Zu Fuß zu Hadestown

Der erste Besuch in San Francisco

Die Vergnügungsparks in der Nähe von San Francisco machten mir die Tourenplanung nicht leicht. Bei meiner diesjährigen Tour wollte ich vor allem den Vergnügungspark California’s Great America besuchen. Gleichzeitig wollte ich aber auch eine Fahrt mit dem fast 100 Jahre alten Giant Dipper am Santa Cruz Beach Boardwalk wagen. Nach mehreren Iterationen meiner Planungsmatrix stand es dann fest: Ich startete und beendete meine Reise in San Francisco, wobei ich die Stadt hauptsächlich gegen Ende besichtigen wollte. Da aber dieser Sonntag der einzige Tag war, an dem ich den Santa Cruz Beach Boardwalk besuchen konnte, hatte ich die Möglichkeit, bis zur abendlichen Öffnung des Vergnügungsparks noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Außerdem hatte an diesem Tag das Musical Hadestown seine letzte Vorstellung in San Francisco, was einen Besuch quasi zur Pflicht machte.

Die Anreise am Vortag verlief ohne Probleme und anstatt wie beim letzten Mal drei Stunden in der Immigrationsschlange zu stehen, war ich bereits nach weniger als 10 Minuten in den Vereinigten Staaten. Zwar gab es noch Wartezeiten bei der Gepäckausgabe und am Mietwagenschalter, aber am frühen Abend erreichte ich das Hotel 1550 in der Nähe des Flughafens. Nach einer kurzen Nacht gönnte ich mir in dem überschaubaren Frühstücksraum noch etwas Porridge und machte mich gleich danach auf den Weg nach San Francisco.

Ich parkte in einem der Parkhäuser direkt neben dem Rathaus, was für San Francisco überraschend günstig war, da es dort einen Sondertarif für Sonntagsparken gab. Zu Fuß bin ich dann erst zum Theater und dann ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Nach einem leckeren Frühstück im Mason Diner in der Nähe des Union Square informierte ich mich, was man in der Zeit bis zur Hadestown-Matinee noch alles unternehmen könnte und stieß dabei auf die Free Walking Tour der Free SF Tour, die bald starten sollte. Mercedes führte dann unsere internationale Gruppe ein wenig durch die Stadt, wobei der Schwerpunkt auf China Town lag. Leider zog sich die Tour gegen Ende etwas in die Länge, so dass ich etwas außer Atem, aber gerade noch rechtzeitig am Orpheum Theatre ankam.

Hadestown gefiel mir recht gut, obwohl das minimalistische Bühnenbild doch sehr an Come from Away erinnerte. Mit der Musik wurde ich allerdings erst mit der Zeit warm. Besonders gut gefiel mir die Inszenierung von Wait for Me mit den schwingenden Lichtern. Aber je öfter ich das Stück gehört habe, desto besser fand ich es.

Nach der Aufführung fuhr ich direkt nach Santa Cruz, wo ich die nächsten zwei Nächte im Drift Inn Motel in der Nähe des Santa Cruz Beach Boardwalk verbrachte. Das Motel war zwar einfach, aber sehr sauber und günstig, weshalb ich es auf jeden Fall empfehlen kann. The amusement parks around San Francisco didn’t make it easy for me to plan my trip.

Bilder San Francisco

 


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Berlin (2019)

Als mein Freund William herausgefunden hat, dass in Berlin die Blue Man Group zu sehen ist, wollte er unbedingt einen Ausflug in die deutsche Hauptstadt machen. Da ich selbst Theaterfan bin, konnte ich nichts gegen einen Besuch sagen. Glücklicherweise hatte Stage zu der Zeit ein gutes Angebot und ich kaufte daraufhin zwei Karten. Unglücklicherweise hatten William und ich ein knappes Budget, weshalb wir unseren Besuch auf einen Wochentag gelegt haben. Wir übernachteten im Alper Hotel am Potsdamer Platz, einem heruntergekommenen Hotel direkt über einem lauten Nachtclub – wobei der Nachtclub nicht das Problem war, sondern die lauten Besucher davor -, was wir nicht empfehlen können, besonders da es gerade eine Hitzewelle in Berlin gab und wir versuchen mussten, mit geöffneten Fenstern zu schlafen. Die Show im Bluemax-Theater war dagegen ein Erlebnis. Es ist ein überaus spaßiges, sehr chaotisches und unorthodoxes Gesamtkunstwerk, was man in Berlin keineswegs verpassen sollte.

Am nächsten Morgen suchten wir nach einem schönen Platz für einen Kaffee und ein kleines Frühstück und fanden das Kranhauscafé direkt an der Spree. Da wir schon im Ostteil Berlins waren, zeigte ich William die Überreste des Spree-Parks. Nach einem Spaziergang durch den Plänterwald, wobei wir den Lost Place Themenpark umringten, hatten wir ein herrliches Mittagessen im Restaurant Klipper, das ich voll und ganz empfehlen kann.

 


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Berlin (2014)

Da mein Freund Hauke gerade seine Berufsausbildung in Berlin begonnen hat, beschloss ich, ihm einen Besuch abzustatten. Nach einer vierstündigen Busfahrt kam ich am ZOB direkt neben der Messe Berlin an, wo Hauke bereits wartete. Gemeinsam verbrachten wir die nächsten Tage damit, die Überreste des Themenparks Spreepark im Ostteil Berlins zu erkunden, sowie das Nachtleben und andere Attraktionen der Stadt zu erleben. Ebenfalls sahen wir uns das Musical Hinterm Horizont an, das ich jedem uneingeschränkt empfehlen kann.

Während der Zeit, in der Hauke bei der Arbeit war, nahm ich an einer Führung durch Sandeman’s New Europe teil, die ich ebenfalls uneingeschränkt empfehlen kann. Wie immer leisten die Führer von Sandeman’s New Europe großartige Arbeit, indem sie jedes einzelne Detail des zweieinhalbstündigen Spaziergangs genau erklären, ohne dabei zu oberflächlich zu sein, wie es bei anderen Anbietern oft der Fall ist. Obwohl uns unser Spaziergang nie zu weit vom Regierungsviertel weg führte, gab es viele interessante Geschichten zu erzählen.

Da die Führung in der Nähe des Berliner Doms endete, warf ich auch einen Blick in das Innere der Kirche. Auch wenn man sich nicht für irgendeine Art von Religion interessiert, lohnt sich ein Blick in den Berliner Dom. Der Rundgang führt einen auch auf das Dach der Kirche, wo man einen tollen 360°-Blick auf die Stadt hat. Dabei handelt es sich eigentlich um eine weitaus günstigere Alternative zum Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz.

 


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