WAA!!! Walibi à la française

Die Geschichte von Walibi Rhône-Alpes

À chacun son WAA!! Während ich mir mal eben das Buch von Dominique Fallon heraussuche um euch mit munteren Fakten über das einstiege Avenirland in Frankreich zu unterhalten, dürft ihr euch bereits über den tollen Lautschrei aus Walibi Rhône-Alpes amüsieren. Eddy Meeùs, seines Zeichens Gründer des belgischen Freizeitparks Walibi und exklusiver Wasserskianlagenvertreiber in Belgien hat im Jahr 1981 das Angebot bekommen Anteile an dem französischen Freizeitpark Avenirland bei Les Avenières zu übernehmen. Dieser recht kleine Freizeitpark in der Nähe von Lyon bot seit dem Jahr 1979 eine kleine Ansammlung von Fahrgeschäften aus dem Hause Mack und Soquet in einer – nicht unbedingt zum Namen passenden – Westernkulisse. Meeùs und ein französischer Fahrgeschäftehersteller übernahmen erst einmal 40% der Anteile, ehe dann bereits zwei Jahre später beide jeweils 50% besaßen.  Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Partien führten dann dazu, dass zum Ende des Jahres 1985 alle Anteile bei Meeùs lagen.

1986 folgte die Eröffnung des Schwimmbads Aqualibi und somit der erste Wasserpark der Gruppe. Zwar gab es bereits 1975 Pläne in Wavre ein Schwimmbad zu errichten, doch auf Grund fehlender Mittel wurden diese nie realisiert. Zehn Jahre später besuchte Dominique Fallon den Freizeitpark Duinrell samt nagelneuen Tikibad, woraufhin die Idee für das Schwimmbad Aqualibi in Belgien geboren wurde. Eddy Meeùs selbst konnte erst im Januar 1986 von der Idee überzeugt werden. Daraufhin ging eigentlich alles sehr schnell. Beide Aqualibis eröffneten in einem engen Zeitfenster, wobei der französische Wasserpark auf Grund seiner Lage nur während der Sommermonate geöffnet sein würde und daher im Vergleich zum belgischen Aqualibi – der seinerzeit den Status Quo für Wasserparks in Belgien stellte – eher spärlich ausfiel.

Zwei Jahre später erhielt der Park mit dem Boomerang seine erste Großachterbahn.  Der jedoch ausgebliebene Besucheransturm bedeutete beinahe das Aus für den Freizeitpark. Der Park hatte ein Imageproblem und Dominique Fallon hatte die Lösung. Die Marke Walibi war durch extensive Werbung über den luxemburgischen Radiosender RTL in ganz Frankreich bekannt – obgleich sich die Werbung ja immer stets an die frankophonen Belgier richtete – und mit der neuen Raftinganlage Radja River war man gerade in aller Munde. Das Avenirland sollte also seinen eigenen Radja River bekommen, ebenso sollte der Park in Walibi Rhône-Alpes umbenannt werden. Innerhalb eines Jahres konnte man somit die Besucherzahlen von 250000 auf 450000 steigern.

Die 90er Jahre sind geprägt vom rasanten Wachstum der Walibi Gruppe, während Walibi Rhône-Alpes ein wenig in den Besucherzahlen stagnierte. 1997 folgte dann der Verkauf eines Großteils der Gruppe (Ausnahme waren die beiden Brüsseler Attraktionen Mini Europe und Océade die fortan von Thierry Meeùs geleitet wurden) an Premier Parks. Unter der Ära Six Flags stabilisierten sich die Besucherzahlen wieder bei 400000 Besuchern. 2004 folgte dann die Übernahme durch Star Parks, einer von Palamon Capital Partners ins Leben gerufene Freizeitparkkette. Im Jahr 2006 erfolgte dann der Verkauf an die Grévin & Cie, also der heutigen Freizeitparksparte der Compagnie des Alpes.

Fortan hatte also Paris das Sagen und als erste Aktion wurde der Wasserpark Aqualibi massiv erweitert. Auch erhielt er mit L’île aux Pirates einen neuen Namen. 2011 folgte dann die größte Neuerung des Parks, als das knuffige Känguru sein eigenes Universum spendiert bekommen hat und anschließend deutlich moderner aufgestellt war. In Folge dessen hat auch der Wasserpark seinen ursprünglichen Namen erneut erhalten. Große Teile Walibi Rhône-Alpes wurden umgestaltet und unterlagen nun dem Leitmotiv rund um die beiden fiktiven Bands WAB und The SkunX. Auch wenn die Neuausrichtung insgesamt gesehen nur von kurzer Dauer war, so war sie wegweisend.

Mittlerweile liegt die Entscheidungsgewalt über die Ausrichtung des Vergnügungsparks nicht mehr ausschließlich in Paris, wodurch sich die einzelnen Parks nach ihrem eigenen Bedarf entwickeln können. Dass seit nunmehr sieben Jahren jedes Jahr eine Neuheit in Rhône-Alpes geboten wird ist eine überaus interessante Entwicklung. Dass besagte Neuheiten auch jedes Mal in Perfektion auf den entsprechenden Bereich abgestimmt werden, das schafft nicht jeder Park.

Parkrundgang

Dock n Roll und Hurricane

Es ist also kaum verwunderlich, dass mich der Park gleich nach Betreten des neu geschaffenen Eingangsbereichs absolut begeistern konnte. Walibi Rhône-Alpes ist schlichtweg schick, woran auch der neu geschaffene Themenbereich Festival City mit seinem Rockin‘ Tug Dock n Roll und dem Vertical Swing Hurricane, sowie das 4D-Kino des Parks beteiligt ist. Leider war der Kettenflieger zum Zeitpunkt des Besuchs noch in Bau, die Gestaltungsidee mit der Vielzahl an Ventilatoren gefiel mir sehr.

Bamba

Aus dramaturgischen Gründen begeben wir uns nun entgegen dem Uhrzeigersinn durch Walibi Rhône-Alpes. Dabei treffen wir alsbald auf den ursprünglichen Hauptbereich des Parks, der eigentlichen Westernstadt, die heutzutage natürlich quietschbunt daherkommt um den Look der Comicvorlage Morvans, L’Hermeniers und Wuyes gerecht zu werden. Dieser Bereich weist eine Vielzahl an Restaurants und Familienfahrgeschäften auf, darunter ein Karussell, eine Oldtimerbahn, sowie ein Autoskooter, aber auch zwei rasantere Fahrgeschäfte. Den Anfang macht dabei der Mack Calypso Bamba, der eine solide, wenngleich auch monotone, Fahrt bot und mit seinen fast 40 Jahren immer noch das Familienpublikum zu begeistern weiß.

Skunx Tower

Die Hauptattraktion in diesem Bereich ist der Skunx Tower, der damals von Premier Parks als Totem Infernal in den Park gestellt wurde. Dieser 57m hohe Abschussfreifallturm von S&S Power macht das, was ein Freifallturm der Firma im Space Shot Programm so macht und befördert einem mit ordentlich Schmackes rasant nach oben. Dort angekommen passiert jedoch etwas, was man so eigentlich gar nicht erwartet und so wird man überaus ordentlich in den Schulterbügel befördert. Airtime olé! Das man dann mit einem breiten Grinsen aus der Fahrt aussteigt versteht sich natürlich von allein und wäre die Schlange an so einem Turm nicht immer gleich so lang, man würde ruck zuck wieder einsteigen. Ein toller Turm, den man nicht verpassen sollte!

Aqualibi

Den Wegen folgend überschreiten wir mal eben die Gleise der Parkeisenbahn und sehen uns dann den Wasserpark Aqualibi ein wenig von außen an. Dieser war entsprechend zur Jahreszeit noch nicht in Betrieb und auch die interessant wirkende Rutsche Coursaire lag auf einem Gelände neben dem Wasserpark herum. Eigentlich wollte ich immer mal nach Walibi Rhône-Alpes um den Park mitsamt Wasserpark auszutesten, nun war ich etwas zu früh dran. Das macht jedoch nichts, denn der Wasserpark wird ggbfs. demnächst ein weiteres Mal massiv erweitert, um dann als eigenständiger Wasserpark wie auch in Wavre die Gäste unterhalten. Die besagte Röhrenrutsche mit dem sich stetig verengenden Kurvendurchmesser interessiert mich wirklich sehr.

Bambooz River

Direkt gegenüber dem Eingang zum Bad steht die moderne Wildwasserbahn Bambooz River aus dem Hause Interlink und Soquet. Im Jahr 2012 errichtet war diese Anlage die erste neue Attraktion seit dem Rebranding. Die Fahrstrecke steht dabei relativ nackt in der Gegend herum, wird aber durch größere Stahlskulpturen eindrucksvoll geschmückt. Die Fahrt weißt zwei Schussfahrten unterschiedlicher Höhe auf, wobei die kleinere zudem eine doppelte Abfahrt vorweisen kann. Beide machen nass. Tatsächlich kann einem der Bambooz River regelrecht soaken, das ist durchaus toll und erwünscht. Leider aber darf man keine der Wasserfahrten in den französischen CDA Parks allein fahren, weswegen ich es nur bei einer Fahrt beließ und was vor allem bei der nächsten Anlage auf unserem Parkrundgang seltsam anmutet.

Tam Tam Aventure

Wir begeben uns nun nämlich auf einem französischen Klassiker, der Tam Tam Tour bzw. dem Tam Tam Aventure, wie sich die ewig lange Bootsfahrt nach ihrer Umgestaltung nennt. Da ich die Anlage aus Walibi Aquitaine – also dem heutigen Walibi Sud-Ouest – kenne war ich sehr gespannt darauf, ob die Fahrt auch hier einem durch ein monotones Quaken unzähliger Frösche zum Wahnsinn treibt. Es kam anders. Sogar sehr.

Da ich nicht allein im Boot fahren durfte, zur Besuchszeit jedoch der einzige weit und breit war, durfte ich noch etwas auf andere Mitfahrer warten. Gut, dass innerhalb nur weniger Minuten gleich eine große Meute Mädels auf einem Junggesellenabschied vorbeikamen. Es wurde gesungen, getrötet und natürlich auch getrommelt, immerhin gibt es extra dafür in den Booten verbaute Trommeln. Eigentlich soll man ja im entsprechenden Rhythmus zu den verbauten Filmszenen trommeln – aber das macht nun wirklich keiner. Die Fahrt selbst hat einen tollen Schauwert, die Szenen sind wirklich kreativ und witzig gestaltet. Ebenfalls werden diese höchst ironisch von einem Erzähler wiedergegeben. Das macht schon wirklich viel Spaß und gibt der alten Bootsfahrt auch weiterhin eine Daseinsberechtigung.

Coccinelle

Apropos Daseinsberechtigung, kommen wir nun zur Coccinelle. Seit 1992 unterhält diese klassische Marienkäferbahn in ihrer größten Ausführung die Parkgäste aus Walibi Rhône-Alpes. Die Achterbahn mit dem Layout einer nebeneinanderliegenden doppelten Acht wusste wie immer zu überzeugen, nur leider durchfuhr man die Strecke nur eine einzige Runde lang. Das ist natürlich etwas Schade, immerhin sind diese Anlagen für einen Mehrrundenbetrieb prädestiniert.

Mini Ferme und Les plongeurs de l’extrême

Eine unerwartet lange Zeit verbrachte ich dann auf der Mini Ferme, einem kleinen Nutztierzoo. Dieser ist wirklich anschaulich gestaltet und doch überraschend weitläufig. Es ist schon erstaunlich wie viele französische Familienparks einen solchen Bereich vorweisen können, die Mini Ferme hier in Walibi Rhône-Alpes gehört dabei zu einem der schönsten Vertreter und eignet sich gerade für Familien mit kleineren Kindern dazu die Zeit gnadenlos zu vertrödeln oder aber zumindest die Zeit bis zur nächsten Wet Side Story zu nutzen. Les plongeurs de l’extrême bieten eine tolle und absolut sehenswerte Acapulco-Todesspringershow zu Tage.

Gold River

Kommen wir nun zur Raftinganlage Radja River, die seit der Errichtung der – zumindest in Teilen darüber verlaufenden – MonORrail zum Themenbereich Explorer Adventure gehört und seitdem auf den Namen Gold River hört. Im Gegensatz zum Original aus Belgien handelt es sich beim hiesigen Radja River um eine Anlage aus dem Hause Soquet, die immerhin über acht Sitzplätze per Boot verfügt. Die Fahrt durch den Stromschnellenkanal verläuft jedoch recht gemächlich und ohne größeres Highlight.

Hingegen war ich von der darüber verlaufenden Monorail ganz angetan. Ebenfalls aus dem Hause Soquet punktet diese nämlich mit recht ungewöhnlichen Einsichten auf den Vekoma Boomerang des Parks, sowie mit einer grandiosen Laufruhe. Ein echt tolles Ding.

Timber!

Vorbei am großen Amphitheater des Parks, welches nur in den Sommermonaten bespielt wird, zieht es nun immer mehr in Richtung der Holzachterbahn Timber!. Davor jedoch widmen wir uns der Stimmungskanone Le Galion, immerhin sind wir ja in Frankreich. Diese Schiffschaukel aus dem Hause HUSS wäre eigentlich nicht weiter erwähnenswert, hätten die Sitzflächen hier nicht bereits verbaute Sitztrenner, womit auch kleinere Kinder auf jedem Sitz absolut sicher mitfahren können. Da mit diese Sitztrenner auf keinem Pirat bisweilen untergekommen waren, war ich ganz schön erstaunt.

“It’s going down, I’m yelling timber! You better move, you better dance”. Irgendwer muss den Song von Pitbull ganz schön gemocht haben, denn der Ausruf Timber! war zuvor bestimmt keinem Franzosen bekannt. Umso schöner nun eine Montagne russe en bois aus ganz vielen timbres im Park stehen zu haben. Hersteller dieser Schönheit ist der amerikanische Hersteller Gravity Group, deren Gründer sich zuvor für zahlreiche Werke des Herstellers Custom Coaster International, kurz CCI auszeichneten. Seit einiger Zeit baut die Firma vorwiegend kleinere Holzachterbahnen, was sie vor allem für kleine bis mittelgroße Vergnügungsparks interessant macht. Kein Wunder also, dass Walibi Rhône-Alpes damals zugegriffen hat.

Die wilde Fahrt in den kurzen Zügen beginnt recht flott mit der Erklimmung des gerade einmal 17m hohen Lifthügels. Nach einer engen Wendekurve stürzt sich der Zug unter passender Musikbemalung gnadenlos über die viel zu enge Kuppe hinunter. Mit massig Airtime absolvieren wir den First Drop der Anlage, wie auch den anschließenden recht bodennahen Hügel. Nach einem kurzen Knick nach Links schlängeln wir uns nun über drei Kuppeln, einmal in die eine Richtung und dann in die andere Richtung geneigt, nach oben und werden dabei jedes Mal brachial aus dem Sitz gerissen. In einer bodennahen Rechtskurve nähern wir uns der Parkgrenze, schießen dabei ein weiteres Mal über einen sehr flachen Hügel und wenden und schlussendlich wieder von ihr ab. Unterhalb der dritten Hügelkuppe vollziehen wir nun ein wildes und airtimereiches Wendemanöver. Just darauf preschen wir durch eine weitere Wendekurve um kurz darauf über einen Hügel zu fliegen. Nach einer Rechtskurve folgt nun eine Reihe von kleineren Hügeln, wobei die Geschwindigkeit in einer Reduzierbremse vorher ein wenig gemindert wird. Ehe man sich versieht erreicht man auch bereits die Bremsstrecke der Anlage und der kurze und überaus wilde Ritt nimmt ein Ende.

Timber! ist eine außerordentlich tolle Achterbahn, die fantastisch inszeniert wurde und die durch ihre überaus knackige Fahrweise punktet. Vergleicht man die Fahrweise der Achterbahn mit denen der hierzulande eher bekannten Holzachterbahnen des Herstellers GCI, so ist das was die Gravity Group hier auffährt eine ganz schöne Ansage. Leider aber gibt es an der Anlage ein kleines Detail, welches mir den Spaß ein wenig trübt und das sind die Züge! Timberliner mögen ja ihre Berechtigung haben, zumal sie gerade kleineren Kindern eine sichere Fahrt ermöglichen. Doch, was um Himmels Willen sollen die Scheuklappen an den Zugseiten? Die bescheuerte Bügelkonstruktion lass ich den Hersteller noch durchgehen, denn die sind eigentlich nur schwerfällig, aber die Scheuklappen beschränken einem doch schon sehr. Man sitzt einfach nicht bequem. Nichts desto trotz, eine gute Anlage – wegen der verwendeten Züge jedoch nicht mein Highlight.

Woodstock Express

Vorbei am Zamperla Barnyard Volt-O-Vent zieht es uns nun in Richtung der Wilden Maus Woodstock Express. Dieses italienisches Mausachterbahnkonstrukt aus dem Hause Zamperla bietet dabei ein ähnliches Fahrvergnügen wie die Anlagen von L&T Systems, jedoch mit einem kleinen, aber überaus feinen Unterschied gleich zu Beginn der Fahrt. Während die anderen Mäuse nämlich ihre Fahrgäste in einer Rechtskurve in den Lifthügel der Anlage geleiten schießt die Zamperla Maus in einem kurzen Gefälle aus der Station heraus, ehe es im Lift dann einmal ordentlich Rumms macht. Da ich besagtes Verhalten bereits aus Walibi Sud-Ouest kannte war ich dementsprechend vorbeireitet und stützte mich bis zum besagten Moment von der Rückenstütze ab. Hierauf folgte dann eine absolut butterweiche Fahrt, für die ich mich immer wieder gerne angestellt habe.

EqWalizer

An der Bootsrutsche Surf Music vorbei geht es nun zur letzten Achterbahn des Parks und meinem persönlichen Favoriten, dem Vekoma Boomerang EqWalizer. Nun könnte man sich fragen, warum denn ausgerechnet ein Boomerang besser sein soll als eine abgedrehte und äußerst kraftvolle Holzachterbahn. Die Antwort darauf ist simpel: Der Zug.

Vekoma Boomerangs sind per se überaus lustige Achterbahnen, die sowohl auf der Vorwärts-, wie auch auf der Rückwärtsfahrt durch Cobra Roll und Looping mit Leichtigkeit überzeugen können; wenn sie sich denn gut fahren und zumindest das tun sie in Europa durch die Bank gut. Natürlich gibt es bessere Achterbahnen, aber wenn ein Boomerang ganz plötzlich Schulterbügelfrei unterwegs ist dann muss man sich schon verdammt gut anstellen um gegen eine solche Anlage zu bestehen. Die ungewöhnlich hohe Freiheit in den Sunkid Zügen kommt der Fahrt überaus zu Gute und macht tatsächlich Hunger auf Wiederholungsfahrten und hier im Park muss man dafür auch nicht jedes Mal 5€ berappen wie auf dem Wiener Prater.  Jedoch habe ich auch beim EqWalizer kleinere Kritikpunkte, die zumindest in Teilen die Fahrt betreffen, sie jedoch nicht in der Qualität mindern. So ist der Einstieg in die jeweils zweite Sitzreihe eines Wagens eine überaus enge Prozedur, die man mit einer etwas anderen Bügelform sicherlich optimieren könnte, ebenfalls lief der Onboardsound bei meinem Besuch nicht; dies kann jedoch auch nur temporär der Fall gewesen sein. Summa Summarum also ein geiles Ding!

Bilder Walibi Rhône-Alpes

Fazit Walibi Rhône-Alpes

Walibi Rhône-Alpes stand – als letzter verbleibender Walibi Park – schon länger auf meiner Bucketlist und zum Glück steht er dank den kommenden Neuheiten schon längst wieder auf der Liste. Der Park hat einen echt tollen Charme und überzeugt durch sein echt stimmiges Gesamtpaket. Auch hat der Park ein sehr angenehmes Publikum, was den Familienparkcharakter noch einmal stärkt. Schön war es auch immer wieder auf die Junggesellenabschiedstruppe zu stoßen, die sich wirklich jedes Mal für die Fahrt mit Ihnen auf Tam Tam Aventure bedankt haben. Auf jeden Fall hätte ich mir keinen besseren Auftakt für meine Achterbahnreise denken können, obwohl an diesem Tag in Le Pal die Achterbahn Yukon Quad seine Premiere feierte, aber die gucken wir uns im nächsten Bericht an.


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Im Reich des kleinen Zaren

Kärnapulten und der kleine Zar

Der kleine Zar

Eigentlich dürfte man nur sehr wenig über die Geschichte einer neu errichteten Achterbahn erzählen können, eigentlich. Bei der Achterbahn Der kleine Zar verhält es sich anders, denn abseits der ihr zugeordneten Hintergrundgeschichte, hat sich eine eigene Hintergrundgeschichte bezüglich der Fertigung ergeben, wodurch die Anlage erst in diesem Jahr errichtet werden konnte und nicht so wie vorgesehen bereits im Vorjahr. Das Standardmodell des italienischen Herstellers Preston & Barbieri, welches bereits unter Anderem im schwedischen Freizeitpark Liseberg seine Runden dreht, entsprach nicht den aktuellsten Normen und konnte daher nicht in Deutschland zugelassen werden. Entsprechende Anpassungen an der Kleinstachterbahn dauerten dann etwas länger als gedacht, so dass der bereits hergerichtete Bauplatz vorübergehend mit zwei Kinderfahrgeschäften gefüllt wurde. Zum Saisonbeginn eröffnete die Anlage dann ohne weitere Probleme.

Die Fahrt auf dem kleinen Zaren beginnt mit der Ausfahrt aus der gekrümmten Station hinein in den Lifthügel der Anlage. Oben angekommen folgt ein kleiner Dipp, woraufhin sich die flotte Abwärtshelix der Achterbahn anschließt. Im Tal erlebt der Nachwuchs dann wunderbar ausgeprägte Kräfte, ehe sich ein kleiner Hügel mit entsprechenden Wechselspiel anfügt. Hierauf wird dann sogleich die Station erreicht und drei weitere Runden folgen.

Der kleine Zar ist eine überaus nette Achterbahn für die jüngsten Gäste des Hansa Parks bzw. für die Parkgäste, denen die anderen Achterbahnen noch zu furchteinflößend sind. Die Fahrt kann man dabei durchaus als rasant bezeichnen, da die Beschleunigungswerte durchaus ausgeprägt sind und ein tolles Wechselspiel bieten.

Kärnapulten

Als zweite und ursprünglich für dieses Jahr geplante Neuheit eröffnete kurz nach Saisonstart die Gerstlauer-Sky-Fly-Anlage Kärnapulten. Der Klassiker unter den Selbstbedienüberschlagskarussellen zeigt sich auch hier in einem todschicken Gewand, doch das Fahrverhalten kann sich nicht mit den anderen Anlagen dieser Art vergleichen. Während sich dort nämlich auf ausgewählten Plätzen mit etwas Übung eine hohe Anzahl an Überschlägen einstellt, so ist es hier ein Wunder überhaupt einen Drehwurm (und ein zu einem Kreis verengtes Blickfeld) zu bekommen; man bietet also nicht das bewährte Fahrvergnügen für Sky-Fly-Veteranen, für alle anderen Fahrgäste bleibt es natürlich gleich. Grund dafür ist der große Turm der Achterbahn Kärnan, der die Fahrdynamik merklich beeinflusst.

Bilder Hansa Park

 


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Das Vermächtnis der Dinocittà

Die Geschichte der Cinecittà World

Die Historie des Filmstandorts Rom reicht bis ins Jahr 1937 zurück, als hier die Filmstadt Cinecittà gegründet wurde. Ausgestattet mit den damals modernsten Ateliers Europas, einem Backlot und einer Kopieranstalt, wurden bis zum Jahr 1943 gut 300 Filme produziert. Bombardiert von den Alliierten und von den Nazis geplündert wurde die Filmproduktion nach Venedig verlegt. Nach Kriegsende diente die Filmstadt zwei Jahre lang als DP-Lager, ehe die Filmproduktionsstätte zu ihrem eigentlichen Nutzen zurückfand. In den 50er Jahren erlebten die Cinecittà Studios ein goldenes Zeitalter, wohl auch durch die Filmförderung des italienischen Staates, und diente als Filmstätte bedeutsamer Hollywoodfilme wie z.B. Ben-Hur.

Auf Grund stetig steigender Nachfrage und begrenzter Studiokapazitäten gründete der Produzent Dino de Laurentiis, mit der Dinocittà, das damals größte Filmstudio der Welt, ebenfalls im Süden der italienischen Hauptstadt. Hier entstanden vor allem historisch-monumentalische Filme wie Barabbas (Italien 1961, Richard Fleischer), Waterloo (Italien/UdSSR 1969, Sergej Bondartschuk) und John Hustons Mammutwerk La Bibbia (Italien 1966). Auf Grund der Anfang der 70er Jahre zurückgefahrenen Subventionen konnte sich das Filmstudio jedoch nicht lange halten und so wurde im Jahr 1973 das Gelände an den italienischen Staat verkauft. Dino de Laurentiis produzierte fortan in den Vereinigten Staaten und die Dinocittà blieben ungenutzt; obgleich nicht vergessen. Pläne Anfang der 2000er Jahre die Studios unter dem Namen Roma Studios zu führen wurden rasch verworfen und die Cinecittà Holding übernahm das Gelände.

Ursprünglich für das Jahr 2012 geplant eröffnete der Filmpark Cinecittà World im Sommer 2014 zum ersten Mal seine Pforten. Unbezahlte Rechnungen und mangelnde Besucher, trotz der erstaunlicher Weise mal nicht zu hoch gegriffenen 1.5 Millionen anvisierten Besucher, ließen den Park schnell in einem negativen Licht dastehen. Kurzfristige Absagen von saisonalen Events und der geplanten Winteröffnung sorgten zudem schnell für Zweifel, ob der Park jemals wieder öffnen würde. Nach einer Umstrukturierung über die Wintermonate öffnete der Park jedoch pünktlich zu Ostern.

Parkrundgang

Durch ein aufwendig gestaltetes Eingangsportal betritt man den Park direkt in die Cinecittà Street, der Main Street des Parks, inspiriert nach dem New York der 20er Jahre. Obwohl das Set nur generisch angelegt ist, also keinem Film nachempfunden wurde, versprüht dieser Bereich sehr viel Charme, sofern er nicht auf Grund mangelnder Besucher wie eine Geisterstadt wirkt. Die Gestaltung ist im Allgemeinen sehr hochwertig und mit allerhand Details bestückt, so dass der erste, sowie auch letzte Eindruck des Parks zwangsläufig ein positiver ist.

Aktium

Zur linken der Mainstreet erstreckt sich das Set um Aktium, einem aufwändig gestalteten Super Splash aus dem Hause Mack Rides. Dieser soll die Seeschlacht bei Actium darstellen, in der sich Octavian, der spätere Kaiser Augustus, gegenüber Marcus Antonius und der ägyptischen Königin Kleopatra VII behauptete und sich dadurch die Alleinherrschaft im Römischen Reich sicherte. So gewalttätig besagte Schlacht war, so imposant zeigt sich der Bereich um die Anlage und erneut merkt man, dass in der Cinecittà World mit Qualität geklotzt statt gekleckert wird.

Nachdem man die großzügig ausgelegte Warteschlange hinter sich gelassen hat kann die Fahrt auch gleich beginnen. Ohne großes Vorspiel geht es direkt den ersten Lifthügel hinauf, wo man sich in einer ruppigen Kurvenfahrt dem ersten Gefälle nähert. Dieses verläuft, ähnlich diversen größeren Spillwateranteranlagen, ohne große Spielereien direkt ins kühlende Nass. Eine Wendekurve später klettert das Boot erneut gen Himmel und absolviert ebenfalls eine recht ruppige Linkskurve. Wo sich bisweilen die Anlage für diese Achterbahnart recht untypisch zeigte wird in der zweiten Schussfahrt der wahre Charakter offenbart. Mit ordentlich Schwung passiert man nun ein Tal und hebt auf dem angrenzenden Hügel ein wenig ab ehe man mit dem Wasser in Berührung kommt. Nach etwas Rumgeschippere durch den Kanal erreicht man alsbald die Station und wird unter tosenden Applaus vom Personal verabschiedet.

Aktium ist ein netter Spillwaterersatz, der jedoch die Grenzen dieser Achterbahn zeigt und den Grund offenbart, warum fast alle anderen Anlagen dieses Typs Drehteller anstelle von Kurven für die Wendemanöver nutzen. Abgesehen von den eckigen Kurvenpassagen fährt sich die Anlage ohne sonstige Mäkel, obgleich der Nässegrad gerne etwas höher hätte sein können.

Studio 1

Über den Piazza Dino de Laurentiis mit all seinen Springbrunnen und Fontänen und vorbei am Studio 1, in dem, typisch für Italien, eine Zaubershow stattfand, die bis auf die zeitintensive Gedankenlesenummer (welche nur auf Italienisch dargeboten wurde), sehr professionell inszeniert wurde, jedoch leider nicht ganz so sehenswert war, wie die vergleichbare Show im Movieland Park, geht es zur größten Attraktion der Cinecittà World, der 10-Inversionsachterbahn Altair CCW-0204.

Altair CCW-0204

Vielen ist dieser Achterbahntyp bereits aus dem englischen Freizeitpark Thorpe Park bei London bereits hinreichend bekannt, doch im Gegensatz zu dem einstigen Rekordbrecher, befördert man die Fahrgäste ein wenig schneller und ohne störanfälligen Kettenlift auf die Ausgangshöhe von 33m und schleudert diese dann, nach einem aufregenden Start, in Zügen ohne Schulterbügel durch die Überschlagselemente. Ein wuchtiges Raumschiff dient als überdimensioniertes Stationsgebäude, in dem die Menschheit nach mehr als vier Jahrtausende zur Erde zurückkehrt und sich die Frage stellen muss wer denn nun der Außerirdische ist, die sich hier entwickelten Lebewesen, oder wir, die sie im 22. Jahrhundert verlassen hatten?

Während die Hintergrundgeschichte zu Altair viel Raum für philosophische Diskussionen bietet, so direkt geht es mit dem Wagenverbund, dessen Bügelsystem sehr dem der Wasserachterbahn Divertical im Mirabilandia ähnelt, dem Lifthügel empor. Oben angekommen passiert man recht gemächlich die Kuppe und stürzt sich sogleich gen Boden. Mit ausgeprägter Geschwindigkeit und ebenso ausgeprägten Druck durchfährt man eine steil abfallende Linkskurve, ehe man die erste Inversionsfigur, einem Looping, emporschießt. Diesen durchquert man in gewohnter Intensität, woraufhin sich ein kleiner Hügel anschließt mit etwas Airtime. Im darauffolgenden, etwas tiefergelegten Tal, wird eine Cobra Roll eingeleitet, die ebenso souverän durchquert wird. Nach nun bereits drei Überschlägen wird mit zwei Korkenziehern die Halbzeit der Anlage eingeläutet.  Nach einer weiteren Linkskurve oberhalb der ersten Abfahrt wird die vierfache Herzlinienrolle nach links führend eingeleitet. Durch die freiere Sitzposition absolviert man diese mit leichten seitlichen Überhang und somit dem Gefühl stets herausfallen zu können. Hieraufhin durchquert der Zug eine letzte Linkskurve und im Anschluss die finale Inversion, eine rechtsführende Heartlineroll, hinein in die Bremsen. Im Gegensatz zu Colossus im Thorpe Park ist diese Rolle jedoch ein wenig ernüchternd, da sie sich identisch mit den vorangegangenen Rollen fährt und somit keine Überraschung mehr bietet.

Altair ist eine tolle Achterbahn mit hervorragenden Fahreigenschaften und einer, im Vergleich zum Original deutlich verbesserten, Sitzposition. Jedoch hat auch Colossus seine Stärken, die sich vor allem in der grandiosen letzten Rolle und der besseren Integration in das Gelände widerspiegeln; sie ist schlichtweg fotogener, obwohl auch Altair keinesfalls fotoscheu ist. Der abgeänderte First Drop fährt sich grandios und auch die fehlenden Vibrationen in Looping und der anschließenden Cobra Roll machen die Fahrt, ebenso wie die nicht vorhandene Warteschlange zu unserem Besuchspunkt, zu einem Garanten für Wiederholungsfahrten.

Erawan

Durch die hübsche Westernstadt Ennio’s Creek, benannt nach dem Komponisten zahlreicher Italowestern Scores Ennio Morricone, wo in Laufe der Saison ein Grusel-Walkthrough erziehen soll, und vorbei an den Studios 3,4 und 5 (wobei in Studio 4 ein 4D Kino und in Studio 3 ein Kinderspielplatz erreichtet wurde) geht es in Richtung der imposantesten Anlage des Parks, dem Freifallturm Erawan. Dieser optische Leckerbissen beinhaltet vier Fahrspuren, wobei zwei Spuren pures Fallvergnügen im Stehen bieten und die anderen zwei Spuren ihre Fahrgäste im Sitzen unterhalten. Alle Gondeln werden vor dem Fall nach vorne geneigt, was im Allgemeinen für ein tolles und überragendes Fahrgefühl sorgt. Doch auch abseits der Sonderfeatures ist Erawan ein grandioser Turm. Der reine Fall erreicht dabei ähnliche Qualitäten wie Apocalypse aus dem englischen Freizeitpark Drayton Manor, welcher aus meiner Sicht der beste Freifallturm in Europa ist, nur ist man, durch das Fehlen der urkomischen Stehgondel mit Flur, eine Erfahrung ärmer. Erawan ist zweifelsohne der am besten gestaltete Giant Drop weit und breit und bietet zudem eine grandiose Fahrt, welche man auf keinen Fall verpassen sollte.

Darkmare

Nur wenige Meter von Erawan entfernt befindet sich der Eingang zu Darkmare, der Familienachterbahn des Parks mit einer überaus düsteren Geschichte. Thematisch greift man Dante Alighieris Göttliche Komödie auf, welche in den 50er Jahren in der Studiohalle 2 verfilmt werden sollte. Dabei kam es jedoch zu zahlreichen merkwürdigen Unfällen und schlussendlich einem Brand, woraufhin der Dreh gestoppt wurde; danach passierte nichts.

Nach Jahren des Stillstands wagen wir uns also in die Halle und erleben dabei einen wilden Ritt durch die Hölle, welcher mit einer kurzen Abfahrt in einer Rechtskurve, hinein in den Lifthügel der Anlage beginnt. Dabei fährt man an einem Spiegel vorbei, was zugegebenermaßen ein echt toller Effekt ist. Vorbei an zahlreichen, künstlerisch wertvollen, Projektionen, die allesamt Van Helsing‘s Factory aus dem Movie Park Germany alt aussehen lassen, erreicht man recht zügig die Hallendecke, woraufhin sich der Zug sofort in einer linksführenden Steilkurve gen Boden stürzt. Ohne Rücksicht auf Verluste durchquert man mit einer überragenden Intensität das erste Tal, woraufhin der Zug alsbald an Höhenmeter gewinnt. Nach einem Kurvenwechsel durchfährt man eine enge Abwärtshelix und schlängelt sich in einer Zickzack-Kurvenkombination an das andere Hallenende. Nach einem kurzen Anstieg erreicht man das Freifallsegment, wo sich nun ein Dämon zeigt und seine Flügel um uns legt. Kurz darauf befinden wir uns auch schon eine Ebene tiefer und verlassen vorwärts sehr zügig das Segment. Nun folgt eine enge Linkskurve, an der sich sogleich eine letzte Rechtskurve anschließt. Kurz darauf erreichen wir die Station und werden wieder einmal begeisternd verabschiedet.

Darkmare ist richtig, richtig, verdammt richtig gut! Zwar kann die Anlage im Gegensatz zum Prototypen Th13teen des englischen Freizeitparks Alton Towers keinen lustigen Rückwärtspart nach dem Dropsegment vorweisen, dafür ist aber der Rest der Strecke um ein Vielfaches besser. Darüber hinaus ist die allgemeine Gestaltung der Anlage in ihrem düsteren Comicstil wirklich überragend und die Projektionen einfach nur perfekt. Durch die große und dämonisch gut abgedunkelte Halle wirkt die kompakte Anlage gleich drei Mal so groß wie sie eigentlich ist und die Strecke in gleicher Maßen verlängert. Der freie Fall ist zudem durchaus in Ordnung, kann aber für Erstfahrer bereits etwas zu viel des Guten sein, immerhin geizt die Fahrt ja ohnehin nicht mit ihren Kräften. Wobei man es keineswegs so düster sehen sollte, denn Darkmare ist definitiv die beste Achterbahn der Cinecittà World und eine der besten Achterbahnen des Landes; also eine tolle Fahrt mit sehr hohen Wiederholungsdrang.

Aquila IV

Gegenüber dem Teatro 2 befindet sich das U-Boot Aquila IV, welches in einem deutschen U-Boot Film und in einem Musikvideo der Band Bon Jovi Verwendung gefunden hat. Natürlich handelt es sich dabei nicht um Das Boot, denn das befindet sich weiterhin in der Bavaria Filmstadt unweit von München, sondern um das U-900 aus dem gleichnamigen Film mit Atze Schröder in der Hauptrolle, Yeahhhh!. Zugegebenermaßen haben die Kulissenbauer ihr Handwerk gut gemacht, was die belanglose Führung komplett auf Italienisch sollte konnten wir uns jedoch nicht erklären. Ohne Sprachkenntnisse sollte man Aquila IV also meiden und selbst mit Sprachkenntnissen darf man wirklich nicht sehr viel erwarten, zumal die Wartezeit sehr lang ausfällt. Hingegen ist ein Besuch in einem richtigen U-Boot wirklich empfehlenswert; wir zumindest haben uns zu dem Zeitpunkt sehnlichst in das U-571 der Movieland Studios zurückgewünscht.

SpacExpress

Neben dem SpacExpress, einem Immersive Tunnel von Simworx, welcher jedoch zu unserem Besuchszeitpunkt noch nicht in Betrieb genommen wurde, befindet sich in diesem Bereich noch die Kinderkartbahn Velocità Luce und der Eingang zum Kinderland Sognolabio. Dieses ist quietschbunt gestaltet und bietet einige nette Kinderfahrgeschäfte aus italienischer Produktion, sowie einen äußerst nervtötenden Soundtrack, wie auch ein nett gestaltetes Splash Battle

Bilder Cinecittà World

Fazit Cinecittà World

Die Cinecittà World ist ein durchaus guter Vergnügungspark, welcher sich Qualität zur obersten Devise setzen ließ; hier ist weder die Gestaltung, noch sind die Fahrgeschäfte von minderer Qualität. Leider fehlt bisweilen noch etwas die Quantität, denn einen ganzen Tag im Park schafft man wohl nur, wenn man sich tatsächlich jede einzelne Show anschaut, gemütlich in einem der Restaurants isst und ohne Probleme Mehrfachfahrten absolvieren kann. Der Movieland Park zeigt ja wie es geht, bei der Cinecittà World steht die eigene Professionalität doch noch etwas im Weg. In keinem anderen italienischen Park konnte man so viel Personal antreffen wie hier, weder in den Shows noch bei den Attraktionen. Das erzeugt zwar ein gutes Image, ist bekanntermaßen jedoch etwas teurer als die Ein-Personen-Bedienung des Mirabilandias. Zudem setzt man bei der Cinecittà World auf etwas was man kennt und in zahlreichen Filmparks bzw. Filmstudios mit geführten Touren auch Anwendung findet, ob man dabei jedoch auf der richtigen Schiene fährt ist fraglich; denn bisweilen zeigt man ja eigentlich nur größere generische Sets ohne tatsächlichen Filmbezug mit passend eingebetteten Attraktionen. Ein größerer Bezug auf eigene Produktionen wäre daher ratsam, dabei muss man nicht zwangsläufig das gedachte Konzept aufgeben. Ich bin gespannt wie sich der Park in den nächsten Jahren entwickelt, denn er hat Potential und bietet schon jetzt verdammt viel Qualität; ein Zustand den man anderen Parks um Rom gerne wünschen würde.


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