Rasend durch den Hyperspace Mountain

Das Disneyland Resort Paris feiert seinen 30. Geburtstag und zeigt sich von seiner weiterhin sehr konstanten besten Seite. Während das Resort in letzter Zeit einige Änderungen erfährt und mit hoher Erwartungshaltung in die Zukunft blicken kann, so sind Änderungen im Hauptpark eher rar gesät.

Neben dem wechselnden Unterhaltungsprogramm wurden seit meinem letzten Besuch vor acht Jahren gerade einmal drei Attraktionen auf ein neues Level gehievt – wirkliche Neuheiten gab es dabei jedoch nicht. All diese Neuheiten sind dabei im Themenbereich Discoveryland zu finden.

Star Tours: L‘Aventure Continue

Den Anfang machte im Jahr 2017 der Großraumsimulator Star Tours: L‘Aventure Continue. Die rasante Weltraumfahrt im Star Wars Universum glänzt nun mit einer Vielzahl an Filmen, einem allgemein sehr scharfen Bild und großartigen 3D Effekten. Zugleich begrüßt uns nun C-3PO als unfreiwilliger Kapitän unseres Weltraumflugs.

Mickey’s Philharmagic

Nachdem Ende 2015 Captain EO in seinen wohlverdienten Ruhestand geschickt wurde, wurde das Discovery Theatre nur noch unregelmäßig genutzt; gezeigt wurden neben Previews neuer Filme, auch das aus dem Freizeitpark Epcot bekannte Pixar Short Film Festival. Im Jahr 2018 zog dann Micky Maus in das Theater ein und präsentiert seither dort Mickey’s Philharmagic, wobei er selbst in der Story kaum vorkommt. Tatsächlich begleitet uns nämlich Donald Duck leicht tollpatschig auf einer musikalischen Reise durch die Welten zahlreicher Disney Klassiker. 

Interessanterweise ist Mickey’s Philarmagic keineswegs neu. Der Film selbst hat seinen Ursprung im Jahr 2003, jedoch wirkt dieser auf Grund der Qualität der Animation und der Möglichkeit diesen durch neue Sequenzen stets aktuell zu halten, im Vergleich zu den beiden Vorgängerfilmen Honey, I Shrunk the Audience! und Captain EO zeitlos, was eine überaus willkommene Abwechslung ist.

Hyperspace Mountain

Hyperspace Mountain ist die dritte Inkarnation der niederländischen Weltraumfahrt, statt jedoch mit der Columbiad in die Jules Verne’sche Zukunft geschossen zu werden, konzentriert sich der Baltimore Gun Club seit dem Jahr 2017 auf eine Reise in die Vergangenheit zu einer weit, weit entfernten Galaxis. Star Wars Hyperspace Mountain glänzt dabei mit neuen Zügen und neuen Videoprojektionen, während die alten Szenenbilder größtenteils aus der Anlage verschwunden sind.

Die Fahrt selbst ist nach wie vor ein überaus intensiver Trip, der nun durch die weichen Westen der neuen Züge deutlich angenehmer vonstattengeht. Nach dem Sprung durch den Hyperspace erinnert vor allem die Musik an Star Wars, während man gelegentlich an etwas zu dunklen Videoprojektionen vorbeirast. Dabei ist die Medienintegration während des zweiten Überschlags der Fahrt überaus gelungen, was den doch sehr überraschenden Moment der Fahrt perfekt inszeniert und einem ein großes Grinsen ins Gesicht zaubert, während das große Finale mit der Zerstörung des Sternenzerstörers bei weitem nicht mehr so einprägsam wie die namensgebende Supernova aus Space Mountain Mission 2.

Als Übergangslösung oder Event-Overlay, wie in anderen Disneyland Parks weltweit, ist der Hyperspace Mountain ein überaus stimmiges Gesamtpaket. Als dauerhafte Installation fehlt es dem Hyperspace Mountain ein wenig an thematischer Fülle; zu sehr steht der Baltimore Gun Club und seine Columbiad im Fokus des Geschehens. Abseits der Musik und den Videoprojektionen erinnert nämlich kaum etwas an Star Wars.

Bilder Disneyland Park

Schlussworte

Es überraschte mich, dass der Disneyland Park über meinen gesamten Besuch die weitaus geringeren Wartezeiten vorweisen konnte als der Walt Disney Studios Park direkt nebenan. Es scheint, als würden die Neuheiten der letzten Jahre eine klare Richtung aufweisen. Das solide Gesamtkonzept überzeugt auch weiterhin auf ganzer Linie, jedoch würde die ein oder andere Neuheit auch dem Hauptpark gut tun.

 


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Auf nach Jumanji

Mein letzter Besuch im Gardaland liegt jetzt schon einige Jahre zurück. Damals befand sich der Themenbereich Kung Fu Panda Academy noch im Bau. Neben zahlreichen kleineren Änderungen, der Eröffnung des Wasserparks Legoland Water Park, der warum auch immer mitten im Gardaland errichtet wurde, und des Kleinkinderbereichs Peppa Pig World direkt am Eingang zum Freizeitpark, ist vor allem die Themenfahrt Jumanji the Adventure als wichtigste Neuheit der vergangenen Jahre zu nennen. 

Kung Fu Panda Academy

Im kleinen Themenbereich Kung Fu Panda Academy dreht sich alles um die beliebte Dreamworks IP rund um den Drachenkrieger Po. Da der Bereich sehr begrenzt ist, findet man hier neben etwas Gastronomie und einem umgestalteten Teetassenkarussell nur den kleinen Spinning Coaster Kung Fu Panda Master, welcher einen Großteil der Fläche für sich einnimmt.

Kung Fu Panda Master

Beim Kung Fu Panda Master handelt es sich um eine Power Mouse des italienischen Herstellers Fabbri. Die kleine Achterbahn bietet mehrere enge Kurven, die den Wagen in einer recht gemächliche Drehung versetzen. Zwischendurch wird dieses durch kleinere Gefälle ein wenig aufgelockert. In Summe jedoch war es das auch wieder schon. Die ultrakompakte 0815 Anlage passt zwar perfekt auf den vorhandenen Platz, jedoch keineswegs in den Freizeitpark. Neben der Gestaltung der Gondeln, die hier eher nach Kirmes statt Freizeitpark schreit, mangelt es der Anlage vor allem an Kapazität. Wer gerne bis zu zwei Stunden an einer Anlage ansteht, während an den Großanlagen im Park der Andrang eher gering ist, der kann gerne eine Fahrt wagen. Der Rest stellt sich entweder gleich zur Öffnung der Anlage an oder verzichtet auf eine Fahrt.

Jumanji The Adventure

Die Themenfahrt Jumanji The Adventure ersetzt Ramses: Il risveglio. Die große Fassade der Anlage erinnert noch in Teilen an den alten Pinfari Klassiker, im Inneren jedoch ist alles neu. Die Fahrt basiert auf der neuen Jumanji Trilogie und somit nicht auf dem Buch und dem damit verbundenen Brettspiel. Nach einer kurzen Preshow wird also klar: Wir müssen Jumanji retten in dem wir das Herz von Jumanji an seinen rechtmäßigen Platz setzen. 

Begleitet von Nigel Billingsley geht es also auf gefährliche Mission. Nachdem wir auf dem 6 Personen fassenden Jeep Platz genommen haben, kann die Fahrt auch schon losgehen. Sogleich wird uns von einem Mandrill das Juwel gestohlen, weswegen wir dem Tier gleich folgen. Nigel verliert in der Aktion jedoch sein erstes Leben. Auf unserer Verfolgungsjagd stoßen wir auf ein Nilpferd und eine Schlange, woraufhin wir beinahe einen Crash haben. Kurz darauf begegnen wir Nigel wieder. Bei der Schlucht mit den hängenden Brücken erweckt der Mandrill einen Steinriesen und verliert dabei das Juwel. Wir springen natürlich gleich hinterher, sichern uns das Juwel und verlieren unser erstes Leben. Hierauf führt uns unser Weg durch eine Steinhöhle, wo wir den Steinriesen ein weiteres Mal begegnen. Unser zweites Leben verlieren wir jedoch in einem riesigen Spinnennetz. Endlich im Tempel angekommen gelingt es uns Nigel das Juwel zu geben. Dieser schafft es trotz des Angriffs des Steinriesens dieses an seinen rechtmäßigen Platz zu setzen, woraufhin der Bann gebrochen ist und die Fahrt endet.

Jumanji The Adventure ist eine überaus solide Themenfahrt. Die großen Sets und die gekonnte Integrierung des Media Contents sprechen für sich. Die Fahrt ist überaus dynamisch und kann einige gelungene Überraschungen vorweisen. Ein wenig störend ist dabei jedoch die deutlich sichtbare Hallendecke und die derzeit scheinbar geminderte Kapazität, woraus sich stets hohe Wartezeiten ergaben. 

Bilder Gardaland


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Zuckerrausch im Hersheypark

Hersheypark

Auch wenn man keine Lust hat, den Vergnügungspark zu besuchen, kann man im Hersheypark eine Menge Spaß haben. Neben dem Hersheypark Stadium und der Hersheypark Arena, in denen zahlreiche Sportveranstaltungen und Konzerte stattfinden, gibt es einen großen Souvenirshop, das Restaurant The Chocolatier und die Hershey’s Chocolate World. 

Hershey’s Chocolate World

In der Hershey’s Chocolate World gibt es viel zu erleben und man erfährt viel über die Herstellung der berühmten Schokolade. Das Highlight der Ausstellung ist die Themenfahrt Hershey’s Chocolate Tour, die man kostenlos erleben kann. Am Ende der informativen und gut gemachten Fahrt gibt es sogar eine kleine Kostprobe.

Candymonium

Seit 2020 dominiert der Hyper Coaster Candymonium den Eingangsbereich des Freizeitparks, der extra vorverlegt wurde und nun eine große Entrance Plaza ausgehend von der Hershey‘s Chocolate World bildet, wo sich die Besucher bereits am frühen Morgen in langen Schlangen sammeln.

Nach dem Betreten des Parks kann man direkt in die alte Mainstreet einbiegen oder gleich rechts abbiegen, wo sich der Eingang zur B&M Achterbahn Candymonium befindet.

Nachdem wir den Lifthügel hinter uns gelassen haben, stürzen wir uns sofort in die Tiefe. Nach einer rasanten Talfahrt geht es direkt in einen klassischen Camelback, über den wir nur so fliegen. Nun wechseln wir geschmeidig die Richtung in einem Horseshoe Turn. Nach zwei Airtimehügeln folgt eine intensive Aufwärtshelix. In einer kurzen Linkskurve geht es dann den nächsten Drop hinunter, worauf ein weiterer Airtimehügel auf uns wartet. Nun fahren wir einmal in einer Helix um einen Brunnen herum. Nach einem kurzen Aufstieg und einem kleinen Dip erreichen wir die Bremsen des Rides.

Candymonium ist einer der besten B&M Hyper Coaster, die ich bisher testen durfte. Die Bahn hat ein tolles Layout mit richtig viel Speed und richtig viel Airtime. Da die Bremsstrecken erst gegen Ende der Fahrt kommen, fliegt man hier ohne Unterbrechung durch die vielen Elemente. Eine tolle Bahn!

Comet

Die Holzachterbahn Comet ist ein echter Klassiker im Hersheypark. Seit 1946 besticht die 25 Meter hohe Holzachterbahn durch ihre klassische Out-and-Back-Anordnung und die leicht außer Kontrolle geratene Fahrt zwischen dem Sooper Dooper Looper und der Achterbahn Skyrush. Die Strecke führt durch ein L-förmiges Layout mit zahlreichen Camelbacks, die einen alle ein wenig aus dem Sitz heben.

Skyrush

Die Achterbahn Skyrush dominiert mit ihrer Höhe von 60 Metern den vorderen Bereich des Freizeitparks. Die sehr schlanke Stützkonstruktion tut ihr Übriges. Der Rest des Layouts ist dann aber sehr bodennah, was eine sehr schnelle Fahrt verspricht.

Die Fahrt auf Skyrush beginnt mit dem sehr schnellen Kabellift. Schon nach wenigen Sekunden erreichen wir die Spitze des Lifthügels und stürzen uns in die Tiefe. Im unteren Drittel der ersten Abfahrt geht es dann in eine Rechtskurve. Danach überqueren wir in einem großen Camelback das Wasserbecken unter uns. Nach einer weiten Linkskurve geht es in einen weiteren Airtimehügel. Nun geht es mit Vollgas durch eine Rechtskurve und einen Stengel Dive. Anschließend geht es nach einer kurzen Linkskurve in eine Rechtskurve und dann durch ein Tal. Nach einem schnieken Umschwung fahren wir über einen weiteren Airtimehügel. Schließlich geht es in eine Linkskurve und kurz darauf in die Schlussbremse der Achterbahn.

Die Achterbahn Skyrush ist einfach perfekt. Die Fahrt ist hoch, verdammt schnell und gnadenlos intensiv. Die verwendeten Bügel drücken zwar ein wenig, aber es ist bei weitem nicht so schlimm, wie es einige Fans vorher beschrieben haben. Alles in allem also eine wirklich tolle Bahn.

Sooper Dooper Looper

Der Sooper Dooper Looper ist die zweite Loopingachterbahn des deutschen Herstellers Schwarzkopf.  Sie wurde nur ein Jahr nach der Revolution im Six Flags Magic Mountain in Betrieb genommen.

Nachdem wir in den neuen Zügen von Gerstlauer Platz genommen haben, kann die Fahrt auch schon losgehen. Nach der Fahrt auf den Lifthügel der Bahn geht es gleich in eine Linkskurve und die erste Abfahrt. Diese führt uns bereits in den Looping der Anlage. In einer weiten Linkskurve geht es dann mitten durch den Looping hindurch. Nach einem Richtungswechsel führt uns der Weg durch einen langen Tunnel, in dem fast jeder Fahrgast anfängt zu kreischen. Parallel zum Spring Creek geht es dann ein wenig über Stock und Stein. Zuletzt wartet noch in eine Helix auf uns, just bevor wir uns in der Schlussbremse wiederfinden.

Der Sooper Dooper Looper ist eine echt schöne Achterbahn mit einem echt tollen Namen. Nachdem man das nervenaufreibende Highlight bereits zu Anfang der Fahrt erledigt hat, folgt eine überaus schöne, aber ebenfalls sehr gemächliche Fahrt.

Coal Cracker

Coal Cracker ist die große Hydro Flume Wildwasserbahn hier im Hersheypark. Die Fahrt macht nicht nur nass, sondern bietet auch einen tollen Blick auf das Schienengewirr des Sooper Dooper Loopers und der Achterbahn Great Bear. Leider war der Coal Cracker bei meinem Besuch nicht in Betrieb.

Great Bear

Auf dem gleichen Hügel wie der Sooper Dooper Looper und der Coal Cracker befindet sich auch ein großer Teil der Strecke der Great Bear Achterbahn.

Die Fahrt mit dem B&M Inverted Coaster beginnt direkt am Lifthügel der Achterbahn. Doch anstatt direkt in den großen Drop zu starten, geht es zunächst in eine Helix. In einer steilen Rechtskurve folgt dann der eigentliche First Drop. Mit ordentlich Schwung geht es durch das erste Tal und in den großen Looping der Achterbahn. In einem ebenfalls sehr großen Immelmann wechseln wir dann die Fahrtrichtung. Nun geht es direkt in die Zero-G Roll, die uns in Richtung Spring Creek führt. Parallel zum Fluss führt uns der Weg nun in einen Korkenzieher. Interessanterweise durften keine Stützen in den Bach ragen, was hier zu ziemlich coolen Near-Miss Elementen führt. Nach einigen Kurven erreichen wir die Bremsstrecke der Anlage.

Der Great Bear ist ein wirklich cooler Inverted Coaster. Die Fahrt macht richtig Spaß, was vor allem an dem doch recht ausgefallenen Layout liegt.  Schade ist nur, dass der Weg vom Ausstieg zum Einstieg doch recht anstrengend ist, wodurch sich die Bahn leider nicht zum Dauerfahren eignet.

Twin Turnpike Speedway and Kissing Tower

Ganz oben auf dem Hügel befindet sich neben der Oldtimer-Rennstrecke Twin Turnpike Speedway der Aussichtsturm Kissing Tower, dessen Fenster an die berühmten Hershey Kisses erinnern.

ZooAmerica

Weiter unten am Hang befindet sich der Eingang zum ZooAmerica, der ebenfalls im Eintrittspreis enthalten ist. Hier sind vor allem einheimische Tierarten zu sehen. Leider hatte ich bei meinem Besuch keine Zeit, den Zoo zu besuchen.

Reese’s Cupfusion

Reese’s Cupfusion ist eine der beliebtesten Attraktionen im Hersheypark. Bei dieser interaktiven Themenfahrt schießt man als Agent auf einen Haufen böser Süßigkeiten, um die Fabrik der Reese’s Peanut Butter Cups zu schützen. Ein Spaß für die ganze Familie.

Cocoa Cruiser

Der Cocoa Cruiser ist die kleinste Familienachterbahn im Hersheypark. Neben einer rasanten ersten Abfahrt bietet die Bahn eine Helix und eine weitere Rechtskurve.

Hershey Triple Tower

Eine der interessantesten Attraktionen im Hersheypark ist der Hershey Triple Tower, der an die Türme der benachbarten Fabrik erinnert. Das Konglomerat aus gleich drei Freifalltürmen des Herstellers S&S verspricht drei unterschiedliche Erlebnisse, wobei die Größe der einzelnen Türme nicht auf Kosten der Intensität geht. So ist der kleinste unter ihnen, der Hershey’s Kisses Tower, ein Double Shot Tower, bei dem man nicht nur nach oben, sondern auch nach unten mit brachialer Airtime geschossen wird.

Trailblazer

Leider war der Arrow Mine Train Trailblazer bei meinem Besuch geschlossen. Durch die perfekte Ausnutzung des Geländes verspricht die Anlage ein rasantes Abenteuer für die ganze Familie.

Jolly Rancher Remix

Die Umbauarbeiten am Vekoma Boomerang waren bei meinem Besuch noch in vollem Gange. Die Anlage hat jetzt ein Bonbon-Thema und heißt Jolly Rancher Remix. Auch die neue Zamperla NebulaZ-Anlage Mix’d Flavored by Jolly Rancher war noch nicht eröffnet.

Storm Runner

Seit ich zum ersten Mal Roller Coaster Tycoon 3 gespielt habe, bin ich von der Achterbahn Storm Runner fasziniert. Der Accelerator Coaster von Intamin hat ein sehr einfallsreiches Layout und einige Inversionen, die man so noch nicht gesehen hat. Als ich mich in den Spieleforen angemeldet habe, habe ich meinen Nick nach dieser Achterbahn benannt. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, eines Tages eine Stormrunn3r meets Storm Runner Tour zu machen. Nach all den Jahren habe ich es endlich in den Hersheypark geschafft und zum Glück sollte Storm Runner heute ohne Probleme laufen.

Die Tour mit Storm Runner beginnt mit der Einfahrt in den Launchbereich. Nach einem Countdown schießen wir einen Top Hat hoch und drehen uns dabei um 90° zur Seite. Kaum über dem Scheitelpunkt geht es sofort wieder senkrecht nach unten. Nach einer kraftvollen Talfahrt geht es in den Cobra Loop, nach dem wir – ähnlich wie bei einem Sidewinder – die Fahrtrichtung ändern. Nach einem Anstieg geht es in die Hearline Roll und dann in den Flying Snake Dive. Die Kombination dieser beiden Elemente ist einfach atemberaubend. Wieder im Tal angekommen, geht es in mehreren Kurven zurück zur Station. Oben angekommen geht es gleich in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Was für eine Achterbahn. Der Launch, der Top Hat und die Rolle mit dem abschließenden Flying Snake Dive – hier stimmt einfach alles. Lediglich die Auffahrt zurück zur Station ist bei Storm Runner etwas ruppiger, dank der verwendeten Softstraps der Rückhaltesysteme aber immer noch sehr angenehm. Eine tolle Bahn!

Frontier Flyers, Pirat and The Claw

Ebenfalls in diesem Teil des Freizeitparks befinden sich die Flying Scooters Frontier Flyers, die HUSS Schiffschaukel Pirat und der Chance Rides Fireball The Claw, die alle eine tolle Fahrt bieten.

Fahrenheit

97 Grad und es wird noch heißer. Bei kaum einer anderen Achterbahn passt der Neigungswinkel der ersten Abfahrt so gut zu den Temperaturen, sofern man den Park in der Hochsaison besucht, wie bei Fahrenheit.

Nach dem Senkrechtlift geht es gleich den übersteilen Drop hinunter. Mit Schwung fahren wir durch das erste Tal und dann den Norwegian Loop hinauf. Oben auf dem Hügel drehen wir uns zunächst in einer Rolle über Kopf und stürzen uns dann einen halben Looping hinunter, bevor wir das Element in umgekehrter Reihenfolge erleben. Wieder in luftiger Höhe stürzen wir uns in den nächsten Drop. Nun erwartet uns die große Cobra Roll der Bahn, die uns herrlich durch die Luft wirbelt. Eine kurze Gerade führt uns dann in die beiden Korkenzieher der Achterbahn. Nach einer Steilkurve geht es über einen Airtimehügel in eine bodennahe Linkskurve, die uns in die Bremsstrecke der Anlage führt.

Der Hersheypark macht es einem als Intamin-Fan wirklich schwer, sich für eine Lieblingsachterbahn zu entscheiden, denn alle Achterbahnen des Herstellers, die hier im Park stehen, gehören definitiv zu den besten Vertretern ihrer Art. Von den drei Achterbahnen hat es mir aber Fahrenheit am besten angetan. Eine tolle Bahn!

The Boardwalk and Tidal Force

Im Wasserpark The Boardwalk gibt es einige ziemlich coole Wasserrutschen. Leider war der Park noch nicht für die Saison geöffnet, was auch für die große Wasserrutsche Tidal Force galt. Dieser Shoot the Chute von O.D. Hopkins erzeugt eine riesige Welle. Durch ein Netz, das die Welle brechen soll und über dem Auslauf der Anlage angebracht ist, werden alle Fahrgäste mit Wasser überflutet. Ein Riesenspaß, zumindest, wenn man die Bahn in Badekleidung fährt!

Wildcat

Die Achterbahn Wildcat ist die erste Holzachterbahn des Herstellers GCI. Das Layout der Bahn ist sehr verschlungen und weist einige interessante Kurven auf.

Die Fahrt auf der Wildcat beginnt gleich mit einer Rechtskurve, nach der man in den Lift der Anlage einfährt. Oben angekommen geht es sofort in einer Rechtskurve steil nach unten. Nach einer Steigung fahren wir durch eine Linkskurve in luftiger Höhe, bevor wir uns in einer Steilkurve wieder dem Boden nähern. Nun führt uns der Weg über einen Camelback. Auf der nächsten Kuppe biegen wir in eine stark abfallende Rechtskurve ein. Nach einem kurzen Anstieg wechseln wir die Fahrtrichtung und stürzen uns ein weiteres Mal in die Tiefe. Eine weite Kurve führt uns dann über einen weiteren Airtimehügel. Nach einer weiteren Linkskurve geht es in eine Rechtskurve, die uns zuerst in ein Tal und dann auf einen Hügel führt. Nach einem kurzen Dip erreichen wir die Schlussbremse der Anlage.

Die Holzachterbahn Wildcat fährt sich wirklich gut. Die Streckenführung des Erstlingswerks von GCI ist hervorragend und bietet einige waghalsige Kurven und schöne Airtimemomente. Leider fuhr an meinem Besuchstag nur ein Zug, was in Verbindung mit der recht langen Anfahrt zu längeren Wartezeiten führte.

Wild Mouse

Eine der großen Familienachterbahnen im Hersheypark ist die Wild Mouse. Über den Tag verteilt hatte diese in der Regel eine Wartezeit von ca. 40 Minuten. Als ich mich in die Warteschlange einreihte, begann es jedoch leicht zu regnen, weswegen die Anlage auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde. Obwohl ich hier weiter hätte warten können, habe ich auf eine Fahrt verzichtet.

Laff Track

Wie in keinem anderen Park lohnt es sich im Hersheypark, den Tag im hinteren Teil des Parks beim Wasserpark The Boardwalk zu beginnen, denn hier gibt es gleich zwei kompakte und beliebte Achterbahnen, die leider beide eine eher geringe Kapazität haben. Während die Wartezeit bei der Wild Mouse mit 40 Minuten noch halbwegs akzeptabel war, stand man bei der Indoorachterbahn Laff Track vor Fahrtantritt die Beine in den Bauch.

Wie immer lohnt es sich, rückwärts in den SC2000 einzusteigen, so dass man den ersten Drop rückwärts erlebt, bevor nach einem Anstieg und einer kurzen Kurve die Drehfunktion freigeschaltet wird. Die anschließende Haarnadelkurve bringt einen gut in Rotation, so dass man den Immelmann Turn meist mit Blick nach oben oder unten erlebt. Die folgende Strecke besteht hauptsächlich aus kleineren Kurven und einer lustigen Geraden mit vielen Kurven, bevor es zum großen Finale eine Helix hinunter geht. Summa Summarum also eine wirklich tolle Achterbahn, die hier durch die vielen sehr stimmigen Schwarzlichteffekte eine wirklich tolle Atmosphäre bietet.

Whip, Music Express and Ferris Wheel

Neben den Holzachterbahnen Lightning Racer und Wildcat befinden sich in diesem Bereich auch das große Riesenrad des Freizeitparks und die beiden Fahrgeschäfte The Whip und Music Express.

Lightning Racer

Die Holzachterbahn Lightning Racer ist eines der interessantesten Projekte des Herstellers GCI. Hier duellieren sich zwei Züge in einem wilden Rennen durch eine sehr verschlungene Strecke.

Die Fahrt mit Thunder und Lightning beginnt gleich mit einer kurvenreichen Fahrt in Richtung der beiden Lifthügel, die parallel, aber nicht auf gleicher Höhe befahren werden. Oben angekommen stürzen sich beide Bahnen in einer Steilkurve nach unten. Die Strecken verlaufen nun weitgehend parallel über einen Hügel und anschließend über einen Bunnyhop. Danach trennen sich die beiden Strecken, wobei sowohl Thunder als auch Lightning in eine Wendekurve einfahren. Nun fahren beide Strecken nebeneinander in einen Tunnel ein, in dem sich ein weiterer Speedbump befindet. Nach einer bodennahen Linkskurve führt die Strecke über einen weiteren Speedbump direkt in eine Rechtskurve. Auf dem nächsten Hügel trennen sich die beiden Strecken wieder. Thunder fährt nun im Uhrzeigersinn in eine Helix ein, während Lightning gegen den Uhrzeigersinn entgegenkommt.  Anschließend fahren beide Spuren über mehrere ineinander verschlungene Hügel. Als Thunder dann in eine Rechtskurve einfährt, kommt ihm Lightning wieder entgegen. Nach einem weiteren Hügel fahren beide Spuren parallel auf die Zielgerade zu. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke der Achterbahn.

Die doppelte Holzachterbahn Lightning Racer sucht ihresgleichen. Nicht nur, dass sie eine der wenigen Racing Coaster ist, die es heutzutage gibt, sie hat auch ein sehr abwechslungsreiches Layout, bei dem es bis zum Schluss spannend bleibt, wer gewinnt. Kurzum: Lightning Racer ist eine absolute Weltklasse-Achterbahn.

Bilder Hersheypark

Fazit Hersheypark

Der Besuch im Hersheypark hat mir sehr gut gefallen. Der Park hat eine wirklich schöne Atmosphäre, außerdem gibt es fast nur wirklich gute Attraktionen, darunter gleich drei der besten Achterbahnen des Herstellers Intamin. Dazu kommen drei Holzachterbahnen der Weltklasse und ein einfach genialer B&M Hyper und Inverted Coaster. Hätte ich noch etwas mehr Zeit gehabt, wäre ich gerne noch einen Tag geblieben. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.


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