Ein magischer Nachmittag im Magic Park Verden

Vorwort

Unweit der Stadt Verden an der Aller gelegen befindet sich der Magic Park und somit der einzige Ort im Städtedreieck Bremen, Hamburg, Hannover wo es für mich noch etwas Neues zu fahren gab. Der Park ist ein ähnliches Kinderparadies wie das 40 km von Hannover entfernte Rasti-Land, vermittelt jedoch einen deutlich besseren Eindruck, auch wenn die Anzahl der Attraktionen hier etwas geringer ausfällt.

Magic Park Verden

Familienachterbahn

Vieles in diesem Park wurde gebraucht gekauft und so verwundert es einen nicht das man bei der Familienachterbahn des Parks in der ehemaligen Seeschlange des Hansa-Parks sitzt. Auch wenn der Zug etwas über die Hügel schleicht, so ist die Fahrt mit ihren vier Runden sehr unterhaltsam. Im direkten Vergleich mit dem Schwesterpark in Hodenhagen schneidet diese Anlage um einiges besser ab.

Wildwasserbahn

Einige Meter neben der Achterbahn befindet sich die Wildwasserbahn des Magic-Park, dessen Hersteller die Big Country Motioneering Ltg ist. Die Fahrstrecke ist einem Oval sehr ähnlich, nur durchquert man vor dem Kettenlift noch einige kleine Kurven. Der erste und einzige Drop kann einen sehr überzeugen und der Nässegrad dabei ist immerhin gegeben.

Märchenwald

Ähnlich wie im niederländischen Freizeitpark Efteling kann man sich fühlen, wenn man dem Märchenweg folgt. An dessen Rand findet man nämlich insgesamt sechs aufwendig gestaltete Szenenbilder die im Wechsel durch zahlreiche Animatronics zum Leben erweckt werden. Die einzelnen Märchen werden dabei auch sehr gut dargestellt, auch wenn mir zum Beispiel das Märchen um das Blumenwunder bislang gar nicht bekannt war.

Weitere Fahrgeschäfte

Vorbei an der Schiffschaukel, die man selbst bedienen kann, geht es nun in den großen Spielplatz-Teil des Freizeitparks, wo man neben einigen lustigen Spielgeräten auch noch eine Oldtimerfahrt und die Drachenbahn von Metallbau Emmeln vorfinden kann. Im Normalfall sollte hier also jeder Sprößling seine restliche Energie aufbrauchen können.

Schlusswort

Für die Achterbahnfans unter uns empfiehlt es sich den Park ab 15 Uhr 30 zu besuchen, denn dann kostet der Eintritt nur noch 10€ bzw gar nichts wenn mal wieder niemand im Kassenbereich anzutreffen ist. Auch könnte man sich im richtigen Moment frei an den Getränken bedienen, denn an manchen Imbissständen war auch niemand anzufinden. Da ich ehrlich bin habe ich natürlich gewartet. Leider scheinen viele kleine Freizeitparks oftmals auf Geld verzichten zu wollen.

 

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Einige Stunden im Erse Park Uetze

Vorwort

Nachdem ich einige Tage zuvor im Städtedreieck Bremen, Hamburg und Hannover unterwegs war ging es nun in das Städtedreieck Celle, Braunschweig und Hannover um den in Abbeile, einem Ort kurz hinter Uetze, ansässigen Freizeitpark Erse Park zu besuchen.

Ursprünglich hatte ich geplant in den Potts Park bei Minden zu fahren, jedoch gelang mir die Fahrt in den Park nicht da die Autobahn A2 wegen einer Bombenräumung gesperrt war. Nach einer halben Stunde Stau entschloss ich mich umzudenken und auf den Weg nach Hamburg einen kleinen Umweg mit einem kurzen Zwischenstopp einzulegen. Da mein Navi seltsamer Weise den Park nicht als Sonderziel gespeichert hat (was mich doch sehr verwundert hat, immerhin kannte es auch den Magic Park in Verden) ging es nach einer kleinen Irrfahrt durch Uetze schlussendlich auf den richtigen Weg.

Erse Park

Am Erse Park angekommen stellte ich zum ersten Mal bei einem Park dieser Größenordnung fest, dass man mein Geld doch haben möchte. Hier war nicht nur Personal vorhanden, es war darüber hinaus auch noch sehr nett. Der erste Eindruck versprach schon mal viel, was unter anderem an der wunderschönen Parkanlage lag.

Motorbootsfahrt durch das Reich der Urzeit

Es folgte ein etwas längerer Fußweg vorbei an einigen Ausstellungsstücken der urzeitlichen Ära bis man zu den ersten Fahrgeschäften des Parks kommt. Hier findet sich neben einer geführten Motorbootsfahrt durch das Reich der Urzeit, welche absolut großartig inszeniert wurde, eine Mack’sche Monorail älteren Baujahrs, wie man sie öfters in Freizeitparks der 70er Jahre findet.

Folgt man der Wegeführung, steht man kurz darauf vor einigen Märchenszenen, die mehr oder weniger gelungen sind. Das Alter merkt man den Anlagen deutlich an, genauso wie bei den historischen Fahrgeschäften welche sich in unmittelbarer Nähe befinden – wobei diese einen wunderbaren Eindruck machen.

Wackeltaxis

Geradezu merkwürdig geht es währenddessen bei den Wackeltaxis von Metallbau Emmeln zu, deren Fahrtablauf durch die exzentrisch angeordneten Rädern überaus abgefahren ist. Sobald man nämlich die Station verlässt geht die Wackelei auch schon gleich los. Schade, dass es nicht noch mehr Anlagen dieser Art gibt. Eine Fahrt auf dem Unikat gehört daher zur Pflicht jeden Parkbesuchers.

Heege und der Looping Star

Fans der interaktiven Fahrgeschäfte aus dem Hause Heege, wie sie oft in Wildparks und kleineren Freizeitparks zu finden sind kommen im Erse Park voll auf ihre Kosten. Neben wunderbarer Airtime in der Kometenschaukel, dem bewährten Achterbahnvergnügen auf der Pendelbahn Butterfly, zwei Skydives, einem Nautic Jet, einem Luna Loop und einem Wasserrondell findet man hier auch eine sehr seltene Anlage des Herstellers: ein Looping Star. Hierbei handelt es sich um ein kleines, interaktives Riesenrad, bei dem man die Gondeln zum Überschlag bringen kann.

Genau so gut vertreten ist die Firma Metallbau Emmeln, die neben der oben bereits erwähnten Steinzeitbahn, eine Selbstbedienschiffschaukel (wie sie auch im Magic Park Verden zu finden ist), eine Teppichrutsche und eine elektronische Pferdereitbahn, mit der man im Galopp durch eine Dinolandschaft fährt, vorweisen kann.

Bobkartbahn

In der Nähe der Pferdereitbahn befindet sich mit der Bobkartbahn aus dem Hause Wiegand eine Sommerrodelbahn, die ganz ohne Berge auskommt. Obwohl die angetriebene Anlage nur ein sehr kompaktes Layout mit einer Fahrtlänge von 300m aufweißen kann, überzeugt sie durch ihre gut durchdachte Streckenführung mehr als so manch andere deutlich größere Anlage.

Wasserdreiräder und die Kanufahrt

Des weiteren findet man im hinteren Parkteil einige Geräte die sportliche Beteiligung erfordern. Neben den Wasserdreirädern die als Alleinperson doch eher schwer zu bedienen sind, ist die Kanufahrt besonders empfehlenswert, da man hier einige Einblicke in die sehr gut in Szene gesetzten Dinosaurier findet.

Lost World Rafting

Ähnlich sieht es bei dem ABC Rides Spinning Raft Prototypen Lost World aus, welcher neben den Urzeitlichen Ausstellungsstücken vor allem durch die verbaute Lifttechnik beeindrucken kann. Die Fahrt an sich hat mit einem richtigen Rafting wenig gemeinsam, macht aber durch die kurvenreiche Abfahrt durchaus Spaß. Die Rückkehr bis zur Station fällt leider sehr langsam aus, da eine Strömung nur minimal gegeben ist.

Wasserrutsche

Da sich der Nässegrad leider in Grenzen hielt mussten die nahen Schlauchbootrutschen aus niederländischer Produktion getestet werden. Da man hier offensichtlich verpasst hat in der Mitte der Anlage die Bootsrückführung zu installieren muss man sein Boot selbst bis zur Startposition tragen. Ähnlich wie im Schloss Beck darf man hier selbst auf den Knopf zum Starten drücken. Besonders erwähnenswert ist die Vielfalt der Rutschen, die neben der üblichen Wellenrutsche, eine Steilrutsche und eine mit einer Kurve vorweisen konnte.

Familien-Achterbahn

Auch eine Achterbahn kann der Park mit der Familien-Achterbahn aufweisen. Die von Zierer gebaute Force-One-Anlage ist für das Zielpublikum des Parks natürlich wie geschaffen und wurde wunderbar in die Parklandschaft integriert. Der Zug ist deutlich bequemer als bei Anlagen neueren Baujahres, nur die mechanische Bremse kommt doch etwas unerwartet.

Bilder Erse Park

Fazit Erse Park

Der Erse Park ist einer der Kleinparks die man unbedingt gesehen haben sollte, sofern es einen in die Ecke verschlägt. Die Mitarbeiter hier waren alle mehr als freundlich und man selbst hatte nie das Gefühl von Anfang an irgendwie unerwünscht zu sein. Der Park selbst hat ein wunderbares Portfolio an Fahrgeschäften, welches man unbedingt einmal erlebt haben sollte. Das durchgehend präsente Urzeittheming mag anfangs etwas befremdlich sein kann aber einige sehr gut dargestellte, wenn auch nicht gewaltlose Szenen aufweisen, was glücklicher Weise nicht zu dem Image eines durchschnittlichen Kleinparks gehört.

 

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Ein Tag im Walygator Parc

Vorwort

Eigentlich wollten David und ich Ostermontag ins Phantasialand fahren, jedoch hatte der Park zu diesem Zeitpunkt sein Maus au Chocolat Gewinnspiel noch nicht aufgelöst und der Preis von 37€ ist mir der Eintritt für einen wahrscheinlich überfüllten Park einfach nicht wert. Aus diesem Grund haben wir nach Alternativen gesucht und irgendwie haben wir uns ziemlich schnell mit der Idee angefreundet nach Frankreich zu fahren um ein gewisses Monster im Walygator Parc zu fahren.

Damit sich bekloppte Ideen rentieren mussten Mitfahrer her und somit begleiteten uns Thomas und Marcel auf unseren kleinen Trip nach Metz. Nach einigen Streckenkilometern die wir meist nur über Schnellstraße zurücklegten bogen wir auf den kostenlosen Parkplatz des Walygator Parc ab. Am Park angekommen mussten wir uns erstmal zu den Kassen durchbahnen. Dieses hat einige Zeit gekostet, da der Park leider nur eine geringe Anzahl dieser besitzt. Beim Einlass warteten die meisten Personen auf der linken Seite, so dass man weiter außerhalb im Grunde durchgehen konnte.

Walygator Parc

Der ehemals als Walibi Lorraine/Stroumpf bekannte Park wird seit einigen Jahren von einem französischen Schausteller geleitet, weshalb zwar viele Neuheiten auf das Parkgelände zogen, aber auch verdammt viel Trash in den Park eingeflossen ist. Der Park hat also einen gewissen Charme, welchen es zu entdecken gibt.

Anaconda

Das Fahrgeschäftsportfolio kann sich sehen lassen, so findet man neben einigen Fahrgeschäftsklassikern unter anderem auch die schlechteste Holzachterbahn der Welt, zumindest wenn man nach dem diesjährigen Wood Coaster Poll gehen möchte. Wir sind mit den niedrigsten Erwartungen in die Anlage gegangen, immerhin kannten wir alle Eftelings ehemalige Holzachterbahn, und wurden positiv überrascht. Anaconda macht einfach nur Spaß, auch wenn man auf den Hügeln keine große Geschwindigkeit aufweisen kann, jedoch überzeugen die Abfahrten dafür umso mehr. Die Bahn schlägt nicht und ruckelt nicht mal, trotzdem wurde sie von einigen onridern die wir im Wartebereich beim Monster kennenlernten als massive Körperverletzung beschrieben, warum auch immer…

Family Coaster

Da wir alle Coasterschlampen sind ging es nach der Fahrt auf den Woody auf den wohl sanftesten aller Wacky Würmer. Auch im Family Coaster haben wir es geschafft im ganzen Zug für Stimmung zu sorgen, was bei manchen Passanten wohl für Verwirrung sorgte.

Waly Twister

Daraufhin wollten wir weiter in Richtung Monster vorstoßen und nahmen den Waly Twister daher mit. Während der Fahrt, welche leider, wie bei fast allen Flatrides im Park auch, auf Sparflamme betrieben wurde, beobachteten wir wie das Monster evakuiert werden musste.

Walycoaster

Anstelle zu warten entschieden wir uns den Rest des Walygator Parc unter die Lupe zu nehmen. So zog es uns also in den Vekoma Hurricane Walycoaster, welcher sich auch überraschend gut fuhr. Darüber hinaus war es schön mal wieder in einem Arrowzug zu sitzen, welche leider immer seltener werden.

Eine weitere Überraschung ereilte uns dann in dem Theater dieses Bereichs, wo wir uns eine Magieshow angesehen haben. In drei Sprachen präsentierte man hier einen Mix aus Magie und Comedy auf einer Bühne die allein wegen ihrer Lichttechnik überzeugen konnte. Die – anscheind unter einem Hundefetisch leidende – Zauberin präsentierte zwar viele Tricks die nach dem gleichen Schema funktionierten, dieses wurde aber durch ihre immense Oberweite gut karschiert.

Terror House

Darauf hin ging es zu einem weiteren Highlight des Parks, dem Terror House. Ich muss gestehen das ich kein Fan von solchen Attraktionen bin und selbst mit Halloween nichts anfangen kann. Da jedoch die anderen unbedingt durch das Maze wandern wollten konnte ich im Endeffekt nicht nein sagen. Positiv anzumerken ist das man hier in kleinen Gruppen von 8 Personen in das Maze geschickt wurde, was jedoch zu etwas höheren Wartezeiten führte.

Bevor man in das Maze einen Stockwerk tiefer gelassen wurde musste erst mal der wahre Terror bezwungen werden: das Funhouse. Hier wurde man durch enge Gänge geschickt mit diversesen bizarren Funhouselementen und Zahlen an der Wand, welche so auch im Bobbejaanland zu finden sein könnten. Hier hätten nur noch irgendwelche Clowns gefehlt und der Grusel wäre perfekt.

Im unteren Stockwerk kommen dann einige interessante Räume und Effekte, vor allem die Schlachterei Szene am Anfang hat einen Mädchen in unserer Gruppe schon den Rest gegeben. Anstatt sie allerdings aufzumuntern, erzählte ihr Freund ihr, wie lustig das Ganze doch sei und wie viel Spaß er darin habe. Abgestumpft wie man durch einige Horrorfilme dann ist fand ich den Rest doch sehr schön gemacht und recht amüsant. Es gab dann noch einen Kettensägenerschrecker am Ende, aber alles war im Grunde dann halb so wild. Der Rundgang mit allem drum und dran hat auch etwas Zeit in Anspruch genommen und ist für einen solchen Park eine große Leistung.

Rafting

In unmittelbarer Nähe zu dem Horrormaze befindet sich das Rafting des Walygator Parc, welche durchgängig thematisiert die Geschichte von Odysseus und seiner zehn jährigen Odyssee erzählt. Da nur acht Boote im Einsatz waren und das Beladesystem doch mehr als seltsam ist mussten wir einige „Züge“ warten bis wir an der Reihe waren. Das Rafting selbst kann sich wirklich sehen lassen und hat einen wunderbaren Nässegrad, denn spätestens zu den Wasserfällen kann man hier ganz schön nass werden.

Rivière Sauvage

Damit man im Walygator Parc jedoch richtig soaken kann ist auch eine wunderbar gestaltete Soquet Wildwasserbahn Rivière Sauvage vorzufinden. Im Gegensatz zu der Anlage in Walibi Sud Ouest (früher Walibi Aquitaine) ist hier sogar ein Abfluss im Boot vorzufinden, auch ist der Fahrkomfort hier deutlich besser. Der Nässegrad zumindest ist für den einen Drop recht ordentlich.

Monster

Da uns der Hauptgrund dieses Besuchen noch immer fehlte reihten wir uns beim Monster an. Wir waren schon in der Station und hätten nur noch eine Runde für unsere Fahrt in der Frontrow warten müssen, jedoch bremste der Zug zu stark und die ganze Anlage fiel aus. Es dauerte knapp eine Stunde bis man wieder bereit war eine Testfahrt zu starten, aber auch dort bremste der Zug zu stark. Da wir unbedingt einmal fahren wollten blieb uns nichts anderes als warten. Da irgendwann das Bedienpersonal für den Tag entlassen wurden zerfiel unsere Hoffnung auf eine Fahrt und wir verließen den Park.

Bilder Walygator Parc

Schlusswort

Dennoch war der Tag keine Enttäuschung, da wir einen sympatischen französischen Freizeitpark kennengelernt haben, den man auch gerne öfters besuchen kann. Die Gestaltung im vorderen Bereich des Parks kann sogar den einen oder anderen Thematisierungsliebhaber umhauen und die Shows sind sogar empfehlenswert. Die Fahrgeschäfte des Walygator Parc sind klasse, auch wenn der HUSS Topple Tower eigentlich immer still steht. Bei den Achterbahnen kann der Park einen guten Mix vorweisen und mit der schlechtesten Holzachterbahn der Welt trumpfen, welche wirklich die ein oder andere Fahrt wert ist.

Wenn dann im nächsten Jahr die Wilde Maus Achterbahn im Dunkeln kommt sieht mich der Walygator Parc sicherlich wieder, wobei ich mich dann auf das Monster stürzen werde, denn irgendwann würde ich diese Bahn schon gerne mal gefahren sein.

 

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