stürzen wir in einer sehr steilen Abfahrt direkt in die Tiefe. Nach einem schnellen Aufstieg geht es gleich wieder in einem Dive Loop nach unten. Mit brutaler Airtime geht es dann über einen riesigen Camelback und gleich darauf in einen Zero-G Stall. Ein steiler Aufstieg führt uns dann in einen sehr engen Turn. Nun geht es wieder ziemlich abrupt nach unten und sofort in eine Zero-G Roll. Ein weiterer Anstieg führt uns dann in eine Blockbremse. Ohne große Verzögerung geht es dann in die nächste Abfahrt, nach der uns ein weiterer Turn erwartet. Immer noch sehr schnell rasen wir nun über eine Reihe von Airtimehügeln. Nach einer scharfen Linkskurve erreichen wir die Schlussbremse.

Wonder Woman Flight of Courage ist die bessere der beiden RMC-Achterbahnen im Park. Das Layout des Single Rail Coasters hat einen wirklich schönen Flow. Die Inversionen fahren sich alle sehr gut und auch die Airtime ist sehr schön. Mir zumindest hat die Fahrt richtig gut gefallen, auch wenn ich es etwas schade finde, dass das DC Universe durch diese Achterbahn regelrecht in zwei Teile gerissen wurde.

Teen Titans Turbo Spin, Crazanity und Scrambler

Der Weg zur nächsten Achterbahn des Parks ist von mehreren Fahrgeschäften gesäumt. Hier treffen wir auf den Round-Up Teen Titans Turbo Spin, einen klassischen Scrambler, sowie die Zamperla Giant Discovery Crazanity, die an meinen Besuchstagen leider nicht in Betrieb war.

Riddler’s Revenge

Die Achterbahn Riddler’s Revenge ist eine der größten Stand Up Coaster weit und breit. Nachdem man die sehr lange Warteschlange hinter sich gelassen und sich über den Sinn der doch recht seltsamen Stationseinteilung gewundert hat, kann die Fahrt auch schon bald losgehen.

Nachdem uns der Lift auf eine Höhe von 48 Metern gebracht hat, geht es gleich in einer Steilkurve dem Boden entgegen. Es folgt der große Looping der Bahn und wie bei Scream! geht es gleich in einen Dive Loop. Riddler’s Revenge setzt sogar noch einen drauf und so geht es direkt in einen weiteren Dive Loop. Darauf erleben wir die Welt leicht schräg über Kopf in einem Inclined Loop. Ein wunderschöner Turn führt uns dann in eine ansteigende Kurve und gleich darauf in die Mid Course Brake. Mit kaum verminderter Geschwindigkeit geht es ein weiteres Mal abwärts und gleich darauf folgt ein Korkenzieher. Eine bodennahe Linkskurve führt uns in einen Camelback. Nach einer Helix und einer Linkskurve stürzen wir erneut zu Boden und werden in einem weiteren Korkenzieher durch die Gegend geschleudert. Nach einer weiteren Rechtskurve erreichen wir die Bremsstrecke der Anlage.

Riddler’s Revenge ist eine wirklich tolle Achterbahn. Die Fahrt ist ein sehr intensives Erlebnis, was durch die stehende Fahrposition noch einmal deutlich verstärkt wird.

Justice League: Battle for Metropolis

Die von der Sally Corporation entwickelte Themenfahrt Justice League: Battle for Metropolis verbindet große plastische Szenen mit 3D-Screens, auf denen man die allerlei Gerätschaften von Lex Luthor abwehren muss, bevor es ihm gelingt mit Hilfe des Jokers auch noch die gesamte Justice League festzunehmen. Ein herrlicher Spaß, wie man ihn von Sally gewohnt ist, und eine überraschend gut gemachte Themenfahrt, die in vielen Six Flags Freizeitparks zu finden ist.

Gold Rusher

Die erste Achterbahn des Magic Mountain ist der Mine Train Gold Rusher. Die Fahrt am Hang entlang hat ein eher ungewöhnliches Layout mit vielen, eher kleinen Stürzen und einer serpentinenartigen Streckenführung. Nach einer Blockbremse biegt der Zug zum Schluss in eine sehr schnelle Helix ein, danach geht es kurz bergauf und schon ist die Schlussbremse der Fahrt erreicht und unsere kuriose, aber lustige Fahrt geht zu Ende.

West Coast Racers

Vorbei an der Wildwasserbahn Jet Stream, die leider schon Saisonpause hat, zieht es uns nun zu den West Coaster Racers.

Im Prinzip folgt die Achterbahn hier dem gleichen Prinzip wie Twisted Colossus. Allerdings wartet hier der zweite Zug in einem separaten Bereich, bevor es parallel auf die Strecke geht. Sofort werden wir per LSM beschleunigt und fahren in ein High-Five-Element ein. Während die weiße Bahn in eine Rolle einfährt, rast die gelbe Bahn über einen Hügel direkt darunter. Nach einer Rechtskurve rasen beide Spuren in den zweiten LSM-Bereich. In einem wunderschönen Manöver fahren dann beide Spuren parallel über Kopf und direkt danach durch zwei parallel verlaufende Helices. Zum großen Finale fährt dann die weiße Spur über einen Hügel, während die gelbe Spur eine Rolle direkt über den Hügel macht. Nach einer Kurve fährt die weiße Spur weiter in den abgetrennten Bereich und wird somit zur gelben Spur, während die gelbe Spur sich nun der Station nähert.

Irgendwie wünschte ich mir, dieses Rennfeeling auch auf Twisted Colossus erleben zu können, denn die Fahrt auf den West Coast Racers lebt fast nur von den zahlreichen Near-Miss Begegnungen während der Fahrt. Die Strecke hat es jedenfalls in sich und das Layout hat trotz der mehr oder weniger sehr linearen Fahrdynamik einige recht coole Elemente.

Apocalypse

Die Holzachterbahn Apocalypse wurde ursprünglich als Terminator Salvation: The Ride eröffnet. Sie ersetzte die Achterbahn Psyclone, die jahrelang an dieser Stelle des Parks stand. Leider konnte ich diese Achterbahn des Herstellers GCI an meinen beiden Besuchstagen nicht fahren.

Tatsu

Zum Glück habe ich dank meiner Legacy-Mitgliedschaft noch einen einmaligen Flash Pass, den ich kostenlos nutzen kann. Sonst hätte ich auf eine Fahrt mit der Achterbahn Tatsu verzichtet, da die Wartezeiten bei der Nutzung nur eines Zuges jenseits von Gut und Böse lagen.

Die Fahrt auf Tatsu beginnt unmittelbar mit der Einfahrt in den Lifthügel. Oben angekommen stürzen wir uns gleich in eine Steilkurve mit bester Sicht auf den Intamin Rapids Ride Roaring Rapids. Gleich danach fliegen wir in einem Korkenzieher ganz knapp am Sky Tower vorbei. Nach einer Linkskurve drehen wir uns einmal um die eigene Achse und biegen dann in eine Steilkurve ein. Eine weitere Linkskurve führt uns dann zum Highlight der Fahrt: dem Pretzel Loop. Mit bestem Blick auf den Looping der Achterbahn New Revolution weit unter uns stürzen wir uns in die Tiefe. Mit viel Druck geht es dann auf dem Rücken liegend durch das Tal. Kurz darauf wiederholen wir das eben Erlebte in umgekehrter Reihenfolge. Wieder in der Luft geht es sofort in die nächste Rolle. Nach einer Rechtskurve und einem kleinen Anstieg erreichen wir die Schlussbremse der Achterbahn.

Tatsu ist ein sehr guter Flying Coaster. Durch die Lage hoch oben am Berg wird das Fluggefühl während der Fahrt noch verstärkt. Die Fahrt selbst bietet einige schöne Elemente und durch den Pretzel Loop am Ende der Fahrt auch ein recht abwechslungsreiches und sehr intensives Layout.

Sky Tower

Hinter Tatsu befindet sich einer der Zugänge zum Samurai Summit, wo der Aussichtsturm Sky Tower von Intamin den Park dominiert. Leider ist der Turm seit 2014 nicht mehr zugänglich.

Ninja

Die zweite Attraktion des Samurai Summit ist der Suspended Coaster Ninja von Arrow Dynamics.

Die Fahrt beginnt gleich mit dem ersten der beiden Lifthügel. Oben angekommen geht es gleich in eine steile Rechtskurve. Nach einer Helix schwingen wir parallel zur Wildwasserbahn Jet Stream am Hang entlang. Eine Linkskurve führt uns dann zum tiefsten Punkt der Bahn, wo wir sofort in eine rechtsdrehende Helix einbiegen. Nach einer kurzen Geraden unter dem Lift der Wildwasserbahn hindurch sausen wir wieder knapp an der Wasseroberfläche entlang. Eine kurze Steigung und mehrere dynamische Kurvenwechsel später nähern wir uns langsam aber sicher der Bremsstrecke am unteren Hang. Kurz darauf fahren wir in den zweiten Lift ein, der uns zurück auf die Stationsebene bringt, wo unsere tolle Fahrt auf der familienfreundlichen Achterbahn zu Ende geht.

Superman: Escape from Krypton

Als Superman The Escape 1997 eröffnet wurde, war sie zusammen mit Dreamworlds Tower of Terror (später Tower of Terror II) die höchste und schnellste Achterbahn der Welt. Gemeinsam hielten die Bahnen den Geschwindigkeitsrekord bis zur Eröffnung von Dodonpa im Fuji-Q Highland im Jahr 2001 und den Höhenrekord bis zur Eröffnung von Top Thrill Dragster in Cedar Point im Jahr 2003. Im Jahr 2010 wurde die überholt und mit neuen Zügen ausgestattet. Auf Superman: Escape from Krypton konnte man die Bahn nun hauptsächlich rückwärts fahrend erleben, bis im Jahr 2021 einer der Wagen wieder umgedreht wurde.

Da ich am letzten Betriebstag den Tower of Terror II erleben durfte, freute ich mich sehr auf eine Fahrt mit Superman: Escape from Krypton. Leider war die Bahn an keinem meiner Besuchstage in Betrieb.

Roaring Rapids

Eine der interessantesten Stromschnellenfahrten, die ich je gesehen habe, ist Roaring Rapids. Von außen sieht man nichts von der Bahn, da sie auf einem Plateau hoch über den Parkwegen gebaut wurde. Nur der Aufgang zur Attraktion ist zu sehen. Die Fahrt in den großen Booten ist recht einfach gestaltet, macht aber viel Spaß. Der Nässegrad hielt sich angenehm in Grenzen.

New Revolution

Die wohl klassischste Achterbahn im Six Flags Magic Mountain ist die Revolution. Als erste Loopingachterbahn der Neuzeit zog die Schwarzkopf Achterbahn 1976 alle Blicke auf sich und wurde spätestens durch den Film Achterbahn weltberühmt.

Die Fahrt mit der Revolution beginnt gleich mit der Einfahrt in den Lifthügel, der uns auf eine Höhe von 34 Metern bringt. Oben angekommen geht es in einer immer steiler werdenden Kurve dem Boden entgegen. Danach geht es recht gemächlich über einen Hügel und gleich darauf in die zweite, noch größere Abfahrt. Nachdem wir den Bahnhof nur knapp verfehlt haben, geht es über einen weiteren Hügel. Danach zieht es uns in eine Linkskurve, die sehr nah am Boden verläuft. Nach einem Anstieg nähern wir uns der wohl wichtigsten Abfahrt. Auf einer langen Geraden werden wir immer schneller und rasen dann durch den ersten modernen Looping der Weltgeschichte. Eine lange ansteigende Linkskurve mündet in eine ebenso lange Rechtskurve, in der wir uns jedoch dem Gelände anpassen. Nach einem Tunnel folgt eine längere Gerade, die durch den Looping führt. Ein kurzer Dip nach rechts bringt uns dann in das rasante Finale der Helix. Kurz darauf erreichen wir die Schlussbremse und unsere solide Fahrt neigt sich dem Ende zu.

Viper

Die große Arrow Loopingachterbahn Viper war für mich der ausschlaggebende Grund, endlich einmal Six Flags Magic Mountain zu besuchen.  Die 1990 eröffnete Achterbahn nähert sich leider ihrem Lebensende und nach der Schließung der großartigen Loopingachterbahn Vortex im Freizeitpark Kings Islands stand Viper ganz oben auf meiner To-Do-Liste.

Nachdem wir den Lift erklommen haben, geht es gleich in einer beängstigend steilen Kurve rasant nach unten. Nach einer sehr intensiven Talfahrt geht es direkt in eine scheinbar endlose Rampe, an deren Ende uns der erste Looping gnadenlos in den Sitz presst. Nach einer weiten Linkskurve geht es in zwei weitere Loopings, die ebenfalls sehr intensiv durchfahren werden. Nach einer Steigung werden wir durch eine Blockbremse gezogen, die unsere Geschwindigkeit etwas reduziert. Nach einer Linkskurve und einer kurzen Rechtskurve geht es in einen Batwing, der uns gleich zweimal auf den Kopf stellt. Zum großen Finale geht es dann in eine Kurve, die uns direkt in die beiden Korkenzieher der Strecke führt. Nach einer langen Geraden geht es unter dem Lift hindurch und sofort in die Bremsstrecke der Anlage.

Die Fahrt auf der Viper ist noch besser als ich erwartet hatte. Die Achterbahn ist gnadenlos intensiv, hat ein sehr gutes Pacing und läuft dabei absolut ruhig. Eine absolute Top-Achterbahn, die ich während meines Besuchs im Six Flags Magic Mountain am häufigsten gefahren bin.

X2

Direkt an der Zufahrt zum Parkplatz des Freizeitparks thront die Achterbahn X2, die erste Auslieferung eines 4th Dimension Coasters und eine Wahnsinnsmaschine mit einem für eine Achterbahn wirklich untypischen Layout. Im Park selbst muss man zunächst eine Brücke überqueren, um zur Achterbahn zu gelangen. Im Gegensatz zu Fuji-Qs Achterbahn Eejanaika halten sich die Wartezeiten hier angenehm in Grenzen, so dass man recht schnell zu seiner Fahrt kommt.

Die Fahrt beginnt gleich mit einer 180°-Drehung. In Rückenlage erreicht man den Lift, bevor es auf dem Rücken liegend 75 Meter in die Höhe geht. Obwohl das sehr schnell geht, hat man noch genügend Zeit, sich den vor einem liegenden Freizeitpark genau anzusehen – ein toller Anblick.

Ein kurzer Pre-Drop bringt den Wagen wieder in Schwung und richtet uns in die ursprüngliche Fahrposition aus, bevor wir an der nächsten Kuppe frontal zum Boden bzw. in Richtung der vorderen Reihe gedreht werden. Diese Fahrposition wird dann über den größten Teil des Steilhangs beibehalten, wobei man sich im unteren Drittel einmal überschlägt, um das folgende Tal leicht nach oben blickend zu durchfahren. Im Inside-Raven-Turn wird nun die Fahrtrichtung der Schiene einmal geändert, das Element erlebt man allerdings immer noch in der Waagerechten. Der Zug selbst durchfährt, nun unter der Schiene hängend, ein Gefälle und anschließend einen Camelback, während wir vorwärts durch den dichten Stützenwald rasen und uns mit einer 360°-Drehung wunderbar überschlagen. Wieder vorwärts geht es weiter in eine überhöhte Steilkurve. Weiterhin vorwärts durchqueren wir ein kraftvolles Tal oberhalb der Station. Auf dem folgenden Hügel wechselt die Schiene in einem Fly-to-Lie Element die Richtung und wir drehen uns munter um 180°. Rückwärts geht es durch ein Tal und gleich wieder einen Hügel hinauf, an dessen Ende die Einfahrt in den Outside-Raven-Turn wartet. Auch in dieser Variante des Raven-Turns werden wir in der Waagerechten gehalten, während der Zug munter seine Fahrposition ändert und somit unter der Schiene hängend weiterfährt. Mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit rasen wir nun auf ein weiteres Fly-to-Lie-Element zu, das uns in Kombination mit der Gondeldrehung wunderbar sanft in die Bremsstrecke gleiten lässt.

X2 ist eine der heftigsten Achterbahnen, die ich bisher erlebt habe. Die Fahrt ist extrem druckvoll, raubt einem völlig die Orientierung und ist dabei erstaunlich sanft in ihren Fahreigenschaften. Man wird einfach nicht erschlagen, obwohl man wie ein Pascha breitbeinig in der Bahn sitzt. Die minimalistische, aber recht komplizierte Bügelsicherung steigert den Fahrspaß und den Respekt vor der Fahrt ungemein, auch wenn man sie schon mehrmals erlebt hat. Wie schon nach einer Fahrt mit der Eejanaika lautet das Resümee auch hier: Die Fahrt ist geil!

Bilder Six Flags Magic Mountain

Fazit Six Flags Magic Mountain

Six Flags Magic Mountain ist ein schöner Vergnügungspark. Der in den 70er Jahren eröffnete Freizeitpark nutzt das vorhandene Gelände sehr gut aus und schafft dadurch eine angenehme Atmosphäre. Aufgrund des großen Andrangs am ersten Besuchstag (bedingt durch die langen Event-Öffnungszeiten) und der reduzierten Kapazität auf fast allen Achterbahnen konnte ich nicht den besten Eindruck von Six Flags Magic Mountain gewinnen. Dies änderte sich jedoch direkt am nächsten Tag, an dem ich ohne große Wartezeiten alles problemlos erledigen konnte und bis zum Mittag mit fast allem durch war. Schade nur, dass einige Achterbahnen während meines Besuchs leider geschlossen waren.


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Dreamworld



Freizeitpark:Dreamworld (seit 1974)
Adresse:Dreamworld Pkwy
Coomera QLD 4209
https://www.dreamworld.com.au/
Betrieb:Ardent Leisure

Dreamworld GlobeDreamworld in Coomera, Queensland, ist der größte Tier- und Freizeitpark in Australien. Der Park wurde 1974 gegründet und wird derzeit von der Ardent Leisure Group betrieben. Der Park bietet eine breite Palette an familienfreundlichen Fahrgeschäften und Erlebnissen, darunter den Giant Drop – den größten Fallturm der südlichen Hemisphäre.

 
 
 

Highlights des Tier- und Freizeitparks

 




Giant Drop • Intamin Giant Drop

 

Giant Drop

Der sehr hohe Freifallturm

 


HotWheels Sidewinder • Arrow Looping Coaster

 

Gold Coaster

Die einzigartige Looping-Achterbahn durch den Wasserpark

 


Pandamonium • Zamperla Air Race

 

Pandamonium

Das intensive AirRace

 


Sky Voyager • Brogent Technologies Flying Theatre

 

Sky Voyager

Soarin‘ über Australien

 


Tailspin • Gerstlauer Sky Fly

 

Tailspin

Ein waghalsiger Flug

 


The Claw • Intamin Gyro Swing

 

The Claw

Eine großartige Schaukel

 


 
 

Ehemalige Highlights des Tier- und Freizeitparks

 




Buzzsaw • Maurer Sky Loop

 

Buzzsaw

Schleifen im Himmel

 


 

Tower of Terror II

Der umgekehrte freie Fall

 



Der finale Countdown

Geschichte des Freizeitparks Dreamworld

Im Jahr 1974 kaufte John Longhurst 85 Hektar Land, um seinen Traum vom Bau eines Freizeitparks zu verwirklichen. Mit einigen wenigen Attraktionen wurde Dreamworld am 15. Dezember 1981 für die Öffentlichkeit eröffnet. Ein Jahr später führte die erste Erweiterung zur längsten Stahl-Doppellooping-Achterbahn der Welt, dem Thunderbolt. Mit der Zeit wurde der Park immer weiter ausgebaut. Im Jahr 1989 wurde der Park an Bruce Jenkins‘ Dreamco verkauft, doch aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten von Dreamco im Jahr 1990 wurde Ernst & Young, Konkursverwalter und Manager, vom Hypothekengläubiger, der IOOF Friendly Society, beauftragt, die Kontrolle zu übernehmen. Im Jahr 1994 beendete Dreamworld erfolgreich seine Liquidation. Im Jahr 1995 wurde der Park an den singapurischen Geschäftsmann und Investor Kua Phek Long verkauft. Eine seiner ersten Investitionen brachte Dreamworld dann in aller Munde, denn 1997 kam die schnellste und höchste Achterbahn an die Gold Coast: der Tower of Terror. Zwei Jahre später wurde Dreamworld von der Macquarie Leisure Trust, der heutigen Ardent Leisure Group, übernommen.

Parkrundgang

Sky Voyager

Wenn man durch das Disneyland-ähnliche Eingangsgebäude geht, steht man direkt vor dem Dreamworld-Globus. Auf beiden Seiten des Platzes befinden sich Gebäude mit typisch australischer Architektur, aber auch ein sehr futuristisch anmutendes Gebäude, in dem das erste fliegende Theater Australiens untergebracht ist: Sky Voyager.

Der groß angelegte Bewegungssimulator von Brogent Technologies bietet einen sehr beeindruckenden Flug entlang mehrerer berühmter australischer Landschaften. Wir starten an der Gold Coast, schauen uns die Wallaman Falls an, folgen dem Tully River, fliegen über die Lancelin Sand Dunes, schauen uns die Twelve Apostels von der Seeseite aus an und erleben ein Feuerwerk am Sydney Harbour – die Szenen sind alle lose miteinander verbunden, aber die Übergänge sind immer fließend, was ein stimmiges Gesamterlebnis ergibt. Insgesamt ist Sky Voyager eines der besten Flying Theatre, die ich bisher erlebt habe.

Buzzsaw

Gleich daneben stand an einer sehr prominenten Stelle die Achterbahn Buzzsaw direkt am Rande des Parks und ganz in der Nähe des Eingangs von Dreamworld. Bei der Bahn selbst handelte es sich um einen Maurer Skyloop XT150, wie man ihn noch in vielen Freizeitparks auf der ganzen Welt findet. Es war der dritte SkyLoop, den ich ausprobiert habe und trotzdem war ich nicht wirklich beeindruckt von der Bahn. Die extreme Hangtime in 46m Höhe, die absteigende Heartline-Rolle und das Rauschen in Richtung Boden sorgen für ein tolles Erlebnis, das man aber am besten nur einmal erlebt. Buzzsaw war keineswegs ein beliebtes Fahrgeschäft, und so ist es nicht verwunderlich, dass Dreamworld die Bahn nach nur 10 Jahren Betrieb Ende August 2021 für immer geschlossen hat.

Giant Drop

Vorbei am zukünftigen Standort der Achterbahn Steel Taipan und dem ehemaligen Standort der Thunder River Rapids Ride, die nach einem tödlichen Unfall, bei dem ein Boot auf dem Lift umkippte, geschlossen werden musste, werfen wir nun einen Blick auf eine der Hauptattraktionen im Dreamland: Dem Giant Drop.

Lange Zeit gab es keinen Drop Tower, der höher war als der Giant Drop, und bis heute liegt er unter den Top drei, gleich hinter Lex Luthor’s Drop of Doom (122 m, 2012) in Six Flags Magic Mountain und Zoomanjaro: Drop of Doom (126 m, 2014) in Six Flags Great Adventure. Alle Attraktionen wurden an der Stützstruktur einer Achterbahn von Intamin befestigt. Der Giant Drop war jedoch der erste, und mit einer Fallhöhe von 115 m ist er nicht besonders niedrig.

Nur ein Jahr nach der Einweihung der schnellsten und höchsten Achterbahn der Welt, dem Tower of Terror, erhielt der 119 m hohe Dreamworld Tower seine zweite und letzte Attraktion, als zwei Drop Lanes zu beiden Seiten der Achterbahnstrecke installiert wurden. Um die Kapazität der Bahn zu maximieren, verfügen beide Bahnen über je eine Gondel für acht Personen.

Nachdem wir die stark thematisierte Warteschlange verlassen haben, nehmen wir bald in der Gondel ganz vorne Platz. Nachdem die Gurte überprüft wurden, beginnen wir bald unsere Reise zur Spitze des Turms. Während unseres Aufstiegs bringt ein Fahrzeug der Achterbahn Tower of Terror den Turm in Schwingung und schießt auf uns zu. Mit einem großartigen Blick auf die Umgebung verbringen wir dann einige Zeit auf der Spitze, bevor der Giant Drop beginnt. Der Haken gibt den Wagen frei, und wir fallen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h zu Boden, bevor wir auf die Bremse treten und die atemberaubende Fahrt zu Ende geht.

Rocky Hollow Log Ride und das Dreamworld Corroboree

Vorbei an der inzwischen geschlossenen Wildwasserbahn Rocky Hollow Log Ride, die an unserem Besuchstag nicht in Betrieb war, betreten wir nun Dreamworld Corroboree. Dieser Bereich beherbergt die Vintage Car Adventure Oldtimer-Fahrt, sowie eine Reihe von Tiergehegen. Hier können wir einheimische australische Tiere wie Dingos, Koalas und Kängurus bewundern. Interessanterweise ist der Park für sein Koala-Zuchtprogramm bekannt. Es ist recht amüsant zu sehen, wie viele asiatische Reisegruppen in diesen Teil des Parks geführt werden, nur um ein paar Fotos zu machen, auf denen sie einen Koala halten.

ABC Kids World

Durch den Kleinkinderbereich ABC Kids World, in dem sich die kleine schienenlose Themenfahrt Big Red Car rund um die australische Kindermusikgruppe The Wiggles befindet, geht es nun in Richtung der ersten Installation des Family Launch Coasters von Intamin.

Mick Doohan’s Motocoaster

Ähnlich wie der Motorbike Coaster von Vekoma bietet Mick Doohan’s Motocoaster eine Sitzposition, die der auf einem 500ccm-Rennmotorrad ähnelt. Im Vergleich dazu ist das Zugdesign etwas komplexer, was das Einsteigen etwas schwieriger macht. Hier muss man zuerst auf den Sitz klettern, den Oberkörper unter den Bügel schieben, den vorderen Teil des Motorrads zu sich heranziehen (wodurch auch die Beine fixiert werden) und dann wird der Bügel automatisch in Position gebracht. Da nur die Seitenwand des Motorrads die Beine vor seitlichen Bewegungen schützt, verhindert eine raue Oberfläche, dass sich die Beine in irgendeine andere Richtung bewegen, was die Fahrt ziemlich unangenehm macht. Allerdings kann man auch in einem Beiwagen mitfahren, der ein traditionelleres Fahrgefühl vermittelt und in den beiden hinteren Reihen des Zugs vorzufinden ist. Aufgrund der geringeren Höhenbeschränkung ist dies eine gute Möglichkeit, die Fahrt mit dem Nachwuchs zu erleben.

Nachdem das Boarding abgeschlossen und alles geklärt ist, beginnt die Fahrt sofort mit dem Abschuss. Nachdem wir die Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h erreicht haben, geht es nun in eine ansteigende, weite Kurve, die uns zum höchsten Punkt der Fahrt auf 7 m führt. Eine weite Linkskurve bringt uns wieder etwas näher an den Boden und schon bald rasen wir über einen kleinen Bunny-Hop. Nach einer weiteren bodennahen 270°-Kurve ändern wir die Richtung und steigen in einer Helix ein Stück nach oben. Danach folgt eine weite Linkskurve, die in der Mitte eine kleine Senke aufweist. Anschließend geht es in einer Reihe von Wechselkurven in Richtung des vorderen Teils der Bahn. Nach einem kurzen Hopser geht es dann auf die Bremse. Ein kurzes Wendemanöver führt dann zur Ausstiegsposition in der Station.

Mick Doohan’s Motocoaster könnte eine tolle Fahrt sein, wenn die Motorräder etwas komfortabler wären. Das rasante Layout verliert gegen Ende der Fahrt ein wenig an Schwung, hat aber eine Menge toller Kurven, die das wieder wettmachen, so dass die Fahrt in der Gesamtbewertung ein okayes Erlebnis darstellt.

The Claw und Tailspin

The Claw hingegen ist ein großartiges Fahrgeschäft. Die monströs aussehende Schaukel von Intamin zeichnet sich durch eine sehr hohe Beschleunigung aus, was wiederum zu einem sehr rasanten Erlebnis mit viel Airtime und viel Druck führt. Dieser Gyro Swing ist einfach genial!

Direkt neben The Claw befindet sich der Eingang zu Tailspin – ein Fahrgeschäft, bei dem die Fahrer aktiv steuern können, wie intensiv sie ihr Erlebnis gestalten wollen. Ich selbst bin ein Draufgänger und liebe es, auf einem Gerstlauer Sky Fly jede Menge Überschläge zu machen – etwas, das in der Vergangenheit, als die ersten Modelle aufkamen, sehr einfach zu erreichen war. Tailspin hingegen ist ein recht neues Modell und ein Überschlag ist daher nicht so einfach zu initiieren, aber dennoch zu schaffen; wenn man den ersten gemacht hat und die Flügel in Position hält, ist es ein Leichtes, viele weitere Überschläge in Folge zu machen.

HotWheels Sidewinder

Vorbei an dem geschlossenen Disk’o Coaster Shockwave geht es nun zu Dreamworlds großem Looping Coaster: HotWheels Sidewinder. Die Bahn wurde vor kurzem zum Gold Coaster umgebaut und mit einem Surfthema versehen – eine sehr passende Maßnahme, wenn ihr mich fragt.

Der Arrow Coaster, der früher als Big Dipper im Milton Points Luna Park in Sydney bekannt war, zog am Ende der Saison 2001 nach Dreamworld um. Da die Bahn speziell für den Luna Park konzipiert wurde und sich die Station hoch über dem Boden befindet, musste ein neuer Ein- und Ausstiegsweg geschaffen werden, um die Gäste zu und von der Bahn zu bringen. Leider hat sich Dreamland für eine große, spiralförmige Rampe entschieden, die zu erklimmen eine Ewigkeit dauert. Oben angekommen, überqueren wir eine kleine Brücke und warten, bis die vorherigen Gäste die Station verlassen haben und sich die Türen zum Einstieg öffnen.

Die Fahrt beginnt mit einem kleinen Gefälle aus dem Bahnhof heraus. In einer Linkskurve nähern wir uns rasch dem Lifthügel der Bahn. Auf einer Höhe von 40 m angekommen, geht es sofort wieder in eine kleine Senke und eine Kurve, bevor es nach unten geht. Mit Vollgas rasen wir nun in eine große Kurve, die uns hoch über den Boden bringt. Nach einem weiteren Drop geht es dann in eine lange Linkskurve, bevor wir in den Wasserpark Whitewater World einfahren. Hier sausen wir durch eine lange Linkskurve in Bodennähe, bevor wir die erste Inversion der Bahn einleiten: einen Sidewinder. Hier drehen wir uns zunächst nach links um die eigene Achse, bevor wir uns in einem halben Looping in Richtung Boden stürzen. Danach folgt ein vollständiger Looping. Kurz darauf geht es einen großen Hügel empor, danach rasen wir über eine lange Gerade in einen Turnaround und kommen in der Station der Bahn zum Stehen.

Der HotWheels Sidewinder ist eine sehr schöne Achterbahn, die mich ein wenig an einen Mine Train erinnert. Die Fahrt hat ein sehr spaßiges Tempo, auch wenn das Layout etwas ungünstig ist, da die Hauptelemente ganz am Ende der Bahn platziert sind. Beim HotWheels Sidewinder geht es also mehr um Geschwindigkeit und Beschleunigung als um Inversionen, und das hat mir ehrlich gesagt sehr gut gefallen. Außerdem ist die Bahn sehr ruhig, was sie zu einer guten Bahn für viele Wiederholungsfahrten macht.

DreamWorks Experience

Die DreamWorks Experience ist ein großer Themenbereich mit speziellen Bereichen für drei der beliebtesten Filme des Studios: Kung Fu Panda, Madagaskar und Shrek! Während Shrek’s Faire Faire Away viele der Kinderfahrgeschäfte des Parks beherbergt, befinden sich in den beiden anderen Bereichen jeweils eine der Hauptattraktionen von Dreamworld. Leider war die hängende Familienachterbahn Escape from Madagascar im Madagascar Madness-Bereich wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb.

Pandamonium

Neben dem Skadoosh Autoscooter gibt es im Kung Fu Panda Land of Awesomeness das Zamperla Air Race Pandamonium. Das beliebte Fahrgeschäft gibt es in zwei Varianten: Soft-Style und Hard-Style. Während man im Soft-Style-Programm nur ein bisschen zur Seite schaukelt, ohne auf den Kopf gestellt zu werden, ist das Hard-Style-Fahrprogramm der pure Wahnsinn! Ich habe schon viele dieser Bahnen mitgemacht, aber Pandamonium ist viel schneller als die meisten anderen und bietet viel mehr Überschläge. Ich hatte einen Mordsspaß!

Tiger Island

Wir könnten nun über den angrenzenden Souvenirladen zum nächsten Fahrgeschäft gelangen, aber wir möchten vorher noch einen Blick auf die Tiger Island werfen. Dieses große Areal beherbergt zwei Tiergehege sowie eine große Fläche, die für die Tiger-Vorführung genutzt wird. Hier kann man auch ein Foto mit sich und einem Tiger machen.

Tower of Terror II

Als ich meinen Australien-Trip plante, hatte ich keine Ahnung, dass Tower of Terror II geschlossen wird. Als der Park die Schließung bekannt gab, war ich sehr froh, dass der letzte Betriebstag während unserer geplanten Reise an die Gold Coast stattfinden würde, so dass ich nicht einmal die gesamte Reise umplanen musste, um meine erste und letzte Fahrt mit Intamins erstem Launch Coaster zu machen.

Als der Tower of Terror 1997 eröffnet wurde, war sie die höchste und schnellste Achterbahn der Welt. Zusammen mit Superman: Escape from Krypton in Six Flags Magic Mountain hielt die Bahn den Geschwindigkeitsrekord bis zur Eröffnung von Dodonpa im Fuji-Q Highland im Jahr 2001 und den Höhenrekord bis zur Eröffnung von Top Thrill Dragster in Cedar Point im Jahr 2003. Im Jahr 2010 wurde der Tower of Terror überarbeitet und erhielt ein neues Thema und neue Züge. Es war an der Zeit, der Schwerkraft die Stirn zu bieten, und zwar mit dem Gesicht in Richtung Boden auf dem Tower of Terror II.

Nachdem ich den ikonischen Totenkopf-Eingang und die futuristische Warteschlange passiert hatte, ging ich am 2. November, einen Tag vor der Schließung der Bahn, zum ersten Mal an Bord der Bahn. Leider war die Bahn an dem Tag, an dem wir den Park besuchten, die meiste Zeit außer Betrieb. Ich kehrte am letzten Betriebstag zurück, um mehrere Fahrten zu erleben und eine der letzten Fahrten an diesem Tag zu absolvieren. Es war ein tolles Erlebnis, durch den Schädel zu gehen und dabei Europe’s Final Countdown zu hören.  Insgesamt war die Begeisterung der Enthusiasten, die letzte Fahrt im Escape Pod zu erleben, geradezu ansteckend.

Die Fahrt selbst war ein aufregendes Erlebnis. Nach der Freigabe des Fahrzeugs werden die Lichter des Einstiegsbereichs heruntergefahren und ein Countdown eingeleitet. Der Lichteffekt im Tunnel wird immer schneller, und plötzlich beginnt das Fahrzeug zu beschleunigen. In den nächsten sieben Sekunden beschleunigen wir auf die Höchstgeschwindigkeit, bevor wir damit beginnen, den Turm zu erklimmen. In der Vertikalen verliert der Wagen mehr und mehr an Schwung, während wir eine der feinsten Airtime auf einer Achterbahn erleben. Einige Sekunden lang sind wir nun der Schwerelosigkeit ausgesetzt, bevor wir wieder in die Tiefe stürzen. Dann rasen wir zurück in den Tunnel, wo wir unsere Geschwindigkeit sanft verringern und in der Station zum Stehen kommen. Nach dem Ausstieg aus der Bahn gehen wir durch einen kleinen Korridor und fahren mit dem Aufzug in den Shop.

Tower of Terror II war eine großartige Achterbahn! Die Fahrt stand ganz im Zeichen des Abschusses, der durch die Lichteffekte und den Lärm im Tunnel perfekt in Szene gesetzt wurde. Es fühlte sich für eine sehr lange Zeit einfach superschnell an. Auf dem Turm angekommen, überraschte die Bahn durch ihre lange Airtime und die Aussicht nach unten. Ich war froh, dass ich die Chance hatte, eine so kultige Achterbahn an ihren letzten Betriebstagen zu erleben. Ich wünschte nur, ich könnte es noch einmal tun.

Bilder Dreamworld

Fazit Dreamworld

Dreamworld ist ein sehr schöner Themenpark mit einer sehr soliden Fahrgeschäftsammlung. Man kann problemlos einen ganzen Tag in dem Park und dem angrenzenden Wasserpark Whitewater World verbringen. Informiere dich jedoch im Voraus, welche Fahrgeschäfte am Tag deines Besuchs geschlossen sind, denn leider wurde das Angebot des Parks in den letzten Jahren stark reduziert und geschlossene Attraktionen vermitteln vielleicht nicht den besten Eindruck von dem Freizeitpark. Da neue Attraktionen in Planung sind, kann ich nur hoffen, dass sich die aktuelle Strategie der Ardent Leisure Group auszahlt.

 

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