Bei Micky Maus zu Gast

Disneyland Park

Angekommen im Disneyland Park fühlt man sich einige Jahrzehnte zurück versetzt, immerhin befindet man sich nun in einer amerikanischen Hauptstraße zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Hier warten Oldtimer und Kutschen auf ihre Gäste und auch die große Parkeisenbahn hat hier ihren Hauptbahnhof. Auch sind hier einige Geschäfte untergebracht und der größte Teil der Paradenstrecke verläuft über diesen Weg, welcher nicht gerade kurz ist und einen bis zu den Eingängen der restlichen vier Themenbereiche begleitet.

Neben der Pferdekutschenstraßenbahn haben wir in diesem Bereich auch die Parkeisenbahn getestet. Diese verläuft am Rande des Parks und gehört zu einer der volleren Bahnen des Disneyland Park, wo man auch gerne mal eine Stunde anstehen darf. Da wir eine günstige Gelegenheit erwischten verblieb uns das Warten erspart. Die 40 minütige Rundfahrt ist durchaus lohnenswert, als Transportbahn ist die Anlage aber ungeeignet.

Fantasyland

Läuft man die Mainstreet des Disneyland Park hinunter, so geht man dem Wahrzeichen des Fantasylandes geradezu entgegen. So groß wie es von manchen Winkeln wirkt ist das Schloss, in dessen Inneren man die Geschichte von Dornröschen ansehen kann, dann doch nicht.

Durchquert man das Schloss so findet man sich auf einem Platz mit dem Pferdekarussell, wo es schon recht schwer war die Pferde zu besteigen, sowie den zwei Themenfahrten Pinocchio und Schneewittchen wieder. Zweitere erinnert an eine sehr trashige Geisterbahn, während die Reise von Pinocchio wunderbar in Szene gesetzt wurde und zu einer der besten Themenfahrten dieses Kontinents gehört.

Ganz in der Nähe befinden sich das Dumbo-Karussell und die Teetassen. Zwei Bahnen die relativ schnell eine gar unheimlich lange Warteschlange aufweisen können. Eine Beeinflussung der Drehung der Teetassen ist leider kaum möglich, dennoch bleibt die Bahn eine wunderbare Attraktion um einen sehr starken Regenguss zu entgehen.

Thematisch zu den Teetassen gehörend ist das Labyrinth nebenan. Wie Alice im Wunderland durchschreitet man diese etwas skurrile Anlage, dessen Ausgang leider recht leicht zu finden ist.

Peter Pan’s Flight

Auch die beliebteste Attraktion des Parks kann man in diesem Bereich finden. Es handelt sich dabei um Peter Pan’s Flight, eine Themenfahrt mit zu wenigen Szenen und einem sehr skurrilen Fahrsystem. Hier sollte man, wenn überhaupt eine Fahrt angedacht ist, ein Fastpass-Ticket ziehen, da diese Bahn aus meiner Sicht die schwächste im ganzen Park ist und die Kapazität einfach zu gering ist.

It’s a small World

Etwas abseits gelegen, aber stets präsent, liegt in diesem Bereich die wunderbare Themenfahrt It’s a small World. Bemerkenswert und irgendwie seltsam erscheint einen die Anzahl der Boote die dieser Bahn eine riesige Kapazität und sehr geringe Wartezeiten bescheren. Die glücklichste Kreuzfahrt des Planeten sollte man sich daher auf keinen Fall entgehen lassen, auch wenn die Musik einer der größten Ohrwürmer der Welt ist.

Adventureland

Pirates of the Caribbean

Folgt man den Wegen des Fantasylandes, so stößt man nach einiger Zeit auf eine verflucht gute Themenfahrt im Adventureland. Selbst die Warteschlange ist ein Augenschmaus, welcher nur selten getrumpft wird. Die Rede ist natürlich von den Pirates of the Caribbean, ein Bootsthemenfahrt mit den gleichen Booten aus It’s a small World, was unter anderem zu einer traumhaft hohen Kapazität führt.Die Fahrt selbst ist lang und bietet sehr viele schöne und stimmige Szenen. Die Musik ist ein Ohrwurm, welcher einen auf ein Saufgelage einstimmt. Einziger Kritikpunkt ist die viel zu laute Kette am Lift, dieses ist aber bei einer solchen Themenfahrt zu verkraften.

Der Bereich selbst ist schön, aber auch leider von Fahrgeschäften etwas unterbesiedelt. Daher besuchten wir folglich den Tempel der Furcht. Eine sehr schön thematisierte Warteschlange bereitet einen auf das folgende Erlebnis vor. In der Station der Achterbahn steigt man in die Loren ein, mit denen man die Strecke absolviert.

Indiana Jones et le Temple du Péril

In den Kurven der Indiana Jones et le Temple du Péril macht man im ersten Wagen öfters Bekanntschaft mit den Schulterbügeln als einen lieb ist, der Rest der Strecke ist so wie sie sein sollte: Intensiv mit einem Hauch von Airtime vor jeder Blockbremse, welche sich prima eignet um Mäuseohren in die Luft zu befördern. Auch von außen wirkt die zu Indiana Jones gehörige Bahn sehr ansprechend und sollte auf jedem Fall gefahren werden, auch wenn sie manchen Leuten ein anderes Bild auf die Herstellerfirma erstellen lässt.

Des Weiteren in diesem Themenbereich zu finden ist eine lange, meist von französischen Vollpfosten, überfüllte Hängebrücke, einige Höhlen, sowie Robinson Cruseos Baumhaus, ein Walktrough bei dem man auch gerne etwas länger anstehen darf.

Frontierland

Big Thunder Mountain

Folgt man den Rundkurs des Disneyland Park so betritt man irgendwann den Wilden Westen mit seinem Wahrzeichen dem großen Donnerberg. Die Größe ist zwar nebensächlich, aber laut wie ein Donnergrollen ist die Bahn auf jeden Fall. Der Big Thunder Mountain bietet jeweils eine Station für Normalbesucher und Fastpässler. Aus diesem Grund kann es ab und zu auch recht lange dauern bis der nächste Zug auf einer Seite auftaucht. Die Fahrt selbst bietet nicht viele waghalsige Kurven, dafür aber umso schönere Geraden, seltsame Lifte und coole Tunnel. Abgerundet wird alles durch die stimmige und stets präsente Thematisierung, welche die Anlage mit Phantasialands Colorado Adventure und Port Aventuras El Diablo zu den besten Minetrains Europas macht.

Eine Attraktion die um die Insel und über den rasanten Zug fährt ist der dreistöckige Dampfer. Es empfiehlt sich den Blick in Richtung des großen Donnerberges zu richten, da die Gegend drum herum zwar schön ist, jedoch nur wenig Abwechslung bietet.

Phantom Manor

Vom Dampfer aus kann man ein altes Herrenhaus sichten. Es sieht verlassen aus, genauso wie der Garten den man zuvor durchschreiten muss um sich dieses Haus zu nähern. Im Phantom Manor selbst wird man von seltsamen Gestalten begrüßt, die Sprachen zu sprechen vermögen, die selbst kein Franzose oder Engländer als grammatisch richtig darstellen würde. Von ihnen wird man in einen Raum geschickt, welcher sich als Fahrstuhl mit netten Bildern an der Wand entpuppt. Nachdem man diesen Part hinter sich gelassen hat kommt man in einen Korridor, welchen man beschreiten muss um dann in seinem Schicksalswagen Platz zu nehmen. Die Fahrt ist harmonisch und bietet eine durchgängige Storyline. Eine schaurig schöne Melodie begleitet einen bis zum Friedhof, wo sie kurz durch die Grimm Grinning Ghosts abgelöst wird und man schlussendlich zum Ende der Fahrt kommt die eindeutig zu den besten Themenfahrten schlechthin gehört und einen immer wieder in den Keller des Herrenhauses zieht.

Discoveryland

Der letzte Themenbereich des Disneyland Park ist das Discoveryland, welches zum großen Teil nach dem französischen Schriftsteller Jules Verne thematisiert ist. Als Kontrastprogramm dazu hält Star Wars her, was hier wirklich nicht hineinpassen will.

Space Mountain

Optisch eine Augenweide ist die Halle des Space Mountain. Auf seiner zweiten Mission fliegt man bis zur Supernova und wieder zurück. Die Columbiad Kanone schießt den Wagenverbund dabei in Richtung Weltall und die völlig verplante Strecke wird absolviert. Die Wagen sind ähnlich die des Rock ’n‘ Rollercoasters komfortabel und gut gepolstert. Der Abschuss ist spürbar, wenn auch durch die Lage nicht sonderlich intensiv. Innerhalb des Gebäudes folgen nun einige Kurven und Inversionen wo man sie nicht erwartet. Die Fahreigenschaften reichen von sehr gut bis naja, je nachdem wann man die Bahn besteigt und wie der Wagen zum Zeitpunkt bestückt ist. Auf jedem Fall eine Erfahrung die man nicht auslassen sollte, vor allem da diese Konzeptachterbahn bis dato noch einzigartig ohne Gleichen ist.

Star Tours

Eine der älteren Attraktionen dieses Bereiches ist Star Tours. Ein schöner Großraumsimulator wo man, startend von einem intergalaktischen Flughafen, einen Tourismusflug durchs Weltall erlebt. Natürlich mit einem unerfahrenen Piloten, welcher einen in sehr brisante Situationen bringt. Dieser Simulator ist einfach nur Kult pur und daher sollte man hoffen das diese Anlage nicht auch noch zu Star Tours 2 umgebaut wird.

Honey, I shrunk the Audience

In dem Kino nebenan läuft der Film Honey, I shrunk the Audience, ein 3D Uralt Film, welcher mit einigen voraussehbaren Effekten bestückt ist. Negativ anzusehen ist die schlechte Qualität des Bildes, wo man schon einige Zeit braucht um sich daran zu gewöhnen. Auch das Kino selbst ist durch seine Bodenbeschaffung nicht das Beste, da man sich schnell irgendwo hinlegen kann.

Autopia

Auch in diesem Themenbereich anzutreffen ist die etwas längere mehrspurige Monzapiste Autopia, welche sich aus meiner Sicht sehr bescheiden steuern lässt. Eventuell lag es auch daran das Ich die rechte Spur unsicher machen konnte und somit das Lenkrad auch rechts hatte, es kann aber auch schlichtweg daran liegen, dass ich anderes gewohnt bin. Als thematisierte Autofahrt aber durchaus fahrenswert.

Buzz Lightyear Laser Blast

Die letzte Großattraktion des Disneyland Park ist die interaktive Themenfahrt Buzz Lightyear Laser Blast von Mack Rides. In dieser durchaus empfehlenswerten Attraktion reist man zum Planeten Z um den Bösewicht Zurg das Handwerk zu legen und nebenbei die Energiequellen (in Form von Batterien) zurück zu bringen und dabei ordentlich Punkte zu erzielen. Dank der, durch die ganzen Zwischenstopps, eher ungünstigen Kapazität ist hier ein Fastpass durchaus empfehlenswert.

Neben der, zum Zeitpunkt des Besuches, geschlossenen Uboot-Attraktion und den meist überfüllten Pressluftflieger gibt es in diesem Bereich noch eine Musicalshow, die leider in der Nebensaison nicht aufgeführt wird und durch klassische Cartoons ersetzt wurde.

Bilder Disneyland Park

 


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Ein Tag im Thorpe Park

Vorwort

Durch einen wunderbar günstigen Flug nach London (mit allen Gebühren 16€ für hin und zurück) über Lübeck, dachte ich mir, dass es mal an der Zeit wäre den Thorpe Park während der Fright Night einen Besuch abzustatten. Schnell wurden noch ein paar Leute zusammen gesucht, die dieses Vorhaben auch schon lange in die Tat umgesetzt haben wollten und schon konnte es losgehen.

Wie bei jeder vernünftigen Tour musste kurzzeitig irgendetwas dazwischen kommen und unser eigentlich jeder Gefahr trotzender Stefan, zog sich fünf Tage vor dem Abflug einen kleinen Bruch zu. Kurz gesagt: Wir waren nun nur noch zu zweit und unser Luxusflieger von Ryanair flog planmäßig ab. Ein Dank sei hier an Merlin Entertainments gegönnt, die uns bei Madame Tussauds das Geld zurück erstatteten und beim Thorpe Park ein Ticket für die nächste Saison zugesendet hatten.

Nachdem wir von London Stansted mit dem Bus zur Liverpool Street Station fuhren und von dort aus unseren Weg bis zur Waterloo Station bahnten saßen wir auch schon im Zug nach Staines, wo wir dann um ca 9 Uhr den Shuttlebus zum Park nahmen. Schnell noch die im vorausbezahlten Bloody Horrible Tickets (Thorpe Park und London Dungeon) abgeholt und schon konnte es losgehen.

Parkrundgang

Colossus

Die erste Bahn des Tages sollte dann Colossus sein. Diese fährt sich ganz angenehm, aber die eine oder andere Begegnung von Kopf und Schulterbügel in den ersten zwei Inversionsfiguren ließ sich leider nicht vermeiden. Die Korkenzieher und die letzte Heartlineroll würde ich persönlich als Highlight der Bahn sehen, da diese vom Fahrgefühl den Rest der Bahn deutlich übertreffen. Ansonsten ist Colossus sehr fotogen und durch ihre Lage auch wunderbar angelegt. Optisch ist sie zumindest ein Sahnestück.

Logger’s Leap

Achterbahn #2 sollte der sich in der Nähe befindliche Eurofighter werden. Da dieser aber etwas verspätet öffnen sollte, entschieden wir uns für eine Runde auf der Wildwasserbahn Logger’s Leap. Die Bahn hat einen angenehmen Nässegrad, wobei der Drop im Dunkeln recht fies ist und einen schon etwas durchweicht. Der später folgende Doppeldrop ist zwar nicht so nass, bietet aber eine schöne Portion Airtime.

Slammer

Zum Trockenschleudern ging es in die in der Nähe gelegende Sky Swat Slammer. S&S hat mit dem Gerät echt etwas Gewaltiges auf die Beine gestellt. Die Fahrt ist intensiv und sehr spaßig (nur als Familienkutsche würde ich das Teil nicht vermarkten).

Nemesis Inferno

Es folgte Nemesis Inferno, welche allein schon wegen dem Part vor den Lift überzeugen kann. Bei leerer Warteschlange muss man aber erst einige Mal im zickzack laufen um überhaupt bis in die Station zu gelangen (mit Tidal Wave die längste zu durchquerende Warteschlange an den Tag). Die Fahrt ist aus meiner Sicht doch recht amüsant, weshalb die Bahn der erste B&M Coaster wurde den ich relativ gut fand.

Stealth

St.Jimmy erblickte nun die Achterbahn seiner Begierde, weshalb wir uns gleich in Richtung Stealth aufmachten. Schnell mal eben das Gepäck abgegeben und schon konnte es losgehen. Der Launch ist schön und der Top-Hat danach auch. Vor allem im vorderen Bereich des Zuges kann dieser überzeugen. Die Abfahrt ist genial, nur der Hügel der danach folgt halte ich persönlich für nicht gerade angenehm.

Tidal Wave

Da das Wetter seltsamer Weise gut mitspielte und somit quasi T-shirt Wetter vorherrschte musste natürlich auch der Spillwater Tidal Wave gefahren werden (obwohl man das bei jeder Witterung machen sollte). Die Bahn selbst ist rundum gelungen und für mich mit Slammer, X:/No Way Out und dem neuen Coaster für 2012 der einzig wahre Grund den Park erneut zu besuchen.

X:/No Way Out

Kommen wir nun zu einem der Highlights im Park: X:/No Way Out. Man hört nur überwiegend schlechtes über die Bahn, jedoch verdient diese die Anerkennung einiger Fans die das Besondere schätzen. Die Bahn ist perfekt in dem was sie tut, weshalb ich von ihr so begeistert bin. Im Gesamten einer der besten Dunkelachterbahnen die ich je fahren durfte. Vielen Dank an Vekoma für diese Bahn.

Saw – The Ride

Da mittlerweile auch Saw – The Ride fuhr haben wir uns ganz brav in die Schlange eingereiht. Diese bewegte sich zum Teil recht flott, weshalb wir nicht lange bis in die Station brauchten. Auch hier hieß es wieder Taschen abgeben und in einem der 2 Züge, die gleichzeitig beladen werden platzzunehmen.

Wir konnten unsere erste Fahrt in der ersten Reihe erleben und waren sofort vom Darkridepart angetan. Der First Drop ist verdammt intensiv und die Rolle nach der Blockbremse birgt ein fieses kleines extra, mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Der Outdoorpart lässt sich durch ein einziges Wort sehr gut beschreiben: schnell. Nicht nur der Lift läuft mit Spitzengeschwindigkeiten, auch brettert der Wagen die Strecke nur so ab. Auf Blockbremsen wird keine Rücksicht genommen, so dass man ungebremst zum Teil extrem positive und negative Kräfte erfährt.

Flying Fish

Beinahe hätten wir den Powered Coaster Flying Fish vergessen, aber diese Achterbahn wollten wir uns dennoch nicht nehmen lassen. Ich bin sehr lange nicht mehr das Standard Modell aus dem Hause Mack Rides gefahren, was mich doch sehr gefreut hatte. Dennoch finde ich, dass an der Bahn etwas fehlt. Ein Tunnel am Ende würde die Bahn immens aufwerten, jedoch machen die 4 gefahrenen Runden auch ohne Tunnel sehr viel Spaß. Der schön gestaltete Zug tut sein Bestes dafür.

Rush

Kommen wir nun zu S&S Power Schaukel Rush. Von vielen hochgelobt wollten wir diese Bahn natürlich auch testen. Sie macht für einige wenige Sekunden auch Spaß, im generellen ist die Fahrt jedoch viel zu kurz und so besonders ist die Schaukelbewegung dann auch nicht.

Samurai

Zwischen Saw und Colossus steht noch der Mondial Top Scan Samurai. Nach sehr vielen Jahren fand ich es schön mal wieder einen Top Scan persönlich zu begegnen. Die Fahrt war in Ordnung, immerhin war sie besser als die Fahrten auf den restlichen Flat Rides im Park.

Detonator

Ganz in der Nähe zu Nemesis Inferno liegend befindet sich noch der Fabbri Tower Detonator. Wie auch seine 40m hohen Brüdern (zu finden im Attractiepark Slagharen, BonBon-Land, …) bietet dieser Turm Airtime in Massen. Der Humpty Dumpty Reim vor dem Fall ist zu Halloween ein echt nettes Feature.

Die Wartezeiten betrugen an den Tag grundsätzlich zwischen 0 und 20 Minuten. Zwischenzeitlich galt es auch mal bei Nemesis Inferno 50 Minuten warten. Durch die Fright Nights war der Thorpe Park bis 20 Uhr geöffnet, weshalb so einige Wiederholungsfahrten vor allem in Dunkelheit getan werden konnten; immerhin standen die meisten Engländer über 60 Minuten für die Mazes an.

Bilder Thorpe Park

 


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Ein geniales Wochenende im Europa-Park

Mein erster Besuch im Europa Park

Blue Fire Megacoaster

Da die Achterbahn Blue Fire in diesem Jahr das Prädikat neu und erster Launched Coaster in Süddeutschland hatte, wurde sie von Anfang an ins Visier genommen. Dies war auch gerechtfertigt, denn während die Warteschlange am Vormittag nur ca. 20 Minuten betrug, war sie am Nachmittag um ein Vielfaches länger. Irgendwie wollte jeder Blue Fire fahren.

Nachdem man in den sehr bequemen Zügen der Achterbahn Blue Fire Platz genommen hat, durchfährt man einen kleinen unsinnigen Darkridepart, um dann mit allerlei Effekten im Schneckentempo abgefeuert zu werden. Es folgt eine sehr bescheidene Kurve, die ebenso wie das folgende Loopingelement viel zu langsam durchfahren wird. Die Steilkurve vor der Auffahrt zur Blockbremse kann als Highlight der Bahn bezeichnet werden, sofern man nicht in der Blockbremse zum Stehen kommt. Die anschließenden Korkenzieher machen bei entsprechender Geschwindigkeit richtig Spaß, leider kommt man viel zu selten in den Genuss. Die absolute Frechheit, die leider von den Fans als das Highlight einer Achterbahn schlechthin bezeichnet wird, ist die vermeintliche und völlig falsch berechnete Heartlineroll gegen Ende der Fahrt auf Blue Fire.

Blue Fire ist mit Abstand eine der langweiligsten Achterbahnen schlechthin, hier stimmt absolut gar nichts und man kann nur hoffen, dass die Firma Mack Rides das grundsätzlich vorhandene Potential bei ihren folgenden Anlagen erkennt und ausnutzt. Wo der erste Teil der Anlage viel zu langsam durchfahren wird, ist der zweite Teil auf Blue Fire leider viel zu schnell, so dass am Ende eine kraftlose, langweilige und schlechte Achterbahn auf ihre Gäste wartet, die leider mangels Erfahrung mit Inversionen und Abschüssen glauben, die Bahn sei überragend.

Um wieder aus dem Tiefschlaf zu erwachen, wurde das Café in unmittelbarer Nähe der Bahn getestet. Der dort servierte Kaffee ist verdammt gut und somit das eigentliche Highlight im isländischen Themenbereich.

Atlantica SuperSplash

Nachdem man Island in Richtung Portugal verlassen hat, steht man vor dem imposanten Bauwerk des Atlantica SuperSplash. Leider kann die Bahn, wie andere Anlagen dieser Art auch, absolut nichts, aber immerhin gibt es eine Soakzone, um wenigstens ein bisschen nass zu werden. Der unsinnige Rückwärtsteil während der Fahrt kann durch eine noch unsinnigere 540°-Drehung auf dem ersten Drehtisch ergänzt werden, wenn die Kapazität mal nicht voll ausgelastet ist.

Tiroler Wildwasserbahn

Um richtig nass zu werden, muss man schon zur Tiroler Wildwasserbahn pilgern, die ihrem Alter alle Ehre macht. Vor allem an dieser Anlage sieht man, wie sehr der Europa Park bemüht ist, seine Anlagen zu pflegen, denn diese Wildwasserbahn sieht aus wie neu und fährt sich auch so, was man von anderen Parks leider nicht behaupten kann. Der Nässegrad ist hervorragend und die Höhle, durch die man fährt, ist einfach toll.

Alpenexpress Enzian

Durch die gleiche Höhle dreht auch der Alpenexpress Enzian seine Runden und kann wie sein etwas längerer Bruder aus dem Soltauer Heide-Park durchaus überzeugen. Aber nicht nur der Powered Coaster weist deutliche Parallelen zu Soltau auf, so findet man in der Heide auch eine größere Version des Seerestaurants sowie einige kleinere Attraktionen, die mehr oder weniger identisch sind.

Fjord Rafting

Aber auch das Fjord Rafting wirkt wie eine kleine Version des Mountain Rafting, leider ist die Fahrt selbst nicht wirklich aufregend und schon gar nicht nass. Die Stromschnellen, Wasserfälle und das Wellenbecken sind hier besonders sanft, die Gestaltung ist nett, aber man merkt der Intamin-Anlage ihr Alter an.

Abgesehen vom HUSS Pirat in unmittelbarer Nähe gibt es im Europa Park nicht viele Fahrgeschäfte anderer Hersteller. Neben dem Zierer Wellenflug in Österreich und den Zamperla Attraktionen im englischen Themenbereich, dem Chance C.P. Huntigton Zug, gibt es nur noch den Intamin Gyro Tower im französischen Themenbereich, sowie die bisher größte europäische Achterbahn des Herstellers B&M.

Silver Star

Der Silver Star ist der Inbegriff einer Parkplatzachterbahn und nutzt diesen Umstand durch eine entsprechende Thematisierung perfekt aus. Das Out & Back Design des Layouts wirkt durch seine Höhe atemberaubend, fährt sich aber relativ harmlos. Während man in der ersten Reihe während der Fahrt nur unangenehmen Fahrtwind abbekommt, erlebt man in den hinteren Reihen schöne Floating-Airtime vom Feinsten. Leider hat die Bahn die schlechteste Warteschlange seit der Erfindung der Warteschlange, weshalb sich das Anstellen im Sommer bei einer Wartezeit von über 20 Minuten definitiv nicht lohnt.

Eurosat

Unweit des Stahlgiganten befindet sich mit der Dunkelachterbahn Eurosat eine der besten Achterbahnen im Europa Park. Zwar sind die Kurven in völliger Dunkelheit teilweise recht grenzwertig und die Bremsen sehr stark eingestellt, aber dafür wartet man, egal wie lang die Warteschlange ist, maximal 30 Minuten, da es stetig vorwärts geht.

Universum der Energien

Unterhalb der Anlage befindet sich mit dem Universum der Energien einer der besten Versuche, sich bei Disney zu bedienen. Auch wenn die Anlage nur von sehr wenigen Parkbesuchern wahrgenommen oder überhaupt gefunden wird, ist diese Themenfahrt definitiv die stimmigste im gesamten Europa Park. Das Thema Dinosaurier ist zwar etwas aus der Mode gekommen, dürfte aber spätestens mit dem vierten Teil von Jurassic Park wieder in aller Munde sein.

Schweizer Bobbahn

Im Schweizer Themenbereich befindet sich der Prototyp der Mack’schen Bobbahn, der außer einer ansprechenden Gestaltung nichts zu bieten hat. Die Schweizer Bobbahn ist eine der harmloseren und leider auch langweiligeren Anlagen dieser Art. Leider steht man hier meist in der längsten Warteschlange, da die Kapazität nicht gerade berauschend ist.

Matterhorn Blitz

Die zweite Achterbahn in diesem Bereich, die Wilde Maus Matterhorn Blitz, ist ähnlich langweilig und hat ein erweitertes Layout und einen Aufzug statt eines Lifts. Der Matterhorn Blitz wurde meine 100. Achterbahn und leider war die Fahrt und die längste Warteschlange im ganzen Park das nicht wert. Den erweiterten Mäusen fehlt im Grunde alles, was die kompakteren und besseren Standard-Mäuse ausmacht.

Jungfrau-Gletscherflieger

Die wohl größte Attraktion in diesem Bereich ist der Jungfrau-Gletscherflieger, ein Fahrgeschäft, das sehr an einen Zierer-Drachenflug erinnert, nur mit Bodenhaftung. Leider hat sich diese rasante Attraktion nie durchgesetzt.

Fluch der Kassandra

Im griechischen Themenbereich befindet sich eine Hexenschaukel, die ausnahmsweise nicht von der Firma Vekoma gebaut wurde. Leider bietet der Fluch der Kassandra keine Handlung und außer der Hauptkammer nicht viel mehr als eine schöne, stimmungsvolle Musik. Der zusätzliche Effekt der Popomassage ist auf den ersten Blick etwas Neues, aber absolut überflüssig.

Poseidon

Die nahe gelegene Wasserachterbahn Poseidon zeigt, wie eine Wasserachterbahn zu fahren ist, denn hier kann man mit etwas Glück sogar nass werden, wenn man Pech hat, passiert das schon vor der Fahrt beim Warten unter dem Trojanischen Pferd. Der kurvenreiche Teil der Achterbahn bietet zwar einige lustige Schläge, aber das macht die Bahn nicht schlechter.

Pegasus

Unterhalb der Wasserachterbahn befindet sich die actionreichste und zugleich familienfreundlichste Achterbahn des gesamten Europa Parks. Die nach dem geflügelten Pferd benannte Achterbahn Pegasus bietet eine kurvenreiche Strecke mit ordentlich Tempo, die perfekt auf das junge Publikum zugeschnitten ist.

Euro-Mir

Im russischen Themenbereich kann man der russischen Raumstation Mir einen Besuch abstatten. Deutlich schneller, aber nicht weniger spannend geht es in der benachbarten Euro-Mir zu. Auf dem Weg nach oben wird man von einem der besten Soundtracks überhaupt beschallt. Oben angekommen, geht es in einigen Kurven um die Spiegeltürme herum, während sich die Gondel ständig dreht. Vor der ersten Abfahrt stoppen die Gondeln, so dass man den folgenden Teil entweder vorwärts oder rückwärts fährt, bis man auf dem Hügel ankommt, wo sich die Gondeln um 180° drehen. Der folgende kurvenreiche Teil der Achterbahn ist sehr intensiv und bleibt es auch, da die Radien immer kleiner werden. Wie bei der Achterbahn EuroSat ist die Bremsung sehr stark, aber wenn man das Glück hat, rückwärts in die Bremsen zu fahren, ist es nicht so schlimm.

Schneeflöckchen Schlittenfahrt

Etwas versteckt liegt die Schneeflöckchen-Schlittenfahrt, eine schöne und stimmige Themenfahrt mit Puppen und dem wohl kultigsten Wagen in Form eines Schlittens mit Bänken, daher auch der Spitzname Bench the Ride.

Piraten in Batavia

In den Niederlanden kann man den Piraten in Batavia einen Besuch abstatten. Diese Wasserattraktion versucht sich, wie so viele andere auch, irgendwie an Disneys Pirates of the Caribbean zu orientieren, was der Anlage leider überhaupt nicht gelingt und für mich zu einer der schlechtesten und langweiligsten Themenattraktionen schlechthin gehört. Die viel zu lange Fahrt ist nicht nur eine Zeitverschwendung sondergleichen, sondern auch eine ideale Einschlafattraktion.

Magia

Auch die Varieté-Show im italienischen Themenbereich war bei meinem Besuch eine gelungene Einschlafhilfe. Von der Show namens Magia habe ich nicht viel mitbekommen, aber der Clown zu Beginn der Show war sehr originell.

Geisterschloss

In unmittelbarer Nähe befinden sich die Themenfahrten Ciao Bambini und das Spukschloss, beides mehr oder weniger Kopien bekannter Disney-Attraktionen. Während Ciao Bambini von mir nicht getestet wurde, erfreute sich die völlig unscheinbare Geisterbahn eines häufigen Besuches, denn so zusammengewürfelt das Geisterschloss auch aussieht, irgendwie ist sie gar nicht so schlecht.

Im spanischen Themenbereich gibt es noch zwei kleinere Attraktionen, unter anderem eine Seesturmbahn mit ordentlichem Fahrprogramm, die man meist ohne Wartezeit einfach fahren kann. Außerdem findet man im ganzen Park verteilt einige Showarenen. Empfehlenswert ist unter anderem die Eislaufshow, wobei das eigentliche Highlight eigentlich jedes Mal der Clown vor der jeweiligen Show ist.

Bilder Europa Park

Schlusswort

Im Gegensatz zum Heide-Park ist der Edeka-Tag im Europa Park ein besonders empfehlenswerter Tag. Neben kostenlosen Kostproben an jeder Ecke kann man sich auch auf viele andere Aktivitäten freuen. Seltsamerweise war es an diesem Tag auch deutlich leerer als am Vortag und auch länger geöffnet. Wenn man abends noch Zeit hat, kann man sich im hauseigenen 4D-Kino aktuelle Kinofilme anschauen, zwar meist nur in 2D, aber dafür mit passenden Effekten.


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